DE10050158A1 - Bauteilverbindung - Google Patents
BauteilverbindungInfo
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Abstract
Es wird eine Bauteilverbindung zwischen einem Abgaskrümmer und einem im Abgaswege eines Fahrzeugmotors liegenden Abgasturbolader beschrieben, bei der der Abgaskrümmer und ein Gehäuse des Abgasturboladers ineinander gesteckt sind und in einem Bereich einer sich dadurch gebildeten Verbindung miteinander verschweißt sind.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Bauteilverbin
dung zwischen einem Abgaskrümmer und einem im Abgaswege eines
Fahrzeugmotors liegenden Abgasturbolader gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
Aus der Praxis allgemein bekannte Abgasturbolader nutzen die
sonst verlorene Strömungsenergie der Abgase, um Frischgase in
die Zylinder zu fördern. Ein Abgasturbolader weist in einem
Abgasturboladergehäuse im wesentlichen einen Kompressor und
eine Turbine auf, die miteinander üblicherweise über eine Wel
le verbunden sind. Beim Betrieb des Fahrzeuges werden die Ab
gase in Form von Druckwellen derart genutzt, daß sie zu der
Turbine geleitet werden, wobei sie diese und damit auch die
Welle antreiben. Über die Welle wird dann der Kompressor ange
trieben, der dazu eingesetzt wird, die dem Motor zugeführte
Ansaugluft vorzuverdichten, also in den Motorraum zu pressen.
Ein solcher Abgasturbolader ist wiederum mit einem Abgaskrüm
mer verbunden, um die Abgase aus dem Motorraum herauszuleiten.
Bezüglich der Verbindung zwischen Abgaskrümmer und Abgasturbo
ladergehäuse ist es aus der Praxis bekannt, den Abgaskrümmer
und das Abgasturboladergehäuse aus einem Gußstück herzustel
len.
Um jedoch das Abgasturboladergehäuse und den Abgaskrümmer aus
einem Gußteil zu fertigen, ist der Vorgang des Gießens relativ
aufwendig, da komplizierte Gießformen erzeugt werden müssen.
Darüber hinaus hat es sich auch als nachteilig erwiesen, daß
für unterschiedliche Fahrzeugmodelle in der Regel auch das
Gußteil Abgasturbolader-Abgaskrümmer vollständig anders ge
formt sein muß und daher das gesamte Teil jeweils in einem ge
sonderten Verfahren hergestellt werden muß.
Somit handelt es sich hierbei natürlich um eine sehr kostenin
tensive Lösung, weil die Werkzeugkosten sehr hoch liegen, für
jeden Fahrzeugtyp eine andere Gestaltung der Bauteilkombina
tion notwendig ist, und bei einer Reparatur immer der Abgas
krümmer gemeinsam mit dem Abgasturboladergehäuse ausgetauscht
werden muß.
Eine andere Möglichkeit der Verbindung dieser Bauteile, wobei
der Abgaskrümmer und das Abgasturboladergehäuse gesondert her
gestellt und danach sehr fest und dicht miteinander verbunden
werden, stellt die ebenfalls aus der Praxis bekannte stirnsei
tige Bauteilverbindung dar.
Eine stirnseitige Bauteilverbindung zwischen einem Abgaskrüm
mer und einem im Abgaswege eines Fahrzeugmotors liegenden Ab
gasturboladers wird z. B. geschaffen, indem die einander gegen
überliegenden Stirnseiten der zu verbindenden Bauteile über
Verschraubungen verspannt werden, die jeweils durch einen in
eines der Bauteile einschraubbaren Schraubstift und eine gegen
einen eine stirnseitige Verbreiterung bildenden Flansch abge
stützte Spannmutter gebildet sind.
Diese an einen Abgaskrümmer stirnseitig angeschraubten Abgas
turbolader weisen jedoch den Nachteil auf, daß bei Verwendung
von Stiftverschraubungen häufig die Zugänglichkeit zu den auf
den = = freien Enden der Stifte aufzuschraubenden Muttern schwie
rig ist. Insbesondere ist eine Maschinenzugänglichkeit häufig
nicht gegeben, so daß die Schraubverbindungen in herkömmlicher
Weise manuell auch in der Serienproduktion hergestellt werden
müssen. Dies ist unerwünscht, im Rahmen der Serienproduktion
zu zeitaufwendig und darüber hinaus auch störend.
