DE10102601A1 - Verfahren zur Herstellung eines Oberteiles für ein Schäumwerkzeug für Polyurethanschaumteile - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Oberteiles für ein Schäumwerkzeug für PolyurethanschaumteileInfo
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Abstract
Das Verfahren zur Herstellung eines Oberteils für ein Schäumwerkzeug für Polyurethanschäumteile, die einen Einleger (3) aufweisen, wird mit Hilfe eines Gußkörpers (1) aus Aluminium durchgeführt, der mit einer Kunstharzmasse (5) zur Darstellung der Kontur beschichtet ist, die derjenigen des einzusetzenden Einlegers entspricht. Bei bekannten Verfahren wird dieser Gußkörper mit Hilfe eines gesonderten Beschichtungsmodells hergestellt, dessen Herstellung aufwendig und damit kostenintensiv ist und das selten so genau ausgeführt werden kann, daß eine Nachbearbeitung mit Sicherheit vermieden wird. Um dieses Verfahren kostengünstiger zu gestalten und gleichzeitig eine genauere Kontur für den Gußkörper nach dem Beschichten mit der Kunstharzmasse sicherzustellen, wird anstelle eines gesondert im voraus hergestellten Beschichtungsmodells einer der Einleger als Modell verwendet. Dieser Einleger wird nach dem Aushärten der Kunstharzmasse dann wieder entfernt. Die auf diese Weise erzeugte Kontur entspricht exakt derjenigen des in dem Polyurethanschaumteil gewünschten Einlegers. Der Einleger, der schließlich eingeschäumt wird, wird an dem so hergestellten Oberteil genau positioniert und richtig befestigt, beispielsweise durch Vakuum. Die durch die Herstellung des Beschichtungsmodells bedingten Kosten entfallen vollständig.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
Durch derartige Verfahren werden Schäumwerkzeuge herge
stellt, die kompliziert aufgebaut sind und deren Herstellung
hohe Kosten verursacht. Diese Schäumwerkzeuge dienen dann
der Herstellung von Kraftfahrzeuginnenverkleidungen, bei
spielsweise Armaturentafeln, die auf der einen Seite eine
dekorative lederähnliche Haut aufweisen, d. h. auf der sicht
baren Seite und auf der nicht sichtbaren Rückseite einen
Einleger haben, der der Befestigung und Stabilisierung
dient. Dieser Einleger wird im voraus durch Spritzgießen
oder dgl. aus Kunststoff hergestellt. Er wird dann in das
Schäumwerkzeug eingelegt und beim Aufschäumen des Polyuret
hans fester Bestandteil der Innenverkleidung, beispielsweise
der Armaturentafel.
Derartige Schäumwerkzeuge werden zur Zeit nach dem sogenann
ten Frontguß-Verfahren hergestellt. Ein Gußkörper aus Alumi
nium wird bei diesem Verfahren mit einer Kunstharzmasse be
schichtet. Um diese Beschichtung durchzuführen wird Be
schichtungsmodell hergestellt, das zu dem Gußkörper ausge
richtet wird. Der Hohlraum zwischen dem Gußkörper und dem
Beschichtungsmodell wird dann mit Kunstharz ausgefüllt. Für
diese Arbeitsweise ist ein nach Daten gefrästes Modell er
forderlich. Für das Oberteil des Schäumwerkzeuges wird ein
Negativmodell (Kontur wie für das Schäumwerkzeugoberteil)
gefräst. Die Nuten für Rippen an dem Einleger, die meistens
vorhanden sind, werden mit Freimachungen eingearbeitet. Von
dem Negativmodell des Oberteils wird ein Beschichtungsmodell
abgenommen. Das nach Solldaten beschichtete Oberteil des
Schäumwerkzeuges muß fast immer an die Ist-Kontur der Einle
ger manuell angepaßt werden. Eine Korrektur der Fertigungs
werkzeuge für die Einleger wird in den seltensten Fällen
vorgenommen. Diese Änderungen sind sehr kostenintensiv und
zeitaufwendig. Anders ausgedrückt, zur Herstellung des Ober
teils für das Schäumwerkzeug, in das bei dem Aufschäumen mit
Polyurethan der Einleger eingelegt wird, wird bei den be
kannten Verfahren ein besonderes Beschichtungsmodell herge
stellt. Dieses ist sehr kostenintensiv. Die Ungenauigkeit
der Träger erfordert häufig ein Anpassen der Kontur vom
Schäumwerkzeugoberteil, damit der Einleger exakt an dem
Oberteil angeordnet und befestigt werden kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfah
ren der eingangs genannten Art zu schaffen, durch das die
Herstellung des Oberteils, d. h. desjenigen Teils an dem spä
ter der Einleger angebracht wird, vereinfacht wird und damit
kostengünstiger ist.
