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DE102007059233A1 - Formteil mit Holzfurnier als Dekorlage, insbesondere Dekorteil und/oder Verkleidungsteil für einen Fahrzeuginnenraum, mit weicher Schicht und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Formteil mit Holzfurnier als Dekorlage, insbesondere Dekorteil und/oder Verkleidungsteil für einen Fahrzeuginnenraum, mit weicher Schicht und Verfahren zu seiner Herstellung Download PDF

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DE102007059233A1
DE102007059233A1 DE200710059233 DE102007059233A DE102007059233A1 DE 102007059233 A1 DE102007059233 A1 DE 102007059233A1 DE 200710059233 DE200710059233 DE 200710059233 DE 102007059233 A DE102007059233 A DE 102007059233A DE 102007059233 A1 DE102007059233 A1 DE 102007059233A1
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decorative
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DE200710059233
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Inventor
Gerhard Egerer
Bernhard Beierl
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Novem Car Interior Design GmbH
Original Assignee
Novem Car Interior Design GmbH
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R13/00Elements for body-finishing, identifying, or decorating; Arrangements or adaptations for advertising purposes
    • B60R13/02Internal Trim mouldings ; Internal Ledges; Wall liners for passenger compartments; Roof liners

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Formteil (10), insbesondere Dekorteil und/oder Verkleidungsteil für einen Fahrzeuginnenraum, umfassend eine Dekorschicht (11) und einen harten Träger (14), wobei die Dekorschicht (11) ein Holzfurnier (18) ist oder ein Holzfurnier (18) als Dekorlage umfasst. Zwischen der Dekorschicht (11) und dem Träger (14) ist bei dem erfindungsgemäßen Formteil (10) eine weiche Schicht (13) vorgesehen. Diese weiche Schicht (13) ist derart ausgebildet, dass bei einem äußeren Druck auf die Dekorschicht (11) die darunter liegende weiche Schicht (12) nachgibt und die Dekorschicht (11) in die weiche Schicht (12) gedrückt wird. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Herstellen des erfindungsgemäßen Formteils (10).

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Formteil, insbesondere ein Dekorteil und/oder ein Verkleidungsteil für einen Fahrzeuginnenraum, und ein Verfahren zur Herstellung dieses Formteils.
  • Diese Formteile umfassen einen hatten Träger, üblicherweise aus Kunststoff und/oder Metall und/oder Hartschaum, und eine Dekorschicht. Die Dekorschicht kann sich über das gesamte Formteil erstrecken, es ist aber ebenso möglich, dass sie nur einem Teilbereich des Formteils zugeordnet ist.
  • Bei bekannten Formteilen umfasst oder ist die Dekorschicht eine Dekorlage. Bei der Dekorlage kann es sich beispielsweise um eine Metalllage oder um eine Folienlage oder eine Textil- bzw. Stofflage handeln. Ferner sind Dekorlagen aus Holzfurnier bekannt. Diese letztgenannten Formteile umfassend ein Holzfurnier als Dekorlage sind Gegenstand der nachfolgend erläuterten Erfindung. Bei dem Holzfurnier kann es sich hierbei sowohl um ein Echtholzfurnier als auch um ein Kunstholzfurnier handeln.
  • Holz ist ein verhältnismäßig hartes Material, und entsprechend sind auch die vorstehend angeführten Formteile umfassend ein Holzfurnier und einen harten Träger insgesamt hart. Sie wirken bei Berührung, das heißt bei Druck auf das Dekor, hart und steif. Entsprechend ist die haptische Wahrnehmung dieser Dekore – und dies entspricht aufgrund der optischen Erscheinung bzw. Wirkung der Dekore der Erwartung und dem Erfahrungswert von Personen – hart und steif.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Formteil mit einem Holzfurnier als Dekorlage anzugeben, das eine deutliche weiche haptische Wahrnehmung hervorruft. Ferner soll ein Verfahren zur Herstellung dieser Formteile angegeben werden.
  • Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Formteils gelöst durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 3 und hinsichtlich des Verfahrens durch die Merkmale des Anspruchs 14. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den von Anspruch 1, 3 und 14 abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Formteil, das eine Dekorschicht und einen harten Träger aufweist, wobei die Dekorschicht ein Holzfurnier ist oder ein Holzfurnier als Dekorlage umfasst, ist zwischen der Dekorschicht und dem Träger eine weiche Schicht (auch: weiche Komponente, weiches Element, weicher Körper) vorgesehen. Diese weiche Schicht ist derart ausgebildet, dass bei einem äußeren Druck auf die Dekorschicht, beispielsweise bei einer Berührung durch eine Person, die darunter liegende weiche Schicht nachgibt und die Dekorschicht in die weiche Schicht gedrückt wird.
