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DE2346181A1 - Schuh-leisten und verfahren zur herstellung eines leisten fuer die schuhherstellung - Google Patents

Schuh-leisten und verfahren zur herstellung eines leisten fuer die schuhherstellung

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DE2346181A1
DE2346181A1 DE19732346181 DE2346181A DE2346181A1 DE 2346181 A1 DE2346181 A1 DE 2346181A1 DE 19732346181 DE19732346181 DE 19732346181 DE 2346181 A DE2346181 A DE 2346181A DE 2346181 A1 DE2346181 A1 DE 2346181A1
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DE19732346181
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Basil Matzopoulos
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Publication of DE2346181B2 publication Critical patent/DE2346181B2/de
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D3/00Lasts
    • A43D3/02Lasts for making or repairing shoes
    • A43D3/027Lasts with exchangeable parts, e.g. for changing the form or for remodelling

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

HHNKEL-- KERN — FEILER -- KANZEL-- MÜLLER
DR-FIUL. Dri'L.-lNG. DR. RUR. ΝΛΤ. lJI.'L.-ING. inVL.-lNO.
n\*jV9-1L"ίο, ," EDUARD-SCIIMID-SriiASSr. 2 bayerische hypotheki-h- und
IN OS 11) 66 31 »,, (16 .!0 91-92 annn „(UvMir·· tr· VVIICUaIIIANKMONCmNNR-SiS-SiXiJ
TELI-CRAMMf.= : Ef .LIPSOIO MCNClTIM D-b OO O M U N CH Εί> 1J C POSISCl'iCK- MCI1W ΗΊ «-s4
Basil Matzopoulos
Port Elizabeth, Republik Südafrika
Schuh-Leisten und Verfahren zur Hersteilung eines Leisten für die Schuhherstellung
Die Erfindung betrifft einenSchuh-Leisten, bestehend aus gelenkig miteinander verbundenen Vorder- und Fersenteilen.
Bei den herkömmlichen' Verfahren zur Herstellung von Leisten, wie sie allgemein in der Praxis angewandt werden, werden die einzelnen Leisten eines vollständigen Größenbereichs derselben aus Blöcke'·i eines Polymerenmaterials
oder Holz auf einer Leistendrehbank mit Hilfe einer Anzahl von vorgeformten Holzmodellen gedreht, die so abgestimmt sind, daß die Absatzhöhe über den Gesaratbereich hinweg praktisch konstant bleibt. Die Modellherstellung stellt eine stark spezialisierte Arbeit dar, b.';.-i welcher zahlreiche verschiedene Arbeitsgänge erforderlich sind. Ebenso sind auch verschiedene, großes handwerkliches Geschick erfordernde Arbeitsgänge not if;, bevor endgültig
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Hx/Bl/fpc
ein Leisten aus dem vorher auf der Leistendrehbank hergestellten Produkt erhalten wird.
Diese herkömmlichen Verfahren zur Leistenherstellung sind zeitraubend und erfordern für ihre Durchführung hochqualifiziertes Personal, um einen vollen Größenbereich von Modellen und Leisten zu erhalten, die vom technischen Standpunkt im Hinblick auf einen gutsitzenden Schuhentwurf völlig zufriedenstellend sind. Außerdem ist dabei normalerweise auch ein hoher Kapitalaufwand für die Fertigungsanlage erforderlich. Sobald jedoch ein Schuhmodell aus der Mode gekommen ist, muß normalerweise die gesamte Reihe von Modellen und Leisten ausgemustert und muß ein neuer Satz von Modellen und Leisten von Anfang an wieder angefertigt werden. Im Hinblick auf die Häufigkeit des Modewechsels bei Damenschuhen sind diese bekannten Verfahren zur Herstellung von Modellen und Leisten vom Fertigungsstandpunkt aus gesehen unzufriedenstellend und kostspielig.
Der Erfindung liegt demgegenüber in erster Linie die Aufgabe zugrunde, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden oder zumindest weitgehend auszuschalten und insbesondere ein neuartiges Verfahren zur Herstellung eines Leisten für die Schuhfabrikation zu schaffen.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren zur Herstellung eines Leisten für die Schuhherstellung, bestehend aus gelenkig miteinander verbindbaren Vorder- und Fersenteilen, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zunächst ein Zwischenmodell teil vorgesehen wird, welcher dem Vorderteil des Leisten von seinem Scharnier- oder Gelenkende zur Ballenlinie über den breitesten Teil des Leisten-Vorderteils
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hinweg entspricht und welcher eine für die Verwendung bei verschiedenen Schuhformen geeignete Konfiguration besitzt, daß sodann am Zwischenmodellteil ein Zehenteil angeformt oder vorgesehen wird, dessen Konfiguration durch die spezielle Schuhform, für welche der Leisten hergestellt wird, bestimmt wird, so daß er zusammen mit dem Zwischenmodellteil ein vollständiges Modell des Leisten-Vorderteils bildet, daß danach das vollständige Vorderteilmodell zur Herstellung einer komplementären Leisten-Gießform benutzt wird und daß schlauch in dieser Gießform ein einstückiger Leisten-Vorderteil gegossen oder geformt wird.
Die Erfindung beruht auf dem Grundgedanken, daß die Konfiguration des Zwischenmodellteils zur Verwendung bei verschiedenen Schuhformen brauchbar ist und wiederholt benutzt werden kann, wenn neue Leisten für unterschiedliche Schuhformen angefertigt werden, wobei nur die Konfiguration des Zehen- oder Schuhvorderteils geändert zu werden braucht, um den Modeforderungen zu entsprechen. Wie aus der nachstehenden Beschreibung noch deutlicher werden wird, kann dieser Grundgedanke auf verschiedenartige Weise angewandt werden.
Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht in der Anfertigung einer dem gesamten Modell-Vorderteil komplementären Gießform, so daß ein einstückiger Leisten-Vorderteil geformt oder gegossen werden kann.
