DE1009266B - Schalter mit magnetischer Blasung - Google Patents
Schalter mit magnetischer BlasungInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H9/00—Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00
- H01H9/30—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
- H01H9/44—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts using blow-out magnet
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H71/00—Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
- H01H71/10—Operating or release mechanisms
- H01H71/12—Automatic release mechanisms with or without manual release
- H01H71/42—Induction-motor, induced-current, or electrodynamic release mechanisms
- H01H71/43—Electrodynamic release mechanisms
Landscapes
- Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)
Description
DEUTSCHES
Man verwendet bei Leistungsschaltern eine magnetische
Blasung zur Verbesserung der Löschung beim Ausschalten. Diese besteht aus Elektromagneten
mit Eisenkern, durch die der abzuschaltende Strom oder ein Teil davon fließt und die ein magnetisches Feld
erzeugen, welches auf den Abschalt-Lichtbogen wirkt und ihn auseinanderzieht. Es genügt auch, die Zuleitung
zum Schalter und zum Kontakt windungsförmig auszubilden, um ein ausreichendes Feld zu
erzeugen. Man kann hierbei auch eine Einrichtung verwenden, die den Strom erst durch die Blasspule
schickt, wenn die Abschaltung beginnt. Zu diesem Zweck leitet man den Lichtbogen-Fußpunkt auf ein
Funkenhorn, das elektrisch mit der Blasspule verbunden ist. In diesem Falle beginnt die Blasung erst
nach der Überleitung des Lichtbogens auf das Funkenhorn. Je weiter nun der Lichtbogen sich von der
Blasspule entfernt, um so' schwächer wirkt auf ihn die Blasung. Man hat deshalb vorgeschlagen, mehrere
Blasspulen zu verwenden, von denen eine von Anfang an in Betrieb ist, eine andere nach Beginn der Abschaltung
durch die Kommutierung (Überleitung des Lichtbogens auf das Funkenhorn) zugeschaltet wird.
Hierbei wird nach der Kommutierung die Beblasung verstärkt und der Lichtbogen schneller in die Funkenkammer
abgedrängt.
Diese Anordnung hat den Nachteil, eine ganz bestimmte Lage von Kontakten, Funkenhörnern und
Funkenkammern zu erfordern, da der Lichtbogen durch die Beblasung immer in gleicher Richtung beblasen
wird. Hierdurch erhalten die Schalter eine verhältnismäßig große Bauhöhe, die häufig in Schaltanlagen,
besonders bei Schaltern für höhere Ströme, nicht immer genügend Raum vorfinden. Man ist daher
bestrebt, die Größe eines solchen Schalters herabzusetzen.
Die Erfindung bezieht sich nun auf eine Anordnung, die die Bauhöhe dadurch verkleinert, daß die Fußpuukte
des Lichtbogens durch die Beblasung nach unten gedrängt werden, so daß sie tiefer liegen als
die festen Kontaktstücke. Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Blaswindungen so
angeordnet sind, daß durch die Kommutierung die vor der Kommutierung wirkenden Blaswindungen
aus- und die nach der Kommutierung wirkenden Windungen eingeschaltet werden. Die Lichtbogenhörner
sind nach unten gerichtet und die nach der Kommutierung wirkenden Windungen so angeordnet,
daß sie auf die Fußpunkte des Lichtbogens nach unten wirken, so daß diese tiefer liegen als die Kontaktstücke.
Dies kann dadurch erreicht werden, daß die nach der Überleitung des Lichtbogens auf die
Lichtbogenhörner wirkenden Windungen mindestens teilweise in unmittelbarer Nähe der Funkenhörner
Schalter mit magnetischer Blasung
Anmelder:
Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Qe., Baden (Schweiz)
Vertreter: Dr.-Ing. E. Sommerfeld, Patentanwalt,
ίο München 23, Dunantstr. 6
ίο München 23, Dunantstr. 6
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 22. März 1956
Schweiz vom 22. März 1956
Willi Oeschger, Baden (Schweiz),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
geführt sind. Hierbei ist es zur Platzersparnis zweckmäßig, die Fußpunkte nach unten zu verlegen und den
Lichtbogen durch die zweiten Windungen nach unten zu blasen.
Eine besonders gute Wirkung erzielt man, wenn die Funkenhörner dabei so angeordnet sind, daß
zwischen dem Strom in ihnen und dem Lichtbogen eine Schleife entsteht. Hierdurch wird der Lichtbogen
weiter auseinandergezogen.
