Die Erfindung betrifft eine Halbleitervorrichtung
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 bzw. 14 bzw. 25
bzw. 32 bzw. 37 bzw. 43 bzw. 50 bzw. 54 mit einer Ab
strahlungsstruktur, sowie ein Verfahren zur Herstellung
einer derartigen Halbleitervorrichtung nach dem Oberbe
griff des Anspruches 58 bzw. 60 bzw. 62. Insbesondere be
trifft die vorliegende Erfindung eine Halbleitervorrich
tung bzw. ein Herstellungsverfahren hierfür, wobei bei
der Halbleitervorrichtung Wärme an beiden Seiten eines
hierin aufgenommenen Halbleiterchips abgestrahlt wird.
Die JP-A-6-291223 offenbart ein Beispiel einer Halb
leitervorrichtung, bei der Hitze oder Wärme an beiden
Seiten oder von beiden Seiten eines Halbleiterchips abge
strahlt wird. Die Fig. 1A bis 1C zeigen diese Halblei
tervorrichtung. Gemäß diesen Figuren schließt ein Paar
von Abstrahlungsbauteilen J2 und J3 mehrere Halbleiter
chips J1 zwischen sich ein, wobei die Abstrahlungsbautei
le thermisch und elektrisch mit den Halbleiterchips J1
verbunden sind. Die Anzahl von Halbleiterchips J1, die in
einer Ebene angeordnet sind, und die Abstrahlungsbauteile
J2 und J3 sind mit einem Kunststoff oder Kunstharz J5
eingegossen oder gekapselt.
Jedes der Abstrahlungsbauteile J2 und J3 dient als
eine Elektrode und hat eine Oberfläche, welche frei von
dem Kunstharz J5 an einer gegenüberliegenden Seite der
Fläche ist, welche die Halbleiterchips J1 kontaktiert.
Jedes der Abstrahlungsbauteile J2 und J3 führt die Ab
strahlung von Wärme dadurch aus, daß die freiliegende
Oberfläche einen Kontaktkörper (nicht gezeigt) berühren
kann, der eine Abstrahlungswirkung durchführen kann. Ein
Steueranschluß J4, der mit einer Steuerelektrode der
Halbleiterchips J1 verbunden ist, steht zur Außenseite
des Kunstharzes J5 vor.
Für die Abstrahlungsbauteile J2 und J3 wird entweder
W (Wolfram) oder Mo (Molybdän) verwendet, da diese Mate
rialien einen thermischen Ausdehnungskoeffizienten haben,
der annähernd gleich demjenigen der Halbleiterchips J1
ist. Das Abstrahlungsbauteil J2, welches mit den Oberflä
chen der Halbleiterchips J1 verbunden ist, an denen die
Steuerelektrode ausgebildet ist, ist eine Emitterelektro
de, und das Abstrahlungsbauteil J3, welches mit den Ober
flächen der Halbleiterchips J1 an der gegenüberliegenden
Seite der Steuerelektrode verbunden ist, ist eine Kollek
torelektrode.
Eine Mehrzahl von Lötkissen J7 steht von einer iso
lierenden Platte J6 vor, welche mittig eine Durchgangs
bohrung hat, in welche das Abstrahlungsbauteil J2 als
Emitterelektrode vorragt. Die Lötkissen J7 sind mit Bon
dierungskissen verbunden, welche in Mustern auf den je
weiligen Halbleiterchips J1 vorhanden sind, die auf dem
Abstrahlungsbauteil J3 als die Kollektorelektrode ange
ordnet sind.
Wenn die Abstrahlungsbauteile J2 und J3, welche auch
als Elektroden dienen, aus einem Metall gefertigt sind,
beispielsweise W oder Mo mit linearen thermischen Ausdeh
nungskoeffizienten annähernd gleich demjenigen der Halb
leiterchips J1, welche aus Si (Silizium) sind, haben
diese Metalle bezüglich ihrer elektrischen Leitfähigkeit
ungefähr ein Drittel von derjenigen von Cu (Kupfer) oder
Al (Aluminium) und die thermische Leitfähigkeit beträgt
ungefähr ein Drittel bis zwei Drittel hiervon. Somit verursacht
unter Berücksichtigung der Umstände, daß wachsen
der Bedarf für einen hohen Stromfluß im Halbleitchip be
steht, die Verwendung von W oder Mo als Abstrahlungsbau
teil und gleichzeitig als Elektrode viele Probleme.
Weiterhin wird allgemein ein größerer Chip notwendig,
um einen größeren Strom aufnehmen zu können. Es gibt je
doch viele technologische Probleme, die Chipgröße zu er
höhen, und es ist leichter, eine Mehrzahl kleinerer Chips
herzustellen und diese zu einer Packung oder einem Ge
häuse zusammenzufassen.
In der Technik, wie sie in der oben genannten Veröf
fentlichung offenbart ist, sind die mehreren Halbleiter
chips J1 in der Halbleitervorrichtung ausgebildet. Da je
doch gemäß Fig. 1A das Abstrahlungsbauteil J2 eine einfa
che rechteckförmige Gestalt hat und in der Mitte der Vor
richtung angeordnet ist, ist die Anordnung unterschiedli
cher Halbleiterchips in einer Vorrichtung eingeschränkt.
Mit anderen Worten, wenn sich die Halbleiterchips vonein
ander beispielsweise in der Dicke unterscheiden, ist es
schwierig, die eine Emitterelektrode mit ihrer einfachen
Form mit allen unterschiedlichen Halbleiterchips zu ver
binden.
Die vorliegende Erfindung wurde angesichts der obigen
Probleme im Stand der Technik gemacht. Eine Aufgabe der
vorliegenden Erfindung ist es demnach, die Abstrahlungs
eigenschaft und die elektrische Leitfähigkeit einer Halb
leitervorrichtung mit Abstrahlungsbauteilen zu verbes
sern, welche thermisch und elektrisch mit den beiden Flä
chen eines hierin aufgenommenen Halbleiterchips verbunden
sind. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist
es, eine Halbleitervorrichtung so auszugestalten, daß
hierin problemlos mehrere unterschiedliche Halbleiterchips
aufgenommen werden können. Schließlich ist es Auf
gabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Her
stellung derartiger Halbleitervorrichtungen bereitzustel
len.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die im An
spruch 1 bzw. 14 bzw. 25 bzw. 32 bzw. 37 bzw. 43 bzw. 50
bzw. 54 angegebenen Merkmale, was die Halbleitervorrich
tung betrifft, sowie durch die im Anspruch 58 bzw. 60
bzw. 62 angegebenen Merkmale, was ein Herstellungsverfah
ren hierfür betrifft.
Beispielsweise sind gemäß einem Aspekt der vorliegen
den Erfindung in einer Halbleitervorrichtung, bei der ein
Halbleiterchip thermisch und elektrisch mit ersten und
zweiten Abstrahlungsbauteilen verbunden ist, die ersten
und zweiten Abstrahlungsbauteile aus einem metallischen
Material oder einem Metall gefertigt, welches wenigstens
entweder in der elektrischen Leitfähigkeit oder der ther
mischen Leitfähigkeit Wolfram und Molybdän überlegen ist.
Infolgedessen kann die Abstrahlungseigenschaft und die
elektrische Leitfähigkeit der Halbleitervorrichtung ver
bessert werden.
Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung
hat in einer Halbleitervorrichtung, bei der erste und
zweite Halbleiterchips thermisch und elektrisch mit er
sten und zweiten Abstrahlungsbauteilen verbunden sind,
das erste Abstrahlungsbauteil erste und zweite vorstehene
Abschnitte, welche in Richtung der ersten und zweiten
Halbleiterchips vorstehen, und erste und zweite vordere
Endabschnitte der ersten und zweiten vorstehenden Ab
schnitte sind thermisch und elektrisch mit den ersten und
zweiten Halbleiterchips über ein Bondierbauteil verbun
den.
Selbst wenn in diesem Fall die ersten und zweiten
Halbleiterchips sich voneinander in ihrer Dicke unter
scheiden, können die ersten und zweiten Abstrahlungsbau
teile mit ersten und zweiten Abstrahlungsoberflächen ver
sehen werden, welche annähernd parallel zueinander sind,
indem die Beträge oder Größen entsprechend gewählt oder
gesteuert werden, mit denen die ersten und zweiten vor
stehenden Abschnitte vorstehen.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfin
dung ist in einer Halbleitervorrichtung, bei der ein
Halbleiterchip zwischen einem ersten leitfähigen Bauteil
und einem zweiten leitfähigen Bauteil angeordnet ist, das
erste leitfähige Bauteil weiterhin mit einem dritten
leitfähigen Bauteil an einer gegenüberliegenden Seite des
Halbleiterchips in einer Bondier-Verbindung, so daß ein
Bondier- oder Verbindungsbereich zwischen dem ersten
leitfähigen Bauteil und dem dritten leitfähigen Bauteil
kleiner als derjenige zwischen dem ersten leitfähigen
Bauteil und dem Halbleiterchip ist. Infolgedessen können
Belastungskonzentrationen am ersten leitfähigen Bauteil
unterdrückt werden, so daß das Auftreten von Rissen ver
hindert ist. Dies führt zu einer verbesserten Abstrah
lungseigenschaft und elektrischen Leitfähigkeit der Halb
leitervorrichtung.
Weitere Aspekte der vorliegenden Erfindung bzw. vor
teilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungsformen hier
von sind in den unabhängigen Ansprüchen bzw. den jeweili
gen Unteransprüchen angegeben.
Weitere Einzelheiten, Aspekte und Vorteile der vor
liegenden Erfindung ergeben sich besser aus der nachfolgenden
detaillierten Beschreibung bevorzugter Ausfüh
rungsformen hiervon unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
Es zeigt:
Fig. 1A schematisch eine Halbleitervorrichtung nach
dem Stand der Technik;
Fig. 1B eine Schnittdarstellung durch die Halbleiter
vorrichtung von Fig. 1A entlang der dortigen Linie IB-IB;
Fig. 1C eine Schnittdarstellung durch die Halbleiter
vorrichtung von Fig. 1A entlang der dortigen Linie IC-IC;
Fig. 2A eine Schnittdarstellung durch eine Halblei
tervorrichtung einer ersten bevorzugten Ausführungsform;
Fig. 2B eine vergrößerte Schnittdarstellung durch die
Halbleitervorrichtung von Fig. 2A in dem dort mit 2B ge
kennzeichneten Bereich;
Fig. 3 eine Tabelle von Metallen, welche für ein Ab
strahlungsbauteil in der ersten Ausführungsform verwend
bar sind;
Fig. 4A eine Schnittdarstellung durch eine Halblei
tervorrichtung einer zweiten bevorzugten Ausführungsform;
Fig. 4B bis 4D Schnittdarstellungen, in welche je
weils ein Abstrahlungsbauteil der ersten Seite und ein
Si-Chip in der zweiten Ausführungsform dargestellt sind;
Fig. 5A bis 5D Schnittdarstellungen, welche jeweils
entlang der Linie VA-VA, VB-VB und VC-VC in den Fig.
4B bis 4D genommen wurden;
Fig. 6 eine Schnittdarstellung durch eine Halbleiter
vorrichtung einer dritten bevorzugten Ausführungsform;
Fig. 7 eine Schnittdarstellung durch eine Halbleiter
vorrichtung einer vierten bevorzugten Ausführungsform;
Fig. 5A eine Schnittdarstellung durch eine Halblei
tervorrichtung einer fünften bevorzugten Ausführungsform;
Fig. 8B eine Schnittdarstellung durch die Ausfüh
rungsform von Fig. 8A entlang der dortigen Linie VIIIB-
VIIIB;
Fig. 9A eine Schnittdarstellung durch eine Halblei
tervorrichtung einer sechster bevorzugten Ausführungs
form;
Fig. 9B eine vergrößerte Schnittdarstellung eines mit
dem Pfeil IXB in Fig. 9A gekennzeichneten Teils;
Fig. 9C eine Schnittdarstellung durch ein Beispiel in
der sechsten Ausführungsform;
Fig. 10 eine Schnittdarstellung durch eine Halblei
tervorrichtung einer siebten bevorzugten Ausführungsform;
Fig. 11 eine Schnittdarstellung durch eine Halblei
tervorrichtung einer achten bevorzugten Ausführungsform;
Fig. 12 eine Schnittdarstellung durch eine Halblei
tervorrichtung einer neunten bevorzugten Ausführungsform;
Fig. 13 eine Schnittdarstellung durch eine Halblei
tervorrichtung einer zehnten bevorzugten Ausführungsform;
Fig. 14A bis 14C Querschnittsdarstellungen zur Erläu
terung eines Verfahrens zur Herstellung der Halbleiter
vorrichtung in Fig. 13 in den einzelnen Stufen;
Fig. 15 eine Schnittdarstellung zur schematischen
Veranschaulichung eines zweiten Leitungsbauteils und ei
nes Lötbauteils als modifiziertes Beispiel der zehnten
Ausführungsform;
Fig. 16 eine Schnittdarstellung zur schematischen
Veranschaulichung eines Herstellungsverfahrens für eine
Halbleitervorrichtung der elften Ausführungsform;
Fig. 17 eine Schnittdarstellung zur schematischen
Veranschaulichung eines Herstellungsverfahrens einer
Halbleitervorrichtung der zwölften bevorzugten Ausfüh
rungsform;
Fig. 18 eine Schnittdarstellung zur schematischen
Veranschaulichung eines anderen Verfahrens zur Herstel
lung der Halbleitervorrichtung der zwölften Ausführungs
form;
Fig. 19 eine Schnittdarstellung durch eine Halblei
tervorrichtung einer dreizehnten bevorzugten Ausführungs
form;
Fig. 20A bis 20C Schnittdarstellungen zur Erläuterung
eines Herstellungsverfahrens der Halbleitervorrichtung
von Fig. 19;
Fig. 21 eine Schnittdarstellung durch eine Halblei
tervorrichtung einer vierzehnten bevorzugten Ausführungs
form;
Fig. 22 eine Schnittdarstellung durch eine Halblei
tervorrichtung einer fünfzehnten bevorzugten Ausführungs
form;
Fig. 23 eine Schnittdarstellung zur Veranschaulichung
einer Halbleitervorrichtung als Modifikation der drei
zehnten Ausführungsform;
Fig. 24 eine Schnittdarstellung durch eine Halblei
tervorrichtung einer sechzehnten bevorzugten Ausführungs
form;
Fig. 25 eine vergrößerte Schnittdarstellung zur Ver
anschaulichung eines durch die gestrichelte Linie in Fig.
24 angedeuteten Teils;
Fig. 26 eine Draufsicht auf die Halbleitervorrichtung
in einer Richtung des Pfeiles XXVI in Fig. 24;
Fig. 27 eine Draufsicht auf eine Halbleitervorrich
tung in einer siebzehnten bevorzugten Ausführungsform;
Fig. 28A eine Schnittdarstellung durch die Halblei
tervorrichtung von Fig. 27 entlang der dortigen Linie
XXVIIIA-XXVIIIA;
Fig. 28B eine Schnittdarstellung durch die Halblei
tervorrichtung von Fig. 27 entlang der dortigen Linie
XXVIIIB-XXVIIIB;
Fig. 29 eine Darstellung eines Äquivalentschaltkrei
ses in einem IGBT-Chip der Halbleitervorrichtung der
siebzehnten Ausführungsform;
Fig. 30A bis 30D schematische Darstellungen zur Ver
anschaulichung eines Herstellungsverfahrens von Abstrah
lungsbauteilen in der siebzehnten Ausführungsform;
Fig. 31 eine Darstellung einer Situation von der
Seite gesehen, welche sich bei einem Herstellungsverfah
ren der Halbleitervorrichtung ergibt;
Fig. 32A bis 32C schematische Darstellungen eines
Schrittes für die Kaltverformungs-Befestigung;
Fig. 33 eine Schnittdarstellung durch einen IGBT-Chip
als ein Beispiel;
Fig. 34 eine Schnittdarstellung durch eine Halblei
tervorrichtung einer achzehnten bevorzugten Ausführungs
form;
Fig. 35A und 35B Schnittdarstellungen eines Abstrah
lungsbauteils zur Verwendung in einem modifizierten Bei
spiel der achtzehnten Ausführungsform; und
Fig. 36 eine Schnittdarstellung zur Veranschaulichung
einer Halbleitervorrichtung in einer modifizierten Aus
führungsform der siebzehnten Ausführungsform.
Erste Ausführungsform
Eine erste bevorzugte Ausführungsform wird unter Be
zugnahme auf die Fig. 2A und 2B beschrieben. Gemäß
Fig. 2A ist ein Paar von Abstrahlungsbauteilen 2 und 3 so
angeordnet, daß sie zwischen sich zwei Si-Chips 1a und 1b
einschließen, die in einer Ebene liegen. Die Abstrah
lungsbauteile 2 und 3 sind thermisch und elektrisch mit
den Hauptelektroden der Si-Chips 1a und 1b über Bondierbauteile
4 verbunden. Nachfolgend bedeutet "Verbindung"
eine thermische und elektrische Verbindung mit Ausnahme
derjenigen Fälle, in denen eine spezielle Beschreibung
erfolgt. Eine Steuerelektrode des Si-Chips 1a ist elek
trisch mit einem Steueranschluß 5 verbunden, der über ei
nen Draht 8, der durch einen Drahtbondiervorgang gebildet
ist, mit einem Leiterrahmen verbunden ist.
Genauer gesagt, das Abstrahlungsbauteil
(Abstrahlungsbauteil der ersten Seite) 2, welches oberen
Oberflächen (ersten Oberflächen) 6a der Si-Chips 1a und
1b gegenüberliegt, an welchen die Drahtbondierung durch
geführt wird, wird mit vorstehenden Abschnitten 2a gebil
det, welche an Positionen stufenförmig vorstehen oder
vorspringen, welche den Hauptelektroden der Si-Chips 1a
und 1b gegenüberliegen. Die vorderen Enden der vorstehen
den Abschnitte 2a sind im wesentlichen flach und die fla
chen Abschnitte sind jeweils mit den Hauptelektroden über
die Bondierbauteile 4 verbunden. Im wesentlichen flach
bedeutet hier flach bis zu einem Grad, daß keine Störung
beim Bondieren zwischen den vorstehenden Abschnitten 2a
und den Hauptelektroden erfolgt.
Nachfolgend werden die vorstehenden Abschnitte 2a nä
her erläutert. Gemäß Fig. 2B wird; wenn die Si-Chips 1a
und 1b Leistungsbauteile sind, jede Haltespannung an Um
fangsabschnitten der Si-Chips 1a und 1b durch Schutzringe
7 gehalten, die an einer Oberfläche eines jeden Chips
ausgebildet sind, d. h. auf der Oberfläche 6a oder einer
Oberfläche (zweite Oberfläche) 6b gegenüber der Oberflä
che 6a.
Wenn metallische Materialien als die Abstrahlungsbau
teile 2 und 3 an die beiden Oberflächen eines jeden Si-
Chips 1a bzw. 1b angeheftet werden, wird das Abstrahlungsbauteil
2 an der Oberfläche (der ersten Oberfläche
in dieser Ausführungsform) 6a angeheftet, wo die Schutz
ringe 7 vorhanden sind. Es sei hier noch festgehalten,
daß voranstehend und nachfolgend "angeheftet" eine je
weils angepaßte Verbindung zwischen zwei oder mehr Bau
teilen bedeutet, z. B. eine Bondierverbindung, Lötverbin
dung, Klebverbindung etc.
Gemäß Fig. 2B muß jedoch ein durch den Pfeil B an den
Umfangsabschnitten der Si-Chips 1a und 1b dargestellter
Abstand, d. h. an den Bereichen, von denen einer durch ei
ne gestrichelte Linie in dieser Figur dargestellt ist,
das Abstandsbauteil 2 der ersten Seite elektrisch von den
Schutzringen 7 isoliert sein, sowie von den Kantenflächen
der Si-Chips 1a sowie 1b. Von daher müssen hier isolierte
Bereiche geschaffen werden.
Deshalb hat das Abstrahlungsbauteil 2 die vorstehen
den Abschnitte 2a an den Positionen, die den Hauptelek
troden der Si-Chips 1a und 1b gegenüberliegen. Mit ande
ren Worten, das Abstrahlungsbauteil 2 hat vertiefte Ab
schnitte an den Positionen gegenüber den Schutzringen 7
der Chips 1a und 1b, um die Bereiche hoher Haltespannung
(isolierten Bereiche) zu vermeiden. Das Abstrahlungsbau
teil 3 (Abstrahlungsbauteil der zweiten Seite oder auf
der zweiten Seite), welches an den anderen Oberflächen 6b
der Chips 1a und 1b angeheftet ist, hat keinen vorstehen
den Abschnitt und ist im wesentlichen flach. Mit anderen
Worten, das Abstrahlungsbauteil 3 der zweiten Seite ist
im wesentlichen so flach, daß es die Anbringbarkeit an
den Chips 1a und 1b am Abstrahlungsbauteil 3 nicht behin
dert. In den jeweiligen Abstrahlungsbauteilen 2 und 3
bilden die jeweiligen Oberflächen gegenüber den Oberflä
chen, die in Richtung der Si-Chips 1a und 1b weisen, Abstrahlungsoberflächen
10, welche ebenfalls im wesentli
chen flach und annähernd parallel zueinander sind.
In der dargestellten Ausführungsform ist der drahtge
bondete Si-Chip ein IGBT 1a (Insulated Gate Bipolar Tran
sistor), wohingegen der andere Si-Chip eine FWD 1b (Free-
Wheel Diode = Freilaufdiode) ist. Im IGBT 1a ist das Ab
strahlungsbauteil 2 der ersten Seite (auf der ersten
Seite) ein Emitter, das Abstrahlungsbauteil 3 der zweiten
Seite (auf der zweiten Seite) ein Kollektor und die Steu
erelektrode ein Gate. Wie in Fig. 2A gezeigt, ist die
Dicke der FWD 1b höher als die des IGBT 1a. Von daher ist
in dem Abstrahlungsbauteil 2 der ersten Seite der vorste
hende Abschnitt 2a gegenüber dem IGBT 1a mit einem Vor
stehungsbetrag versehen, der relativ größer als derjenige
des anderen vorstehenden Abschnittes 2a ist, der der FWD
1b gegenüberliegt.
Für die Abstrahlungsbauteile 2 und 3 der ersten und
zweiten Seite kann beispielsweise ein metallisches Mate
rial mit Cu oder Al als Hauptkomponente verwendet werden,
welches eine elektrische Leitfähigkeit und eine thermi
sche Leitfähigkeit größer als W oder Mo hat und billiger
als diese Materialien ist. Fig. 3 zeigt eine Tabelle von
Beispielen metallischer Materialien, welche als die Ab
strahlungsbauteile 2 und 3 verwendbar sind. Wie in Fig. 3
gezeigt, können die Abstrahlungsbauteile 2 und 3 aus ei
nem der Metalle "a" bis "1", unoxidiertem Kupfer etc.,
sein. Hier ist beispielsweise das Metall "a" eine Legie
rung, welche (in Massenverhältnissen) Fe (Eisen) mit
2,3%, Zn (Zink) mit 0,1%, P (Phosphor) mit 0,03% und Cu
(Kupfer) als Rest enthält.
Die Bondierbauteile 4 haben bevorzugt eine Scherfe
stigkeit, welche der Scherfestigkeit überlegen ist, welche
durch thermische Belastung erzeugt wird, und haben
sowohl ausgezeichnete thermische Leitfähigkeit als auch
elektrische Leitfähigkeit. Als solche leitfähige Bauteile
4 können beispielsweise ein Weichlot, ein Hartlot oder
ein leitfähiger Kleber verwendet werden. Der Draht 8 für
die Drahtbondierung kann aus Au (Gold), Al (Aluminium)
oder dergleichen sein, wie er für Drahtbondierungen all
gemein verwendet wird.
Weiterhin sind gemäß Fig. 2A diese Bauteile 1 bis 5
und 8 mit Kunststoff oder Kunstharz 9 eingegossen, wobei
die Abstrahlungsoberflächen 10 der Abstrahlungsbauteile 2
und 3 an den gegenüberliegenden Seiten der Si-Chips 1a
und 1b freigelassen werden und gleichzeitig der Steueran
schluß 5 an der gegenüberliegenden Seite der Drahtbondie
rung freigelassen wird.
Die Abstrahlungsoberflächen 10 der jeweiligen Ab
strahlungsbauteile 2 und 3 dienen als Elektroden und
gleichzeitig zur Abstrahlung von Wärme. Das Kunstharz 9
hat bevorzugt einen thermischen Ausdehnungskoeffizienten
annähernd gleich dem der Abstrahlungsbauteile 2 und 3.
Beispielsweise kann als derartiges Kunstharz 9 ein Gieß
harz auf Epoxybasis verwendet werden.