  • Die Vorteile der Erfindung liegen in der deutlichen weichen haptischen Wahrnehmung bei Berührung der bzw. Druck auf das Holzfurnier der Dekorschicht des Formteils. Aufgrund der optisch harten Erscheinung des Holzfurniers ist die weiche Haptik für die berührende Person überraschend. Insgesamt wird eine weiche Haptik als angenehm und vorteilhaft empfunden.
  • Von Vorteil ist ferner ein als angenehm empfundenes akustisches Verhalten des erfindungsgemäßen Formteils. Beispielsweise sind bei klopfender Berührung die entstehenden Geräusche deutlich gedämpft im Vergleich zu bekannten Formteilen, bei denen die Dekorschicht direkt an den harten Träger angrenzt.
  • Hinzu kommen vorteilhafte Sicherheitsaspekte. Eine weiche Oberfläche dämpft Stöße ab und hilft somit, Verletzungen zu vermeiden. Zumindest kann die weiche Oberfläche der Formteile dazu beitragen, dass Verletzungen weniger stark ausfallen. Dies ist in Fahrzeugen unter anderem bei Unfällen von Bedeutung.
  • Der harte Träger wiederum sorgt für die erforderliche Härte und Steifigkeit des Formteils als Ganzes und ermöglicht somit den Einbau in einen Fahrzeuginnenraum.
  • Eine Weiterbildung sieht vor, dass die weiche Schicht elastisch ist, und zwar derart, dass die weiche Schicht und die Dekorschicht bei Wegnahme des äußeren Drucks wieder ihre ursprüngliche Form einnehmen. Die bei Berührung bzw. Druck von außen auf die Dekorschicht auftretende Verformung soll somit bei nachlassendem Druck wieder zurückgehen und bei Wegnahme des Drucks wieder vollständig verschwinden, so dass das Formteil wieder wie vor der Berührung aussieht.
  • Bei einem weiteren erfindungsgemäßen Formteil, das ebenfalls eine Dekorschicht und einen harten Träger aufweist, wobei die Dekorschicht ein Holzfurnier ist oder ein Holzfurnier als Dekorlage umfasst, ist zwischen der Dekorschicht und dem Träger eine weiche Schicht vorgesehen. Die Dicke der weichen Schicht liegt im Bereich von 1 mm bis 30 mm, insbesondere von 5 mm bis 20 mm, vorzugsweise bei etwa 10 mm. Ferner kann vorgesehen sein, dass die Dicke der weichen Schicht größer als die Dicke der Dekorschicht ist, insbesondere mindestens doppelt, vorzugsweise mindestens viermal so groß wie die Dicke der Dekorschicht. Dieses Formteil kann auch ergänzend die Merkmale des vorgenannten Formteils gemäß der Erfindung aufweisen.
  • Die Vorteile dieses Formteils entsprechen den anhand des vorgenannten Formteils erläuterten Vorteilen. Eine dünne Dekorschicht, üblicherweise mit einer Dicke von weniger als 1 mm, vorzugsweise weniger als 0,5 mm, stellt sicher, dass diese bei Druck nachgibt, auch bei an sich festen Materialien wie Metalldekoren oder Holzfurnieren. Die im Vergleich hierzu dicke weiche Schicht sorgt dafür, dass das Nachgeben bei Druck kontrolliert erfolgt. Gleichzeitig ermöglicht die vergleichsweise große Dicke der weichen Schicht eine deutliche Wahrnehmung des Nachgebens und damit der weichen Haptik für eine die Dekorschicht berührende bzw. gegen die Dekorschicht des Formteils drückende Person.
  • Die nachfolgenden Aus- und Weiterbildungen können bei beiden vorgenannten Formteilen vorgesehen sein.
  • So kann vorgesehen sein, dass die Dicke der weichen Schicht größer als die Dicke des Trägers ist, insbesondere mindestens doppelt, vorzugsweise mindestens viermal so groß wie die Dicke des Trägers. Die Dicke des Trägers wird so gewählt, dass das Formteil insgesamt die für ein Einbauteil im Fahrzeuginnenraum erforderliche Härte und Steifigkeit aufweist. Die deutlich dickere weiche Schicht unterstützt die bereits mehrfach angesprochene, deutlich wahrnehmbare weiche Haptik.
  • Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Formteils ist oder umfasst die weiche Schicht eine Schaumlage oder eine geschäumte Lage. Diese Schaumlage bzw. geschäumte Lage kann beispielsweise aus Polyurethan-Schaum und/oder Halbhart- oder Weich-Integralschaum, jeweils vorzugsweise in offenzelliger oder geschlossenzelliger Form, gebildet sein. Auch kann die Schaumlage bzw. geschäumte Lage durch Hinterschäumen der Dekorschicht gebildet sein.
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst die Dekorschicht an ihrer der weichen Schicht zugewandten Seite zusätzlich zum Holzfurnier eine weitere Lage, die ausgebildet ist als eine das Holzfurnier flexibilisierende Lage und/oder als eine diffusionsdichte Lage.
  • Das Holzfurnier an sich ist, auch wenn es mittels Drehschleifen und Flexen vorbehandelt ist, brüchig und kann daher durch die aufgrund der weichen Schicht ermöglichten Bewegungen und Verformungen innerhalb des Formteils bei Druck bzw. Berührung beschädigt werden. Beispielsweise kann das Nachgeben der Dekorschicht sowie das Hineindrücken in die weiche Schicht zu Schäden im Holzfurnier, beispielsweise zu Brüchen oder Rissen, führen. Dies wird durch die vorgenannte weitere Lage zumindest weitgehend verhindert, da die Verbindung zwischen Holzfurnier und weiterer Lage aufgrund der flexiblen Eigenschaften der weiteren Lage auch für eine Flexibilisierung des Holzfurniers sorgt. Unter Flexibilisierung ist hierbei zu verstehen, dass das Holzfurnier durch die Verbindung mit der weiteren Lage deutlich beweglicher wird, d. h. auch bei größeren Bewegungen vertikal zur Furnierebene treten – im Unterschied zur reinen Holzfurnierlage ohne Verbindung zu einer weiteren Lage – keine Brüche, Risse oder sonstige Beschädigungen der Furnierlage auf. Somit können auch an sich harte und spröde Holzfurnier-Dekorlagen problemlos und ohne Beschädigung den durch die weiche Schicht ermöglichten Bewegungen folgen.
  • Die Diffusionsdichtheit der weiteren Lage sorgt dafür, dass das die weiche Schicht bildende Material bei der Ausbildung der weichen Schicht nicht in das poröse Holzfurnier eindringen und dies dadurch beschädigen kann. Der diffusionsdichten weiteren Lage kommt somit die Funktion einer Schutzlage zu.
  • Ferner liegt eine Schutzwirkung der weiteren Lage darin, dass sie den bei der Herstellung der weichen Schicht gegebenenfalls auftretenden Druck abfängt und dadurch Beschädigungen des Holzfurniers, beispielsweise ein Reißen aufgrund des Druckes bei der Materialzuführung für die weiche Schicht, verhindert.
  • Schließlich dient die weitere Lage auch der Anbindung zwischen Dekorschicht und weicher Schicht, da das die weiche Schicht bildende Material bei der Formteilherstellung in die weitere Lage eindringen kann. Auch kann sich eine affine Anbindung zwischen weiterer Lage und weicher Schicht ergeben.
  • Bei der weiteren Lage kann es sich beispielsweise um eine Matte auf Faserbasis, vorzugsweise eine nichtmetallische Matte oder eine textile Matte oder eine Prepreg-Matte, oder eine Vlieslage oder eine Folie auf Kunststoff- und/oder Faserbasis oder eine Lederlage oder eine Schaumlage, vorzugsweise aus Kunststoffschaum, oder eine Lackschicht handeln.
  • Bei den vorstehend angesprochenen textilen Matten handelt es sich um technische Textilien, d. h. sie sind aus Fasern hergestellt. Sie sind stabil und gleichzeitig flexibel, weisen eine große Festigkeit und ein hohes Elastizitätsmodul (E-Modul) auf und sind leicht beispielsweise im Vergleich zu Metallen.
  • Die vorstehend verwendete Bezeichnung „Prepreg" ist die Kurzform für „preimpregnated fibres" (vorimprägnierte Fasern). Prepregs bestehen aus Faser-Geweben oder Faser-Gelegen, die mit Harzen imprägniert sind, beispielsweise aus Langfaser-Geweben bzw. -Gelegen, aus schlingenförmig gelegten Endlosfasern oder aus Kombinationen hieraus. Als Fasertyp sind beispielsweise Carbon- bzw. Kohlenstofffaser, Glasfaser, Naturfaser und Kunststofffaser wie Aramidfaser geeignet. Als Harz kommen unter anderem Epoxid-, Polyester- und Phenolharz in Betracht. Insbesondere der Fasertyp bestimmt als wesentlichen Eigenschaften die Festigkeit und das Elastizitätsmodul (E-Modul) des Prepregs und damit der Prepreg-Matte. Prepreg-Matten sind stabil, weisen eine große Festigkeit und ein hohes Elastizitätsmodul (E-Modul) auf und sind leicht beispielsweise im Vergleich zu Metallen.
