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DE1009182B - Verfahren zur Herstellung von Verbindungen mit schwammtoetender und nur geringer pflanzenschaedigender Wirkung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Verbindungen mit schwammtoetender und nur geringer pflanzenschaedigender Wirkung

Info

Publication number
DE1009182B
DE1009182B DEN11098A DEN0011098A DE1009182B DE 1009182 B DE1009182 B DE 1009182B DE N11098 A DEN11098 A DE N11098A DE N0011098 A DEN0011098 A DE N0011098A DE 1009182 B DE1009182 B DE 1009182B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
compounds
mol
added
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN11098A
Other languages
English (en)
Inventor
Jan Hendrik Uhlenbroek
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Gloeilampenfabrieken NV filed Critical Philips Gloeilampenfabrieken NV
Publication of DE1009182B publication Critical patent/DE1009182B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C381/00Compounds containing carbon and sulfur and having functional groups not covered by groups C07C301/00 - C07C337/00
    • C07C381/04Thiosulfonates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Verbindungen mit schwammtötender und nur geringer pflanzenschädigender Wirkung Es ist bekannt, daß gewisse Verbindungen mit der Atomgruppierung SO g'S CClg eine schwammtötende Wirkung haben. Beispiele solcher Verbindungen sind unter anderem Benzolthiolsulfonsäuretrichlormethylester und p-Toluolthiolsulfonsäuretrichlormethylester der Formel Die Verbindungen I und II weisen aber bei ihrer praktischen Anwendung als schwammtötende Stoffe den Nachteil auf, daß sie stark phytotoxisch sind, was sich besonders in einer Schädigung der Blätter oder in einer Keimhemmung äußert.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß Verbindungen mit schwammtötender Wirkung erhalten werden, die nahezu keine Phytotoxizität aufweisen, wenn ein Wasserstoffatom der Phenylgruppe der Verbindungen des obenerwähnten Typs durch eine Carboxylgruppe oder ein funktionelles Derivat derselben, z. B. eine Carbonsäureestergruppe oder eine in Salzform vorliegende Carbonsäuregruppe, ersetzt wird. Dementsprechend bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen mit schwammtötender und nur geringer pflanzenschadigender Wirkung der allgemeinen Formel oder von Estern oder Salzen dieser Verbindungen, bei denen die Carboxylgruppe die o-, m-oder p-Stellung zur Thiolsulfonatgruppe einnehmen kann.
  • Obgleich im Prinzip die o-, m-und p-Isomeren der vorstehend erwähnten Verbindungen die gleiche Wirkung aufweisen, ist die p-Verbindung für praktische Anwendung am meisten geeignet.
  • Als Ester kommen die Alkylester, z. B. Methyl-oder Athylester, in Betracht. Sowohl organische als auch anorganische Salze weisen die erwähnte Wirkung auf ; es können z. B. die Alkalisalze oder die durch Reaktion der entsprechenden Carbonsäuren mit organischen Basen, z. B. Morpholin oder Triäthanolamin, erhaltenen Salze verwendet werden.
  • Für die Herstellung dieser Verbindungen kommen Verfahren in Betracht, wie sie zur Einführung einer Su2 in organische Verbindungen bekannt sind. Ein solches Verfahren ist z. B. in » Recueil des Travaux Chimiques des Pays-Bas «, 71, 1083 (1952), beschrieben. Gemäß diesem Verfahren läßt man die aromatische Sulfinsäure mit Perchlormethylmerkaptan reagieren. Dementsprechend läßt man bei dem Verfahren nach der Erfindung eine Monocarboxybenzolsulfinsäure oder einen Ester oder ein Salz derselben mit Perchlormethylmerkaptan reagieren. Gewünschtenfalls wird darauf die Carboxylgruppe in ein Salz oder, falls sie in Salzform vorliegt, in die freie Saure umgewandelt.
  • Das Verfahren nach der Erfindung wird vorzugsweise in wässerigem Medium durchgeführt. Die erhaltene Verbindung fällt dabei aus und läßt sich leicht abscheiden.