Weiterhin sind die mit Kunstharz eingegossenen Bau
teile 1 bis 5 und 8 von einem Paar von Verdrahtungsbau
teilen 11 eingeschlossen, so daß die Abstrahlungsoberflä
chen 10 die Verdrahtungsbauteile 11 kontaktieren. Jedes
der äußeren Verdrahtungsbauteile 11 ist eine flache Plat
te mit einem Abschnitt mit Plattenform oder einer feinen
Drahtform, welche zur Außenseite hin verbindbar ist. Die
Verdrahtungsbauteile 11 und die mit Kunstharz eingegosse
nen Bauteile 1 bis 5 und 8 sind weiterhin von einem Paar
von äußeren Kühlbauteilen 13 eingeschlossen, wobei plattenförmige
isolierende Substrate 12 mit hoher thermischer
Leitfähigkeit zwischengeschaltet sind. Die mit Kunstharz
versiegelten oder eingegossenen Bauteile 5 und 8, die äu
ßeren Verdrahtungsbauteile 11, die isolierenden Substrate
12 hoher thermischer Leitfähigkeit und die äußeren Kühl
bauteile 13 sind durch Schraubbolzen 14 oder dergleichen
miteinander verbunden, welche von den äußeren Kühlbautei
len 13 her eingeschraubt sind.
Die äußeren Verdrahtungsbauteile 11 oder die nach au
ßen führenden Verdrahtungsbauteile 11 können aus jegli
chem Material sein, vorausgesetzt, sie haben ausgezeich
nete thermische Leitfähigkeit und elektrische Leitfähig
keit. Die isolierenden Substrate 12 hoher thermischer
Leitfähigkeit können beispielsweise aus Aln
(Aluminiumnitrid), SiN (Siliziumnitrid), Al2O3
(Aluminiumdioxid), SiC (Siliziumcarbid), BN (Bornitrid),
Diamant oder dergleichen sein. Die äußeren Kühlbauteile
13 sind so aufgebaut, daß sie eine Abstrahlungsrippe oder
Kühlrippe haben oder wassergekühlt sind.
Bei dem obigen Aufbau ist, was den elektrischen Pfad
betrifft, der Stromfluß in der Reihenfolge von äußerem
Verdrahtungsteil 11, welches das Abstrahlungsbauteil 2
der ersten Seite kontaktiert, Abstrahlungsbauteil 2 der
ersten Seite, Si-Chips 1a und 1b, Abstrahlungsbauteil 3
der zweiten Seite, Verdrahungsbauteil 11, welches das Ab
strahlungsbauteil 3 der zweiten Seite kontaktiert oder
umgekehrt. Was den thermischen Pfad betrifft, so wird in
den Si-Chips 1a und 1b erzeugte Wärme zu den Abstrah
lungsbauteilen 2 und 3 der ersten und zweiten Seite, den
Verdrahtungsbauteilen 11, den isolierenden Substraten 12
hoher thermischer Leitfähigkeit und den äußeren Kühlbau
teilen 13 übertragen und dann abgestrahlt.
Nachfolgend wird ein Verfahren zur Herstellung der
Halbleitervorrichtung der Fig. 2A und 2B erläutert.
Zunächst werden die Hauptelektronen auf den zweiten Ober
flächen 6b der Si-Chips 1a und 1b mit dem Abstrahlungs
bauteil 3 der zweiten Seite über die Bondierungsbauteile
4 verbunden. Sodann werden die Steuerelektrode des Si-
Chips 1a und der Steueranschluß 5 miteinander über eine
Drahtbondierung elektrisch verbunden. Danach werden die
Hauptelektroden auf den ersten Oberflächen 6a der Si-
Chips 1a und 1b mit den Vorderenden der vorstehenden Ab
schnitte 2a des Abstrahlungsbauteiles 2 der ersten Seite
über Bondierungsbauteile 4 verbunden. Hierbei werden die
vorstehenden Abschnitte 2a des Abstrahlungsbauteiles 2
der ersten Seite vorab durch einen Preßvorgang oder der
gleichen gebildet.
Nachfolgend wird ein Gesenk (nicht gezeigt) vorberei
tet, und die Si-Chips 1a und 1b und die Abstrahlungsbau
teile 2 und 3 der ersten und zweiten Seite werden in dem
Gesenk oder der Form angeordnet und mit Kunststoff oder
Kunstharz eingegossen. Somit kann eine elektrische Isola
tion zwischen den Abstrahlungsbauteilen 2 und 3 erhalten
werden. Nachfolgend werden, wie oben beschrieben, was die
Abstrahlungsoberflächen 10 betrifft, die äußeren Verdrah
tungsbauteile 11, die isolierenden Substrate 12 hoher
thermischer Leitfähigkeit und die äußeren Kühlbauteile 13
in dieser Reihenfolge angeordnet. Sodann werden die äuße
ren Kühlbauteile 13 mit Schraubbolzen befestigt, so daß
die Bauteile 11 bis 13 festgelegt sind. Im Anschluß daran
ist die Halbleitervorrichtung der beschriebenen Ausfüh
rungsform vollständig.
Da bei der beschriebenen Ausführungsform die Abstrah
lungsbauteile 2 und 3 der ersten und zweiten Seite aus
einem metallischen Material gefertigt sind, welches Cu
oder Al als Hauptkomponente enthält, welches sehr gute
thermische und elektrische Leitfähigkeit hat, läßt sich
die Halbleitervorrichtung mit verbesserter Abstrahlungs
leistung und verbesserter elektrischer Leitfähigkeit er
zeugen. Da weiterhin diese Teile bei geringeren Kosten im
Vergleich zu dem herkömmlichen Fall hergestellt werden
können, bei dem W oder Mo verwendet wird, läßt sich die
erfindungsgemäße Halbleitervorrichtung mit niedrigeren
Kosten fertigen. Weiterhin ist das metallische Material,
welches als Hauptkomponente Cu oder Al enthält, im Ver
gleich zu W oder Mo weich, so daß die Bearbeitbarkeit zur
Ausbildung der vorstehenden Abschnitte 2a an dem Abstrah
lungsbauteil 2 der ersten Seite gut ist.
Da die vorstehenden Abschnitte 2a an dem Abstrah
lungsbauteil 2 der ersten Seite angeordnet sind und mit
den jeweiligen unterschiedlichen Si-Chips 1a und 1b ver
bunden sind, kann die Verbindung zwischen den jeweiligen
Si-Chips 1a und 1b und dem Abstrahlungsbauteil 2 problem
los durchgeführt werden. Insbesondere lassen sich die Be
träge des Vorstehens und die Formen der vorstehenden Ab
schnitte 2 abhängig von der Dicke der Si-Chips 1a und 1b
und den Formen der Hauptelektroden der Si-Chips 1a und 1b
abändern. Aufgrund hiervon lassen sich unterschiedliche
Halbleiterchips 1a und 1b problemlos in der Halbleiter
vorrichtung aufnehmen.
Die Abstrahlungsoberflächen 10 der Abstrahlungsbau
teile 2 und 3 können Formunregelmäßigkeiten aufweisen
oder parallel zueinander sein. In der beschriebenen Aus
führungsform sind die Abstrahlungsoberflächen 10 flach
und annähernd parallel zueinander gemacht. Dies ist mög
lich, da die Oberflächenstufe, d. h. der Dickenunterschied
zwischen den Si-Chips 1a und 1b, durch die vorstehenden
Abschnitte 2a aufgenommen werden kann, indem deren Höhen
oder Vorstehbeträge abhängig von den jeweiligen Dicken
der Si-Chips 1a und 1b eingestellt werden.
Im Ergebnis können bei der Ausführungsform gemäß obi
ger Beschreibung, da die Abstrahlungsoberflächen 10 im
wesentlichen flach und annähernd parallel zueinander
sind, beim Befestigen der Bolzen an den Abstrahlungsober
flächen 10, wobei die Verdrahtungsbauteile 11, die iso
lierenden Substrate 12 hoher thermischer Leitfähigkeit
und die äußeren Kühlbauteile 13 dazwischengeschaltet
sind, die Oberflächen 10 und diese Bauteile 11 bis 13 si
cher und leicht an den jeweiligen Übergangsflächen in
Kontakt miteinander gebracht werden.
Da weiterhin die Abstrahlungsoberflächen 10 annähernd
parallel zueinander sind, wird eine beim Anziehen der
Bolzen erzeugte Kraft gleichförmig auf die Bauteile 1 bis
5, 8, 9 und 11 bis 13 übertragen. Somit werden diese Bau
teile 1 bis 5, 8, 9 und 11 bis 13 durch Kraftkonzentra
tionen nicht beschädigt oder zerstört und der Zusammen
bauvorgang läßt sich verbessern.
Allgemein gesagt, obgleich der IGBT 1a und die FWD 1b
als Paar verwendet werden, wird, wenn sich der Abstand
zwischen dem IGBT 1a und FWD 1b verringert, der Betrieb
eines Schaltkreises idealer. Da bei der vorliegenden Aus
führungsform der IGBT 1a und die FWD 1b einander benach
bart in der einstückig kunstharzgekapselten oder
-vergossenen Halbleitervorrichtung angeordnet sind, kann
der Betrieb des IGBT 1a in dieser Halbleitervorrichtung
den Idealzustand erreichen.
Wenn es Aufgabe der Erfindung ist, eine Halbleiter
vorrichtung zu schaffen, die in der Lage ist, unter
schiedliche Halbleiterchips 1a und 1b problemlos aufzunehmen,
sind die Materialien zur Ausbildung der Abstrah
lungsbauteile 2 und 3 der ersten und zweiten Seite nicht
auf die Materialien beschränkt, welche Cu oder Al als
Hauptkomponente enthalten, sondern es können auch andere
elektrische Materialien mit elektrischer Leitfähigkeit
verwendet werden. Wenn beispielsweise das Verhindern von
Bruch der Bondierungsbauteile 4 aufgrund thermischer Be
lastung größere Wichtigkeit hat, sollten die Abstrah
lungsbauteile 2 und 3 der ersten und zweiten Seite aus
einem metallischen Material sein, welches einen thermi
schen Ausdehnungskoeffizienten hat, der annähernd demje
nigen der Si-Chips 1a und 1b ist. Wenn andererseits eine
Abstrahlungseigenschaft und die elektrische Leitfähigkeit
von größerer Wichtigkeit sind, sollten die Abstrahlungs
bauteile 2 und 3 aus einem metallischen Material sein,
welches Cu oder Al als Hauptkomponente enthält.
Der Kunststoff oder das Kunstharz 9, welches in der
vorliegenden Ausführungsform verwendet wird, isoliert
nicht nur die Abstrahlungsbauteile 2 und 3 voneinander,
sondern verstärkt auch die Anheftung oder Verbindung zwi
schen den Abstrahlungsbauteilen 2 und 3 und den Chips 1a
und 1b, indem die Abstrahlungsbauteile 2 und 3 mit den
Chips 1a und 1b verbunden werden. Selbst wenn somit die
Abstrahlungsbauteile 2 und 3 aus einem metallischen Mate
rial mit Cu oder Al als Hauptkomponente gefertigt sind,
was einen thermischen Ausdehnungskoeffizienten ergibt,
der unterschiedlich zu demjenigen der Si-Chips 1a und 1b
ist, kann ein Bruch der Bondierungsbauteile 4 aufgrund
von thermischen Belastungen durch das Kunstharz 9 verhin
dert werden.
Insbesondere wenn das Kunstharz 9 einen thermischen
Ausdehnungskoeffizienten hat, der annähernd gleich demje
nigen der Abstrahlungsbauteile 2 und 3 ist, wirken Belastungen
auf die Si-Chips 1a und 1b und führen zu einer
Ausdehnung und Zusammenziehung ähnlich derjenigen der Ab
strahlungsbauteile 2 und 3, wenn sich die Temperatur än
dert. Von daher werden auf die Bondierungsbauteile 4 auf
gebrachte Belastungen gemindert und die Erzeugung von
Spannungen wird eingeschränkt, was zu einer Verbesserung
der Zuverlässigkeit an den Verbindungsabschnitten führt.
Obgleich in der Ausführungsform das Abstrahlungsbau
teil 3 der zweiten Seite keinen vorstehenden Abschnitt
aufweist, kann ein derartiger vorstehender Abschnitt vor
gesehen werden. Thermisch leitfähiges Fett, eine Paste
oder dergleichen kann auf die Kontaktflächen zwischen den
äußeren Verdrahtungsbauteilen 11 und den isolierenden
Substraten 12 hoher thermischer Leitfähigkeit und zwi
schen die isolierenden Substrate 12 hoher thermischer
Leitfähigkeit und den äußeren Kühlbauteilen 13 aufge
bracht werden, um die thermische Anbindung weiter zu ver
bessern.
Der Kontakt zwischen jedem äußeren Verdrahtungsbau
teil 11 und dem isolierenden Substrat 12 hoher thermi
scher Leitfähigkeit wird vorteilhafterweise aufgrund der
unterschiedlichen thermischen Ausdehnungskoeffizienten
zwischen den Bauteilen 11 und 12 mechanisch festgelegt.
Jede Abstrahlungsoberfläche 10 und jedes äußere Verdrah
tungsbauteil 11 können jedoch auch durch ein Weichlot,
ein Hartlot oder dergleichen miteinander verbunden wer
den, da diese Bauteile aus Materialien gefertigt werden
können, welche thermische Ausdehnungskoeffizienten haben,
welche sich nicht wesentlich voneinander unterscheiden.
Der Körper des Abstrahlungsbauteiles 2 der ersten
Seite kann von den vorstehenden Abschnitten 2a getrennt
sein. Beispielsweise können die vorstehenden Abschnitte
1a an einem plattenförmigen Körper des Bauteiles 2 durch
Weichlöten, Hartlöten etc. angeheftet werden. Das Materi
al zur Bildung des Abstrahlungsbauteiles 2 der ersten
Seite ist nicht immer notwendigerweise identisch zu dem
jenigen, aus welchem das Abstrahlungsbauteil 3 der zwei
ten Seite gebildet wird. Obgleich in der vorliegenden
Ausführungsform das Eingießen mit dem Kunstharz in einer
Form oder einem Gesenk erfolgt, kann dieser Versiege
lungsvorgang auch durch Eintauchen ohne irgendeine Form
erfolgen.
Obgleich beschrieben wurde, daß das Kunstharz 9 zum
Eingießen oder Versiegeln einen thermischen Ausdehnungs
koeffizienten hat, der annähernd gleich demjenigen der
Abstrahlungsbauteile 2 und 3 der ersten und zweiten Seite
ist, ist das Harz 9 nicht hierauf beschränkt, sondern es
kann jedes andere geeignete Harz sein, wenn keine Notwen
digkeit besteht, die Anhaftfestigkeit zwischen den Si-
Chips 1a und 1b und den Abstrahlungsbauteilen 2 und 3 zu
berücksichtigen.
Obgleich in der vorliegenden Ausführungsform be
schrieben wurde, daß der IGBT 1a und die FWD 1b als Si-
Chips verwendet werden, ist in manchen Fällen, beispiels
weise wenn nur ein Si-Chip verwendet wird oder die glei
che Art von Si-Chip verwendet wird, die Verbindungsstruk
tur zwischen dem Si-Chip bzw. den Si-Chips und den Ab
strahlungsbauteilen 2 und 3 nicht kompliziert. In diesen
Fällen müssen die vorstehenden Abschnitte 2a nicht an ei
nem der Abstrahlungsbauteile 2 bzw. 3 ausgebildet werden.
Wie oben beschrieben, kann eine Halbleitervorrichtung mit
verbesserten Abstrahlungseigenschaften und elektrischer
Leitfähigkeit durch Ausbilden der Abstrahlungsbauteile 2
und 3 aus einem metallischen Material geschaffen werden,
welches als Hauptkomponente Cu oder Al enthält, mit einer
elektrischen Leitfähigkeit und einer thermischen Leitfä
higkeit höher oder besser als derjenigen von W oder Mo.
Zweite Ausführungsform
Eine zweite bevorzugte Ausführungsform unterscheidet
sich von der ersten Ausführungsform in der inneren Form
gebung des Abstrahlungsbauteiles 2 der ersten Seite. Fig.
4A zeigt eine Halbleitervorrichtung der zweiten Ausfüh
rungsform, und die Fig. 4B bis 4D sind Schnittdarstel
lungen, in welchen Teilansichten verschiedener Abstrah
lungsbauteile 2 der ersten Seite und Si-Chips 1a und 1b
gezeigt sind, welche den jeweiligen Abstrahlungsbauteilen
2 gegenüberliegen. Die Fig. 5A bis 5C sind Schnittdar
stellungen entlang den Linien VA-VA, VB-VB, VC-VC in den
Fig. 4B bis 4D.
In Fig. 4A ist das Abstrahlungsbauteil 2 der ersten
Seite teilweise weggelassenen und die Querschnittsformen
der Fig. 4B bis 4D sind auf den weggelassenen Teil an
wendbar. Fig. 4A zeigt auch nicht die äußeren Verdrah
tungsbauteile 11, die isolierenden Substrate 12 hoher
thermischer Leitfähigkeit und die äußeren Kühlbauteile
13. Nachfolgend werden unterschiedliche Abschnitte zu
Fig. 2 erläutert. In den Fig. 4A bis 4D und 5A bis 5C
sind gleiche Teile wie in Fig. 2A mit gleichen Bezugszei
chen versehen und die entsprechende Beschreibung ist ver
einfacht.
Wie in den Fig. 4A bis 4D und 5A bis 5C gezeigt,
weist das Abstrahlungsbauteil 2 der ersten Seite einen
Raum 15 in einem Abschnitt auf, der mit den Si-Chips 1a
und 1b verbunden ist. Der Raum 15 kann, wie in dem Bei
spiel von Fig. 5A, eine Gitterform haben oder aus mehre
ren konzentrischen Kreisen bestehen, wie im Beispiel von
Fig. 5B, oder aus mehreren konzentrischen Rechtecken be
stehen, wie im Beispiel von Fig. 5C gezeigt. Die Form des
Raumes 15 in einer Richtung senkrecht zur Verbindungs
oberfläche zwischen dem Abstrahlungsbauteil 2 und den Si-
Chips 1a und 1b ist wie in den Fig. 4B, 4C oder 4D ge
zeigt. Mit anderen Worten, es gibt Fälle, wo der Raum 15
an den Verbindungsabschnitten mit den Si-Chips 1a und 1b
offen ist oder in der Abstrahlungsoberfläche 10 offen ist
oder sowohl an den Verbindungsabschnitten mit den Si-
Chips 1a und 1b und der Abstrahlungsoberfläche 10 ge
schlossen ist.
Der Raum 15 kann beispielsweise durch einen Schneid
vorgang gebildet werden. Wenn der Raum 15 sowohl an den
Verbindungsabschnitten mit den Si-Chips 1a und 1b und der
Abstrahlungsoberfläche 10 geschlossen ist, wie in Fig. 4D
gezeigt, kann er durch Ausbilden des Abstrahlungsbautei
les mit dem Raum offen an den Verbindungsabschnitten mit
den Si-Chips 1a und 1b dadurch gebildet werden, daß zu
nächst ein Schnitt gemäß Fig. 4B erfolgt und dann eine
Metallplatte angeheftet wird, um die offenen Abschnitte
zu verschließen.
Bei der Ausführungsform lassen sich die gleichen Ef
fekte wie in der ersten Ausführungsform erzielen. Zusätz
lich ist der Raum 15 in dem Abstrahlungsbauteil 2 der er
sten Seite ausgebildet, was die Steifigkeit des Abstrah
lungsbauteiles 2 verringert. Im Ergebnis lassen sich auf
die Si-Chips 1a und 1b und die Bondierungsbauteile 4 auf
gebrachte Belastungen verringern, so daß ein Bruch der
Si-Chips 1a und 1b verhindert werden kann und die Zuver
lässigkeit der Verbindung zwischen den Si-Chips 1a und 1b
und dem Abstrahlungsbauteil 2 verbessert ist.
Die weiteren in der zweiten Ausführungsform nicht be
schriebenen Einzelheiten und Merkmale sind im wesentli
chen gleich zu denjenigen der ersten Ausführungsform. Der
Raum 15 ist für Fälle dargestellt, in denen er sich in
Dickenrichtung der Si-Chips 1a und 1b erstreckt; dieser
Raum kann sich jedoch auch in die Oberflächenrichtung der
Si-Chips 1a und 1b erstrecken. Weiterhin kann der Raum in
dem Abstrahlungsbauteil 3 der zweiten Seite ausgebildet
werden. Der Raum 15 muß nicht gleichförmig in den Ab
schnitten ausgebildet werden, welche die Si-Chips 1a und
1b kontaktieren, und kann geeignet an den benötigten Po
sitionen ausgebildet werden.
Weiterhin ist die Formgebung des Raums 15 nicht auf
die gezeigten Beispiele beschränkt, immer vorausgesetzt,
daß sich die Steifigkeit des Abstrahlungsbauteiles ver
ringern läßt. Wenn die Abstrahlungsbauteile 2 und 3 aus
einem metallischen Material mit Cu oder Al gefertigt
sind, ist es leicht, den Raum 15 auszubilden, da die Ab
strahlungsbauteile 2 und 3 leicht bearbeitbar sind.
Dritte Ausführungsform
Fig. 6 zeigt eine Halbleitervorrichtung einer dritten
bevorzugten Ausführungsform, wobei die äußeren Verdrah
tungsteile 11, die isolierenden Substrate 12 hoher ther
mischer Leitfähigkeit und die äußeren Kühlbauteile 13 von
Fig. 2A weggelassen sind, Unterschiedliche Abschnitte zu
denjenigen in der ersten Ausführungsform werden haupt
sächlich nachfolgend erläutert, und in Fig. 6 bezeichnen
gleiche Bezugszeichen gleiche oder einander entsprechende
Teile wie in Fig. 2A.
Gemäß Fig. 6 sind in der dritten Ausführungsform me
tallische Bauteile (teilweise freiliegende metallische
Bauteile) 16 aus Mo, W, Cu-Mo oder dergleichen mit einem
thermischen Ausdehnungskoeffizienten annähernd gleich dem
der Si-Chips an den Abschnitten der Abstrahlungsbauteile
2 und 3 der ersten und zweiten Seite angeordnet, welche
in Richtung der Si-Chips 1a und 1b weisen. Die teilweise
freiliegenden metallischen Bauteile 16 können vorab an
den Abstrahlungsbauteilen 2 und 3 durch Löten, Hartlöten,
einen Schrumpfsitz oder einen Preßsitz angeordnet oder
ausgebildet werden. Zur Ausrichtung der teilweise frei
liegenden metallischen Bauteile 16 gegenüber den Si-Chips
1a und 1b mit hoher Genauigkeit sollten die Si-Chips 1a
und 1b und die teilweise freiliegenden metallischen Bau
teile 16 vor dem Bondieren oder Anheften zwischen den me
tallischen Bauteilen 16 und den Abstrahlungsbauteilen 2
und 3 durch Löten, Hartlöten oder dergleichen festgelegt
werden.
Bei dieser Ausführungsform lassen sich die gleichen
Effekte und Wirkungsweisen wie in der ersten Ausführungs
form erhalten. Da zusätzlich der thermische Ausdehnungs
koeffizient an den Verbindungsabschnitten zwischen den
Si-Chips 1a und 1b und den Abstrahlungsbauteilen 2 und 3
der ersten und zweiten Seite einander angenähert sind,
lassen sich thermische Belastungen aufgrund von Tempera
turänderungen an den Verbindungsabschnitten verringern
und die Verbindungsfestigkeit kann verbessert werden.
Weiterhin nähert die Hinzufügung der metallischen Bautei
le 16, welche den thermischen Ausdehnungskoeffizienten
annähernd gleich demjenigen der Si-Chips 1a und 1b haben,
die Belastung der Abstrahlungsbauteile 2 und 3 insgesamt
an Si an, so daß auf die Si-Chips 1a und 1b einwirkende
Belastungen verringert werden können.
Somit kann die Halbleitervorrichtung mit hoher Zuver
lässigkeit bezüglich der Verbindungsfestigkeiten zwischen
den Si-Chips 1a und 1b und den Abstrahlungsbauteilen 2
und 3 und ohne Bruch der Si-Chips 1a und 1b geschaffen
werden, wobei weiterhin die gleichen Effekte wie in der
ersten Ausführungsform sichergestellt sind. Die weiteren
Merkmale und Wirkungsweisen, welche in der vorliegenden
Ausführungsform nicht beschrieben sind, sind im wesentli
chen gleich zu denjenigen der ersten Ausführungsform. Die
teilweise freiliegenden metallischen Bauteile 16 müssen
nicht an den gesamten Bereich eines jeden Abstrahlungs
bauteiles 2 oder 3 vorhanden sein, der mit den Si-Chips
1a und 1b verbunden ist. Die teilweise freiliegenden me
tallischen Bauteile 16 sollen jedoch an den notwendigen
Positionen geeignet angeordnet werden. Auch kann bei die
ser Ausführungsform der Raum 15 wenigstens entweder in
dem Abstrahlungsbauteil 2 oder dem Abstrahlungsbauteil 3
ausgebildet werden, wie in der zweiten Ausführungsform.
Vierte Ausführungsform
Fig. 7 zeigt eine Halbleitervorrichtung einer vierten
Ausführungsform. Diese Ausführungsform bezieht sich auf
eine Abwandlung der äußeren Verdrahtungsbauteile 11 der
ersten Ausführungsform. Nachfolgend werden unterschiedli
che Abschnitte zu denjenigen der ersten Ausführungsform
beschrieben und in Fig. 7 sind gleiche Teile wie in Fig.
2A mit gleichen Bezugszeichen versehen. In Fig. 7 sind
die isolierenden Substrate 12 hoher thermischer Leitfä
higkeit und die äußeren Kühlbauteile 13 weggelassen.
