DE10101382C2 - Haarbehandlungsmittel mit Gehalt an Celluloseestern und Ethylenoxid/Propylenoxid Copolymeren - Google Patents
Haarbehandlungsmittel mit Gehalt an Celluloseestern und Ethylenoxid/Propylenoxid CopolymerenInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung sind Haarbehandlungsmittel, insbe
sondere Haarstylingmittel mit einem Gehalt an mindestens
einem Celluloseester und mindestens einem Ethylenoxid/
Propylenoxid Copolymer.
Um dem menschlichen Haar Festigung und Halt zu geben oder um
eine erstellte Frisur zu stabilisieren, werden Haarbehand
lungsmittel in Form von Festigerlotionen, Aerosol- und Non-
Aerosolsprays, Aerosol- und Non-Aerosolschäumen oder Gelen
eingesetzt. Die für diese Zwecke üblicherweise verwendeten
kosmetischen, haarfestigenden Polymere zeigen in wässrigen,
alkoholischen oder wässrig-alkoholischen Medien gute Festi
gungseigenschaften, die nach der Anwendung mehr oder weniger
gut die Haare in Form halten und festigen und die erstellte
Frisur stabilisieren. Häufig ist dabei aber entweder die
Festigung nicht ausreichend oder die Haare erhalten einen
unerwünschten, unnatürlichen, rauhen oder starren, unflexi
blen Griff oder es besteht die Gefahr der Bildung von uner
wünschten, sichtbaren, weißen Rückständen auf dem Haar. Bei
einem Einsatz in Form von Haarsprays kommt es auf ein optima
les Tröpfchengrößenspektrum an. Zu kleine Tropfen sind aus
gesundheitlichen Gründen wegen der Lungengängigkeit zu
vermeiden, zu große Tropfen führen insbesondere bei wasser
haltigen Sprays zu einer zu starken Anfeuchtung des Haares
und zu unerwünscht langen Trockenzeiten.
Aus der JP 48-24,258 B4 und aus der WO 99/59532 A1 sind Haar
behandlungsmittel bekannt mit einem Gehalt an Celluloseestern
wie z. B. Celluloseacetophtalat. Es hat sich herausgestellt,
dass Celluloseester enthaltende Haarbehandlungsmittel einige
unbefriedigende Eigenschaften aufweisen. So fühlen sich damit
behandelte Haare rauh an und haben einen unnatürlichen Griff.
Es bilden sich sichtbare, weisse Rückstände auf dem Haar. Bei
einer Verwendung in Form von Haarsprays ist der Anteil von
relativ großen Tropfen im Tröpfchengrößenspektrum zu hoch. Es
bestand daher die Aufgabe, Celluloseester enthaltende Haar
behandlungsmittel weiter zu verbessern.
Es wurde nun gefunden, dass die Aufgabe gelöst wird durch eine
Kombination von Celluloseestern mit aus Ethylenoxid- und
Propylenoxideinheiten aufgebauten Copolymeren. Gegenstand der
Erfindung sind daher Haarbehandlungsmittel mit einem Gehalt an
- A) mindestens einem Celluloseester und
- B) mindestens einem Ethylenoxid/Propylenoxid Copolymer.
Der Gehalt an Celluloseestern beträgt typischerweise von 0,1
bis 20 Gew.-%, vorzugsweise von 0,4 bis 10 Gew.-%. Der Gehalt
an Ethylenoxid/Propylenoxid Copolymeren beträgt typischer
weise von 0,01 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 0,1 bis 5 Gew.-%.
Das Gewichtsverhältnis von Celluloseestern zu Ethylen
oxid/Propylenoxid Copolymeren beträgt vorzugsweise von 5 : 1
bis 1 : 1, besonders bevorzugt von 4 : 1 bis 2 : 1.
Bei den einsetzbaren Celluloseestern handelt es sich um an
sich bekannte Verbindungen. Geeignete Celluloseester sind
beispielsweise anionische, teilweise oder vollständig
neutralisierte Carbonsäurefunktionen enthaltende Cellulose
ester. Diese Verbindungen können teilneutralisiert (z. B. zu
10 bis 80%) als wässrige Dispersionen (Pseudo-Latex) oder
vollständig neutralisiert als wässrige Lösungen eingesetzt
werden. Geeignet sind z. B. Celluloseacetophtalat, Cellulose
phtalat, Celluloseacetylsuccinat, Cellulosepropionylsuccinat,
Cellulosebuturylsuccinat, Celluloseacetopropionylsuccinat,
Celluloseacetobutyrylsuccinat, Celluloseacetyltrimellitat,
Cellulosepropionyltrimellitat, Cellulosebutyryltrimellitat,
Acetopropionyltrimellitat, Celluloseacetobutyryltrimellitat
und Hydroxypropylmethylcellulosephtalat.