  • Beispiel 1 A. Herstellung von p-Carboxybenzolsulfinsäure 110 g (0,5 Mol) p-Carboxybenzolsulfochlorid wurden unter Rühren einer Lösung von 252 g (1 Mol) kristallisiertem Natriumsulfit (Na2 S O3 7 H2 O) in 750 ccm Wasser zugesetzt. Unter Rühren wurde darauf 50°/oige Natronlauge mit einer solchen Geschwindigkeit zugesetzt, daß der pH-Wert des Reaktionsgemisches schwach alkalisch blieb. Dazu brauchte man insgesamt 85 ccm Lauge. Während der Reaktion wurde die Temperatur auf 40° gehalten.
  • Darauf wurde das Reaktionsgemisch noch 1 Stunde gerührt und dann unter Abkühlung mit einem Ge- misch von 185 g konzentrierter Schwefelsäure und 110 ccm Wasser angesäuert. Der erhaltene Niederschlag wurde abgesaugt und einige Male mit Wasser gewaschen.
  • B. Herstellung von p-Carboxybenzolthiolsulfonsäuretrichlormethylester Die p-Carboxybenzolsulfinsäure, die gemäß dem vorangehenden Verfahren erhalten wurde, wurde in 500 ccm Wasser suspendiert. Diesem Gemisch wurde unter Abkühlung und Rühren langsam 50°/oige Natronlauge zugesetzt, bis die Flüssigkeit gerade schwach alkalisch reagierte. Nach Abfiltrieren nicht gelöster Anteile wurde die wässerige Lösung des Dinatriumsalzes der p-Carboxybenzolsulfinsäure mit 2,5 l Wasser verdünnt, und dieser Lösung wurde eine Menge von 2 n-Salzsäure zugesetzt, die der halben Menge der vorerwähnten 50°/oigen Natronlauge äquivalent war.
  • Der auf diese Weise erhaltenen Lösung wurden unter kräftigem Rühren langsam 93 g Perchlormethylmerkaptan (0,5 Mol) zugesetzt. Dabei fällt der p-Carboxybenzolthiolsulfonsäuretrichlormethylester aus. Das Reaktionsgemisch wurde noch 2 Stunden gerührt, darauf filtriert und der Niederschlag mit Wasser gewaschen. Die Ausbeute betrug 154g (92°/o), berechnet auf p-Carboxybenzolsulfochlorid. Der Ester schmilzt unter Zersetzung zwischen 190 und 192°.
  • Beispiel 2 A. Herstellung von m-Carloxybenzolsulfinsaure Zu 30,5 g Benzoesäure (0,25 Mol) wurden 145,6 g Chlorsulfonsäure (1, 25 Mol) zugesetzt, worauf das Reaktionsgemisch unter Rühren erhitzt wurde. Bei etwa 100° setzte unter Wärmeentwicklung die Reaktion ein, und die Temperatur stieg bis etwa 135° an ; darauf wurde noch 1 Stunde auf 125° erhitzt, worauf das Reaktionsgemisch auf Eis ausgegossen wurde, wobei sich das m-Carboxybenzolsulfochlorid absetzte. Nach Abfiltrieren, Waschen und Trocknen des Niederschlages wurde er einmal aus Benzol umkristallisiert. Die Substanz schmilzt bei 130 bis 133°.