  • Eine zweckmäßige Ausbildung sieht ferner vor, dass die vorgenannte weitere Lage der Dekorschicht mit dem Holzfurnier verbunden ist, insbesondere über eine Klebstofflage an das Holzfurnier angebunden ist.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist das Holzfurnier an seiner der weichen Schicht abgewandten Seite eine Lackschicht als Schutzschicht auf. Diese Schutzschicht verhindert Beschädigungen auf Seiten der Sichtfläche des Formteils, beispielsweise durch Eindringen von Flüssigkeiten oder Schmutz in das Holzfurnier. Gleichzeitig sorgt die Lackschicht für eine optisch und/oder haptisch ansprechende, gleichmäßige Oberfläche des Holzfurniers des Formteils. Damit die Lackschicht aufgrund der durch das Vorsehen der weichen Schicht ermöglichten Bewegungen und Verformungen des Holzfurniers bei Druck bzw. Berührung nicht beschädigt wird, ist diese fexibel und/oder eleastisch ausgebildet, d. h. kann den Bewegungen des Holzfurniers zumindest weitgehend ohne Beschädigungen folgen.
  • Dies kann gemäß einer ersten Variante erreicht werden durch eine dünnschichtige Lackschicht, beispielsweise eine Lackschicht mit einer Dicke von maximal 0,2 mm, insbesondere von maximal 0,1 mm. In Betracht kommt hierfür beispielsweise die Verwendung von ölhaltigen Lacken und/oder 1K- oder 2K-Lacksystemen bei der Herstellung der Lackschicht. Bei letztern handelt es sich z. B. um Lacksysteme umfassend Harz und Härter. Geeignete Beispiele sind PU-Lacke, Acryl-Lacke und Schelllack.
  • Gemäß einer zweiten Variante kommen als flexible Lackschicht jedoch durchaus auch dickere Lackschichten in Betracht, beispielsweise mit einer Dicke von ca. 1 mm. In diesem Fall kann die Flexibilität erreicht werden durch Verwendung von Lacken bei der Herstellung der Lackschicht, die auch im ausgehärteten Zustand flexibel bzw. elastisch sind. Dies gilt selbstverständlich ergänzend auch für die vorgenannten dünnschichtigen Lacke.
  • Der Träger des erfindungsgemäßen Formteils kann ein Kunststoff sein bzw. einen Kunststoff umfassen. In Betracht kommen hierbei sowohl Thermoplaste, beispielsweise PE, PP, ABS, PA, PPA oder ein Kunststoff-Blendsystem, beispielsweise ein ABS/PC-Blend, als auch Elastomere oder Duroplaste, beispielsweise auf einer Harzbasis, z. B. auf Basis ungesättigter Polyesterharze, in Betacht. Der Träger kann auch ein Metall und/oder ein Hartschaum sein oder ein Metall und/oder einen Hartschaum (auch: Kompaktschaum) umfassen. Beispielsweise kann der Träger ein Metallblech und/oder ein Kunststoffteil als Einlegeteil umfassen. Hartschaum kann beispielsweise an eine bereits gebildete weiche Schicht in einem nachfolgenden Verfahrensschritt angegossen werden, z. B. indem der Verbund aus Dekorschicht und weicher Schicht in eine weitere Gießform eingelegt wird. Bei dem Hartschaum kann es sich beispielsweise um einen harten PU-Schaum handeln.
  • Am Träger sind zweckmäßigerweise ein oder mehrere Befestigungselemente für die Anbringung des Formteils, insbesondere in einem Fahrzeuginnenraum, vorgesehen oder angeformt oder ausgebildet.
  • Gemäß einer Weiterbildung kann im und/oder am Träger auch eine duktile Einlage vorgesehen sein, insbesondere ein Metallblech, vorzugsweise aus Aluminium oder Stahl, oder eine nichtmetallische Matte, insbesondere eine textile Matte oder eine Prepreg-Matte. Diese Einlage stellt die Verformbarkeit des Formteils insgesamt sicher, d. h. ein Brechen oder Reißen bei Aufprall soll möglichst verhindert werden. Derartige Formteile mit duktiler Einlage werden im Fahrzeuginnenraum insbesondere in Bereichen angebracht, an denen bei einem Unfall mit dem Aufprall eines Fahrers oder Mitfahrers zu rechnen ist.