In einer bevorzugten Ausführungsform werden die Cellulose
ester entweder vollständig neutralisiert oder zumindest
soweit neutralisiert, dass sie wasserlöslich sind. Geeignete
Neutralisationsmittel sind insbesondere Alkalihydroxide wie
Natrium- oder Kaliumhydroxid oder Aminoalkohole wie 2-Amino-
2-mehtyl-1-propanol (AMP), Triethanolamin, Triisopropanol
amin, Monoethanolamin, Diethanolamin, Tri-(2-hydroxy-1-
propyl)amin, 2-Amino-2-methyl-2-propan-1,3-diol oder 2-Amino-
2-hydroxymethyl-propan-1,3-diol.
Geeignete nichtionische Celluloseester sind beispielsweise
Celluloseacetat, Cellulosepropionat, Cellulosebutyrat,
Celluloseacetobutyrat und Celluloseacetopropionat.
Geeignete Ethylenoxid/Propylenoxid Copolymere sind solche
Block-Copolymere der allgemeinen Formel
HO-(CH2CH2O)x-(CH(CH3)CH2O)y-(CH2CH2O)z-H
wobei x eine Zahl von 2 bis 130, vorzugsweise 45 bis 100, y
eine Zahl von 10 bis 70, vorzugsweise 20 bis 35 und z eine
Zahl von 2 bis 130, vorzugsweise von 45 bis 100 bedeuten.
Diese Verbindungen haben die INCI-Bezeichnung Poloxamer,
insbesondere Poloxamer 101, Poloxamer 105, Poloxamer 108,
Poloxamer 122, Poloxamer 123, Poloxamer 124, Poloxamer 181,
Poloxamer 182, Poloxamer 183, Poloxamer 184, Poloxamer 185,
Poloxamer 188, Poloxamer 212, Poloxamer 215, Poloxamer 217,
Poloxamer 231, Poloxamer 234, Poloxamer 235, Poloxamer 237,
Poloxamer 238, Poloxamer 282, Poloxamer 284, Poloxamer 288,
Poloxamer 331, Poloxamer 333, Poloxamer 334, Poloxamer 335,
Poloxamer 338, Poloxamer 401, Poloxamer 402, Poloxamer 403,
Poloxamer 407. Besonders bevorzugt ist Poloxamer 188, ein
Copolymer der oben genannten allgemeinen Formel mit x = 75, y
= 30 und z = 75.
Eine bevorzugt eingesetzte Polymerkombination ist das
Handelsprodukt Aquacoat® CPD 30, eine wässrige Dispersion
enthaltend 27 Gew.-% Celluloseacetophtalat und 7 Gew.-%
Poloxamer 188.
In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungs
gemäße Mittel mindestens ein zusätzliches filmbildendens
Polymer. Dieses kann in Mengen von 0,01 bis 15 Gew.-%, vor
zugsweise 0,5 bis 10 Gew.-% eingesetzt werden. Das zusätzli
che filmbildende Polymer kann nichtionisch, kationisch,
anionisch, zwitterionisch oder amphoter sein, wobei die
nichtionischen, anionischen und amphoteren Polymere wegen
ihrer besseren Verträglichkeit bevorzugt sind. Bevorzugt
sind insbesondere solche Polymere, die eine ausreichende
Löslichkeit in Alkohol oder Wasser/Alkohol-Gemischen
besitzen, um in dem erfindungsgemäßen Mittel in vollständig
gelöster Form vorzuliegen. Unter filmbildenden Polymeren
werden erfindungsgemäß solche Polymere verstanden, die bei
Anwendung in 0,01 bis 5%iger wässriger, alkoholischer oder
wässrig-alkoholischer Lösung in der Lage sind, nach dem
Trocknen auf dem Haar einen Polymerfilm abzuscheiden.
Geeignete synthetische, nichtionische filmbildende, haar
festigende Polymere sind Homo- oder Copolymere, die aus
mindestens einem der folgenden Monomere aufgebaut sind:
Vinylpyrrolidon, Vinylcaprolactam, Vinylester (z. B. Vinyl
acetat), Vinylalkohol, Acrylamid, Methacrylamid, Alkyl- und
Dialkylacrylamid, Alkyl- und Dialkylmethacrylamid, Alkyl
acrylat, Alkylmethacrylat, Propylenglykol oder Ethylen
glykol, wobei die Alkylgruppen dieser Monomere vorzugsweise
C1- bis C7-Alkylgruppen, besonders bevorzugt C1- bis C3-
Alkylgruppen sind.
Geeignet sind z. B. Homopolymere des Vinylcaprolactams, des
Vinylpyrrolidons oder des N-Vinylformamids. Weitere geeignete
synthetische filmbildende, nichtionische, haarfestigende
Polymere sind z. B. Copolymerisate aus Vinylpyrrolidon und
Vinylacetat, Terpolymere aus Vinylpyrrolidon, Vinylacetat und
Vinylpropionat, Polyacrylamide, Polyvinylalkohole. Geeignete
natürliche filmbildende Polymere sind z. B. Hydroxyalkyl
cellulosen oder Hydroxyalkylguar, wobei die Alkylgruppen 1
bis 4 C-Atome aufweisen, z. B. Hydroxypropylcellulose oder
Hydroxypropylguar. Besonders bevorzugt sind Polyvinylpyrroli
don und Polyvinylpyrrolidon/Vinylacetat Copolymere.
