DE1006935B - Regeleinrichtung zur selbsttaetigen Einregelung von Vorgaengen auf einen Extremwert - Google Patents
Regeleinrichtung zur selbsttaetigen Einregelung von Vorgaengen auf einen ExtremwertInfo
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Description
Regeleinrichtungen zur selbsttätigen Einregelung von Vorgängen, die in Abhängigkeit von der geregelten Größe
einen Extremwert, d. h. ein Maximum oder Minimum, durchlaufen, wie z. B. Verbrennungsvorgänge, chemische
Reaktionen od. dgl., sind bekannt. Derartige Einrichtungen werden als Optimalwertregler oder Bestwertregler
bezeichnet und haben die Aufgabe, das Ergebnis eines Vorganges, auf den mehrere Komponenten einwirken, zu
überwachen und den Vorgang, z. B. einen chemischen Prozeß, auf dem Bestwert zu halten. Hierzu wird die das
Ergebnis des Vorganges darstellende physikalische Größe, bei einem Verbrennungsvorgang ist dies die Temperatur,
gemessen und eine das Ergebnis beeinflussende Komponente derart geregelt, daß die gemessene physikalische
Größe ein Optimum erreicht. So ist beispielsweise zur Einregelung eines optimalen Verhältnisses zwischen
Brennstoffmenge und Verbrennungsluftmenge bei Feue-
rungsanlagen eine Anordnung bekannt, bei der durch 9
verschiedene Bemessung des Verhältnisses zwischen
Brennstoffmenge und Verbrennungsluftmenge nachein- 20 wirkenden Regler mit selbsttätigem Sollwertnachlauf,
ander zwei Einstellungen der Feuerung geschaffen und z· B. einen Fallbügelregler, zu verwenden und die Wirdabei
die sich einstellenden Temperaturen im Feuerraum kungsrichtung der Stellimpulse von dem Ergebnis der
gemessen werden. Aus der Temperaturdifferenz, die den Suchbewegung abzuleiten. Wie bereits oben ausgeführt,
beiden Einstellungen entspricht, läßt sich jeweils die muß bei einem Verbrennungsregler, wenn bei der Such-Richtung
der Verstellung entnehmen, die der Verstell- 25 bewegung die Luftklappe weiter geöffnet wurde und
motor des Reglers ausführen muß, um die Temperatur hierauf die Temperatur steigt, die Luftklappe durch den
im Feuerraum auf den jeweiligen Maximalwert einzu- Stellimpuls weiter geöffnet, nach einem Abfallen der
regeln. Die Richtung der Verstellbewegung, d. h. die Temperatur dagegen geschlossen werden. Wurde da-Drehrichtung
des Verstellmotors, wird bei den bekannten gegen bei der Suchbewegung die Luftklappe geschlossen
Anordnungen dadurch ermittelt, daß beispielsweise der 30 und steigt hierauf die Temperatur an, so muß ein Steiljeweiligen
Stellung der Luftklappe in der Luftzufuhr impuls in Richtung »Schließen«, bei einem Abfallen der
F i l
Regeleinrichtung zur selbsttätigen Einregelung von Vorgängen auf einen Extremwert
Anmelder: Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München, München 2, Wittelsbacherplatz 4
Herbert Bohnstedt, Karlsruhe, ist als Erfinder genannt worden
zum Feuerraum eine zusätzliche, als Suchbewegung bezeichnete Pendelbewegung überlagert wird. Hierdurch
wird die Luftzufuhr während einer bestimmten Zeitspanne um einen bestimmten Betrag verkleinert und anschließend
während einer gleichlangen Zeit um den gleichen Betrag vergrößert. Liegt die Temperatur im Feuerraum
unterhalb des Maximalwertes in Richtung der unvollständigen Verbrennung, so sinkt bei einer Verringerung
der Luftzufuhr die Temperatur weiter ab und steigt in der nächsten Halbperiode der Pendelbewegung, während der
die Luftzufuhr vergrößert wird, entsprechend an. Der Regler muß in dem Fall des angenommenen Beispiels
sowohl bei zu niedriger Temperatur als auch bei zu hoher Temperatur einen Impuls im Sinne einer Vergrößerung
der Luftzufuhr geben, damit die Temperatur im Feuerraum ihr Optimum erreichen kann. Ist dagegen die Luftklappe
zu weit geöffnet und eine Einstellung erreicht, die einem Punkt jenseits des Maximums in Richtung eines
Temperatur in Richtung »öffnen« gegeben werden. Dies
läßt sich übersichtlich in der nachfolgenden Tabelle darstellen.
