[go: up one dir, main page]

DE1010063B - Verfahren zur Herstellung basischer Vinylsulfone - Google Patents

Verfahren zur Herstellung basischer Vinylsulfone

Info

Publication number
DE1010063B
DE1010063B DEF11931A DEF0011931A DE1010063B DE 1010063 B DE1010063 B DE 1010063B DE F11931 A DEF11931 A DE F11931A DE F0011931 A DEF0011931 A DE F0011931A DE 1010063 B DE1010063 B DE 1010063B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
weight
production
vinyl sulfones
divinyl sulfone
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF11931A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Wilhelm Riemenschneider
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF11931A priority Critical patent/DE1010063B/de
Publication of DE1010063B publication Critical patent/DE1010063B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/244Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing sulfur or phosphorus
    • D06M13/248Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing sulfur or phosphorus with compounds containing sulfur
    • D06M13/272Unsaturated compounds containing sulfur atoms
    • D06M13/278Vinylsulfonium compounds; Vinylsulfone or vinylsulfoxide compounds

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung basischer Vinylsulfone Es wurde gefunden, daß man neue basische Vinylsulfone der allgemeinen Formel worin R1 und R2 gleiche oder verschiedene aliphatische, araliphatische, aromatische oder cycloaliphatische, unsubstituierte oder substituierte Reste bedeuten oder zusammen mit dem Stickstoffatom einen Ring bilden, erhält, wenn man äquimolekulare Mengen von Divinylsulfon und einem sekundären Amin der Formel worin R1 und R2 die obige Bedeutung haben, miteinander umsetzt. Der glatte Reaktionsverlauf der einmaligen Addition, vor allem der stark basischen sekundären Amine, an Divinylsulfon war nicht vorauszusehen, besonders auch im Hinblick auf die bekannte, in Liebigs Annalen der Chemie, Bd. 566 (1950), S. 222, bereits beschriebene doppelte Anlagerung eines sekundären Amins an Divinylsulfon.
  • Die Umsetzung erfolgt in den meisten Fällen sehr glatt und liefert. mit den aliphatischen und cycloaliphatischen Aminen sehr gute Ausbeuten.
  • Die Reaktion geht bei stark basischen Aminen schon bei Raumtemperatur unter beträchtlicher Wärmeentwicklung vor sich. Bei schwachbasischen Aminen ist eine Umsetzung bei höherer Temperatur notwendig. Man kann in Wasser, in organischen Lösungsmitteln oder auch ohne Lösungsmittel arbeiten. Um die beiderseitige Addition des sekundären Amins an die Vinylsulfongruppen zurückzudrängen, ist jedoch die Verwendung von geeigneten Verdünnungsmitteln, wie Alkoholen (Methyl-, Äthylalkohol), Kohlenwasserstoffen (Benzol, Toluol, Xylol), Ketonen (Aceton) oder Äthern, ratsam. Die Anwendung von Alkali, Alkalimetall oder einer tertiären organischen Base als Katalysator ist in manchen Fällen zweckmäßig. Die Produkte sind mehr oder weniger viskose Öle, die in den üblichen organischen Lösungsmitteln und teilweise auch in Wasser löslich sind. Sie lassen sich meistens im Vakuum unter geringer Zersetzung und Polymerisation destillieren.
  • Die so erhaltenen Verbindungen sind wegen der reaktionsfähigen Vinylsulfongruppe einerseits und wegen der basischen Aminogruppe andererseits technisch vielseitig verwendbar. Sie können als Zwischenprodukte für Farbstoffe oder bei Anwendung entsprechender Ausgangsfarbstoffe als Farbstoff selbst, als Textilhilfsmittel, als Schädlingsbekämpfungsmittel oder als Mischpolymerisationskomponente verwendet werden.
