DE10058166A1 - Rolltor - Google Patents
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Abstract
Das Rolltor weist eine Vielzahl aneinander angelenkter Lamellen (10) auf, welche zusammen aus einer Schließstellung des Rolltors in eine Offenstellung verfahrbar sind. Jede der Lamellen (10) besteht aus einem Profilkörper (20) und einem Isolierkörper (30). Erfindungsgemäß ist der Profilkörper (20) einschalig ausgebildet. Der Isolierkörper (30) ist an einer Seite des Profilkörpers (20) befestigt und bildet mit der dem Profilkörper (20) gegenüberliegenden freien Fläche mindestens einen Teil einer Hauptfläche (31) des Rolltors (10). Im Vergleich zu herkömmlichen Rolltoren sind die Lamellen einfacher herzustellen bei gleichzeitig reduziertem Materialaufwand.
Description
Die Erfindung betrifft ein Rolltor mit den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Solche Rolltore sind hinlänglich bekannt. Die Rolltore beste
hen aus einer Vielzahl von gelenkig miteinander verbundener
Lamellen. Bei der Verwendung als Rolltor ist dieses Rolltor im
geöffneten Zustand, beispielsweise eines Garagentores, auf
einer Wickelwelle aufgewickelt. Zum Schließen kann das Rolltor
auch aus einer vertikalen Schließstellung in eine üblicher
weise horizontale Offenstellung oder in eine Dachschrägenfolge
überführt werden. Zur Führung eines Rolltores werden im All
gemeinen links und rechts von dem Rolltor Führungsschienen
vorgesehen.
Im einfachsten Fall besteht das Rolltor aus Metallprofilen,
die an ihren oberen und unteren Enden hakenförmige Wand
abschnitte aufweisen, an denen die Lamellen aneinandergelenkt
sind. Solche Rolltore sind beispielsweise in US 4,433,714 be
schrieben. Hinsichtlich der Wärmeisolierung sind solche ein
fachen Rolltore, die lediglich aus Metallprofilen gebildete
Lamellen aufweisen, unbefriedigend.
Rolltore mit Lamellen, die sowohl einen Profilkörper als auch
einen Isolierkörper aufweisen, sind u. a. aus
EP 0 724 063 B1 bzw. DE-U-79 18 229.9 bekannt. Die Lamellen die
ser bekannten Rolltore weisen ein zweischaliges Profil auf,
zwischen denen ein Isolierkörper sitzt. Der zweischalige Pro
filkörper kann hierbei entweder aus zwei metallischen Profil
schalen bestehen oder aus einer metallischen Profilschale, die
der Außenseite des Rolltores zugewandt ist und einer hierzu
passenden Profilschale aus Kunststoff, welche der Innenseite
des Rolltores zugeordnet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, diese bekannten
Rolltore so weiterzubilden, daß eine vereinfachte Herstellung
bei gleichzeitig reduziertem Materialeinsatz möglich ist.
Diese Aufgabe wird durch ein Rolltor mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
Die grundlegende Idee der Erfindung besteht also darin, den
Profilkörper einschalig auszubilden und den Isolierkörper an
diesem einschaligen Profilkörper zu befestigen, so dass minde
stens ein Teil des Isolierkörpers selbst eine Außenfläche der
Lamelle bildet.
Weiterbildungen eines solchen Rolltores sind Gegenstand der
Unteransprüche.
Das erfindungsgemäße Rolltor ist nicht auf die Verwendung in
Rolltoren beschränkt. Vielmehr kann es überall dort eingesetzt
werden, wo eine Vielzahl aneinander angelenkter Lamellen zum
Verschließen von Öffnungen, wie z. B. Garagen, Fabrikhallen
eingesetzt wird, also auch bei Türen oder Schiebetüren.