  • Die weiche Lage kann über eine Klebstofflage an die Dekorschicht angebunden sein. Alternativ oder additiv ist es auch möglich, dass die Anbindung der weichen Lage an die Dekorschicht durch bei der Ausbildung der weichen Lage in die Dekorschicht, insbesondere in eine oder die weiche Lage der Dekorschicht, eingedrungenes (beispielsweise in Poren, Vertiefungen und/oder Hinterschnitte) und/oder an die Dekorschicht affin angebundenes, die weiche Lage bildendes Material, insbesondere Schaum, erfolgt. Zu letztgenannter Variante sei angemerkt, dass insbesondere PU-Schaum ein sehr guter Klebstoff ist, so dass sich beim Kontakt des noch flüssigen PU-Schaumbildungsmaterials mit der Dekorschicht eine starke Anbindung zwischen den Schichten ergibt.
  • Die Anbindung zwischen weicher Schicht und hartem Träger kann über eine Klebstofflage erfolgen. In Betracht kommt auch eine Anbindung der weichen Lage an den harten Träger durch bei der Ausbildung der weichen Lage in den harten Träger eingedrungenes (beispielsweise in Poren, Vertiefungen und/oder Hinterschnitte) und/oder an den harten Träger affin angebundenes, die weiche Lage bildendes Material, insbesondere Schaum. Hinsichtlich der Klebeeigenschaften des flüssigen PU-Schaumbildungsmaterials sei auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen der erfindungsgemäßen Formteile sieht vor, dass ein die weiche Schicht bildendes Material, insbesondere ein schaumbildendes Material, an ein die Dekorschicht bildendes Material und/oder ein den harten Träger bildendes Material angebracht wird, insbesondere angegossen wird, vorzugsweise mittels eines Gießverfahrens, insbesondere in einem Gieß- und/oder Schäumwerkzeug, und/oder angeklebt wird, vorzugsweise mittels eines Pressklebeverfahrens.
  • Die Vorteile dieses Verfahrens ergeben sich aus den Erläuterungen zum erfindungsgemäßen Formteil.
  • Es ist möglich, zunächst die weiche Schicht an die Dekorschicht anzubringen, insbesondere anzugießen, und anschließend den Träger an die der Dekorschicht gegenüberliegende Seite der weichen Schicht anzubringen, im Falle von Hartschaum beispielsweise anzugießen (vorzugsweise in einem zusätzlichen Gieß- und/oder Schäumwerkzeug).
  • Eine zweckmäßige alternative Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, dass das die Dekorschicht bildende Material und das den harten Träger bildende Material an gegenüberliegenden Seiten eines Formraums des Gieß- und/oder Schäumwerkzeugs angeordnet werden und anschließend das die weiche Schicht bildende Material zwischen das die Dekorschicht bildendes Material und das den harten Träger bildende Material gegossen wird. Dieses Verfahren ermöglicht eine besonders einfache Herstellung des erfindungsgemäßen Formteils.
  • Vor der Anbringung des die weiche Schicht bildenden Materials kann es zweckmäßig sein, zunächst das die Dekorschicht bildende Material herzustellen. Dies kann erfolgen durch Flexibilisieren und/oder Schützen des Holzfurniers. In Betracht kommt hierzu die Ausbildung des die Dekorschicht bildenden Materials als Verbundmaterial, beispielsweise indem eine oder die als das Holzfurnier flexibilisierende Lage und/oder als diffusionsdichte Lage ausgebildete weitere Lage an das Holzfurnier angebracht wird, vorzugsweise durch Ankleben oder Kaschieren.
  • Gemäß einer Variante kann das die Dekorschicht bildende Material und/oder das den harten Träger bildende Material vor der Anbringung des die weiche Schicht bildenden Materials vorgeformt werden, so dass es bereits seine spätere Form als Dekorschicht bzw. harter Träger im Formteil aufweist. In Betracht kommt für diesen Verfahrensschritt beispielsweise ein Presswerkzeug.
  • Ferner kann das die Dekorschicht bildende Material und/oder das den harten Träger bildende Material vor der Anbringung des die weiche Schicht bildenden Materials flächig ausgebildet sein und/oder noch nicht entsprechend seiner späteren Form als Dekorschicht bzw. harter Träger im Formteil ausgebildet sein. Es ist möglich, dass die Formung des die Dekorschicht bildenden Materials und/oder des den harten Träger bildenden Materials in seine spätere Form als Dekorschicht bzw. harter Träger im Formteil bei der und/oder durch die Anbringung des die weiche Schicht bildenden Materials erfolgt.