Diese Aufgabe wird grundsätzlich durch das Kennzeichen des
Anspruches 1 gelöst.
Erfindungsgemäß wird die Herstellung eines gesonderten Be
schichtungsmodells vermieden. Als Beschichtungsmodell wird
einer der Einleger verwendet, der genau die Form und Kontur
aufweist, die schließlich der mit Kunstharz beschichtete
Gußkörper des Oberteils haben muß. Dieses ergibt sich
zwangsläufig. Einer der Einleger wird nicht als solcher,
sondern als Modell eingesetzt, um die Kontur des Gußkörpers
des Oberteils zu erzeugen. Hierdurch ist sichergestellt, daß
die Einleger, die dann durch Vakuum oder in anderer Weise an
dem Gußkörper des Oberteils gehalten und befestigt werden,
genau positioniert werden. Ein einmal als Modell verwendeter
Einleger kann häufiger zur Herstellung mehrerer entsprechen
der Gußkörper als Modell eingesetzt werden.
In vorteilhafterweise wird das Verfahren so durchgeführt,
wie in Anspruch 2 angegeben. An kritischen Bereichen wird
ein Aufmaß, d. h. zusätzliches Fleisch an dem Gußkörper vor
gesehen. Diese Bereiche werden dann beispielsweise durch
CNC-Fräsung bearbeitet. Diese Bereiche dienen der Befesti
gung des das Modell bildenden Einlegers. Gleichzeitig dienen
sie als Abdichtflächen beim Beschichten.
Weiterhin kann das Verfahren so durchgeführt werden, wie in
Anspruch 3 angegeben. Der Stabilisator stützt und hält den
das Modell bildenden Einleger. Gleichzeitig kann der Einle
ger nach dem Aushärten mit Hilfe des Stabilisators entnommen
und ein weiteres mal als Modell eingesetzt werden.
Im folgenden wird die Erfindung unter Hinweis auf die Zeich
nung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 einen schematischen Schnitt durch einen Gußkörper
eines Oberteils mit Bereichen mit Aufmaß;
Fig. 2 einen der Fig. 1 entsprechenden Schnitt, jedoch mit
einem aufgelegten Einleger, der als Modell fungiert;
und
Fig. 3 einen den Fig. 1 und 2 entsprechenden Schnitt,
jedoch nach dem Ausfüllen des Hohlraumes mit Kunst
harzmasse.
In der Zeichnung ist ein Gußkörper 1 aus Aluminium darge
stellt, dessen Kontur grundsätzlich der Innenkontur des Ein
legers entspricht. Bereiche 2 sind mit Aufmaß hergestellt.
Sie werden maschinell, beispielsweise durch CNC-Fräsung
nachgearbeitet, wie durch Pfeile angedeutet. Diese Bereiche
dienen nach der Bearbeitung der Positionierung und Befestigung
eines Einlegers 3 wie in Fig. 2 dargestellt. Hierdurch
entsteht zwischen der Kontur des Gußmodells 1 und dem Einle
ger 3 ein Hohlraum, der dann mit Kunstharzmasse 5 gefüllt
wird, um die endgültige gewünschte Kontur für das Oberteil
des Schäumwerkzeuges herzustellen. Diese ist in Fig. 3 dar
gestellt. Der Einleger wird durch einen Stabilisator 4 ge
stützt und gehalten. Dieser dient auch der Entfernung des
Einlegers nach dem Aushärten der Kunststoffmasse.
