DE10056911A1 - Anfahrstrang für eine Metall-Stranggießvorrichtung, insbesondere für eine Vorprofil-Stahl-Stranggießvorrichtung - Google Patents
Anfahrstrang für eine Metall-Stranggießvorrichtung, insbesondere für eine Vorprofil-Stahl-StranggießvorrichtungInfo
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Abstract
Ein Anfahrstrang für eine Metall-Stranggießvorrichtung, insbesondere für eine Vorprofil-Stahl-Stranggießvorrichtung, mit zumindest einem flexiblen Stahlband (2), mittels dessen Kopf (3) der Kokillenquerschnitt (6) verschließbar ist und auf dessen Länge bis zum Ende einzelne Glieder (1) über das flexible Stahlband (2) verbunden sind, verbessert die Gelenkfunktion und vermindert die Biegearbeit dadurch, dass der Anfang (5) für den Kokillen-Querschnitt (6) auf einem einteiligen Kopfstück (3a) besteht, das den Abmessungen des Kokillen-Querschnitts (6) entspricht und dass daran anschließende, auf Anfahrstrangbreite (7) beabstandete, beidseitig und parallele Reihen (8a; 8b) in Anfahrstrang-Erstreckungsrichtung (9) bildende, im Bogen biegefähige Glieder (1) mittels jeweils auf einer Reihe (8a; 8b) aufliegendem flexiblem Stahlband (2) miteinander verbunden sind.
Description
Die Erfindung betrifft einen Anfahrstrang für eine Metall-Stranggießvorrichtung,
insbesondere für eine Vorprofil-Stahl-Stranggießvorrichtung, mit zumindest einem
flexiblen Stahlband, mittels dessen Kopf der Kokillen-Querschnitt verschließbar ist
und auf dessen Länge bis zum Ende einzelne Glieder über das flexible Stahlband
verbunden sind.
Ein derartiger Anfahrstrang ist aus der WO 97/46343 bekannt. Der Anfahrstrang
ist für das Gießen von Vorprofilen gestaltet. Der Anfahrstrang besitzt einen ein
heitlichen Übergangsabschnitt aus einzelnen Gliedern, die zu einem H-Querschnitt
zusammengesetzt und an dem flexiblen Stahlband befestigt sind, das den Kern
des Anfahrstrangs bildet. Der Übergangsabschnitt ist an einen Standard-Abschnitt
lösbar angeschlossen, der ebenfalls mit einem flexiblen Stahlband verbunden ist.
Der H-Querschnitt ist jedoch aus einer Vielzahl von Deckplatten und Seiten-
Platten gebildet, so dass die Herstellung aufwendig ist und die Montage aus einer
Vielzahl von Teilen vorgenommen werden muss. Der Anfahrstrang wird außerdem
sehr gewichtsintensiv. Ein weiterer Nachteil besteht in der reduzierten Gelenkig
keit, so das in Bogenabschnitten der Strangführung mehr Kraft für den Transport
aufgewendet werden muss.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Gelenkfunktion eines solchen An
fahrstrangs zu verbessern, um bei geringerem Gewicht einen reduzierten Kraft
aufwand für den Transport und die Handhabung zu erzielen.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Anfang für
den Kokillen-Querschnitt aus einem einteiligen Kopfstück besteht, das den Ab
messungen des Kokillen-Querschnitts entspricht und dass daran anschließende,
auf Strangbreite beabstandete, beidseitig und parallele Reihen in Anfahrstrang-
Erstreckungsrichtung bildende, im Bogen biegefähige Glieder mittels jeweils auf
einer Reihe aufliegendem flexiblem Stahlband miteinander verbunden sind. Da
durch wird eine günstigere Gelenkwirkung durch das Stahlband erzielt, da dieses
sich auf der Bogeninnenseite und auf der Außenseite der Gliederkette befindet.
Die aufzubringende Biegungsarbeit wird dadurch reduziert. Ein weiterer Vorteil
bildet die bestehende spielfreie Gelenkführung. Außerdem besteht der Vorteil,
dass bei Vorprofil-Stranggießvorrichtungen der Querschnitt der beiden Gliederrei
hen sich an das gegossene Profil anschließen kann und dieses einfach fortsetzt.
Die Rückstellkraft beim Biegen des Stahlbandes und dessen Biegebeanspru
chungsfähigkeit kann noch dadurch unterstützt werden, dass das flexible Stahl
band als Federstahlband ausgeführt ist.
Eine Ausgestaltung besteht darin, dass in dem Kopfstück zumindest eine quer zur
Anfahrstrang-Erstreckungsrichtung verlaufende Ausnehmung zur Verbindung mit
dem Warmstrang vorgesehen ist. Dadurch werden bekannte zangenförmige Ele
mente zum Ausklinken vermieden.
