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DE10101382C2 - Haarbehandlungsmittel mit Gehalt an Celluloseestern und Ethylenoxid/Propylenoxid Copolymeren - Google Patents

Haarbehandlungsmittel mit Gehalt an Celluloseestern und Ethylenoxid/Propylenoxid Copolymeren

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Publication number
DE10101382C2
DE10101382C2 DE2001101382 DE10101382A DE10101382C2 DE 10101382 C2 DE10101382 C2 DE 10101382C2 DE 2001101382 DE2001101382 DE 2001101382 DE 10101382 A DE10101382 A DE 10101382A DE 10101382 C2 DE10101382 C2 DE 10101382C2
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DE
Germany
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cellulose
hair
weight
aerosol
ethylene oxide
Prior art date
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DE2001101382
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DE10101382A1 (de
Inventor
Juergen Allwohn
Susanne Birkel
Michael Lede
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Procter and Gamble Deutschland GmbH
Original Assignee
Wella GmbH
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Publication date
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Publication of DE10101382A1 publication Critical patent/DE10101382A1/de
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Publication of DE10101382C2 publication Critical patent/DE10101382C2/de
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    • A61Q5/06Preparations for styling the hair, e.g. by temporary shaping or colouring
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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    • A61K8/00Cosmetics or similar toiletry preparations
    • A61K8/18Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition
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    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A61K8/90Block copolymers

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Description

Gegenstand der Erfindung sind Haarbehandlungsmittel, insbe­ sondere Haarstylingmittel mit einem Gehalt an mindestens einem Celluloseester und mindestens einem Ethylenoxid/­ Propylenoxid Copolymer.
Um dem menschlichen Haar Festigung und Halt zu geben oder um eine erstellte Frisur zu stabilisieren, werden Haarbehand­ lungsmittel in Form von Festigerlotionen, Aerosol- und Non- Aerosolsprays, Aerosol- und Non-Aerosolschäumen oder Gelen eingesetzt. Die für diese Zwecke üblicherweise verwendeten kosmetischen, haarfestigenden Polymere zeigen in wässrigen, alkoholischen oder wässrig-alkoholischen Medien gute Festi­ gungseigenschaften, die nach der Anwendung mehr oder weniger gut die Haare in Form halten und festigen und die erstellte Frisur stabilisieren. Häufig ist dabei aber entweder die Festigung nicht ausreichend oder die Haare erhalten einen unerwünschten, unnatürlichen, rauhen oder starren, unflexi­ blen Griff oder es besteht die Gefahr der Bildung von uner­ wünschten, sichtbaren, weißen Rückständen auf dem Haar. Bei einem Einsatz in Form von Haarsprays kommt es auf ein optima­ les Tröpfchengrößenspektrum an. Zu kleine Tropfen sind aus gesundheitlichen Gründen wegen der Lungengängigkeit zu vermeiden, zu große Tropfen führen insbesondere bei wasser­ haltigen Sprays zu einer zu starken Anfeuchtung des Haares und zu unerwünscht langen Trockenzeiten.
Aus der JP 48-24,258 B4 und aus der WO 99/59532 A1 sind Haar­ behandlungsmittel bekannt mit einem Gehalt an Celluloseestern wie z. B. Celluloseacetophtalat. Es hat sich herausgestellt, dass Celluloseester enthaltende Haarbehandlungsmittel einige unbefriedigende Eigenschaften aufweisen. So fühlen sich damit behandelte Haare rauh an und haben einen unnatürlichen Griff. Es bilden sich sichtbare, weisse Rückstände auf dem Haar. Bei einer Verwendung in Form von Haarsprays ist der Anteil von relativ großen Tropfen im Tröpfchengrößenspektrum zu hoch. Es bestand daher die Aufgabe, Celluloseester enthaltende Haar­ behandlungsmittel weiter zu verbessern.
Es wurde nun gefunden, dass die Aufgabe gelöst wird durch eine Kombination von Celluloseestern mit aus Ethylenoxid- und Propylenoxideinheiten aufgebauten Copolymeren. Gegenstand der Erfindung sind daher Haarbehandlungsmittel mit einem Gehalt an
  • A) mindestens einem Celluloseester und
  • B) mindestens einem Ethylenoxid/Propylenoxid Copolymer.
Der Gehalt an Celluloseestern beträgt typischerweise von 0,1 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise von 0,4 bis 10 Gew.-%. Der Gehalt an Ethylenoxid/Propylenoxid Copolymeren beträgt typischer­ weise von 0,01 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 0,1 bis 5 Gew.-%. Das Gewichtsverhältnis von Celluloseestern zu Ethylen­ oxid/Propylenoxid Copolymeren beträgt vorzugsweise von 5 : 1 bis 1 : 1, besonders bevorzugt von 4 : 1 bis 2 : 1.
