DE1009032B - Sand-, Erdfilter od. dgl. fuer Luftschutzraeume - Google Patents
Sand-, Erdfilter od. dgl. fuer LuftschutzraeumeInfo
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-
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- A62—LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
- A62B—DEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
- A62B13/00—Special devices for ventilating gasproof shelters
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04H—BUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
- E04H9/00—Buildings, groups of buildings or shelters adapted to withstand or provide protection against abnormal external influences, e.g. war-like action, earthquake or extreme climate
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Description
DEUTSCHES
Gegenstand des Hauptpatents 951329 ist ein Sand-,
Erd-, Aktivkohlefilter od. dgl. für Luftschutzräume, bei dem das Filtermaterial in einem zugleich als Notausstieg
dienenden Schacht über einer von Hand entfernbaren Auflageplatte gelagert ist. Bei dieser Bauform
wird der eine Ausgang gleichsam durch das Filtermaterial abgeschlossen, so daß die Anordnung
eines besonderen Abschlusses dieses Ausgangs in Form einer Tür, eines Verschlußdeckels od. dgl. erspart
wird. Wenn der Notausstieg benutzt werden soll, wird die Auflageplatte des Filtermaterials aus
ihrer Lagerung gezogen. Das Filtermaterial fällt in den Schacht nach unten und gibt dabei den Ausgang
durch den Schacht frei. Der Schacht kann lotrecht oder auch schräg angeordnet sein. Als Filtermaterial
kann jedes rutschfähige Material, insbesondere Sand, Erde oder auch anderes körniges Material, dienen.
Die Auflageplatte für das Filtermaterial kann als Rost ausgebildet sein, so daß die Luft durch diese
Auflageplatte hindurchtreten kann.
Die Auflageplatte kann weiterhin unterteilt sein, wobei nur der eine Teil von Hand entfernbar ist,
während der andere Teil der Auflageplatte fest angeordnet ist. In einem solchen Fall kann beispielsweise
die fest angeordnete Auflageplatte als Rost und der von Hand entfernbare Teil der Auflageplatte als geschlossene
Platte ausgebildet sein.
Eine einfache Ausführungsform besteht darin, daß die Auflageplatte um eine ihrer Kanten schwenkbar
in dem Notausstieg angeordnet ist und durch einen von Hand lösbaren Riegel in der Normallage gehalten
wird. Der Riegel kann mit einem Zugorgan versehen sein, das in den Luftschutzraum führt. Wenn
der Notausstieg benutzt werden soll, wird der Riegel vom Luftschutzraum aus gelöst, so daß die Auflageplatte
unter dem Druck des auf ihr lastenden Filtermaterials um ihre eine Kante nach unten schwenkt
und das Filtermaterial auf den Roden des Notausstiegs fallen läßt. Wenn das Filtermaterial zu hoch
angefüllt ist, so daß der Schacht nicht ohne weiteres begangen werden kann, kann ein Teil des Filtermaterials von Hand in den Luftschutzraum hineingezogen
werden, so daß genügend Raum für das Begehen des Notausstieges entsteht.
Die Auflageplatte kann auch verschiebbar ausgebildet sein. Beispielsweise kann die Auflageplatte aus
einem Schieber bestehen, der in den Luftschutzinnenraum hineingezogen werden kann, wobei das Filtermaterial
dann auf den Boden des Schachtes hinabstürzt.
Zweckmäßig ist der Schacht durch einen von innen abnehmbaren Deckel verschlossen, so daß das Filtermaterial
normalerweise durch den Deckel vor Regen ti. dgl. geschützt ist.
Sand-, Erdfilter od. dgl.