Die Erfindung wird nachfolgend im Zusammenhang mit mehreren
Figuren anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemä
ßen Lamelle für ein Rolltor im Querschnitt,
Fig. 2 einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Rolltores
mit drei teilweise dargestellten, aneinander ange
lenkten Lamellenn gemäß Fig. 1 in unterschiedlichen
Verschwenkstellungen der Lamellen zueinander,
Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Lamelle, wie
es bei einem erfindungsgemäßen Rolltor einsetzbar
ist, mit einem einschaligen Profilkörper und einem
vom Profilkörper klemmend gehaltenen Isolierkörper,
Fig. 4 den Profilkörper der Lamelle von Fig. 3 einzeln in
Schnittdarstellung,
Fig. 5 den Isolierkörper von Fig. 3 einzeln in Schnittdar
stellung,
Fig. 6 zwei aneinander angelenkte Lamellen gemäß Fig. 3 in
Schnittdarstellung und
Fig. 7 eine Vielzahl von Lamellenn gemäß Fig. 3, aufgewic
kelt auf eine Wickelwelle, in Querschnittdarstel
lung.
In den nachfolgenden Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen
gleiche Teile mit gleicher Bedeutung, sofern nichts anderes
angegeben ist.
In Fig. 1 ist eine Lamelle in Schnittdarstellung gezeigt. Die
Lamelle 10 besteht aus einem metallischen Profilkörper 20, der
beispielsweise aus einem Blechstreifen, aus Stahl, aus ver
zinktem Stahl oder Aluminium gebildet ist.
Der plattenförmige Profilkörper 20, der beispielsweise eine
Dicke von etwa 1 mm aufweisen kann, verfügt über verschiedene
Wandabschnitte. Von einem mittigen, horizontal verlaufenden
Wandabschnitt 21 erstreckt sich rechts (vgl. hierzu Fig. 1)
ein um etwa 30° Grad nach unten schräg verlaufender Wandab
schnitt 22, welcher in einem hakenförmigen Wandabschnitt 23
ausläuft. Der hakenförmige Wandabschnitt 23 windet sich in
einem Dreiviertelkreis um eine Drehachse Z. Am gegenüberlie
genden Ende des Wandabschnitts 21 erstreckt sich etwa im Win
kel von 15° bis 20° Grad ein Wandabschnitt 24 weg. An diesen
Wandabschnitt 24 schließt sich ebenfalls ein hakenförmiger
Wandabschnitt 25 an, der wiederum aus einem Dreiviertelkreis
gebildet ist. Dieser dreiviertelkreisförmige Wandabschnitt
verfügt wiederum über eine Drehachse Z. Der Durchmesser des
Wandabschnitts 25 ist so gewählt, daß ein benachbarte Lamelle
mit ihrem Wandabschnitt 23 in den Wandabschnitt 25 eingesetzt
werden kann und eine Verschwenkung der benachbarten Lamellen
zueinander möglich ist.
Dieses Ineinanderhaken bzw. Ineinanderlenken der einzelnen
Lamellen ist in Fig. 2 dargestellt.
An dem Profil 20 ist ein Isolierkörper 30, z. B. durch Kleben,
Verschweißen, Vernieten, befestigt. Der Isolierkörper 30, der
z. B. aus Kunststoff und insbesondere aus PU-Hartschaum oder PE
besteht, liegt flächig an den Wandabschnitten 21, 22 und 24
sowie an einem Teil des Wandabschnitts 25 an. Die dem Profil
körper 20 abgewandte freie Fläche des Isolierkörpers 30 ist
leicht zum Profilkörper 20 hin gewölbt (konkav) gestaltet.
Diese gewölbte Gestaltung erleichtert das Aufwickeln der La
mellen auf einen Wickelkörper, wie dies im Zusammenhang mit
Fig. 7 noch erläutert werden wird. Im Bereich des in Fig. 1
rechts dargestellten, hakenartigen Wandabschnitt 23 verläuft
die Außenkontur des Isolierkörpers 30 etwas beabstandet, damit
(vgl. Fig. 2 unten) ein Verschwenken der benachbarten, einge
hakten Lamelle 10 um 90° Grad möglich ist.
