Die vorliegende Erfindung betrifft eine Druckerpresse mit
Blattzuführung, die zum wahlweisen Bedrucken von einer einzigen
Seite oder beiden Seiten eines Blattes fähig ist, und insbeson
dere Blattwendegreifer, die auf einer Blattwendetrommel gela
gert sind und die eine Blattfördereinheit zum Fördern eines
Blattes von einer stromaufwärts liegenden Druckeinheit zu einer
stromabwärts liegenden Druckeinheit bilden.
Eine Druckerpresse mit Blattzuführung dieser Art ist zum
Beispiel aus der japanischen geprüften Patentveröffentlichung
(Kokoku) Nr. SHO-56-2017 bekannt. Eine kurze Beschreibung des
Aufbaus der Druckerpresse mit Blattzuführung wird im folgenden
in Verbindung mit den Fig. 4 bis 8 gemacht.
Bei der Druckerpresse mit Blattzuführung ist die Blatt
fördereinheit, wie in Fig. 4 gezeigt, zwischen der stromauf
wärts liegenden Druckeinheit und der stromabwärts liegenden
Druckeinheit angeordnet, um das Blatt 1 von einer Drucktrommel
(nicht gezeigt) der ersteren zu einer Drucktrommel 4 der letz
teren zu fördern. Ausgerichtet in einer Reihe von stromaufwärts
nach stromabwärts von der Blattfördereinrichtung ist eine För
dertrommel (nicht gezeigt), eine Vorratstrommel 2 und eine Wen
detrommel 3 angeordnet. Das von der stromaufwärts liegenden
Druckeinheit bedruckte Blatt 1 wird von der Fördertrommel zu
der Vorratstrommel gefördert.
Die Vorratstrommel 2 hat einen doppelt so großen Durch
messer wie die Fördertrommel oder die Wendetrommel 3. Das
heißt, dass es sich um eine sog. Doppeldurchmesser-Vorratstrom
mel handelt. Folglich umfasst die Vorratstrommel 2 zwei Sätze
von Greifern 5, die um etwa 180 Grad gegeneinander versetzt
sind oder sich diametral gegenüberliegen, um die führenden Kan
ten von zwei auf der Vorratstrommel 2 liegenden Blättern zu er
greifen, und zwei Blattansaugvorrichtungen 6, die um etwa 180
Grad gegeneinander versetzt sind oder sich diametral gegenüber
liegen, um den hinteren Rand der zwei Blätter anzusaugen und zu
halten.
Die Wendetrommel 3 umfasst auch Wendegreifer 7, die zum
Ergreifen der vorderen oder hinteren Ränder des Blattes 1 aus
gebildet sind und verschiedene Funktionen haben bei einem ein
seitigen Druckvorgang und einem beidseitigen Druckvorgang.
Insbesondere beim einseitigen Druckvorgang ergreifen die
Wendegreifer 7 der Wendetrommel 3 den führenden Rand des Blat
tes 1 an einem Tangentialpunkt A oder einem Blattaufnahmepunkt
zwischen der Vorratstrommel 2 und die Wendetrommel 3 und ermög
lichen es so der Wendetrommel 3, das Blatt 1 von den Greifern 5
der Vorratstrommel 2 zu übernehmen. Die Wendegreifer 7 drehen
sich dann zusammen mit der Wendetrommel 3 während sie das Blatt
festhalten und übergeben das Blatt 1 der Drucktrommel 4 an ei
nem Tangentialpunkt B oder einem Blattübergabepunkt zwischen
der Wendetrommel 3 und der Drucktrommel 4.
Andererseits passieren beim beidseitigen Druckvorgang die
Greifer 5 jeden Satzes auf der Vorratstrommel 2 den Tangential
punkt A unter Beibehaltung ihres Blattgreifzustandes. Eine zu
gehörige Blattansaugvorrichtung 6 erreicht nachfolgend den Tan
gentialpunkt A, an dem die Wendegreifer 7 den hinteren Rand des
Blattes 1 ergreifen und ermöglichen es so der Wendetrommel 3,
das Blatt 1 von der Vorratstrommel 2 zu übernehmen. Die Wende
greifer 7 drehen dann das Blatt 1, während sie sich zusammen
mit der Wendetrommel 3 drehen. So erfüllt die Wendetrommel 3
verschiedene Funktionen beim einseitigen Druckvorgang und beim
zweiseitigen Druckvorgang. Deshalb haben die Wendegreifer 7
notwendigerweise einen anderen Aufbau als die Greifer 5 der
Vorratstrommel 3 o. dgl.
