DE10050893A1 - Führungskörper für einen mechanischen Betätigungszug - Google Patents
Führungskörper für einen mechanischen BetätigungszugInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf einen Führungskörper für einen mechanischen Betätigungszug mit einer Drahtspirale (1). Der Draht (5) der Drahtspirale (1) weist einen Querschnitt (11) mit mindestens einer Materialvertiefung beziehungsweise -verjüngung (4) auf. Hierdurch erhält der Führungskörper ein deutlich geringeres Eigengewicht als herkömmliche Führungskörper (Figur 1).
Description
Die Erfindung betrifft einen Führungskörper für einen
mechanischen Betätigungszug mit einer Drahtspirale.
Betätigungszüge gibt es in den unterschiedlichsten Bauarten,
deren Variationen sowohl im Führungskörper als auch im
Zugkörper zu finden sind. Die kennzeichnenden Merkmale der
Führungskörper liegen dabei nicht nur im konstruktiven Aufbau,
sondern auch in den Werkstoffpaarungen. Als
Führungskörperwerkstoffe kommen Runddraht, Flachdraht oder
Kunststoffrohre in Betracht. Um den Führungskörper vor
mechanischer und/oder thermischer Belastung durch den
Zugkörper selbst oder durch die Umgebung zu schützen, sind
Variationen von Führungskörpern bekannt, die ein flexibles
Innenrohr aufweisen und/oder mit einem Kunststoffmantel
beschichtet sind. Allen bekannten Betätigungszügen ist gemein,
daß sie, besonders wenn eine Übertragung auf längere Strecken
erfolgt, ein beachtliches Eigengewicht aufweisen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen
Führungskörper für einen mechanischen Betätigungszug
bereitzustellen, der ein deutlich geringeres Eigengewicht
aufweist als die herkömmlichen Führungskörper und zudem eine
Materialeinsparung gewährleistet.
Diese Aufgabe wird im wesentlichen dadurch gelöst, daß der
Draht der Drahtspirale einen Querschnitt mit mindestens einer
Materialvertiefung beziehungsweise -verjüngung aufweist.
Dadurch ist eine Gewichtsreduzierung des Drahtes und damit des
Führungskörpers sichergestellt, wobei gleichzeitig auch eine
Einsparung an Drahtmaterial gewährleistet ist.
Nach einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist die die mindestens eine Materialvertiefung beziehungsweise
-verjüngung im wesentlichen spiegelsymmetrisch zu einer
Mittelachse des Drahtquerschnitts angeordnet. Beim Betätigen
des mechanischen Betätigungszuges ist durch diese Maßnahme
eine gleichmäßige Kräfteverteilung von einer Windung der
Drahtspirale auf benachbarte Windungen gewährleistet.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Draht auf
gegenüberliegenden Seiten jeweils mindestens eine
Materialvertiefung beziehungsweise Verjüngung aufweist.
Dadurch wird eine weitere Gewichtsreduzierung des Drahtes und
damit des Führungskörpers sowie eine zusätzliche Einsparung an
Drahtmaterial erzielt.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist der
Draht zu benachbarten Windungen hin abgerundete Bereiche auf.
Der Führungskörper erhält somit beim Betätigen des
mechanischen Betätigungszuges eine verbesserte Beweglichkeit,
da die abgerundeten Bereiche benachbarter Windungen aneinander
leichtgängig gleiten können und die mechanischen
Reibungskräfte dadurch minimiert werden. Weiterhin wird
hierdurch ein Übereinschieben der Windungen vermieden.
Es besteht die Möglichkeit, die Drahtspirale aus einem
profilierten Draht zu bilden.
Es kann aber auch eine Spirale verwendet werden, die aus einem
Metallband gebildet ist, welches umgebogene Seitenränder
aufweist. Auch dieser Führungskörper läßt sich kostengünstig
herstellen. Beim Umbiegen der Seitenränder entstehen
abgerundete Bereiche, so daß benachbarte Windungen reibungsarm
gegeneinander verschieblich sind.
Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung, besteht der
profilierte Draht beziehungsweise das Metallband aus Stahl.
Die Ausführungsform aus Stahl weist eine hohe mechanische
Stabilität auf und ist in unterschiedlichsten
Anwendungsbereichen einsetzbar.
Um eine weitere Gewichtsreduzierung des Führungskörpers zu
erzielen, kann die Drahtspirale aus Leichtmetall, insbesondere
aus Aluminium, bestehen.
Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
besteht die Drahtspirale aus Kunststoff. Die mechanischen
Eigenschaften von Kunststoff gewähren in gleicher Weise ein
sicheres Funktionieren des Führungskörpers bei gleichzeitig
geringem Gewicht.
Nach einem weiteren vorteilhaften Gedanken der Erfindung weist
der Führungskörper eine flexible Innenauskleidung auf. Dieses
trennt die Wicklung des Führungskörpers von dem Zugkörper des
Betätigungszuges. Dadurch wird die Gleitfähigkeit des
Zugkörpers verbessert und das Eindringen von Feuchtigkeit
verhindert, was eine längere Funktionsdauer des
Betätigungszuges gewährleistet und dessen vorzeitiges Altern
verhindert.
Vorteilhafterweise weist der Führungskörper auch eine
Ummantelung auf, die insbesondere dem Schutz gegen Eindringen
von Feuchtigkeit dient und zusätzlich auch mechanischen und
thermischen Belastungen des Führungskörpers entgegenwirken
soll.
Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten
der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung der Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen.
Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich
dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger sinnvoller
Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, auch
unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder
deren Rückbeziehung.
Es zeigen:
Fig. 1 eine mögliche Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Führungskörpers,
Fig. 2 den Querschnitt des Drahtes des Führungskörpers nach
Fig. 1 und
Fig. 3 eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Führungskörpers.
Der Führungskörper 8 gemäß Fig. 1 weist eine Drahtspirale
auf, die durch einen profilierten, eine Materialvertiefung
beziehungsweise -verjüngung 4 aufweisenden Draht 5 gebildet
ist. Bei dem hier gewählten Ausführungsbeispiel befindet sich
die Materialvertiefung beziehungsweise -verjüngung 4 an der
Außenwandung 13 des Führungskörpers 8.
Wie insbesondere Fig. 2 zu entnehmen, ist die
Materialvertiefung 4 im wesentlichen spiegelsymmetrisch zu
einer Mittelachse 7 des Querschnitts 11 angeordnet.
Selbstverständlich ist es auch möglich, die Materialvertiefung
beziehungsweise -verjüngung 4 alternativ oder zusätzlich an
der radial inneren Wandung 12 des Führungskörpers 8
Materialverjüngungen 4 vorzusehen.
Um eine gute Flexibilität des Führungskörpers zu
gewährleisten, sollten die Kontaktflächen benachbarter
Windungen 9, 10 mit abgerundeten Bereichen 2, 3 ausgebildet
sein, welche beim Betätigen des Betätigungszuges oder auch
beim Verlegen aneinander gleiten können. Es treten keine
großen Reibungskräfte zwischen den einzelnen Windungen 9, 10
des Führungskörpers 8 beim Verlegen und auch beim Betätigen
des Betätigungszuges auf. Zusätzlich wird hierdurch ein
Übereinanderschieben der Windungen 9, 10 vermieden.
Die Drahtspirale 1 gemäß Fig. 3 ist aus einem Metallband
hergestellt, welches umgebogene Seitenränder 14, 15 aufweist.
Dadurch sind wiederum abgerundete Bereiche 2, 3 gebildet, so
daß die benachbarte Windungen 9, 10 der Wicklung 1 bei
Bewegungen des Führungskörpers 8 aneinander gleiten können.
Durch die umgebogenen Seitenränder 14, 15 erhält das
Metallband 6 einen Querschnitt, welcher ebenfalls eine
Materialverjüngung beziehungsweise -vertiefung 4 und eine
ausreichende Festigkeit aufweist.