In bevorzugter Ausführungsform der Erfindung wird das gesamte Vorderteilmodell dadurch angefertigt, daß ein Modellfοrmraum mit einem dem Zwischenmodellteil komplementären ersten Abschnitt und einem anschließenden zweiten Abschnitt vorgesehen wird, welcher größer ist als der Zehenteil des Modells, sodann in diesem Formraum ein Vorderteilmodell gegossen wird, das aus dem Zwischenmodellteil und einem Übergröße besitzenden, einstückig mit dem
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Zwischenmodellteil ausgebildeten Zehen-Gußstück besteht, und schließlich das Übergröße besitzende Zehen-Gußstück zur Fertigstellung des gesamten Vorderteilmodells in die erforderliche Zehenteilkonfiguration geformt wird.
Da der Zwischenmodellteil eine für die Verwendung bei verschiedenen Schuhformen verwendbare Konfiguration besitzt, ändert sich nur der Zehenteil des gesamten Vorderteilmodells bei Modeänderungen. Sobald die Konfiguration des Zwischenmodellteils vorherbestimmt worden ist, kann ein Formraum der vorgenannten Art aus einem dauerhaften Material gebildet werden, so daß er wiederholt für die Fertigung von Vorderteilmodellen der vorher definierten Art in Verbindung mit identischen Zwischenmodellteilen benutzt werden kann, aus denen die vollständigen Vorderteilmodelle durch entsprechende Formgebung des Übergröße besitzenden Zehenteils hergestellt werden können. Dabei ist es eine vergleichsweise einfache, schnell und kostensparend durchführbare Aufgabe, eine Vorderteilmodellgestalt in einem solchen Formraum zu gießen und den Zehenteil entsprechend auszubilden. Für diesen Zweck können angelernte Arbeitskräfte eingesetzt werden.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Leisten-Gießform in der Weise hergestellt wird, daß das vollständige Vorderteilmodell in den Modellformraum eingesetzt wird, so daß sich der Zwischenmodellteil im ersten und der Zehenteil im zweiten Abschnitt des Formraums befindet, und danach im zweiten Formraumabschnitt ein dem Zehenteil des Modells komplementäres Leisten-Gußstück gegossen wird.
Der dem Zehenteil komplementäre Leistenformteil ist vorzugsweise auswechselbar in den zweiten Formraum einer wiederverwendbaren Modell-Gießform einsetzbar. Bei Änderungen der Mode kann einfach der vorhandene Formteil
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für den Zehenteil ausgemustert werden, worauf ein neuer Formteil angefertigt wird, welcher dem dem neuen Muster entsprechenden Zehenteil angepaßt ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Zehenteil des Vorderteilmodells abnehmbar am Zwischenmodell teil angebracht.
Bei dieser Anordnung kann ein Übergröße besitzender Zehenabschnitt abnehmbar am Zwischenmodellteil angebracht und zur Bildung des gesamten Vorderteilmodells in die erforderliche Konfiguration des Zehenteils gebrachtwerden.
Der Zwischenmodellteil besteht vorzugsweise aus einem dauerhaften Material, so daß er wiederverwendbar ist. Der Zehenteil ist dabei abnehmbar am Zwischenabschnitt anbringbar, so daß er im Pail von Modeänderungen entfernt und durch einen neuen, Übergröße besitzenden Zehenteil ersetzt werden kann, welchem die erforderliche neue Konfiguration verliehen wird und der seinerseits bei erneuten Modeänderungen entfernt wird. Ersichtlicherweise braucht dabei bei jedem Modewechsel nur der Zehenteil des Modells und nicht das gesamte Vorderteilmodell ausgewechselt zu werden.
Anstatt einem Übergröße besitzenden Zehenabschnitt die erforderliche Konfiguration zu erteilen, nachdem er abnehmbar am Zwischenmodellteil angebracht worden ist, kann ein Zehenteil, der vor der Anbringung am Zwischenteil in die richtige Konfiguration vorgeformt worden ist, abnehmbar an einem vorgeformten Zwischenteil angebracht werden.
Anstatt einen Modellformraum zur Herstellung der Leistenform der vorgenannten Art zu verwenden, kann erfindungsgemäß in der Weise vorgegangen werden, daß die
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Leisten-Gießform in der Weise hergestellt wird, daß ein Formteil vorgesehen wird, welcher größer ist als das vollständige Vorderteilmodell, letzteres unter Festlegung eines Zwischenraums zwischen seinen Oberflächen und dem Formraum in diesen eingesetzt wird, dann eine aushärtbare Gießmasse in flüssigem Zustand in den Zwischenraum eingefüllt wird, um eine Umhüllung um das Modell herum zu bilden, die Gießmasse danach ausgehärtet wird und die Umhüllung längs mindestens einer Trennlinie aufgeschnitten wird, um zumindest zwei miteinander zusammenwirkende Teile zu bilden, deren innere Leisten-Formflächen den entsprechenden Teilen des Vorderteilmodells komplementär sind.
Zur Herstellung eines vollständigen Leisten wird ein wiederverwendbarer Leisten-Fersenteil gelenkig mit dem auf vorstehend beschriebene Weise angefertigten Leisten-Vorderteil verbunden.
Die Erfindung umfaßt somit sowohl einen Leisten für die Schuhherstellung als auch ein nach den vorstehend umrissenen Verfahren hergestelltes Vorderteilmodell.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung richtet sich auf eine Gießform zur Herstellung des Vorderteils eines Leisten für die Schuhherstellung, bestehend aus einem Vorderteil und einem damit gelenkig verbundenen Fersenteil, die gekennzeichnet ist durch mindestens zwei miteinander zusammenwirkende Teile, die zwischen sich einen Formraum mit einem ersten Abschnitt, welcher dem Vorderteil des Leisten von seinem Scharnier- bzw. Gelenkende zur Ballenlinie über den breitesten Teil des Leisten-Vorderteils hinweg komplementär ißt und welcher eine vorbestimmte, zur Verwendung bei verschiedenen Schuhformen geeignete Konfiguration besitzt, und einen anschließenden zweiten Abschnitt festlegen, der größer ist als der Zehenteil des Leisten.