Geeignete anionische Polymere sind solche Polymere, welche
Säuregruppen wie z. B. Carbonsäure-, Sulfonsäure- oder
Phosphorsäuregruppen enthalten, welche mittels üblicher Basen
wie z. B. organischer Amine oder Alkali- oder Erdalkali
hydroxide teilweise oder vollstänidg deprotoniert sind. Die
Säuregruppen sind vorzugsweise zu 50 bis 100%, besonders
bevorzugt zu 70 bis 100% neutralisiert. Als Neutralisations
mittel können organische oder anorganische Basen verwendet
werden. Beispiele für Basen sind insbesondere Aminoalkanole
wie z. B. Aminomethylpropanol (AMP), Triethanolamin oder
Monoethanolamin, aber auch Ammoniak, NaOH, KOH u. a.
Das anionische Polymer kann ein Homo- oder Copolymer mit
Säuregruppen enthaltenden Monomereinheiten auf natürlicher
oder synthetischer Basis sein, welches gegebenenfalls mit
Comonomeren, die keine Säuregruppen enthalten, copolymeri
siert ist. Als Säuregruppen sind die Carbonsäuregruppen
bevorzugt. Geeignete Säuregruppen enthaltende Monomere sind
beispielsweise Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure,
Maleinsäure bzw. Maleinsäureanhydrid, welches nach Polymeri
sation hydrolysiert oder teilverestert wird, Maleinsäure
monoester, insbesondere die Mono-C1-C7-alkylester der Male
insäure sowie Aldehydocarbonsäuren oder Ketocarbonsäuren.
Nicht mit Säuregruppen substituierte Comonomere sind z. B.
Acrylamid, Methacrylamid, Alkyl- und Dialkylacrylamid,
Alkyl- und Dialkylmethacrylamid, Alkylacrylat, Alkylmeth
acrylat, Vinylcaprolacton, Vinylpyrrolidon, Vinylester,
Vinylalkohol, Propylenglykol oder Ethylenglykol, aminsubsti
tuierte Vinylmonomere wie z. B. Dialkylaminoalkylacrylat,
Dialkylaminoalkylmethacrylat, Monoalkylaminoalkylacrylat und
Monoalkylaminoalkylmethacrylat, wobei die Alkylgruppen
dieser Monomere vorzugsweise C1- bis C7-Alkylgruppen,
besonders bevorzugt C1- bis C3-Alkylgruppen sind.
Geeignete Polymere mit Säuregruppen sind insbesondere
unvernetzte oder mit polyfunktionellen Agenzien vernetzte
Homopolymere der Acrylsäure oder der Methacrylsäure, Copoly
mere der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Monomeren ausge
wählt aus Acrylsäure- oder Methacrylsäureestern, Acryl
amiden, Methacrylamiden und Vinylpyrrolidon, Homopolymere
der Crotonsäure sowie Copolymere der Crotonsäure mit
Monomeren ausgewählt aus Vinylestern, Acrylsäure- oder
Methacrylsäureestern, Acrylamiden und Methacrylamiden. Ein
geeignetes natürliches Polymer ist beispielsweise Schellack.
Bevorzugte Polymere mit Säuregruppen sind vernetzte oder
unvernetzte Vinylacetat/Crotonsäure Copolymere (INCI-
Bezeichnung: VA/Crotonates Copolymer), Vinylacetat/Croton
säure/Vinylalkanoat Copolymere (INCI-Bezeichnungen: VA/
Crotonates/Vinyl Propionate Copolymer, VA/Crotonates/Vinyl
Neodecanoate Copolymer), Copolymere aus ein oder mehreren
C1-C5-Alkylacrylaten, insbesondere C2-C4-Alkylacrylaten und
Acrylsäure oder Methacrylsäure (INCI-Bezeichnung: Acrylates
Copolymer), Terpolymere aus Acrylsäure, Alkylacrylat und N-
Alkylacrylamid, insbesondere Acrylsäure/Ethylacrylat/N-t-
Butylacrylamid Terpolymere (INCI-Bezeichnung: Acrylates/
Acrylamide Copolymer), Copolymere aus Methylvinylether und
Maleinsäuremonoalkylestern (INCI-Bezeichnungen: Ethylester
of PVM/MA Copolymer, Butylester of PVM/MA Copolymer).
Geeignete kationische Polymere enthalten Amingruppen, welche
vorzugsweise nicht protoniert oder quaternisiert sind. Die
kationischen Polymere können Homo- oder Copolymere sein,
wobei die Amingruppen entweder in der Polymerkette oder
vorzugsweise als Substituent an einem oder mehreren der
Monomeren enthalten sind. Geeignete Monomere sind unge
sättigte, radikalisch polymerisierbare Verbindungen, welche
mindestens eine Amingruppe tragen, insbesondere aminsubsti
tuierte Vinylmonomere wie z. B. aminsubstituierte Acryl- und
Methacrylsäureester sowie aminsubstituierte Acryl- und
Methacrylamide. Geeignet sind Dialkylaminoalkylmethacrylat,
Dialkylaminoalkylacrylat, Dialkylaminoalkylmethacrylamid und
Dialkylaminoalkylacrylamid, wobei die Alkylgruppen aus 1 bis
7 C-Atomen, vorzugsweise aus 1 bis 4 C-Atomen bestehen.
Besonders bevorzugt sind Dimethylaminoethylmethacrylat oder
Dimethylaminopropylmethacrylamid.
