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DE602004001462T2 - Verfahren zur weinherstellung mit mazeration durch mikrowellen - Google Patents

Verfahren zur weinherstellung mit mazeration durch mikrowellen Download PDF

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DE602004001462T2
DE602004001462T2 DE602004001462T DE602004001462T DE602004001462T2 DE 602004001462 T2 DE602004001462 T2 DE 602004001462T2 DE 602004001462 T DE602004001462 T DE 602004001462T DE 602004001462 T DE602004001462 T DE 602004001462T DE 602004001462 T2 DE602004001462 T2 DE 602004001462T2
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    • C12G1/00Preparation of wine or sparkling wine
    • C12G1/02Preparation of must from grapes; Must treatment and fermentation
    • C12G1/0213Preparation of must from grapes; Must treatment and fermentation with thermal treatment of the vintage

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Description

  • TECHNISCHER BEREICH
  • Die vorliegende Erfindung betrifft den Weinherstellungssektor und insbesondere, jedoch nicht ausschließlich den Sektor der Herstellung von Wein aus roten Trauben.
  • STAND DER TECHNIK
  • Vor dem Pressen der Weintrauben werden diese im Allgemeinen von den Stielen abgestreift, wobei das Produkt vom Pressen der abgestreiften Weintraube als das Pressprodukt bekannt ist und somit den Trester (Schalen und Samen) und einen als Most bekannten flüssigen Teil enthält. Bei der Rotweinbereitung durchlaufen die festen Teile der Weintraube (Schalen und Samen) während der Fermentation innerhalb eines Fasses, welches auch als Weinfermentierer bekannt ist, gemeinsam mit dem Most die Mazeration.
  • Im Gegensatz dazu erfolgt die Fermentation bei der Weißweinbereitung im Wesentlichen ohne Vorhandensein der Schalen.
  • Während sie in dem Fass zurückgehalten werden, sammeln sich die festen Teile der Weintraube, wie zum Beispiel die Schalen, gemeinsam im oberen Teil an, um eine Kappe auszubilden, die auf dem Most schwimmt. Je länger die Schalen mit dem Most in Kontakt bleiben, umso größer sind die Farbintensität des Weines und sein Reichtum an extrahierten Substanzen. Um die Extraktion von Aromen und Pigmenten von dem Weintraubenepikarp zu erleichtern, wird die Kappe während der alkoholischen Fermentation ein oder zwei Mal in den Most gemischt.
  • Während des Zurückhaltens der Schalen in dem Most muss eine maximale Extraktion von Farbe und Polyphenolen ohne mechanische Fehlbehandlung der Schalen erfolgen, um die Übertragung unerwünschter Substanzen zu verhindern.
  • Die Extraktionszeitdauer kann aus logistischen Gründen nicht über bestimmte Grenzwerte hinaus verlängert werden.
  • Eine verringerte Extraktionszeitdauer wird im Allgemeinen durch die Erhöhung der Extraktion unter Verwendung verschiedener bekannter Techniken erhalten, die jedoch bestimmte Nachteile aufweisen.
  • Eine der zur Verbesserung der Farb- und Polyphenylextraktion verwendeten Techniken ist als Thermovinifikation bekannt. Die Thermovinifikation besteht aus der Erwärmung der gesamten Masse (Most und feste Teile), was die Extraktion begünstigt, jedoch teilweise die Weinmerkmale beeinträchtigt, so dass seine Endqualität insbesondere vom organoleptischen Standpunkt aus verringert wird. Sie beeinträchtigt auch die Stabilisation der farbigen Komplexe.
  • Es wurde herausgefunden, dass die Erwärmung der gesamten Masse insbesondere dann schädlich ist, wenn die Schalen zusammen mit dem Most erwärmt werden.
  • Wenn die durch die Thermovinifikation begünstigte alkoholische Fermentation beendet ist, werden die festen Teile von dem Most entfernt oder entleert und nachfolgenden Prozessen zugeführt.