Suchbewegung in Richtung:
Resultat:
notwendiger
Stellimpuls für
die Luftklappe
Stellimpuls für
die Luftklappe
mehr Luft
Temperatur
steigt
steigt
öffnen
Temperatur fällt
schließen
weniger Luft
Temperatur steigt
schließen
Temperatur fällt
öffnen
Diese richtige Zuordnung der Stellimpulse läßt sich, wie bekannt, durch einen Umkehrschalter für die Drehrichtung
des Stellmotors erreichen, der im Synchronismus mit der Suchbewegung umgeschaltet wird.
Bei den bekannten Anordnungen wurde die Such-
Luftüberschusses entspricht, so muß der Regler in der 50 bewegung dem Stellmotor über ein Differentialgetriebe
Weise Impulse an den Stellmotor geben, daß sowohl bei durch einen vom Stellmotor unabhängigen zweiten Motor
steigender als auch bei fallender Temperatur im Feuerraum überlagert. Bei einer weiteren bekannten Anordnung
die Luftklappe weiter geschlossen wird. führt der Stellmotor gleichzeitig die Suchbewegung aus
Es ist bekannt, als Bestwertregler einen periodisch und erhält die für die Suchbewegung notwendigen Stell-
3 4
impulse von einem besonderen, ζ. B. mit einem Zeit- ständig periodische Pendelbewegungen aus, in deren
relais zusammenarbeitenden Impulsgeber. Umkehrpunkten der Hebel 16 gegen den Anschlag 17
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß eine oder 18 läuft und hierdurch die Drehrichtung des Stell-Schalteinrichtung
periodisch den Stellmotor in der einen motors umschaltet. Die Mittellage der Drosselklappe
und in der anderen Laufrichtung einschaltet und dadurch 5 während der Pendelbewegung hängt also von der Verdie
Pendelbewegung des Stellgliedes veranlaßt, daß die stellung der gemeinsam an der Welle 8 befestigten Angleiche
oder eine weitere Schaltvorrichtung mit der schlage 17 oder 18 ab. Wie bereits ausgeführt, wird die
gleichen Periode die Drehrichtung des Stelltriebes um- Drehrichtung der Welle 8 in Abhängigkeit von der Drehkehrt
und daß die Laufzeit des Stellgliedes in der einen richtung des Stellmotors vom Schalter 10 gesteuert,
oder der anderen Richtung vom Regler entsprechend der io Der Umschalter 10 ist in dem in der Zeichnung dar-Regelabweichung
mit Hilfe eines Nachstellmotors ver- gestellten Beispiel in ähnlicher Weise ausgebildet wie der
längert und damit die Mittelstellung des Stellgliedes ver- Umschalter 11 und wird mit diesem gleichzeitig umgelagert
wird. schaltet. Über die Schaltvorrichtung 9 wird hierbei auf An Hand der Zeichnung soll ein Ausführungsbeispiel elektromagnetischem Wege der Drehsinn innerhalb des
der Erfindung näher erläutert werden. Das Beispiel be- 15 Getriebes 7 umgekehrt.
zieht sich auf eine Feuerungsregelung, bei der das opti- An Stelle des Kippumschalters 10 können auch Relais
male Verhältnis zwischen Brennstoffmenge und Ver- im Stromkreis des Stellmotors für die Umschaltung verbrennungsluftmenge
selbsttätig einzustellen ist. Als wendet werden. So ist es beispielsweise denkbar, in den
Regler wird beispielsweise ein Kompensationsregler mit Zuleitungen 20 und 21 für Links- bzw. Rechtslauf des
Impulskontakten, ein Fallbügelregler od. dgl. verwendet 20 Stellmotors je eine Relaiswicklung anzuordnen. Die Re-(vgl.