Die Amingruppen enthaltenden Monomere können mit nicht
basischen, nichtionischen Monomeren copolymerisiert sein.
Geeignete Comonomere sind z. B. Acrylamid, Methacrylamid,
Alkyl- und Dialkylacrylamid, Alkyl- und Dialkylmethacryl
amid, Alkylacrylat, Alkylmethacrylat, Vinylcaprolacton,
Vinylcaprolactam, Vinylpyrrolidon, Vinylester (z. B. Vinyl
acetat), Vinylalkohol, Propylenglykol oder Ethylenglykol,
wobei die Alkylgruppen dieser Monomere vorzugsweise C1- bis
C7-Alkylgruppen, besonders bevorzugt C1- bis C3-Alkylgruppen
sind.
Von den kationischen Polymeren, die in dem erfindungsgemäßen
Mittel enthalten sein können, ist z. B. das Handelsprodukt
Gaffix® VC 713, ein Terpolymer aus Vinylpyrrolidon,
Dimethylaminoethylmethacrylat und Vinylcaprolactam geeignet.
Geeignete amphotere Polymere können Homo- oder Copolymere
sein, welche sowohl kationische oder kationisierbare Amin-
bzw. Ammoniumgruppen als auch anionische oder anionisierbare
Säuregruppen enthalten, wobei die kationischen bzw. kationi
sierbaren Gruppen entweder in der Polymerkette oder vorzugs
weise als Substituent an einem oder mehreren der Monomeren
enthalten sind. Das amphotere Polymer kann mit neutralen Co
monomeren copolymerisiert sein, die weder kationische bzw.
kationisierbare Gruppen noch anionische bzw. anionisierbare
Gruppen enthalten. Derartige neutrale Comonomere sind z. B.
Acrylamid, Methacrylamid, Alkyl- und Dialkylacrylamid,
Alkyl- und Dialkylmethacrylamid, Alkylacrylat, Alkylmeth
acrylat, Vinylcaprolacton, Vinylpyrrolidon, Vinylester,
Vinylalkohol, Propylenglykol oder Ethylenglykol, wobei die
Alkylgruppen dieser Monomere vorzugsweise C1- bis C7-Alkyl
gruppen, besonders bevorzugt C1- bis C3-Alkylgruppen sind.
Das amphotere Polymer kann ein Copolymer sein, welches
gebildet ist aus mindestens einer ersten Monomerart, welche
mindestens eine neutralisierte oder nicht neutralisierte
Säuregruppe aufweist und mindestens einer zweiten Monomerart,
welche mindestens eine neutralisierte oder nicht neutrali
sierte basische Gruppe aufweist. Geeignete Monomere des
amphoteren Polymers, welche Säuregruppen aufweisen, sind
ungesättigte, radikalisch polymerisierbare Verbindungen,
welche mindestens eine Säuregruppe, z. B. eine Carbonsäure
gruppe tragen, insbesondere Carboxyvinylmonomere wie z. B.
Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure oder Maleinsäure
bzw. deren Monoester, von denen Acrylsäure und Methacryl
säure bevorzugt sind. Geeignete Monomere des amphoteren
Polymers, welche neutralisierte oder nicht neutralisierte
basische Gruppen aufweisen, sind ungesättigte, radikalisch
polymerisierbare Verbindungen, welche mindestens eine
neutralisierte oder nicht neutralisierte basische Gruppe
tragen. Als basische Gruppen kommen insbesondere primäre,
sekundäre oder tertiäre Amine in Betracht, wobei das N-Atom
auch Teil eines Ringes sein kann. Beispiele für derartige
geeignete amphotere Copolymere sind Copolymere gebildet aus
Alkylacrylamid (insbesondere Octylacrylamid), Alkylamino
alkylmethacrylat (insbesondere t-Butylaminoethylmethacrylat)
und zwei oder mehr Monomeren bestehend aus Acrylsäure, Meth
acrylsäure und deren Ester, wobei mindestens eines der Mono
mere eine Säuregruppe trägt. Entsprechende Handelsprodukte
sind Amphomer® oder Amphomer® LV-71.