  • Beispiel 1 Zu 118 Gewichtsteilen Divinylsulfon werden unter Rühren 120 Raumteile einer 38%igen wäßrigen Dimethylaminlösung langsam eingetropft. Dabei erwärmt sich die Reaktionsmischung auf etwa 40°. Man läßt die Reaktionsmischung mehrere Stunden stehen und destilliert dann im Vakuum. Man erhält ein wasserlösliches, farbloses Öl vom Siedepunkt 146 bis 150° bei 12 mm. Die Ausbeute an destilliertem ß-(Dimethylamino)-äthylvinylsulfon beträgt 145 Gewichtsteile = 89% der Theorie. Das Hydrochlorid dieser Verbindung läßt sich aus halbkonzentrierter Salzsäure umkristallisieren und färbt sich ab 302° dunkel.
  • Beispiel 2 Zu einer Lösung von 11,8 Gewichtsteilen Divinylsulfon in 30 Gewichtsteilen Äthylalkohol tropft man in i/2 Stunde eine Lösung von 7,3 Gewichtsteilen Diäthylamin in 30 Gewichtsteilen Äthylalkohol langsam ein. Die Temperatur steigt dabei auf etwa 40°. Man destilliert das Reaktionsgemisch im Vakuum. Das ß-(Diäthylamino)-äthylvinylsulfon ist ein wasserlösliches, farbloses Öl, das bei 168 bis 169° bei 20 mm siedet. Die Ausbeute an destilliertem Produkt beträgt 16 Gewichtsteile = 84% der Theorie.
  • Beispiel3 Zu einer Lösung von 11,8 Gewichtsteilen Divinylsulfon in 25 Gewichtsteilen wasserfreiem Benzol tropft man in 1 Stunde eine Lösung von 4,3 Gewichtsteilen Äthylenimin in 25 Gewichtsteile wasserfreiem Benzol. Dabei tritt ein Temperaturanstieg bis etwa 40° ein. Man rührt 1 Stunde nach und destilliert dann im Vakuum. Das ß-(Äthyl'enimino)-äthylvinylsulfon ist ein farbloses, dickes Öl, das bei Q;5 mm bei -110 bis 113° siedet. Die Ausbeute beträgt 13 Ge*ichtsteile = 81% der Theorie. -Beispie14 8,5 Gewichtsteile Piperidin, gelöst in 30 Gewichtsteilen Benzol, werden in eine Lösung von 11,8 Gewichtsteilen Divinylsulfon in 30 Gewichtsteilen wasserfreiem Benzol langsam eingetropft. Dabei tritt eine Temperatursteigerung von 25 bis 30° ein. Bei der Destillation siedet das ß-(Piperidin)-äthylvinylsulfon bei 18 mm bei 172 bis 182° oder bei .1 mm bei 134 bis 138°. Die Ausbeute an dem farblosen, dicken Öl beträgt 16,5 Gewichtsteile =-82 % der Theorie.
  • Beispiels In eine Suspension von 11,8 Gewichtsteilen Divinylsulfon in 25 Gewichtsteilen Wasser wird eine Lösung von 10,5 Gewichtsteilen Diäthanolamin - in 25 Gewichtsteilen Wasser in 1/z Stunde eingetropft. Die Temperatur steigt bis etwa 35° an, und die Reaktionsmischung wird klar. Man destilliert das Wasser im Vakuum ab und erhält so das zurückbleibende ß-(Diäthanolamino)-äthylvinylsulfon. Es ist ein sehr dickes, farbloses 01, das bei dem Versuch einer Hochvakuumdestillation Veränderungen erleidet.
  • Beispiel 6 Zu 118 Gewichtsteilen Divinylsulfon werden bei 70 bis 80° 107 Gewichtsteile N-Methylanilin langsam eingetropft. Anschließend wird bei 70 bis 80° so lange nachgerührt, bis kein sekundäres Amin mehr nach-.weisbar ist: Das ß-(Phenylmethylamino)-äthylvinylsulfon entsteht in guter Ausbeute. Es ist ein dickes, farbloses Öl mit einem Siedepunkt von 160 bis 172° .bei 0,3 mm. -Beispiel 7 11,8 Gewichtsteile Divinylsulfon, 50 Gewichtsteile Toluol und 12,1 Gewichtsteile N-Äthylanilin werden so lange unter Rückfluß gekocht, bis kein sekundäres Amin mehr nachweisbar ist, und anschließend im Vakuum destilliert. Das in guter Ausbeute entstandene ß-(Phenyläthylamino)-äthylvinylsulfon ist ein dickes, farbloses Öl mit einem Siedepunkt von 164 bis 174° bei 0,6 mm.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur - Herstellung basischer Vinylsulfone der allgemeinen Formel worin R1 und R2 gleiche oder verschiedene aliphatische, araliphatische, aromatische oder cycloaliphatische, unsubstituierte oder substituierte Reste bedeuten oder zusammen mit dem Stickstoffatom einen Ring bilden, dadurch gekennzeichnet, daß man äquimolekulare Mengen von Divinylsulfon und einem sekundärem Amin der Formel worin R1 und R2. die obige Bedeutung haben, miteinander umsetzt.
DEF11931A 1953-05-22 1953-05-22 Verfahren zur Herstellung basischer Vinylsulfone Pending DE1010063B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF11931A DE1010063B (de) 1953-05-22 1953-05-22 Verfahren zur Herstellung basischer Vinylsulfone