  • Der Vinifikationsprozess fährt mit hochgenauen Prüfungen, Umfüllung, Klärung, Filtration usw. fort, wobei die Flaschenabfüllung am Ende dieser Prozesse erfolgt.
  • OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
  • Die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Erleichterung der Extraktion von Anthozyanen (Farbe) und Polyphenolsubstanzen von den Schalen, wobei die Probleme der für die Thermovinifikation typischen Überwärmung vermieden werden, und in einem allgemeineren Sinn bei gleichzeitiger starker Erhöhung der Qualität und Menge an Substanzen, die während des Betriebes in den Wein übertragen werden.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mittels des in den Ansprüchen definierten Verfahrens und der Anlage gelöst.
  • Im Wesentlichen wird gemäß der Erfindung mindestens ein Teil der Schalen der Kappe Mikrowellenbestrahlung ausgesetzt.
  • Die Bestrahlung erfolgt im Allgemeinen auf der Kappe von Schalen, die sich in dem Weinfermentierer ausbildet, unabhängig von ihrer Position.
  • Die Bestrahlung kann insbesondere während der normalen Vinifikation erfolgen, wobei sich die Kappe über der Flüssigkeit befindet, oder nachdem die Flüssigkeit entleert wurde, d. h. von dem Weinfermentierer entfernt wurde, wobei die Schalen, welche die Kappe ausbilden, auf dem Boden des Weinfermentierers verbleiben.
  • Gemäß der Erfindung ist es nicht wesentlich, dass die Bestrahlung innerhalb des Weinfermentierers erfolgt, wobei es zum Beispiel möglich ist, die Schalen mechanisch von der Flüssigkeit zu trennen, sie zu bestrahlen und sie dann zu jedem Zeitpunkt während der Vinifikation zu der Flüssigkeit zurückzuführen.
  • Bei einem verbesserten Verfahren zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung durchläuft das Produkt beim Verlassen der Press-/Stielabstreifmaschine sofort die Entwässerung mit Abscheidung von etwa 30–60% des Mostes.
  • Der Teil des Produktes, der den Trester enthält, wird der Einwirkung der Mikrowellen ausgesetzt, die eine Temperaturerhöhung von 10–50°C verursachen, während der Most in einem Wärmetauscher behandelt und ohne Vorhandensein von Trester auf 30–70°C erwärmt wird.
  • Nach den getrennten Behandlungen werden die zwei Teile erneut kombiniert und in einem Weinfermentierer gemischt, in dem die Schalen in dem warmen Most mazerieren. Nach einer Mazeration und einer Pausenzeitdauer zwischen 0 und 30 Minuten fährt die Erfindung in zwei alternativen Modi fort.
  • Gemäß einem ersten Modus werden die Schalen von dem in dem Weinfermentierer enthaltenen Produkt getrennt, und der Most wird ohne Vorhandensein von Schalen fermentiert (weiße Fermentation).
  • Gemäß einem weiteren Durchführungsmodus wird das Produkt fermentiert, während es auch die Schalen enthält (rote Fermentation).
  • Dank der Erfindung wird eine Erhöhung der Extraktionsrate zahlreicher Substanzen wie zum Beispiel von Pigmenten, Tanninen und Aromen von dem Weintraubenepikarp als Ergebnis einer Lyse der Zellwände durch die Wirkung des Druckes auf Grund der Einwirkung der Mikrowellen auf die intrazellulären Flüssigkeiten erhalten.
  • Im Gegensatz zu der Thermovinifikation wird die Mikrowellenbehandlung einfach nur auf den Trester, und vorzugsweise auf einen Teil desselben lokalisiert, und verursacht somit keine Erhöhung der Temperatur der Masse, die bei Vorhandensein der Schalen fermentiert wird, sondern nur bei dem bestrahlten Teil (Teil der durch die festen Teile ausgebildeten Kappe) mit dem Ergebnis, dass jede Erwärmung der flüssigen Masse ohne Vorhandensein von Schalen nicht die Stabilität der extrahierten Aromen, Tannine und Pigmente beeinträchtigt, sie somit über die Zeit stabiler hält.