Celluloseester
Bei den einsetzbaren Celluloseestern handelt es sich um an sich bekannte Verbindungen. Geeignete Celluloseester sind beispielsweise anionische, teilweise oder vollständig neutralisierte Carbonsäurefunktionen enthaltende Cellulose­ ester. Diese Verbindungen können teilneutralisiert (z. B. zu 10 bis 80%) als wässrige Dispersionen (Pseudo-Latex) oder vollständig neutralisiert als wässrige Lösungen eingesetzt werden. Geeignet sind z. B. Celluloseacetophtalat, Cellulose­ phtalat, Celluloseacetylsuccinat, Cellulosepropionylsuccinat, Cellulosebuturylsuccinat, Celluloseacetopropionylsuccinat, Celluloseacetobutyrylsuccinat, Celluloseacetyltrimellitat, Cellulosepropionyltrimellitat, Cellulosebutyryltrimellitat, Acetopropionyltrimellitat, Celluloseacetobutyryltrimellitat und Hydroxypropylmethylcellulosephtalat.
In einer bevorzugten Ausführungsform werden die Cellulose­ ester entweder vollständig neutralisiert oder zumindest soweit neutralisiert, dass sie wasserlöslich sind. Geeignete Neutralisationsmittel sind insbesondere Alkalihydroxide wie Natrium- oder Kaliumhydroxid oder Aminoalkohole wie 2-Amino- 2-mehtyl-1-propanol (AMP), Triethanolamin, Triisopropanol­ amin, Monoethanolamin, Diethanolamin, Tri-(2-hydroxy-1- propyl)amin, 2-Amino-2-methyl-2-propan-1,3-diol oder 2-Amino- 2-hydroxymethyl-propan-1,3-diol.
Geeignete nichtionische Celluloseester sind beispielsweise Celluloseacetat, Cellulosepropionat, Cellulosebutyrat, Celluloseacetobutyrat und Celluloseacetopropionat.
Ethylenoxid/Propylenoxid Copolymere
Geeignete Ethylenoxid/Propylenoxid Copolymere sind solche Block-Copolymere der allgemeinen Formel
HO-(CH2CH2O)x-(CH(CH3)CH2O)y-(CH2CH2O)z-H
wobei x eine Zahl von 2 bis 130, vorzugsweise 45 bis 100, y eine Zahl von 10 bis 70, vorzugsweise 20 bis 35 und z eine Zahl von 2 bis 130, vorzugsweise von 45 bis 100 bedeuten. Diese Verbindungen haben die INCI-Bezeichnung Poloxamer, insbesondere Poloxamer 101, Poloxamer 105, Poloxamer 108, Poloxamer 122, Poloxamer 123, Poloxamer 124, Poloxamer 181, Poloxamer 182, Poloxamer 183, Poloxamer 184, Poloxamer 185, Poloxamer 188, Poloxamer 212, Poloxamer 215, Poloxamer 217, Poloxamer 231, Poloxamer 234, Poloxamer 235, Poloxamer 237, Poloxamer 238, Poloxamer 282, Poloxamer 284, Poloxamer 288, Poloxamer 331, Poloxamer 333, Poloxamer 334, Poloxamer 335, Poloxamer 338, Poloxamer 401, Poloxamer 402, Poloxamer 403, Poloxamer 407. Besonders bevorzugt ist Poloxamer 188, ein Copolymer der oben genannten allgemeinen Formel mit x = 75, y = 30 und z = 75.
Eine bevorzugt eingesetzte Polymerkombination ist das Handelsprodukt Aquacoat® CPD 30, eine wässrige Dispersion enthaltend 27 Gew.-% Celluloseacetophtalat und 7 Gew.-% Poloxamer 188.
Zusätzliche filmbildende Polymere
In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungs­ gemäße Mittel mindestens ein zusätzliches filmbildendens Polymer. Dieses kann in Mengen von 0,01 bis 15 Gew.-%, vor­ zugsweise 0,5 bis 10 Gew.-% eingesetzt werden. Das zusätzli­ che filmbildende Polymer kann nichtionisch, kationisch, anionisch, zwitterionisch oder amphoter sein, wobei die nichtionischen, anionischen und amphoteren Polymere wegen ihrer besseren Verträglichkeit bevorzugt sind. Bevorzugt sind insbesondere solche Polymere, die eine ausreichende Löslichkeit in Alkohol oder Wasser/Alkohol-Gemischen besitzen, um in dem erfindungsgemäßen Mittel in vollständig gelöster Form vorzuliegen. Unter filmbildenden Polymeren werden erfindungsgemäß solche Polymere verstanden, die bei Anwendung in 0,01 bis 5%iger wässriger, alkoholischer oder wässrig-alkoholischer Lösung in der Lage sind, nach dem Trocknen auf dem Haar einen Polymerfilm abzuscheiden.
Geeignete synthetische, nichtionische filmbildende, haar­ festigende Polymere sind Homo- oder Copolymere, die aus mindestens einem der folgenden Monomere aufgebaut sind: Vinylpyrrolidon, Vinylcaprolactam, Vinylester (z. B. Vinyl­ acetat), Vinylalkohol, Acrylamid, Methacrylamid, Alkyl- und Dialkylacrylamid, Alkyl- und Dialkylmethacrylamid, Alkyl­ acrylat, Alkylmethacrylat, Propylenglykol oder Ethylen­ glykol, wobei die Alkylgruppen dieser Monomere vorzugsweise C1- bis C7-Alkylgruppen, besonders bevorzugt C1- bis C3- Alkylgruppen sind.
