DE637319C - Filter, insbesondere fuer Kesselspeisewasser - Google Patents
Filter, insbesondere fuer KesselspeisewasserInfo
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- DE637319C DE637319C DEM128225D DEM0128225D DE637319C DE 637319 C DE637319 C DE 637319C DE M128225 D DEM128225 D DE M128225D DE M0128225 D DEM0128225 D DE M0128225D DE 637319 C DE637319 C DE 637319C
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Description
- Filter, insbesondere für Kesselspeisewasser Die Erfindung betrifft ein Filter, insbesondere für Kesselspeisewasser, mit einem Leitkörper zum Umkehren der zu reinigenden Flüssigkeit in der Filtermasse und mit einer Einrichtung zum Spülen mit Frischwasser und Druckluft.
- Bei den bekannten Filtern dieser Art wird die zu reinigende Flüssigkeit in einen durch einen Zwischenboden vom oberen Raum des Behälters abgeteilten Raum oberhalb der Filtermasse eingeleitet, durch die Filtermasse gedrückt und durch Kanäle oder Röhren, die im Zwischenboden befestigt sind d und in die Filtermasse hineinragen, in den Raum oberhalb des Zwischenbodens geleitet, von wo der Abfluß erfolgt. Diese Filter können keine hochgradig gereinigte Flüssigkeit liefern, weil die zu reinigende Flüssigkeit, um in den oberhalb der Zuleitung gelegenen Ablauf zu gelangen, unter einem Druck durch die Filtermasse gepreßt wird, der sich nicht mit dem jeweils nur zum Filtern der Flüssigkeit erforderlichen Druck in Übereinstimmung bringen läßt. Der zum Durchdringen der Filtermasse erforderliche Druck der zu reinigenden Flüssigkeit darf vielmehr, um eine hochgradig gereinigte Flüssigkeit zu erhalten, nur von der Feinheit der Filtermasse und dem jeweiligen Verschmutzungsgrad der obersten Schichten der Filtermasse abhängen. Dieser jeweils erforderliche Druck muß sich frei entwickeln können. Bei den bekannten Filtern wird die freie Entwickelung des erforderlichen Flüssigkeitsdruckes z. B. dadurch behindert, daß in dem über der Filtermasse befindfichen, durch den Zwischenboden abgeschlossenen Raum durch die einströmende Flüssigkeit die Luft zusammengepreßt wird und als ständig schwankendes Druckpolster wirkt, oder daß der Flüssigkeitszufluß in den abgeschlossenen Filterraum zu groß und dadurch der Preßdruck der Flüssigkeit auf die Filtermasse zu stark wird und Unreinigkeiten mitgerissen werden.
- Diese Mängel werden durch die Erfindung dadurch beseitigt, daß der Leitkörper schachtartig innerhalb der Filtermasse des Behälters angeordnet und über der Oberfläche der Filtermasse mit einer abnehmbaren, als Abflußrohr ausgebildeten Haube abgedeckt ist und die Zuleitung der zu reinigenden Flüssigkeit in den offenen Behälterraum außerhalb dieser Haube erfolgt. Bei dieser Ausführung des Filters bleibt der eigentliche Filterraum stets mit der Außenluft in Verbindung, und die in den offenen Filterbehälter einlaufende Flüssigkeit stellt jeweils eine im Verhältnis zur Tiefe und Feinheit der Filtermasse und zum Grade ihrer Verschmutzung g sich natürlich entwickelnde Druckhöhe selbsttätig her. Zum Schutze gegen Mitreißen von Filtermasse beim Druckluftspülen kann in den Ableitungsweg der Haube ein Sieb eingebaut sein.
- Auf der Zeichnung ist ein Ausftihrungsbeispiel des Filters gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Abb. 1 denselben in einem senkrechten Querschnitt, Abb. 2 in einem senkrechten Längsschnitt nach der Linie A-B.
- Dem Filterbehälter a wird die zu reinigendii" Flüssigkeit, z. B. Kesselspeisewasser, durch die Rohrleitung b über den Absperrschieber c zugeleitet. d ist das sog. Prallblech, auf welches die zugeleitete Flüssigkeit trifft und welches dieselbe über die Oberfläche der unmittelbar auf den Boden des Behälters aufgeschichteten Filtermasse u oder über den Flüssigkeitsspiegel über der Filtermasse verteilt.