Das amphotere Polymer kann auch ein Copolymer sein, welches
gebildet ist aus mindestens einer ersten Monomerart, welche
quaternäre Amingruppen aufweist und mindestens einer zweiten
Monomerart, welche Säuregruppen aufweist oder das amphotere
Polymer kann Monomere enthalten, welche sowohl quaternäre
Amingruppen als auch Säuregruppen enthalten wie z. B. Monomere
mit zwitterionischen Gruppen wie z. B. Carboxybetain- oder
Sulfobetaingruppen. Geeignete Monomere eines amphoteren
Copolymers, welche quaternäre Amingruppen aufweisen, sind
ungesättigte, radikalisch polymerisierbare Verbindungen,
welche mindestens eine quaternäre Amingruppe tragen, insbe
sondere ammoniumsubstituierte Vinylmonomere oder quaterni
sierte Derivate von Carboxyvinylmonomeren wie z. B. quaterni
sierte Acrylamide oder Methacrylamide. Beispiele hierfür
sind Acrylamidoalkyltrialkylammoniumhalogenide oder Meth
acrylamidoalkyltrialkylammoniumhalogenide, Trialkylmeth
acryloxyalkylammoniumhalogenide, Trialkylacryloxyalkyl
ammoniumhalogenide, Dialkyldiallylammoniumhalogenide oder
quaternäre Vinylammoniummonomere mit cyclischen, kationische
Stickstoffe enthaltenden Gruppen wie Pyridinium oder Imida
zolium, z. B. Alkylvinylimidazolium oder Alkylvinylpyridi
nium. Die Alkylgruppen dieser Monomere sind vorzugsweise
niedere Alkylgruppen wie z. B. C1- bis C7-Alkylgruppen,
besonders bevorzugt C1- bis C3-Alkylgruppen. Bevorzugt sind
Acrylamidopropyltrimethylammoniumchlorid und Methacrylamido
propyltrimethylammoniumchlorid. Beispiele für derartige, als
amphotere Polymere geeignete Copolymere sind Copolymere von
Acrylsäure, Methylacrylat und Methacrylamidopropyltrimethyl
ammoniumchlorid (INCI-Bezeichnung: Polyquaternium-47), z. B.
das Handelsprodukt Merquat® 2001, Copolymere aus Acrylamido
propyltrimethylammoniumchlorid und Acrylaten oder Copolymere
aus Acrylamid, Acrylamidopropyltrimethylammoniumchlorid, 2-
Amidopropylacrylamidsulfonat und Dimethylaminopropylamin
(INCI-Bezeichnung: Polyquaternium-43).
Geeignete Monomere mit zwitterionischen Gruppen enthalten
die funktionelle Gruppe -NRR'+-Z-COO-, wobei R und R' unab
hängig voneinander Alkylgruppen mit 1 bis 24, vorzugsweise 1
bis 4 C-Atomen oder einen Benzylrest und Z eine Alkylen
gruppe mit 1 bis 24, vorzugsweise 1 bis 3 C-Atomen bedeuten,
wobei die Reste R und R' so verbunden sein können, dass sie
einen das N-Atom enthaltenden Ring bilden, welcher vorzugs
weise 6-gliedrig ist. Ein bevorzugtes Monomer ist Methacryl
oylethylbetain. Beispiele für derartige amphotere Polymere
mit Betaingruppen tragenden Monomeren sind Copolymere aus
Methacryloylethylbetain und zwei oder mehr Monomeren von
Acrylsäure oder deren einfachen Estern und sind bekannt unter
der INCI-Bezeichnung Methacryloyl Ethyl Betaine/Acrylates
Copolymer. Geeignete Polymere werden unter der Handelsbe
zeichnung DIAFORMER® von der Firma Clariant vertrieben,
insbesondere die Typen Z-301, Z-400, Z-AT, Z-SM und Z-W.
Geeignet sind auch die in der JP 10-29919 oder in der JP 10-
25344 beschriebenen zwitterionischen amphoteren Polymere.
Das erfindungsgemäße Mittel wird bevorzugt in einem wäss
rigen, einem alkoholischen oder in einem wässrig-alkoho
lischen Medium mit vorzugsweise mindestens 10 Gew.-% Wasser
konfektioniert. Als Alkohole können insbesondere die für
kosmetische Zwecke üblicherweise verwendeten niederen
Alkohole mit 1 bis 4 C-Atomen, z. B. Ethanol und Isopropanol
enthalten sein. Das erfindungsgemäße Mittel kann in einem
pH-Bereich von 2,0 bis 9,5 vorliegen. Besonders bevorzugt
ist der pH-Bereich zwischen 4 und 8. Als zusätzliche Co-
Solventien können organische Lösungsmittel oder ein Gemisch
aus Lösungsmitteln mit einem Siedepunkt unter 400°C in einer
Menge von 0,1 bis 15 Gew.-% bevorzugt von 1 bis 10 Gew.-%
enthalten sein. Besonders geeignet als zusätzliche Co-Sol
ventien sind unverzweigte oder verzweigte Kohlenwasserstoffe
wie Pentan, Hexan, Isopentan und cyclische Kohlen
wasserstoffe wie Cyclopentan und Cyclohexan. Weitere, beson
ders bevorzugte wasserlösliche Lösungsmittel sind Glycerin,
Ethylenglykol und Propylenglykol bis 30 Gew.-%.