Geeignet sind z. B. Homopolymere des Vinylcaprolactams, des Vinylpyrrolidons oder des N-Vinylformamids. Weitere geeignete synthetische filmbildende, nichtionische, haarfestigende Polymere sind z. B. Copolymerisate aus Vinylpyrrolidon und Vinylacetat, Terpolymere aus Vinylpyrrolidon, Vinylacetat und Vinylpropionat, Polyacrylamide, Polyvinylalkohole. Geeignete natürliche filmbildende Polymere sind z. B. Hydroxyalkyl­ cellulosen oder Hydroxyalkylguar, wobei die Alkylgruppen 1 bis 4 C-Atome aufweisen, z. B. Hydroxypropylcellulose oder Hydroxypropylguar. Besonders bevorzugt sind Polyvinylpyrroli­ don und Polyvinylpyrrolidon/Vinylacetat Copolymere.
Geeignete anionische Polymere sind solche Polymere, welche Säuregruppen wie z. B. Carbonsäure-, Sulfonsäure- oder Phosphorsäuregruppen enthalten, welche mittels üblicher Basen wie z. B. organischer Amine oder Alkali- oder Erdalkali­ hydroxide teilweise oder vollstänidg deprotoniert sind. Die Säuregruppen sind vorzugsweise zu 50 bis 100%, besonders bevorzugt zu 70 bis 100% neutralisiert. Als Neutralisations­ mittel können organische oder anorganische Basen verwendet werden. Beispiele für Basen sind insbesondere Aminoalkanole wie z. B. Aminomethylpropanol (AMP), Triethanolamin oder Monoethanolamin, aber auch Ammoniak, NaOH, KOH u. a.
Das anionische Polymer kann ein Homo- oder Copolymer mit Säuregruppen enthaltenden Monomereinheiten auf natürlicher oder synthetischer Basis sein, welches gegebenenfalls mit Comonomeren, die keine Säuregruppen enthalten, copolymeri­ siert ist. Als Säuregruppen sind die Carbonsäuregruppen bevorzugt. Geeignete Säuregruppen enthaltende Monomere sind beispielsweise Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure, Maleinsäure bzw. Maleinsäureanhydrid, welches nach Polymeri­ sation hydrolysiert oder teilverestert wird, Maleinsäure­ monoester, insbesondere die Mono-C1-C7-alkylester der Male­ insäure sowie Aldehydocarbonsäuren oder Ketocarbonsäuren.
Nicht mit Säuregruppen substituierte Comonomere sind z. B. Acrylamid, Methacrylamid, Alkyl- und Dialkylacrylamid, Alkyl- und Dialkylmethacrylamid, Alkylacrylat, Alkylmeth­ acrylat, Vinylcaprolacton, Vinylpyrrolidon, Vinylester, Vinylalkohol, Propylenglykol oder Ethylenglykol, aminsubsti­ tuierte Vinylmonomere wie z. B. Dialkylaminoalkylacrylat, Dialkylaminoalkylmethacrylat, Monoalkylaminoalkylacrylat und Monoalkylaminoalkylmethacrylat, wobei die Alkylgruppen dieser Monomere vorzugsweise C1- bis C7-Alkylgruppen, besonders bevorzugt C1- bis C3-Alkylgruppen sind.
Geeignete Polymere mit Säuregruppen sind insbesondere unvernetzte oder mit polyfunktionellen Agenzien vernetzte Homopolymere der Acrylsäure oder der Methacrylsäure, Copoly­ mere der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Monomeren ausge­ wählt aus Acrylsäure- oder Methacrylsäureestern, Acryl­ amiden, Methacrylamiden und Vinylpyrrolidon, Homopolymere der Crotonsäure sowie Copolymere der Crotonsäure mit Monomeren ausgewählt aus Vinylestern, Acrylsäure- oder Methacrylsäureestern, Acrylamiden und Methacrylamiden. Ein geeignetes natürliches Polymer ist beispielsweise Schellack.
Bevorzugte Polymere mit Säuregruppen sind vernetzte oder unvernetzte Vinylacetat/Crotonsäure Copolymere (INCI- Bezeichnung: VA/Crotonates Copolymer), Vinylacetat/Croton­ säure/Vinylalkanoat Copolymere (INCI-Bezeichnungen: VA/­ Crotonates/Vinyl Propionate Copolymer, VA/Crotonates/Vinyl Neodecanoate Copolymer), Copolymere aus ein oder mehreren C1-C5-Alkylacrylaten, insbesondere C2-C4-Alkylacrylaten und Acrylsäure oder Methacrylsäure (INCI-Bezeichnung: Acrylates Copolymer), Terpolymere aus Acrylsäure, Alkylacrylat und N- Alkylacrylamid, insbesondere Acrylsäure/Ethylacrylat/N-t- Butylacrylamid Terpolymere (INCI-Bezeichnung: Acrylates/­ Acrylamide Copolymer), Copolymere aus Methylvinylether und Maleinsäuremonoalkylestern (INCI-Bezeichnungen: Ethylester of PVM/MA Copolymer, Butylester of PVM/MA Copolymer).