Wie in Fig. 7 gezeigt, sind leitfähige Anschlüsse 17,
welche mit den Hauptelektroden der Si-Chips 1a und 1b
verbunden sind, an den Kanten der Abstrahlungsbauteile 2
und 3 der ersten und zweiten Seite als Hauptelektrodenan
schlüsse herausgeführt, um elektrisch mit der Außenseite
verbunden zu werden. Die leitfähigen Bauteile 17 haben
die gleiche Funktion wie die äußeren Verdrahtungsbauteile
11 von Fig. 2A.
Die leitfähigen Bauteile 17 stehen von den entspre
chenden Abstrahlungsbauteilen 2 und 3 von annähernd der
gleichen Position bezüglich den entsprechenden Bauteilen
2 und 3 und in eine annähernd identische Richtung vor,
welche senkrecht zu den Abstrahlungsoberflächen 10 ist.
Das bedeutet, daß die leitfähigen Bauteile 17 annähernd
parallel zueinander sind, und somit kann eine parasitäre
Induktivität verhindert werden, wie noch beschrieben
wird. Die Wurzel- oder Basisteile der leitfähigen Bautei
le 17 sind einander benachbart. Die Halbleitervorrichtung
von Fig. 7 benötigt die äußeren Verdrahtungsbauteile 11
von Fig. 2A nicht und die Abstrahlungsoberflächen 10 kon
taktieren die äußeren Kühlbauteile 13 mit den isolieren
den Substraten 12 hoher thermischer Leitfähigkeit dazwi
schen, obgleich diese Teile nicht gezeigt sind.
Es ist bevorzugt, daß die jeweiligen Abstrahlungsbau
teile 2 und 3 und die jeweiligen leitfähigen Bauteile 17
im Hinblick auf den elektrischen Widerstand einstückig
zueinander sind. Wenn die leitfähigen Bauteile 17 jedoch
separat ausgebildet und mit den Abstrahlungsbauteilen 2
und 3 verbunden werden, sind für die Verbindung Schraub
verbindungen, Weichlöten, Hartlöten etc. verwendbar. Die
leitfähigen Bauteile 17 können aus verschiedenen Materia
lien gefertigt werden, solange sie eine sehr gute elek
trische Leitfähigkeit haben.
Bei dieser Ausführungsform lassen sich die gleichen
Effekte wie in der ersten Ausführungsform erzielen. Da
zusätzlich die elektrische Verbindung zur Außenseite über
die leitfähigen Bauteile 17 gemacht werden kann, ist es
nicht notwendig, die äußeren Verdrahtungsbauteile 11 mit
den Strahlungsoberflächen 10 der Abstrahlungsbauteile 2
und 3 zu verbinden. Im Ergebnis wird im Vergleich zu dem
Fall, wo die äußeren Verdrahtungsbauteile 11 verwendet
werden, die Anzahl von Verbindungsschnittstellen in der
Wärmeübertragungsrichtung verringert, so daß der Wärmewi
derstand ebenfalls verringert wird. Somit kann die Ab
strahlungseigenschaft weiter verbessert werden. Zusätz
lich läßt sich die Dicke der Halbleitervorrichtung in
Dickenrichtung der Si-Chips 1a und 1b verringern, was zu
einer Verringerung der Gesamtgröße der Halbleitervorrich
tung führt.
Als eine weitere bevorzugte Ausgestaltungsform sind
die leitfähigen Bauteile 17 so vorgesehen, daß sie annä
hernd parallel zueinander in benachbarten Positionen ste
hen, und in der Halbleitervorrichtung fließen die Ströme
in den jeweiligen leitfähigen Bauteilen 17 mit der glei
chen Intensität in einander entgegengesetzte Richtungen.
Wenn Ströme in den zueinander parallelen leitfähigen Bau
teilen in einander entgegengesetzten Richtungen fließen,
heben sich um die leitfähigen Bauteile herum erzeugte Ma
gnetfelder gegenseitig auf. Im Ergebnis läßt sich eine
parasitäre Induktivität wesentlich verringern.
In der vorliegenden Ausführungsform sind wie in der
ersten Ausführungsform die Abstrahlungsbauteile aus einem
metallischen Material gefertigt, welches als Hauptkompo
nente Cu oder Al enthält, wenn es Ziel ist, die Abstrah
lungseigenschaft und die elektrische Leitfähigkeit zu
verbessern. Da in diesem Fall die Bearbeitbarkeit von Cu
und Al gut ist, lassen sich die leitfähigen Bauteile 17
problemlos durch Pressen, Schneiden oder dergleichen for
men.
Die weitere Eigenschaften und Merkmale der Ausfüh
rungsformen, welche nicht beschrieben worden sind, sind
im wesentlichen gleich zu denjenigen der ersten Ausfüh
rungsform. Obgleich in der beschriebenen Ausführungsform
die leitfähigen Bauteile 17 einander benachbart und annä
hernd parallel zueinander vorgesehen sind, ist die Aus
führungsform hierauf nicht beschränkt, sondern die leit
fähigen Bauteile 17 können von den jeweiligen Abstrah
lungsbauteilen in unterschiedlichen Richtungen zueinander
vorstehen. Wenn die Abstrahlungsbauteile 2 und 3 ein Ma
terial mit hoher Härte, beispielsweise W oder Mo, verwen
den, um die unterschiedlichen Halbleiterchips leicht mit
Kunstharz eingießen zu können, sind die leitfähigen Bau
teile 17 bevorzugt als separate Bauteile ausgebildet, da
es schwierig sein würde, sie dann einstückig an den Ab
strahlungsbauteilen 2 und 3 auszuformen.
Fünfte Ausführungsform
Die Fig. 8A und 8B zeigen eine Halbleitervorrich
tung einer fünften bevorzugten Ausführungsform, wobei die
äußeren Verdrahtungsbauteile 11, die isolierenden
Substrate 12 hoher thermischer Leitfähigkeit und die äu
ßeren Kühlbauteile 13 von Fig. 2A weggelassen sind. Diese
Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten Ausfüh
rungsform in dem Verbindungsverfahren zwischen den Si-
Chips 1a und 1b und dem Abstrahlungsbauteil 2 der ersten
Seite. Unterschiedliche Teile zur ersten Ausführungsform
werden nachfolgend erläutert und in den Fig. 8A und 8B
sind gleiche Teile wie in Fig. 2A mit gleichen Bezugszei
chen versehen.
Gemäß den Fig. 8A und 8B sind kissen- oder tröpf
chenförmige Bondierungsteile 4 gleichförmig zwischen den
Hauptelektroden auf den Hauptoberflächen 6a der Si-Chips
1a und 1b und dem Abstrahlungsbauteil 2 der ersten Seite
angeordnet, und die zwischen den Bondierungsteilen 4 ge
schaffenen Freiräume sind mit einem Kunststoff oder
Kunstharz 18 gefüllt. Das Harz 18 hat Materialeigenschaf
ten ähnlich demjenigen von Metall, beispielsweise gute
Benetzbarkeit, und verhindert Belastungskonzentrationen
an den kissenförmigen Bondierungsbauteilen 4. Das Harz
wird nachfolgend als RAB-Harz 18 bezeichnet (RAB = Resist
Assist Bonding). Das RAB-Harz 18 besteht genauer gesagt
aus Harz auf Epoxybasis, welches mit Siliziumoxid- oder
Silica-Füllstoffen gemischt ist.
Zur Ausbildung des obigen Aufbaus wird wie in der
Halbleitervorrichtung der ersten Ausführungsform nach
Verbindung der Si-Chips 1a und 1b mit dem Abstrahlungs
bauteil 3 der zweiten Seite und der Drahtbondierung die
Anzahl von Bondierungsbauteilen 4 in Kissen-, Tröpfchen-
oder Höckerform auf den Hauptelektroden der Si-Chips 1a
und 1b auf der Seite der ersten Oberflächen 6a ausgebil
det und mit dem Abstrahlungsbauteil 2 der ersten Seite
verbunden.
Nachfolgend wird das RAB-Harz 18 in eine Einspritz
vorrichtung eingebracht und in die Räume um die Bondie
rungsbauteile 4 herum eingespritzt. Selbst wenn zu diesem
Zeitpunkt das Harz nicht direkt in all die Räume einge
spritzt werden kann, füllen sich die Räume allmählich mit
dem Harz aufgrund des Kapillarphänomens. Danach werden
gemäß obiger Beschreibung die integrierten Si-Chips 1a
und 1b und die Abstrahlungsbauteile 2 und 3 in eine Form
eingebracht und einstückig mit dem Harz 9 vergossen.
Bei dieser Ausführungsform können die gleichen Effek
te wie in der ersten Ausführungsform erhalten werden.
Weiterhin kann das RAB-Harz 18 eine plastische Verformung
der Bondierungsbauteile 4 begrenzen. Weiterhin kann das
RAB-Harz 18 Risse verhindern, welche in den Bondierungs
bauteilen 4 aufgrund thermischer Belastungen erzeugt wer
den bzw. eine Rißfortpflanzung oder -ausbreitung verhin
dern. Mit anderen Worten, das RAB-Harz 18 verfestigt die
Verbindung zwischen den Si-Chips 1a und 1b und dem Ab
strahlungsbauteil 2 der ersten Seite und erhöht die Ver
bindungszuverlässigkeit.
In dieser Ausführungsform nicht beschriebene Merkmale
und Einzelheiten sind im wesentlichen gleich denjenigen
der ersten Ausführungsform. Auch bei der vorliegenden
Ausführungsform sind die kleinen Kissen oder Höcker
gleichförmig angeordnet; eine kleinere Anzahl von Kissen
mit größeren Abmessungen als in der gezeigten Ausfüh
rungsform kann jedoch angeordnet werden. Obgleich die
kissenförmigen Bondierbauteile 4 zur Verbindung der Si-
Chips 1a und 1b mit dem Abstrahlungsbauteil 2 der ersten
Seite in dieser Ausführungsform vorgesehen sind, können
sie auch zur Verbindung der Si-Chips 1a und 1b mit dem
Abstrahlungsbauteil 3 der zweiten Seite verwendet werden.
Wenn das Harz 9 in die Räume um die Kissen oder Höcker
herum eingespritzt werden kann, um diese Räume vollstän
dig zu füllen, ist es nicht notwendig, vorab das RAB-Harz
18 einzuspritzen. In diesem Fall wirkt das Gießharz 9,
welches die Räume um die Kissen herum füllt, als RAB-Harz
18. Die zweiten bis vierten Ausführungsformen können bei
dieser soeben beschriebenen Ausführungsform ebenfalls
entsprechend angewendet werden.
Nachfolgend werden sechste bis neunte Ausführungsfor
men als erste bis vierte Abwandlungen oder Modifikationen
der oben beschriebenen Ausführungsformen erläutert, wel
che bei den bisher beschriebenen Ausführungsformen an
wendbar sind und welche zumindest teilweise miteinander
kombinierbar sind und bei den obigen Ausführungsformen
anwendbar sind.
Sechste Ausführungsform
Zuerst wird die sechste Ausführungsform unter Bezug
nahme auf die Fig. 9A bis 9C beschrieben. In den obigen
Ausführungsformen ist das Abstrahlungsbauteil 2 der er
sten Seite mit den vorstehenden Abschnitten 2a versehen;
wie jedoch durch den Pfeil F in Fig. 2B dargestellt, ist,
da das Abstrahlungsbauteil 2 der ersten Seite an den vor
stehenden Abschnitten 2a verdickt ist, die Steifigkeit
erhöht. Je größer des Steifigkeit des Abstrahlungsbautei
les 2 der ersten Seite ist, umso höhere Druckkräfte wer
den auf die Si-Chips 1a und 1b ausgeübt.
Um die Steifigkeit zu verringern, kann eine Vorge
hensweise gemäß Fig. 9C angewendet werden, bei der das
Abstrahlungsbauteil 2 der ersten Seite durch Ausformen
einer ausreichend dünnen metallischen Platte gebildet
wird, um einen vorstehenden Abschnitt zu haben, um einen
isolierenden Bereich zu vermeiden, und diese Platte wird
an die Si-Chips 1a und 1b mit einer verringerten Steifig
keit angeheftet. Da jedoch bei diesem Verfahren die Ab
strahlungsoberfläche 10 des Abstrahlungsbauteiles 2 der
ersten Seite nicht flach ist, ist es schwierig, daß äuße
re Verdrahtungsbauteil 11 und das äußere Kühlbauteil 13
zu kontaktieren.
In diesem Zusammenhang wird in dieser Ausführungsform
gemäß den Fig. 9A und 9B ein isolierender Film 20 auf
dem Abstrahlungsbauteil 2 der ersten Seite ausgebildet,
mit einem Öffnungsmuster 19, welches sich in Bereichen
entsprechend den inneren Seiten der Si-Chips 1a und 1b
mit Ausnahme der Umfangsabschnitte der Chips öffnet, wo
die Schutzringe 7 vorhanden sind. Mit anderen Worten, der
isolierende Film 20 wird an Bereichen entsprechend den
isolierten Bereichen in Fig. 2B ausgebildet und öffnet
sich an Bereichen entsprechend den Hauptelektroden der
Si-Chips 1a und 1b auf der Seite der ersten Oberflächen
6a.
Der isolierende Film 20 ist bevorzugt geschlossen oh
ne Löcher und sollte eine thermische Zusammenziehung des
Abstrahlungsbauteiles überstehen. Ein Film aus Polyimid
oder Glas ist für den isolierenden Film 20 verwendbar.
Wenn die Halbleitervorrichtung dieser Ausführungsform
hergestellt wird, werden, nachdem der isolierende Film 20
auf dem Abstrahlungsbauteil 2 ausgebildet worden ist, die
Si-Chips 1a und 1b an das Abstrahlungsbauteil 2 auf der
Seite der ersten Oberflächen 6a angeheftet. Die anderen
Schritte sind im wesentlichen die gleichen wie bei der
Halbleitervorrichtung der ersten Ausführungsform.
Bei dem oben beschriebenen Verfahren können die
Schutzringe 7 elektrisch von dem Abstrahlungsbauteil 2
der ersten Seite durch den isolierenden Film 20 isoliert
werden. Das Abstrahlungsbauteil 2 kann in Plattenform oh
ne vorspringendem Abschnitt 2a gebildet werden, um die
Schutzringe 7 der Si-Chips 1a und 1b zu vermeiden. In
diesem Fall kann die Steifigkeit des Abstrahlungsbautei
les 2 durch die verringerte Dicke des Abstrahlungsbautei
les 2 verringert werden, solange es die Abstrahlungsei
genschaften erlauben. Im Ergebnis lassen sich Druckkräfte
auf den Si-Chips 1a und 1b vermindern.
Wenn die Abstrahlungsbauteile 2 und 3 der ersten und
zweiten Seite keine vorstehenden Abschnitte haben, er
folgt eine geeignete Anpassung an Fälle mit nur einem Si-
Chip oder mehreren Si-Chips, welche zueinander identische
Dicken haben. Auch wenn mehrere Si-Chips, die sich in ih
rer Dicke voneinander unterscheiden, vorhanden sind, gibt
es kein Problem, wenn der Dickenunterschied durch die Hö
henbeträge der Bondierungsbauteile 4 aufgenommen oder
ausgeglichen werden kann.
Die weiteren Merkmale, welche im Rahmen dieser Aus
führungsform nicht beschrieben worden sind, sind im we
sentlichen gleich zur ersten Ausführungsform. Bei der be
schriebenen Ausführungsform ist der isolierende Film 20
auf dem Abstrahlungsbauteil 2 der ersten Seite ausgebil
det; er kann jedoch auch auf dem Abstrahlungsbauteil 3
der zweiten Seite ausgebildet werden. Wenn es einen Be
reich gibt, der mit dem Harz 9 zum Versiegeln nicht ge
füllt wird, kann eine Isolation durch das Harz 9 nicht
ausreichend erhalten werden. Die Isolation kann jedoch
durch den isolierenden Film 20 sicher bereitgestellt wer
den, wenn dieser vorab im betreffenden Bereich ausgebil
det wird. Diese Verhinderung durch den isolierenden Film
20 ist auch bei dem Fall anwendbar, wo das Abstrahlungs
bauteil 2 die vorstehenden Abschnitte 2a hat.
Siebte Ausführungsform
Bezugnehmend auf Fig. 10 wird nachfolgend eine siebte
Ausführungsform als zweites modifiziertes Beispiel be
schrieben. In dieser Ausführungsform unterscheidet sich
das elektrische Verbindungsverfahren zwischen dem Steuer
anschluß 5 und der Steuerelektrode des Si-Chips 1a, und
Fig. 10 zeigt ein Beispiel, bei dem die vorliegende Aus
führungsform bei der vierten Ausführungsform gemäß Fig. 7
angewendet wird. Nachfolgend werden sich von Fig. 7 un
terscheidende Abschnitte beschrieben und in Fig. 10 sind
gleiche Teile wie in Fig. 7 mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
Wie in Fig. 10 gezeigt, wird die elektrische Verbin
dung zwischen der Steuerelektrode und dem Steueranschluß
5 durch einen Höcker oder ein Kissen 21 geschaffen,
welches beispielsweise aus einem Weichlot, Hartlot, einem
leitfähigen Kleber oder dergleichen ist. Bei diesem modi
fizierten Ausführungsbeispiel muß der Drahtbondierungs
schritt nicht durchgeführt werden und der Steueranschluß
5 kann gleichzeitig mit der Verbindung zwischen den Si-
Chips 1a und 1b und den Abstrahlungsbauteilen 2 und 3
verbunden werden. Somit läßt sich der Herstellungsvorgang
vereinfachen. Auch erfolgt keine Drahtverschiebung der
Drahtbondierung während des Eingießens mit Harz.
Achte Ausführungsform
Bezugnehmend auf Fig. 11 wird nachfolgend die achte
Ausführungsform als ein drittes modifiziertes Ausfüh
rungsbeispiel beschrieben. In dieser Ausführungsform sind
die Anordnungen der Abstrahlungsoberflächen 10 unter
schiedlich. Fig. 11 ist ein Beispiel, bei welchem die
vorliegende Erfindung bei einer Halbleitervorrichtung an
gewendet ist, die geschaffen wird durch Kombinieren der
ersten Ausführungsform und der siebten Ausführungsform,
welche das zweite modifizierte Beispiel ist. Nachfolgend
werden sich von den Fig. 2A und 10 unterscheidende Ab
schnitte näher beschrieben und in Fig. 11 haben gleiche
Teile wie in den entsprechenden Figuren gleiche Bezugs
zeichen.
Wie in Fig. 11 gezeigt, hat jedes der Abstrahlungs
bauteile 2 und 3 der ersten und zweiten Seite einen keil
förmigen Querschnitt und die vorstehenden Abschnitte 2a
sind an dem Abstrahlungsbauteil 2 der ersten Seite ausge
bildet. Eine Seitenfläche des Abstrahlungsbauteiles 2 der
ersten Seite und eine Seitenfläche des Abstrahlungsbau
teiles 3 der zweiten Seite (untere Seite in der Figur)
dienen als Abstrahlungsoberflächen 10. Die Abstrahlungs
oberflächen 10 der Abstrahlungsbauteile 2 und 3 der er
sten und zweiten Seite sind annähernd senkrecht zu den
Verbindungsoberflächen der Abstrahlungsbauteile 2 und 3
mit den Si-Chips 1a und 1b und liegen in einer Ebene mit
einander. Die Abstrahlungsoberflächen 10 kontaktieren das
äußere Kühlbauteil 13 über das isolierende Substrat 12
mit hoher thermischer Leitfähigkeit und sind durch iso
lierende Schraubbolzen 22 festgelegt.
Bei dieser Ausführungsform besteht keine Notwendig
keit, zwei außenliegende Kühlbauteile 13 vorzubereiten,
so daß die Flexibilität beim Zusammenbau der Halbleiter
vorrichtung mit dem außenliegenden Kühlbauteil 13 verbes
sert ist. Beispielsweise ist die Halbleitervorrichtung
dieser Ausführungsform für ein herkömmliches Kühlsystem
austauschbar, welches an nur einer Seite ein Kühlteil
aufweist. Da zusätzlich die Anzahl von isolierenden
Substraten 12 hoher thermischer Leitfähigkeit verringert
werden kann, nämlich auf eine, lassen sich Bauteilkosten
verringern.
Obgleich bei dieser Ausführungsform die Abstrahlungs
oberflächen 10 senkrecht zu den Verbindungsoberflächen
der Abstrahlungsbauteile 2 und 3 mit den Si-Chips 1a und
1b sind, können sie an verschiedenen Arten von äußeren
Kühlbauteilen angebracht werden, indem die Winkel geeig
net geändert werden. Wenn die leitfähigen Bauteile der
vierten Ausführungsform verwendet werden, können die
leitfähigen Bauteile von den Seitenflächen der Abstrah
lungsbauteile 2 und 3 unterschiedlich zu den Abstrah
lungsoberflächen 10 herausgeführt werden.
Neunte Ausführungsform
Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf Fig. 12 eine
neunte Ausführungsform als viertes modifiziertes Beispiel
erläutert. Diese Ausführungsform unterscheidet sich im
Befestigungsverfahren der äußeren Verdrahtungsbauteile
11. Nachfolgend werden zu Fig. 2A unterschiedliche Teile
beschrieben und die gleichen Teile wie in Fig. 2A haben
in Fig. 12 gleiche Bezugszeichen.
Gemäß Fig. 12 sind jeweils vier Schraubenlöcher 23a
in den entsprechenden Abstrahlungsbauteilen 2 und 3 der
ersten und zweiten Seite von den Abstrahlungsoberflächen
10 her die Si-Chips 1a und 1b nicht erreichend ausgebil
det. Jedes der äußeren Verdrahtungsbauteile 11 weist vier
Schraubenlöcher 23b auf, welche diese durchtreten und den
Schraubenlöchern 23a entsprechen. Sodann werden (nicht
gezeigte) Schrauben durch die Schraubenlöcher 23a und 23b
von den Oberflächen der äußeren Verdrahtungsbauteile 11
an einander gegenüberliegenden Seiten der entsprechenden
Abstrahlungsoberflächen 10 her eingeführt. Somit sind die
Abstrahlungsbauteile 2 und 3 und die äußeren Verdrah
tungsbauteile 11 miteinander verbunden. Hierbei werden
die Schraubenlöcher 23a und 23b durch einen Bohrer oder
dergleichen gebildet.
Da bei dieser Ausführungsform die Abstrahlungsbautei
le 2 und 3 die Schraubenlöcher 23a haben, welche diese
nicht vollständig durchtreten, berühren die Schrauben die
Si-Chips 1a und 1b nicht, und die Schraubenlöcher 23a und
23b können somit an beliebigen Positionen gebildet wer
den. Da weiterhin die Befestigung durch die Schrauben er
folgt, wirkt kein Druck auf die Si-Chips 1a und 1b,
selbst wenn der Druck zum Befestigen der äußeren Verdrah
tungsbauteile 11 auf die entsprechenden Abstrahlungsbauteile
2 und 3 erhöht wird. Im Ergebnis lassen sich die
Kontaktwiderstände zwischen den Abstrahlungsbauteilen 2
und 3 und den äußeren Verd 99999 00070 552 001000280000000200012000285919988800040 0002010058446 00004 99880rahtungsbauteilen 11 verrin
gern, und die Abstrahlungseigenschaft und die elektrische
Leitfähigkeit kann verbessert werden.
Insbesondere kann die Befestigung mit Schrauben an
Positionen des Abstrahlungsbauteiles 3 der zweiten Seite
unmittelbar unter den Si-Chips 1a und 1b durchgeführt
werden. Somit läßt sich eine thermische und elektrische
Verbindung zwischen den Si-Chips 1a und 1b und dem Ab
strahlungsbauteil 3 der zweiten Seite sicherstellen. Die
thermischen Verbindungen der Halbleitervorrichtung zu den
äußeren Verdrahtungsbauteilen 11 sind verschraubt, und
die isolierenden Substrate 12 hoher thermischer Leitfä
higkeit und die äußeren Kühlbauteile 13 können beispiels
weise auf gleiche Weise wie in der ersten Ausführungsform
angeordnet werden. Ein Schraubenloch 23a oder 23b ist für
jedes der Bauteile 2, 3 und 11 ausreichend, um die ge
nannte Befestigung durchzuführen. Diese Ausführungsform
ist mit Ausnahme des dritten modifizierten Beispiels bei
allen obigen Ausführungsformen anwendbar.
Zehnte Ausführungsform
Eine Halbleitervorrichtung einer zehnten bevorzugten
Ausführungsform wird unter Bezugnahme auf Fig. 13 be
schrieben. Diese Ausführungsform dient zum Verbessern der
Parallelität zwischen zwei Leitungsbauteilen
(Abstrahlungsbauteilen), welche zwischen sich ein Halb
leiterelement einschließen. Genauer gesagt, die Halblei
tervorrichtung enthält ein IGBT-Element 101 und eine Di
ode 102, welche als Halbleiterelemente einen Schaltkreis
bilden. Die Halbleiterelemente 101 und 102 sind an einer
Oberfläche 103a eines plattenförmigen ersten Leitungsbauteils
103 (erstes leitfähiges Bauteils) angeheftet,
welches beispielsweise aus Kupfer gefertigt ist, was über
erste Lötbauteile 104 erfolgt, welche aus 10 Gew.-% Sn
(Zinn) und 90 Gew.-% Pb (Blei) bestehen und einen
Schmelzpunkt von 320°C haben. Blockförmige Wärmesenken
105 aus Kupfer sind über die ersten Lötbauteile 104 ent
sprechend an den Halbleiterelementen 101 und 102 befe
stigt.