Die deutsche Patentschrift DE 196 45 384 löst dieses Problem
dadurch, daß der Flansch für den Abgaskrümmer sich lediglich
über einen Teil von dessen Umfang erstreckt, wobei von mehre
ren Verschraubungen wenigstens eine entgegengesetzt zu den an
deren angeordnet ist, und zwar derart, daß sie mit ihrem
Schraubstift in den flanschlosen Teil des Abgaskrümmers einge
schraubt ist und sich mit ihrer Mutter gegen den Flansch des
Abgasturboladers abstützt.
Bei einer solchen stirnseitigen Bauteilverbindung verbleibt
jedoch der Nachteil, der auch allen anderen stirnseitigen Bau
teilverbindungen anhaftet, daß ein erhöhter Platzbedarf not
wendig wird, da die Flansche zum einen am Krümmer und zum an
deren am Abgasturbolader angebracht sein müssen und z. B. je
weils 8 mm bis 10 mm zusätzlichen Bauraum beanspruchen. Der
Abgasturbolader muß dabei um die Höhe der Flansche versetzt
angeordnet werden, wodurch das ganze Bauteil verlängert wird.
Um das Bauteil wieder entsprechend verkürzen zu können, gab es
in der Praxis auch Versuche, die Turbine des Abgasturboladers
in den Abgaskrümmer zu integrieren, um dadurch Platz einsparen
zu können.
Eine solche Ausgestaltung erfordert jedoch einen erheblichen
konstruktiven Aufwand und ist daher mit hohen Kosten, insbe
sondere auch bei der Montage, verbunden.
Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Bauteilverbindung zwischen einem Abgaskrümmer und einem
Gehäuse eines Abgasturboladers bereitzustellen, die möglichst
wenig zusätzlichen Bauraum im Fahrzeug erfordert und dennoch
kostengünstig und einfach herzustellen ist.
Diese Aufgabe wird bei einer Bauteilverbindung der eingangs
näher bezeichneten Art durch die Merkmale des Patentanspruches
1 gelöst.
Es wird nun also eine Verbindung der Bauteile Abgaskrümmer und
Abgasturbolader derart vorgeschlagen, daß der Abgaskrümmer und
ein Gehäuse des Abgasturboladers ineinander gesteckt sind und
in einem Bereich einer sich dadurch gebildeten Verbindung mit
einander verschweißt sind.
Eine solche Bauteilverbindung ist sehr einfach bereitzustel
len, da keine aufwendige Verschraubung notwendig ist. Vorteil
hafterweise sind im Vergleich zu den mit Verschraubungen ver
sehenen Bauteilverbindungen hier auch weniger maßgenaue Berei
che an den Verbindungsstellen der Bauteile herzustellen.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, daß der Abgaskrümmer
und der Abgasturbolader bzw. dessen Gehäuse als verschiedene
Bauteile ausgebildet sind, denn damit ist eine größere Varia
bilität bei verschiedenen Fahrzeugtypen möglich. In der Praxis
bedeutet dies, daß bei konstruktiven Änderungen, welche nur
eines der Bauteile Abgaskrümmer oder Abgasturbolader betref
fen, nicht zwangsläufig die gesamte Baueinheit verändert wer
den muß. Vielmehr ist es ausreichend, eine z. B. für einen neu
en Fahrzeugtyp erforderliche Abänderung bei nur einem Bauteil
vorzunehmen, während das andere belassen werden kann. Dies hat
auch erhebliche Vorteile im Reparaturbetrieb, da die vorgehal
tenen Ersatzteile bei Modelländerungen nicht vollständig aus
gewechselt werden müssen und die Kosten bei der Lagerhaltung,
aber auch bei der Reparatur selbst deutlich gesenkt werden
können.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Er
findung ist der Abgasturbolader aus Stahlguß ausgebildet. Wenn
auch der Abgaskrümmer aus Stahlguß ausgebildet ist, so ist ein
einfaches Verschweißen der beiden Bauteile miteinander mög
lich, da Stahlguss sehr einfach und genau schweißbar ist.