  • 22 g (0,1 Mol) dieses noch nicht ganz reinen m-Carboxybenzolsulfochlorids wurden innig mit 21 g Phosphorpentachlorid gemischt. Nachdem das Reaktionsgemisch etwa eine halbe Stunde auf eine Temperatur von 110° erhitzt worden war, wurde das als Nebenprodukt entstandene Phosphoroxychlorid im Vakuum abdestilliert, worauf 24g eines braunen Öls zurückblieben, das aus unreinem Benzoylchlorid-m-sulfochlorid bestand. 23 g dieses 01s wurden unter Rühren und Erhitzen tropfenweise mit einer Lösung von 46, 4g Natriumsulfit (Na2SO3 7H20 = 0,184 Mol) in 45 ccm Wasser bei einer Temperatur von 50 bis 70° gemischt. Um das Reaktionsgemisch stets schwach alkalisch zu halten, wurde gleichzeitig eine 50°/oige wässerige Natronlauge hinzugetropft (insgesamt 32 g Lauge). Nachdem alle Reaktionskomponenten zugesetzt worden waren, wurde noch etwa eine halbe Stunde gerührt ; darauf wurden unter Abkühlung vorsichtig 25 g konzentrierte Schwefelsäure zugesetzt, wobei sich die m-Carboxybenzolsulfinsäure in feinverteiltem Zustand ausschied ; sie wurde dadurch isoliert, daß das Reaktionsgemisch einige Male mit Diäthyläther extrahiert wurde. Aus den ätherischen Extrakten erhielt man 15 g m-Carboxybenzolsulfinsäure mit einem Schmelzpunkt von 175 bis 178° (Zersetzung) und mit einem Aquivalentgewicht von 95,5 (berechnet 93,1). Die Säure wurde in das Dinatriumsalz umgewandelt. Die Ausbeute, bezogen auf m-Carboxybenzolsulfochlorid, betrug etwa 70°/o.
  • B. Herstellung von m-Carboxybenzolthiolsulfonsäuretrichlormethvlester 27 g (0,117 Mol) m-Carboxybenzolsulfinsäure (Dinatriumsalz) und 3 g Natriumbicarbonat wurden in 250 ccm Wasser gelöst ; darauf wurden der Lösung 24,3 g (0,131 Mol) Perchlormethylmerkaptan zugesetzt, und das Reaktionsgemisch wurde kräftig geschüttelt. Die erhaltene Lösung wurde zweimal mit Ather extrahiert und darauf mit 200 ccm 2 n-Schwefel- säure angesäuert. Das Reaktionsprodukt wurde durch erneutes Extrahieren mit Diäthyläther isoliert. Aus der ätherischen Lösung erhielt man nach Trocknen und Eindampfen im Vakuum 36,5 g m-Carboxybenzolthiolsulfonsäuretrichlormethylester mit einem Schmelzpunkt von 167 bis 171° (Ausbeute etwa 93 °/o).
  • Beispiel 3 A. Herstellung von o-Carboxybenzolsulfinsäure 10 g Thiosalicylsäure (0,065 Mol) wurden mit 40 ccm wasserfreiem Tetrachlorkohlenstoff gemischt, worauf unter Rühren Chlor eingeleitet wurde, bis die gesamte Thiosalicylsäure unter Wärme-und Salzsäureentwicklung gelöst war. Durch Einleiten von Stickstoff wurde das überschüssige Chlor vertrieben ; darauf wurden noch 50 ccm Tetrachlorkohlenstoff dem Reaktionsgemisch zugesetzt, um auskristallisierte Anteile wieder zu lösen. Nach Filtrieren wurde die Reaktionslösung auf Eis ausgegossen, wobei sich die o-Carboxybenzolsulfinsaure absetzte. Die Saure wurde abfiltriert und im Vakuum getrocknet. Ausbeute 7,5 g (70°/o) ; Aquivalentgewicht 98,1 (berechnet 93,1).
  • B. Herstellung von o-Carboxybenzolthiolsulfonsauretrichlormethylester Einer wässerigen Lösung von 15 g o-Carboxybenzolsulfinsäure (0,081 Mol) wurden nacheinander 2 Moläquivalente wässerige Natronlauge und 1 Moläquivalent 2 n-Salzsaure zugesetzt. Der filtrierten Lösung (Gesamtvolumen 300 ccm) wurden 15,3 g (0,082 Mol) Perchlormethylmerkaptan zugesetzt, und das Gemisch wurde eine Zeitlang kräftig geschüttelt.
  • Der ausgeschiedene o-Carboxybenzolthiolsulfonsäuretrichlormethylester-hat nach Filtrieren und Trocknen ein Gewicht von 24,5 g (Ausbeute 90°/o) und schmilzt bei 161 bis 168°. Nach Umkristallisieren aus Benzol wurden schöne, schuppenförmige Kristalle mit Schmelzpunkten zwischen 164 und 172° erhalten.