An den Wärmesenken 105 ist ein zweites Leitungsbau
teil (zweites leitfähiges Bauteil) 107 aus Kupfer oder
dergleichen an einer Oberfläche 107a über zweite Lötbau
teile 106 befestigt, welche einen Schmelzpunkt haben, der
unter demjenigen der ersten Lötbauteile 104 liegt. Die
zweiten Lötbauteile 106 enthalten beispielsweise Zinn mit
90 Gew.-% oder mehr und haben einen Schmelzpunkt von
240°C.
Die Oberfläche 103a des ersten Leitungsbauteiles 103
und die Oberfläche 107a des zweiten Leitungsbauteiles 107
weisen aufeinander zu, wobei die Halbleiterelemente 101
und 102 dazwischen liegen, und erstrecken sich annähernd
parallel zueinander (beispielsweise beträgt eine Neigung
zwischen den Leitungsbauteilen 103 und 107 0,1 mm oder
weniger). Auch bei dieser Halbleitervorrichtung sind eine
äußere Leitung 108 und das IGBT-Element 101 elektrisch
miteinander über einen Bondierungsdraht 109 aus Gold oder
Aluminium zur elektrischen Verbindung mit der Außenseite
verbunden.
Die Bauteile 101 bis 109, welche wie oben erläutert
zusammengebaut sind, werden mit Gießharz 110 aus bei
spielsweise Epoxyharz eingekapselt und versiegelt und
sind somit vor der Umgebung geschützt. Die anderen Ober
flächen 103b, 107b der Leitungsbauteile 103 und 107 liegen
von dem Harz 110 unbedeckt, d. h. frei, vor und diesen
als Abstrahlungsoberflächen.
Somit besteht bei dieser Halbleitervorrichtung der
Schaltkreis aus den beiden Halbleiterelementen 101 und
102 und den beiden Leitungsbauteilen 103 und 107, welche
gleichzeitig als Elektroden dienen. Eine Signalverbindung
zwischen den Halbleiterelementen 101 und 102 und der Au
ßenseite erfolgt über die Leitungsbauteile 103 und 107,
den Draht 109 und die äußere Leitung 108. Die Leitungs
bauteile 103 und 107 dienen auch als Abstrahlungsbauteile
und erleichtern die Wärmeabstrahlung beispielsweise durch
Anordnen von Kühlbauteilen (nicht gezeigt) auf den Ober
flächen 103b und 107b mittels isolierenden Bauteilen.
Nachfolgend wird ein Verfahren zur Herstellung der
Halbleitervorrichtung der vorliegenden Ausführungsform
unter Bezugnahme auf die Fig. 14A bis 14C beschrieben.
Zunächst werden die Halbleiterelemente 101 und 102 an die
Oberfläche 103a des ersten Leitungsbauteiles 103 mit dem
ersten Lötbauteil bzw. den ersten Lötbauteilen 104 befe
stigt. Sodann werden die Wärmesenken 105 an den ersten
und zweiten Halbleiterelementen 101 und 102 ebenfalls mit
den ersten Lötbauteilen 104 befestigt. Dieser Zustand ist
in Fig. 14A gezeigt. Diese zusammengefaßten Bauteile wer
den als Werkstück 150 bezeichnet.
Nachfolgend wird die Oberfläche 107a des zweiten Lei
tungsbauteiles 107 an den Halbleiterelementen 101 und 102
befestigt, an welchen bereits die Wärmesenken 105 befe
stigt sind, was über die zweiten Lötbauteile 106 erfolgt,
welche niedrigeren Schmelzpunkt haben. Insbesondere ist
gemäß Fig. 14B das zweite Leitungsbauteil 107 auf einer
Aufspannvorrichtung oder Lehre 160 angeordnet, wobei die
Oberfläche 107a nach oben weist, und die zweiten Lötbauteile
106 werden auf bestimmten Positionen der Oberfläche
107a abgesetzt. Sodann wird das Werkstück 150 von Fig.
14A umgedreht und auf die Oberfläche 107a des zweiten
Leitungsbauteiles 107 mittels den zweiten Lötbauteilen
106 angeordnet.
Weiterhin wird ein plattenförmiges Gewicht 161 aus
rostfreiem Stahl oder dergleichen auf die andere Oberflä
che 103b des ersten Leitungsbauteiles 103 gesetzt. Die
Lehre 160 ist mit einem Abstandshalter 162 versehen, der
eine spezielle Höhe hat (beispielsweise 1 mm) und der aus
Kohlenstoff oder dergleichen besteht, um den Spalt zwi
schen den beiden Leitungsbauteilen 103 und 107 zu bestim
men. Dieser Zustand ist in Fig. 14B gezeigt. Sodann wer
den die Bauteile in diesem Zustand in einen Heizofen ge
bracht, wobei nur die zweiten Lötbauteile 106 aufschmel
zen.
Somit wird das Werkstück 150 durch das Gewicht 161
unter Druck gesetzt und, wie in Fig. 14C gezeigt, werden
die zweiten Lötbauteile 106 gequetscht und der Spalt zwi
schen den beiden Leitungsbauteilen 103 und 107 wird bis
auf die Höhe des Abstandshalters 162 verringert. Somit
wird der Grad der Parallelität zwischen den beiden Lei
tungsbauteilen 103 und 107 gesteuert. Darüber hinaus,
wenn die Schmelzpunkte des ersten Lötbauteiles 104 bzw.
des zweiten Lötbauteiles 106 bei 320°C bzw. 240°C liegen,
werden in dieser Ausführungsform bevorzugt eine Reflow-
Temperatur von 250°C und eine mittels des Gewichtes 161
aufgebrachte Last von 0,08 g/mm2 verwendet.
Die Dicke des zweiten Lötbauteiles 106 beträgt bevor
zugt ungefähr 100 µm bis 300 µm. Wenn es zu dünn ist,
wird die Dicke zur Steuerung des Grades der Parallelität
zwischen den beiden Leitungsbauteilen 103 und 107 unzureichend.
Wenn es zu dick ist, wird die thermische Leit
fähigkeit zwischen den Halbleiterelementen und den Lei
tungsbauteilen ungenügend. Weiterhin enthalten die zwei
ten Lötbauteile 106 Zinn mit 90 Gew.-% oder mehr, was
vorteilhaft ist, eine ausreichende thermische Leitfähig
keit sicherzustellen. Nach den obengenannten Schritten
erfolgt eine Drahtbondierung zu der äußeren Leitung 108
und das Einbetten oder Eingießen in Kunstharz oder Kunst
stoff. Im Ergebnis wird die Halbleitervorrichtung von
Fig. 13 fertiggestellt.
Bei dem oben beschriebenen Herstellungsverfahren er
folgt in dem Werkstück 150, bei dem die beiden Oberflä
chen der Halbleiterelemente 101 und 102 durch die ersten
und zweiten Leitungsbauteile (Abstrahlungsbauteile) 103
und 107 über die ersten und zweiten Lötbauteile 104 und
106 eingeschlossen sind, ein Reflow-Vorgang oder erneutes
Aufschmelzen nur an den zweiten Lötbauteilen 106, da die
zweiten Lötbauteile 106 einen niedrigeren Schmelzpunkt
als die ersten Lötbauteile 104 haben.
Sodann wird in diesem Zustand Druck auf die obere
Seite des ersten Leitungsbauteiles 103 (oder zweiten Lei
tungsbauteiles 107) aufgebracht, so daß die zweiten Löt
bauteile 106 in dem Zustand verformt werden, in welchem
die Halbleiterelemente 101 und 102 von dem ersten Lötbau
teil 104 getragen werden. Infolgedessen kann der Grad der
Parallelität zwischen den beiden Leitungsbauteilen 103
und 107 gesteuert werden. Beispielweise kann der Grad der
Parallelität zwischen den beiden Leitungsbauteilen 103
und 107 auf gleich oder weniger als 0,1 mm gemacht wer
den.
Somit kann bei der beschriebenen Ausführungsform eine
Halbleitervorrichtung mit einem ausreichenden Grad an Parallelität
zwischen den beiden Bauteilen 103 und 107 ge
schaffen werden. In Fig. 13 kann die Halbleitervorrich
tung unter Umständen auf das Gießharz 10 verzichten. In
so einem Fall kann der Grad von Parallelität zwischen den
beiden Bauteilen 103 und 107 leicht eingestellt werden.
Wie weiterhin in Fig. 15 gezeigt, kann das zweite
Leitungsbauteil 107 vertiefte oder zurückgestufte Ab
schnitte 107c (mit beispielsweise einer Tiefe von unge
fähr 0,1 mm) in der Oberfläche 107a haben, und die zwei
ten Lötbauteile 106 können in diesen vertieften Abschnit
ten 107c angeordnet werden. Selbst wenn die zweiten Löt
bauteile 106 während des Neuaufschmelzens unter Unter
drucksetzens zerquetscht werden, um quasi extrudiert zu
werden, verhindern die vertieften Abschnitte 107c den
Austritt der Lötbauteile 106. Wenn weiterhin die Lötbau
teile 106 aus Lötfolien bestehen, wird die Positionierung
vereinfacht.
Das zweite Leitungsbauteil 107 kann an den Halblei
terelementen 101 und 102 über die zweiten Lötbauteile 106
ohne die Wärmesenken 105 angeheftet werden. Die vorlie
gende Ausführungsform betrifft eine Halbleitervorrich
tung, bei der das Halbleiterelement zwischen das Paar von
leitfähigen Bauteilen mittels der Lötbauteile einge
schlossen ist und die leitfähigen Bauteile nur entweder
eine Abstrahlungsfunktion oder eine Elektrodenfunktion
haben können.
Elfte Ausführungsform
In einer elften bevorzugten Ausführungsform wird der
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bei einer Halblei
tervorrichtung bei einem elektronischen Instrument oder
einem elektronischen Element gemäß Fig. 16 angewendet.
Die Halbleitervorrichtung besteht gemäß Fig. 16 im we
sentlichen aus einem Heizelement 201 und einem Paar von
Abstrahlungsbauteilen 202 und 203 zum Abstrahlen von
Wärme von dem Heizelement 201. Auf einer Oberfläche 201a
des Heizelementes 201 ist das Abstrahlungselement 202 der
ersten Seite über einen Abstrahlungsblock 204 und ein
Verbindungsbauteil 205 angeheftet, wohingegen auf der an
deren Oberfläche 201b des Heizelementes 200 das Abstrah
lungsbauteil 203 der zweiten Seite über ein Befestigungs
element 205 angeheftet ist. Somit schließen die Abstrah
lungsbauteile 202 und 203 das Halbleiterelement 201 über
die Befestigungsbauteile 205 zwischen sich ein.
In dieser Ausführungsform ist das Heizelement 201 ein
Leistungshalbleiterelement, beispielsweise ein IGBT oder
ein Thyristor. Die Befestigungsbauteile 205 sind aus ei
nem Lot gefertigt. Die Abstrahlungsbauteile 202 und 203
der ersten und zweiten Seite und der Abstrahlungsblock
204 sind aus Cu (Kupfer). Jede Ebenenform der Bauteile
201 bis 204 ist im wesentlichen rechteckförmig.
Nachfolgend wird ein Verfahren zur Herstellung dieser
Halbleitervorrichtung erläutert. Zunächst werden das
Halbleiterelement 201, die Abstrahlungsbauteile 202 und
203 der ersten und zweiten Seite und der Abstrahlungs
block 204 vorbereitet. Jedes der Abstrahlungsbauteile 202
und 203 der ersten und zweiten Seite hat einen Bereich in
einer Ebenenrichtung größer als das Halbleiterelement 201
und der Abstrahlungsblock 204.
Nachdem eine Lotpaste im Nahbereich der Mitte der
Oberfläche 203a des Abstrahlungsbauteiles 203 der zweiten
Seite aufgebracht worden ist, wird das Halbleiterelement
201 aufgesetzt. Dann wird auf ähnliche Weise eine Lotpa
ste auf das Halbleiterelement 201 aufgebracht und der Abstrahlungsblock
204 hierauf gesetzt. Weiterhin wird die
Lotpaste auf den Abstrahlungsblock 204 aufgebracht.
Nachfolgend wird gemäß Fig. 16 eine Stütze oder Lehre
206 zum Festlegen des Abstandes zwischen den Abstrah
lungsbauteilen 202 und 203 der ersten und zweiten Seite
vorbereitet. Die Lehre 206 hat ein Paar von Oberflächen
(parallelen Oberflächen) 206a und 206b, welche zueinander
parallel sind. Die Lehre 206 wird so auf dem Abstrah
lungsbauteil 203 der zweiten Seite angeordnet, daß die
Oberfläche 206a die Oberfläche 203a des Abstrahlungsbau
teiles 203 der zweiten Seite berührt, wo das Halbleiter
element 201 nicht liegt. Hierbei ist die Lehre 206 aus
einem Material wie beispielsweise Al (Aluminium) mit ei
nem größeren thermischen Ausdehnungskoeffizienten als
demjenigen der Abstrahlungsbauteile 202 und 203 der er
sten und zweiten Seite, welche aus Cu gefertigt sind.
Dann wird das Abstrahlungsbauteil 202 der ersten
Seite auf der auf den Abstrahlungsblock 204 und der Ober
fläche 206b der Lehre 206 aufgebrachten Lotpaste angeord
net, und von der oberen Oberfläche 202b des Abstrahlungs
bauteiles 202 der ersten Seite wird bei Bedarf beispiels
weise durch ein Gewicht 208 eine Last aufgebracht. Somit
gerät das Abstrahlungsbauteil 202 der ersten Seite von
außen her unter Druck, so daß die Oberfläche 202a des Ab
strahlungsbauteiles 202 der ersten Seite auf der Lehre
206 aufsitzt.
Danach werden die Bauteile 201 bis 204, welche auf
obige Weise zusammenlaminiert wurden, in diesem Zustand
einem Reflow-Vorgang unterworfen, so daß die Lotpaste
aushärtet und zu dem Lot 205 wird und das Halbleiterele
ment 201, der Abstrahlungsblock 204 und die Abstrahlungs
bauteile 202 und 203 der ersten und zweiten Seite miteinander
verbunden werden. Danach wird das Gewicht 208 ent
fernt und die Lehre 206 wird durch Herausziehen in Sei
tenrichtung entfernt. Im Ergebnis ist die Halbleitervor
richtung dieser Ausführungsform fertiggestellt.
Bei dieser Ausführungsform ist der Abstand zwischen
den Oberflächen (inneren Oberflächen) 202a und 203a der
Abstrahlungsbauteile 202 und 203 der ersten und zweiten
Seite, welche in Richtung des Halbleiterchips 201 weisen,
durch die Dicke der Lehre 206 steuerbar. Wenn somit im
Ergebnis die Bauteile 201 bis 204 miteinander durch Lami
nierung zusammengefügt werden, besteht keine Notwendig
keit, Abmessungstoleranzen seitens der Abstrahlungsbau
teile 202 und 203 der ersten und zweiten Seite zu berück
sichtigen. Von daher besteht auch keine Notwendigkeit,
das Lot 205 dicker zu machen, um Abmessungstoleranzen der
Abstrahlungsbauteile 202 und 203 der ersten und zweiten
Seite auszugleichen oder aufzunehmen. Somit kann die
Halbleitervorrichtung mit einer Lotdicke bereitgestellt
werden, welche so gering wie möglich gemacht ist.
Allgemein dehnen sich die jeweiligen Bauteile bei der
Erwärmung durch den Reflow-Vorgang aus und ziehen sich
bei Abkühlung zusammen. Die Formänderung aufgrund dieser
Ausdehnung und Zusammenziehung wird groß, wenn der ther
mische Ausdehnungskoeffizient groß wird. Da in dieser
Ausführungsform der thermische Ausdehnungskoeffizient der
Lehre 206 im Vergleich zu den Ausdehnungskoeffizienten
der Abstrahlungsbauteile 202 und 203 der ersten und zwei
ten Seite und des Abstrahlungsblockes 204 groß ist, zieht
sich die Lehre 206 viel weiter als die anderen Bauteile
201 bis 204 zusammen, wenn Rückkehr auf Raumtemperatur
erfolgt, nachdem die Bauteile 201 bis 204 durch das Lot
205 zusammengefügt wurden, welches in einem Zustand aushärtet,
in welchem sich die entsprechenden Bauteile 201
bis 204 beim Reflow ausdehnen.
Im Ergebnis wird der Spalt zwischen den Oberflächen
202a und 203a der Abstrahlungsbauteile 202 und 203 der
ersten und zweiten Seite größer als der Abstand zwischen
den parallelen Oberflächen 206a und 206b der Lehre 206.
Aufgrund dieser Tatsache kann die Lehre 206 leicht ent
fernt werden. Da auch der Grad der Parallelität zwischen
den Abstrahlungsbauteilen 202 und 203 der ersten und
zweiten Seite durch die parallelen Oberflächen 206a und
206b der Lehre 206 gesteuert werden kann, läßt sich der
Grad der Parallelität zwischen den Abstrahlungsbauteilen
202 und 203 der ersten und zweiten Seite sicherstellen,
auch dann, wenn die Dicke des Lotes 205 verringert wird.
Obgleich die beschriebene Ausführungsform den Fall
darstellt, in welchem der thermische Ausdehnungskoeffizi
ent der Lehre 206 größer als derjenige der anderen Bau
teile 202 bis 204 ist, ist die Lehre 206 nicht auf diesen
thermischen Ausdehnungskoeffizienten beschränkt, solange
die Lehre 206 entfernt werden kann, nachdem die Bauteile
201 bis 204 zusammengefügt worden sind. Auch ist die Form
der Lehre 206 nicht auf die in der Figur gezeigten Form
beschränkt, sondern kann auch andere Formen haben, so
lange die Lehre 206 den Abstand zwischen den Abstrah
lungsbauteilen 202 und 203 der ersten und zweiten Seite
bestimmen und festlegen kann.
Das Lot 205 wird als Verbindungsbauteil verwendet und
wird beim Reflow-Vorgang durch Aushärten einer Lotpaste
gebildet. Die Verbindung kann jedoch auch durch Zwischen
legen von Lotfolien zwischen die zu laminierenden Bautei
le und durch Aufschmelzen und Aushärten der Lotfolien
durchgeführt werden. Alternativ kann auch ein leitfähiger
Klebstoff verwendet werden.
Die Anordnungsreihenfolge von Halbleiterelement 201,
Abstrahlungsblock 204, Lotpaste und Lehre 206 auf dem Ab
strahlungsbauteil 203 der zweiten Seite ist nicht auf die
oben beschriebene beschränkt und ist änderbar, vorausge
setzt, daß der in der Figur gezeigte Aufbau erhalten wer
den kann. Es wurde beschrieben, daß die Lehre 206 paral
lele Oberflächen 206a und 206b hat; diese Oberflächen
206a und 206b müssen jedoch nicht immer notwendigerweise
parallel zueinander sein, vorausgesetzt, daß die Lehre
206 den Abstand zwischen der Oberfläche 202a des Abstrah
lungsbauteiles 202 der ersten Seite und der Oberfläche
203a des Abstrahlungsbauteiles 203 der zweiten Seite
festlegen kann. Beispielsweise kann die Lehre 206 wenig
stens drei Vorsprünge an Abschnitten haben, welche die
Abstrahlungsbauteile 202 und 203 der ersten und zweiten
Seite berühren.
Weiterhin kann, obgleich in der Zeichnung nicht ge
zeigt, in einem Fall, in welchem ein Kontaktkissen, das
auf der Oberfläche des Halbleiterelementes 201 ausgebil
det ist, mit einem Leiterrahmen drahtbondiert wird, die
ses Drahtbondieren durchgeführt werden, nachdem die Lehre
206 von den zusammengefügten Bauteilen entnommen oder
entfernt worden ist. Wenn in diesem Fall das Halbleiter
element 201 im Nahbereich des Kantenbereichs des Abstrah
lungsbauteiles 203 der zweiten Seite liegt, liegt ein
Fall vor, in welchem das Drahtbondieren problemlos durch
geführt werden kann; die Form des Abstrahlungsbauteiles
203 der zweiten Seite kann jedoch geeignet abgeändert
werden, so daß die Drahtbondierung zu dem Kontaktkissen
vereinfacht wird.
Weiterhin läßt sich noch die folgende Vorgehensweise
betrachten: Nachdem das Kontaktkissen auf dem Halbleiter
element 201 über einen Draht mit dem Leiterrahmen draht
bondiert worden ist, wird die Lehre 206 auf dem Abstrah
lungsbauteil der ersten Seite angeordnet, wobei der Draht
und der Leiterrahmen umgangen werden, und dann wird das
Abstrahlungsbauteil der zweiten Seite angeordnet. In die
sem Zustand können die Bauteile 201 bis 204 bondiert oder
zusammengebracht werden. Die Halbleitervorrichtung in
dieser Ausführungsform kann mit einem Harz oder Kunst
stoff vergossen werden. Auch können die Abstrahlungsbau
teile 202 bis 204 Keramiksubstrate mit metallisierten
Oberflächen sein.
Zwölfte Ausführungsform
Fig. 17 zeigt schematisch ein Verfahren zur Herstel
lung einer Halbleitervorrichtung gemäß einer zwölften be
vorzugten Ausführungsform. Diese Ausführungsform ist im
wesentlichen identisch mit der elften Ausführungsform,
was den Aufbau der Halbleitervorrichtung betrifft, unter
scheidet sich jedoch in dem Verfahren zur Herstellung der
Halbleitervorrichtung. Genauer gesagt, das Verfahren zum
Einstellen der Abmessung zwischen den Oberflächen 202a
und 203a der Abstrahlungsbauteile 202 und 203 der ersten
und zweiten Seite unterscheidet sich von der vorangegan
genen Ausführungsform. Gleiche Teile wie in der elften
Ausführungsform sind wieder mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
In dieser Ausführungsform werden zunächst die Ab
strahlungsbauteile 202 und 203 der ersten und zweiten
Seite, der Abstrahlungsblock 204 und das Halbleiterele
ment 201 vorbereitet. Die Abstrahlungsbauteile 202 und
203 der ersten und zweiten Seite weisen Durchgangsbohrungen
221 und 231 auf, welche diese Bauteile in Dickenrich
tung in den entsprechenden vier Ecken der Ebene durch
dringen. Die Durchgangsbohrungen 221 und 231 nehmen erste
und zweite vorspringende Abschnitte 261 und 271 auf, wel
che nachfolgend beschrieben werden.
Weiterhin werden erste und zweite Lehren 260 und 270
vorbereitet. Die Lehren 260 bzw. 270 haben rechteckförmi
ge Plattenabschnitte, und in der ersten Lehre 260 stehen
vier erste vorstehende Abschnitte 261 von einer Oberflä
che 260a des Plattenabschnittes vor und in der zweiten
Lehre 270 stehen vier zweite vorstehende Abschnitte 271
von einer Oberfläche 270a des Plattenabschnittes vor. Die
ersten und zweiten vorstehenden Abschnitte 261 und 271
sind annähernd symmetrisch angeordnet, und zwar an inne
ren Abschnitten und nicht an den Kanten oder Rändern der
Plattenabschnitte.
An den entsprechenden Kantenabschnitten der Lehren
260 und 270 stehen vorspringende Abschnitte 262 und 272
zur Positionierung von den Oberflächen 260a und 270a zum
Festlegen des Abstandes zwischen der ersten Lehre 260 und
der zweiten Lehre 270 vor. Die vorstehenden Abschnitte
261, 262, 271 und 272 haben vordere Endabschnitte 261a,
262a, 271a und 272a, von denen jeder eine im wesentlichen
flache Stirnfläche hat. Die ersten und zweiten Lehren 260
und 270 sind beispielsweise aus C (Kohlenstoff) gefer
tigt.
Nachfolgend wird die Oberfläche 202a des Abstrah
lungsbauteiles 202 der ersten Seite auf der Oberfläche
201a der Halbleitervorrichtung 201 über den Abstrahlungs
block 204 und eine Lotpaste angeordnet. Auf die andere
Oberfläche 201b des Halbleiterelementes 201 wird das Ab
strahlungsbauteil 203 der zweiten Seite auf seiten der
Oberfläche 203a über eine Lotpaste angeordnet. Somit wer
den ähnlich zur elften Ausführungsform das Abstrahlungs
bauteil 203 der zweiten Seite, das Halbleiterelement 201
und der Abstrahlungsblock 204 über eine Lotpaste festge
legt, und das Abstrahlungsbauteil 202 der ersten Seite
wird über eine aufzubringende Lotpaste an dem Abstrah
lungsblock 204 befestigt.
Sodann wird die erste Lehre 260 mit der Oberfläche
260a nach oben weisend angeordnet und ein Federbauteil
290, bestehend aus einer Schraubenfeder und einer recht
eckförmigen Basis 291, welche am Ende der Schraubenfeder
befestigt ist, wird auf der Oberfläche 260a angeordnet.
Das andere Ende der Schraubenfeder 290 kann mit der Ober
fläche 260a der ersten Lehre 260 in Verbindung stehen
oder nicht.