Als Drahtmaterial kommt üblicherweise Metall, beispielsweise
Stahl zum Einsatz. Es können aber auch Leichtmetalle verwendet
werden, vor allem Aluminium, um eine weitere
Gewichtsreduzierung zu erzielen.
Denkbar ist auch, eine Spirale 1 aus einem Kunststoff
herzustellen.
1
Drahtspirale
2
abgerundeter Bereich
3
abgerundeter Bereich
4
Materialverjüngung/Materialvertiefung
5
Draht
6
Metallband
7
Mittelachse
8
Führungskörper
9
Windung
10
Windung
11
Querschnittsprofil
12
Innenwandung
13
Außenwandung
14
Seitenrand
15
Seitenrand
Claims (11)
1. Führungskörper für einen mechanischen Betätigungszug mit
einer Drahtspirale (1), dadurch gekennzeichnet, daß der
Draht (5) der Drahtspirale (1) einen Querschnitt (11) mit
mindestens einer Materialvertiefung beziehungsweise
-verjüngung (4) aufweist.
2. Führungskörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die mindestens eine Materialvertiefung beziehungsweise
-verjüngung (4) im wesentlichen spiegelsymmetrisch zu einer
Mittelachse (7) des Querschnitts (11) angeordnet ist.
3. Führungskörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Draht (5) auf gegenüberliegenden
Seiten jeweils mindestens eine Materialvertiefung
beziehungsweise -verjüngung (4) aufweist.
4. Führungskörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Draht (5) zu benachbarten
Windungen (9, 10) hin abgerundete Bereiche (2, 3) aufweist.
5. Führungskörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drahtspirale (1) aus profiliertem
Draht (5) gebildet ist.
6. Führungskörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drahtspirale (1) aus einem
Metallband (6) mit umgebogene Seitenränder (14, 15)
gebildet ist.
7. Führungskörper nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drahtspirale (1) aus Stahl besteht.
8. Führungskörper nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drahtspirale (1) aus Leichtmetall,
insbesondere aus Aluminium, besteht.
9. Führungskörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drahtspirale (1) aus Kunststoff
besteht.
10. Führungskörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskörper (8) ein
flexibles Innenrohr aufweist.
11. Führungskörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskörper (8) eine
Ummantelung aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000150893 DE10050893C2 (de) | 2000-10-13 | 2000-10-13 | Außenhülle für einen mechanischen Betätigungszug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000150893 DE10050893C2 (de) | 2000-10-13 | 2000-10-13 | Außenhülle für einen mechanischen Betätigungszug |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10050893A1 true DE10050893A1 (de) | 2002-04-25 |
| DE10050893C2 DE10050893C2 (de) | 2003-01-30 |
Family
ID=7659742
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000150893 Expired - Lifetime DE10050893C2 (de) | 2000-10-13 | 2000-10-13 | Außenhülle für einen mechanischen Betätigungszug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10050893C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10320677B4 (de) * | 2003-05-08 | 2009-07-30 | Fico Cables, Lda. | Seilzugsystem |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2087876A (en) * | 1933-10-19 | 1937-07-20 | American Steel & Wire Co | Annular strand |
| US3085406A (en) * | 1962-02-20 | 1963-04-16 | Stewart Warner Corp | Flexible shaft assembly |
| US3152459A (en) * | 1963-02-11 | 1964-10-13 | Stewart Warner Corp | Interlocking flexible casing |
| US4265140A (en) * | 1978-06-15 | 1981-05-05 | Shimano Industrial Company, Limited | Operating cable |
| DE20000430U1 (de) * | 2000-01-07 | 2000-04-13 | United Parts FHS Automobil Systeme GmbH, 37586 Dassel | Seilzughülle |
-
2000
- 2000-10-13 DE DE2000150893 patent/DE10050893C2/de not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE10050893C2 (de) | 2003-01-30 |
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