Das erfindungsgemäße Mittel kann darüber hinaus die für
Haarbehandlungsmittel üblichen Zusatzbestandteile enthalten,
z. B. Netzmittel oder Emulgatoren aus den Klassen der nichtionischen,
anionischen, kationischen oder amphoteren ober
flächenaktiven Tenside in einer Menge von 0,1 bis 15 Gew.-%;
Feuchthaltemittel; Parfümöle in einer Menge von 0,1 bis 0,5 Gew.-%;
Trübungsmittel, wie z. B. Ethylenglykoldistearat, in
einer Menge von etwa 0,2 bis 5,0 Gew.-%; Perlglanzmittel, wie
z. B. ein Gemisch aus Fettsäuremonoalkylolamid und Ethylen
glykoldistearat, in einer Menge von etwa 1,0 bis 10 Gew.-%;
bakterizide und fungizide Wirkstoffe wie z. B. 2,4,4-Tri
chlor-2-hydroxydiphenylether oder Methylchlorisothiazolion,
in einer Menge von 0,01 bis 1,0 Gew.-%; Verdickungsmittel,
z. B. Kokosfettsäurediethanolamid, in einer Menge von etwa
0,2 bis 3,0 Gew.-%, Puffersubstanzen, z. B. Natriumcitrat oder
Natriumphosphat, in einer Menge von 0,1 bis 1,0 Gew.-%;
Anfärbestoffe, z. B. Fluorescein Natriumsalz, in einer Menge
von etwa 0,1 bis 1,0 Gew.-%; Pflegestoffe, z. B. Pflanzen- und
Kräuterextrakte, Protein- und Seidenhydrolysate, Lanolin
derivate, in einer Menge von 0,1 bis 5 Gew.-%; physiologisch
verträgliche Silikonderivate, z. B. flüchtige oder nicht
flüchtige Silikonöle oder hochmolekulare Siloxanpolymere in
einer Menge von 0,05 bis 20 Gew.-%; Lichtschutzmittel, Anti
oxidantien, Radikalfänger, Antischuppenwirkstoffe, in einer
Menge von etwa 0,01 bis 2 Gew.-%; Fettalkohole, Glanzgeber,
Vitamine, Weichmacher, Kämmbarkeitsverbesserer, rückfettende
Agenzien und Entschäumer.
Das erfindungsgemäße Mittel kann in verschiedenen Applika
tionsformen Anwendung finden, z. B. als Lotion, als Non-
Aerosol Haarspray, welches mittels einer mechanischen
Vorrichtung zum Versprühen zum Einsatz kommt, als Aerosol-
Spray welches mittels eines Treibmittels versprüht wird, als
Aerosol-Schaum oder als Non-Aerosol Schaum, welcher in
Kombination mit einer geeigneten mechanischen Vorrichtung
zum Verschäumen der Zusammensetzung vorliegt, als Haargel,
als Flüssiggel, als versprühbares Gel oder als Schaumgel.
Wenn das erfindungsgemäße Haarbehandlungsmittel in Form
einer Haarlotion vorliegt, so liegt es als im wesentlichen
nicht-viskose oder gering viskose, fließfähige Lösung,
Dispersion oder Emulsion mit einem Gehalt an mindestens 10 Gew.-%,
vorzugsweise 20 bis 95 Gew.-% eines kosmetisch
verträglichen Alkohols sowie 0 bis 89, vorzugsweise 4 bis 79 Gew.-%
Wasser vor. Als Alkohole können insbesondere die für
kosmetische Zwecke üblicherweise verwendeten niederen
Alkohole mit 1 bis 4 C-Atomen, z. B. Ethanol und Isopropanol
verwendet werden.
Wenn das erfindungsgemäße Haarbehandlungsmittel in Form eines
Aerosolsprays vorliegt, so enthält es zusätzlich 15 bis 85 Gew.-%,
bevorzugt 25 bis 75 Gew.-% eines Treibmittels und wird
in eine druckfeste Verpackung aus Metall (z. B. Weissblech
oder Aluminium) oder aus einem druckfesten Kunststoff abge
füllt und mit einem üblichen, geeigneten Sprühsystem (Sprüh
kopf) versehen. Als Treibmittel sind niedere Alkane, z. B. n-
Butan, i-Butan und Propan, oder auch deren Gemische sowie
Dimethylether oder Fluorkohlenwasserstoffe wie F 152a (1,1-
Difluorethan) oder F 134 (Tetrafluorethan) sowie ferner bei
den in Betracht kommenden Drücken gasförmig vorliegende
Treibmittel, wie N2, N2O und CO2 sowie Gemische der
vorstehend genannten Treibmittel geeignet.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform ist ein wasser
haltiges Aerosol-Haarspray mit einem reduzierten Gehalt (d. h.
maximal 55 Gew.-%) an leicht flüchtigen organischen Bestand
teilen, den sogenannten VOC's (volatile organic compounds).
Hierzu zählen u. a. die Kohlenwasserstofftreibgase, Dimethyl
ether und die niederen Alkohole wie Ethanol und Isopropanol.
Eine hierfür geeignete Zusammensetzung enthält
- A) 0,1 bis 10 Gew.-% mindestens eines Celluloseesters,
- B) 0,01 bis 5 Gew.-% mindestens eines Ethylenoxid/Propylen oxid Copolymers,
- C) 10 bis 40 Gew.-% mindestens eines C2- bis C4-Alkohols,
- D) 10 bis 60 Gew.-% Wasser und
- E) 10 bis 45 Gew.-% mindestens eines Aerosol-Treibmittels, vorzugsweise Dimethylether,
wobei die Summe der Komponenten (C) und (E) vorzugsweise
kleiner oder gleich 55 Gew.-% beträgt.