Es wird auf die Herstellung eines besonderen Beschichtungs
modells verzichtet, da ein in dem Endprodukt vorhandener
Einleger als Modell eingesetzt wird. Hierdurch ist sicherge
stellt, daß gleich die Ist-Kontur des Einlegers am Schäum
werkzeugoberteil dargestellt wird. Eine Anpassung ist nicht
mehr erforderlich. Die gefrästen Flächen können als Abdicht
flächen dienen. Die Kosten für das Beschichtungsmodell ent
fallen vollständig. Kritische Bereiche wie scharfe Kanten
und dünne Rippen können gleich in Aluminium ausgeführt wer
den. Besondere Einsätze sind nicht mehr erforderlich.
Das Schäumwerkzeugunterteil wird weiterhin mit Hilfe eines
Beschichtungsmodells hergestellt. Aber eine gefräste Fläche
im Teilungsbereich ermöglicht eine direkte Abdichtung zum
Beschichtungsmodell. Die Nuten für Vakuum und aufblasbare
Dichtungen können direkt in den Gußkörper als Aluminium ge
fräst werden.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung eines Oberteiles für ein
Schäumwerkzeug für Polyurethanschaumteile mit einem Ein
leger, das aus einem Gußkörper aus Aluminium besteht,
der mit einer Kunstharzmasse zur Darstellung der Kontur
beschichtet ist, die derjenigen des zu verwendenden Ein
legers entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß zur Dar
stellung der Kontur anstelle eines gesondert hergestell
ten Beschichtungsmodells einer der Einleger (3) als Mo
dell verwendet wird, der nach dem Aushärten der Kunst
harzmasse wieder entfernt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gußkörper (1) an einigen ausgewählten Bereichen (2)
mit Aufmaß zu Sollkontur versehen wird, die bearbeitet
werden und der Ausrichtung und Befestigung des Einlegers
(3) als Modell dienen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß auf der dem Hohlraum zum Einbringen der Kunst
harzmasse (5) abgelegenen Seite des Einlegers (3) ein
Stabilisator (4) angebracht wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001102601 DE10102601A1 (de) | 2001-01-20 | 2001-01-20 | Verfahren zur Herstellung eines Oberteiles für ein Schäumwerkzeug für Polyurethanschaumteile |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001102601 DE10102601A1 (de) | 2001-01-20 | 2001-01-20 | Verfahren zur Herstellung eines Oberteiles für ein Schäumwerkzeug für Polyurethanschaumteile |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10102601A1 true DE10102601A1 (de) | 2002-07-25 |
Family
ID=7671256
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001102601 Withdrawn DE10102601A1 (de) | 2001-01-20 | 2001-01-20 | Verfahren zur Herstellung eines Oberteiles für ein Schäumwerkzeug für Polyurethanschaumteile |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10102601A1 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1932133A1 (de) * | 1969-06-25 | 1971-01-07 | Licentia Gmbh | Verfahren zur Herstellung von zweiteiligen Formen zum Giessen oder Pressen von Kunststoffkoerpern |
| DE1778977A1 (de) * | 1967-07-19 | 1971-08-05 | Bostrom Mfg Co Ltd | Gepolsterter Fahrzeugsitz und Verfahren zur Herstellung einstueckiger Sitzueberzuege |
-
2001
- 2001-01-20 DE DE2001102601 patent/DE10102601A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1778977A1 (de) * | 1967-07-19 | 1971-08-05 | Bostrom Mfg Co Ltd | Gepolsterter Fahrzeugsitz und Verfahren zur Herstellung einstueckiger Sitzueberzuege |
| DE1932133A1 (de) * | 1969-06-25 | 1971-01-07 | Licentia Gmbh | Verfahren zur Herstellung von zweiteiligen Formen zum Giessen oder Pressen von Kunststoffkoerpern |
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