DE10101817A1 - Filter zum Reinigen von Regenwasser - Google Patents
Filter zum Reinigen von RegenwasserInfo
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Abstract
Die Neuerung betrifft einen Regenwasserfilter mit einem Zulauf, Ablauf und einem Auslauf für Brauchwasser. Im Inneren des Gehäuses des Regenwasserfilters sind mindestens ein Grob- und ein Feinfilter platziert. Die Filter sind einstückig zu einem Filtereinsatz verbunden. Der Filtereinsatz liegt unter einem spitzen Winkel zur Waagrechten im Gehäuse und wird über Bügel im Gehäuse gehalten. Eine Schwelle am Gehäuse bildet ein Wasserabweiser für das Feinsieb.
Description
Die Neuerung betrifft einen Regenwasserfilter gemäss dem Oberbegriff nach
Anspruch 1. Solch ein Regenwasserfilter kommt insbesondere dort zur Anwendung,
wo Regenwasser gereinigt werden soll, um es anschliessend als sauberes
Brauchwasser in einer Zisterne zu bevorraten. Bei Bedarf werden z. B. für die
Gartenbewässerung oder Toilettenspülung Teilmengen dieses Vorrates entnommen.
Üblicherweise müssen Regenwasserfilter von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Bei
Regenwasserfiltern, die im Fallrohr über der Erde angebracht sind, bereit es keine
besondere Mühe. Wenn der Regenwasserfilter jedoch unter der Erde in einem
Schacht oder in einer Zisterne angebracht ist, muss man dort hinuntersteigen, oder
über Hilfsmittel das Sieb herausnehmen oder wieder einsetzen. Besonders
umständlich ist dieser Vorgang dann, wenn der Regenwasserfilter aus 2 Filtern
besteht, einem Filter für die Grob- und einen Filter für die Feinreinigung. Sie müssen
nacheinander entnommen, gereinigt und wieder richtig zueinander positioniert
eingesetzt werden. Oft treten dabei schon Fehler auf, die erst viel später durch
schlechte Wasserqualität bemerkt werden. Das Arbeiten mit den beiden Filtern ist
aufwendig und umständlich. Der Grob- und Feinfilter benötigt je eine Aufnahme und
Halteeinrichtung im Filtergehäuse. Auch müssen beide Filter in sich ausreichend
stabil sein, so dass sie gereinigt werden können ohne zerstört zu werden oder ihre
Form zu verlieren. Wegen diesen Forderungen ist auch die Herstellung dieser Filter
aufwendig und teuer.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, den Grobfilter und den Feinfilter in einer
solchen Weise auszubilden, dass beide einfach in das Gehäuse eingesetzt und
wieder entnommen werden können, sie sicher in der Funktion sind und auch
preiswert in der Herstellung.
Die Aufgabe der Neuerung wird dadurch gelöst, dass der Grob- und Feinfilter
einstückig zu einem Filtereinsatz verbunden sind.
Durch die Verbindung von Grob- und Feinfilter bekommt der Filtereinsatz eine gute
Stabilität bei geringem Materialeinsatz bzw. Aufwand. Er ist formstabil,
verwindungssteif und kann somit sicher auf der entsprechenden Dichtfläche des
Gehäuses plaziert werden.
Eine vorteilhafte Ausführung sieht vor, dem Feinfilter einen U-förmigen Querschnitt
zu geben und je einen Schenkel des U mit je einer Seitenkante des Grobfilters zu
verbinden. Durch diese Ausbildung des Feinfilters ist die Filterfläche trotz schmaler
Bauweise wesentlich vergrössert. Die Wartungsintervalle können verlängert werden,
weil durch eine eventuelle Verschmutzung des Feinfilters immer noch ausreichend
gereinigtes Wasser über die Schenkel des Feinfilters abfliessen kann.
Die Neuerung bietet auch den Vorteil, dass durch diesen Filtereinsatz nur noch eine
Dichtung benötigt wird.
Der Feinfilter ist mit seinen beiden Schenkeln, bei einer bevorzugten Ausführung,
fest mit den beiden Seitenkanten des Grobfilters verbunden. An den
Verbindungsstellen von Grob- und Feinfilter ist eine umlaufende Dichtung befestigt.
Sie verhindert, dass Schmutz sowohl vom Grob- als auch vom Feinfilter in die
Zisterne gelangen kann. Die Neuerung weist also nur eine Dichtungen für Grob- und
Feinfilter auf.