Wenn das erfindungsgemäße Haarbehandlungsmittel in Form
eines versprühbaren Non-Aerosol Haarsprays vorliegt, so wird
es mit Hilfe einer geeigneten mechanisch betriebenen Sprüh
vorrichtung versprüht. Unter mechanischen Sprühvorrichtungen
sind solche Vorrichtungen zu verstehen, welche das
Versprühen einer Zusammensetzung ohne Verwendung eines
Treibmittels ermöglichen. Als geeignete mechanische Sprüh
vorrichtung kann beispielsweise eine Sprühpumpe oder ein mit
einem Sprühventil versehener elastischer Behälter, in dem
das erfindungsgemäße kosmetische Mittel unter Druck abge
füllt wird, wobei sich der elastische Behälter ausdehnt und
aus dem das Mittel infolge der Kontraktion des elastischen
Behälters bei Öffnen des Sprühventils kontinuierlich
abgegeben wird, verwendet werden.
Wenn das erfindungsgemäße Haarbehandlungsmittel in Form
eines Aerosol-Haarschaumes (Mousse) vorliegt, so enthält es
mindestens eine übliche, hierfür bekannte schaumgebende
Substanz, z. B. ein schaumbildendes Tensid oder ein schaum
bildendes Polymer. Das Mittel wird mit Hilfe von den oben
genannten Treibgasen verschäumt und als Schaum in das Haar
eingearbeitet und ohne Ausspülen im Haar belassen. Ein
erfindungsgemäßes Produkt besteht aus einer druckfesten
Verpackung aus Metall (z. B. Weissblech oder Aluminium) oder
aus einem druckfesten Kunststoff, die mit einer handels
üblichen Vorrichtung zum Verschäumen der Zusammensetzung
(Schaumkopf) versehen ist und in die eine erfindungsgemäße
Zusammensetzung mit 1 bis 20, vorzugsweise 2 bis 10 Gew.-%
Treibmittel abgefüllt ist.
Wenn das erfindungsgemäße Haarbehandlungsmittel in Form
eines Non-Aerosol Haarschaumes (Pumpschaum) vorliegt, so
enthält es mindestens eine übliche, hierfür bekannte schaum
gebende Substanz, z. B. ein schaumbildendes Tensid oder ein
schaumbildendes Polymer. Das Mittel wird ohne Hilfe von
Treibgasen mittels einer mechanischen Vorrichtung zum
Verschäumen der Zusammensetzung auf. Hierfür kann ein
handelsüblicher Pumpschäumer verwendet werden.
Wenn das erfindungsgemäße Haarbehandlungsmittel in Form
eines Haargels vorliegt, so enthält es zusätzlich mindestens
einen gelbildenden Verdicker in einer Menge von vorzugsweise
0,05 bis 20, besonders bevorzugt von 0,1 bis 10 Gew.-%. Die
Viskosität des Gels beträgt vorzugsweise von 500 bis 50 000 mPa.s,
besonders bevorzugt von 1000 bis 15 000 mPa.s
(gemessen mit dem Viskosimeter Haake VT550 der Firma Haake,
Meßsystem SVDIN bei einer Temperatur von 25°C und einem
Schergefälle von 50 s-1). Geeignete gelbildende Substanzen
sind z. B. vernetzte Acrylsäurepolymere (Carbomere),
insbesondere Carbopole® oder solche vom Typ Acrisint®,
Copolymere aus Acrylsäure und Acrylamid, vernetzte Copoly
mere aus Acrylaten und C10- bis C30-Alkylacrylaten (INCI-
Bezeichnung Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylates Crosspolymer,
z. B. Pemulen® TR1, Carbopol® 1342), Copolymere aus Acrylaten
und ethoxylierten Itaconsäure-C8- bis C20-alkylestern (INCI:
Acrylates/Steareth-20 Itaconate Copolymer, Structure 2001;
INCI: Acrylates/Ceteth-20 Itaconate Copolymer, Structure
3001). Geeignet sind auch Verdicker auf natürlicher Basis wie
Xanthan Gum, Guar Gum, Sclerotium Gum, Carboxymethylcellulo
sen oder Hydroxyalkylcellulosen, z. B. Hydroxyethyl- oder
Hydroxypropylcellulose.
Wie die nachfolgenden Vergleichsbeispiele zeigen, bewirkt der
Zusatz von Polyethylenoxid/Polypropylenoxid Copolymeren zu
Celluloseester enthaltenden Haarsprays eine optimierte Tröpf
chengrößenverteilung, Vermeidung von sichtbaren Rückständen
auf dem Haar und einen verbesserten Griff des Haares. Daher
ist Gegenstand der Erfindung auch die Verwendung von
Ethylenoxid/Propylenoxid Copolymeren zur Verbesserung der
Sprüheigenschaften, zur Verbesserung der Filmbildungseigen
schaften oder zur Verbesserung der haarfestigenden Eigen
schaften von filmbildende Polymere enthaltenden Haarsprays.
Die nachfolgenden Beispiele sollen den Gegenstand der Erfin
dung näher erläutern. Die angegebenen Polymergehalte
beziehen sich jeweils auf den Feststoffgehalt.