  • Dank der Mikrowellenbestrahlung werden die Wirkstoffe in einer verringerten Zeit von den Schalen extrahiert, wobei ein Anstieg sowohl von Polyphenolen als auch von Anthozyansubstanzen erfolgt, die sich über die Zeit als stabiler erweisen.
  • Gemäß der Erfindung wird ein normaler Weinfermentierer verwendet, der einen Behälter umfasst.
  • Die Bestrahlung erfolgt durch eines oder mehrere Fenster, die entlang der Wand, im Allgemeinen der Vertikalwand des Behälters in einer solchen Höhe positioniert sind, dass nur die Kappe aus Trester und nicht der darunterliegende Most mit eingeschlossen ist.
  • Die Erfindung umfasst die Verwendung von Mikrowellenerzeugern mit einer Maximalleistung, die über ein Bedienungsfeld von 0% bis 100% einstellbar ist. Die Mikrowellen weisen eine Maximalleistung von 2000 Watt und eine Frequenz zwischen 900 Hz und 3000 Hz auf. Die Bestrahlung erfolgt in mehreren Zyklen, denen das Mischen des Tresters vorangeht, und woraufhin mindestens die Zeit folgt, die zur erneuten Ausbildung der Kappe erforderlich ist. Der Vinifikationsprozess gemäß der Erfindung umfasst somit die folgenden Betriebsschritte.
  • Gemäß einem ersten Durchführungsmodus durchläuft die Weintraube Stielabstreifen und mechanisches Pressen, wobei das sich dabei ergebende gepresste Produkt einem Weinfermentierer zugeführt wird. Die gewöhnlichen Fermentationsaktivierungsprodukte und ausgewählten Hefen werden dem gepressten Produkt beigemischt. Dann beginnt die Fermentation, wobei die festen Teile von der Kappe getrennt werden.
  • Nach dem Sammeln auf dem Niveau des Bestrahlungsfensters durchlaufen diese festen Teile eine anfängliche Mikrowellenbehandlung mit einem oder zwei 2–3 Minuten-Zyklen jeweils bei einer Leistung von 800–1200 Watt, wobei dies im Allgemeinen genügt. Wenn mehr als ein Zyklus ausgeführt wird, wird der Trester vorzugsweise während der ersten Behandlung nicht beigemischt. Nach jeder Mikrowellenbehandlung wird die Kappe langsam in den Most hineingemischt.
  • In den auf die Anfangsbehandlung folgenden Tagen werden weitere 2 oder 3-Minuten-Bestrahlungszyklen mit einer von 800 bis 1000 Watt variablen Bestrahlungsleistung ausgeführt. Die Häufigkeit der nachfolgenden Bestrahlungen beträgt maximal drei pro Tag, wobei auf jeden Bestrahlungszyklus Mischen folgt.
  • Wenn die alkoholische Fermentation und Mazeration vollständig sind, wird der von der Kappe abgeschiedene fermentierte Most in Behälter gesammelt, und durchläuft die gewöhnliche Umfüllung, um Bodensatz zu beseitigen, und durchläuft eine Beimpfung mit ausgewählten Bakterien zur Initiierung der malolaktischen Fermentation.
  • Es erfolgt die abschließende Umfüllung, auf die möglicherweise eine SO2-Behandlung folgt.
  • Wie erwähnt, können die Schalen auch nach der Extraktion der Flüssigkeit bestrahlt werden, wobei in diesem Fall die Schalen dann Pressen durchlaufen, wodurch eine stark farbige Flüssigkeit abgeschieden wird, die in den nachfolgenden Weinproduktionsstufen zu verwenden ist.