Die Wendegreifer 7 umfassen jeweils ein erstes Greifele
ment 8 und ein zweites Greifelement 9, die beide im Verbund
miteinander betätigbar sind, um das Blatt 1 rechtzeitig zu er
greifen, und die um eine gemeinsame Drehachse schwenkbar oder
drehbar sind, die sich parallel zur Achserstreckung der Wende
trommel 3 erstreckt. Wenn auf beide Seiten des Blattes gedruckt
werden soll, sind die den hinteren Rand des Blattes ergreifen
den Wendegreifer 7 jeweils schwenkbar oder drehbar um eine
Drehachse in Richtung auf die stromabwärts liegende Seite bezo
gen auf die Drehrichtung der Wendetrommel 3 angeordnet und be
gleiten die Drehung der Wendetrommel 3, wodurch das Blatt 1 ge
wendet wird und dann zur Drucktrommel 4 gefördert wird. Bei
dieser Ausgestaltung sind die Wendegreifer 7 entlang der ge
meinsamen Drehachse mit Abstand zueinander angeordnet.
Insbesondere ist bei jedem Greifer 7 das erste Greifele
ment 8 fest an einer Greiferwelle 10 als gemeinsame Drehachse
befestigt, und das zweite Greifelement 9 ist fest an einem
Greiferrohr 11 befestigt, das koaxial bezüglich der Greiferwel
le angeordnet ist, um die Greiferwelle 10 über einen Lagerab
schnitt tragend aufzunehmen, so dass die beiden Greifelemente 8
und 9 um die gemeinsame Drehachse verschwenkbar sind. Das so
angeordnete Greiferrohr 11 ist mittels eines Lagerabschnittes
von Tragelementen 12, die an der Wendetrommel 3 befestigt sind,
abgestützt.
Eine Druckfeder ist zwischen den ersten und zweiten Grei
felementen 8 und 9 in jeden Greifer eingesetzt, um eine vorbe
stimmte Greifkraft zu erzeugen, und ein Mechanismus zum Öffnen
und Schließen der Greifer, der später beschrieben wird, wird
entgegen einer Vorspannkraft der Druckfeder eingesetzt, um die
Öffnungs- und Schließbewegung und ebenso die Schwenkbewegung
der Greifelemente 8 und 9 in jedem Greifer zu überwachen.
Wie in Fig. 7 und 8 gezeigt, sind Zahnräder 13 fest an
einem ersten Ende der Greiferwelle 10 und an einem zweiten Ende
des Greiferrohres 11 befestigt und kämmen mit Zahnsegmenten 15
von Antriebselementen 12 als Antriebsmittel, um eine unabhängi
ge Kontrolle des Antriebs der Greiferwelle 10 und des Greifer
rohres 11 zu erreichen.
Beide Antriebselemente 14 sind schwenkbar auf Bolzen 16
gelagert, die an der Wendetrommel 3 befestigt sind, wie in Fig.
5 und 6 gezeigt. Die Wendetrommel 3 hat eine Trommelwelle 17
mit einem ersten Endabschnitt und einem zweiten Endabschnitt,
die beide koaxial mit zwei Steuernocken 18 jeweils in Form ei
ner Kurvenscheibe gelagert sind, um ein zugehöriges Antriebs
element 14 zu überwachen. Die Antriebselemente 14 umfassen je
weils eine Walze 19, die wahlweise entlang der an der Umfangs
fläche der zugehörigen Steuernocken 18 gebildeten Nockenober
fläche gleitet. Folglich gleiten die Walzen 19 jeweils entlang
der zugehörigen Nockenoberfläche und somit werden die Zahnseg
mente 14 um die jeweiligen Bolzen 16 gedreht und verursachen
die Drehung der Greiferwelle 10 und des Greiferrohres 11. Die
Greifbewegungen der Greifelemente 8 und 9 werden so überwacht.