  • Nach den vorbeschriebenen Verfahrensschritten kann noch vorgesehen sein, dass das Formteil noch durch weitere Verfahrensschritte nachbearbeitet wird. Beispielsweise können Schneid- und/oder Schleifprozesse, eine Bearbeitung der Sichtfläche der Dekorschicht und/oder die Aufbringung einer Oberflächenbeschichtung, beispielsweise einer Lackierung, vorgesehen sein.
  • Zweckmäßig ist beispielsweise das Lackieren des Holzfurniers an seiner der weichen Schicht abgewandten Seite zur Ausbildung einer flexiblen und/oder elastischen Schutzschicht, die den Bewegungen des Holzfurniers bei Druck bzw. Berührung ohne Beschädigung folgen kann und damit insgesamt zur Flexibilisierung des Holzfurnier-Dekors beiträgt. Eine flexible Lackierung lässt sich beispielsweise erreichen durch Verwendung mindestens eines Lacks, der auch im ausgehärteten Zustand flexibel und/oder elastisch ist, und/oder eines dünnschichtigen Lacks, insbesondere mindestens eines ölhaltigen Lacks und/oder 1K- und/oder 2K-Lacksystems und/oder PU-Lacks und/oder Acryl-Lacks und/oder Schelllacks.
  • Die Erfindung wird nachstehend auch hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile anhand der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels und unter Bezugnahme auf die beiliegenden, schematischen Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen
  • 1 in einer schematischen Querschnittsdarstellung ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Formteils, und
  • 2 in einer schematischen Querschnittsdarstellung einen Ausschnitt der Dekorschicht des Formteils nach 1 in einer vergrößerten Darstellung.
  • 1 zeigt in einer schematischen Querschnittsdarstellung ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Formteils 10. Das Formteil 10 umfasst eine Dekorschicht 11 an der in einem eingebauten Zustand als Sichtseite vorgesehenen Seite des Formteils 10. Auf die Dekorschicht 11 folgt eine weiche Schicht 12 (oder weiches Element oder weicher Körper oder weiche Komponente), beispielsweise eine Schaumschicht (oder Schaumelement oder Schaumkörper). An die weiche Schicht 12 schließt sich wiederum auf der der Dekorschicht 11 gegenüber liegenden Seite ein harter Träger 14 aus Kunststoff oder Hartschaum an, der Befestigungselemente 13 ausbildet, über die das Formteil 10 in einem Fahrzeuginnenraum als Dekor- bzw. Verkleidungsteil angebracht werden kann. Die Anbindung zwischen weicher Schicht 12 und Träger 14 kann beispielsweise durch eine Klebstofflage erfolgen (in den Figuren nicht dargestellt). In 1 ist die Dicke (oder Stärke) der weichen Schicht 12 größer als die Dicke der Dekorschicht 11 und auch größer als die Dicke des Trägers 14. In den Träger 14 und/oder in die weiche Schicht 12 kann ferner eine duktile Einlage, beispielsweise aus Metall, eingebettet sein (in den Figuren nicht dargestellt).
  • 2 zeigt die Dekorschicht 11 des Formteils 10 aus 1 in einer vergrößerten, ebenfalls schematischen Querschnittsdarstellung. Dabei wird deutlich, dass die Dekorschicht 11 aus einem Verbundwerkstoff, und zwar aus einem Schichtverbundwerkstoff gebildet ist. Die Dekorschicht 10 umfasst an ihrer im eingebauten Zustand als Sichtseite vorgesehenen Seite ein Holzfurnier 18 als Dekorlage. Auf das Holzfurnier 18 folgt eine Klebstofflage 19, die eine weitere Lage 20, die als das Holzfurnier 18 flexibilisierende Lage und als diffusionsdichte Lage ausgebildet ist, dauerhaft an das Holzfurnier 18 anbindet. Diese weitere Lage 20 grenzt an die weiche Schicht 12 an. Sie sorgt für eine ausreichende Flexibilisierung des Holzfurniers 18, so dass das Holzfurnier 18 bei Druck auf die Sichtfläche, beispielsweise bei Berührung durch einen Fahrzeuginsassen, an der entsprechenden Stelle nachgibt und hierbei im Druckbereich die weiche Schicht 12 zusammendrückt. Bei Wegnahme des äußeren Drucks nehmen das Holzfurnier 18 und auch die weiche Schicht 12 wieder ihre ursprüngliche Form ein, d. h. das Formteil 10 reagiert insgesamt elastisch auf Druck auf die Sichtfläche. Die weitere Lage 20 verhindert bei diesen Bewegungen eine Beschädigung des Holzfurniers 18, insbesondere die Bildung von Brüchen oder Rissen im Holzfurnier 18. Ferner verhindert die weitere Lage 20, dass das empfindliche Holzfurnier 18 beim der Herstellung des Formteils beschädigt wird. Schließlich dient die weitere Lage 20 auch der Anbindung zwischen der Dekorschicht 11 und der weichen Schicht 12, indem beispielsweise bei der Ausbildung der weichen Schicht 12 Schaum bzw. schaumbildendes Material in die weitere Lage 20 eindringt.