Geeignete kationische Polymere enthalten Amingruppen, welche vorzugsweise nicht protoniert oder quaternisiert sind. Die kationischen Polymere können Homo- oder Copolymere sein, wobei die Amingruppen entweder in der Polymerkette oder vorzugsweise als Substituent an einem oder mehreren der Monomeren enthalten sind. Geeignete Monomere sind unge­ sättigte, radikalisch polymerisierbare Verbindungen, welche mindestens eine Amingruppe tragen, insbesondere aminsubsti­ tuierte Vinylmonomere wie z. B. aminsubstituierte Acryl- und Methacrylsäureester sowie aminsubstituierte Acryl- und Methacrylamide. Geeignet sind Dialkylaminoalkylmethacrylat, Dialkylaminoalkylacrylat, Dialkylaminoalkylmethacrylamid und Dialkylaminoalkylacrylamid, wobei die Alkylgruppen aus 1 bis 7 C-Atomen, vorzugsweise aus 1 bis 4 C-Atomen bestehen. Besonders bevorzugt sind Dimethylaminoethylmethacrylat oder Dimethylaminopropylmethacrylamid.
Die Amingruppen enthaltenden Monomere können mit nicht basischen, nichtionischen Monomeren copolymerisiert sein. Geeignete Comonomere sind z. B. Acrylamid, Methacrylamid, Alkyl- und Dialkylacrylamid, Alkyl- und Dialkylmethacryl­ amid, Alkylacrylat, Alkylmethacrylat, Vinylcaprolacton, Vinylcaprolactam, Vinylpyrrolidon, Vinylester (z. B. Vinyl­ acetat), Vinylalkohol, Propylenglykol oder Ethylenglykol, wobei die Alkylgruppen dieser Monomere vorzugsweise C1- bis C7-Alkylgruppen, besonders bevorzugt C1- bis C3-Alkylgruppen sind.
Von den kationischen Polymeren, die in dem erfindungsgemäßen Mittel enthalten sein können, ist z. B. das Handelsprodukt Gaffix® VC 713, ein Terpolymer aus Vinylpyrrolidon, Dimethylaminoethylmethacrylat und Vinylcaprolactam geeignet.
Geeignete amphotere Polymere können Homo- oder Copolymere sein, welche sowohl kationische oder kationisierbare Amin- bzw. Ammoniumgruppen als auch anionische oder anionisierbare Säuregruppen enthalten, wobei die kationischen bzw. kationi­ sierbaren Gruppen entweder in der Polymerkette oder vorzugs­ weise als Substituent an einem oder mehreren der Monomeren enthalten sind. Das amphotere Polymer kann mit neutralen Co­ monomeren copolymerisiert sein, die weder kationische bzw. kationisierbare Gruppen noch anionische bzw. anionisierbare Gruppen enthalten. Derartige neutrale Comonomere sind z. B. Acrylamid, Methacrylamid, Alkyl- und Dialkylacrylamid, Alkyl- und Dialkylmethacrylamid, Alkylacrylat, Alkylmeth­ acrylat, Vinylcaprolacton, Vinylpyrrolidon, Vinylester, Vinylalkohol, Propylenglykol oder Ethylenglykol, wobei die Alkylgruppen dieser Monomere vorzugsweise C1- bis C7-Alkyl­ gruppen, besonders bevorzugt C1- bis C3-Alkylgruppen sind.
Das amphotere Polymer kann ein Copolymer sein, welches gebildet ist aus mindestens einer ersten Monomerart, welche mindestens eine neutralisierte oder nicht neutralisierte Säuregruppe aufweist und mindestens einer zweiten Monomerart, welche mindestens eine neutralisierte oder nicht neutrali­ sierte basische Gruppe aufweist. Geeignete Monomere des amphoteren Polymers, welche Säuregruppen aufweisen, sind ungesättigte, radikalisch polymerisierbare Verbindungen, welche mindestens eine Säuregruppe, z. B. eine Carbonsäure­ gruppe tragen, insbesondere Carboxyvinylmonomere wie z. B. Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure oder Maleinsäure bzw. deren Monoester, von denen Acrylsäure und Methacryl­ säure bevorzugt sind. Geeignete Monomere des amphoteren Polymers, welche neutralisierte oder nicht neutralisierte basische Gruppen aufweisen, sind ungesättigte, radikalisch polymerisierbare Verbindungen, welche mindestens eine neutralisierte oder nicht neutralisierte basische Gruppe tragen. Als basische Gruppen kommen insbesondere primäre, sekundäre oder tertiäre Amine in Betracht, wobei das N-Atom auch Teil eines Ringes sein kann. Beispiele für derartige geeignete amphotere Copolymere sind Copolymere gebildet aus Alkylacrylamid (insbesondere Octylacrylamid), Alkylamino­ alkylmethacrylat (insbesondere t-Butylaminoethylmethacrylat) und zwei oder mehr Monomeren bestehend aus Acrylsäure, Meth­ acrylsäure und deren Ester, wobei mindestens eines der Mono­ mere eine Säuregruppe trägt. Entsprechende Handelsprodukte sind Amphomer® oder Amphomer® LV-71.