- In der Nähe des Behälterbodens befinden sich innerhalb der Filtermasse die Druckluftspülrohre ), deren Offnungen nach dem Boden hin münden und deren Zuleitung mittels eines Schiebers k absperrbar ist. Unter einer Bodenöffnung, die mit einem Sieb g abgeschlossen ist, befindet sich ein Kastens mit zwei Rohranschlüssen w und x, von denen der eine, w, zum Einleiten des Spülwassers dient und mittels eines Schiebers h absperrbar ist, während der andere, x, zur Leerlauf- oder Umlaufleitung gehört und mittels eines Schiebers i verschließbar ist. Im oberen Teil des Behälters a befindet sich noch die an sich be-. kannte Rinne e mit Ablauf æ für das Spülwasser, das durch die zwecks Spülung durch die Rohre j eingeleitete Druckluft nach oben getrieben wird. In der Mitte des Behälters über den Luftspülrohren jist ein zweiteiliger Leitkörper m, n eingebaut. Der untere Teil m ist in die Filtermasse u eingelassen, der obere Teile ragt aus der Filtermasse heraus, ist dicht geschlossen und mündet über ein Anschluß stück p in einer Seitenwand des Behälters und über einen Sandfänger q in die mittels eines Schiebers t absperrbare Speiseleitung v. Der Sandfänger q ist über einen Ablaßschieber s in die Leerlaufleitung und Ablaufleitung x und x1 eingeschlossen. An den Sandfänger q ist außerdem das Entlüftungsventil r angeschlossen. Der untere Teil mm, des Leitkörpers ist mit den Behälterwänden fest verbunden, der obere Teil n ist abnehmbar auf den unteren Teil aufgesetzt.
- Im oberen Teil befindet sich über der Oberfläche der Filtermasse ein Sieb o, welches das Ausblasen von Filtermasse, wie Sand, in die Speiseleitung beim Spülen des Filters mittels Druckluft verhindern soll.
- Der Gebrauch und die Wirkungsweise des Filters ist wie folgt: Der Filtersand oder andere geeignete Filtermasse wird in den Behälter auf bekannte Weise eingefüllt und eingeschwemmt, so daß er auch den Innenraum des unten offenen Leitkörpers m ausfüllt, jedoch nur bis zu solcher Höhe, daß der obere Teil n des Leitkörpers, der das Sieb o enthält, frei bleibt. Zur Inbetriebnahme wird zunächst nur der Einläufschieber c und der Ablaßschieber s an dem Sandfänger q sowie das Entlüftungsventil r . õffnet. Die aus der Zuleitung b über das Prallblech d einlaufende Flüssigkeit dringt in die Filtermasse außerhalb des Leitkörpers ei, sickert durch dieselbe auf den Boden des Behälters und dringt durch die Filtermasse innerhalb des Leitkörpers m wieder nach oben und gelangt filtriert durch das Sieb o in den Oberteil n des Leitkörpers und von diesem über den Sandfänger q und den offenen Schieber s in die Leerlaufleitung x und Ablaufleitung x1, sobald der Flüssigkeitsspiegel im Behälter die Höhenlage der Ablauföffnung p zur Speiseleitung erreicht hat. In gleicher Höhle liegt zweckmäßig auch das Prallblech d, um die weiterhin zulaufende Flüssigkeit ruhig über den Flüssigkeitsspiegel zu verteilen. Wird nun der Ablaßschieber s in der Leerlaufleitung x geschlossen und der Schieber t in der Speiseleitung u geöffnet, so geht der Filtervorgang in gleicher Weise weiter und gelangt die gereinigte Flüssigkeit in die Speiseleitung v.
- Zuin Spülen des Behälters und der Filtermasse wird der Zuleitungsschieber c, der Speiseleitungsschieber t und das Entlüftungsventil r geschlossen, und auch der Schieber i in der Leerlaufleitung x bleibt geschlossen.
Claims (1)
- Der Wasserleitungsschieber h und der Druckluftschieber k werden geöffnet. Die Filterflüssigkeit und das eingeleitete Spülwasser wird durch die Druckluft aus der Filtermasse sowohl außerhalb wie innerhalb des Leitkörperl ei heraus in den oberen Raum des Behälters a gedrückt und läuft über die Rinne e in den Ablauf z. Dabei wird insbesondere die Filtermasse außerhalb des Leitkörpers m gespült und gereinigt. Wenn erforderlich, kann beim Spülen Ider Ablaßschieber s in der Leerlaufleitung x und das Entlüftungsventil r ein wenig geöffnet werden, so daß auch durch die innerhalb des Leitkörpers m befindliche Filtermasse frisches Wasser hindurchgedrückt und nach dem Ablauf xt geleitet wird. Das Schutzsieb o innerhalb des oberen Teils Ii des Leitkörpers hält hierbei die aufgewirbelte Filtermasse (Sand) zurück, P A T E N T A N S P R U C H E : Filtr, insbesondere für Kesselspeisewasser, mit einem Leitkörper zum Umkehren der zu reinigenden Flüssigkeit in der Filtermasse und mit einer Einrichtung zum Spülen mit Frischwasser und Druckluft, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitkörper (m) schachtartig innerhalb der Filtermasse (u) des Behälters angeordnet und über der Oberfläche der Filtermasse (u) mit einer abnehmbaren, als Abflußrohr ausgebildeten Haube (n) abgedeckt ist und die Zuleitung der zu reinigenden Flüssigkeit in den offenen Behälterraum außerhalb dieser Haube erfolgt, wobei in den Ableitungsweg der Haube ein Sieb (o) zum Schutze gegen Mitreißen von Filtermasse beim Druckluftspülen eingebaut sein kann.
Priority Applications (1)
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| DE637319C true DE637319C (de) | 1936-10-27 |
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| DEM128225D Expired DE637319C (de) | 1934-08-02 | 1934-08-02 | Filter, insbesondere fuer Kesselspeisewasser |
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