ATM-Blatt J 063-4), dessen Meßfühler 2 die Tem- lais arbeiten mit der Schaltvorrichtung 9 in der Weise
peratur im Feuerraum erfaßt. Der Regler ist in an sich zusammen, daß bei Linkslauf des Stellmotors 13 beibekannter
Weise mit einem Sollwertnachlauf 19 aus- spielsweise das in der Leitung 20 liegende Relais anspricht
gerüstet. Beim Ansprechen des Reglerkontaktes 3 oder 4 und den einen Drehsinn des Getriebes 7 einschaltet,
wird der Nachstellmotor 5 im einen oder anderen Dreh- 25 während bei umgekehrtem Drehsinn das in der Leitung 21
sinn in Bewegung gesetzt, über das Vorgelege 6 gleich- liegende Relais die entgegengesetzte Drehrichtung des
zeitig der Sollwert des Reglers nachgestellt und die Getriebes 7 einschaltet.
Drehbewegung in das Getriebe 7 eingeleitet. Die Dreh- Im folgenden soll die Wirkungsweise der Anordnung
richtung der Abtriebswelle 8 des Getriebes 7 kann durch kurz im Zusammenhang erläutert werden. Es sei angeeine
elektromagnetisch steuerbare Schaltvorrichtung 9 30 nommen, daß dem Feuerraum zu wenig Luft zugeführt
umgesteuert werden. Je nach der Stellung der Schalt- wird und die Temperatur unterhalb des Optimums liegt,
vorrichtung bewegt sich also bei gleichbleibender Dreh- Die Pendelbewegung der Drosselklappe soll beispielsrichtung
der Welle W die Abtriebswelle 8 im einen weise gerade so ablaufen, daß die Luftzufuhr weiter ge-
oder anderen Drehsinn. Die Welle 8 ist mit den Schalt- drosselt wird, die Klappe sich also nach links bewegt und
vorrichtungen 10 und 11 verbunden. Der Stellmotor 13 35 somit schließt. Hierbei tritt ein weiterer Temperaturtreibt
über ein Vorgelege 15 das Stellglied, nämlich abfall im Feuerraum auf. Die Brückenschaltung des
die Drosselklappe 14 in der Luftzuführung zum Feuer- Kompensationsreglers ist infolge der vom Thermoelement
raum an. Die Drehbewegung des Stellmotors wird gleich- erfaßten Temperaturänderung nicht mehr im Gleichgezeitig
ebenfalls mit Hilfe der Welle 12 auf die Schaltvor- wicht, und der Nachstellmotor 5 wird durch Schließen
richtungen 10 und 11 übertragen. Die Schaltvorrichtung 40 eines der beiden Reglerkontakte 3 und 4 in Bewegung
11 bestimmt die Drehrichtung des Stellmotors und gesetzt. Über die Schaltvorrichtung 9 sind am Getriebe 7
schaltet diesen in der vorgegebenen Drehrichtung so lange bei Linksdrehung der Drosselklappe die Drehrichtung
ein, bis die Drosselklappe um einen bestimmten, festen der Welle 8 und die Drehrichtung des Nachstellmotors 5
Drehwinkel verstellt ist. Nach Überstreichen des vor- so aufeinander abgestimmt, daß bei einer Temperaturgegebenen Drehwinkels wird der Stellmotor von der 45 abnähme eine Drehung der Anschläge 17 und 18 der
Schaltvorrichtung in die entgegengesetzte Drehrichtung Schaltvorrichtung 11 nach rechts erfolgt. Der Pendelgesteuert und der gleiche Drehwinkel der Drosselklappen- bereich der Drosselklappe und damit der des Hebels 16
verstellung zurückgelegt. wird hierdurch nach rechts verlagert, so daß im Mittel
Es kommt somit eine Pendelung der Drosselklappe um mehr Luft dem Feuerraum zugeführt wird und die Temeinen
Mittelwert zustande. Die Lage des Mittelwertes 5° peratur sich dem Optimum nähert,
wird von dem durch den Regler gesteuerten Nachstell- Als weiteres Beispiel für einen Einstellvorgang sei
motor 5 vorgegeben. Die Schaltvorrichtung 10 bewirkt angenommen, daß die Luftzufuhr zum Feuerraum zu
die Umkehr der Drehrichtung des Getriebes 7 in Ab- groß ist und die Temperatur einen Wert jenseits des
hängigkeit von der Drehrichtung des Stellmotors bzw. Optimums erreicht hat, also zu niedrig ist. Es sei der Fall
der Bewegungsrichtung der Drosselklappe. Sobald sich 55 betrachtet, daß die Drosselklappe wiederum bei ihrer
die Bewegung der Drosselklappe bzw. des Stellmotors Pendelbewegung gerade nach links, also im Sinne einer
umkehrt, wird auch das Getriebe 7 umgeschaltet. Die Drosselung der Luftzufuhr, verstellt wird. Die Temperatur
Schaltvorrichtung 11 für den Stellmotor ist als Umkehr- wird hierbei ansteigen und der Kompensationsregler
schalter ausgebildet und weist ein auf einem Kreisumfang beispielsweise den Kontakt 4 schließen. Der Nachstellzwischen
zwei Anschlägen angeordnetes Schaltglied auf. 60 motor verdreht über das Vorgelege 6 und das Getriebe 7
Das Schaltglied ist beispielsweise der Hebel 16 eines die Anschläge der Schaltvorrichtung 11 nach links, so
Kippumschalters, der in der einen Schaltlage den Stell- daß der Pendelbereich des Stellmotors und damit der
motor 13 in der einen Drehrichtung und in der entgegen- Drosselklappe nach links verlagert wird. Dem Feuerraum
gesetzten Schaltlage in umgekehrter Drehrichtung ein- wird hierdurch weniger Luft zugeführt, die Temperatur
schaltet. Auf der Welle 8, die über das Getriebe 7 und das 65 steigt an und nähert sich dem Optimum.