Nach weiteren Merkmalen wird vorgeschlagen, dass zwischen den beiden Reihen
aus Gliedern in Abständen in Anfahrstrang-Erstreckungsrichtung angeordnete,
jeweils zwei sich quer gegenüberliegende Glieder mittels Quer-Verbindungsglieder
befestigt sind. Der Vorteil ist eine parallele Führung der beiden Glieder-Reihen
und eine Versteifung des gesamten Anfahrstrangs, ohne das Gewicht bemer
kenswert zu erhöhen.
Weitere Vorteile ergeben sich daraus, dass die auf das Kopfstück in Anfahrstrang-
Erstreckungsrichtung folgenden Glieder als Übergangsglieder mit einer reduzier
ten Dicke ausgebildet sind. Dadurch wird eine Gewichtseinsparung an den Glie
dern, beginnend mit dem ersten Glied nach dem Kopfstück erzielt, so dass die
folgenden Glieder eine geringere Dicke und damit ein geringeres Gewicht aufwei
sen.
Eine andere Ausgestaltung sieht vor, dass die in einer Reihe aneinander anlie
genden Glieder mittels Feder und Nut gelenkig schwenkbar ineinandergreifen.
Vorteilhafterweise findet die Biegebewegung der Glieder untereinander in einer
vertikalen Ebene statt, so dass gleichzeitig eine seitliche Führung entsteht.
Eine Weiterbildung besteht ferner darin, dass die einzelnen Glieder an den sich
gegenüberliegenden Flächen der beiden Reihen nach unten zurücktretend ange
schrägt sind. Dadurch kann eine Führung des Anfahrstranges auf deren Unter
seite und/oder an den Quer-Verbindungsgliedern erfolgen.
Vorteilhaft ist außerdem, dass das Kopfstück und/oder die einzelnen Glieder mit
inneren Hohlräumen zur Gewichtsverminderung versehen sind. Die Gewichtser
sparnis ist dabei, ohne eine Schwächung hinnehmen zu müssen entsprechend der
Anzahl der Glieder sehr hoch.
Nach weiteren Merkmalen wird vorgeschlagen, dass die Federstahlbänder auf die
jeweils eine Reihe bildenden Glieder aufgeschraubt oder aufgenietet sind. Da
durch wird die Montage vereinfacht.
Schließlich kann der Anfahrstrang dahingehend günstig eingesetzt werden, dass
die beiden Reihen aus Gliedern mit aufgelegten Federstahlbändern in der Breite
eines H-Profils des Warmstrangs beabstandet sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt und wird
nachfolgend genauer erläutert.
Die einzige Figur zeigt eine perspektivische Ansicht des Anfahrstrangs für den
Längenabschnitt des Stranggießkokillen-Bereichs und
Der Anfahrstrang dient für eine Metall-Stranggießvorrichtung, insbesondere für
eine Vorprofil-Stahl-Stranggießvorrichtung und kann aber auch für Bram
menstränge, Blockstränge u. dgl. eingesetzt werden. Die einzelnen Glieder 1 sind
mit einem flexiblen Stahlband 2 in Form eines Federstahlbandes 2a miteinander
verbunden. Der Kopf 3 besteht aus einem einteiligen Kopfstück 3a, der den Kokil
len-Querschnitt (Gießquerschnitt) verschließt. Das Federstahlband 2a beginnt
zumindest an Gliedern 1a, die eine reduzierte Dicke aufweisen. Die zwischen dem
Kopfstück 3a und den in der Dicke reduzierten Gliedern 1a liegenden Gliedern 1
können auch mittels Bolzen 4 miteinander gelenkig verbunden sein: Wie gezeich
net, beginnt im Ausführungsbeispiel das Federstahlband 2a auf den Gliedern 1a
mit reduzierter Dicke.
An den Anfang 5 für den Kokillen-Querschnitt 6 schließen sich auf Anfahrstrang
breite 7 beabstandete, beidseitig und parallele Reihen 8a und 8b in Anfahrstrang-
Erstreckungsrichtung 9 verlaufende, im Bogen biegefähige Glieder 1 an, die mit
tels jeweils auf einer Reihe 8a und 8b aufliegendem flexiblem Stahlband 2 mitein
ander verbunden sind. Das flexible Stahlband 2 ist als Federstahlband 2a ausge
führt. In dem einteiligen Kopfstück 3a ist zumindest eine quer zur Anfahrstrang-
Erstreckungsrichtung 9 verlaufende Ausnehmung 10 zur Verbindung mit dem
Warmstrang vorgesehen. Zwischen den beiden Reihen 8a und 8b, die aus den
Gliedern 1 bestehen, sind in Abständen in Anfahrstrang-Erstreckungsrichtung 9,
jeweils zwei sich gegenüberliegende Glieder 1 mittels Quer-Verbindungsglieder 11
befestigt. Die auf das Kopfstück 3a in Anfahrstrang-Erstreckungsrichtung 9 fol
genden Glieder 1a sind als Übergangsglieder 12 mit einer abfallenden Dicke ausgebildet.