Bei einer derartigen Ausgestaltung müssen der Abgasturbolader
und der Abgaskrümmer nicht unbedingt aus demselben Material
ausgebildet sein. So könnte es beispielsweise sein, daß der
Krümmer, an den keine so hohen Werkstoffanforderungen gestellt
werden, aus einem billigeren Material, wie einem Stahlguß ge
ringerer Güte, hergestellt wird, und der Abgasturbolader aus
einem hochwertigeren Stahl gegossen wird.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegen
standes der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen,
der Beschreibung und der Zeichnung.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Bau
teilverbindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in
der folgenden Beschreibung prinzipmäßig näher erläutert. Die
einzige Figur der Zeichnung zeigt dabei schematisch die Ver
bindung zwischen einem Abgaskrümmer und einem Gehäuse eines
Abgasturboladers in einer Seitenansicht, wobei der Bereich der
Verbindung selbst teilweise geschnitten dargestellt ist.
In der Figur ist ein Abgasturbolader 1 und ein mit diesem ver
bundener Abgaskrümmer 2 dargestellt, welche über eine Bauteil
verbindung 3 miteinander verbunden sind und in einem nicht
weiter dargestellten Abgasweg eines Fahrzeuges angeordnet
sind.
Von dem teilweise dargestellten Abgasturbolader 1, dessen
Drehachse 4 senkrecht zur Zeichenebene steht, ist in der ge
zeigten stirnseitigen Ansicht im wesentlichen nur ein Gehäuse
6 eines Turbinenrades sichtbar. Koaxial zu dem Gehäuse 6 des
Turbinenrades, und damit hier weitestgehend verdeckt, liegt
ein Verdichterrad mit zugehörigem Gehäuse, von dem aus ein An
saugstutzen 5 nach oben ragt, über den die Verbindung zur
Saugseite eines nicht weiter dargestellten Verbrennungsmotors
des Fahrzeugs hergestellt wird.
Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel wird von üblichen An-
und Einbauverhältnissen ausgegangen, die insbesondere bei be
reits in das Fahrzeug eingebautem Motor oft schwierig sind, da
die Zugänglichkeit der Teile unter den gegebenen beengten
Raumverhältnissen nur eingeschränkt möglich ist. So ist es
insbesondere problematisch, wenn Motoren im Rahmen der Lei
stungssteigerung oder von Modellpflegemaßnahmen erst nachträg
lich mit Abgasturboladern ausgestattet werden. Vor dem Hinter
grund dieser schwierigen Einbauverhältnisse ist das in der Fi
gur dargestellte Ausführungsbeispiel zu sehen.
Betrachtet man die Bauteilverbindung 3 näher, so ist ersicht
lich, daß das Gehäuse 6 des Turbinenrades einen in Richtung
des Abgaskrümmers 2 ragenden Stutzen 7 aufweist. In diesen
Stutzen 7 ist ein Anschlußstutzen 8 des Abgaskrümmers 2 einge
steckt, wobei der Anschlußstutzen 8 mit einem Absatz ausgebil
det ist, um auf dem Stutzen 7 des Abgasturboladers 1 stirnsei
tig zur Anlage zu kommen.
In einer alternativen Ausgestaltung zu dem gezeigten Ausfüh
rungsbeispiel wäre es jedoch auch denkbar, daß der Stutzen des
Abgasturboladers in den Anschlußstutzen des Abgaskrümmers ge
steckt wird und die Stutzen hierfür entsprechend ausgebildet
sind.