Vorgelege 6 vom Nachlaufmotor 5 gedreht wird, sind Im vorstehend beschriebenen Beispiel sind die Drehzwei
Anschläge 17 und 18 befestigt, von denen der Hebel 16 richtung des Motors 5, die Kontakte 3 und 4 des Kompenaus
der einen Endlage in die andere Endlage umgeschaltet sationsreglers und die steuerbare Schaltvorrichtung 9
werden kann. Infolge der beschriebenen Anordnung mit ihrem Umschalter 10 so aufeinander abgestimmt, daß
führen der Stellmotor 13 und damit die Drosselklappe 14 70 in jeder beliebigen Stellung der Drosselklappe ein selbst-
tätiges Einlaufen der Regeleinrichtung auf den optimalen Temperaturwert im Feuerraum erfolgt. Bei einem Ansteigen
der Temperatur schließt der Kompensationsregler den Kontakt 4, während bei fallender Temperatur der
Kontakt 3 geschlossen wird. Der Nachstellmotor 5 bewegt hierbei im ersten Fall die Welle W nach links, d. h. mit
einem dem Uhrzeigersinn entgegengesetzten Drehsinn, während im zweiten Fall bei Schließen des Kontaktes 3
eine Rechtsdrehung der Welle W erfolgt. Der Umschalter 10
und die elektromagnetisch steuerbare Schaltvorrichtung arbeiten nun in der Weise, daß bei einer Pendelbewegung
der Drosselklappe nach links (schließen) der Drehsinn der Welle 8 der gleiche bleibt wie der der Welle W, während
bei einer Pendelbewegung der Drossel nach rechts (öffnen) eine Umkehrung des Drehsinns erfolgt, d. h. die
Laufrichtung der Welle 8 der der Welle W entgegengesetzt ist.
Da bei den meisten Anlagen eine Abweichung der Regelgröße vom Optimalwert nur in größeren Zeitabständen
auftritt, kann es zweckmäßig sein, das Vorgelege 15 mit einer Vorrichtung zur periodischen Aussetzung
der Pendelbewegung zu versehen. Eine solche Vorrichtung kann in einfacher Weise darin bestehen, daß
ein Zahnrad des Getriebes nur auf einem Teil seines Umfanges mit einer Verzahnung versehen ist und daher
nur zeitweise die in die Getriebe eingeleitete Bewegung auf den Abtrieb weitergegeben wird. Durch eine solche
zeitweise Unterbrechung der Pendelbewegung wird die Abnutzung der miteinander im Eingriff stehenden Teile
verringert und die Lebensdauer vergrößert.