Um eine Bogenbewegung in einer senkrechten Ebene ausführen zu kön
nen, greifen die in einer Reihe 8a oder 8b aneinander anliegenden Glieder 1 mit
tels einer Feder 13 und einer Nut 14 gelenkig ineinander.
Die einzelnen Glieder 1 sind an den sich gegenüberliegenden Flächen 15 in den
beiden Reihen 8a und 8b jeweils nach unten zurücktretend angeschrägt.
Zur Gewichtsverminderung sind das Kopfstück 3a und/oder die einzelnen Glieder
1 mit inneren Hohlräumen 16 versehen.
Die Federstahlbänder 2a sind auf die jeweilige Reihe 8a und 8b bildenden Glieder
1 aufgeschraubt oder aufgenietet.
Für den speziellen Fall des Gießens von Vorprofilsträngen, wie z. B. Doppel-T-
oder H-Profilsträngen sind die beiden Reihen 8a und 8b aus Gliedern 1 mit auf
gelegten Federstahlbändern 2a in der Breite eines Doppel-T- oder eines H-Profils
des Warmstrangs beabstandet.
1
Glieder
1
a Glieder mit reduzierter Dicke
2
flexibles Stahlband
2
a Federstahlband
3
Kopf
3
a einteiliges Kopfstück
4
Bolzen
5
Anfahrstrang-Anfang
6
Kokillen-Querschnitt
7
Anfahrstrangbreite
8
a Reihe
8
b Reihe
9
Anfahrstrang-Erstreckungsrichtung
10
Ausnehmung
11
Quer-Verbindungsglieder
12
Übergangsglieder
13
Feder
14
Nut
15
Glieder-Fläche
16
innere Hohlräume
17
Außenkante
Claims (10)
1. Anfahrstrang für eine Metall-Stranggießvorrichtung, insbesondere für eine
Vorprofil-Stahl-Stranggießvorrichtung, mit zumindest einem flexiblen Stahl
band, mittels dessen Kopf der Kokillen-Querschnitt verschließbar ist und
auf dessen Länge bis zum Ende einzelne Glieder über das flexible Stahl
band verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Anfang (5) für den Kokillen-Querschnitt (6) aus einem einteiligen
Kopfstück (3a) besteht, das den Abmessungen des Kokillen-Querschnitts
(6) entspricht und dass daran anschließende, auf Anfahrstrangbreite (7)
beabstandete, beidseitig und parallele Reihen (8a; 8b) in Anfahrstrang-
Erstreckungsrichtung (9) bildende, im Bogen biegefähige Glieder (1) mittels
jeweils auf einer Reihe (8a; 8b) aufliegendem flexiblem Stahlband (2) mit
einander verbunden sind.
2. Anfahrstrang nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das flexible Stahlband (2) als Federstahlband (2a) ausgeführt ist.
3. Anfahrstrang nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Kopfstück (3a) zumindest eine quer zur Anfahrstrang-Erstrec
kungsrichtung (9) verlaufende Ausnehmung (10) zur Verbindung mit dem
Warmstrang vorgesehen ist.
4. Anfahrstrang nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den beiden Reihen (8a; 8b) aus Gliedern (1) in Abständen in
Anfahrstrang-Erstreckungsrichtung (9) angeordnete, jeweils zwei sich quer
gegenüberliegende Glieder (1) mittels Quer-Verbindungsglieder (11) befe
stigt sind.
5. Anfahrstrang nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die auf das Kopfstück (3a) in Anfahrstrang-Erstreckungsrichtung (9)
folgenden Glieder (1a) als Übergangsglieder (12) mit einer reduzierten Dic
ke ausgebildet sind.
6. Anfahrstrang nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die in einer Reihe (8a; 8b) aneinander anliegenden Glieder (1) mittels
Feder (13) und Nut (14) gelenkig schwenkbar ineinandergreifen.
7. Anfahrstrang nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die einzelnen Glieder (1) an den sich gegenüberliegenden Flächen
(15) der beiden Reihen (8a; 8b) nach unten zurücktretend angeschrägt
sind.
8. Anfahrstrang nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kopfstück (3a) und/oder die einzelnen Glieder (1) mit inneren
Hohlräumen (16) zur Gewichtsverminderung versehen sind.
9. Anfahrstrang nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federstahlbänder (2a) auf die jeweils eine Reihe (8a; 8b) bilden
den Glieder (1) aufgeschraubt oder aufgenietet sind.
10. Anfahrstrang nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Reihen (8a; 8b) aus Gliedern (1) mit aufgelegten Feder
stahlbändern (2a) in der Breite eines H-Profils des Warmstrangs beabstan
det sind.
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