DE1123735B - Elektrische Kontaktanordnung - Google Patents
Elektrische KontaktanordnungInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/02—Details
- H01H33/04—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
- H01H33/18—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts using blow-out magnet
-
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Description
- Elektrische Kontaktanordnung Die Erfindung betrifft eine elektrische Kontaktanordnung, bestehend aus einem festen Kontaktteil und einem Kontakthebel, wobei der feste Kontaktteil aus einem Hauptkontaktstück und einem Abreißkontaktstück besteht, mit welcher eine einfache und günstige Beblasung des Lichtbogens erreicht wird.
- Die Hauptkontakte werden bei solchen Kontaktanordnungen aus Fingerkontakten hergestellt. Es greift das bewegliche Messer also in die federnden Kontaktfinger ein. Der Stromübergang ist hierbei sehr gut, so daß sie den Nennstrom des Schalters leicht bewältigen können. Beim Abreißkontakt kommt es weniger auf die Belastbarkeit als auf die Abschaltfähigkeit an. Diese muß nicht nur dem Nennstrom, sondern auch dem Kurzschlußstrom entsprechen. Die Abreißkontakte öffnen also beim Ausschalten erst, nachdem die Hauptkontakte offen sind. Beim Einschalten schließen sie ebenfalls meist zuerst. Um die Abschaltleistung bewältigen zu können, werden sie mit abbrandfestem Material versehen.
- Bei Schaltern mit magnetischer Blasung schaltet man mit der Kontaktanordnung in bekannter Weise eine Blasspule in Reihe. Diese ist dann mit einer Funkenhornanordnung verbunden, auf welche der entstehende Lichtbogen geblasen wird. Nach dieser Kommutierung des Lichtbogens setzt die Wirkung der Blasspule ein. Sie ist vorher durch den Kontakt selbst kurzgeschlossen. Bei Beginn der Abschaltung ist also die Blasspule noch wirkungslos. Auch bei kleineren Abschaltströmen, bei denen der Lichtbogen bereits vor der Kommutierung löschen kann, wirkt die Blasung nicht, so daß in Grenzfällen, wo der Strom noch nicht hoch genug ist, um die Kommutierung zu bewirken, aber doch schon so hoch, daß er einen merkbaren Abbrand hinterlassen kann, die Löschverhältnisse sehr ungünstig sind.
- Ferner ergibt sich der Nachteil, daß die Kommutierung des Lichtbogens allein durch den Wärmeauftrieb bewirkt wird. Außerdem ist es nötig, den Abbrandkontakt möglichst nahe an dem Lichtbogenhorn oberhalb des Hauptkontaktes anzuordnen. Die tatsächliche Kontaktstelle liegt also oberhalb des Hauptkontaktes. Dies hat den weiteren Nachteil, daß, wenn man noch zusätzlich eine Druckluftbeblasung für die Abschaltung kleiner Ströme vorsieht, die blasende Düse verhältnismäßig weit von dem Entstehungsort des Lichtbogens vorgesehen werden muß. Sie muß unterhalb des Hauptkontaktes sein, um die Schaltbewegung nicht zu hindern. Der Lichtbogen entsteht aber am oberen Ende, so daß die ganze Breite des Kontaktes, welche bei hohen Strömen verhältnismäßig groß sein kann, dazwischen liegt. Um diesen Nachteil zu vermeiden und allgemein eine bessere Löschwirkung zu erzielen, wird nun erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß das Abreißkontaktstück als U-förmiger Abreißbügel ausgeführt wird, welcher das Hauptkontaktstück umgreift, wobei der eine Schenkel mit der Stromzuführungslasche und der andere mit einem Lichtbogenhorn verbunden ist.
- Die Zeichnung erläutert diese Anordnung in einem Ausführungsbeispiel. Auf der Grundplatte 1 ist am oberen Ende die Kontaktanordnung angebracht. Sie besteht aus der Stromzuführung 2, dem aus Federn bestehenden Hauptkontakt 3 und dem U-förmig gebogenen Abreißkontakt 4, Am unteren Ende liegt die andere Stromzuführung 5, mit welcher der Kontaktarm 6 verbunden ist, welcher sich um die Achse 7 drehen kann. Gleichzeitig führt eine elektrische Verbindung 8 zum Lichtbogenhorn 9. Die Kontaktanordnung ist über die Blasspule 10 mit dem anderen Lichtbogenhorn 11 verbunden. Zusätzlich, aber nicht unbedingt erforderlich ist noch eine Druckluftbelastung vorgesehen, welche aus der Düse 12 erfolgt. Am Abreißkontakt 4 ist an der eigentlichen Berührungsstelle ein besonders abbrandfestes Kontaktmaterial 13 vorgesehen, das in dem Schaltarm 6 ein Gegenstück 14 besitzt.