Werden nun gemäß der gezeigten Ausführungsform der Stutzen 7
des Abgasturboladers 1 und der Anschlußstutzen 8 des Abgas
krümmers 2 ineinandergesteckt, wird danach durch Aufbringen
einer Schweißnaht 9 von außen die Bauteilverbindung 3 herge
stellt. Durch die Verschweißung wird zwischen den beiden Tei
len, nämlich dem Abgasturbolader 1 und dem Abgaskrümmer 2, ei
ne hochfeste dauerhafte Verbindung geschaffen, die nicht nur
sehr dicht ist, sondern auch bei höheren Temperaturen von z. B.
1100°C, wie sie in diesem Bereich häufiger auftreten, bestän
dig ist.
Um die Schweißnaht 9 besonders einfach gestalten zu können,
sollten der Abgasturbolader 1 und/oder der Abgaskrümmer 2 zu
mindest im Bereich ihrer Verbindung 3 aus einem gut schweißba
ren Material gebildet sein.
Dabei hat es sich als ganz besonders vorteilhaft erwiesen,
wenn zumindest die Stutzen oder insgesamt sowohl der Abgastur
bolader 1 als auch der Abgaskrümmer 2 aus einem Stahlguß ge
bildet sind. Vorliegend ist der Abgasturbolader 1 aus einem
hochwertigeren Stahlguß gebildet ist, der höheren Werkstoffan
forderungen genügt, während der Abgaskrümmer 2 aus einem ko
stengünstigeren Stahlguß gebildet ist.
Dadurch, daß der Abgaskrümmer 2 und der Abgasturbolader 1 bei
einer erfindungsgemäßen Bauteilverbindung 3 als getrennte Bau
teile gegossen werden, sind für die Herstellung dieser wenig
Kerne beim Gießen notwendig, was insbesondere aus prozeßökono
mischen Gründen, z. B. auch hinsichtlich eines geringen Aus
schusses, und damit auch aus Kostengründen sehr vorteilhaft
ist.
Claims (5)
1. Bauteilverbindung zwischen einem Abgaskrümmer und einem im
Abgaswege eines Fahrzeugmotors liegenden Abgasturbolader,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abgaskrümmer (2) und ein Gehäuse (6) des Abgastur
boladers (1) ineinander gesteckt sind und in einem Bereich
einer sich dadurch gebildeten Verbindung (3) miteinander
verschweißt sind.
2. Bauteilverbindung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abgaskrümmer (2) einen Anschlußstutzen (8) auf
weist, der über die Verbindung (3) mit einem Stutzen (7) an
einem Gehäuse (6) eines Turbinenrades des Abgasturboladers
(1) dauerhaft verbunden ist.
3. Bauteilverbindung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (6) des Abgasturboladers (1) zumindest im
Bereich der Verbindung (3) aus einem Stahlguß gebildet ist.
4. Bauteilverbindung nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abgaskrümmer (2) zumindest im Bereich der Verbin
dung (3) aus einem Stahlguß gebildet ist.
5. Bauteilverbindung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zumindest im Bereich der Verbindung (3) des Abgas
turboladers (1) verwendete Stahlguß eine höhere Güte auf
weist als der zumindest im Bereich der Verbindung (3) des
Abgaskrümmers (2) verwendete Stahlguß.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10050158A DE10050158A1 (de) | 2000-10-11 | 2000-10-11 | Bauteilverbindung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10050158A DE10050158A1 (de) | 2000-10-11 | 2000-10-11 | Bauteilverbindung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10050158A1 true DE10050158A1 (de) | 2002-04-18 |
Family
ID=7659279
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10050158A Ceased DE10050158A1 (de) | 2000-10-11 | 2000-10-11 | Bauteilverbindung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10050158A1 (de) |
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-
2000
- 2000-10-11 DE DE10050158A patent/DE10050158A1/de not_active Ceased
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: DAIMLERCHRYSLER AG, 70327 STUTTGART, DE |
|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: DAIMLER AG, 70327 STUTTGART, DE |
|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: IHI CHARGING SYSTEMS INTERNATIONAL GMBH, 69126, DE |
|
| R016 | Response to examination communication | ||
| R016 | Response to examination communication | ||
| R002 | Refusal decision in examination/registration proceedings | ||
| R003 | Refusal decision now final |
Effective date: 20120228 |