Die Zeichnung zeigt die Ausführung und gibt nähere Erläuterungen. Darin ist der Kontakt mit den
Blaswindungen dargestellt; erbesteht aus dem beweglichen Kontaktstück 1 und den beiden festen Kontaktstücken
2 und 3. Nach der Öffnung des Kontaktes brennt der Lichtbogen zunächst etwa entsprechend
der Linie 4. Der Strom fließt während dieser Zeit von der Zuleitung 5 über die Schleife 6, 7 zum festen
Kontaktstück 2, über den Lichtbogen 4 zum anderen festen Kontaktstück 3, von da über die Schleife 8, 9
zur Ableitung 10. Die Stromrichtung ist durch die Pfeile angedeutet. Die beiden Stromschleifen treiben
den Lichtbogen in die Höhe und weiten ihn aus, so daß er an den Stellen 11 und 12 auf die Funkenhörner
13, 14 übergeleitet wird. Nach dieser Überleitung brennt der Lichtbogen etwa entsprechend der
Linie 15, hierbei werden, die Schleifen 6, 7 und 8, 9 stromlos; statt dessen geht der Strom von der Zuführung
5 entsprechend den gestrichelten Pfeilen über das Funkenhorn 13, den Lichtbogen 15 zum Funkenhorn
14, von da über die Schleifen 16,17 und 18, 19 zur Zuführung 10. Da die Strornrichitung der nebeneinanderliegenden
Schleifen 16, 17 und 18, 19 entgegengesetzt ist, so hebt sich ihre Wirkung auf; da-
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gegen werden dadurch, daß die Leitung 18 unmittelbar neben dem Funkenhorn 13 und die Leitung 19
unmittelbar neben dem Funkenhorn 14 geführt ist, die Fußpunkte des Lichtbogens nach unten gezogen;
hierbei muß die Schleife 16,17 so weit von der s Schleife 18,19 entfernt sein, daß ihr Einfluß auf die
Funkenhornbeblasung vernachlässigt werden kann, denn der Strom im Lichtbogen und der Strom in der
Leitung 18 bzw. 19 ist gleichgerichtet. Gleichgerichtete Ströme ziehen sich aber gegenseitig an.
Hierbei wird der Lichtbogen, erheblich verlängert, so daß er im Zusammenhang mit dem Auftrieb in
der Funkenkammer 20 auseinandergerissen werden kann. Der Vorteil dieser Ausführung besteht darin,
daß das Funkenhorn nicht oberhalb des Kontaktes, sondern tiefer angeordnet ist, so daß die Bauhöhe
wesentlich verkleinert wird und sich eine wirtschaftlichere Lösung ergibt.
Claims (3)
1. Schalter, bei denen durch magnetische Blasung der entstehende Lichtbogen in die Länge und
in Funkenkammern gezogen wird, wobei die Blasung durch die windungsförmig ausgebildeten
Zuführungen zum Kontakt erzeugt wird und nach Öffnung des Kontaktes der Lichtbogen auf Funkenhörner
kommutiert wird, wobei gleichzeitig weitere Blaswindungen eingeschaltet werden, dadurch
gekennzeichnet, daß die Blaswindungen so angeordnet sind, daß durch die Kommutierung
die νοΐ der Kommutierung wirkenden Blaswindungen
aus- und die nach, der Kommutierung wirkenden Blaswindungen eingeschaltet werden, daß
die Lichtbogenhörner nach unten gerichtet und die nach der Kommutierung wirkenden Windungen
so· angeordnet sind, daß sie auf die Fußpunkte des Lichtbogens nach unten wirken, so daß
diese tiefer liegen als die festen Kontaktstücke.
2. Schalter nach Aixspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die nach der Kommutierung wirkenden Windungen mindestens teilweise in unmittelbarer
Nähe der Funkenhö'rner geführt sind.
3. Schalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Funkenhörner so angeordnet
sind, daß zwischen dem Lichtbogen und den Stromzuführungen (5, 10) eine Stromschleife entsteht,
die den Lichtbogen zu vergrößern sucht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 546/331 5.57
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1169906X | 1956-03-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1009266B true DE1009266B (de) | 1957-05-29 |
Family
ID=4561183
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA24589A Pending DE1009266B (de) | 1956-03-22 | 1956-03-29 | Schalter mit magnetischer Blasung |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE556013A (de) |
| CH (1) | CH341208A (de) |
| DE (1) | DE1009266B (de) |
| FR (1) | FR1169906A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1189609B (de) * | 1962-06-04 | 1965-03-25 | Bbc Brown Boveri & Cie | Leistungsschalter mit einer Unterbrechungsstelle in Luft |
| DE4315485A1 (de) * | 1993-05-10 | 1994-11-17 | Abb Patent Gmbh | Elektrischer Schalter |
-
0
- BE BE556013D patent/BE556013A/xx unknown
-
1956
- 1956-03-22 CH CH341208D patent/CH341208A/de unknown
- 1956-03-29 DE DEA24589A patent/DE1009266B/de active Pending
-
1957
- 1957-03-21 FR FR1169906D patent/FR1169906A/fr not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1189609B (de) * | 1962-06-04 | 1965-03-25 | Bbc Brown Boveri & Cie | Leistungsschalter mit einer Unterbrechungsstelle in Luft |
| DE4315485A1 (de) * | 1993-05-10 | 1994-11-17 | Abb Patent Gmbh | Elektrischer Schalter |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1169906A (fr) | 1959-01-07 |
| CH341208A (de) | 1959-09-30 |
| BE556013A (de) |
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