Insbesondere haben die zwei Steuernocken 18 für jedes An
triebselement 14, wie in Fig. 7 gezeigt, unterschiedliche Noc
kenoberflächen, von denen eine für einen einseitigen Druckvor
gang und die andere für einen zweiseitigen Druckvorgang ausge
bildet ist. Wie in Fig. 8 gezeigt, ist jede Walze 19 zwischen
den zugehörigen Steuernocken 18 axial verschiebbar, um bei ei
nem einseitigen Druckvorgang und einem beidseitigen Druckvor
gang wahlweise an den Nockenoberflächen zu gleiten. Ein weite
res Antriebselement 14 hat die gleiche Ausgestaltung.
Beim einseitigen Druckvorgang ergreifen die Wendegreifer
7, wie in Fig. 5 gezeigt, den vorderen Rand des Blattes 1 an
einem Tangentialpunkt A bezüglich der Vorratstrommel 2, wobei
die ersten und zweiten Greifelemente 8 und 9 freie Enden auf
weisen, die stromabwärts bezogen auf die Drehrichtung der Wen
detrommel 3 weisen. Während der kontinuierlichen Drehung der
Wendetrommel 3 drehen sich die Greifer 7 unter Beibehaltung ih
res Blattgreifzustandes zu einem Tangentialpunkt B bezüglich
der Drucktrommel 4, und fördern das Blatt 1 zu der Drucktrommel
4. Dann werden die Greifer 7 um die Drehachse über einen vorbe
stimmten Winkel Richtung stromaufwärts bezogen auf die Dreh
richtung der Wendetrommel 3 entsprechend den Vektoren 81 ver
schwenkt und drehen sich dann über einen vorherbestimmten Win
kel stromabwärts bezogen auf die Drehrichtung, bevor sie den
Tangentialpunkt A erreichen, um in eine in Fig. 5 gezeigte Po
sition zu gelangen, in welcher sie das ankommende Blatt 1 er
greifen können.
Beim beidseitigen Bedrucken ergreifen die Wendegreifer 7,
wie in Fig. 6 gezeigt, den hinteren Rand des Blattes 1 an dem
Tangentialpunkt A bezüglich der Vorratstrommel 2, wobei die er
sten und zweiten Greifelemente 8 und 9 freie Enden aufweisen,
die stromaufwärts bezogen auf die Drehrichtung der Wendetrommel
3 weisen. Die Greifer werden dann um die Drehachse um etwa 180
Grad Richtung stromabwärts bezogen auf die Drehrichtung der
Wendetrommel 3 verschwenkt und erreichen dann den Tangential
punkt B bezüglich der Drucktrommel 4, nachdem sie ihre Schwenk
bewegung abgeschlossen haben. Die Greifer 7 fördern dann das
Blatt 1 an diesem Punkt zu der Drucktrommel 4 und werden um et
wa 180 Grad Richtung stromaufwärts bezogen auf die Drehrichtung
der Wendetrommel 3 verschwenkt, um erneut freie stromaufwärts
gerichtete Enden an dem Tangentialpunkt A bezüglich der Vor
ratstrommel 2 aufzuweisen.
Die so ausgebildete Druckerpresse mit Blattzuführung
stellt hohe Genauigkeitsanforderungen an die Justierung und
deshalb ist die Fördergenauigkeit des Blattes 1 zur stromab
wärts liegenden Drucktrommel 4 kritisch. Insbesondere, da die
Druckerpresse mit Blattzuführung eine Ausgestaltung vorsieht,
bei der die Wendegreifer 7, während sie das Blatt halten, über
etwa 180 Grad verschwenkbar sind, ist es kritisch, dass die
Wendegreifer 7 während des Greifzustandes jeweils einen Blatt
greifabschnitt der freien Enden der zugehörigen Greifelemente
aufweisen, der genau bezüglich der radialen Richtung der Wende
trommel 3 oder der Dickenrichtung des Blattes 1 am Ende ihrer
Schwenkbewegung ausgerichtet ist.
Folglich wird von jedem Wendegreifer 7 gefordert, dass er
einen Greifabschnitt an einer vorbestimmten Stelle zu jeder
Zeit bei Beendigung der Schwenkbewegung einnehmen muss und dass
er den Greifzustand beibehält, bis er den Blattübergabepunkt
erreicht. In dieser Hinsicht hält die herkömmliche Druckerpres
se mit Blattzuführung, welche die vorbeschriebene Ausgestaltung
aufweist, die Stellung von jedem Wendegreifer 7 mittels der
Steuernocken 18 und der Antriebselemente 14. Diese Ausgestal
tung kann wegen eines möglichen Schlupfes der Antriebselemente
14, der Genauigkeit der zugehörigen Teile oder Bereichen, wie
den Nockenoberflächen und den Walzen 19, Veränderungen bei der
Stellung des Greifabschnittes in jedem Greifer 7 am Ende der
Schwenkbewegung verursachen. Als ein zusätzlicher Nachteil in
der Anordnung, bei der die Phasen der Greiferwelle 10, des
Greiferrohres 11 u. dgl. durch die Antriebselemente 14 u. dgl.