Der Feinfilter hat etwa die gleiche Länge wie der Grobfilter. Die Filter liegen unter
einem spitzen Winkel im Gehäuse. Trotz dieser Neigung im Gehäuse ist der
neuerungsgemässe Fitereinsatz rechteckig symetrisch ausgebildet. Er kann somit
auch um 180° um die senkrechte Achse gedreht eingebaut werden. Ermöglicht wird
dies dadurch, dass die Entnahmeöffnung für den Filtereinsatz etwa senkrecht zu
seiner Neigung verläuft.
Der neuerungsgemässe Filtereinsatz weist mindestens an einer Längsseite einen
Bügel auf. Dieser Bügel rastet beim Einsetzen des Filtereinsatzes selbsttätig in eine
Ausnehmung im Gehäuse so ein, dass die umlaufende Dichtung am Filtereinsatz fest
auf die Dichtfläche im Gehäuse aufgedrückt wird. Damit ist gewährleistet, dass
Brauchwasser nur durch das Feinsieb hindurch abfliessen kann.
Mit einer Klammer, die von oben eingeführt oder am Deckel gehalten wird, kann der
Bügel entriegelt werden. Der Filtereinsatz lässt sich mit der Klammer aus dem
Gehäuse herausnehmen. In vorteilhafter Weise weist der Filtereinsatz an beiden
Längsseiten je einen Bügel auf und im Gehäuse sind auch dafür zwei
Ausnehmungen vorgesehen.
Für den Abtransport von Blättern und organischer Fracht hat sich überraschend
ergeben, dass in Fliessrichtung parallel verlaufende Stäbe den besten Abtransport
bei geringem Gefälle ergeben. Von Vorteil ist auch, wenn der Abstand zwischen den
Stäben gleich oder kleiner als 8 mm ist. Die Stäbe haben in vorteilhafter Weise auf
ihrer Oberseite eine runde Form.
Es wurde überraschend gefunden, dass ein Wasserabweiser nicht mehr wie üblich
an der Unterseite des Feinsiebes angebracht werden muss, wenn in dem Gehäuse
in dem Bereich des Schmutzwasserablaufes eine Schwelle angeformt ist, auf der das
Feinsieb zur Auflage kommt. Das Gehäuse muss masslich nur so abgestimmt
werden, dass der Abstand zwischen der Dichtfläche und der Schweife der Höhe des
Feinfilters entspricht. Das Wasser, welches an der Unterseite des Feinfilters entlang
läuft wird an der Schwelle abgestreift und fliesst der Zisterne zu.
Die Neuerung wird anhand eines Ausführungsbeispieles beschrieben.
Fig. 1 zeigt den Regenwasserfilter von der Seite im Schnitt
Fig. 2 zeigt den Regenwasserfilter perspektivisch, wobei der Zulauf und
das halbe Gehäuse abgeschnitten sind.
Figur. 3 zeigt den Regenwasserfilter im Querschnitt
Der Regenwasserfilter 1 besteht aus dem Gehäuse 2 mit Zulauf 3, Ablauf 4 für das
Schmutzwasser und einem Auslauf 5 für das gefilterte Brauchwasser. Im Gehäuse 2
liegt der neuerungsgemässe Filtereinsatz 6 mit der umlaufenden Dichtung 7 auf der
Dichtfläche 8 auf. Ausserdem liegt der Feinfilter 9 mit seiner Unterseite an einer
Schwelle 10 an, die aus dem Gehäuse 2 herausgearbeitet ist. Der Deckel 11 mit
seinem Griff 12 ist senkrecht zur Lage des Filtereinsatzes 6 abnehmbar. Der
Filtereinsatz 6 ist unter einem spitzen Winkel α im Gehäuse 2 platziert. Hierdurch
ergibt sich ein Gefälle zwischen Zulauf 3 und Ablauf 4.
Der Filtereinsatz 6 ist rechteckig. Er besteht aus dem Grobfilter 13 und dem
Feinfilter 9. Der Grobfilter 13 besteht aus 2 mm dicken, runden Stäben 14, die in
einem Abstand von 8 mm durch Querstäbe 15 gehalten werden. Die Stäbe 14 und
die Querstäbe 15 bestehen aus Edelstahl. Sie sind miteinander verschweisst. Der
Grobfilter 13 hat an seiner Unterseite einen umlaufenden Rahmen 16 aus Metall.