Es wurden die drei in Tabelle 1 aufgeführten
Zusammensetzungen untersucht.
65 Gew.-% der Zusammensetzungen wurden mit 35 Gew.-% Dimethyl
ether in Aerosolspraydosen abgefüllt. Es wurden Perücken
köpfe mit Naturhaar besprüht. Die hierbei gemachten
Beobachtungen sind in Tabelle 2 ausgewertet.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Zusatz eines Polyethylen
oxid/Polypropylenoxid Copolymers eine Verbesserung hinsicht
lich Tröpfchengrößenverteilung, Feuchtigkeit des Sprays,
Griff der Haare und sichtbarer Rückstände auf den Haaren
bewirkt, ohne die Festigungsleistung zu beeinträchtigen.
Die Zusammensetzung wird im Gewichtsverhältnis 84,3 zu 7,3
mit Propan/Butan (4,8 bar) in Aerosolschaumdosen abgefüllt,
welche mit einem Aerosolschaumkopf versehen werden.
Die Wirkstofflösung wird zusammen mit dem Treibmittel in
eine Aerosolspraydose abgefüllt.
Die Wirkstofflösung wird zusammen mit dem Treibmittel in
eine Aerosolspraydose abgefüllt.
Die Wirkstofflösung wird zusammen mit dem Treibmittel in
eine Aerosolspraydose abgefüllt.
Die Zusammensetzung wird in eine Pumpschaumverpackung
abgefüllt und mit einem mechanisch zu betreibenden
Pumpschäumer versehen.
Claims (9)
1. Haarbehandlungsmittel in Form einer Lotion, eines Non-
Aerosol Haarsprays, eines Aerosol-Haarsprays, eines
Aerosol-Haarschaumes, eines Non-Aerosol Haarschaumes oder
in Form eines Haargels mit einem Gehalt an
- A) mindestens einem Celluloseester und
- B) mindestens einem Ethylenoxid/Propylenoxid Copolymer.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der
oder die Celluloseester ausgewählt sind aus anionischen,
teilweise oder vollständig neutralisierte Carbonsäure
funktionen enthaltenden Celluloseestern und aus nicht
ionischen Celluloseestern, wobei die Carbonsäurefunktio
nen enthaltenden Celluloseester ausgewählt sind aus
Celluloseacetophtalat, Cellulosephtalat, Celluloseacetyl
succinat, Cellulosepropionylsuccinat, Cellulosebuturyl
succinat, Celluloseacetopropionylsuccinat, Cellulose
acetobutyrylsuccinat, Celluloseacetyltrimellitat, Cellu
losepropionyltrimellitat, Cellulosebutyryltrimellitat,
Acetopropionyltrimellitat und Celluloseacetobutyryltri
mellitat und wobei die nichtionischen Celluloseester
ausgewählt sind aus Celluloseacetat, Cellulosepropionat,
Cellulosebutyrat, Celluloseacetobutyrat und Cellulose
acetopropionat.
3. Mittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der
Celluloseester ein Celluloseacetophtalat ist.
4. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass das Ethylenoxid/Propylenoxid
Copolymer ein Blockpolymer der allgemeinen Formel
HO-(CH2CH2O)x-(CH(CH3)CH2O)y-(CH2CH2O)z-H
ist, wobei x eine Zahl von 2 bis 130, y eine Zahl von 10 bis 70 und z eine Zahl von 2 bis 130 bedeuten.
HO-(CH2CH2O)x-(CH(CH3)CH2O)y-(CH2CH2O)z-H
ist, wobei x eine Zahl von 2 bis 130, y eine Zahl von 10 bis 70 und z eine Zahl von 2 bis 130 bedeuten.
5. Mittel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Celluloseester (A) in einer
Menge von 0,1 bis 20 Gew.-% und das Ethylenoxid/Propy
lenoxid Copolymer (B) in einer Menge von 0,01 bis 10 Gew.-%
enthalten ist.
6. Mittel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass es mindestens ein zusätzliches
filmbildendes Polymer enthält.
7. Mittel in Form eines Aerosol-Haarsprayproduktes nach einem
der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Zusammensetzung einen Gehalt aufweist an
- A) 0,1 bis 10 Gew.-% mindestens eines Celluloseesters
- B) 0,01 bis 5 Gew.-% mindestens eines Ethylenoxid/Propylen oxid Copolymers,
- C) 10 bis 40 Gew.-% mindestens eines C2- bis C4-Alkohols
- D) 10 bis 60 Gew.-% Wasser und
- E) 10 bis 45 Gew.-% mindestens eines Aerosol-Treibmittels
8. Mittel in Form eines Haargels enthaltend eine Zusammen
setzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6 und mindestens
einem gelbildenden Verdicker.
9. Verwendung von Ethylenoxid/Propylenoxid Copolymeren zur
Verbesserung der Sprüheigenschaften, zur Verbesserung der
Filmbildungseigenschaften oder zur Verbesserung der
haarfestigenden Eigenschaften von filmbildende Polymere
enthaltenden Haarsprays.
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