  • Gemäß einem weiteren Durchführungsmodus werden die Schalen sofort von dem Most abgeschieden und durchlaufen den Mikrowellenbestrahlungsprozess, während der Most separat erwärmt wird.
  • Die bestrahlten Schalen werden dann zu dem warmen Most zurückgeführt, und die Mazeration wird fertiggestellt, um mit der weißen oder roten Fermentation fortzufahren, wie zuvor erwähnt.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Die Merkmale und Vorteile der Erfindung werden an Hand der nachfolgenden detaillierten Beschreibung offensichtlich, die unter Bezugnahme auf die Figuren der dazugehörigen Zeichnungen gegeben werden, die mittels eines nicht begrenzenden Beispiels eine besonders bevorzugte Ausführungsform des ersten Durchführungsmodus des Verfahrens veranschaulichen, und an Hand des zu dem weiteren Durchführungsmodus des Verfahrens in Bezug stehenden Ablaufdiagramms.
  • 1 ist eine Vorderansicht eines Weinfermentierers gemäß der Erfindung.
  • 2 ist eine Seitenansicht des Weinfermentierers von 1.
  • 3 ist ein axialer Seitenschnitt durch den Weinfermentierer von 1.
  • 4 stellt eine andere Ausführungsform des Weinfermentierers dar.
  • 5 stellt das Ablaufdiagramm eines zweiten Durchführungsmodus des Verfahrens dar.
  • BESTER MODUS ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
  • In 1 bis 3 ist der Weinfermentierer 1 dargestellt, der aus einem Behälter mit etwa 100 Litern Fassungsvermögen besteht, der zur Mikrowellenbehandlung angeordnet ist. Der Behälter weist zwei Fenster 2 und 3 auf, durch welche die Bestrahlung erfolgt, und die entlang der Behälterwand in einer Höhe positioniert sind, so dass nur die Tresterkappe 12 und nicht der darunterliegende Most 13 beteiligt ist (3).
  • Die Mikrowellenerzeuger 4 und 5 sind jeweils vor den Fenstern 2 und 3 positioniert und so bemessen, dass sie mit einer Maximalleistung in Bezug auf einer Frequenz von etwa 2500 mHz bestrahlen, die mittels des Bedienungsfeldes 7 von 0% bis 100% einstellbar ist.
  • Der Mischer 9 weist eine Welle 14 auf, auf die mindestens ein Schaufelrad 10 innerhalb der Kappe 12, und möglicherweise ein weiteres Schaufelrad 11 innerhalb des Mostes 13 aufgekeilt ist.
  • Die Welle 14 wird durch eine Mischvorrichtung 6 manuell betrieben, damit keine Erwärmung auf Grund von Reibung der Schaufelräder 10 und 11 innerhalb des Mostes 13 verursacht wird.
  • In dem nun beschriebenen Durchführungsmodus wurden 82 kg gepresste und entstielte Weintrauben der Sorte „Cabernet Sauvignon" verwendet, deren Most 13 dem Weinfermentierer 1 zugeführt wurde.
  • 0,1 g/kg Metabisulfit, 0,3 g/kg Aktibol (Fermentationsaktivator) und 0,4 g/kg ausgewählte Hefe, die mittels des gewöhnlichen Verfahrens zubereitet wurden, wurden dem Most 13 beigemischt.
  • Die Fermentation begann mit der Ausbildung der Kappe von dem an den Fenstern 2 und 3 angesammelten Trester, wodurch die Ausführung von zwei Bestrahlungszyklen von 3 Minuten bei einer Leistung von 1200 W ermöglicht wurde.
  • Die Kappe 2 wurde dann unter Verwendung des Mischers 9 langsam gemischt, wobei danach, als der Trester erneut eine Ansammlung ausgebildet hatte, eine neue Mikrowellenanwendung von 3 Minuten bei einer Leistung von 1200 W ausgeführt wurde. Der Vorgang wurde einmal wiederholt, wobei die zwei aufeinanderfolgenden Mikrowellenanwendungen jeweils für eine Zeitdauer von 2 Minuten bei einer Leistung von 800 W ausgeführt wurden.