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Schließlich bezieht sich die Erfindung auch auf einen wiederverwendbaren Zwischenmodellteil für die Herstellung des Vorderteils eines Leisten der genannten Art, an welchem ein Zehenteil abnehrabaijang ebr acht werden kann.
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Umriß einer Schuhsohle, welcher den kritischen Paktor bei der Anpassung bzw. des Sitzes eines Schuhs veranschaulicht, auf dem die Erfindung beruht,
Fig. 2 einen Umriß einer Schuhsohle zur Veranschaulichung von modeabhängigen Änderungen des Zehenteils,
Fig. 3 eine schematische perspektivische Darstellung eines vollständigen Leistenmodells mit Merkmalen nach der Erfindung, das aus gelenkig miteinander verbundenen Fersen- und Vorderteilen besteht,
Fig. 4 eine schematische perspektivische Darstellung des geformten Zehenteils des Modells gemäß Fig. J,
Fig. 5 eine schematische perspektivische Darstellung des Zwischenabschnitts des Modells gemäß Fig. J5,
Fig. 6 eine schematische perspektivische Darstellung der beiden Hälften eines Formkastens für die Herstellung einer Leistenform, wobei die beiden Formkastenhälften in Offenstellung dargestellt sind und der eine der beiden miteinander zusammenwirkenden Formteile in die eine Hälfte eingesetzt ist,
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Fig. 7 eine perspektivische Darstellung einer der beiden Hälften einer anderen Ausführungsform eines Formkastens für die Anfertigung eines Vorderteil-Modellabschnitts, der einen Zwischenmodellteil und einen einstückig mit diesem ausgebildete, Übergröße besitzenden Zehenabschnitt aufweist,
Fig. 8 eine perspektivische Darstellung eines Im Formkasten nach Fig. 7 hergestellten Vorderteil-Modellabsehnitts,
Fig. 9 eine perspektivische Darstellung des vollständigen, aus dem Modellabschnitt oder -werkstück gemäß Fig. 8 hergestellten Vorderteilmodells nach der Formung des Übergröße besitzenden Zehenteils in die richtige Konfiguration und
Fig. 10 eine perspektivische Darstellung der Formkastenhälfte gemäß Fig. J, welche einen herausnehmbar in den Formraum des Formkastens eingesetzten, dem Zehenteil komplementären zusätzlichen oder Hilfs-Leistenformteil veranschaulicht.
Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, hat es sich herausgestellt, daß der kritische Faktor für die Anpassung bzw. den Sitz von Schuhen das sogenannte HFerse-BallenM-Dreieck A-B-C gemäß Fig. 1 ist, d;.h. das Dreieck, das durch Verbindung der Punkte A und B an Innen- und Außenseite der Fußballengelenke
(i) miteinander längs der Ballenlinie A-B, die quer über den breitesten Teil des Schuhvorderteils verläuft, und
(ii) mit dem Punkt C an der Rückseite der Ferse oder des Absatzes gebildet wird.
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Per vor der Linie A-B liegende Teil des Schuhs hat keinen Einfluß auf den Sitz des Schuhs und wird lediglich durch die Mode bestimmt. Gemäß Fig, 2 kann eine beliebige von mehreren an sich möglichen Zehenteilformen vorderhalb der Linie A-B vorgesehen werden, ohne in irgendeiner Weise den Sitz bzw. die Paßform des Schuhs zu beeinflussen.
Die Erfindung stützt sich auf den kritischen Faktor des nFerse-Ballenrt-Dreiecks A-B-C, das bei allen Leisten konstant gehalten werden kann, während nur der Zeh.en.teii vorderhalb der Ballenlinie A-B geändert zu werden braucht, um den modischen Forderungen zu genügen. Auf diese Weise kann ein gut sitzender Schuhentwurf entwickelt werden, bei dem der Absohnitt des Leisten von der Ferse bis zur Linie A-B konstanfcgehalten und nur der Zehenteil des Leisten vorderhalb der Linie A-B von Zeit zu Zeit entsprechend den durch die Mode bedingten Anforderungen geändert wird.
Gemäß den Fig. J5 bis 5 besteht das vollständige Leistenmodell aus einem vorgeformten Fersenteil A, der auf herkömmliche Weise gelenkig mit einem Vorderteil B verbunden ist, der seinerseits einen vorgeformten Zwischenabschnitt Bl, der sich vom Gelenkende des Vorderteils B bis zur Linie A-B erstreckt, und einen Zehenabschnitt B2 aufweist. Vorderteil A und Zwischenabschnitt Bl des Modells besitzen vorbestimmte Konfigurationen, die sich zur Verwendung bei verschiedenen Leistenformen eignen, und können aus einem beliebigen dauerhaften Material, wie gehärtetem Stahl bestehen und auf beliebige Weise nach bekannten Verfahren hergestellt sein. Die Herstellung des Fersenteils A und des Zwischenabschnitts Bl erfordert komplizierte und kostspielige Arbeiten, doch wenn diese Teile einmal angefertigt worden sind, können sie auch bei Modeänderungen immer wieder benutzt werden.
Der Fersenteil A kann vollständig mit einem Gelenkoder Scharnierschlitz 6, einer Scharnierstiftbohrung 7 und
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. ifciiiiäi'
einem Pingerloch 8, einem V-förmigen Ausschnitt 9 und einem Schwenkansatz 10 vorgeformt werden. Der Zwischenabschnitt Bl wird vollständig mit einem Gelenk- oder Scharnierschlitz 11, einer Scharnierstiftbohrung 12 und einem Schwenkteil IJ ausgebildet.