Wesentlich bei dieser Lamelle 10 ist die Tatsache, daß die
freie Fläche des Isolierkörpers 30 selbst eine Außenfläche der
Lamelle und damit des Rolltores bildet. Wird das Rolltor mit
den Lamellenn so in Laufschienen angeordnet, daß beim Ver
schließen, z. B. eines Garagentores, der Profilkörper 20 in
den freien Raum vor der Garage weist, ist im Innenraum der
Garage die freie Fläche des Isolierkörpers 30 zugeordnet. Die
ser Innenraum ist in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 14 und der
Außenraum mit dem Bezugszeichen 12 gekennzeichnet.
Mit solchen in Fig. 1 und 2 dargestellten Lamellen 10 ist
eine sehr gute Wärme- und Schalldämmung zwischen Innenraum 14
und Außenraum 12 gewährleistet. Um insbesondere die Wärmedäm
mung weiter zu verbessern, kann - wie in Fig. 1 strichliert
dargestellt - an der Außen- und/oder Innenseite der hakenför
migen Wandabschnitte 23, 25 eine zusätzliche Isolierschicht 40
bzw. ein zusätzlicher Isolierstreifen angeordnet, z. B. aufge
klebt, sein. Ein solcher Isolierstreifen bzw. eine solche Iso
lierschicht 40 sorgt neben einer verbesserten Isolierung auch
zu einer geräuschreduzierten Verschwenkung der einzelnen La
mellen untereinander.
In Fig. 3 ist die Querschnittsansicht bzw. Seitenansicht ei
nes zweiten Ausführungsbeispieles einer Lamelle 10 gezeigt.
Die Außenkontur der Lamelle 10 entspricht weitgehend der Kon
tur der Lamelle von Fig. 1. Im Unterschied zu der Lamelle
Paneel 10 von Fig. 1 weist jedoch der Profilkörper 20 von
Fig. 3 an den jeweiligen Enden der hakenförmigen Wand
abschnitte 23, 25 zurückverlaufende Wandabschnitte 26, 27 auf,
welche als Verlängerungen zur klemmenden Halterung des Iso
lierkörpers 30 vorgesehen sind. Durch das Zurückbiegen dieser
Wandabschnitte ist der in Fig. 3 rechts dargestellte Haken
der Lamelle 10 komplett doppelwandig ausgestaltet, während der
in Fig. 3 links dargestellte Haken 25 etwa zur Hälfte doppel
wandig ausgestaltet ist. Die Wandabschnitte 26, 27 überlappen
den Isolierkörper links und rechts ein wenig, so dass dieser
sicher im Profilkörper 20 gehalten wird.
In Fig. 4 ist der nackte Profilkörper 20 und in Fig. 5 der
darin einzusetzende Isolierkörper 30 jeweils im Querschnitt
bzw. Seitendarstellung gezeigt.
Fig. 6 zeigt zwei aneinander angelenkte Lamellen 10. Die La
mellen 10 sind auf der dem Innenraum 14 zugewandten Seite mit
einer Isolierschicht bzw. Isolierfolie 50 vollständig abge
deckt, dies bedeutet, daß sich die Isolierfolie 50 sowohl über
die hakenförmigen Wandabschnitte 23, 25 der einzelnen Lamellen
als auch über die freien Innenflächen der Isolierkörper 30
erstreckt. Mit einer solchen Isolierfolie 50 ist eine verbesserte
Wärmeisolierung insbesondere im Bereich der schanier
artigen Wandabschnitte 23, 25 sichergestellt.
Fig. 7 zeigt eine Vielzahl solcher Lamellen 10 aneinander
angelenkt und auf eine Wickelwelle 60 um eine Wickelachse X
aufgewickelt.