  • Daraufhin wurden während der kräftigeren Fermentationsstufen, wenn sich die Kappe 12 schneller neu ausbildete, bis zu zwei Zyklen pro Tag mit einer Zeitdauer von 2 Minuten bei einer Leistung von 800 W angewandt, was zehn Tage lang wiederholt wurde.
  • Muster des Mostes 13 wurden während der alkoholischen Fermentation für quantitative Analysen entnommen.
  • Bei den gemessenen Parametern handelte es sich um die Temperatur, die in einer Menge von unter Fermentation stehendem Most gemessen wurde, die durch das geeignete Musterentnahmeventil 8 in der Nähe des Bodens des Weinfermentierers 1 entnommen wurde. Der Zuckergrad (in Grad Bé ausgedrückt), wurde mit einem geeigneten Immersionsdichtemessgerät gemessen, welches für eine Menge von 2 Litern kalibriert war, wobei die Entnahme mittels des Musterentnahmeventils 8 erfolgte. Die Farbintensität wurde als Absorptionssumme bei 420 nm und 520 nm eines 1 zu 10 verdünnten Produktmusters gemessen. Die Tonalität wurde als Absorptionsverhältnis bei 420 nm zu derjenigen bei 520 nm eines 1 zu 10 verdünnten Produktmusters gemessen. Und schließlich der Phenolextraktionsindex, der als die optische Dichte des Produktes festgelegt wurde, welches 1 zu 100 bei einer Wellenlänge von 280 nm verdünnt wurde. Die Ergebnisse der an den Mostmustern 13 durchgeführten Analysen sind in Tabelle 1 dargestellt.
  • Am Ende der alkoholischen Fermentation, d. h. zwei Tage nach der letzten Mikrowellenbehandlung, fand die Entnahme statt, d. h. der fermentierte Most 13 wurde in Demijohns gesammelt.
  • Eine Menge von gepresstem Trester, die einem Volumen von 10–15% entsprach, wurde beigemischt, die durch Pressen des fermentierten Tresters mit einer Handpresse erhalten wurde.
  • Nach einer Woche wurde der Wein von den Demijohns umgefüllt und mit ausgewählten Bakterien zu Initiierung der malolaktischen Fermentation beimpft. Nach der Fer tigstellung wurde der Wein umgefüllt und mit Kaliumbisulfit (30 mg/l) behandelt.
  • Der Arbeitszyklus ist in der nachfolgenden Tabelle 1 zusammengefasst, die auch die Ergebnisse der verschiedenen Prüfungen darstellt, wobei die relativen Parameter während der Verarbeitung folgten. TABELLE 1
    Figure 00140001
  • Nach Beendigung der malolaktischen Fermentationsstufe wurden Vergleichsanalysen an einem Muster von Wein durchgeführt, welches mit demselben Verfahren von derselben Weintraube produziert wurde, und ein Muster von Wein, der durch Vinifikation mit Bestrahlung erhalten wurde, wurde entnommen, um die Entwicklung der interessierenden Parameter zu überprüfen (Farbintensität, Farbtonalität und Phenolextraktionsindex: die Farbqualität eines Rotweines ist größer, je höher die Intensität und je niedriger die Tonalität ist) wurde von einem abschließenden Geschmackstest begleitet, um die organoleptischen Eigenschaften des Weines während der Reifung zu bestimmen.