- Der Vorgang beim Abschalten ist nun folgender: Das Messer 6 wird im Uhrzeigersinn herausgedreht. Zunächst wird es aus den Fingerkontakten 3 herausgezogen. Die elektrische Verbindung bleibt dann noch über den Abreißkontakt 4 bestehen. Beim weiteren Drehen des Armes 6 öffnet sich der Abreißkontakt 13, 14. Es entsteht nun ein Lichtbogen. Der- Strom geht dann von der Zuführung 2 über den Abreißkontakt 4 bis zur Stelle 13, dann über den Lichtbogen nach 14 und über den Arm zur anderen Anschlußstelle 5. Die Wärme des Lichtbogens treibt diesen sofort nach oben. Hierbei entsteht eine Stromschleife in dem Abreißkontakt 4, welche eine magnetische Blasung (Eigenblasung) ausübt. Der Lichtbogen wird weiter eindeutig noch oben getrieben. Die sich dabei weiter verstärkende Blaswirkung treibt ihn dann schnell an das Lichtbogenhorn 11. In diesem Augenblick wirkt die ganze Schleife des Abreßkontaktes, da der Strom nunmehr von 2 über die Schleife 4 zur Blasspule 10 und zum Lichtbogenhorn 11 fließt. Die Blasspule 10 tritt dann ebenfalls in Tätigkeit und bläst den Lichtbogen an den Lichtbogenhömern entlang nach oben, bis er abreißt.
- Die zusätzliche Druckluftbeblasung, welche vor allem bei kleineren Strömen wirksam ist, unterstützt diesen Vorgang. Sie kann unmittelbar an der Berührungsstelle angebracht werden, da diese bei der vorgeschlagenen Konstruktion am unteren Ende des Bügels liegen kann, ohne die Kommutierung des Lichtbogens zu beeinträchtigen. Der Bügel 4, welcher das U-förmige Abreißkontaktstück darstellt, wird zweckmäßigerweise doppelt ausgeführt, und zwar derart, daß zwischen den beiden Teilen ein Spalt bestehen bleibt, in welchem das Messer im eingeschalteten Zustand Platz findet.
- Die Verbesserung besteht darin, daß durch die Bügelform eine zusätzliche Eigenblasung möglich ist, welche schon bei Beginn der Öffnung des Kontaktes einsetzt und den Lichtbogen eindeutig noch oben bläst. Ein weiterer Vorteil ist, daß die zusätzliche Druckluftbeblasung wirksamer sein kann, da sie unmittelbar an der Berührungsstelle angeordnet ist. Ferner ergibt sich, daß der Hebelarm des Kontaktmessers selbst kürzer sein kann, weil die Berührungsstelle am unteren Ende liegt. Dadurch wird die Einschaltung erleichtert, da die vom Strom durchflossene Schleife kürzer ist.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Elektrische Kontaktanordnung, bestehend aus einem festen Kontaktteil und einem Kontakthebel, wobei der feste Kontaktteil aus einem Hauptkontaktstück und einem Abreißkontaktstück besteht, dadurch gekennzeichnet, daß das Abreißkontäktstück als U-förmiger Abreißbügel (4) ausgeführt ist, welcher das Hauptkontaktstück (3) umgreift, wobei der eine Schenkel mit der Stromzuführungslasche (2) und der andere mit einem Lichtbogenhorn (11) verbunden ist.
- 2. Elektrische Kontaktanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das U-förmige Abreißkontaktstück (4) doppelt ausgeführt ist, so daß das bewegliche Messer (6) in geschlossenem Zustand des Kontaktes zwischen den beiden Abreißkontaktstücken liegt.
- 3. Elektrische Kontaktanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lichtbogenhorn über mindestens eine Blaswindung (10) mit dem einen Schenkel des U-förmigen Abreißkontaktstückes (4) verbunden ist.
- 4. Elektrische Kontaktanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abreißbügel eine Abbrandauflage (13) an einer Biegungsstelle des U-förmigen Bügels (4) besitzt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH572960A CH378388A (de) | 1960-05-19 | 1960-05-19 | Elektrische Kontaktanordnung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1123735B true DE1123735B (de) | 1962-02-15 |
Family
ID=4298374
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA34824A Pending DE1123735B (de) | 1960-05-19 | 1960-06-04 | Elektrische Kontaktanordnung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH378388A (de) |
| DE (1) | DE1123735B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1990015428A1 (de) * | 1989-06-07 | 1990-12-13 | Siemens Aktiengesellschaft | Kontaktsystem für hebeltrennschalter |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2569304B1 (fr) * | 1984-08-15 | 1990-12-28 | Mitsubishi Electric Corp | Interrupteur de circuit |
-
1960
- 1960-05-19 CH CH572960A patent/CH378388A/de unknown
- 1960-06-04 DE DEA34824A patent/DE1123735B/de active Pending
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1990015428A1 (de) * | 1989-06-07 | 1990-12-13 | Siemens Aktiengesellschaft | Kontaktsystem für hebeltrennschalter |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH378388A (de) | 1964-06-15 |
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