Das amphotere Polymer kann auch ein Copolymer sein, welches gebildet ist aus mindestens einer ersten Monomerart, welche quaternäre Amingruppen aufweist und mindestens einer zweiten Monomerart, welche Säuregruppen aufweist oder das amphotere Polymer kann Monomere enthalten, welche sowohl quaternäre Amingruppen als auch Säuregruppen enthalten wie z. B. Monomere mit zwitterionischen Gruppen wie z. B. Carboxybetain- oder Sulfobetaingruppen. Geeignete Monomere eines amphoteren Copolymers, welche quaternäre Amingruppen aufweisen, sind ungesättigte, radikalisch polymerisierbare Verbindungen, welche mindestens eine quaternäre Amingruppe tragen, insbe­ sondere ammoniumsubstituierte Vinylmonomere oder quaterni­ sierte Derivate von Carboxyvinylmonomeren wie z. B. quaterni­ sierte Acrylamide oder Methacrylamide. Beispiele hierfür sind Acrylamidoalkyltrialkylammoniumhalogenide oder Meth­ acrylamidoalkyltrialkylammoniumhalogenide, Trialkylmeth­ acryloxyalkylammoniumhalogenide, Trialkylacryloxyalkyl­ ammoniumhalogenide, Dialkyldiallylammoniumhalogenide oder quaternäre Vinylammoniummonomere mit cyclischen, kationische Stickstoffe enthaltenden Gruppen wie Pyridinium oder Imida­ zolium, z. B. Alkylvinylimidazolium oder Alkylvinylpyridi­ nium. Die Alkylgruppen dieser Monomere sind vorzugsweise niedere Alkylgruppen wie z. B. C1- bis C7-Alkylgruppen, besonders bevorzugt C1- bis C3-Alkylgruppen. Bevorzugt sind Acrylamidopropyltrimethylammoniumchlorid und Methacrylamido­ propyltrimethylammoniumchlorid. Beispiele für derartige, als amphotere Polymere geeignete Copolymere sind Copolymere von Acrylsäure, Methylacrylat und Methacrylamidopropyltrimethyl­ ammoniumchlorid (INCI-Bezeichnung: Polyquaternium-47), z. B. das Handelsprodukt Merquat® 2001, Copolymere aus Acrylamido­ propyltrimethylammoniumchlorid und Acrylaten oder Copolymere aus Acrylamid, Acrylamidopropyltrimethylammoniumchlorid, 2- Amidopropylacrylamidsulfonat und Dimethylaminopropylamin (INCI-Bezeichnung: Polyquaternium-43).
Geeignete Monomere mit zwitterionischen Gruppen enthalten die funktionelle Gruppe -NRR'+-Z-COO-, wobei R und R' unab­ hängig voneinander Alkylgruppen mit 1 bis 24, vorzugsweise 1 bis 4 C-Atomen oder einen Benzylrest und Z eine Alkylen­ gruppe mit 1 bis 24, vorzugsweise 1 bis 3 C-Atomen bedeuten, wobei die Reste R und R' so verbunden sein können, dass sie einen das N-Atom enthaltenden Ring bilden, welcher vorzugs­ weise 6-gliedrig ist. Ein bevorzugtes Monomer ist Methacryl­ oylethylbetain. Beispiele für derartige amphotere Polymere mit Betaingruppen tragenden Monomeren sind Copolymere aus Methacryloylethylbetain und zwei oder mehr Monomeren von Acrylsäure oder deren einfachen Estern und sind bekannt unter der INCI-Bezeichnung Methacryloyl Ethyl Betaine/Acrylates Copolymer. Geeignete Polymere werden unter der Handelsbe­ zeichnung DIAFORMER® von der Firma Clariant vertrieben, insbesondere die Typen Z-301, Z-400, Z-AT, Z-SM und Z-W. Geeignet sind auch die in der JP 10-29919 oder in der JP 10- 25344 beschriebenen zwitterionischen amphoteren Polymere.
Das erfindungsgemäße Mittel wird bevorzugt in einem wäss­ rigen, einem alkoholischen oder in einem wässrig-alkoho­ lischen Medium mit vorzugsweise mindestens 10 Gew.-% Wasser konfektioniert. Als Alkohole können insbesondere die für kosmetische Zwecke üblicherweise verwendeten niederen Alkohole mit 1 bis 4 C-Atomen, z. B. Ethanol und Isopropanol enthalten sein. Das erfindungsgemäße Mittel kann in einem pH-Bereich von 2,0 bis 9,5 vorliegen. Besonders bevorzugt ist der pH-Bereich zwischen 4 und 8. Als zusätzliche Co- Solventien können organische Lösungsmittel oder ein Gemisch aus Lösungsmitteln mit einem Siedepunkt unter 400°C in einer Menge von 0,1 bis 15 Gew.-% bevorzugt von 1 bis 10 Gew.-% enthalten sein. Besonders geeignet als zusätzliche Co-Sol­ ventien sind unverzweigte oder verzweigte Kohlenwasserstoffe wie Pentan, Hexan, Isopentan und cyclische Kohlen­ wasserstoffe wie Cyclopentan und Cyclohexan. Weitere, beson­ ders bevorzugte wasserlösliche Lösungsmittel sind Glycerin, Ethylenglykol und Propylenglykol bis 30 Gew.-%.