Der Grobfilter 13 ist mit dem Rahmen 16 verschweisst.
Der Feinfilter 9 wird aus einem Drahtgeflecht 17 aus rostfreiem Stahl gebildet. Der
Feinfilter 9 ist in seinem Querschnitt U-förmig. Die beiden Schenkel 18 des Feinfilters
9 sind mit der Längsseite des Rahmens 16 verschweisst. Unterhalb des Rahmens 16
ist eine Dichtung 7 angebracht.
Auf beiden Längsseiten des Filtereinsatzes 6 ist je ein Draht in Form eines Bügels 19
befestigt. Der Bügel 19 ist mit seinen Enden im Bereich des Zulaufs 3 und im Bereich
des Ablaufes 5 an dem Rahmen 16 angeschweisst, so dass der Bügel 19 in
ausgebautem Zustand des Filtereinsatzes 6 unter einem kleinen Winkel β in Richtung
Seitenwand 20 des Gehäuses 2 gerichtet ist.
Sitzt der Filtereinsatz 6 mit seinen Dichtungssieben fest auf der Dichtfläche 8 auf, ist
der Bügel 19 in der Ausnehmung 21 der Seitenwand 20 eingerastet. In dieser Lage
liegt der Feinfilter 9 auf die Schwelle 10 an.
Das Gehäuse 2 besteht aus PE. Auf der Schwelle 10 ist linienförmig eine Erhöhung
aus dem Gehäuse 2 herausgeformt.
Eine Klammer 22 wird, in einer nicht dargestellten Ausnehmung der Seitenwand 20
geführt. Die Klammer 22 weist an ihren Enden Abschrägungen 23 auf. Bei der
Abwärtsbewegung der Klammer 22 werden durch diese Abschrägungen 23 die
beiden Bügel 19 aus den Ausnehmungen 21 herausgeführt. Die Bügel 19 rasten
endlich in die beiden Kerben 24 ein. Sie werden dort gehalten. Der Filtereinsatz 6
kann mittels der Klammer 22 aus dem Gehäuse 2 herausgenommen werden. Die
Klammer 22 reicht nach oben bis zum Kanaldeckel.
Die Neuerung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt. Im Rahmen der
Neuerung liegt es auch den Filtereinsatz in waagrechter Lage im Gehäuse
einzubauen. Der Grobfilter kann auch aus einem Maschen- oder Lamellenfilter
bestehen. Sowohl der Grobfilter als auch der Feinfilter können auch aus Kunststoff
hergestellt, miteinander verschweisst oder eintückig hergestellt werden. Die
Befestigung des Filtereinsatzes ist auch über eine bauliche Verlängerung des
Deckels möglich.
Schliesslich liegt es auch im Rahmen der Erfindung den Feinfilter im Querschnitt
rechtwinklig oder halbrund auszuführen.
1
Regenwasserfilter
2
Gehäuse
3
Zulauf
4
Ablauf
5
Auslauf
6
Filtereinsatz
7
Dichtung
8
Dichtfläche
9
Feinfilter
10
Schwelle
11
Deckel
12
Griff
13
Grobfilter
14
Stäbe
15
Querstäbe
16
Rahmen
17
Drahtgeflecht
18
Schenkel
19
Bügel
20
Seitenwand
21
Ausnehmung
22
Klammer
23
Abschrägung
24
Kerbe
25
Regenwasserfilter
26
Gehäuse
27
Zulauf
28
Ablauf
29
Auslauf
30
Filtereinsatz
31
Dichtung
32
Dichtfläche
33
Feinfilter
34
Schwelle
35
Deckel
36
Griff
37
Grobfilter
38
Stäbe
39
Querstäbe
40
Rahmen
41
Drahtgeflecht
42
Schenkel
43
Bügel
44
Seitenwand
45
Ausnehmung
46
Klammer
47
Abschrägung
48
Kerbe
Claims (14)
1. Regenwasserfilter, der aus einem Gehäuse besteht, das in seinem Innenraum
einen Grobfilter und einen Feinfilter aufnimmt und der mindestens einen Zulauf
und mindestens einen Ablauf und wenigstens einen Auslauf und einen Deckel
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Grobfilter (13) und der
Feinfilter (9) einstückig zu einem Filtereinsatz (6) verbunden sind.