eingehalten werden, kann die Genauigkeit der zugehörigen Teile
oder irgendwelcher anderer Faktoren besonders an den Greifab
schnitten der Greifer 7 hervorgehoben werden. Insbesondere er
zeugt selbst ein geringfügiger Fehler bei der Genauigkeit der
zugehörigen Teile einen großen Unterschied zwischen einem aktu
ellen Greifpunkt und einem vorherbestimmten Punkt, welcher ent
fernt von der Drehachse der Greifer angeordnet ist.
Als ein weiterer Nachteil kann die Zunahme der Greifkraft
zum sicheren Ergreifen des Blattes 1 die Deformation der Grei
felemente 8 und 9 verursachen, die auf einer Veränderung der
Greifpunkte der Greifabschnitt beruht, während die Abnahme der
Greifkraft zur Verschiebung des Blattes in Blattzuführrichtung
oder in Umfangsrichtung der Wendetrommel 3 führen kann.
Deshalb ist die vorliegende Erfindung ausgedacht worden,
um die oben erwähnen Probleme zu lösen. Es ist eine Aufgabe der
vorliegenden Erfindung, eine Druckerpresse mit Blattzuführung
vorzusehen, die in der Lage ist, die Wendegreifer mit hoher Ge
nauigkeit zu positionieren und dadurch eine sehr genaue Justie
rung erreicht.
Der vorliegenden Erfindung zufolge ist eine Druckerpresse
mit Blattzuführung zum beidseitigen Bedrucken eines Blattes
vorgesehen, die Blattwendegreifer umfasst, die auf einer Blatt
wendetrommel gelagert sind, zum Drehen des Blattes auf der
Blattwendetrommel während der Blattförderung von einer strom
aufwärts liegenden Druckeinheit zu einer stromabwärts liegenden
Druckeinheit mittels einer Blattfördereinheit. Die Blattwende
greifer umfassen jeweils ein erstes Greifelement und ein zwei
tes Greifelement, die beide im Verbund miteinander betätigbar
sind, um wahlweise den vorderen Rand oder den hinteren Rand des
Blattes zu ergreifen. Die Greifer sind um eine sich parallel
zur Axialrichtung der Wendetrommel erstreckende Drehachse ver
schwenkbar, bei welcher bei einem beidseitigen Druckvorgang die
Wendegreifer den hinteren Rand des auf einer stromaufwärts lie
genden Vorratstrommel liegenden Blattes ergreifen und das Blatt
von dieser übernehmen, dann das Blatt während einer Schwenkbe
wegung um die Drehachse stromabwärts bezogen auf die Drehrich
tung der Wendetrommel wenden, begleitet von der Drehung der
Wendetrommel, und dann das Blatt zu der stromabwärts liegenden
Druckeinheit fördern. Die so ausgestaltete Druckerpresse um
fasst weiterhin Einstellelemente zum Vorsehen einer radial äu
ßeren Abstützung für einen radial einwärts angeordneten Greifer
von den ersten und zweiten Greifelementen in jedem Greifer be
züglich der Wendetrommel, am Ende der Schwenkbewegung der Wen
degreifer mit dem ergriffenen Blatt in Richtung auf die strom
abwärts liegende Seite bezogen auf die Drehrichtung der Wende
trommel bei einem beidseitigen Druckvorgang, durch direkten
Kontakt zwischen den Einstellelementen und dem radial einwärts
angeordneten Greifer.
Fig. 1 ist eine Draufsicht, die einen wesentlichen Teil
der Druckerpresse mit Blattzuführung zeigt, die wahlweise auf
eine einzelne Seite und auf beiden Seiten eines Blatts drucken
kann.
Fig. 2 ist ein Querschnitt entlang der Linie Q-Q in Fig.
1.