Sodann werden die laminierten Bauteile 201 bis 204
auf der ersten Lehre 260 so angeordnet, daß die Oberflä
che 203b des Abstrahlungsbauteiles 203 der zweiten Seite
von der Basis 290 der Schraubenfeder getragen wird, wel
che sich auf der Oberfläche 260a der Lehre 260 abstützt,
wobei die ersten vorspringenden Abschnitte 261 in die
Bohrungen 231 eingeführt werden, welche im Abstrahlungs
bauteil 203 der zweiten Seite ausgebildet sind. Sodann
wird das Gewicht 208 auf die Oberfläche 202b des Abstrah
lungsbauteiles 202 der ersten Seite gesetzt. Die zweite
Lehre 270 wird mit der Oberfläche 270a nach unten weisend
ausgerichtet und der Oberfläche 202b des Abstrahlungsbau
teiles 202 der ersten Seite angenähert und dann so einge
baut, daß die zweiten vorstehenden Abschnitte 271 in die
Bohrungen 221 eingeführt werden, welche in dem Abstrah
lungsbauteil 202 der ersten Seite ausgebildet sind. Somit
sind die Abstrahlungsbauteile 202 und 203 der ersten und
zweiten Seite, der Abstrahlungsblock 204 und das Halbleiterelement
201, welche wie oben laminiert sind, von den
ersten und zweiten Lehren 260 und 270 eingefaßt.
Nachfolgend läßt man die vorderen Endabschnitte 262a
der vorstehenden Abschnitte 262, die an der ersten Lehre
260 zum Positionieren ausgebildet sind, an den vorderen
Endabschnitten 272a der vorspringenden Abschnitte 272,
die an der zweiten Lehre 270 zur Positionierung ausgebil
det sind, anstoßen. Infolgedessen kann ein festgelegter
Abstand zwischen den ersten und zweiten Lehren 260 und
270 beibehalten werden. Mit anderen Worten, besagter Ab
stand wird die Summe der Längen der vorstehenden Ab
schnitte 262 und 272.
Zu diesem Zeitpunkt stehen die vorderen Endabschnitte
261a der ersten vorstehenden Abschnitte 261 an der Ober
fläche 202a des Abstrahlungsbauteiles 202 der ersten
Seite an und die vorderen Endabschnitte 271a der zweiten
vorstehenden Abschnitte 271 stehen an der Oberfläche 203a
des Abstrahlungsbauteiles 203 der zweiten Seite an. Wei
terhin werden die Abstrahlungsbauteile 202 und 203 der
ersten und zweiten Seite von den Oberflächen 202a und
203a durch die elastische Kraft des Federbauteiles 290
und durch die Gewichtskraft des Gewichtes 208 unter Druck
gesetzt.
Im Zustand, wo die entsprechenden Bauteile 201 bis
204 durch die ersten und zweiten Lehren 260 und 270 fest
gelegt sind, wird das Lot durch Reflow ausgehärtet, und
die Abstrahlungsbauteile 202 und 230 der ersten und zwei
ten Seite, der Abstrahlungsblock 204 und das Halbleiter
element 201 werden durch das Lot 205 zusammengeheftet.
Dann werden die erste Lehre 260 und die zweite Lehre 270
in eine Richtung nach oben bzw. nach unten bewegt, so daß
die zusammengehefteten Bauteile 201 bis 204 aus den Lehren
260 bis 270 entnommen werden können. Danach ist die
Halbleitervorrichtung fertig.
Bei der beschriebenen Ausführungsform können die vor
stehenden Abschnitte 261 und 271 jeweils an den Oberflä
chen 202a und 203a der Abstrahlungsbauteile 202 und 203
der ersten und zweiten Seite anschlagen, wobei eine kon
stante Distanz zwischen den ersten und zweiten Lehren 260
und 270 erhaltbar ist. Infolgedessen läßt sich die Di
stanz oder der Abstand zwischen den Oberflächen 202a und
203a der Abstrahlungsbauteile 202 und 203 der ersten und
zweiten Seite einstellen oder regeln. Genauer gesagt, ge
mäß Fig. 17 ist die Überlappungslänge K der ersten und
zweiten vorstehenden Abschnitte 261 und 271 konstant.
Weiterhin werden die Oberflächen 202a und 203a der Ab
strahlungsbauteile 202 und 203 der ersten und zweiten
Seite jeweils von den vier ersten vorstehenden Abschnit
ten 261 und den vier zweiten vorstehenden Abschnitten 271
getragen. Somit kann der Grad der Parallelität zwischen
den Abstrahlungsbauteilen 202 und 203 der ersten und
zweiten Seite durch Einstellen der Längen der vorstehen
den Abschnitte 261 und 271 sichergestellt werden.
Es besteht daher keine Notwendigkeit, Dimensionstole
ranzen der Abstrahlungsbauteile 202 und 203 der ersten
und zweiten Seite zu berücksichtigen und keine Notwendig
keit, das Lot 205 dicker zu machen, um derartige Abmes
sungstoleranzen der Abstrahlungsbauteile 202 und 203 der
ersten und zweiten Seite zu kompensieren. Das Herstel
lungsverfahren der beschriebenen Ausführungsform kann ei
ne Halbleitervorrichtung schaffen, bei der die Dicke des
Lotes so dünn wie möglich gemacht wird.
Da weiterhin die Bohrungen 221 und 231 in den Ab
strahlungsbauteilen 202 und 203 der ersten und zweiten
Seite ausgebildet sind, schlagen die vorderen Endab
schnitte 261a und 271a der ersten und zweiten vorstehen
den Abschnitte 261 und 271 ausreichend an den Oberflächen
202a und 203a der Abstrahlungsbauteile 202 und 203 der
ersten und zweiten Seite an, indem sie die Bohrungen 231
und 221 durchtreten. Das Einführen der ersten und zweiten
vorstehenden Abschnitte 261 und 271 in die Bohrungen 231
und 221 in den Abstrahlungsbauteilen 203 und 202 der
zweiten und ersten Seite kann die Abstrahlungsbauteile
202 und 203 der ersten und zweiten Seite in Horizontal
richtung, d. h. in einer Richtung parallel zu den Oberflä
chen 202a und 203a, positionieren.
Da das Abstrahlungsbauteil 203 der zweiten Seite von
dem Federbauteil 290 gehalten wird, kann das Abstrah
lungsbauteil 203 der zweiten Seite geeignet durch die
Elastizität des Federbauteiles 290 unter Druck gesetzt
werden, auch wenn der Abmessungsfehler im Abstrahlungs
bauteil 203 der zweiten Seite hoch sein sollte. Da wei
terhin das Abstrahlungsbauteil 202 der ersten Seite durch
das bewegliche Gewicht 208 unter Druck gesetzt wird, kann
das Abstrahlungsbauteil 202 der ersten Seite ausreichend
oder geeignet unter Druck gesetzt werden, auch wenn der
Abmessungsfehler im Abstrahlungsbauteil 202 der ersten
Seite groß sein sollte.
Selbst wenn die Abstrahlungsbauteile 202 und 203 zu
einander unterschiedliche Dicken haben sollten, können
die gleichen Lehren 260 und 270 wie oben beschrieben ver
wendet werden, da das Unter-Druck-Setzen durch das Feder
bauteil 290 und das Gewicht 208 gesteuert werden kann und
aufgrund der gleichen Gründe wie oben beschrieben im Zu
sammenhang mit der Verwendung des Federbauteiles 290 und
des Gewichtes 208.
Genauer gesagt, es sei beispielsweise im Zustand von
Fig. 17 angenommen, daß Festkörper hoher Steifigkeit im
Spalt zwischen dem Abstrahlungsbauteil 202 der ersten
Seite und der zweiten Lehre 270 und in dem Spalt zwischen
dem Abstrahlungsbauteil 203 der zweiten Seite und der er
sten Lehre 260 liegen sollen, mit Höhen entsprechend der
Spalte. Wenn in diesem Fall die Dicke der Abstrahlungs
bauteile 202 und 203 der ersten und zweiten Seite zu hoch
sind, können auf die Abstrahlungsbauteile 202 und 203 der
ersten und zweiten Seite aufgebrachte Belastungen erhöht
werden, indem sie zwischen die vorderen Endabschnitte
261a und 271a der vorstehenden Abschnitte 261 und 271 und
die Festkörper gebracht werden. Dies kann zu einem Bruch
der Abstrahlungsbauteile 202 und 203 der ersten und zwei
ten Seite führen. Andererseits, wenn die Dicke der Ab
strahlungsbauteile 202 und 203 der ersten und zweiten
Seite zu gering ist, können die vorderen Endabschnitte
261a und 271a der vorstehenden Abschnitte 261 und 271
nicht an den jeweiligen Abstrahlungsbauteilen 202 und 203
anliegen. Im Gegensatz hierzu können bei der beschriebe
nen Ausführungsform die Abstrahlungsbauteile 202 und 203
der ersten und zweiten Seite durch Verwenden des Feder
bauteiles 290 und des Gewichtes 208 hinreichend oder aus
reichend unter Druck gesetzt werden.
Da weiterhin der Aufbau so ist, daß die Halbleiter
vorrichtung von den Lehren 260 und 270 durch Abheben der
Lehren 260 bzw. 270 nach oben bzw. unten entnommen werden
kann, ist die Entnahme einfach. Die Lehren 260 und 270
müssen nicht Plattenform haben, sondern können unter
schiedliche Formen haben, solange die ersten und zweiten
vorstehenden Abschnitte 261 und 271 vorgesehen sind. Um
die Oberflächen 202a und 203a der Abstrahlungsbauteile
202 und 203 der ersten und zweiten Seite zu lagern, ist
es ausreichend, drei vorstehende Abschnitte 261 und 271
jeweils vorzusehen. Die vorderen Endabschnitte 261a,
262a, 271a und 272a der vorstehenden Abschnitte 261, 262,
271 und 272 müssen weiterhin nicht unbedingt flach sein.
Die vorstehenden Abschnitte 262 und 272 zur Positio
nierung müssen nicht an den jeweiligen Lehren 260 und 270
vorhanden sein. Beispielsweise kann das Abstrahlungsbau
teil der zweiten Seite mit einem langen vorstehenden Ab
schnitt zur Positionierung mit einem vorderen Endab
schnitt versehen sein, der an der Oberfläche 260a der
Lehre 260 anschlägt, ohne daß der vorstehende Abschnitt
zur Positionierung gegenüber der ersten Lehre 260 gebil
det ist. Weiterhin kann eine externe Vorrichtung oder
dergleichen den Abstand zwischen den Lehren 260 und 270
festlegen; hierbei besteht dann keine Notwendigkeit, die
vorstehenden Abschnitte für die Positionierung vorzuse
hen.
In der Figur ist nur eine Halbleitervorrichtung wäh
rend der Herstellung gezeigt; es versteht sich, daß meh
rere oder verschiedene Halbleitervorrichtungen gleichzei
tig unter Verwendung erster und zweiter Lehren herge
stellt werden können, welche mehrere Paare erster und
zweiter vorstehender Abschnitte haben. Obgleich die Boh
rungen 221 und 231 zur Aufnahme der vorstehenden Ab
schnitte 261 und 271 so ausgebildet sind, daß die Ab
strahlungsbauteile 202 und 203 der ersten und zweiten
Seite durchtreten werden, können anstelle dieser Bohrun
gen 221 und 231 Kerben oder Ausnehmungen an den Kantenbe
reichen der Abstrahlungsbauteile 202 und 203 ausgebildet
werden, welche den Durchtritt der vorstehenden Abschnitte
261 und 271 erlauben.
Weiterhin können beispielsweise die ersten vorstehen
den Abschnitte 261 durch die Außenseite des Abstrahlungsbauteiles
203 der zweiten Seite verlaufen, indem der Be
reich oder die Größe des Abstrahlungsbauteiles 203 der
zweiten Seite verkleinert wird. In diesem Fall sind die
Bohrungen 231 nicht in dem Abstrahlungsbauteil 203 der
zweiten Seite ausgebildet. Das Abstrahlungsbauteil 202
der ersten Seite hat die Durchgangsbohrungen 221, um es
zu ermöglichen, daß die zweiten vorstehenden Abschnitte
271 eingesetzt werden.
Weiterhin können die jeweiligen Abstrahlungsbauteile
202 und 203 an Kantenbereichen verformt oder gebogen
sein, so daß die vorstehenden Abschnitte 261 und 271 vor
beilaufen oder hindurchlaufen können, wobei die vorderen
Endabschnitte 261a der ersten vorstehenden Abschnitte 261
an der Oberfläche 202a des Abstrahlungsbauteiles 202 der
ersten Seite anliegen und die vorderen Endabschnitte 271a
der zweiten vorstehenden Abschnitte 271 an der Oberfläche
203a des Abstrahlungsbauteiles 203 der zweiten Seite an
liegen.
Obgleich das Gewicht 208 am Abstrahlungsbauteil 202
der ersten Seite liegt, kann das Federbauteil 290 zwi
schen der Oberfläche 202b des Abstrahlungsbauteiles 202
der ersten Seite und der Oberfläche 270a der zweiten
Lehre 270 liegen. Obgleich weiterhin das Federbauteil 290
in der beschriebenen Ausführungsform aus einer Schrauben
feder besteht, kann es auch aus anderen elastischen Bau
teilen bestehen. Weiterhin können die vorderen Endab
schnitte 261a und 271a der ersten und zweiten vorstehen
den Abschnitte 261 und 271 in Kontakt mit den Abstrah
lungsbauteilen 202 und 203 gebracht werden, wenn der Re
flow-Vorgang durchgeführt wird, um die Bauteile 201 bis
204 zu verbinden, wobei ein thermisch verformbares Bau
teil, beispielsweise eine Form/Gedächtnis-Legierung, ein
Bimetall oder dergleichen verwendet wird, welches sich
während des Reflow-Vorgangs verformt.
Gemäß Fig. 18 kann bei Weglassen des Gewichtes 208
die zweite Lehre 270 eine Durchgangsöffnung 273 aufwei
sen, welche sich in Dickenrichtung erstreckt. In diesem
Fall wird, nachdem die laminierten Bauteile von den er
sten und zweiten Lehren 260 und 270 eingefaßt worden
sind, ein Bauteil 281 in die Durchgangsöffnung 273 von
der Seite der Oberfläche 270b der Lehre 270 her einge
setzt und übt Druck auf die Oberfläche 202b des Abstrah
lungsbauteiles 202 der ersten Seite aus.
Nachfolgend sei noch ein weiteres Verfahren zur Her
stellung der Halbleitervorrichtung dieser Ausführungsform
dargelegt. Beim obigen Verfahren werden, nachdem die ent
sprechenden Bauteile 201 bis 204 unter Verwendung einer
Lotpaste laminiert worden sind, sie von den ersten und
zweiten Lehren 260 und 270 aufgenommen und eingeschlos
sen. Nachdem die laminierten Bauteile 201 bis 204 zur
Verbindung durch das Lot 205 einem Reflow-Vorgang unter
worfen worden sind, können die Bauteile, welche so zusam
mengefügt worden sind, erst dann von den ersten und zwei
ten Lehren 260 und 270 eingefaßt werden und dann erneut
einem Reflow-Vorgang unterzogen werden. Hierbei wird das
ausgehärtete Lot geschmolzen oder erweicht, um es den
Bauteilen 201 bis 204 zu ermöglichen, sich zu bewegen,
und die Bauteile 201 bis 204 können abhängig von den
durch die Lehren 260 bis 270 bestimmten Dimensionen neu
angeordnet werden. In diesem Zustand wird dann das Lot
205 erneut ausgehärtet.
Alternativ hierzu kann der Zustand gemäß Fig. 17 ver
wendet werden, wobei das Federbauteil 290, die Basis 291,
das Abstrahlungsbauteil 203 der zweiten Seite, eine Lotfolie,
das Halbleiterelement 201, eine Lotfolie, der Ab
strahlungsblock 204, eine Lotfolie, das Abstrahlungsbau
teil 202 der ersten Seite, das Gewicht 208 und die zweite
Lehre 270 in dieser Reihenfolge auf der ersten Lehre 260
angeordnet werden, wonach dann ein Reflow-Vorgang durch
geführt wird, um die Lotfolien zu schmelzen und auszuhär
ten und um die Bauteile 201 bis 204 zusammenzufügen.
Dreizehnte Ausführungsform
Unter Bezugnahme auf Fig. 19 wird nachfolgend eine
dreizehnte bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung erläutert. Halbleiterchips, welche in dieser
Ausführungsform verwendet werden, sind ein Halbleiter
chip, in welchem ein IGBT ausgebildet ist (IGBT-Chip)
301, und ein Halbleiterchip, in welchem eine FWD gebildet
ist (FWD-Chip) 302. Die Halbleiterchips 301 und 302 be
stehen hauptsächlich aus Silizium und haben eine Dicke
von ungefähr 0,5 mm. In den Halbleiterchips 301 und 302
sind die Oberflächen mit ausgebildeten Elementen als
Hauptoberflächen 301a und 302a bezeichnet und die gegen
überliegenden Oberflächen werden als Rückenoberflächen
301b und 302b bezeichnet. Auf der Hauptoberfläche 301a
des IGBT-Chips 301 ist eine Emitterelektrode ausgebildet
und auf der Rückenoberfläche 301b des IGBT-Chips 301 ist
eine Kollektorelektrode ausgebildet, obgleich diese Elek
troden in der Zeichnung nicht dargestellt sind.
An die Hauptoberflächen 301a und 302a der Halbleiter
chips 301 und 302 sind Rückenoberflächen 303b von Wärme
senken (E-Wärmesenken; "E" steht für "Emitter") 303 als
erste leitfähige Bauteile über ein Lot 304 als erstes
Verbindungsbauteil mit elektrischer Leitfähigkeit ange
heftet. In den E-Wärmesenken 303 ist eine Verbindungsflä
che zwischen dem IGBT-Chip 301 und der E-Wärmesenke 303
annähernd gleich der Fläche der Emitterelektrode des
IGBT-Chips 301. Infolgedessen kann die E-Wärmesenke 303
die Emitterelektrode in einem Bereich so groß wie möglich
kontaktieren und ist daran gehindert, einen Umfangsab
schnitt der Emitterelektrode zu kontaktieren.
Auf der Hauptoberfläche 301a des IGBT-Chips 301 be
steht ein Bereich, beispielsweise ein Schutzring, der ein
Problem verursachen kann, wenn er auf gleichem Potential
mit der Emitterelektrode liegt. Wenn die Wärmesenke 303
diesen Bereich berührt, hätte dieser Bereich das gleiche
Potential wie die Emitterelektrode über die Wärmesenke
303. Von daher wird der Kontaktbereich des IGBT 301 und
der E-Wärmesenke 303 annähernd gleich dem Bereich der
Emitterelektrode des IGBT-Chips 301 gemacht. Infolgedes
sen kann die E-Wärmesenke 303 an den IGBT-Chip 301 ohne
irgendwelche Probleme angeheftet werden.
An die Rückenoberflächen 301b und 302b der Halblei
terchips 301 und 302 ist eine Hauptoberfläche 305a eines
zweiten leitfähigen Bauteiles 305 über ein Lot 304 als
zweites Verbindungsbauteil angeheftet (elektrisch verbun
den). An die Hauptoberflächen 303a der Wärmesenken 303
gegenüber den Rückenoberflächen 303b wird eine Rücken
oberfläche 306b eines dritten leitfähigen Bauteiles 306
über ein Lot 304 als drittes Verbindungsbauteil angehef
tet (elektrisch verbunden).
Die E-Wärmesenken 303 und die zweiten und dritten
leitfähigen Bauteile 305 und 306 können aus metallischen
Bauteilen mit elektrischer Leitfähigkeit gemacht werden.
In dieser Ausführungsform sind die E-Wärmesenken 303 aus
Cu (Kupfer) und die zweiten und dritten Bauteile 305 und
306 sind aus einer Kupferlegierung. Die zweiten und drit
ten leitfähigen Bauteile 305 und 306 sind plattenförmig.
Die E-Wärmesenken 303 sind ebenfalls plattenförmige Bau
teile, haben jedoch abgestufte Bereiche 303c, wie noch
beschrieben wird.
Jede der E-Wärmesenken 303 ist so gebildet, daß sie
in Richtung des dritten leitfähigen Bauteiles 306 über
den Stufenabschnitt 303c vorsteht, und hat einen dünnen
Abschnitt oder Bereich 303d an der Seite der Halbleiter
chips 301 und 302. Der dünne Abschnitt 303d ist in
Dickenrichtung des Halbleiterchips 301 ausgedünnt. Infol
gedessen ist in jeder der E-Wärmesenken 303 der Verbin
dungsbereich zwischen der E-Wärmesenke 303 und dem drit
ten leitfähigen Bauteil 306 geringer als zwischen der E-
Wärmesenke 303 und dem Halbleiterchip 301 oder 302.
An den Oberflächenabschnitten der E-Wärmesenken 303,
wo diese an den entsprechenden Halbleiterchips 301 und
302 und den dritten leitfähigen Bauteilen 306 angeheftet
werden, erfolgt eine Oberflächenbehandlung, beispielswei
se eine Plattierung mit Ni (Nickel), um die Benetzbarkeit
mit dem Lot 304 zu verbessern. Die anderen äußeren Ober
flächen der E-Wärmesenken 303 für einen Kontakt mit einem
zu beschreibenden Abdichtbauteil werden oxidiert. Die
zweiten und dritten leitfähigen Bauteile 305 und 306 sind
an ihren gesamten äußeren Oberflächen mit Ni plattiert.
In den zweiten und dritten leitfähigen Bauteilen 305 und
306 und den E-Wärmesenken 303 beträgt die Dicke im dick
sten Bereich ungefähr 1 mm und die Dicke im dünnen Be
reich ungefähr 0,4 mm.
Ein Kontakt- oder Anschlußpunkt (nicht gezeigt) ist
auf der Hauptoberfläche des IGBT-Chips 301 ausgebildet
und mit einem Steueranschluß 307 eines Leiterrahmens über
einen Bondierungsdraht 308 elektrisch in Verbindung. So
dann werden die Halbleiterchips 301 und 302, die
E-Wärmesenken 303, die Hauptoberfläche 305a des zweiten
leitfähigen Bauteils 305, die Rückenoberfläche 306b des
dritten leitfähigen Bauteils 306 und ein Teil des Steuer
anschlusses 307 einstückig mit Harz oder Kunststoff 309
als Versiegelungsbauteil eingegossen. Als Harz 309 kann
beispielsweise ein Gießharz auf Epoxybasis verwendet wer
den. Infolgedessen sind die Bauteile 301 bis 308 ein
stückig oder im Block eingegossen, wobei die Rückenober
fläche 305b des zweiten leitfähigen Bauteils 305, die
Hauptoberfläche 306a des dritten leitfähigen Bauteils 306
und ein Teil des Steueranschlusses 307 aus dem Kunstharz
309 herausragen.
Auf diese Weise wird die Halbleitervorrichtung in
dieser Ausführungsform hergestellt. In dieser Halbleiter
vorrichtung wird von Halbleiterchips 301 und 302 erzeugte
Wärme in E-Wärmesenken 303 übertragen und dann über das
Lot 304 an die zweiten und dritten leitfähigen Bauteile
305 und 306 und dann von der Rückenoberfläche 305b des
zweiten leitfähigen Bauteiles 305 und der Hauptoberfläche
306a des dritten leitfähigen Bauteiles 306 abgestrahlt.
Wenn Kühlbauteile (Kühlrippen oder dergleichen) vor
handen sind, um an der Rückenoberfläche 305b des zweiten
leitfähigen Bauteiles 305 und der Hauptoberfläche 306a
des dritten leitfähigen Bauteiles 306 anzuliegen, kann
die Wärmeabstrahlung noch weiter erleichtert oder verbes
sert werden. Hierbei bilden die E-Wärmesenken 303 und die
zweiten und dritten leitfähigen Bauteile 305 und 306
elektrische Pfade für die jeweiligen Halbleiterchips 301
und 302. Genauer gesagt, die elektrische Verbindung mit
der Kollektorelektrode des IGBT-Chips 301 erfolgt über
das zweite leitfähige Bauteil 305, während die elektri
sche Verbindung mit der Emitterelektrode des IGBT-Chips
301 über das dritte leitfähige Bauteil 306 und die
E-Wärmesenke 303 erfolgt.
Wie oben erläutert, hat in dieser Ausführungsform je
de der E-Wärmesenken 303, welche an den Oberflächen 301a
und 302a der Halbleiterchips 301 und 302 angeheftet ist,
den abgestuften Abschnitt 303c und infolgedessen den dün
nen Abschnitt 303d. Da der dünne Abschnitt 303d eine ge
ringe Steifigkeit hat, kann der dünne Abschnitt 303d ei
ner Verformung des Kunstharzes 309, von welchem er umge
ben ist, folgen und thermische Belastungen aufnehmen,
wenn die Halbleitervorrichtung Temperaturschwankungen un
terworfen wird. Eine Belastungskonzentration an dem Lot
304, welches die Halbleiterchips 301 und 302 und die
E-Wärmesenken 303 miteinander verbindet, kann somit auf
gefangen oder verteilt werden.