  • Beispiel 4 A. Herstellung von p-Carbomethoxybenzolsulfinsäure 20 g p-Carboxybenzolsulfochlorid (0,091 Mol) wurden durch 2t/2stündiges Erhitzen mit 67 ccm Thionylchlorid (0,93 Mol) in das Di-säurechlorid umgewandelt, das nach Abdampfen des Überschusses an Thionylchlorid in Form eines kristallinischen Produktes mit einem Schmelzpunkt von 53 bis 57° in einer Ausbeute von 20,7g (95,5°/o) erhalten wurde.
  • Dieser Verbindung wurden darauf 83 ccm absolutes Methanol zugesetzt, wobei das Di-säurechlorid unter Wärmeentwicklung sich löste. Nach Abkühlung auf Zimmertemperatur wurde das p-Carbomethoxybenzolsulfochlorid durch Zusatz von Wasser abgeschieden.
  • Ausbeute 18,5 g (91 °/o) mit einem Schmelzpunkt von 62,5 bis 67,5°. Dieses Sulfochlorid wurde auf übliche Weise durch Reduktion bei Zimmertemperatur mit einer wässerigen Natriumsulfitlösung (40 g Na2 S Og' 7H20) in 120 ccm Wasser unter Neutralisation mit Natriumbicarbonat (10 g) in die p-Carbomethoxybenzolsulfinsäure umgewandelt. Aus 18,5 g Sulfochlorid wurden 10,7 g Sulfinsaure mit einem Schmelzpunkt von 74 bis 76° und einem Aquivalentgewicht von 223 (berechnet 200,2) erhalten.
  • B. Herstellung von p-Carbomethoxybenzolthiolsulfonsäuretrichlormethylester 7, 9 g (0,0395 Mol) rohe p-Carbomethoxybenzolsulfinsäure wurden mit 4 g Natriumbicarbonat in 50 ccm Wasser gelöst. Durch kräftiges Schütteln mit 7,5 g (0,04 Mol) Perchlormethylmerkaptan wurde der p-Carbomethoxybenzolthiolsulfonsäuretrichlormethylester abgeschieden. Nach Abnutschen, Trocknen und Umkristallisieren aus Petroläther (Siedepunkt 80 bis 100°) wurden 9,5 g dieser Verbindung mit einem Schmelzpunkt von 104 bis 107° erhalten.
  • C9 H7 Cl3 04 S2 (349,65) : Berechnet C 30, 91, H 2, 02, Cl 30,42, S18, 34"/o ; gefunden C 31, 03, H 2, 52, Cl 30,57, S 18, 36°/o.
  • Beispiel 5 A. Herstellung von m-Carbomethoxybenzolsulfinsaure Auf die im Beispiel 2 beschriebene Weise wurden, von 30 g m-Carboxybenzolsulfochlorid ausgehend, 32 g (98 //) Benzoylchlorid-m-sulfochlorid hergestellt.
  • Aus 29 g dieses Di-säurechlorids wurden durch Lösung in 116 ccm absolutem Methanol 30 g rohes, feuchtes m-Carbomethoxybenzolsulfochlorid erhalten, das auf übliche Weise mit einer Lösung von 61 g Na2 S 03 * 7 H2 0 in 200 ccm Wasser bei Zimmertemperatur unter Neutralisation mit 15 g Natriumbicarbonat reduziert wurde. Die m-Carbomethoxybenzolsulfinsäure wurde in einer Menge von 20 g (82°/o, berechnet auf Di-säurechlorid) in Form eines tEls mit einem Aquivalentgewicht von 223 (berechnet 200,2) erhalten.