  • In den Figuren nicht dargestellt ist eine flexible Lackschicht, die auf der Sichtseite des Formteils 10 auf das Holzfurnier 18 aufgebracht ist.
  • 10
    Formteil
    11
    Dekorschicht
    12
    weiche Schicht
    13
    Befestigungselement
    14
    harter Träger
    18
    Holzfurnier, Dekorlage
    19
    Klebstofflage
    20
    weitere Lage

Claims (18)

  1. Formteil (10), insbesondere Dekorteil und/oder Verkleidungsteil für einen Fahrzeuginnenraum, umfassend eine Dekorschicht (11) und einen harten Träger (14), wobei die Dekorschicht (11) ein Holzfurnier (18) ist oder ein Holzfurnier (18) als Dekorlage umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Dekorschicht (11) und dem Träger (14) eine weiche Schicht (13) vorgesehen ist, wobei die weiche Schicht (13) derart ausgebildet ist, dass bei einem äußeren Druck auf die Dekorschicht (11) die darunter liegende weiche Schicht (12) nachgibt und die Dekorschicht (11) in die weiche Schicht (12) gedrückt wird.
  2. Formteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die weiche Schicht (12) elastisch ist derart, dass die weiche Schicht (12) und die Dekorschicht (11) bei Wegnahme des äußeren Drucks wieder ihre ursprüngliche Form einnehmen.
  3. Formteil (10), insbesondere Dekorteil und/oder Verkleidungsteil für einen Fahrzeuginnenraum, insbesondere nach Anspruch 1 oder 2, umfassend eine Dekorschicht (11) und einen harten Träger (14), wobei die Dekorschicht (11) ein Holzfurnier (18) ist oder ein Holzfurnier (18) als Dekorlage umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Dekorschicht (11) und dem Träger (14) eine weiche Schicht (12) vorgesehen ist, wobei die weiche Schicht (12) eine Dicke zwischen 1 mm und 30 mm, insbesondere 5 mm bis 20 mm, vorzugsweise etwa 10 mm, aufweist.
  4. Formteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der weichen Schicht (12) größer als die Dicke der Dekorschicht (11) ist, insbesondere mindestens doppelt, vorzugsweise mindestens viermal so groß wie die Dicke der Dekorschicht (11).
  5. Formteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der weichen Schicht (12) größer als die Dicke des Trägers (14) ist, insbesondere mindestens doppelt, vorzugsweise mindestens viermal so groß wie die Dicke des Trägers (14).
  6. Formteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die weiche Schicht (12) eine Schaumlage oder eine geschäumte Lage ist oder umfasst, insbesondere gebildet aus Polyurethan-Schaum und/oder Halbhart- oder Weich-Integralschaum, jeweils vorzugsweise in offenzelliger oder geschlossenzelliger Form, und/oder gebildet durch Hinterschäumen der Dekorschicht.
  7. Formteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dekorschicht (11) an ihrer der weichen Schicht (12) zugewandten Seite eine als das Holzfurnier flexibilisierende und/oder als diffusionsdichte Lage ausgebildete weitere Lage (20) aufweist, insbesondere umfassend oder bestehend aus einem flexiblen Material, vorzugsweise einer Matte auf Faserbasis, insbesondere einer nichtmetallischen Matte oder einer textilen Matte oder eine Prepreg-Matte, oder einer Vlieslage oder einer Folie auf Kunststoff- und/oder Faserbasis oder einer Lederlage oder einer Schaumlage, vorzugsweise aus Kunststoffschaum, oder einer Lackschicht.
  8. Formteil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Lage (20) mit dem Holzfurnier (18) verbunden ist, insbesondere über eine Klebstofflage (19) an das Holzfurnier (18) angebunden ist.
  9. Formteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Holzfurnier (18) an seiner der weichen Schicht (12) abgewandten Seite eine Lackschicht als Schutzschicht aufweist, die fexibel und/oder elastisch ausgebildet ist.
  10. Formteil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die flexible Lackschicht eine dünnschichtige Lackschicht ist, insbesondere gebildet unter Verwendung mindestens eines ölhaltigen Lacks und/oder 1K- oder 2K-Lacksystems bei der Herstellung der Lackschicht, vorzugsweise unter Verwendung mindestens eines PU-Lacks und/oder Acryl-Lacks und/oder Schelllacks.