Allgemein gesagt, je kleiner die Lötfläche eines Lo
tes ist, umso kleiner wird die Verbindungsfestigkeit des
Lotes. Von daher ist jeder der E-Wärmesenken 303 der Ver
bindungsbereich mit dem dritten leitfähigen Bauteil 306
kleiner gemacht als derjenige mit dem Halbleiterchip 301
ode 302. Infolgedessen werden Risse wahrscheinlich im Lot
304 erzeugt, welches die E-Wärmesenke 303 und das dritte
leitfähige Bauteil 306 verbindet.
Dies hat zur Folge, daß, wenn thermische Belastungen
anwachsen, Risse zunächst in dem Lot 304 erzeugt werden,
welches die E-Wärmesenke 303 und das dritte leitfähige
Bauteil 306 verbindet, so daß die thermischen Belastungen
aufgefangen oder abgeschwächt werden, und somit lassen
sich thermische Belastungen, welche auf das Lot 304 ein
wirken, welche die E-Wärmesenke 303 und den Halbleiter
chip 301 oder 302 verbinden, verringern.
Selbst wenn somit Risse im Lot 304 erzeugt werden,
welches die E-Wärmesenke 303 und das dritte leitfähige
Bauteil 306 verbindet, gleichen sich diejenigen Verfor
mungen, welche durch Temperaturschwankungen verursacht
werden, aneinander an, daß sowohl die E-Wärmesenke 303
als auch das dritte leitfähige Bauteil 306 als Hauptkom
ponente Kupfer enthalten, und Risse pflanzen sich in dem
Lot 304 nicht wesentlich fort. Selbst wenn sich die Risse
fortpflanzen, treten keine wesentlichen Probleme auf, da
der Strompfad durch die gesamte Verbindungsoberfläche
zwischen der E-Wärmesenke 303 und dem dritten leitfähigen
Bauteil 306 gebildet ist.
Da weiterhin die Oberflächenabschnitte der
E-Wärmesenke 303 für einen Kontakt mit dem Harz 309 oxi
diert hat, kann die Anhaftung mit dem Harz 309 verbessert
werden. Im Ergebnis gleichen sich die Verformung des Har
zes 309 aufgrund thermischer Belastungen und die Verfor
mung der E-Wärmesenke 303 aneinander an, und Belastungs
konzentrationen im Lot 304 zwischen der E-Wärmesenke 303
und dem Halbleiterchip 301 oder 302 lassen sich auffangen
oder abschwächen. Durch Plattieren der Kupferlegierung
mit Nickel kann die Anhaftung zwischen der Kupferlegie
rung und dem Harz 309 verbessert werden. Somit werden die
Oberflächen der zweiten und dritten leitfähigen Bauteile
305 und 306 mit Nickel plattiert und nicht oxidiert.
Thermische Belastungskonzentrationen auf das Lot 304,
welches die Halbleiterchips 301 und 302 und die
E-Wärmesenken 303 verbindet, können unterdrückt werden,
so daß Risse daran gehindert werden können, dieses Lot
304 zu erreichen. Auch wenn mehrere Zellen in der Haupt
oberfläche (Elementausbildungsoberfläche) 301a des IGBT-
Chips 301 gebildet werden, wird eine Stromkonzentration
auf einer Zelle im Mittelpunkt vermieden und Bruch der
Zelle wird verhindert.
Da weiterhin jede der E-Wärmesenken 303 den Stufenab
schnitt 303c hat, wird im Vergleich zu einem Fall einer
prismenförmigen Wärmesenke ohne Stufe eine Kriechdistanz
von der Schnittstelle zwischen dem dritten leitfähigen
Bauteil 306 und dem Harz 309 zum Verbindungsabschnitt
zwischen dem Halbleiterchip 301 oder 302 und der
E-Wärmesenke 303 lang. Aufgrund hiervon kann vermieden
oder unterbunden werden, daß Risse an der Schnittstelle
zwischen dem dritten leitfähigen Bauteil 306 und dem Harz
309 den Verbindungsbereich zwischen dem Halbleiterchip
und der E-Wärmesenke 303 erreichen.
Was die Halbleitervorrichtung gemäß der beschriebenen
Ausführungsform betrifft, so wurde ein thermischer
Schockzyklustest durchgeführt, bei dem die Halbleitervor
richtung Umgebungen von -40°C und 125°C jeweils für 60
Minuten ausgesetzt wurde, ein Widerstand zwischen dem
dritten leitfähigen Bauteil 306 und dem Steueranschluß
307 gemessen wurde und eine Änderungsrate des Widerstan
des unter Verwendung eines Ausgangswertes als Referenz
berechnet wurde. Es bestätigte sich, daß die Änderungs
rate im Widerstandswert sich auch bei 200 Zyklen nicht
wesentlich erhöht hatte. Es wurde weiterhin bestätigt,
daß die Änderungsrate im Widerstandswert der Halbleiter
vorrichtung dieser Ausführungsform im Vergleich zu einem
Fall gering war, in welchem die Wärmesenke keinen Stufen
abschnitt hatte.
Nachfolgend wird ein Verfahren zur Herstellung der
Halbleitervorrichtung der beschriebenen Ausführungsform
unter Bezugnahme auf die Fig. 20A bis 20C beschrieben.
Zunächst werden die zweiten und dritten leitfähigen Bauteile
305 und 306 aus Platten einer Kupferlegierung oder
dergleichen beispielsweise durch Stanzen gefertigt. Da
nach werden die gesamten äußeren Oberflächen der zweiten
und dritten leitfähigen Bauteile 305 und 306 mit Nickel
plattiert.
Sodann werden Kupferplatten zur Bildung der
E-Wärmesenken 303 vorbereitet. Sowohl an der Hauptober
fläche als auch den Rückenoberflächen einer jeden Kupfer
platte wird eine Nickelplattierung durchgeführt. Sodann
werden Kupferbauteile mit einer Größe entsprechend den
E-Wärmesenken 303 aus den mit Nickel plattierten Kupfer
platten durch Stanzen oder dergleichen gebildet. Sodann
wird jedes der Kupferbauteile einem Preßvorgang unterwor
fen, um den Stufenabschnitt 303c zu erhalten. Hiernach
sind die E-Wärmesenken 303 fertig. Jede dieser
E-Wärmesenken 303 hat Abschnitte, welche mit Nickel plat
tiert sind, um eine Anhaftung an dem Halbleiterchip 301
oder 302 und an das dritte leitfähige Bauteil 306 zu ha
ben, und Abschnitte, welche durch das Stanzen freigelegt
wurden und nicht mit Nickel plattiert sind. An den frei
liegenden Abschnitten wird die Plattierung durch den
Preßvorgang wieder abgelöst.
Wie in Fig. 20A gezeigt, werden die Halbleiterchips
301 und 302 an die Hauptoberfläche 305a des zweiten leit
fähigen Bauteiles 305 über das Lot 304 angeheftet. Sodann
werden die E-Wärmesenken 303 an die entsprechenden Halb
leiterchips 301 und 302 über das Lot 304 angeheftet. Das
Lot 304, welches zum Anheften oder Verbinden der Halblei
terchips 301 und 302 und des zweiten leitfähigen Bautei
les 305 und der E-Wärmesenken 303 verwendet wird, hat ei
nen relativ hohen Schmelzpunkt. Beispielsweise kann ein
Lot bestehend aus 10 Gew.-% Sn (Zinn) und 90 Gew.-% Pb
(Blei) mit einem Schmelzpunkt von 320°C
(Hochtemperaturlot) als Lot 304 verwendet werden. Hier
nach wird der Zustand gemäß Fig. 20A erreicht oder erhal
ten, der als Werkstück 310 bezeichnet wird.
Nachfolgend wird gemäß Fig. 20B das dritte leitfähige
Bauteil 306 auf eine Lehre 311 gesetzt, wobei die Rücken
oberfläche 306b nach oben weist, und das Lot 304 wird auf
die gewünschten Bereiche der Rückenoberfläche 306b aufge
bracht. Sodann wird das Werkstück 301 von Fig. 20A umge
dreht und auf das dritte leitfähige Bauteil 306 gesetzt.
Das Lot 304 zwischen dem dritten leitfähigen Bauteil 306
und den Halbleiterchips 301 und 302 hat einen Schmelz
punkt unter demjenigen des Hochtemperaturlots, welches
oben beschrieben wurde. Beispielsweise kann das Lot Sn
mit 90 Gew.-% oder mehr enthalten und einen Schmelzpunkt
von 240°C haben. Dieses Lot wird nachfolgend als Nieder
temperaturlot bezeichnet.
Weiterhin wird ein plattenförmiges Gewicht 312 auf
der Rückenoberfläche 305b des zweiten leitförmigen Bau
teiles 305 angeordnet. Hierbei hat die Lehre 311 einen
Abstandshalter 313 bestimmter Höhe zum Festlegen des Ab
standes zwischen den zweiten und dritten leitfähigen Bau
teilen 305 und 306. Dieser Zustand ist in Fig. 20C ge
zeigt. In diesem Zustand wird die Anordnung in einen
Heizofen gebracht und ein Reflow-Vorgang wird nur bis zur
Temperatur des Niedertemperaturlotes 304 durchgeführt. Im
Ergebnis wird das Werkstück 310 durch das Gewicht 312
niedergedrückt und gemäß Fig. 20C wird das Niedertempera
turlot 304 gequetscht, so daß der Abstand zwischen der
Rückenoberfläche 306b des dritten leitfähigen Bauteiles
306 der Hauptoberfläche 305a des zweiten leitfähigen Bau
teiles 305 der Höhe des Abstandshalters 313 entspricht.
Hierdurch kann der Grad der Parallelität zwischen den
zweiten und dritten leitfähigen Bauteilen 305 und 306
eingestellt werden.
Weiterhin sind die E-Wärmesenken 303 mit den jeweili
gen Halbleiterchips 301 und 302 in einem Zustand verbun
den, in welchem die E-Wärmesenke 303 nur die Emitterelek
trode auf dem IGBT-Chip 301 durch das Hochtemperaturlot
304 kontaktiert, und sind mit dem dritten leitfähigen
Bauteil 306 über das Niedertemperaturlot 304 in Verbin
dung. Wenn daher die Wärmesenken 303 mit dem dritten
leitfähigen Bauteil 306 verbunden werden, schmilzt das
Hochtemperaturlot 304 nicht und die Verbindungspositionen
der E-Wärmesenken 303 mit den Halbleiterchips 301 und 302
können beibehalten werden. Wenn die Schmelzpunkte des
Hochtemperaturlotes 304 und des Niedertemperaturlotes 304
auf jeweils 320°C bzw. 240°C gesetzt werden, beträgt die
Reflow-Temperatur des Niedertemperaturlotes 304 bevorzugt
250°C.
Danach werden, obgleich nicht gezeigt, der Steueran
schluß 307 und der IGBT-Chip 301 miteinander über den
Bondierungsdraht 308 elektrisch verbunden, und die Bau
teile 301 bis 308 werden mit Kunststoff oder Harz 309
eingegossen, wie in Fig. 19 gezeigt. Dieses Eingießen in
Kunstharz oder Kunststoff wird durch Einspritzen des
Kunststoffes 309 mit einer Temperatur von ungefähr 180°C
in die Räume durchgeführt, welche zwischen und um den
Bauteilen 301 bis 308 vorliegen. Die Oberflächenabschnit
te der E-Wärmesenken 303, welche aus Kupfer sind und
nicht mit entweder den Halbleiterchips 301 und 302 oder
dem dritten leitfähigen Bauteil 306 in Verbindung steht,
werden oxidiert. Danach ist die Halbleitervorrichtung
fertig.
Allgemein gesagt, wenn eine Nickelplattierung an der
E-Wärmesenke durchgeführt wird, wonach die E-Wärmesenke
in eine Form gebracht wird, daß sie zwischen den Halblei
terchip und das dritte leitfähige Bauteil gebracht werden
kann, wird die E-Wärmesenke in eine Plattierungsmaschine
gebracht und die gesamte Fläche der äußeren Oberfläche
der E-Wärmesenke wird plattiert. Von daher kann das auf
der E-Wärmesenke angeordnete Lot leicht benetzen und sich
in andere Bereiche ausdehnen, welche nicht die Verbin
dungsabschnitte mit dem Halbleiterchip und dem dritten
leitfähigen Bauteil sind.
Zusätzlich beträgt die Dicke der E-Wärmesenke 303 we
nig, d. h. ungefähr 1 mm, und das Niedertemperaturlot 304
und das Hochtemperaturlot 304 sind nahe beieinander ange
ordnet. Wenn die Nickelplattierung auf der gesamten äuße
ren Oberfläche der E-Wärmesenke 303 durchgeführt wird,
ergibt sich ein Fall, bei dem das Niedertemperaturlot 304
und das Hochtemperaturlot 305 miteinander vermischen. Im
Ergebnis könnte sich ein eutektisches Lot mit einem
Schmelzpunkt weitaus niedriger als vom Niedertemperatur
lot 304 bilden, welches bei einer Temperatur von bei
spielsweise 180° aufschmilzt, bei der die Bauteile 301
bis 308 mit dem Kunststoff 309 eingegossen werden.
Um dies zu vermeiden, wird in der beschriebenen Aus
führungsform die Nickelplattierung nur an den Abschnitten
der E-Wärmesenke 303 durchgeführt, wo diese mit dem Halb
leiterchip 301 oder 302 und dem dritten leitfähigen Bau
teil 306 verbunden wird. Das Niedertemperaturlot 304 und
das Hochtemperaturlot 204 sind mit der oxidierten Ober
fläche von Kupfer dazwischen angeordnet. Da die Benetz
barkeit der oxidierten Oberfläche von Kupfer mit dem Lot
304 niedrig ist, verlaufen das Hochtemperaturlot 304 und
das Niedertemperaturlot 304 nicht in andere Bereiche als
die Verbindungsbereiche und vermischen sich nicht mitein
ander. Obgleich Lot als Verbindungsbauteil (erste bis
dritte Verbindungsbauteile) in dieser Ausführungsform
verwendet wird, kann auch alternativ eine Silberpaste
oder dergleichen verwendet werden. Die Verbindungsbautei
le müssen auch nicht immer zueinander identisches Materi
al haben.
Vierzehnte Ausführungsform
Fig. 21 zeigt eine Halbleitervorrichtung einer vier
zehnten bevorzugten Ausführungsform. Die vierzehnte Aus
führungsform unterscheidet sich von der dreizehnten Aus
führungsform in der Form des dritten leitfähigen Bauteils
306. Nachfolgend werden zur dreizehnten Ausführungsform
unterschiedliche Abschnitte näher erläutert. In Fig. 21
haben gleiche Teile wie in Fig. 19 gleiche Bezugszeichen
und eine nochmalige detaillierte Erläuterung erfolgt
nicht.
Gemäß Fig. 21 ist ein Stufenabschnitt 306c an der
Hauptoberfläche 306a des dritten leitfähigen Bauteils 306
ausgebildet. Dieser Stufenabschnitt 306c wird mit dem
Harz 309 zur Versiegelung abgedeckt. Somit können Kriech
abstände von der Schnittstelle zwischen dem Harz 309 und
dem dritten leitfähigen Bauteil 306 zu den Verbindungsab
schnitten der E-Wärmesenken 303 mit dn Halbleiterchips
301 und 302 zur Oberfläche der Halbleitervorrichtung wei
ter im Vergleich zu der weiter oben genannten Ausfüh
rungsform erhöht werden. Im Ergebnis werden Risse noch
stärker daran gehindert, sich in dem Lot 304 auszubilden,
welches die Halbleiterchips 301 und 302 und die
E-Wärmesenken 303 verbindet.
Die Kriechabstände können noch weiter erhöht werden,
wenn der mit Harz 309 auf der Oberfläche 306a des dritten
leitfähigen Bauteiles 306 bedeckte Bereich vergrößert
wird. Der vergrößerte Bereich des dritten leitfähigen
Bauteiles 306 verschlechtert jedoch die Abstrahlungsei
genschaften. Von daher sollte das dritte leitfähige Bau
teil 306 mit dem Harz 309 bis zu einem Grad bedeckt sein,
der die Abstrahlungseigenschaften nicht verschlechtert.
Fünfzehnte Ausführungsform
Fig. 22 zeigt eine Halbleitervorrichtung einer fünf
zehnten bevorzugten Ausführungsform. Diese Ausführungs
form unterscheidet sich von der dreizehnten Ausführungs
form dahingehend, daß leitfähige Bauteile zwischen die
entsprechenden Halbleiterchips 301 und 302 und das zweite
leitfähige Bauteil 305 gesetzt sind. Nachfolgend werden
Teile beschrieben, welche unterschiedlich zur dreizehnten
Ausführungsform sind. In Fig. 22 haben gleiche Teile wie
in Fig. 19 gleiche Bezugszeichen.
Gemäß Fig. 22 sind Kollektorwärmesenken
(C-Wärmesenken) 314 zwischen dem zweiten leitfähigen Bau
teil 305 und den Halbleiterchips 301 und 302 auf den Sei
ten der Rückenoberflächen 301b und 302b der Halbleiter
chips 301 und 302 angeordnet. Die C-Wärmesenken 314 haben
Bereiche oder Flächen annähernd gleich der entsprechenden
Halbleiterchips 301 und 302 in einer Richtung senkrecht
zur Dickenrichtung der Halbleiterchips 301 und 302.
Genauer gesagt, Oberflächen (Hauptoberflächen) 314a
der C-Wärmesenken 314 sind jeweils an den Rückenoberflä
chen 301b und 302b der Halbleiterchips 301 und 302 durch
das Lot 304 angeheftet. Rückenoberflächen 314b der C-Wärmesenken
314 sind an die Hauptoberfläche 305a der zweiten
leitfähigen Bauteile 305 über das Lot 304 angeheftet.
Das zweite leitfähige Bauteil 305 hat bezogen auf
seine Dicke eine relativ große Fläche und hat daher die
Möglichkeit, daß es sich biegt oder verformt. Wenn ande
rerseits das Einspritzen des Kunstharzes 309 durchgeführt
wird, werden die Rückenoberfläche 305b des zweiten leit
fähigen Bauteils 305 und die Hauptoberfläche 306a des
dritten leitfähigen Bauteils 306 mit relativ hohem Druck
zusammengehalten, um ein Austreten des Harzes 309 zu ver
hindern. Wenn daher das zweite leitfähige Bauteil 305,
welches die Halbleiterchips 301 und 302 hält, gebogen
wird, kann der Druck, mit welchem die zweiten und dritten
leitfähigen Bauteile 305 und 306 während des Eingießens
zusammengehalten werden, auf mechanischem Wege Beschädi
gungen an den Halbleiterchips 301 und 302 bewirken.
Um dies zu vermeiden, sind in dieser Ausführungsform
die C-Wärmesenken 314 an den Rückenoberflächen 301b und
302b der Halbleiterchips 301 und 302 angeordnet, und die
C-Wärmesenken 315 sind in ihrer Größe kleiner gemacht als
das zweite leitfähige Bauteil 305. Von daher kann eine
Verbiegung unterdrückt werden und die Halbleiterchips 301
und 302 können sicher vor Schäden bewahrt werden. Somit
kann diese Ausführungsform mechanische Beschädigungen an
den Halbleiterchips 301 und 302 zusätzlich zu den Effek
ten und Wirkungsweisen erzielen, wie sie in der dreizehn
ten Ausführungsform realisiert sind. Nebenbei gesagt, in
der in der vierzehnten Ausführungsform beschriebenen An
ordnung, bei der das dritte leitfähige Bauteil 306 den
abgestuften Abschnitt 306c hat, der mit dem Harz 309 be
deckt ist, können die C-Wärmesenken 314 ebenfalls verwen
det werden.
In den beschriebenen dreizehnten bis fünfzehnten Aus
führungsformen haben die E-Wärmesenken 303 die dünnen Ab
schnitte 303d auf seiten der Halbleiterchips 301 und 302;
wie jedoch beispielsweise in Fig. 23 gezeigt ist, können
die Stufenabschnitte 303d auf seiten des dritten leitfä
higen Bauteils 306 vorgesehen werden. Auch mit diesem
Aufbau kann verhindert werden, daß sich thermische Bela
stungen auf dem Lot 304 an den Verbindungsabschnitten
zwischen den Halbleiterchips 301 und 302 und den Wärme
senken 303 konzentrieren, was durch die geringe Steifig
keit der dünnen Abschnitte 303d möglich ist, welche die
thermischen Belastungen aufnehmen können, was im Ver
gleich zu dem Fall vorteilhaft ist, bei dem die
E-Wärmesenken eine Prismenform haben.
In den oben beschriebenen dreizehnten bis fünfzehnten
Ausführungsformen ist bei jeder der E-Wärmesenken 303 der
Stufenabschnitt 303c an dem gesamten Abschnitt vorgese
hen, der das Harz 309 kontaktiert; was das Lot 304 be
trifft, welches die Halbleiterchips 301 und 302 und die
E-Wärmesenken 303 verbindet, pflanzen sich jedoch Risse
von der Umfangsseite des Harzes 309 in Richtung Mittel
punkt fort. Von daher kann der Stufenabschnitt 303c nur
an dem Abschnitt vorgesehen werden, der in Richtung des
äußeren Umfangs des Harzes 309 weist. Hierbei bedeutet
der Umfang des Harzes 309 den Umfang eines Abschnittes,
der die zweiten und dritten leitfähigen Bauteile 305 und
306 umgibt, und entspricht in Fig. 19 einer Oberfläche
annähernd parallel zur Dickenrichtung der Halbleiterchips
301 und 302.
Sechzehnte Ausführungsform
Fig. 24 zeigt eine Halbleitervorrichtung einer sech
zehnten bevorzugten Ausführungsform. In dieser Ausführungsform
werden ein IGBT 411 und eine FWD 412 (free
wheel diode), von denen jedes aus einem Si-Substrat ge
fertigt ist, als Halbleiterchips verwendet. Auf einer
Seite einer jeden Elementausbildungsoberfläche (ersten
Oberfläche) 401a des IGBT 411 und der FWD 412 sind über
ein Lot 431 Abstrahlungsbauteile 421 und 422 der ersten
und zweiten Seite befestigt. Ein drittes Abstrahlungsbau
teil 423 ist über ein Lot 432 an einer gegenüberliegenden
Seite der Chips 411 und 412 an den Abstrahlungsbauteilen
421 und 422 der ersten und zweiten Seite befestigt. Die
ersten bis dritten Abstrahlungsbauteile 421 bis 423 sind
beispielsweise aus Kupfer gefertigt und bilden ein Ab
strahlungsbauteil 420 der ersten Seite.
Das dritte Abstrahlungsbauteil 423 ist ein Platte mit
einem vorstehenden Abschnitt 423b und hat einen im we
sentlichen L-förmigen Querschnitt, wobei der vorstehende
Abschnitt 423b der kurze Schenkel in Dickenrichtung ist.
Die Abstrahlungsbauteile 421 und 422 der ersten und zwei
ten Seite sind an einem langen Schenkel der L-Form des
dritten Abstrahlungsbauteiles 423 befestigt. Der vorste
hende Abschnitt 423b hat einen vorderen Endabschnitt
423a, der im wesentlichen in einer Ebene mit zweiten
Oberflächen 401b der Chips 411 und 412 an einer gegen
überliegenden Seite der ersten Oberflächen 401a ist.
Als ein isolierendes Substrat hoher thermischer Leit
fähigkeit ist ein DBC-Substrat 404 (Direct Bonding Cop
per) auf einer Seite der zweiten Oberflächen 401b der
Chips 411 und 412 aufgebracht. Das DBC-Substrat 404 be
steht aus einem AlN-Substrat 405 (Aluminiumnitrid), des
sen erste und zweite Oberflächen 405a und 405b mit Kup
ferfolien 451 bis 454 versehen sind. Die zweiten Oberflä
chen 401b der Chips 411 und 412 sind jeweils mit einer
ersten Kupferfolie 451 auf der ersten Oberfläche 405a des
DBC-Substrates 404 über ein Lot 403 befestigt. Weiterhin
ist der vordere Endabschnitt 423a des vorspringenden Ab
schnittes 423b des dritten Abstrahlungsbauteiles 423 über
ein Lot 434 mit der zweiten Kupferfolie 452 des DBC-
Substrats 404 in Verbindung.
Bezugnehmend auf Fig. 25, welche den mit der gestri
chelten Linie in Fig. 24 umgebenen Teilbereich darstellt,
wird nachfolgend der Elektroden- oder Verdrahtungsab
schnitt des IGBT 411 erläutert. Wie in Fig. 25 gezeigt,
ist auf einem Substrat 100 des IGBT 411 auf seiten der
ersten Oberfläche 401a ein Sperrmetall 111 (barrier me
tal) ausgebildet. Eine Emitterelektrode 112 und ein Kon
taktpunkt 113 für eine Drahtbondierung sind weiterhin aus
reinem Aluminium gebildet. Das Sperrmetall 111 besteht
aus Ti (Titan) und TiN (Titannitrid), welche in dieser
Reihenfolge auf dem Substrat 100 ausgebildet sind und ei
ne Dicke von ungefähr 0,1 µm haben. Die Dicke der Elek
trode 112 und 113 beträgt ungefähr 5 µm.