  • Die in Tabelle 2 gesammelten Daten zeigen, dass mit dem Trestermazerationsverfahren zur Extraktion von Anthozyanen, Tanninen und Aromen mithilfe von Mikrowellen eine wesentliche Erhöhung der Farbqualität (Intensität-/Tonalitätsverhältnis) von 1,87 bis 2,46 gemeinsam mit einer Erhöhung des Phenolextraktionsindex von etwa 10% erhalten wurde. Die hervorragenden Analyseergebnisse wurden durch die ebenfalls hervorragenden organoleptischen Ergebnisse ergänzt, die das durch alkoholische Fermentation mit Mikrowellenbestrahlung erhaltene Weinmuster begünstigen. Tabelle 2
    Figure 00160001
    • * Die am Ende der alkoholischen Fermentation ermittelten Ergebnisse werden zu Vergleichszwecken kursiv wiedergegeben.
  • Zum Nachweis der Wirkung der Mikrowellenbehandlung auf das Aroma und die Stabilität wurde eine Ermittlung des Prozentsatzes der während der alkoholischen Fermentation extrahierten Komponenten durchgeführt, die nach Beendigung der malolaktischen Fermentation keinen Abbau durchlaufen hatten.
  • Die Daten, die als das Verhältnis von Werten erhalten wurden, die nach Beendigung der malolaktischen Fermentation gemessen wurden, zu denjenigen, die nach Beendigung der alkoholischen Fermentation gemessen wurden, sind in Tabelle 3 wiedergegeben.
    Figure 00170001
    • A. Traditionelles Muster
    • B. Mit Mikrowellen bestrahltes Muster
  • Tabelle 3
  • Der durch Mikrowellenbestrahlung erhaltene Wein weist bei einem entschieden höheren Phenolindex eine größere Farbintensität und eine niedrigere Tonalität auf.
  • Zur korrekten Interpretation des erhaltenen Ergebnisses sollte bemerkt werden, dass die Daten relativ und nicht absolut, und somit von der Menge des extrahierten Produktes unabhängig sind.
  • An Hand der Versuchsergebnisse ist ersichtlich, dass sich von 100% Phenolen, die von dem mit Mikrowellen bestrahlten Muster extrahiert wurden, 10% abbauen, während sich bei dem mit dem traditionellen Verfahren behandelten Produkt 19% abbauen.
  • Somit ist offensichtlich, dass zusätzlich zur Verbesserung der Farb- und Aromaextraktion die Extraktion durch Mikrowellenbestrahlung ihre Molekularstruktur mit der Zeit stabilisiert.
  • Die Bestrahlung kann innerhalb jeder bekannten Art von Weinfermentierer und in jeder beliebigen Position des selben unter der Voraussetzung ausgeführt werden, dass die Bestrahlung der Flüssigkeit vermieden wird.
  • Die erhaltenen positiven Ergebnisse, wie sie oben hervorgehoben sind, verändern sich nicht.
  • Unter besonderer Bezugnahme auf 4 stellt diese einen Fermentierer mit flachem Boden nach der Extraktion der Flüssigkeit dar, wobei die Kappe aus Schalen auf dem Boden verbleibt.
  • Die Bestrahlungsfenster sind offensichtlich in der Nähe des Bodens positioniert.
  • In 5 ist das Ablaufdiagramm eines zweiten Durchführungsmodus der Erfindung dargestellt.
  • Nach dem Entstielen in der normalen Press-/Stielabstreifmaschine wird das Produkt (Most und Schalen) dem Entmoster zugeführt, wobei etwa 30–60% des Mostes abgeschieden werden.
  • Der die Schalen enthaltende Teil wird in dem Behälter 102 Mikrowellen ausgesetzt, welche die bereits für den ersten Durchführungsmodus des Verfahrens festgelegten Merkmale aufweisen, wobei ähnliche Modalitäten verwendet werden.
  • In diesem Schritt erreicht das im Wesentlichen aus Schalen bestehende Produkt eine Temperatur von etwa 40–60°C.
  • Gleichzeitig wird der von Schalen befreite Most in einer separaten Umgebung 103 auf eine Temperatur von 60–80°C erwärmt.