für Luftschutzräume
für Luftschutzräume
Zusatz zum Patent 951 329
Anmelder:
Drägerwerk, Heinr. & Bernh. Dräger,
Lübeck, Moislinger Allee 53-55
Lübeck, Moislinger Allee 53-55
Weiterhin ist es zweckmäßig, in dem Schacht
Steigeisen anzuordnen, die das Begehen erleichtern.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des
Gegenstandes des Hauptpatentes und besteht darin, daß dem im Ausstieg angeordneten Filter ein weiteres
Filter parallel geschaltet ist. Dieses zweite Filter kann in gleicher Form wie das im Ausstiegschacht
angeordnete Filter ausgebildet sein. Als Filtermaterial können alle geeigneten Materialien dienen, insbesondere
können als Filtermaterial Sand, Erde, Aktivkohle oder andere körnige Materialien verwendet
werden. Die Anordnung eines zweiten Filters hat den Vorteil, daß auch nach dem Freilegen des Ausstiegschachtes,
bei dem das darin befindliche Filtermaterial gleichsam aus der Filtervorrichtung entfernt
ist, noch eine Filtervorrichtung zur Verfügung steht, um die in den Schutzraum zu fördernde Luft zu
reinigen. Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise von Vorteil, wenn im Falle einer Panik der Ausstiegschacht
vorzeitig geöffnet wurde.
Das im Ausstiegschacht angeordnete Filter und das ihm parallel geschaltete Filter können auch derart bemessen
sein, daß beide zusammen die erforderliche Mindestleistung für die Filterbenutzung ergeben.
Die Anordnung kann so getroffen sein, daß das im Ausstiegschacht angeordnete Filter und das ihm parallel
geschaltete Filter unmittelbar nebeneinanderliegen. Es ist zweckmäßig, den Aufnahmeraum für
das zweite Filter in gleicher Weise auszubilden wie den Aufnahmeraum für das im Notausstiegschacht
angeordnete Filter. Dadurch ergibt sich eine Vereinfachung in der Bauform der Anlage.
Weiterhin ist es vorteilhaft, die 1>eiden Filter an derselben Luftfördervorrichtung anzuschließen unter
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Zwischenschaltung von Absperrmitteln, wie vorzugsweise eines Dreiweghahnes. Dadurch ergibt sich der
Vorteil, daß man mit einer Luftfördervorrichtung auskommt, die ohne weiteres von dem einen Filter
auf das andere umgeschaltet werden kann. Dabei 5 können weiterhin die Absperrmittel, wie vorzugsweise
ein Dreiweghahn, derart mit der Haltevorrichtung für die Auflageplatte des im Ausstiegschacht liegenden
Filtermaterials gekuppelt sein, daß beim Lösen der Haltevorrichtung die Absperrmittel so umgeschaltet
werden, daß nunmehr nur das zweite, dem im Ausstiegschacht liegenden Filter parallel geschaltete
Filter mit der Luftfördervorrichtung in Verbindung steht. Auf diese Weise wird selbsttätig die Luftfördervorrichtung
auf das zweite Filter umgeschaltet. So wird erreicht, daß mit Sicherheit nach dem Öffnen
des Ausstiegschachtes beim Betätigen der Luftfördervorrichtung Luft nur durch das zweite Filter gesaugt
wird.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung schematisch dargestellt, und zwar zeigt
. Abb. 1 eine Vorderansicht vom Luftschutzraum aus gesehen, teilweise im Schnitt,
Abb. 2 eine Aufsicht auf das nicht mit Filtermaterial
gefüllte Filter.
An den Luftschutzraum 1 ist der Schacht 2 angeschlossen, dessen vordere Begrenzungswand teilweise
durch die Stirnwand des Schutzraumes 1 gebildet wird. In dem Schacht 2, der bis über die nicht gezeichnete
Erdoberfläche ragt, ist ein ebenliegender Rost 4 fest angeordnet. Dieser ruht auf der Klappe 7,
die um ihre Kante 6 schwenkbar ist und auf der anderen Seite durch einen Riegel oder eine ähnliche
Arretierungsvorrichtung 8 gehalten wird. Oberhalb des Rostes 4 liegt in dem Schacht 2 das Filtermaterial
11, das aus Sand, Erde oder anderem geeigneten Material bestehen kann.
Zum Ansaugen der Luft dient der Balglüfter 13, der an seiner Saugseite über die Rohrleitung 20 und
dem Dreiweghahn 21 der Rohrleitung 22 mit dem Raum unterhalb des Rostes 4 verbunden ist. Durch
diesen Balglüfter wird die Luft durch das Filtermaterial 2 angesaugt und in den Luftschutzraum 1
gefördert. An den Dreiweghähn 21 ist über die Leitung 23 ein weiterer Rost 24 angeschlossen, der in der
gleichen Höhe wie der Rost 4 auf dem Boden des Raumes 25 liegt. Der Raum 25 liegt unmittelbar
neben dem Schacht 2 und ist im Ausführungsbeispiel nur durch eine Trennwand 26 vom Schacht 2 getrennt.