Der Zwischenmodellabschnitt Bl weist an seinem Vorderende eine nach vorn abstehende Montage-Zunge 1 auf, die in einen Längsschlitz 2 in der Rückseite eines Übergröße besitzenden Zehenteils B2 einzugreifen vermag, der aus einem passenden Material, wie Polyäthylen, Polyurethan o.dgl. hergestellt werden kann, welches sich durch Schnitzen, Schneiden, Drehen oder anderweitig auf zweckmäßige Weise in die gewünschte Konfiguration bringen läßt, beispielsweise von Hand oder auf einer Drehbank. Der Übergröße besitzende Zehenteil B2 kann mit Hilfe der Zunge 1 und des Schlitzes 2 abnehmbar am Vorderende des Zwischenabschnitts Bl angebracht werden. Gemäß Fig. 3 kann dieser Übergröße besitzende Zehenteil B2 in jede erforderliche Form und Größe gebracht werden, wie dies durch die strichpunktierte Linie J5 in Fig· 3 und durch die ausgezogene Linie j5 in Fig. 4 angedeutet ist. Auf diese Weise wird zusammen mit dem Zwischenabschnitt Bl das vollständige Vorderteilmodell B gebildet. Vorzugsweise ist die Kontur der Unterseite k des übergroßen Zehenteils B2 der Kontur der Boden- oder Sohlenfläche 5 des Zwischenmodellabschnitts Bl angepaßt, so daß nur die Oberseite und die Seitenflächen dieses Zehenteils geformt zu werden brauchen.
Im· Fall von Modeänderungen braucht somit ersichtlicherweise kein völlig neues Leistenmodell hergestellt zu werden. Der vorhandene Fersenteil A und der vorhandene Zwischenabschnitt Bl können vielmehr wiederverwendet werden, so daß nur ein neuer Zehenteil B2 vorgesehen zu werden braucht.
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Die Formanpassung des Zehenteils kann jedoch vergleichsweise einfach, schnell und kostensparend erfolgen und von angelernten Arbeitskräften durchgeführt werden.
Für die Herstellung von Leistenmodellen des gesamten Schuhgrößenbereichs, z.B. von Größe 3 bis Größe 8 1/2, können wiederverwendbare Zwischenabschnitte Bl aus einem dauerhaften Werkstoff für jede der zwölf ganzen und halben Größen dieses Bereichs angefertigt werden. Dabei braucht nur der Zehenteil B2 des Modells einer Schuhgröße, z.B. der Größe 4, von Hand geformt zu werden, während die restlichen Zehenteile für die anderen Schuhgrößen unter Verwendung des ausgewählten Zehenteils als Modell auf einer Leistenformmaschine oder -drehbank angefertigt werden. Dabei kann das vollständige Vorderteilmodell B der ausgewählten Größe, z.B. für die Schuhgröße 4, in den Modellabschnitt der Drehbank eingespannt werden, während die vorgeformten Zwischenabschnitte der anderen Größen mit an ihnen angebrachten, ungeformten, Übergröße besitzenden Zehenteilen im Formabschnitt der Drehbank eingespannt werden.
Zur Vermeidung der Ausbildung von Aufspannansätzen, die anschließend entfernt werden müssen, wird ein zu formender Modell-Vorderteil vorzugsweise mit dem Scharnierschlitz 11 und an einer in der Unterseite des Zehenteils B2 vorgesehenen Ausrichtvertiefung 14 in der Drehbank eingespannt.
Es ist üblich, nicht nur für jede Schuhgröße eines bestimmten Größenbereichs, - z.B. von Größe J3 bis Größe 8 1/2, jeweils einen getrennten Fersenteil vorzusehen, sondern auch die Größenbereiche in mehrere Gruppen zu unterteilen und für alle Größen jeder Gruppe einen gemeinsamen Fersenteil zu verwenden, dessen Größe auf oder bei dem Mittelwert des Bereichs liegt. Beispielsweise kann ein Fersenteil der Größe 4 für alle Leisten der Gruppe zwischen den Größen
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3 und 4 1/2, ein solcher der Größe 6 für alle Leisten der Gruppe zwischen den Größen 5 und 6 1/2 und ein solcher der Größe 8 für alle Leisten der Gruppe zwischen den Größen 7 und 8 1/2 benutzt werden. Das gleiche Verfahren kann bei der Erfindung angewandt werden, so daß drei wiederverwendbare Fersenteilmodelle A auf der Grundlage der Größen 4, 6 und 8 angefertigt werden können, um allen zwölf ganzen und halben Größen des Schuhgrößenbereichs von 3 bis 8 1/2 zu entsprechen.
Ersichtlicherweise kann anstelle der Anfertigung von drei verschiedenen Größen der Fersenteilmodelle A der Schuhgrößenbereich auch in mehr als drei Gruppen unterteilt werden, wobei für jede Gruppe je ein gemeinsamer, wiederverwendbarer Fersenteilmodellabschnitt vorgesehen wird. Dabei kann je nach dem betreffenden Größenbereich jede beliebige Gruppierung und jede beliebige Modellgröße in jeder Gruppe angewandt werden.
Ebenso ist es möglich, je ein wiederverwendbares Fersenteilmodell A für jede dei/ganzen und halben Groß« des gesamten Schuhgrößenbereichs zu verwenden.
Neben der genannten Unterteilung eines vollen Größenbereichs der Leisten in eine Anzahl von Gruppen, basierend auf der Größe des Fersenteils, kann ein Leistenbereich weiterhin auch in eine Anzahl von Gruppen auf der Grundlage der Absatzhöhe unterteilt werden. Damenschuhe werden normalerweise mit einer Vielzahl von Absatzhöhen im Bereich von etwa 10 mm bis zu etwa 80 mm hergestellt. Der gesamte Absatzhöhenbereich kann in z.B. fünf Gruppen unterteilt werden, wobei jeder Gruppe je ein Leisten-Fersenteil zugeordnet wird, der auf einer Absatzhöhe mit oder bei dem Mittelwert der jeweiligen Gruppe basiert. Jeder Leisten-Fersenteil würde dann allen Absatzhöhen in der betreffenden
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Gruppe entsprechen, so daß die gesamte Sohlenkontur des gesamten Leisten vom Absatz zur Ballenlinie bei allen Absatzhöhen jeder Gruppe gleich ist.