Zusammenfassend besteht das erfindungsgemäße Rolltor also aus
einem einschaligen, vorzugsweise metallischen Profilkörper, an
dessen Profilinnenseite ein Isolierkörper angebracht ist. Die
bei herkömmlichen Rolltoren bzw. herkömmlichen Lamellen be
kannten Profilinnenschalen entfallen bei den erfindungsgemäßen
Rolltoren. Der Isolierkörper ist in seiner Kontur dem Profil
des einschaligen Profilkörpers angepaßt. Der Isolierkörper
kann über bekannte Klebetechniken, Preßtechniken und/oder
Form- und/oder kraftschlüssige Verbindung mit dem Profilkörper
verbunden werden. Der Isolierkörper kann insbesondere auch
lose in den Profilkörper eingesetzt werden, sofern letzter
Klemmnasen aufweist. Auch eine Verschweißung oder Vernietung
ist denkbar.
Schließlich kann eine Festigkeitssteigerung des Rolltores
durch Integration horizontaler und/oder vertikaler Verstär
kungselemente, sog. Zugstränge, erfolgen.
Claims (16)
1. Rolltor mit einer Vielzahl aneinander angelenkter Lamellen
(10), welche zusammen aus einer Schließstellung des Rolltors
in eine Offenstellung verfahrbar sind, wobei jedes Paneel (10)
gegenüberliegende erste und zweite Hauptflächen (28, 31) auf
weist, zwischen denen ein Profilkörper (20) und ein Isolier
körper (30) angeordnet ist, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Profilkörper (20) einschalig
ausgebildet ist und mindestens teilweise die erste Hauptfläche
(28) der Lamelle (10) bildet, daß der Isolierkörper (30) am
Profilkörper (20) befestigt ist, und daß eine den Profilkörper
(20) abgewandte freie Fläche (31) des Isolierkörpers (30) min
destens einen Teil der zweiten Hauptfläche (31) der Lamelle
(10) bildet.
2. Rolltor nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Profilkörper (20) aus
Metall besteht.
3. Rolltor nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der metallene Profilkörper
(20) aus Stahl, aus verzinktem Stahl oder aus Aluminium ge
bildet ist.
4. Rolltor nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Isolier
körper (30) aus Kunststoff gebildet ist.
5. Rolltor nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Isolierkörper (30) aus
Polyäthylen, Polyurethan oder Polyurethan-Hartschaum gebildet
ist.
6. Rolltor nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierkörper
(30) mit dem Profilkörper (20) verklebt ist.
7. Rolltor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Isolierkörper (30) mit dem
Profilkörper (20) vernietet oder verschweißt ist.
8. Rolltor nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Isolier
körper (30) vom Profilkörper (20) formschlüssig und/oder
kraftschlüssig gehalten ist.
9. Rolltor nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Profilkörper (20) Klem
marme (26, 27) zur klemmenden Halterung des Isolierkörpers
(30) aufweist.
10. Rolltor nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Klemmarme (26, 27) ein
stückig an dem Profilkörper (20) geformt sind.
11. Rolltor nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Profilkörper (20) an
seinen sich gegenüberliegenden Enden hakenförmige Wand
abschnitte (23, 25) aufweist zum gelenkigen Ineinanderhaken
aufeinanderfolgender Lamellen (10).
12. Rolltor nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die hakenförmigen Wand
abschnitte (23, 25) im Querschnitt gesehen, dreiviertelförmige
Kreisbögen sind.
13. Rolltor nach Anspruch 11 oder 12, da
durch gekennzeichnet, daß die Außen-
und/oder Innenseiten mindestens einer der hakenförmigen Wand
abschnitte (23, 25) mit einer Isolierschicht oder Isolierfolie
(50) versehen sind.
14. Rolltor nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die aneinander angelenkten
Lamellen (10) zumindest im Bereich ihrer Aneinanderlenkungen
mit einer die Übergänge der Lamellen (10) abdeckenden Isolier
schicht bzw. Isolierfolie (50) abgedeckt sind.
15. Rolltor nach Anspruch 14, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die Isolierschicht oder
Isolierfolie (50) vollständig über eine der Hauptflächen (28,
31) der aneinander angelenkten Lamellen (10) erstreckt.
16. Rolltor nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß in den Profilkörper (20)
und/oder Isolierkörper (30) horizontale und/oder vertikal ver
laufende Verstärkungselemente oder Zugstränge eingearbeitet
sind.
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|---|---|
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