Der Raum 25 dient zur Aufnahme des Filtermaterials 27. Die Filtermaterialien 11 und 27 können die
gleichen sein. Nach Umschalten des Dreiweghahnes wird Luft durch das Filtermaterial 27 gesaugt.
Wahlweise kann also vom Luftschutzraum aus die Luft durch das eine oder das andere Filter angesaugt
werden.
Nach dem Öffnen des Riegels 8 fällt die Klappe 7 in Richtung des Pfeiles 28 nach unten, worauf der
Rost 4 und das darüberliegende Filtermaterial in den Schacht 2 ebenfalls nach unten stürzen, so daß nunmehr
der Schacht 2 begehbar wird. Zur Erleichterung des Ausstiegs dienen die Steigeisen 29, die in den
Wänden des Schachtes angeordnet sind.
Durch die Anordnung des zweiten Filters ist es nach dem Öffnen des Notausstiegschachtes 2 möglich,
gereinigte Luft über das Filter 27 in den Luftschutzraum zu fördern.
Der Dreiweghahn 21 kanu derart mit der Riegelvorrichtung
8 oder mit deren Betätigungsvorrichtung verbunden sein, daß beim Lösen der Verriegelung 8
gleichzeitig der Dreiweghahn so umgestellt wird, daß nunmehr das Filter 25 mit der Luftfördervorrichtung
in Verbindung steht.
Claims (5)
- Patentanspruchε-1. Sand-, Erdfilter od. dgl. für Luftschutzräume nach Patent 951 329, dadurch gekennzeichnet, daß dem im Ausstiegschacht angeordneten Filter ein weiteres Filter parallel geschaltet ist.
- 2. Filter nach Anspruch!, dadurch gekennzeichnet, daß das im Ausstiegschacht angeordnete Filter und das ihm parallel geschaltete· Filter nebeneinanderliegen'.
- 3. Filter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmeraum für das weitere Filter in gleicher Weise ausgebildet ist wie der Aufnahmeraum des im Ausstiegschacht angeordneten Filters.
- 4. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß beide Filter unter Zwischenschaltung von von Hand bedienbarer Absperrmittel, wie vorzugsweise eines Dreiweghahnes, an eine gemeinsame Luftfördervorrichtung angeschlossen sind.
- 5. Filter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperrmittel, wie vorzugsweise ein Dreiweghahn, derart mit der Haltevorrichtung für die Auflagefläche des im Ausstiegschacht liegenden Filtermaterials gekuppelt sind, daß beim Lösen der Haltevorrichtung die Absperrmittel so umgeschaltet werden, daß nunmehr nur das zweite Filter mit der Luftfördervorrichtung in Verbindung steht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 709 510/72 5.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED21061A DE1009032B (de) | 1954-11-20 | 1955-08-10 | Sand-, Erdfilter od. dgl. fuer Luftschutzraeume |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED19153A DE951329C (de) | 1954-11-20 | 1954-11-20 | Sand-, Erdfilter od. dgl. fuer Luftschutzraeume |
| DED21061A DE1009032B (de) | 1954-11-20 | 1955-08-10 | Sand-, Erdfilter od. dgl. fuer Luftschutzraeume |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1009032B true DE1009032B (de) | 1957-05-23 |
Family
ID=7036947
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED21061A Pending DE1009032B (de) | 1954-11-20 | 1955-08-10 | Sand-, Erdfilter od. dgl. fuer Luftschutzraeume |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1009032B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2025244621A1 (en) * | 2024-05-22 | 2025-11-27 | Makel Teknoloji Anonim Sirketi | A filtration system developed for the detection of and protection against chemical, biological, radiological, and nuclear (cbrn) threats |
-
1955
- 1955-08-10 DE DED21061A patent/DE1009032B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2025244621A1 (en) * | 2024-05-22 | 2025-11-27 | Makel Teknoloji Anonim Sirketi | A filtration system developed for the detection of and protection against chemical, biological, radiological, and nuclear (cbrn) threats |
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