Für jeden Leisten-Fersenteil kann ein wiederverwendbares Fersenteilmodell A auf der Grundlage der Absatzhöhe hergestellt werden. Ersichtlicherweise müssen für jede Absatzhöhe mehrere unterschiedliche Größen der Fersenteile vorgesehen werden. Es sei angenommen, daß die Fersenteile in drei Gruppen auf der Grundlage der Schuhgrößen unterteilt sind, wobei jede der drei Größengruppen wiederum in fünf Gruppen bezüglich der Absatzhöhe unterteilt ist; in diesem Fall vermögen fünfzehn verschiedene, wiederverwendbare Fersenteilmodelle A allen Leisten des gesamten Schuhgrößenbereichs sowie des gesamten Absatzhöhenbereichs zu entsprechen.
Ersichtlicherweise kann jeder erforderliche Größenbereich, jede Größengruppierung, jede Gruppenmodellgröße, jeder Absatzhöhenbereich, jede Absatzhöhengruppierung und jede Gruppenmodellabsatzhöhe angewandt werden, die normalerweise auch bei Damen- und Herrenschuhen jeweils verschieden sind.
Unabhängig von der Zahl der vorgesehenen Fersenteilmodelle A liegt das Grundprinzip der Erfindung selbstverständlich darin, daß wiederverwendbare Fersenteilmodelle A und wiederverwendbare Zwischenmodellabschnitte Bl vorgesehen werden, bei denen nur die Zehenteile nach Bedarf geändert zu werden brauchen.
Anhand dieser Modelle können Leisten-Gießformen, welche dem gesamten Vorderteilmodell B und dem Fersenteilmodell A komplementär sind, auf zweckmäßige Weise für den gesamten Größenbereich der linken und der rechten Schuhleisten hergestellt werden.
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In diesen Leisten-Gießformen können dann einstückige Leisten-Vorderteile und einstückige Leisten-Fersenteile gegossen werden.
Vorzugsweise wird der Leisten-Vorderteil zusammen mit einem oder mehreren der Teile, wie einer Zehenplatte, einem Scharnierschlitz, Scharnierstiftbohrungen, Risthöhenmarkierungen, Namenprägung und Größenmarkierung, gegossen, so daß getrennte Arbeitsgänge zur Ausbildung dieser Einzelheiten fortfallen.
Beim Gießen eines Leisten-Persenteils können gleichzeitig ein oder mehrere Teile, wie eine Bodenplatte, ein Metall-Fingerröhrchen, ein Scharnierschlitz, Scharnierstiftbohrungen, eine Rückenhöhenmarkierung und eine Kennzeichnung, angegossen werden.
Gemäß Fig. 6 kann eine Gießform zur Herstellung eines Leisten-Vorderteils aus einem Formkasten 20 gebildet werden, der zwei miteinander zusammenwirkende Hälften 20a, 20b aufweist, von denen jede eine rechteckige Vertiefung aufweist, so daß die Formteile, wenn sie gegeneinander geschlossen sind, einen Innenraum von rechteckiger Gestalt festlegen. Jede Formkastenhälfte 20a, 20b ist mit einer kreisrunden Bohrung 22 versehen, durch welche ein Stift 25» der eine Scharnierbolzenbohrung festlegt, in das Innere des Formraums eingeführt werden kann. Außerdem kann in den Hälften bzw. Formteilen 20a, 20b ein plattenartiges Glied 24 montiert werden, das einen Scharnierschlitz festlegt.
In die eine Formkastenhälfte 20a wird ein vollständiges Vorderteilmodell B, das dem vorher in Verbindung mit den Fig. j5 bis 5 beschriebenen Modell B ähnelt, eingesetzt, indem sein Scharnierschlitz auf das plattenartige Glied aufgesetzt und der Stift 25 in die das Modell B quer
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durchsetzende Scharnierstiftbohrung 12 eingeführt wird. Sodann kann der andere Formteil 2CLb gegen den ersten Formteil 20a geschlossen werden, wobei der Stift 25 in die Bohrung 22 in ersterem eingeführt wird.
Da der Innenraum im Formkasten 20 größer ist als das Modell B, verbleibt zwischen der Oberfläche des zu reproduzierenden Modells und der Formraumfläche ein Abstand bzw. Zwischenraum. Anschließend wird eine zweckmäßige,, aushärtbare Gießmasse in flüssigem Zustand durch einen Einlauf 25 im Formteil 20a in den Formraum eingefüllt, so daß rund um die zu reproduzierende Formfläche ein Gießkörper gebildet wird.
Wenn die Gießmasse abgebunden hat, kann sie zusammen mit dem Modell B aus dem Formkasten 20 entnommen werden, nachdem letzterer durch Trennung der beiden Hälften 20a, 20b geöffnet worden ist. Das Modell B ist dabei vollständig mit der die Form bildenden Gießmasse umhüllt, die längs einer Trennlinie zur Bildung zweier zusammenwirkender Formteile aufgeschnitten werden kann.
Einer dieser Formteile 26 ist in Fig. 6 in seiner Betriebsposition im Formkastenteil 20a dargestellt. Dabei besitzen die Formteile 26 ersichtlicherweise innere Formflächen 27, welche den entsprechenden Flächen der Modelloberfläche komplementär sind.
Gemäß Fig. 6 weist jeder Formteil 2β eine Bohrung zur Aufnahme des Stifts 23 und eine Ausnehmung zur Aufnahme des plattenartigen Glieds 24 auf.