  • B. Herstellung von m-Carbomethoxybenzolthiolsulfonsäuretrichlormethylester Die rohe m-Carbomethoxybenzolsulfinsaure wurde mit 10 g Natriumbicarbonat in 120 ccm Wasser als Natriumsalz gelöst und auf übliche Weise durch Schütteln mit 18,6 g (0,1 Mol) Perchlormethylmerkaptan in den m-Carbomethoxybenzolthiolsulfonsäuretrichlormethylester umgewandelt. Nach Umkristallisieren aus Petroläther (Siedepunkt 60 bis 80°) wurden 24 g (70°/o) dieser Verbindung mit einem Schmelzpunkt von 73,5 bis 76,5° erhalten.
  • C9 H7 Cl3 04 S2 (349,65) : Berechnet C 30, 91, H 2, 02, Cl 30, 42, S18, 34"/ ; gefunden C 31, 01, H 2, 34, Cl 30, 58, S18, 37"/o.
  • Beispiel 6 A. Herstellung von o-Carbomethoxybenzolsulfinsaure 22,0 g (0,092 Mol) Kaliumsalz der o-Carboxybenzolsulfonsäure wurden mit 41g (0,197 Mol) Phosphorpentachlorid gemischt, worauf das Gemisch etwa eine 1/4Stunde auf einem Dampfbad erhitzt wurde. Unter Salzsäureentwicklung wandelte das Gemisch sich in eine flüssige Masse um. Nach Beendigung der Reaktion wurde das als Nebenprodukt entstandene Phosphoroxychlorid im Vakuum abdestilliert ; darauf wurde der Rückstand in absolutem Ather gelöst und der Niederschlag von anorganischem Material abfiltriert. Die ätherische Lösung wurde im Vakuum eingeengt ; der Rückstand wurde bei einem Druck von etwa 20 mm Hg destilliert. Es wurden 16,5 g (74 I/o) Benzoyl-o-sulfochlorid erhalten (Kp. 20 180°). Diesem Di-säurechlorid wurden unter Kühlen und Rühren tropfenweise 60 ccm absolutes Methanol zugesetzt, wobei die Temperatur unterhalb 30° gehalten wurde.
  • Darauf wurde die erhaltene Lösung auf Eis ausgegossen. Das abgetrennte 01 wurde durch Extraktion mit Diäthyläther isoliert. Es wurden 14 g (86,5 °/o) rohes o-Carbomethoxybenzolsulfochlorid mit einem Schmelzpunkt von 40 bis 55° erhalten. Dieses Sulfochlorid wurde auf übliche Weise mit einer Lösung von 30 g Na2 S 03 7 H2 0 und 8 g Natriumbicarbonat in 100 ccm Wasser zu der o-Carbomethoxybenzolsulfinsäure reduziert ; letztere Verbindung wurde mit einer Ausbeute von 88°/o (berechnet auf Sulfochlorid) in Form eines bei 81 bis 91° schmelzenden Produktes mit einem Aquivalentgewicht von 198,5 (berechnet 200,2) erhalten.
  • B. Herstellung von o-Carbomethoxybenzolthiolsulfonsäuretrichlormethylester 8,2 g (0,041 Mol) der unter A beschriebenen Sulfinsaure wurden mit 4,2 g (0,05 Mol) Natriumbicarbonat in 50 ccm Wasser als Natriumsalz gelöst. Darauf wurden 8,2 g Perchlormethylmerkaptan zugesetzt, das durch kräftiges Schütteln des Reaktionsgemisches ge- löst wurde, während der o-Carbomethoxybenzolthiolsulfonsäuretrichlormethylester sich in Form eines weißen, kristallinischen Produktes abschied. Nach Absaugen, Trocknen und Umkristallisieren aus Petroläther (Siedepunkt 80 bis 100°) wurden 10 g (70°/o) letzterer Verbindung mit einem Schmelzpunkt von 128 bis 132° erhalten.
  • Cg H7 Cl3 04 S2 (349,65) : Berechnet C 30, 91, H 2, 02, Cl 30, 42, S 18, 34°/o ; gefunden C 31, 17, H 2, 29, Cl 30. 19, S 18, 23"/o.