Fig. 3A und 3B sind schematische Ansichten des wesentli
chen Teils der Druckerpresse von der Vorderseite, von denen die
erstere die Bewegung der Wendegreifer bei einem beidseitigen
Druckvorgang zeigt und die letztere deren Bewegung bei einem
einseitigen Druckvorgang.
Fig. 4 ist eine schematische Vorderansicht, die einen we
sentlichen Teil einer herkömmlichen Druckerpresse mit Blattzu
führung zeigt.
Fig. 5 ist eine schematische Vorderansicht, die den we
sentlichen Teil der herkömmlichen Druckerpresse bei einem ein
seitigen Druckvorgang zeigt.
Fig. 6 ist eine schematische Vorderansicht, die den we
sentlichen Teil der herkömmlichen Druckerpresse bei einem beid
seitigen Druckvorgang zeigt.
Fig. 7 ist eine schematische Draufsicht, die den wesent
lichen Teil der herkömmlichen Druckerpresse zeigt.
Fig. 8 ist eine vergrößerte Ansicht des wesentlichen
Teils von Fig. 7.
Eine Ausführungsform einer Druckerpresse mit Blattzufüh
rung zum beidseitigen Bedrucken eines Blattes nach der vorlie
genden Erfindung wird im folgenden mit Hinweis auf die Fig.
1 bis 3 beschrieben, bei denen entsprechende oder gleiche Tei
len mit denen der herkömmlichen Druckerpresse mit den gleichen
Positionsnummern versehen sind, um deren ausführliche Beschrei
bung wegzulassen.
Unter Hinweis auf die Fig. 1 und 2 ist eine Befestigungs
platte 20 an einem Bodenabschnitt einer Aussparung 3a mittels
Schrauben 21 befestigt, welche sich parallel zur Axialerstrec
kung der Wendetrommel 3 erstreckt. Die Aussparung 3a ist über
die gesamte Breite der Wendetrommel 3 in deren axialer Richtung
vorgesehen. Vier Tragelemente 12 sind auf der Befestigungsplat
te 20 in axialer Richtung der Wendetrommel 3 mit Abstand zuein
ander angeordnet. Die Tragelemente 12 nehmen tragend das Grei
ferrohr 11 auf, dessen erstes Ende mit einem Zahnrad 13 verse
hen ist, welches mit dem Zahnsegment eines zugehörigen Antrieb
selementes (nicht gezeigt) kämmt. Die Greiferwelle 10 ist koa
xial und drehbar innerhalb des Greiferrohres 11 angeordnet und
hat ein zweites Ende (d. h., ein Ende gegenüberliegend dem Zahn
rad 13 des Greiferrohres 11), welches mit einem Zahnrad 13 ver
sehen ist, welches mit dem Zahnsegment eines zugehörigen An
triebselementes (nicht gezeigt) kämmt. Das heißt, wie im her
kömmlichen Teil der Beschreibung erläutert, dass der Antrieb
der Greiferwelle 10 und des Greiferrohres 11 unabhängig von
einander über die jeweiligen Antriebselemente kontrolliert wer
den, welche den Greiferöffungs- und -schließmechanismus bilden.
Von den Greifelementen 8 und 9, welche zusammen jeweils
einen Wendegreifer 7 bilden, sind die ersten und zweiten Grei
fer 8 und 9 fest an dem Greiferrohr 11 und der Greiferwelle 10
gelagert. Im Gegensatz zur herkömmlichen Anordnung, wie in Fig.
2 gezeigt, ist am Ende der Drehbewegungen der Greifer das radi
al innere Greifelement 9 an der Greiferwelle 10 befestigt, wäh
rend das radial äußere Greifelement 8 an dem Greiferrohr 11 ge
lagert ist.