Das erfindungsgemäße Mittel kann darüber hinaus die für Haarbehandlungsmittel üblichen Zusatzbestandteile enthalten, z. B. Netzmittel oder Emulgatoren aus den Klassen der nichtionischen, anionischen, kationischen oder amphoteren ober­ flächenaktiven Tenside in einer Menge von 0,1 bis 15 Gew.-%; Feuchthaltemittel; Parfümöle in einer Menge von 0,1 bis 0,5 Gew.-%; Trübungsmittel, wie z. B. Ethylenglykoldistearat, in einer Menge von etwa 0,2 bis 5,0 Gew.-%; Perlglanzmittel, wie z. B. ein Gemisch aus Fettsäuremonoalkylolamid und Ethylen­ glykoldistearat, in einer Menge von etwa 1,0 bis 10 Gew.-%; bakterizide und fungizide Wirkstoffe wie z. B. 2,4,4-Tri­ chlor-2-hydroxydiphenylether oder Methylchlorisothiazolion, in einer Menge von 0,01 bis 1,0 Gew.-%; Verdickungsmittel, z. B. Kokosfettsäurediethanolamid, in einer Menge von etwa 0,2 bis 3,0 Gew.-%, Puffersubstanzen, z. B. Natriumcitrat oder Natriumphosphat, in einer Menge von 0,1 bis 1,0 Gew.-%; Anfärbestoffe, z. B. Fluorescein Natriumsalz, in einer Menge von etwa 0,1 bis 1,0 Gew.-%; Pflegestoffe, z. B. Pflanzen- und Kräuterextrakte, Protein- und Seidenhydrolysate, Lanolin­ derivate, in einer Menge von 0,1 bis 5 Gew.-%; physiologisch verträgliche Silikonderivate, z. B. flüchtige oder nicht­ flüchtige Silikonöle oder hochmolekulare Siloxanpolymere in einer Menge von 0,05 bis 20 Gew.-%; Lichtschutzmittel, Anti­ oxidantien, Radikalfänger, Antischuppenwirkstoffe, in einer Menge von etwa 0,01 bis 2 Gew.-%; Fettalkohole, Glanzgeber, Vitamine, Weichmacher, Kämmbarkeitsverbesserer, rückfettende Agenzien und Entschäumer.
Das erfindungsgemäße Mittel kann in verschiedenen Applika­ tionsformen Anwendung finden, z. B. als Lotion, als Non- Aerosol Haarspray, welches mittels einer mechanischen Vorrichtung zum Versprühen zum Einsatz kommt, als Aerosol- Spray welches mittels eines Treibmittels versprüht wird, als Aerosol-Schaum oder als Non-Aerosol Schaum, welcher in Kombination mit einer geeigneten mechanischen Vorrichtung zum Verschäumen der Zusammensetzung vorliegt, als Haargel, als Flüssiggel, als versprühbares Gel oder als Schaumgel.
Wenn das erfindungsgemäße Haarbehandlungsmittel in Form einer Haarlotion vorliegt, so liegt es als im wesentlichen nicht-viskose oder gering viskose, fließfähige Lösung, Dispersion oder Emulsion mit einem Gehalt an mindestens 10 Gew.-%, vorzugsweise 20 bis 95 Gew.-% eines kosmetisch verträglichen Alkohols sowie 0 bis 89, vorzugsweise 4 bis 79 Gew.-% Wasser vor. Als Alkohole können insbesondere die für kosmetische Zwecke üblicherweise verwendeten niederen Alkohole mit 1 bis 4 C-Atomen, z. B. Ethanol und Isopropanol verwendet werden.
Wenn das erfindungsgemäße Haarbehandlungsmittel in Form eines Aerosolsprays vorliegt, so enthält es zusätzlich 15 bis 85 Gew.-%, bevorzugt 25 bis 75 Gew.-% eines Treibmittels und wird in eine druckfeste Verpackung aus Metall (z. B. Weissblech oder Aluminium) oder aus einem druckfesten Kunststoff abge­ füllt und mit einem üblichen, geeigneten Sprühsystem (Sprüh­ kopf) versehen. Als Treibmittel sind niedere Alkane, z. B. n- Butan, i-Butan und Propan, oder auch deren Gemische sowie Dimethylether oder Fluorkohlenwasserstoffe wie F 152a (1,1- Difluorethan) oder F 134 (Tetrafluorethan) sowie ferner bei den in Betracht kommenden Drücken gasförmig vorliegende Treibmittel, wie N2, N2O und CO2 sowie Gemische der vorstehend genannten Treibmittel geeignet.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform ist ein wasser­ haltiges Aerosol-Haarspray mit einem reduzierten Gehalt (d. h. maximal 55 Gew.-%) an leicht flüchtigen organischen Bestand­ teilen, den sogenannten VOC's (volatile organic compounds). Hierzu zählen u. a. die Kohlenwasserstofftreibgase, Dimethyl­ ether und die niederen Alkohole wie Ethanol und Isopropanol. Eine hierfür geeignete Zusammensetzung enthält
  • A) 0,1 bis 10 Gew.-% mindestens eines Celluloseesters,
  • B) 0,01 bis 5 Gew.-% mindestens eines Ethylenoxid/Propylen­ oxid Copolymers,
  • C) 10 bis 40 Gew.-% mindestens eines C2- bis C4-Alkohols,
  • D) 10 bis 60 Gew.-% Wasser und
  • E) 10 bis 45 Gew.-% mindestens eines Aerosol-Treibmittels, vorzugsweise Dimethylether,
wobei die Summe der Komponenten (C) und (E) vorzugsweise kleiner oder gleich 55 Gew.-% beträgt.