  • Die Fungi-Toxizität der nach Beispiel 1 erhaltenen Verbindung wurde an Hand einer Sporenkeimprüfung bestimmt, wobei ein verdünnter Kirschenextrakt (1 Gewichtsteil Trockenstoff auf 1000 Gewichtsteile Wasser) als Stimulanz für den Keimprozeß diente. Die Prüfung wurde mit Sporen von zehn Schwämmen durchgeführt. Die Resultate der zweifach ausgeführten Bestimmungen sind in nachstehender Tabelle zusammengefaßt.
    Konzentration des p-Carboxybenzolthiolsulfonsäuretrichlormethylesters in mg/l
    0,13 0, 25 0, 5 1,0 1 2, 0 4, 0 8, 0
    Rhizopus nigricans........ 3 3 3 3 3 3 3 3 2 2 1 2 0 0
    Pythium debaryanum...... 3 3 3 3 3 3 3 3 1 3 0 1 0 0
    Glomerella cingulata 3 3 1 3 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0
    Botrytis 3 33 33 21 20 20 00 0
    Penicillium italicum....... 3 3 3 3 2 2 1 2 0 0 0 0 0 0
    Sclerotinia fructicola...... 3 3 2 3 2 2 0 2 0 0 0 0 0 0
    Alternaria tenuis.......... 3 3 3 3 3 2 2 2 1 2 0 0 0 0
    Cladosporiumcucumerinum3 33 33 22 00 00 00 0
    Mycosphaerella cannabis 3 3 2 3 2 2 0 0 0 0 0 0 0 0
    Fusarium culmorum 3 3 2 3 2 1 0 0 0 0 0 0 0 0
    Total.................... 6056432613' 40
    Erklärung der Ziffern : 0 = keine Keimung.
  • 1 = nur einige Sporen zeigen Neigung zur Keimung, oder Sporen sind gequollen, 2 = Keimung gehemmt gegenuber Kontrolle, 3 = Keimung gleich Kontrolle.
  • Aus den in der letzten Querspalte erwähnten Totalziffern kann die Toxizität des Esters in Abhängigkeit von der jeweils angewandten Konzentration überschlagsweise entnommen werden.
  • Die Toxizität dieser Verbindung beträgt etwa 0,93 0,1 Teile pro Million.
  • Zur Bestimmung der Phytotoxizität wurde eine 10°/oige Lösung des Esters in Aceton über verschiedenartige höhere Pflanzen in einer Menge von 10 ccm pro 1000 cm2 Bodenfläche verspritzt. Nachdem die Pflanzen 5 Tage einer Belichtung von etwa 3000 Lux, einer relativen Feuchtigkeit von etwa 85°/o und einer Temperatur von 22° ausgesetzt waren, wurde das Maß der Blattverbrennung bei Gartenbohnen, Kapuzinerkresse, Kartoffeln, Kriechbohnen, Erbsen, Gurken, Tradescantia (zwei Sorten), Tabak, Begonia (zwei Sorten), Coläus und Capsicum festgestellt. Bei keiner der erwähnten Sorten konnte eine Blattschädi gung festgestellt werden.
  • Die erfindungsgemäß erhältlichen Ester können in Form von tilen, Aerosolen, Spritzpulvern, Staubpulvern oder Saatgutbeizmitteln für fungizide Zwecke verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH.
    Verfahren zur Herstellung von Verbindungen mit schwammtötender und nur geringer pflanzenschädigenderWirkung, die der allgemeinen Formel entsprechen, wobei X eine COOH-oder COO-alkyl-Gruppe bedeutet und X in o-, m-oder p-Stellung zur Thiolsulfonsäureestergruppe steht, dadurch gekennzeichnet, daß man Carboxybenzolsulfinsauren oder deren Salze oder Ester mit Perchlormethylmerkaptan, vorzugsweise in wässerigem Mittel, umsetzt und die erhaltenen Carboxybenzolthiolsulfonsäuretrichlormethylester gegebenenfalls in an sich üblicher Weise in ihre Salze mit anorganischen oder organischen Basen überführt.
DEN11098A 1954-08-27 1955-08-24 Verfahren zur Herstellung von Verbindungen mit schwammtoetender und nur geringer pflanzenschaedigender Wirkung Pending DE1009182B (de)

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