Andererseits wird die Wendetrommel 3 in der Richtung des
Pfeils P in Fig. 2 gedreht, und die Befestigungsplatte 20 ist
an einer stromabwärts liegenden Seite der Greiferwelle 10 bezo
gen auf die Drehrichtung der Wendetrommel mit einem Einstelle
lement 22 versehen, welches als Tragabschnitt zur tragenden Un
terstützung der zweiten Greifelemente 9 dient. Wie in Fig. 2
gezeigt, hat das Einstellelement 22 bei stromabwärts in bezug
auf die Drehrichtung der Wendetrommel 3 angelenkten Wendegrei
fern 7 eine obere Oberfläche 22a, welche in einer Position
liegt, die es jedem zweiten radial einwärts angeordneten Greif
element 9 erlaubt, sich mit einer Rückenfläche 9a oder einer
seiner Blattgreiffläche gegenüberliegenden Oberfläche auf der
oberen Oberfläche 22a abzustützen. Mit den auf der oberen Ober
fläche 22a des Einstellelementes 22 lagernden Wendegreifern 7,
weist das von den Wendegreifern 7 erfasste Blatt 1 eine Ober
fläche auf, die im wesentlichen bündig mit der Umfangsoberflä
che der Wendetrommel 3 ist. In dieser Stellung ist das Einstel
lelement 22 an einem inneren Abschnitt der Aussparung 3a bezo
gen auf die Greifabschnitte der Greifer angeordnet, so dass die
zweiten Greifelemente 9, die radial einwärts angeordnet sind,
in Richtung auf die obere Oberfläche 22a des Einstellelementes
22 vorbelastet sind, während das Einstellelement 22 die Rücken
flächen 9a der zweiten Greifelemente 9 unterstützt, und genauer
gesagt, die den die Greifabschnitte bildenden Seiten gegenüber
liegenden Seiten der Rückenflächen 9a.
Das Einstellelement 22 erstreckt sich, wie in Fig. 1 ge
zeigt, über die gesamte Länge der Aussparung 3a und ist paral
lel zur Greiferwelle 10 als Drehachse angeordnet. Die obere
Oberfläche 22a ist flach ausgebildet und hat eine konstante Hö
he bezogen auf die Drehachse. Dementsprechend ruhen alle ent
lang der Aussparung 3a angeordneten Wendegreifer 7 auf der obe
ren Oberfläche 22a des Einstellelementes 22 und weisen Greifab
schnitte auf, die in einer konstanten Höhe oder an konstanten
Greifpunkten angeordnet sind und auf der oberen Oberfläche 22a
aufliegen.
Jetzt folgt die Beschreibung für die Bewegung der Wende
greifer 7. Bei einem beidseitigen Druckvorgang ergreifen die
Wendegreifer 7, wie in Fig. 3A gezeigt, den hinteren Rand des
Blattes 1 an dem Tangentialpunkt A zwischen der Wendetrommel 3
und der Vorratstrommel 2, um das Blatt 1 von der Blattansaug
vorrichtung 6 der Vorratstrommel 2 zu übernehmen. Deshalb wei
sen die Wendegreifer 7 schon bevor sie den Blattgreifpunkt oder
den Tangentialpunkt A erreichen stromabwärts bezogen auf die
Drehrichtung der Wendetrommel 3 weisende Greifabschnitte auf.
Unterstützt durch die Drehung der Wendetrommel 3 werden
die Greifelemente 7 mit dem Blatt 1 dann stromabwärts bezogen
auf der Drehrichtung der Wendetrommel 3 verschwenkt, und sie
beenden ihre Schwenkbewegungen bevor, sie den Tangentialpunkt B
bezüglich der Drucktrommel 4 erreichen. Am Ende der Schwenkbe
wegungen ruhen die zweiten Greifelemente 9, die radial einwärts
angeordnet sind, auf der oberen Oberfläche 22a des Einstellele
mentes 22, um von der radialen Innenseite über die obere Ober
fläche 22a unterstützt zu werden, wodurch die Greifabschnitte
oder der Greifpunkt festgelegt ist. In dieser Stellung werden
die zweiten Greifelemente 9, die radial einwärts angeordnet
sind, in Richtung auf das Einstellelement 22 über ein zugehöri
ges Antriebselement vorbelastet, während die ersten Greifele
mente, die radial auswärts angeordnet sind, ebenfalls in Rich
tung auf die zweiten Greifelemente 9 über eine Federkraft oder
eine Vorspannkraft, die aus der Greifkraft resultiert, vorbela
stet werden. Somit erreichen die Greifer 7 den Förderpunkt un
ter Beibehaltung des so stabilisierten Greifzustandes und för
dern das Blatt 1 zur Drucktrommel 4 zum Förderpunkt in einer
stabilisierten Weise ohne unbeabsichtigte Bewegungen.