  11. Formteil nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die flexible Lackschicht gebildet ist unter Verwendung mindestens eines Lackes bei der Herstellung der Lackschicht, der auch im ausgehärteten Zustand flexibel und/oder elastisch ist.
  12. Formteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (14) aus Metall und/oder Kunststoff und/oder Hartschaum ist oder Metall und/oder Kunststoff und/oder Hartschaum umfasst, insbesondere ein Thermoplast oder ein Elastomer oder ein Duroplast ist oder diesen umfasst, und/oder dass der Träger (14) ein oder mehrere Befestigungselemente (13) für die Anbringung des Formteils (10), insbesondere in einem Fahrzeuginnenraum, aufweist oder ausbildet, und/oder dass im und/oder am Träger (14) eine duktile Einlage vorgesehen ist, insbesondere ein Metallblech, vorzugsweise aus Aluminium oder Stahl, oder eine nichtmetallische Matte, insbesondere eine textile Matte oder eine Prepreg-Matte.
  13. Formteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die weiche Lage (12) über eine Klebstofflage und/oder durch bei der Ausbildung der weichen Lage (12) in die Dekorschicht (11) eingedrungenes und/oder an die Dekorschicht (11) affin angebundenes, die weiche Lage (12) bildendes Material, insbesondere Schaum, an die Dekorschicht (11) angebunden ist, und/oder dass durch bei der Ausbildung der weichen Lage (12) in den harten Träger (14) eingedrungenes und/oder an den harten Träger (14) affin angebun denes, die weiche Lage (12) bildendes Material, insbesondere Schaum, an den harten Träger (14) angebunden ist.
  14. Verfahren zum Herstellen des Formteils (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein die weiche Schicht (12) bildendes Material, insbesondere ein schaumbildendes Material, an ein die Dekorschicht (11) bildendes Material und/oder ein den harten Träger (14) bildendes Material angebracht wird, insbesondere angegossen wird, vorzugsweise mittels eines Gießverfahrens, insbesondere in einem Gieß- und/oder Schäumwerkzeug, und/oder angeklebt wird, vorzugsweise mittels eines Pressklebeverfahrens.
  15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das die Dekorschicht (11) bildendes Material und das den harten Träger (14) bildendes Material an gegenüberliegenden Seiten eines Formraums des Gieß- und/oder Schäumwerkzeugs angeordnet werden und anschließend das die weiche Schicht (12) bildende Material zwischen das die Dekorschicht (11) bildendes Material und das den harten Träger (14) bildende Material gegossen wird.
  16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Anbringung des die weiche Schicht (12) bildenden Materials das die Dekorschicht (11) bildende Material hergestellt wird durch Flexibilisieren und/oder Schützen des Holzfurniers (18), insbesondere durch Ausbildung des die Dekorschicht (11) bildenden Materials als Verbundmaterial, vorzugsweise durch Anbringen, insbesondere Ankleben oder Kaschieren, einer oder der als das Holzfurnier flexibilisierende und/oder als diffusionsdichte Lage ausgebildeten weiteren Lage (20) an das Holzfurnier (18).
  17. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das das die Dekorschicht (11) bildende Material und/oder das den harten Träger (14) bildendes Material vor der Anbringung des die weiche Schicht (12) bildenden Materials vorgeformt wird entsprechend seiner späteren Form im Formteil (10), insbesondere in einem Presswerkzeug, und/oder dass das die Dekorschicht (11) bildende Material und/oder das den harten Träger (14) bildendes Material vor der Anbringung des die weiche Schicht (12) bildenden Materials flächig ausgebildet ist und/oder noch nicht entsprechend seiner späteren Form im Formteil (10) ausgebildet ist, und/oder dass die Formung des die Dekorschicht (11) bildenden Materials und/oder des den harten Träger (14) bildenden Materials in seine spätere Form im Formteil bei der und/oder durch die Anbringung des die weiche Schicht (12) bildenden Materials erfolgt.
  18. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Holzfurnier (18) an seiner der weichen Schicht (12) abgewandten Seite zur Ausbildung einer flexiblen und/oder elastischen Schutzschicht lackiert wird, insbesondere unter Verwendung mindestens eines Lacks, der auch im ausgehärteten Zustand flexibel und/oder elastisch ist, und/oder eines dünnschichtigen Lacks, insbesondere mindestens eines ölhaltigen Lacks und/oder 1K- und/oder 2K-Lacksystems und/oder PU-Lacks und/oder Acryl-Lacks und/oder Schelllacks.
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