Weiterhin ist ein Metallfilm 114 auf der Emitterelek
trode 112 ausgebildet, um mit dem Lot 431 ausreichend
verbunden zu sein. Der Metallfilm 114 besteht aus Ti, Ni
(Nickel) und Au (Gold), welche von der Seite der
Emitterelektrode 112 her aufeinanderfolgend ausgebildet
sind, und hat eine Gesamtdicke von ungefähr 0,6 µm. Auf
diesen Metallfilm 114 wird, wie oben beschrieben, das Ab
strahlungsbauteil 421 der ersten Seite über das Lot 431
befestigt. Hierbei beträgt die Dicke des Lotes 431 und
des Abstrahlungsbauteiles 421 der ersten Seite ungefähr
0,1 mm bzw. ungefähr 1,5 mm.
Auf der Seite der zweiten Oberfläche 401b des
Substrates 100 ist eine Kollektorelektrode 115 aus reinem
Aluminium ohne Sperrmetall ausgebildet. Die Kollektorelektrode
115 hat beispielsweise eine Dicke von ungefähr
0,2 µm. Ein Metallfilm 116 wird dann auf der Kollektor
elektrode 150 ähnlich zur Emitterelektrode 112 ausgebil
det. Der Metallfilm 116 ist mit der ersten Kupferfolie
451 auf der ersten Oberfläche 405a des DBC-Substrates 404
über das Lot 433 in Verbindung. Der Elektrodenabschnitt
der FWD 412 hat einen Aufbau im wesentlichen gleich dem
des IGBT 411.
Wie weiterhin in den Fig. 24 und 25 gezeigt, ist
das dritte Abstrahlungsbauteil 423 elektrisch mit einer
Leitung 461 über einen Verbindungsanschluß 406a in Ver
bindung, um die Emitterelektrode 112 und die Leitung 461
(Emitteranschluß) als Außenanschluß elektrisch zu verbin
den. Auf dem DBD-Substrat 404 ist ein Kontaktpunkt oder
Kontaktkissen 453 gebildet und in Drahtbondverbindung mit
dem Kontaktpunkt oder Kontaktkissen 113 auf der Oberflä
che 401a des IGBT 411 über einen Draht 407. Das Kissen
453 des DBC-Substrates 404 ist weiterhin in Drahtbondver
bindung mit einem Gateanschluß 408 über einen weiteren
Draht 407. Als Drähte 407 werden Gold, Aluminium oder
dergleichen verwendet, welche üblicherweise für Drahtbon
dierung verwendet werden können. Der Kontakt 453 des DBC-
Substrates 404 ist dafür vorgesehen, einen Zwischenkon
takt zwischen dem Punkt 113 und dem Gateanschluß 308 zu
bilden.
Mit der Kupferfolie 454 auf der Rückenoberfläche 405b
des DBC-Substrates 404 ist mittels eines Lotes 435 ein
viertes Abstrahlungsbauteil (Abstrahlungsbauteil der
zweiten Seite) 424 in Verbindung. Das Abstrahlungsbauteil
420 der ersten Seite und das Abstrahlungsbauteil 424 der
zweiten Seite sind somit mit dem dazwischenliegenden DBC-
Substrat 404 miteinander in Verbindung, und elektrische
Isolation und elektrische Leitfähigkeit der entsprechenden
Abstrahlungsbauteile 420 und 424 kann entsprechend
sichergestellt werden.
Die Bauteile gemäß obiger Beschreibung werden dann
mit Kunstharz oder Kunststoff eingegossen, so daß das
vierte Abstrahlungsbauteil 424 eine Abstrahlungsoberflä
che 409 hat, die zu einer gegenüberliegenden Seite der
Oberfläche freiliegt, wo sich das DBC-Substrat 404 befin
det. Als Kunstharz 400 kann beispielsweise ein Gießharz
auf Epoxybasis dienen.
Nachfolgend wird die elektrische Verbindung in jedem
Teil der Halbleitervorrichtung dieser Ausführungsform nä
her unter Bezugnahme auf Fig. 26 beschrieben, welche die
Halbleitervorrichtung in einer Richtung aus Pfeil XXVI in
Fig. 24 zeigt. Nebenbei gesagt, Fig. 24 zeigt einen
Schnitt entlang Linie XXIV-XXIV in Fig. 26. Die Halblei
tervorrichtung beinhaltet in dieser Ausführungsform zwei
Paare von IGBTs 411 und FWDs 412.
Das Abstrahlungsbauteil 420 der ersten Seite (421 bis
423) ist mit einer Einpunkt-Strich-Linie in der Figur
dargestellt und ist gemäß obiger Beschreibung in elektri
scher Verbindung mit dem Emitteranschluß 461 über den
Verbindungsanschluß 406a. Die erste Kupferfolie 451 des
DBC-Substrates 404 ist mit allen Elektroden auf den Ober
flächen 401b dieser IGBTs 411 und FWDs 412 in Verbindung
und hat einen vorstehenden Abschnitt 451a, der vorsteht,
jedoch nicht in Kontakt mit der zweiten Kupferfolie 452
des DBC-Substrates 404 ist. Der vorstehende Abschnitt
451a ist elektrisch mit dem Kollektoranschluß 462 als
Leitung über einen Verbindungsanschluß 406b in Verbin
dung.
In dieser Halbleitervorrichtung ist die Abstrahlungs
oberfläche 409 mit einer Kühlrippe (nicht gezeigt) als
Kühlbauteil (Radiator) durch eine Verschraubung oder der
gleichen in Verbindung. Infolgedessen wird von den ersten
Oberflächen 401a der Chips 411 und 412 erzeugte Wärme
über das Abstrahlungsbauteil 420 der ersten Seite, das
DBC-Substrat 404 und das Abstrahlungsbauteil 424 der
zweiten Seite von der Abstrahlungsoberfläche 409 abgege
ben. Somit ist die Abstrahlungsrichtung von den ersten
Oberflächen 401a der Chips 411 und 412 entsprechend der
Richtung, welche sich von den ersten Oberflächen 401a zu
den zweiten Oberflächen 401b in den jeweiligen Chips 411
und 412 erstreckt (in Fig. 24 von oben nach unten).
Von den zweiten Oberflächen 401b der Chips 411 und
412 erzeugte Wärme wird weiterhin ebenfalls von der Ab
strahlungsoberfläche 409 über das DBC-Substrat 404 und
das Abstrahlungsbauteil 424 der zweiten Seite abgegeben.
In der Halbleitervorrichtung, in der die Chips angeordnet
sind, erfolgt somit die Abstrahlung von Wärme von den
beiden Oberflächen 401a und 401b der Chips 411 und 412
hauptsächlich durch die gleiche Abstrahlungsoberfläche
409.
Nachfolgend wird ein Verfahren zur Herstellung der
Halbleitervorrichtung dieser Ausführungsform erläutert.
Zunächst werden gemäß obiger Beschreibung der IGBT 411
mit dem Sperrmetall 111, die Emitterelektrode 112, die
Kollektorelektrode 115 und die metallischen Filme 114 und
116 etc. und die FWD 412 vorbereitet. Die Elektroden 112
und 115, das Sperrmetall 111, die metallischen Filme 114
und 116 etc. werden durch Sputtern oder dergleichen aus
gebildet. Sodann werden die Abstrahlungsbauteile 421 und
422 der ersten und zweiten Seite mit den ersten Oberflä
chen 401a der Chips 411 und 412 verlötet.
Das DBC-Substrat 404 mit den ersten und zweiten Ober
flächen 405a und 405b, auf welchen die zu musternden Kup
ferfolien 451 bis 454 sind, wird vorbereitet, und der
IGBT 411 und die FWD 412 werden an bestimmten Abschnitten
des DBC-Substrates 404 angelötet. Danach wird das dritte
Abstrahlungsbauteil 423 nicht nur mit den Abstrahlungs
bauteilen 421 und 422 der ersten und zweiten Seite ver
bunden, sondern auch mit dem DBC-Substrat 404. Wenn die
dritten Abstrahlungsbauteile 423 gelötet werden, ver
stärkt sich eine Dicke des Lotes am Verbindungsbereich
mit dem DBC-Substrat 404 im Vergleich zu der Dicke an den
Abstrahlungsbauteilen 421 und 422 der ersten und zweiten
Seite und infolgedessen werden Schwankungen in der Lot
dicke aufgenommen.
Der Lötvorgang selbst kann durch ein Reflow-Verfahren
oder dergleichen durchgeführt werden. Wenn die Lotarten,
die bei diesem Verfahren verwendet werden, geändert wer
den, so daß die Schmelzpunkte der Lote in der Reihenfolge
der Lötvorgänge abnehmen, kann das Löten zuverlässig
durchgeführt werden, ohne daß das Lot oder die Lote be
einflußt werden, mit welchen zunächst gearbeitet wurde.
Dann werden der Emitteranschluß 461 und der Kollektoran
schluß 462 mit dem dritten Abstrahlungsbauteil 423 ver
bunden, und der IGBT 411 und der Gateanschluß 408 werden
über eine Drahtbondierung verbunden. Nachfolgend wird das
vierte Abstrahlungsbauteil 424 auf das DBC-Substrat 404
gelötet und schließlich wird ein Kunstharzeinbettungsvor
gang durchgeführt.
Da bei der beschriebenen Ausführungsform der Elasti
zitätsmodul von reinem Aluminium gering ist, lassen sich
thermische Belastungen aufgrund von Unterschieden zwi
schen den Chips 411 und 412 und den Abstrahlungsbauteilen
421 bis 424 abschwächen. Genauer gesagt, der Elastizi
tätsmodul von reinem Aluminium beträgt 72 GPa und ein
Elastizitätsmodul von Aluminium mit einem Zusatz von 1%
Silizium beträgt ungefähr 75 GPa. Wenn das Aluminium ver
wendet wird, welches Silizium enthält, kann das Silizium
auskristallisieren. Da in einem derartigen Fall der Ela
stizitätsmodul von Silizium 130 GPa beträgt, ist die Fä
higkeit für die Abschwächung thermischer Belastungen zwar
nur örtlich begrenzt, jedoch erheblich verringert.
Um diesem Sachverhalt zu begegnen, ist in dieser Aus
führungsform insbesondere aufgrund der Fertigung der
Emitterelektrode 112 des IGBT 411 aus reinem Aluminium
eine Belastungskonzentration auf der Emitterzelle verhin
dert und Schwankungen in den elektrischen Eigenschaften,
beispielsweise Vt, lassen sich unterdrücken. Von daher
kann der Chip und die Halbleitervorrichtung mit hoher
elektrischer Zuverlässigkeit geschaffen werden. Da wei
terhin die Elektroden auf den zweiten Oberflächen 401b
der Chips 411 und 412 aus reinem Aluminium gefertigt
sind, wird verhindert, daß sich die Chips 411 und 412
aufgrund thermischer Belastungen verwerfen.
Da weiterhin in den Elektroden 112, 113 und 115 kein
Si enthalten ist, läßt sich eine Ausscheidung oder Abla
gerung von Si verhindern. Dies ist besonders wirkungsvoll
für den Kontakt 113 für die Drahtbondierung, da Si-Aus
bildungen oder -Kügelchen Risse in der Vorrichtung durch
Vibrationen (Belastungen) verursachen können, welche beim
Drahtbondieren erzeugt werden. Somit kann von außen auf
gebrachte Belastung durch Ausbilden der Elektroden 112,
113 und 115 aus reinem Aluminium abgeschwächt werden.
Wenn jedoch das reine Aluminium in direkten Kontakt
mit dem aus Si gefertigtem Substrat 100 gelangt, werden
Spitzen oder Kristalle der Legierung erzeugt. Von daher
ist das Sperrmetall 111 zwischen den Elektroden 112 und
113 und dem Substrat 100 angeordnet und verhindert die
Ausbildung derartiger Legierungsspitzen. Hierbei sei ge
sagt, daß das Sperrmetall nicht auf der äußeren Oberflä
che 401b des IGBT 411 ausgebildet ist. Dies deshalb, als,
selbst wenn Legierungsspitzen auf der anderen Oberfläche
401b erzeugt werden würden, dann diese Spitzen die Vor
richtung auf seiten der Oberfläche 401a nicht erreichen
könnten.
In der Halbleitervorrichtung, bei der ein Chip zwi
schen ein Paar von Abstrahlungsbauteilen gesetzt ist, we
lche jeweils Abstrahlungsoberflächen haben, schließen
Kühlbauteile die Halbleitervorrichtung ein, um die Ab
strahlungsoberflächen zu kontaktieren. Bei diesem Aufbau
können sich jedoch Belastungen auf den Chip konzentrie
ren, die erzeugt werden, wenn die Kühlbauteile die Halb
leitervorrichtung beidseitig einfassen.
Um diesem zu begegnen, ist bei dieser Ausführungsform
die Abstrahlungsoberfläche 409 zur Abstrahlung von Wärme
zur Außenseite der Halbleitervorrichtung an einer Seite
(der Seite der zweiten Oberflächen 401b) der Chips 411
und 412 ausgebildet. Bei diesem Aufbau muß die Halblei
tervorrichtung nicht beidseitig von den Kühlbauteilen zur
Abstrahlung von Wärme eingefaßt werden. Selbst wenn daher
die Abstrahlungsoberfläche 409 fest mit dem äußeren Kühl
bauteil verbunden wird, wirken keine starken Belastungen
auf die Chips 411 und 412.
Insbesondere weil die Abstrahlungsoberfläche 409 auf
der Seite der zweiten Oberflächen 401b der Chips 411 und
412 angeordnet ist, wird verhindert, daß sich Belastungen
auf den ersten Oberflächen 401a der Chips 411 und 412
konzentrieren, und Schwankungen oder Abweichungen in den
elektrischen Betriebseigenschaften der Vorrichtung, wel
che auf der Seite der ersten Oberfläche vorhanden ist,
lassen sich sicher verhindern.
Da weiterhin die beiden Oberflächen 401a und 401b der
Chips 411 und 412 an die Abstrahlungsbauteile 421, 422
und 424 angeheftet oder hieran befestigt sind, erfolgt
die Wärmeabstrahlung von beiden Oberflächen 401a und 401b
der Chips 411 und 412. Somit sind auch die Abstrah
lungseigenschaften ausreichend.
Weiterhin ist die Abstrahlungsoberfläche 409 elek
trisch von den Chips 411 und 412 durch das DBC-Substrat
404 isoliert, d. h. durch ein isolierendes Substrat,
welches innerhalb der Halbleitervorrichtung angeordnet
ist. Von daher besteht keine Notwendigkeit, eine elektri
sche Isolation zu berücksichtigen, wenn die Abstrahlungs
oberfläche 409 an das außenliegende Kühlbauteil geheftet
wird. Auch kann das eine isolierende Substrat 404 elek
trische Isolation sowohl der ersten als auch der zweiten
Oberflächen 401a und 401b der Chips sicherstellen.
Obgleich in dieser Ausführungsform die Abstrahlungs
oberfläche 409 auf seiten der zweiten Oberflächen 401b
der Chips 411 und 412 vorgesehen ist, kann auch der ande
re Abschnitt die Wärmeabstrahlung oder Wärmeabführung un
terstützen. Beispielsweise kann das dritte Abstrahlungs
bauteil 423 teilweise aus dem Kunstharz 400 herausragen,
um die Abstrahlung von Wärme zu unterstützen. Die Elek
trode 115, die auf den zweiten Oberflächen 401b der Chips
411 und 412 ausgebildet ist, muß nicht aus reinem Alumi
nium sein, um die Vorrichtungen der Chips 411 und 412 zu
schützen. Die ersten bis dritten Abstrahlungsbauteile 421
bis 423 sind separate Bauteile und sind quasi einstückig
angeheftet oder verbunden, um das Abstrahlungsbauteil 420
der ersten Seite zu bilden, was durch einen Lötvorgang
erfolgt; sie können jedoch auch insgesamt einstückig,
d. h. aus einem Teil, geformt sein.
Die Elektroden für die FWD 412 müssen nicht aus rei
nem Aluminium gefertigt sein, wenn es keine Probleme hin
sichtlich thermischer Belastungen oder dergleichen gibt.
Wenn das Abstrahlungsbauteil 420 der ersten Seite nicht
elektrisch von dem Abstrahlungsbauteil 424 der zweiten
Seite isoliert sein muß, kann das DBC-Substrat 404 aus
AlN weggelassen werden. Das DBC-Substrat 404 kann auf das
Kissen 453 verzichten, wenn das Kissen 113 des IGBT 411
direkt mit dem Gateanschluß 408 drahtbondiert werden
kann.
Siebzehnte Ausführungsform
Eine Halbleitervorrichtung gemäß einer siebzehnten
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist in den
Fig. 27, 28A und 28B gezeigt. Wie in diesen Figuren ge
zeigt, sind in dieser Ausführungsform Abstrahlungsbautei
le 503 und 504 der ersten und zweiten Seite mit zwei
Si-Chips 501a und 501b in Bondierverbindung, welche in
einer Ebene angeordnet sind, was über ein Bondierbauteil
502 erfolgt, welches thermische Leitfähigkeit hat, um die
Chips 501a und 501b einzuschließen.
Das Abstrahlungsbauteil 503 der ersten Seite ist mit
den Oberflächen (ersten Oberflächen) 505a der Si-Chips
501a und 501b in Verbindung, an welchen die Drahtbondie
rung erfolgt, und das Abstrahlungsbauteil 504 der zweiten
Seite ist mit den anderen Oberflächen (zweiten Oberflä
chen) 505b der Si-Chips 501a und 501b an der gegenüber
liegenden Seite der Oberflächen 505a in Verbindung. In
Fig. 27 sind Abschnitte des Abstrahlungsbauteiles 504 der
zweiten Seite, welche mit anderen Bauteilen überlappen,
durch eine Zweipunkt-Strich-Linie dargestellt, und Ab
schnitte der Si-Chips 501a und 501b, welche andere Bau
teile überlappen, sind mit strichpunktierten Linien dar
gestellt.
In dieser Ausführungsform ist der in Fig. 27 draht
bondierte Si-Chips ein IGBT-Chip 501a und der andere
Si-Chip ist ein FWD-Chip 501b. Im IGBT-Chip 501a dient
das Abstrahlungsbauteil 503 der ersten Seite als Emitter
anschluß und das Abstrahlungsbauteil 504 der zweiten
Seite dient als Kollektoranschluß. Auf der Oberfläche des
IGBT-Chips 501a, der in Richtung des Abstrahlungsbautei
les 503 der ersten Seite weist, ist eine Steuerelektrode
(nicht gezeigt) zum Empfang oder zum Weitergeben elektri
scher Signale von oder zu der Außenseite ausgebildet und
mit einer inneren Leitung 510 in Drahtbondierverbindung.
Ein Äquivalentschaltkreis des IGBT-Chips 501a ist
beispielsweise in Fig. 29 dargestellt und besteht im we
sentlichen aus einem Kollektor C, einem Emitter E, einem
Gate G, einem Stromerkennungsanschluß Is, einer Anode A,
welche ein Diodenanschluß für Thermoempfindlichkeit ist,
und einer Kathode K.
Wie in den Fig. 27, 28A und 28B gezeigt, ist die
Flächenform des Abstrahlungsbauteils 503 der ersten Seite
im wesentlichen ein Rechteck und hat Streifenabschnitte
503a und 503b, welche sich jeweils von gegenüberliegenden
Ecken des Rechtecks in entgegengesetzte Richtungen auf
einander zu erstrecken. Das Abstrahlungsbauteil 503 der
ersten Seite hat konvexe Abschnitte (vorstehende Ab
schnitte) 506, welche jeweils in Dickenrichtung hiervon
vorstehen, um Hauptelektroden auf den Si-Chips 501a und
501b auf seiten der Oberflächen 505a gegenüberzuliegen.
Die vorderen Enden der konvexen Abschnitte 506 sind in
einer Höhenlage flach, welche den Bondiervorgang der Si-
Chips 501a und 501b nicht stört, und die Formen der fla
chen Vorderenden entsprechen den ebenen Formen der Haupt
elektroden auf den Si-Chips 501a und 501b.
Auf der Oberfläche des Abstrahlungsbauteiles 503 der
ersten Seite, welche in Richtung der Si-Chips 501a und
501b weist, sind vorstehende Abschnitte 507a an drei
Stellen angeordnet, welche auf den Streifenabschnitten
503a und 503b und auf einer Innenseite einer Seite lie
gen, welche parallel zu den Richtungen ist, in welche die
Streifenabschnitte 503a und 503b verlaufen. Die vorste
henden Abschnitte 507a stehen in Richtung der Seite der
Si-Chips 501a und 501b vor.
Das Abstrahlungsbauteil 504 der zweiten Seite ist an
nähernd gleich dem Abstrahlungsbauteil 503 der ersten
Seite, hat jedoch zwei Streifenabschnitte 504a, welche an
unterschiedlichen Stellen gegenüber den Streifenabschnit
ten 503a des Abstrahlungsbauteiles 503 der ersten Seite
liegen. In Dickenrichtung sind konkave Abschnitte 508 an
geordnet, welche paßgenau die Si-Chips 501a und 501b auf
nehmen. Die Tiefen der konkaven Abschnitte 508 betragen
ungefähr 0,1 bis 0,3 mm.
Weiterhin hat die Oberfläche des Abstrahlungsbautei
les 504 der zweiten Seite, welche in Richtung der Si-
Chips 50 29850 00070 552 001000280000000200012000285912973900040 0002010058446 00004 297311a und 501b weist, vorstehende Abschnitte 507b,
welche in Richtung der Seite der Si-Chips 501a und 501b
vorstehen und an drei Stellen liegen, welche bei den
Streifenabschnitten 504a und 504b und an einer Innenseite
einer Seite parallel zu der Richtung liegen, in der sich
die Streifenabschnitte 504a und 504b erstrecken. Die vorstehenden
Abschnitte 507b des Abstrahlungsbauteiles 504
der zweiten Seite sind so angeordnet, daß sie die vorste
henden Abschnitte 507a des Abstrahlungsbauteiles 503 der
ersten Seite nicht überlappen, wenn sie von oben her be
trachtet werden, wie in Fig. 27 gezeigt.
Die Abstrahlungsbauteile 503 und 504 der ersten und
zweiten Seite sind beispielsweise aus Cu (Kupfer) gefer
tigt. Die Bondierungs- oder Verbindungsbauteile 502 sind
aus einem Material mit hoher thermischer Leitfähigkeit,
beispielsweise einem Lot, einem Hartlot oder dergleichen.
Die Oberflächen 505b der Si-Chips 501a und 501b sind in
die vertieften Abschnitte 508 eingesetzt und über die
Verbindungsbauteile 502 mit dem Abstrahlungsbauteil 504
der zweiten Seite in Verbindung. Die konvexen Abschnitte
506 des Abstrahlungsbauteiles 503 der ersten Seite sind
mit den Hauptelektroden der Oberflächen 505a der Si-Chips
501a und 501b in Verbindung.
Weiterhin steht die Steuerelektrode der Si-Chips 501a
und 501b in elektrischer Verbindung mit dem inneren Lei
ter 510 eines Leiterrahmens 509, was über einen Draht 511
und eine Drahtbondierung erfolgt. In Fig. 27 sind Ab
schnitte des Leiterrahmens 509, welche andere Abschnitte
überlappen, gestrichelt dargestellt. Wie später noch be
schrieben, hat der Leiterrahmen 509 sechs Befestigungsab
schnitte 509a und 509b, welche jeweils Bohrungen 512a und
512b zur Aufnahme der vorspringenden Abschnitte 507a und
507b der Abstrahlungsbauteile 503 und 504 der ersten und
zweiten Seite aufweisen. Hierbei kann Al (Aluminium), Au
(Gold) etc. für den Draht 511 verwendet werden, und Cu,
eine Cu-Legierung, eine 42-Legierung oder dergleichen
können für den Leiterrahmen 509 verwendet werden.
Sodann werden gemäß Fig. 28B die vorstehenden Ab
schnitte 507b, welche am Abstrahlungsbauteil 504 der
zweiten Seite ausgebildet sind, in die Löcher oder Boh
rungen 512b in den Befestigungsabschnitten 509b des Lei
terrahmens 509 eingeführt und dann kaltverformt, z. B. ge
staucht oder verstemmt. Weiterhin wird jeder der vorste
henden Abschnitte 507a, welche auf dem Abstrahlungsbau
teil 503 der ersten Seite ausgebildet sind, in jedes der
Löcher oder Bohrungen 512a eingeführt, welche im Befesti
gungsabschnitt 509a ausgebildet sind, und gleichermaßen
in einem Zustand kaltverformt, in welchem ein Abstands
halter 513 zwischen dem Abstrahlungsbauteil 503 der er
sten Seite und dem Leiterrahmen 509 eingesetzt ist.
Der Abstandshalter 513 ist ein säulenförmiges oder
prismatisches Metallstück aus beispielsweise Kupfer und
weist eine Bohrung auf, um es dem vorstehenden Abschnitt
507a zu ermöglichen, einzutreten. Der Abstandshalter 513
positioniert das Abstrahlungsbauteil 503 der ersten Seite
bezüglich der Si-Chips 501a und 501b in Dickenrichtung
der Si-Chips 501a und 501b. Wenn der Abstandshalter 513
beispielsweise prismatisch geformt ist, hat er einen qua
dratischen Querschnitt mit einer Seitenlänge von 2 mm und
einer Dicke von ungefähr 0,6 mm.