Gemäß einer weiteren Abwandlung der Erfindung ist es auch möglich, an Stelle des Umschalters 11 mit nur zwei
Schalterstellungen für Links- und Rechtslauf des Stellmotors einen Umschalter zu verwenden, der außerdem
eine Mittelstellung aufweist. In der Mittelstellung bleibt der Motor stehen. Diese abgewandelte Anordnung läßt
sich immer dann anwenden, wenn die Regelstrecke und der Meßfühler eine gewisse Trägheit aufweisen, d. h.
wenn bei einer Veränderung des Stellgliedes erst nach Ablauf einer bestimmten Zeit eine Änderung des Meßwertes
am Kompensationsregler auftritt. In diesem Fall tritt eine Verstellung der Drosselklappe nur dann auf,
wenn der Meßwert sich ändert und über den Nachstellmotor eine Verdrehung der Welle 8 und damit eine Auslenkung
des Umschalters 11 aus der Nullage erfolgt. Nach einer solchen Auslenkung läuft der Stellmotor dann in der
eingeschalteten Richtung und verdreht die Drosselklappe sowie den Hebel 16 so lange, bis dieser wieder gegen einen
Anschlag läuft und den Stellmotor ausschaltet. Der Einlaufvorgang des Stellgliedes auf den Optimalwert soll
noch an einem Beispiel für die zuletzt erwähnte Ausführungsform der Erfindung erläutert werden. Der
Optimalwert der Temperatur möge eingestellt und die Brücke des Kompensationsreglers im Gleichgewicht sein.
Nachstellmotor 5 und Stellmotor 13 stehen still, und die Drosselklappe nimmt eine solche Lage ein, daß die
optimale Luftmenge dem Feuerraum zugeführt wird. Die Zuordnung der Kontakte 3 und 4 zur Drehrichtung des
Nachstellmotors und die des Schalters 11 zur Drehrichtung des Stellmotors sei die gleiche wie in den früheren Beispielen
angenommen. Die Schaltvorrichtung 9 mit dem Umschalter 10 und das Getriebe 7 werden jedoch jetzt
so eingestellt, daß bei einer Linksdrehung der Drosselklappe eine Richtungsumkehr zwischen den Drehbewegungen
der Wellen W und 8 erfolgt, während bei Rechtsdrehung der Drosselklappe die Drehrichtung der
Welle W mit der der Welle 8 übereinstimmt.
Es sei nun angenommen, daß beispielsweise die Zusammensetzung des Heizgases sich plötzlich ändert und
eine größere Luftmenge für eine optimale Verbrennung erforderlich ist. Die Temperatur im Feuerraum sinkt ab,
und die Brücke des Kompensationsreglers kommt aus dem Gleichgewicht, so daß der Kontakt 3 schließt und
der Nachstellmotor die Welle W nach rechts dreht und den Sollwert nachstellt. Es sei angenommen, daß die
Schaltvorrichtung 9 eine solche Lage einnimmt, daß die eingeführte Drehbewegung im gleichen Drehsinn am
Ausgang des Getriebes weitergegeben wird. Der Hebel 16 läuft gegen den Anschlag 18 und wird aus seiner Nullage
gekippt, so daß der Stellmotor eingeschaltet und die Drosselklappe nach rechts im Sinne einer größeren Luftzufuhr
in Bewegung gesetzt wird. Die Temperatur steigt demnach an und nähert sich wieder ihrem optimalen
Wert. Hatte der Umschalter 10 jedoch eine solche Stellung, daß die Bewegungsrichtung der Welle W der der
Welle 8 entgegengesetzt ist, so wird die Schalteinrichtung 11 zunächst auf Linkslauf des Stellmotors und der Drosselklappe
geschaltet. Beim Anlaufen des Motors 13 bzw. gleichzeitig mit der Verdrehung der Welle 8 wird der
Umschalter 10 jedoch im Sinne einer Bewegungsumkehr des Getriebes betätigt, so daß die Drehrichtung der
Welle 8 umgekehrt wird und der Anschlag 18 sich dem Hebel 16 vorzeitig nähert und die falsche Bewegungsrichtung
der Drosselklappe beendet. Die Temperatur fällt nach einer durch die Trägheit des Regelvorganges
bedingten Zeit nochmals etwas ab. Der Schalter 11 spricht wiederum an, da der Kompensationsregler durch
Betätigung des Kontaktes 3 den Nachstellmotor bewegt hat. Der Stellmotor wird nunmehr im Sinne einer Rechtsdrehung, d. h. vergrößerter Luftzufuhr der Drosselklappe,
in Bewegung gesetzt, so daß die Temperatur im Feuerraum ansteigt und sich dem optimalen Wert nähert.