Die die Form bildende Gießmasse kann aus einem beliebigen zweckmäßigen Material bestehen, vorzugsweise aus einem leicht bearbeitbaren polymeren Material, wie
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Silikongummi, Formherstellungsgummi ο.dgl. Für diesen Zweck können sowohl natürliche als auch synthetische Polymermaterialien verwendet werden.
Zur Herstellung eines Leisten-Vorderteils mit Hilfe der beiden Formteile 26 werden diese jeweils auf die in Fig. 6 gezeigte Weise in die zugeordneten Formkastenhälften eingesetzt. Dabei können die gleichen Formkastenhälften 20a, 20b verwendet werden, die bei der Herstellung der Formteile 26 benutzt wurden. Wahlweise können aber auch andere Formkastenhälften verwendet werden, die in Größe und Form den Hälften 20a, 20b entsprechen. Sodann werden die beiden Formkastenhälften bei eingesetztem Stift 23 und Plattenglied 24 in miteinander zusammenwirkenden geschlossenen Zustand gebracht. Danach kann ein einstückiger Leisten-Vorderteil, der einen durch das Plattenglied 24 gebildeten Scharnierschlitz und eine durch den Stift 23 festgelegte Scharnierstiftbohrung aufweist, durch Polyurethanumsetzung oder nach einem anderen Gießverfahren geformt werden, wobei die Gießmasse in den in den zusammenwirkenden Formteilen 26 durch deren Formflächen 27 gebildeten inneren Formraum über den Einlauf 25 in der Formkastenhälfte 20a und einen damit kommunizierenden, in dem in der Formkastenhälfte 20a angeordneten Formteil 26 ausgebildeten Einlauf-eingefüllt wird.
Gießformen zur Herstellung der Leistev-Fersenteiie können auf ähnliche Weise, wie vorstehend erläutert, jedoch unter Verwendung der Fersenteilmodelle A zur Bildung der Formräume hergestellt werden.
Wenn auf die genannte Weise eine Reihe von Leisten verschiedener Größen hergestellt werden soll, kann für jeden Leistenteil des Größenbereichs ein Formkasten vorgesehen werden, wobei die Innenräume 21 aller Formkästen
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bezüglich Form und Größe praktisch einander entsprechen, ihre Größe aber die Größe des größten Modells der Reihe übersteigt. Bei dLe.ser Anordnung sind die Innenräume 21 aller Formkästen mithin größer als alle Leistenmodelle des gesamten Größenbereichs. Ersichtlicherweise können durch Anfertigung von praktisch identischen Formkästen für einen vollen Größenbereich der Leisten die Fertigungskosten gesenkt werden.
Bei einer anderen, im folgenden anhand der Fig. 7 bis 10 zu beschreibenden Ausführungsform der Erfindung wird ein vollständiges Vorderteilmodell C (Fig. 9) mit einem Zwischenmodellteil Cl und einem materialeinheitlichen Zehenteil C2 hergestellt. Der Zwischenmodellteil Cl entspricht dem Vorderteil des herzustellenden Leisten von seinem Gelenk- oder Scharnierende zur Ballenlinie tnd besitzt eine vorbestimmte, zur Verwendung bei verschiedenen Schuhformen geeignete Konfiguration.
Der Zwischenmodellteil C wird mit Hilfe eines Formkastens mit zwei miteinander zusammenwirkenden Hälften 30, von denen in den Fig. 7 und 10 nur eine dargestellt ist, aus dauerhaftem Material, wie gehärtetem Stahl hergestellt.
Jede Hälfte 30 des Formkastens bildet einen eigenen Abschnitt eines Modell-Formraums Jl, welcher durch die Hälften 30 in deren zusammengesetztem Zustand gebildet wird. Der Mode11-Formraum 31 besteht aus einem ersten Abschnitt 31a, der dem Zwischenmodellteil Cl komplementär ist, und einem anschließenden zweiten Abschnitt 31b, der größer ist als der Zehenteil C2 des Vorderteilmodells C.
Wenn die beiden Formkastenhälften 30 zusammengesetzt sind, kann ein Vorderteilmodell-Gußstück Cx (Fig. 8) aus einem zweckmäßigen Material, wie Polyurethan-Polyester oder
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Epoxyharz ο.dgl., gegossen werden, dem durch Schnitzen, Schneiden, Drehen oder anderweitig die angestrebte Konfiguration erteilt werden kann. Indem ein nicht dargestelltes Plattenglied in den Schlitz 32 zwischen den Formkastenhälften 30 eingesetzt wird, so daß es in den ersten Formraumabschnitt 31a hineinreicht, kann beim Gießen ein Scharnierschlitz 33 im Gußstück Cx ausgebildet werden, so daß er sich quer über den ersten Formraumabschnitt 31a erstreckt und im fertigen Gußstück Gx eine Scharnierstiftbohrung 35 bildet.
Gemäß Fig. 8 weist das Modell-Gußstück Cx einen Zwischenmodellteil Cl und einen Übergröße besitzenden Zehenteil Cy auf, der einstückig mit dem Zwischenabschnitt Cl ausgebildet ist. Der Übergröße besitzende Zehenteil Cy kann auf die erforderliche Form und Größe des Zehenteils C2 zugerichtet werden, so daß das vollständige Vorderteilmodell C gemäß Fig. 9 gebildet wird.
Zur Herstellung einer Leisten-Gießform wird das vollständige Vorderteilmodell C in den durch die beiden zusammenwirkenden Formkastenhälften 30 gebildeten Formraum 21 eingesetzt, wobei der Zwischenmodellteil C spielfrei in den ersten Formraumabschnitt 31a eingesetzt ist und der Zehenteil C2 sich im zweiten Formraumabschnitt 31b befindet und dabei einen Zwischenraum zwischen seinen Oberflächen und denen des Abschnitts 31b festlegt.