Wenn das erfindungsgemäße Haarbehandlungsmittel in Form eines versprühbaren Non-Aerosol Haarsprays vorliegt, so wird es mit Hilfe einer geeigneten mechanisch betriebenen Sprüh­ vorrichtung versprüht. Unter mechanischen Sprühvorrichtungen sind solche Vorrichtungen zu verstehen, welche das Versprühen einer Zusammensetzung ohne Verwendung eines Treibmittels ermöglichen. Als geeignete mechanische Sprüh­ vorrichtung kann beispielsweise eine Sprühpumpe oder ein mit einem Sprühventil versehener elastischer Behälter, in dem das erfindungsgemäße kosmetische Mittel unter Druck abge­ füllt wird, wobei sich der elastische Behälter ausdehnt und aus dem das Mittel infolge der Kontraktion des elastischen Behälters bei Öffnen des Sprühventils kontinuierlich abgegeben wird, verwendet werden.
Wenn das erfindungsgemäße Haarbehandlungsmittel in Form eines Aerosol-Haarschaumes (Mousse) vorliegt, so enthält es mindestens eine übliche, hierfür bekannte schaumgebende Substanz, z. B. ein schaumbildendes Tensid oder ein schaum­ bildendes Polymer. Das Mittel wird mit Hilfe von den oben genannten Treibgasen verschäumt und als Schaum in das Haar eingearbeitet und ohne Ausspülen im Haar belassen. Ein erfindungsgemäßes Produkt besteht aus einer druckfesten Verpackung aus Metall (z. B. Weissblech oder Aluminium) oder aus einem druckfesten Kunststoff, die mit einer handels­ üblichen Vorrichtung zum Verschäumen der Zusammensetzung (Schaumkopf) versehen ist und in die eine erfindungsgemäße Zusammensetzung mit 1 bis 20, vorzugsweise 2 bis 10 Gew.-% Treibmittel abgefüllt ist.
Wenn das erfindungsgemäße Haarbehandlungsmittel in Form eines Non-Aerosol Haarschaumes (Pumpschaum) vorliegt, so enthält es mindestens eine übliche, hierfür bekannte schaum­ gebende Substanz, z. B. ein schaumbildendes Tensid oder ein schaumbildendes Polymer. Das Mittel wird ohne Hilfe von Treibgasen mittels einer mechanischen Vorrichtung zum Verschäumen der Zusammensetzung auf. Hierfür kann ein handelsüblicher Pumpschäumer verwendet werden.
Wenn das erfindungsgemäße Haarbehandlungsmittel in Form eines Haargels vorliegt, so enthält es zusätzlich mindestens einen gelbildenden Verdicker in einer Menge von vorzugsweise 0,05 bis 20, besonders bevorzugt von 0,1 bis 10 Gew.-%. Die Viskosität des Gels beträgt vorzugsweise von 500 bis 50 000 mPa.s, besonders bevorzugt von 1000 bis 15 000 mPa.s (gemessen mit dem Viskosimeter Haake VT550 der Firma Haake, Meßsystem SVDIN bei einer Temperatur von 25°C und einem Schergefälle von 50 s-1). Geeignete gelbildende Substanzen sind z. B. vernetzte Acrylsäurepolymere (Carbomere), insbesondere Carbopole® oder solche vom Typ Acrisint®, Copolymere aus Acrylsäure und Acrylamid, vernetzte Copoly­ mere aus Acrylaten und C10- bis C30-Alkylacrylaten (INCI- Bezeichnung Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylates Crosspolymer, z. B. Pemulen® TR1, Carbopol® 1342), Copolymere aus Acrylaten und ethoxylierten Itaconsäure-C8- bis C20-alkylestern (INCI: Acrylates/Steareth-20 Itaconate Copolymer, Structure 2001; INCI: Acrylates/Ceteth-20 Itaconate Copolymer, Structure 3001). Geeignet sind auch Verdicker auf natürlicher Basis wie Xanthan Gum, Guar Gum, Sclerotium Gum, Carboxymethylcellulo­ sen oder Hydroxyalkylcellulosen, z. B. Hydroxyethyl- oder Hydroxypropylcellulose.
Wie die nachfolgenden Vergleichsbeispiele zeigen, bewirkt der Zusatz von Polyethylenoxid/Polypropylenoxid Copolymeren zu Celluloseester enthaltenden Haarsprays eine optimierte Tröpf­ chengrößenverteilung, Vermeidung von sichtbaren Rückständen auf dem Haar und einen verbesserten Griff des Haares. Daher ist Gegenstand der Erfindung auch die Verwendung von Ethylenoxid/Propylenoxid Copolymeren zur Verbesserung der Sprüheigenschaften, zur Verbesserung der Filmbildungseigen­ schaften oder zur Verbesserung der haarfestigenden Eigen­ schaften von filmbildende Polymere enthaltenden Haarsprays.
Die nachfolgenden Beispiele sollen den Gegenstand der Erfin­ dung näher erläutern. Die angegebenen Polymergehalte beziehen sich jeweils auf den Feststoffgehalt.
Beispiele Beispiel 1 Vergleichsversuche zu VOC 55% Aerosol-Haarspray
Es wurden die drei in Tabelle 1 aufgeführten Zusammensetzungen untersucht.