Die Regeleinrichtung nach der Erfindung zeichnet sich gegenüber den bekannten Anordnungen durch einen sehr
kleinen apparativen Aufwand und sehr geringe Störanfälligkeit aus. Es ist lediglich ein Stellmotor erforderlich,
der die Einstellung des Stellgliedes und die Suchbewegung ausführt. Der Nachstellmotor muß nur die Kraft zur
Betätigung der Schalteinrichtungen und die Reibung im Getriebe überwinden und kann daher sehr schwach
bemessen sein. Gegenüber den bekannten Anordnungen, die zur Steuerung der Suchbewegung Schaltglieder verwenden,
ergibt sich eine wesentliche Ersparnis dadurch, daß die relativ teueren und gelegentlich störanfälligen
Zeitrelais mit Uhrwerk oder Synchronmotor entbehrlich werden.
Claims (4)
1. Regeleinrichtung zur selbsttätigen Einregelung von Vorgängen, bei denen die das Ergebnis des Vorganges
darstellende Größe in Abhängigkeit von der geregelten Größe einen Extremwert durchläuft, z. B.
Verbrennungsvorgänge, chemische Reaktionen od. dgl. mit einem Regler, dessen Sollwert selbsttätig nachgestellt
wird, wobei zur Auffindung des Extremwertes der Stellgröße eine Pendelbewegung (Suchbewegung)
überlagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schalteinrichtung periodisch den Stellmotor in der
einen und in der anderen Laufrichtung einschaltet und dadurch die Pendelbewegung des Stellgliedes veranlaßt,
daß die gleiche oder eine weitere Schaltvorrichtung mit der gleichen Periode die Drehrichtung
des Stelltriebes umkehrt und daß die Laufzeit des Stellgliedes in der einen oder der anderen Richtung
vom Regler entsprechend der Regelabweichung mit Hilfe eines Nachstellmotors verlängert und damit die
Mittelstellung des Stellgliedes verlagert wird.
2. Regeleinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Umkehrschalter für den Stell-
motor als Schaltvorrichtung mit einem auf einem Kreisumfang zwischen zwei gemeinsam verstellbaren
Anschlägen angeordneten Schaltglied, eine Einstellung der Anschläge vom Nachstellmotor und des Schaltgliedes
vom Stellmotor derart, daß jeweils beim Auflaufen des Schaltgliedes auf einen Anschlag die
Umschaltung der Drehrichtung des Stellmotors erfolgt.
3. Regeleinrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Umkehrschalter mit Nullstellung
in der mittleren Lage des Schaltgliedes.
4. Regeleinrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch ein Getriebe mit periodischer Unterbrechung
der übertragenen Drehbewegung zwischen Stellmotor und Stellglied bzw. Schaltglied des
Umkehrschalters.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 858 041;
Oppelt, Kleines Handbuch technischer Regelvorgänge, 1954, S. 318 und 319.
Deutsche Patentschrift Nr. 858 041;
Oppelt, Kleines Handbuch technischer Regelvorgänge, 1954, S. 318 und 319.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 506/324 4.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES38188A DE1006935B (de) | 1954-03-17 | 1954-03-17 | Regeleinrichtung zur selbsttaetigen Einregelung von Vorgaengen auf einen Extremwert |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES38188A DE1006935B (de) | 1954-03-17 | 1954-03-17 | Regeleinrichtung zur selbsttaetigen Einregelung von Vorgaengen auf einen Extremwert |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1006935B true DE1006935B (de) | 1957-04-25 |
Family
ID=7482856
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES38188A Pending DE1006935B (de) | 1954-03-17 | 1954-03-17 | Regeleinrichtung zur selbsttaetigen Einregelung von Vorgaengen auf einen Extremwert |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1006935B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1255971B (de) | 1962-04-18 | 1967-12-07 | Licentia Gmbh | Elektrischer Mehrzweckregler zur Konstanthaltung der Regelgroesse auf einem Extremwert |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE858041C (de) * | 1950-06-24 | 1952-12-04 | Walter Werner | Verfahren zur selbsttaetigen Einstellung eines gesteuerten Vorganges auf einen Bestwert |
-
1954
- 1954-03-17 DE DES38188A patent/DE1006935B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE858041C (de) * | 1950-06-24 | 1952-12-04 | Walter Werner | Verfahren zur selbsttaetigen Einstellung eines gesteuerten Vorganges auf einen Bestwert |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1255971B (de) | 1962-04-18 | 1967-12-07 | Licentia Gmbh | Elektrischer Mehrzweckregler zur Konstanthaltung der Regelgroesse auf einem Extremwert |
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