Die Wendegreifer 7 fördern dann das Blatt 1 zum Druckele
ment 4 zum Förderpunkt, indem die ersten und zweiten Greifele
mente 8 und 9 geöffnet werden, und dann werden sie um ungefähr
180 Grad stromaufwärts bezogen auf die Drehrichtung der Wende
trommel 3 geschwenkt, während die ersten und zweiten Greifele
mente geöffnet bleiben. Am Übernahmepunkt werden die ersten und
zweiten Greifelemente 8 und 9 geschlossen, um die hintere Kante
des Blattes 1 zu ergreifen, und dann werden die Greifer 7 er
neut um etwa 180 Grad stromabwärts bezogen auf die Drehrichtung
der Wendetrommel 3 geschwenkt. Da die Wendegreifer 7 durch das
Einstellelement 22 positioniert sind, können sie konstante
Blattgreifpunkte einhalten und dadurch eine hochgenaue Justie
rung sicherstellen, selbst wenn die Wendegreifer 7 mit dem
Blatt dem wiederholten Verschwenken stromabwärts bezogen auf
die Drehrichtung ausgesetzt sind. Da das Einstellelement 22 da
zu entworfen ist, das zweite Greifelement 9 durch einen direk
ten Kontakt zu positionieren, wird eine höhere Positionierge
nauigkeit verglichen mit einer anderen Anordnung, bei der die
Positioniergenauigkeit von einer Justierung der Zahnräder und
anderer zugehöriger Teile abhängt, erreicht. Zusätzlich liegen
die Berührungspunkte des Einstellelementes 22 nicht entfernt
von den Greifabschnitten, sondern liegen an der Hinterkante der
Greifabschnitte, so dass eine genauere Positionierung erreicht
wird. Weiterhin werden, selbst wenn die ersten und zweiten
Greifelemente 8 und 9 infolge von Greifkräften o. dgl. gewalt
sam verzogen, verbogen oder verkrümmt werden, die Greifab
schnitte oder -punkte der Greifer stabilisiert oder kaum ver
schoben, da das Einstellelement 22 die Greifabschnitte über ih
re radial inneren Seiten permanent abstützt.
Andererseits ist das Einstellelement 22 auch bei einem
einseitigen Druckvorgang wirksam. Insbesondere lagern, wie in
Fig. 3B gezeigt, die zweiten Greifelemente 9, die zu diesem
Zeitpunkt radial einwärts gelagert sind, auf dem Einstellele
ment 22 zum Empfang des Blattes 1, nachdem die Wendegreifer 7
den führenden Rand des Blattes 1 ergriffen und das Blatt von
den Greifern 5 der Vorratstrommel 2 am Übernahmepunkt übernom
men haben. Die Wendegreifer 7 werden dann ununterbrochen in ei
ner konstanten Höhe von dem Einstellelement 22 ausgerichtet,
indem sie während des ganzen Weges vom Übernahmepunkt zum För
derpunkt auf dem Einstellelement 22 lagern.
Die Greifer 7 haben dann geöffnete erste und zweite Grei
felemente 8 und 9, um das Blatt 1 zum Druckelement 4 zum För
derpunkt zu fördern, werden einmal um etwa 120 Grad stromauf
wärts bezogen auf die Drehrichtung der Wendetrommel 3 in geöff
netem Zustand verschwenkt, werden, bevor sie den Übernahmepunkt
erreichen, zurückgeschwenkt, d. h. stromabwärts bezogen auf die
Drehrichtung, und erreichen den Übernahmepunkt, an welchem die
das Blatt 1 ergreifen und erneut durch das Einstellelement 22
positioniert werden. Es ist offenbar, dass selbst beim einsei
tigen Druckvorgang das Einstellelement 22 kontinuierlich die
Greifabschnitte auf einer konstanten Höhe während des Weges vom
Übernahmepunkt zum Förderpunkt oder während der Greifer das
Blatt 1 ergreift positioniert, so dass die Greifpunkte stabili
siert werden können. So ist eine sehr genaue Justierung mög
lich.
Bei dieser Ausgestaltung werden alle Wendegreifer 7 von
nur einem Einstellelement 22 positioniert. Aber es ist möglich,
mehr als ein Einstellelement 22 bereitzustellen, um den jewei
ligen Wendegreifern 7 zu entsprechen. Auch können die Form und
der Kontaktpunkt der Einstellelement 22 und/oder irgendwelche
anderen Anordnungen hinsichtlich des Tragbereichs zur unter
stützenden Lagerung der Greifer verändert werden, ohne den
Geist und dem Umfang der vorliegenden Erfindung zu verlassen.