Sodann wird eine aushärtbare Gießmasse, wie Silikongummi, Formherstellungsgummi o.dgl., in flüssigem Zustand über einen passend angeordneten, nicht dargestellten Einguß in den Zwischenraum zwischen dem Zehenteil C2 und der ■ Oberfläche des zweiten Formraumabschnitts 31b eingegossen. Nach dem Aushärten bildet diese Gießmasse eine den Zehenteil C2 umgebende Umhüllung, die mit dem Vorderteilmodell C aus dem Formkasten entnommen werden kann.
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Diese Umhüllung wird längs einer der -Trennlinie der beiden Formkastenhälften 30 entsprechenden Trennlinie aufgeschnitten, so daß zwei zusätzliche bzw. Hilfs-Leistenformabschnitte 36 (Fig. 10) gebildet werden. Indem diese zusätzlichen Leistenformabschnitte 32 jeweils in den zugeordneten zweiten Formraumabschnitt J>Vd einer Formkastenhälfte 30 (vergl. Fig. 10) eingesetzt werden, wird ein dem gesaraten Vorderteilmodell C komplementärer Formraum gebildet.
Sodann kann zumindest der Leisten-Vorderteil der einstückigen Konstruktion im Formraum durch Polyurethanumsetzurig oder nach einem zweckmäßigen anderen Gießverfahren geformt oder gegossen werden. Der Leisten-Vorderteil kann vollständig mit einem Scharnierschlitz 33 und einer Scharnierstiftbohrung 35 ausgebildet werden, indem ein nicht dargestelltes, de Scharnierschlitz festlegendes Glied in die Schlitze bzw. Ausnehmungen der Formkastenhälften 30 und ein nicht dargestellter, die Scharnierstiftbohrung festlegender Stift in die Bohrungen 34 in den Hälften 30 eingesetzt wird.
Wenn einmal die erforderliche Konfiguration des Zwischenmodellabschnitts Cl festgelegt worden ist, kann ersichtlicherweise der Modellformraum 31 aus einem dauerhaften Material gefertigt werden, so daß er sich wiederholt für die Herstellung aufeinanderfolgender Vorderteilmodell-Guß stücken Cx mit identischen Zwischenmodellteilen Cl verwenden läßt.
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung kann ein Schuhhersteller einen Satz von Leisten-Fersenteilen entsprechend einem bewährten Muster beschaffen, die aus einem dauerhaften Werkstoff bestehen, so daß sie wiederholt verwendet werden können. Wenn eine modebedingte Änderung der Schuhform eintritt, braucht der Schuhhersteller nur die Vorderteile
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seiner Leisten auszuwechseln. Bei der erfindungsgemäßen Anordnung kann dieses Auswechseln vergleichsweise schnell, einfach und wirtschaftlich erfolgen.
Da die Leisten gemäß der Erfindung von der Ferse bis zur Ballenlinie eine vorbestimmte, bewährte Konstruktion besitzen, werden die Paßformeigenschaften des entsprechenden Abschnitts bei Modeänderungen nicht verändert und bleiben zufriedenstellend, sobald sie sich einmal als zufriedenstellend erwiesen haben.
Auf diese Weise wird die Notwendigkeit einer Paßformprüfung von Schuhen für die Freigabe von Leisten vermieden und die Notwendigkeit für Versuche an Mustern auf die Überprüfung des Schnitts bzw* der Linie des neuen Musters, soweit dies durch den Zehenteil bestimmt wird, reduziert. Musterversuche beim Hersteller werden ebenfalls auf die Formalität der Untersuchung von Schnitt und Linie des neuen Musters reduziert, da die kritischen Bereiche des neuen Musters vom Absatz bis zur Ballenlinie auf bewährten, unveränderten Urformen beruhen.
Die Absatzkonstruktion kann ebenfalls weitgehend vereinfacht werden, weil der Anstell- oder Neigungswinkel, die Höhe und die Sitzform nicht geändert zu werden brauchen. Dabei können Muster- oder Schablonenabsatzblöcke jeweils in einer Vielzahl von Größengruppen für jeweils eine Anzahl von Höhengruppen angefertigt werden. Diese Schablonenblöcke können der richtigen Sitzgröße entsprechen, auf erforderliche Weise ausgewölbt und für verschiedene Formgebungsarten genügend groß bemessen sein.
Durch die Erfindung wird die Herstellung von Leistenteilen nach einem Gießverfahren auf wirtschaftliche und
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praktische Weise ermöglicht. Es hat sich herausgestellt, daß Polyurethan ein ausgezeichnetes Material zur Herstellung von Leistenteilen darstellt, da es leichter und fester ist als Holz" oder Polyäthylen, die derzeit für die Herstellung von Schuhleistenteilen benutzt werden. Außerdem ist Polyurethan keinen Schrumpfungen oder Ausdehnungen bei Änderungen der klimatischen Verhältnisse unterworfen, und es ist widerstandsfähig gegenüber Bruch durch Druck- oder Schlageinwirkung.
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Claims (1)

  1. Patentanspruch e
    Verfahren zur Herstellung eines Leisten für die Schuhherstellung, bestehend aus gelenkig miteinander verbindbaren Vorder- und Fersenteilen, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst ein Zwischenmodellteil vorgesehen wird, welcher dem Vorderteil des Leisten von seinem Scharnier- oder Gelenkende zur Ballenlinie über den breitesten Teil des Leisten-Vorderteils hinweg entspricht und welcher eine für die Verwendung bei verschiedenen Schuhformen geeignete Konfiguration besitzt, daß sodann am Zwischenmodellteil ein Zehenteil angeformt oder vorgesehen wird, dessen Konfiguration durch die spezielle Schuhform, für welche der Leisten hergestellt wird, bestimmt wird, so daß er zusammen mit dem Zwischenmodellteil ein vollständiges Modell des Leisten-Vorderteils bildet, daß danach das vollständige Vorderteilmodell zur Herstellung einer komplementären Leisten-Gießform benutzt wird und daß schließlich in dieser Gießform ein einstückiger Leisten-Vorderteil gegossen oder geformt wird,
    2, Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das vollständige Vorderteilmodell in der Weise hergestellt wird, daß ein Modellformraum mit einem dem Zwischenmodellteil komplementären ersten Abschnitt und einem anschließenden zweiten Abschnitt vorgesehen wird, welcher größer ist als der Zehenteil des Modells, sodann in diesem Pormraum ein Vorderteilmodell gegossen wird, das aus dem Zwischenmodellteil und einem Übergröße besitzenden, einstückig mit dem Zwischenmodellteil ausgebildeten Zehen-Gußstück besteht, und schließlich das Übergröße besitzende Zehen-Gußstück zur Fertigstellung des gesamten Vorderteilmodells in die erforderliche Zehenteilkonfiguration geformt wird.