Wie weiterhin in den Fig. 27, 28A und 28B gezeigt,
sind die Si-Chips 501a und 501b und die Abstrahlungsbau
teile 503 und 504, welche gemäß obiger Beschreibung mit
einander verbunden sind, so mit Kunststoff oder Kunstharz
514 eingebettet oder eingegossen, daß jede Oberfläche der
Abstrahlungsbauteile 503 und 504 der ersten und zweiten
Seite an den gegenüberliegenden Oberflächen, welche in
Richtung der Si-Chips 501a und 501b weisen, aus dem
Kunstharz 514 vorragen oder von diesem nicht bedeckt
sind. In Fig. 27 ist die Kontur des Kunstharzes 514 mit
einer gestrichelten Linie angedeutet. An den Streifenab
schnitten 503a, 503b, 504a und 504b der Abstrahlungsbau
teile 503 und 504 der ersten und zweiten Seite stehen die
Streifenabschnitte 503a und 504b, welche sich in eine
Richtung entgegengesetzt zu der Seite erstrecken, wo der
innere Leiter 510 angeschlossen ist, zur Außenseite des
Kunstharzes 514 vor, und die nach außen vorstehenden
Streifenabschnitte 503a und 504b dienen jeweils als äuße
re Elektroden der Si-Chips 501a und 501b.
Nachfolgend wird ein Verfahren zur Herstellung des
Halbleitersubstrates beschrieben. Zunächst werden der
Leiterrahmen 509 und die Abstrahlungsbauteile 503 und 504
der ersten und zweiten Seite gemäß den Fig. 27, 28A
und 28B bereitgestellt oder vorbereitet. Der Leiterrahmen
509 wird beispielsweise durch einen Stanzvorgang in eine
gewünschte Form gebracht.
Die Fig. 30A bis 30D zeigen schematisch ein Ver
fahren zur Herstellung der Abstrahlungsbauteile 503 und
504 der ersten und zweiten Seite. Gemäß Fig. 30A werden
die Abstrahlungsbauteile 503 und 504 der ersten und zwei
ten Seite aus einem aufgewickelten Rohmaterial oder Bau
teil 515 aus Kupfer oder dergleichen ausgeschnitten, wo
bei die konvexen Abschnitte 506 in dem Abstrahlungsbau
teil 503 der ersten Seite und die konkaven Abschnitte 508
in dem Abstrahlungsbauteil 504 der zweiten Seite durch
eine Preßbearbeitung unter Verwendung eines Stempels 516
und eines Gesenks 517 gebildet werden, wobei der Stempel
516 in eine Richtung F in Fig. 30A bewegt wird. Die
Fig. 30B bis 30D zeigen den Ablauf zur Ausbildung der vor
stehenden Abschnitte 507a und 507b. Wie in diesen Figuren
gezeigt, wird eine Extrusions- oder Extrudierbearbeitung
durchgeführt, um die vorstehenden Abschnitte 507a und
507b zu bilden, indem ein Stempel 518 und ein Gesenk 519
verwendet werden, welches in seiner Mitte eine Vertiefung
aufweist, und indem der Stempel 518 in Richtung des Pfei
les H bewegt wird.
Nachfolgend werden die Si-Chips 501a und 501b mit dem
Leiterrahmen 509 und den Abstrahlungsbauteilen 503 und
504 der ersten und zweiten Seite, welche wie oben be
schrieben hergestellt wurden, zusammengebaut. Fig. 31
zeigt schematisch die Ausbildung oder Anordnung der je
weiligen Bauteile 501a, 501b, 502 bis 504 und 509 während
dieses Zusammenbauvorganges, von der Seite her betrach
tet. Gemäß Fig. 31 werden die vorstehenden Abschnitte
507b des Abstrahlungsbauteiles 504 der zweiten Seite in
die Löcher 512b der Befestigungsabschnitte 509b des Lei
terrahmens 509 eingeführt und wie oben erwähnt kaltver
formt, d. h. zum Beispiel verstemmt, gestaucht, verkeilt
etc. In die konkaven Abschnitte 508 werden die Si-Chips
501a und 501b paßgenau auf seiten der Oberfläche 505b
über Lotfolien 502 als Verbindungsbauteile eingesetzt.
Die Lotfolien oder Lötfolien 502 haben Formen ent
sprechend denjenigen der entsprechenden Hauptoberflächen,
die auf den Oberflächen 505a der Si-Chips 501a und 501b
liegen. Die Abstandshalter 513 werden entsprechend je
weils an die vorstehenden Abschnitte 507a des Abstrah
lungsbauteiles 503 der ersten Seite angebracht. Sodann
werden die vorstehenden Abschnitte 507a in die Löcher
oder Bohrungen 512a der Befestigungsabschnitte 509a des
Leiterrahmens 509 eingeführt und dann kaltverformt. Die
konvexen Abschnitte 506 des Abstrahlungsbauteiles 503 der
ersten Seite sind in Fig. 7 nicht gezeigt.
Der Befestigungsvorgang durch die Kaltverformung in
diesem Zusammenbauvorgang wird nachfolgend noch genauer
erläutert. Die Fig. 32A bis 32C zeigen schematisch den
Befestigungsvorgang durch die Kaltverformung. Gemäß Fig.
32A und 32B wird nach Einsetzen der vorstehenden Ab
schnitte 507a und 507b der Abstrahlungsbauteile 503 und
504 der ersten und zweiten Seite in die Löcher 512a und
512b der Befestigungsabschnitte 509a und 509b des Leiter
rahmens 509 jeweils der vorspringende Abschnitt 507a und
507b, der von der Bohrung 512a bzw. 512b vorsteht, durch
Bewegen eines Stempels 520 in Richtung des Pfeiles I ver
formt. Somit werden gemäß Fig. 32C die Abstrahlungsbau
teile 503 und 504 der ersten und zweiten Seite und der
Leiterrahmen 509 miteinander befestigt.
Nachfolgend werden die Si-Chips 501a und 501b, die
Abstrahlungsbauteile 503 und 504 und der Leiterrahmen 509
unter Lot-Reflow in einem Wasserstoffofen oder derglei
chen miteinander verbunden, so daß die Bauteile 501a,
501b, 503 und 504 einstückig miteinander verbunden sind.
Danach wird zwischen der Steuerelektrode auf der Oberflä
che 505a des IGBT-Chips 501 und dem Leiterrahmen 509 eine
Drahtbondierung durchgeführt, wonach dann ein Eingießen
oder Einbetten durch Kunstharz oder Kunststoff 514 durch
geführt wird. Hierdurch erfolgt eine Isolation zwischen
den Abstrahlungsbauteilen 503 und 504 der ersten und
zweiten Seite, und die Halbleitervorrichtung der be
schriebenen Ausführungsform ist fertiggestellt.
Da bei der beschriebenen Ausführungsform die Abstrah
lungsbauteile 503 und 504 der ersten und zweiten Seite
jeweils an die beiden Oberflächen 505a und 505b der Si-
Chips 501a und 501b über das Bondierungs- oder Befesti
gungsbauteil 502 befestigt sind, läßt sich die Abstrah
lungseigenschaft verbessern. Weiterhin kann das Befesti
gungsbauteil 502 aus einem Klebstoff gefertigt werden,
der hohe thermische Leitfähigkeit hat, beispielsweise aus
einem Lot oder Hartlot. Auch dies verbessert die Abstrah
lungseigenschaften.
Die Si-Chips 501a und 501b können mit dem Abstrah
lungsbauteil 504 der zweiten Seite dadurch verbunden wer
den, daß sie in die vertieften Abschnitte 508 des Ab
strahlungsbauteiles 504 der zweiten Seite eingesetzt wer
den. Weiterhin können die Abstrahlungsbauteile 503 und
504 der ersten und zweiten Seite mit dem Leiterrahmen 509
durch Einführen der vorspringenden Abschnitte 507a und
507b der Abstrahlungsbauteile 503 und 504 in die Bohrun
gen 512a und 512b der Befestigungsabschnitte 509a und
509b des Leiterrahmens 509 und durch eine entsprechende
Kaltverformung befestigt werden. Im Ergebnis lassen sich
die Relativlagen dieser Bauteile in einer Richtung paral
lel zu den Oberflächen der Si-Chips 501a und 501b festle
gen.
Weiterhin werden die vorspringenden Abschnitte 507a
oder vorstehenden Abschnitte 507a des Abstrahlungsbautei
les 503 der ersten Seite in die Löcher 512a der Befesti
gungsabschnitte 509a des Leiterahmens 509 mit den Ab
standshaltern 513 zwischen dem Abstrahlungsbauteil 503
der ersten Seite und dem Leiterrahmen 509 befestigt. Auf
grund hiervon kann das Abstrahlungsbauteil 503 der ersten
Seite mit dem Leiterrahmen 509 verbunden werden, wobei
ein Befestigungsabstand für die Si-Chips 501a und 501b
bereitgestellt wird, wobei weiterhin eine Ausrichtung
oder Positionierung in Dickenrichtung der Si-Chips 501a
und 501b möglich ist. Infolgedessen können die Relativpo
sitionen der entsprechenden Bauteile sowohl in Oberflä
chenrichtung als auch Dickenrichtung der Si-Chips 501a
und 501b festgelegt werden. Die Halbleitervorrichtung
kann mit verringerten Abweichungen in den Anordnungsposi
tionen der entsprechenden Bauteile bereitgestellt werden.
Wenn ein Leistungselement, beispielsweise ein IGBT,
als Halbleiterchip in der beschriebenen Ausführungsform
verwendet wird, kann sich noch das nachfolgende Problem
betreffend die Isolation ergeben. Fig. 33 zeigt ein Bei
spiel eines derartigen IGBTs.
Wie in Fig. 33 gezeigt, ist ein Leistungselement,
beispielsweise ein IGBT, mit einem Schutzring 521 und ei
nem EQR 522 (Äquipotentialring) an einem Rand- oder Kan
tenbereich hiervon versehen, und der Schutzring 521 und
der EQR 522 sind so ausgebildet, daß sie annähernd das
gleiche Potential wie die Kollektorelektrode 523 haben.
Der Schutzring 521 und der EQR 522 sind weiterhin auf der
Oberfläche des Leistungselementes ausgebildet, auf der
eine Emitterelektrode 524 ausgebildet ist. Mit anderen
Worten, der Schutzring 521 und der EQR 522, welche auf
gleichem Potential wie die Kollektorelektrode 523 sind,
liegen im Nahbereich der Emitterelektrode 524 vor.
Im Falle des Leistungselementes, bei dem eine Poten
tialdifferenz zwischen der Emitterelektrode 524 und der
Kollektorelektrode 523 beispielsweise ungefähr 600 V be
trägt, wird die Potentialdifferenz zwischen dem Schutz
ring 621, dem EQR 522 und der Emitterelektrode 524 eben
falls 600 V. Wenn daher ein Abstrahlungsbauteil 524 feh
lerhafterweise von einer korrekten Position gegenüber der
Seite des Schutzringes 521 und des EQR 522 verschoben an
geordnet ist, wie durch den Pfeil J in Fig. 33 gezeigt,
können der Schutzring 521 und der EQR 522 elektrisch mit
der Emitterelektrode 524 über ein Verbindungsteil 526 in
Verbindung gelangen, beispielsweise ein Lot, oder mit dem
Abstrahlungsbauteil 525 direkt oder über eine Entladung.
Selbst wenn der Schutzring 521 und der EQR 522 mit einem
Schutzfilm 527 aus Polyimid oder dergleichen bedeckt
sind, beträgt die Dicke dieses Films maximal etwa 1 bis
2 µm und die Durchbruchsspannung von 600 V kann nicht si
chergestellt werden.
Im Gegensatz hierzu sind in der Halbleitervorrichtung
der vorliegenden Ausführungsform gemäß obiger Beschrei
bung in dem Zustand, in dem die Relativlagen der Si-Chips
501a und 501b, des Leiterrahmens 509 und der Abstrah
lungsbauteile 503 und 504 der ersten und zweiten Seite
festgelegt sind, die konvexen Abschnitte 506 des Abstrah
lungsbauteiles 503 der ersten Seite mit den Hauptelektro
den auf den Oberflächen 505a der Si-Chips 501a und 501b
in Verbindung. Aufgrund hiervon kann das Abstrahlungsbau
teil 503 der ersten Seite in Kontakt mit nur den Haupt
elektroden durch Steuerung der Formgebung der konvexen
Abschnitte 506 gebracht werden. Dies kann auch das Pro
blem betreffend die Isolation beseitigen, welches durch
Abweichungen der Relativlage des Abstrahlungsbauteiles
503 gegenüber den Si-Chips 501a und 501b bewirkt wird.
Die vorliegende Ausführung beschreibt das Beispiel,
bei dem die Abstandshalter 513 eng oder fest an den vor
stehenden Abschnitten 507a des Abstrahlungsbauteiles 503
der ersten Seite angebracht sind; die vorstehenden Ab
schnitte 507a und 507b können jedoch auch in einem abge
stuften Zustand an den entsprechenden Abstrahlungsbautei
len 503 und 504 beispielsweise durch Bilden des Stempels
519 zur Durchführung der Bearbeitung der Fig. 32B und
32C derart, daß dieser einen abgestuften Abschnitt in
seiner Vertiefung hat, gebildet werden. Somit können die
Abstandshalter mit den vorstehenden oder vorspringenden
Abschnitten zusammengefaßt werden.
Weiterhin sind die Abstandshalter 513 nicht darauf
beschränkt, an den vorstehenden Abschnitten 507a des Abstrahlungsbauteiles
503 der ersten Seite angebracht zu
werden, sondern sie können auch an dem vorstehenden Ab
schnitt 507b des Abstrahlungsbauteiles 504 der zweiten
Seite angebracht werden, um die Relativlagen der Si-Chips
501a und 501b, der Abstrahlungsbauteile 503 und 504 und
des Leiterrahmens 509 in Dickenrichtung der Si-Chips 501a
und 501b festzulegen.
Wenn in der vorliegenden Ausführungsform die Abstrah
lungsbauteile 503 und 504 der ersten und zweiten Seite
jeweils mit dem Leiterrahmen 509 durch entsprechende
Kaltverformung verbunden sind, lassen sich Schwankungen
oder Abweichungen in den Anordnungspositionen der Halb
leiterchips sicher vermeiden. Es kann jedoch nur eines
der Abstrahlungsbauteile 503 und 504 durch eine Kaltver
formung festgelegt werden, solange die Positions- oder
Ausrichtungsgenauigkeit der Abstrahlungsbauteile 503 und
504 verbessert und Schwankungen oder Abweichungen in den
Anordnungspositionen der Halbleiterchips unterdrückt oder
vermieden sind.
Jedes der Abstrahlungsbauteile 503 und 504 hat eine
Oberfläche, welche nach außen hin freiliegt, und zwar auf
einer gegenüberliegenden Seite der Chips 501a und 501b.
Diese freiliegende Oberfläche kann in Kontakt mit einem
Kühlbauteil zur Beschleunigung der Wärmeabstrahlung ge
bracht werden. Die vorliegende Ausführungsform hat den
IGBT-Chip 501a als Halbleiterchip exemplarisch verwendet
und ist so aufgebaut, daß Abweichungen in den Anordnungs
positionen des Halbleiterchips unterdrückt oder vermieden
werden. Selbst wenn die Abstrahlungsbauteile 503 und 504
nicht als Elektroden verwendet werden, bewirkt der Aufbau
der vorliegenden Ausführungsform, daß die Abstrahlungsei
genschaften verbessert werden und daß Abweichungen in den
Anordnungspositionen des Halbleiterchips vermieden sind.
Die Abstandshalter 513 sind an allen (in der vorlie
genden Ausführungsform allen drei) vorstehenden Abschnit
ten 507a angebracht, die an dem Abstrahlungsbauteil 503
der ersten Seite ausgebildet sind; die Abstandshalter,
welche nur an zwei Stellen angebracht sind, sind ausrei
chend, um die Relativlagen zwischen dem Abstrahlungsbau
teil 503 der ersten Seite und den Si-Chips 501a und 501b
in Dickenrichtung der Si-Chips 501a und 501b festzulegen.
Die Verbindungs- oder Befestigungsbauteile 502 sind nicht
auf Lotfolien beschränkt, sondern können auch Lotpasten
oder dergleichen sein. Die Halbleitervorrichtung muß
nicht unbedingt zwei Halbleiterchips 501a und 501b haben,
sondern auch nur einen.
Achtzehnte Ausführungsform
Wenn die Stromkapazität des IGBT-Chips 501a 100 A
übersteigt, wächst die Chipgröße an und es ergibt sich
der Fall, daß die Chipgröße auf 10 bis 16 mm anwächst.
Wenn in so einem Fall die Abstrahlungsbauteile 503 und
504 aus Kupfer gefertigt sind, wird, da der lineare Aus
dehnungskoeffizient von Kupfer 5- bis 6mal größer als
derjenige von Silizium ist, welches den IGBT-Chip 501a
hauptsächlich ausmacht, das das Verbindungsteil 502 bil
dende Lot während thermischer Schwankungen geschwächt.
Dies kann zum Auftreten von Rissen, einem Anstieg in dem
thermischen Widerstand und einer Verschlechterung der
Wärmeabstrahlungseigenschaft führen.
Unter Berücksichtigung dieses Sachverhaltes wurde die
achtzehnte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ge
mäß nachfolgendem Aufbau gemacht. In dieser Ausführungs
form sind die Abstrahlungsbauteile 503 und 504 der ersten
und zweiten Seite aus einem Material gemacht, welches unterschiedlich
zu demjenigen der ersten Ausführungsform
ist. Nachfolgend werden unterschiedliche Teile oder Ab
schnitte zur siebzehnten Ausführungsform beschrieben und
gleiche Teile wie in der siebzehnten Ausführungsform sind
mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wie in Fig. 34 gezeigt, wird als Abstrahlungsbauteile
503 und 504 der ersten und zweiten Seite ein Metall mit
einem linearen Ausdehnungskoeffizienten ähnlich demjeni
gen der Si-Chips 501a und 501b verwendet. Insbesondere
werden im Ausführungsbeispiel Kaschierungsteile (CICs)
verwendet, von denen jedes so aufgebaut ist, daß ein Bau
teil (aus Invar) 528 durch Bauteile (Kupferbauteile) 529
beidseitig eingeschlossen ist. Der lineare Ausdehnungs
koeffizient eines jeden CIC entspricht annähernd demjeni
gen von Si so nahe wie möglich, indem das Dickenverhält
nis zwischen dem Invarbauteil 528 und dem Kupferbauteilen
529 sowie die Gesamtdicke entsprechend eingestellt wird.
Die weiteren Einzelheiten und Merkmale, beispielsweise
die Formgebungen der entsprechenden Bauteile, sind im we
sentlichen wie in der siebzehnten Ausführungsform.
Da bei der achtzehnten Ausführungsform der lineare
Ausdehnungskoeffizient der Abstrahlungsbauteile 503 und
504 der ersten und zweiten Seite demjenigen der Si-Chips
501a und 501b angenähert ist, kann, selbst wenn die Größe
der Si-Chips 501a und/oder 501b groß wird, eine thermi
sche Belastung aufgrund von unterschiedlichen thermischen
Ausdehnungskoeffizienten zwischen den Si-Chips 501a und
501b und den Abstrahlungsbauteilen 503 und 504 unter
drückt werden, und Belastungskonzentrationen im Bereich
der Befestigungsbauteile 502 lassen sich vermeiden. Dies
verhindert eine Verschlechterung der Verbindungseigen
schaften zwischen den Abstrahlungsbauteilen 503 und 504
und den Si-Chips 501a und 501b. Infolgedessen lassen sich
Verschlechterungen in der Abstrahlungseigenschaft und ei
ne Verschlechterung der elektrischen Leitfähigkeit ver
meiden, wenn die Abstrahlungsbauteile 503 und 504 als
Elektroden verwendet werden.
Die gleichen Effekte wie oben beschrieben lassen sich
erhalten, wenn anstelle von Invar Mo (Molybdän) verwendet
wird. In den Abstrahlungsbauteilen 503 und 504 müssen die
von den Kupferbauteilen 529 beidseitig eingeschlossenen
Bauteile 528 nicht gleichförmig Invar oder Molybdän sein,
sondern können sich voneinander unterscheiden. Die Ab
strahlungsbauteile 503 und 504 sind auch nicht auf ka
schierte Bauteile beschränkt, sondern können andere Bau
teile sein, beispielsweise aus einer Kupfer-Molybdän-Le
gierung mit einem linearen Ausdehnungskoeffizienten, der
demjenigen von Silizium angenähert ist.
Die achtzehnte Ausführungsform zeigt ein Beispiel,
bei welchem ein Metall mit einem linearen Ausdehnungs
koeffizient annähernd gleich demjenigen von Silizium für
die Abstrahlungsbauteile 503 und 504 verwendet wird, wo
bei konkret ein kaschiertes Bauteil, beispielsweise CIC,
verwendet wird. Die thermischen Leitfähigkeiten von Invar
und Molybdän sind jedoch gegenüber denjenigen von Kupfer
schlechter und die Bauteile 528 aus Invar oder Molybän
verschlechtern die Abstrahlungseigenschaften in Dicken
richtung der Si-Chips 501a und 501b. Dieses Problem wird
durch die nachfolgende modifizierte Ausführungsform be
seitigt.
In dieser modifizierten Ausführungsform sind gemäß
den Fig. 35A und 35B mehrere Invarbauteile 528 teil
weise in das Kupferbauteil 529 eingelegt oder eingebet
tet. Fig. 35A zeigt eine Querschnittsdarstellung durch
das Abstrahlungsbauteil 503 oder 504 in einer Richtung
parallel zu der Schicht, in der diese die Invarbauteile
528 enthält, wohingegen Fig. 35B einen Querschnitt durch
die Abstrahlungsbauteile 503 oder 504 zeigt, in einer
Richtung senkrecht zur Schicht, in der die Invarbauteile
528 enthalten sind.
Gemäß den Fig. 35A und 35B sind in dieser modifi
zierten Ausführungsform die Invarbauteile 528 an mehreren
(beispielsweise vier) Positionen innerhalb des Kupferbau
teiles 529 vorhanden. Infolgedessen haben die Abstrah
lungsbauteile 503 und/oder 504 Abschnitte, welche in
Dickenrichtung gesehen nur aus dem Kupferbauteil 529 be
stehen, so daß die thermische Leitfähigkeit in Dicken
richtung des Abstrahlbauteiles 503 bzw. 504 nicht ver
schlechtert ist. Somit kann ein Abstrahlungsbauteil, wel
ches in seiner thermischen Ausdehnung an Silizium angenä
hert ist, mit einer ausreichenden Abstrahlungsleistung
geschaffen werden. Obgleich in dieser modifizierten Aus
führungsform die Invarbauteile 528 an vier Positionen in
nerhalb des Kupferbauteiles 529 vorhanden sind, lassen
sich die Invarbauteile 528 auch beispielsweise in Form
eines feinen Gitters oder Netzes ausbilden, wo viele
kleine Invarteile vorhanden sind. Anstelle der Invarbau
teile können auch solche aus Molybdän verwendet werden.
Weiterhin lassen sich Invarbauteile und Molybdänbauteile
gleichzeitig verwenden.
Fig. 36 zeigt eine Halbleitervorrichtung einer weite
ren modifizierten Ausführungsform. In den oben beschrie
benen siebzehnten und achtzehnten Ausführungsformen ist
die Steuerelektrode auf der Oberfläche 505a des IGBT-
Chips 501a mit der inneren Leitung 510 über eine Draht
bondierung elektrisch verbunden; wie jedoch in Fig. 36
gezeigt, kann diese Verbindung auch durch ein tropfen-
oder kissenförmiges Verbindungs- oder Bondierbauteil 530
aus einem Lot oder dergleichen erfolgen. Wenn somit zwi
schen den Abstrahlungsbauteilen 503 und 504 und den Si-
Chips 501a und 501b ein Lötvorgang durchgeführt wird,
kann gleichzeitig die Verbindung zwischen dem inneren
Leiter 510 und der Steuerelektrode ausgebildet werden.
Dies führt zu einer Vereinfachung in der Herstellung.
Beschrieben wurde eine Halbleitervorrichtung, welche
zwei Halbleiterchips aufweist, welche zwischen ein Paar
von Abstrahlungsbauteilen gesetzt sind und hierbei ther
misch und elektrisch mit den Abstrahlungsbauteilen in
Verbindung stehen. Eines der Abstrahlungsbauteile weist
zwei vorstehende Abschnitte auf, wobei vordere Enden der
vorstehenden Abschnitte mit den Hauptelektroden der Halb
leiterchips in Verbindung sind. Die Abstrahlungsbauteile
sind aus einem metallischen Material, welches Kupfer oder
Aluminium als Hauptkomponente enthält. Die Halbleiter
chips und die Abstrahlungsbauteile werden mit Kunststoff
oder Kunstharz eingegossen, wobei nach außen hin freilie
gende Abstrahlungsoberflächen verbleiben.
Die vorliegende Erfindung wurde unter Bezugnahme auf
die voranstehenden Ausführungsformen und deren Modifika
tionen und Abwandlungen beschrieben und in der beigefüg
ten Zeichnung beschrieben; dem Fachmann auf diesem Gebiet
ergibt sich jedoch, daß Änderungen hinsichtlich Form und
Details gemacht werden können, ohne vom Gegenstand und
Umfang der Erfindung abzuweichen, wie er in den nachfol
genden Ansprüchen und deren Äquivalenten definiert ist.