  • Nach Beendigung der Vorgänge werden die zwei Teile kombiniert und gemischt, um gemeinsam in dem Behälter 104 zu mazerieren, und nach einer Zeitdauer zwischen 0 und 30 Minuten werden sie nach der Abscheidung der Schalen der weißen Fermentation, oder bei Vorhandensein der Schalen, der roten Fermentation zugeführt.
  • Das Verfahren ist dann vollendet, wie für den ersten Durchführungsmodus angegeben.

Claims (25)

  1. Verfahren, welches das Pressen fester Teile der Weintraube umfasst, und Einleitung des gepressten Produktes in einen Weinfermentierer, um eine Kappe auszubilden, die auf dem Most schwimmt, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Kappe mit Mikrowellen bestrahlt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrowellenbestrahlung in einer von dem Most getrennten Umgebung auf den Schalen ausgeführt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalen während der Bestrahlung eine Temperatur zwischen 40°C und 60°C erreichen.
  4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Most ohne Vorhandensein von Schalen auf eine Temperatur zwischen 60°C und 80°C erwärmt wird.
  5. Verfahren nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Most und die Schalen miteinander vermischt und für eine Zeitdauer zwischen 0 und 30 Minuten der Mazeration überlassen werden.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch Weiterführung in die alkoholische Fermentation nach der Mazeration.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die alkoholische Fermentation ohne Vorhandensein von Schalen erfolgt.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenz der Mikrowellen zwischen 900 und 3000 MHz schwankt.
  9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrowellen eine Leistung zwischen 800 Watt und 1200 Watt aufweisen.
  10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrowellenleistung bei jedem Strahlungszyklus mittels eines geeigneten Bedienungsfeldes auf bis zu 100% der Maximalleistung einstellbar ist.
  11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dauer eines jeden Bestrahlungszyklus zwischen 2 und 3 Minuten beträgt.
  12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe vor jedem Bestrahlungszyklus in den Most gemischt wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zeitdauer zwischen einem Bestrahlungszyklus und dem nächsten übrigbleibt, die ausreichend ist, damit sich eine auf dem Most schwimmende Kappe ausbilden kann.
  14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem ersten Bestrahlungszyklus mindestens ein Bestrahlungszyklus täglich ausgeführt wird.
  15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem ersten Bestrahlungszyklus nicht mehr als drei Bestrahlungszyklen täglich ausgeführt werden.
  16. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestrahlung der Schalen in jeder beliebigen Position des Weinfermentierers erfolgt.
  17. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestrahlung der Schalen erfolgt, wenn sie von der Flüssigkeit getrennt sind.
  18. Weinherstellungsanlage, die einen mit Einrichtungen zum Mischen des gepressten Produktes versehenen Weinfermentierer, Einrichtungen zum Extrahieren der Flüssigkeit und Einrichtungen zum Extrahieren der Schalen aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mikrowellenbestrahlungseinrichtungen aufweist.
  19. Anlage nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrowellenbestrahlungseinrichtungen mindestens einen Mikrowellenerzeuger umfassen, und dass in der Weinfermentiererwand mindestens ein Fenster vorhanden ist, welches zu dem Mikrowellendurchgang durchsichtig ist.
  20. Anlage nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Fenster, durch welches die Strahlung erfolgt, entlang der Weinfermentiererwand in einer Höhe positioniert ist, so dass nur die Schalen beteiligt sind.
  21. Anlage nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere Mikrowellenerzeuger und mehrere Bestrahlungsfenster aufweist.
  22. Anlage nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Mikrowellenerzeuger eine Maximalleistung von 2 kW aufweist.
  23. Anlage nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Steuerschaltung zur Regulierung der Mikrowellenleistung zwischen 0% und 100% ihres Maximalwertes aufweist.
  24. Anlage nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Bestrahlungsfenster eine Oberfläche aufweist, die zwischen 20 und 60 cm2 beträgt.
  25. Anlage nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Mikrowellenerzeuger mit einer Frequenz zwischen 900 und 3000 MHz strahlt.
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