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    J. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leisten-Gießform in der Weise hergestellt wird, daß das vollständige Vorderteilmodell in den Modellformraum eingesetzt wird, so daß sich der Zwischenmodellteil im ersten und der Zehenteil im zweiten Abschnitt des Formraums befindet, und danach im zweiten Formraumabschnitt ein dem Zehenteil des Modells komplementäres Leisten-Gußstück gegossen wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Modellformraum für die Herstellung von Vorderteil-Gußstücken verschiedener Schuhformen wiederverwendbar ist und daß das dem Zehenteil des Modells komplementäre Leisten-Gußstück auswechselbar in den zweiten Formraumabschnitt einsetzbar ist.
    5· Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Modellformraum durch mindestens zwei miteinander zusammenwirkende, an mindestens einer Trennlinie zusammenstoßende Formteile gebildet wird und daß das dem Zehenteil des Vorderteilmodells komplementäre Leisten-Gußstück in der Weise hergestellt wird, daß eine aushärtbare Gießmasse in flüssigem Zustand in den Zwischenraum zwischen dem Zehenteil des Modells und der Oberfläche des zweiten Formraumabschnitts eingegossen wird, um eine Umhüllung um den Zehenteil des Modells herum zu bilden,· ein Aushärten der Gießmasse ermöglicht wird und die Umhüllung längs mindestens einer, der Trennlinie zwischen den beiden Formteilen entsprechenden Trennlinie aufgeschnitten wird, so daß mindestens zwei zusammenwirkende, zusätzliche Leisten-Formteile mit inneren Formflächen gebildet werden, welche den .entsprechenden Teilen des Zehenteils des Modells komplementär sind.
    6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zehenteil des Modells abnehmbar am Zwischenmodellteil montiert wird. £09813/0420
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    7« Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Übergröße besitzendes Zehenteil-Gußstück abnehmbar am Zwischenmodellteil angebracht und danach zur Ausbildung des gesamten Vorderteilmodells in die richtige Konfiguration des Zehenteils gebracht wird«
    8. Verfahren, nach einem der Ansprüche 1, 2, 6 oder 7* dadurch gekennzeichnet, daß die Leisten-Gießform in der Weise hergestellt wird, daß ein Formteil vorgesehen wird, welcher größer ist als das vollständige Vorderteilmodell, letzteres unter Festlegung eines Zwischenraums zwischen seinen Oberflächen und dem Formraum in diesen eingesetzt wird, dann eine aushärtbare Gießmasse in flüssigem Zustand in den Zwischenraum eingefüllt wird, um eine Umhüllung um das Modell herum zu bilden, die Gießmasse danach ausgehärtet wird und die Umhüllung längs mindestens einer Trennlinie aufgeschnitten wird, um zumindest zwei miteinander zusammenwirkende Teile zu bilden, deren innere Leisten-Formflächen den entsprechenden Teilen des Vorderteilmodells komplementär sind.
    9. Verfahren nach Anspruch 8 zur Herstellung einer Reihe von Leisten-Gießformen für einen Bereich von Leisten verschiedener Größe, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Leisten des Bereichs Je ein Formraum vorgesehen wird, wobei die verschiedenen Formräume jeweils praktisch gleiche Form und Größe besitzen, aber größer sind als der größte Leisten der Reihe, daß sodann für jeden Leisten der Reihe ein entsprechend bemessenes, vollständiges Vorderteilmodell vorgesehen wird, daß anschließend das betreffende Vorderteilmodell jeder Leistengröße mit einem Zwischenraum zwischen seiner Oberfläche und der Formraumoberfläche in einen eigenen Formraum eingesetzt wird und daß schließlich eine aushärtbare Gießmasse in flüssigem Zustand in den Zwischenraum um jedes Vorderteilmodell herum eingegossen wird.
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    10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein wiederverwendbarer Leisten-Fersenteil vorgesehen wird und daß der Fersenteil gelenkig mit dem Leisten-Vorderteil verbunden wird.
    11. Gießform zur Herstellung des Vorderteils eines Leisten für die Schuhherstellung, bestehend aus einem Vorderteil und einem damit gelenkig verbundenen Fersenteil, gekennzeichnet durch mindestens zwei miteinander zusammenwirkende Teile, die zwischen sich einen Formraum mit einem ersten Abschnitt, welcher dem Vorderteil des Leisten von seinem Scharnier- bzw. Gelenkende zur Ballenlinie über den breitesten Teil des Leisten-Vorderteils hinweg komplementär ist und welcher eine vorbestimmte, zur Verwendung bei verschiedenen Schuhformen geeignete Konfiguration besitzt, urxi einen anschließenden zweiten Abschnitt festlegen, der größer ist als der Zehenteil des Leisten.
    12. Wiederverwendbarer Zwischenmodellteil zur Herstellung des Vorderteils eines Leisten für die Schuhherstellung, bestehend aus einem Vorderteil und einem damit gelenkig verbundenen Fersenteil, dadurch gekennzeichnet, daß an ihm ein Zehenteil abnehmbar anbringbar ist,
    15. Zwischenmodellteil nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch einen Anbauansatz, der in eine komplementäre oder aufsteckbare Anbauausbildung einzugreifen vermag.
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