Tabelle 1
Untersuchte Zusammensetzungen
65 Gew.-% der Zusammensetzungen wurden mit 35 Gew.-% Dimethyl­ ether in Aerosolspraydosen abgefüllt. Es wurden Perücken­ köpfe mit Naturhaar besprüht. Die hierbei gemachten Beobachtungen sind in Tabelle 2 ausgewertet.
Tabelle 2
Ergebnisse der Sprühversuche
Die Ergebnisse zeigen, dass der Zusatz eines Polyethylen­ oxid/Polypropylenoxid Copolymers eine Verbesserung hinsicht­ lich Tröpfchengrößenverteilung, Feuchtigkeit des Sprays, Griff der Haare und sichtbarer Rückstände auf den Haaren bewirkt, ohne die Festigungsleistung zu beeinträchtigen.
Beispiel 2
Aerosol-Schaumfestiger
Die Zusammensetzung wird im Gewichtsverhältnis 84,3 zu 7,3 mit Propan/Butan (4,8 bar) in Aerosolschaumdosen abgefüllt, welche mit einem Aerosolschaumkopf versehen werden.
Beispiel 3
Haargel
Beispiel 4
Haargel
Beispiel 5
VOC 55% Aerosol-Haarspray
Die Wirkstofflösung wird zusammen mit dem Treibmittel in eine Aerosolspraydose abgefüllt.
Beispiel 6
VOC 55% Aerosol-Haarspray
Die Wirkstofflösung wird zusammen mit dem Treibmittel in eine Aerosolspraydose abgefüllt.
Beispiel 7
VOC 55% Aerosol-Haarspray
Die Wirkstofflösung wird zusammen mit dem Treibmittel in eine Aerosolspraydose abgefüllt.
Beispiel 8
Non-Aerosol Pump-Schaumhaarfestiger
Die Zusammensetzung wird in eine Pumpschaumverpackung abgefüllt und mit einem mechanisch zu betreibenden Pumpschäumer versehen.

Claims (9)

1. Haarbehandlungsmittel in Form einer Lotion, eines Non- Aerosol Haarsprays, eines Aerosol-Haarsprays, eines Aerosol-Haarschaumes, eines Non-Aerosol Haarschaumes oder in Form eines Haargels mit einem Gehalt an
  • A) mindestens einem Celluloseester und
  • B) mindestens einem Ethylenoxid/Propylenoxid Copolymer.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Celluloseester ausgewählt sind aus anionischen, teilweise oder vollständig neutralisierte Carbonsäure­ funktionen enthaltenden Celluloseestern und aus nicht­ ionischen Celluloseestern, wobei die Carbonsäurefunktio­ nen enthaltenden Celluloseester ausgewählt sind aus Celluloseacetophtalat, Cellulosephtalat, Celluloseacetyl­ succinat, Cellulosepropionylsuccinat, Cellulosebuturyl­ succinat, Celluloseacetopropionylsuccinat, Cellulose­ acetobutyrylsuccinat, Celluloseacetyltrimellitat, Cellu­ losepropionyltrimellitat, Cellulosebutyryltrimellitat, Acetopropionyltrimellitat und Celluloseacetobutyryltri­ mellitat und wobei die nichtionischen Celluloseester ausgewählt sind aus Celluloseacetat, Cellulosepropionat, Cellulosebutyrat, Celluloseacetobutyrat und Cellulose­ acetopropionat.
3. Mittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Celluloseester ein Celluloseacetophtalat ist.
4. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ethylenoxid/Propylenoxid Copolymer ein Blockpolymer der allgemeinen Formel
HO-(CH2CH2O)x-(CH(CH3)CH2O)y-(CH2CH2O)z-H
ist, wobei x eine Zahl von 2 bis 130, y eine Zahl von 10 bis 70 und z eine Zahl von 2 bis 130 bedeuten.
5. Mittel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Celluloseester (A) in einer Menge von 0,1 bis 20 Gew.-% und das Ethylenoxid/Propy­ lenoxid Copolymer (B) in einer Menge von 0,01 bis 10 Gew.-% enthalten ist.
6. Mittel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens ein zusätzliches filmbildendes Polymer enthält.
7. Mittel in Form eines Aerosol-Haarsprayproduktes nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung einen Gehalt aufweist an
  • A) 0,1 bis 10 Gew.-% mindestens eines Celluloseesters
  • B) 0,01 bis 5 Gew.-% mindestens eines Ethylenoxid/Propylen­ oxid Copolymers,
  • C) 10 bis 40 Gew.-% mindestens eines C2- bis C4-Alkohols
  • D) 10 bis 60 Gew.-% Wasser und
  • E) 10 bis 45 Gew.-% mindestens eines Aerosol-Treibmittels
8. Mittel in Form eines Haargels enthaltend eine Zusammen­ setzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6 und mindestens einem gelbildenden Verdicker.
9. Verwendung von Ethylenoxid/Propylenoxid Copolymeren zur Verbesserung der Sprüheigenschaften, zur Verbesserung der Filmbildungseigenschaften oder zur Verbesserung der haarfestigenden Eigenschaften von filmbildende Polymere enthaltenden Haarsprays.
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