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF11931A DE1010063B (de) 1953-05-22 1953-05-22 Verfahren zur Herstellung basischer Vinylsulfone

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1010063B true DE1010063B (de) 1957-06-13

Family

ID=7086870

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF11931A Pending DE1010063B (de) 1953-05-22 1953-05-22 Verfahren zur Herstellung basischer Vinylsulfone

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1010063B (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1151149B (de) * 1961-05-20 1963-07-04 Basf Ag Fungizide Mittel
US3232691A (en) * 1960-07-12 1966-02-01 Basf Ag Dyeing with copolymeric dyes and crosslinking the latter
US3235535A (en) * 1962-04-10 1966-02-15 Union Carbide Corp Aromatic vinyl sulfones and polymers thereof

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3232691A (en) * 1960-07-12 1966-02-01 Basf Ag Dyeing with copolymeric dyes and crosslinking the latter
DE1151149B (de) * 1961-05-20 1963-07-04 Basf Ag Fungizide Mittel
US3235535A (en) * 1962-04-10 1966-02-15 Union Carbide Corp Aromatic vinyl sulfones and polymers thereof

Similar Documents

Publication Publication Date Title
US2847442A (en) New compounds containing nitrogen and phosphorus
DE863055C (de) Verfahren zur Herstellung von AEthyleniminverbindungen
DE1010063B (de) Verfahren zur Herstellung basischer Vinylsulfone
DE814294C (de) Verfahren zur Herstellung von insekticiden Phosphorverbindungen
DE1125428B (de) Verfahren zur Herstellung von 1-substituierten 3-Oxymethylpyrrolidinen
DE1445739A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Thiol- bzw. Thionothiolphosphor-(-phosphon-,-phosphin-)-saeureestern
DE1670907A1 (de) N-disubstituierte 3-Amino-1,2-benzisothiazole
DE896856C (de) Verfahren zur Herstellung von Polykondensationsprodukten
DE1199264B (de) Verfahren zur Herstellung von Phospholin-derivaten
DE708309C (de) Verfahren zur Herstellung organischer Saeureamide
DE953795C (de) Verfahren zur Herstellung von Monothiono-pyrophorsaeure-tetraalkylestern
DE970463C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten
DE892135C (de) Verfahren zur Herstellung von Harnstoffabkoemmlingen
DE1156403B (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeureamid-N-sulfensaeurechloriden
DE740736C (de) Verfahren zur Herstellung von Linearpolymeren
DE925716C (de) Verfahren zur Herstellung eines basischen Dibenzofuranderivates und dessen Salzen
AT276404B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pteridinen
DE464319C (de) Verfahren zur Darstellung von Thioharnstoffen
DE953082C (de) Verfahren zur Herstellung von Thiophen-2-aldehyden
DE731559C (de) Verfahren zur Darstellung von stickstoffhaltigen ungesaettigten Verbindungen
DE2200479A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Diphenylaethern
DE1139497B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, stickstoffhaltigen, organischen Phosphorverbindungen
DE1132912B (de) Verfahren zur Herstellung eines Trichlorthioacetamid-Derivats
DE1104520B (de) Verfahren zur Herstellung von Thionophosphonsaeureestern
DE1070171B (de) Verfahren zur Herstellung von Thiophosphorsäureestern