2. Regenwasserfilter nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass
der Feinfilter (9) einen U-förmigen Querschnitt aufweist, wobei jeder der beiden
Schenkel (18) mit je einer Längskante des Grobfilters (13) verbunden ist.
3. Regenwasserfilter nach den Ansprüchen 1 und 2 dadurch
gekennzeichnet, dass der Grobfilter (13) einen umlaufenden Rahmen
(16) aufweist, an dessen Unterseite eine umlaufenden Dichtung (7) befestigt ist.
4. Regenwasserfilter nach den Ansprüchen 1 bis 3 dadurch
gekennzeichnet, dass der Feinfilter (9) etwa die gleiche Länge wie der
Grobfilter (13) aufweist.
5. Regenwasserfilter nach den Ansprüchen 1 bis 4 dadurch
gekennzeichnet, dass der Filtereinsatz (6) rechteckig, symetrisch
ausgebildet ist.
6. Regenwasserfilter nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass der Filtereinsatz (6) senkrecht zu seiner schrägen
Lage im Gehäuse (2) einsetzbar und herausnehmbar ist.
7. Regenwasserfilter nach den Ansprüchen 1 bis 6 dadurch
gekennzeichnet, dass am Fitereinsatz (6) mindestens ein Bügel (19) zum
Herausnehmen des Filtereinsatzes (6) angebracht ist.
8. Regenwasserfilter nach den Ansprüchen 1 bis 7 dadurch
gekennzeichnet, dass mindestens ein am Filtereinsatz (6) befestigter
Bügel (19) in einer Ausnehmung (21) im Gehäuse (2) gehalten wird.
9. Regenwasserfilter nach den Ansprüchen 1 bis 8 dadurch
gekennzeichnet, dass der Bügel (19) sich selbsttätig in der Ausnehmung
(21) verriegelt.
10. Regenwasserfilter nach den Ansprüchen 1 bis 9 dadurch
gekennzeichnet, dass der Filtereinsatz (6) über den Bügel (19) mit der
Dichtung (7) auf eine Dichtfläche (8) im Gehäuse (2) abdichtend aufgedrückt wird.
11. Regenwasserfilter nach der Ansprüchen 1 bis 10 dadurch
gekennzeichnet, dass der Grobfilter (13) aus in Wasserfliessrichtung
parallel verlaufenden Stäben (14) besteht, die ein Abstand voneinander kleiner
als 10 mm vorzugsweise 8 mm aufweisen.
12. Regenwasserfilter nach der Ansprüchen 1 bis 11 dadurch
gekennzeichnet, dass mindestens eine Klammer (22) eine Abschrägung
(23) zur Entriegelung des Bügels (19) aufweist.
13. Regenwasserfilter nach den Ansprüchen 1 bis 12 dadurch
gekennzeichnet, dass die Klammer (22) mindestens eine Kerbe (24)
aufweist, in die der Bügel (19) eingreifen kann.
14. Regenwasserfilter nach den Ansprüchen 1 bis 13 dadurch
gekennzeichnet, dass der Feinfilter (9) im Bereich des
Schmutzwasserauslaufes mit einer am Gehäuse (2) angeformten Schwefle (10)
als Wasserabweiser in Berührung steht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10101817A DE10101817A1 (de) | 2001-01-17 | 2001-01-17 | Filter zum Reinigen von Regenwasser |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10101817A DE10101817A1 (de) | 2001-01-17 | 2001-01-17 | Filter zum Reinigen von Regenwasser |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10101817A1 true DE10101817A1 (de) | 2002-07-18 |
Family
ID=7670761
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10101817A Ceased DE10101817A1 (de) | 2001-01-17 | 2001-01-17 | Filter zum Reinigen von Regenwasser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10101817A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN100402758C (zh) * | 2003-12-04 | 2008-07-16 | 北京桑德环保集团有限公司 | 合体格栅除污机 |
| FR2983739A1 (fr) * | 2011-12-09 | 2013-06-14 | Babaz Inov | Dispositif et systeme de filtration d'eau de pluie |
-
2001
- 2001-01-17 DE DE10101817A patent/DE10101817A1/de not_active Ceased
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN100402758C (zh) * | 2003-12-04 | 2008-07-16 | 北京桑德环保集团有限公司 | 合体格栅除污机 |
| FR2983739A1 (fr) * | 2011-12-09 | 2013-06-14 | Babaz Inov | Dispositif et systeme de filtration d'eau de pluie |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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