DE10050585A1 - Gurtkasten - Google Patents
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Abstract
Gurtkasten in der Form eines in eine Wand (16) einzulassenden Gehäuses (12) zur Aufnahme eines Gurtaufrollers (14) für einen Rolladen, mit Befestigungskörpern (28), an denen eine Blende (20) des Gurtaufrollers mit selbstschneidenden Schrauben (30) anschraubbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungskörper (28) aus Kunststoff bestehen.
Description
Die Erfindung betrifft einen Gurtkasten in der Form eines in eine Wand einzu
lassenden Gehäuses zur Aufnahme eines Gurtaufrollers für einen Rolladen, mit
Befestigungskörpern, an denen eine Blende des Gurtaufrollers mit selbstschnei
denden Schrauben anschraubbar ist.
Das Gehäuse eines solchen Gurtkastens besteht üblicherweise aus einen hohlen
Formstein, in den bereits bei der Herstellung Befestigungskörper aus Holz mit
eingeformt werden. Der Gurtkasten wird dann so in die Wand eines Gebäudes
eingemauert, daß sein zur Aufnahme des Gurtaufrollers dienender Hohlraum
zur Gebäudeinnenseite hin offen ist. Die als Befestigungskörper dienenden Holz
klötze liegen dann an den oberen und unteren Enden der Öffnung des Gehäuses
und greifen in Hinterschneidungen des Formsteins ein, so daß sie zugfest in
dem Gehäuse gehalten sind. Beim Verputzen der Wand werden die Öffnung des
Gehäuses und die daran angrenzenden Befestigungskörper ausgespart, so daß
später der an der Blende sitzende Gurtaufroller in das Gehäuse eingeführt und
die Blende mit selbstschneidenden Holz- oder Spanplattenschrauben lagerichtig
an den Holzklötzen befestigt werden kann.
Wenn der Wohnraum neu tapeziert wird, muß die Blende mit dem daran gehal
tenen Gurtaufroller vorübergehend abgenommen und nach dem Tapezieren wie
der angeschraubt werden, damit die neue Tapete wieder durch die Blende abge
deckt wird. In diesem Zusammenhang tritt bei den herkömmlichen Gurtkästen
das Problem auf, daß die Schrauben keinen festen Halt in den Holzklötzen mehr
haben, wenn sie mehrmals gelöst und dann wieder angezogen wurden. Außer
dem kommt es häufig vor, daß die Holzklötze sich durch die mit fortschreitender
Trocknung einhergehende Schwindung lockern, so daß der Abstand der Schrau
benlöcher in den Holzklötzen nicht mehr zum Lochabstand der Blende paßt.
Hierdurch wird das Wiederanschrauben der Blende zusätzlich erschwert und die
Abnutzung und Aufweitung der Schraubenlöcher in den Holzklötzen beschleu
nigt.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, einen Gurtkasten zu schaffen, der es er
möglicht, die Blende de Gurtaufrollers wiederholt zu lösen und lagerichtig und
sicher wieder zu befestigen.
Diese Aufgabe wird bei einem Gurtkasten der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß die Befestigungskörper aus Kunststoff bestehen.
Die Verwendung von Befestigungskörpern aus Kunststoff hat den Vorteil, daß
anders als bei Holzklötzen keine feuchtigkeitsabhängigen Verformungen eintre
ten und daß das Kunststoffmaterial insgesamt eine höhere Festigkeit aufweist,
so daß die einmal eingeschnittenen Gewinde nicht so leicht ausbrechen oder
überdreht werden und die Schrauben sich auch nach mehrmaligem Lösen wie
der fest in die alten Gewindelöcher einschrauben lassen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprü
che.
Bevorzugt sind die Befestigungskörper durch in Einschraubrichtung verlaufende
Kanäle vorgeschwächt, damit der Einschraubwiderstand beim erstmaligen Ein
dringen der Schrauben nicht zu groß wird. Beispielsweise können die Befesti
gungskörper als spreizdübelartige Elemente gestaltet sein, die sich beim Eindre
hen der Schrauben aufspreizen, so daß zugleich der Halt der Befestigungskörper
in dem durch einen Formstein gebildeten Gehäuse verbessert wird. In diesem
Fall ist es auch möglich, die Befestigungskörper erst nachträglich in entspre
chende Aufnahmen des Formsteins einzusetzen.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Befestigungskörper
jeweils durch mehrere matrixförmig angeordnete Kanäle vorgeschwächt, so daß
die Schraube an jeder beliebigen Stelle in dem Befestigungskörper eindringen
kann. Auf diese Weise wird bei der Erstmontage die präzise Justierung der Blen
de erleichtert.
Weiterhin ist es bevorzugt, die Befestigungskörper an den oberen und unteren
Enden der Öffnung des Gehäuses durch einen Rahmen einstückig miteinander
zu verbinden. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß der Lochabstand zwischen
den bei der Erstmontage gebildeten Schraubenlöchern präzise erhalten bleibt.
Die Blende mit den daran ausgebildeten Befestigungskörpern kann - ähnlich wie
die herkömmlichen Holzklötze - bereits beim Herstellen des Gehäuses in den
Formstein eingeformt werden. Wahlweise kann sie jedoch auch erst nachträglich
in das Gehäuse eingesetzt werden. In diesem Fall besteht neben der bereits er
wähnten Befestigungsmöglichkeit mit Spreizdübeln auch die Möglichkeit, die
Befestigungskörper unter Ausnutzung einer gewissen Eigenelastizität des Rah
mens in die Hinterschneidungen des Formsteins einzuclipsen. Weiterhin ist es
möglich, die Befestigungskörper in den Formstein einzukleben, etwa indem zwi
schen dem Formstein und den Befestigungskörpern bestehende Hohlräume
nachträglich mit einem Haftmittel wie Silikonkautschuk oder dergleichen ausge
spritzt bzw. ausgeschäumt werden. In diesem Fall können in den Befestigungs
körpern Löcher vorbereitet sein, die das Einsspritzen des Haftmittels ermögli
chen.
Die Festigkeit des Kunststoffmaterials und damit die Haltbarkeit der einge
schnittenen Gewinde läßt sich erforderlichenfalls durch die Verwendung von fa
serverstärkten Kunststoffen erhöhen. Die Befestigungskörper lassen sich ein
fach als Kunststoff-Formteile herstellen, so daß eine kostengünstige Massenpro
duktion ermöglicht wird.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläu
tert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Gurtkasten; und
Fig. 2 eine Frontansicht eines Befestigungsrahmens.
Der in Fig. 1 gezeigte Gurtkasten 10 weist ein durch einen Formstein gebilde
tes Gehäuse 12 auf, das zur Aufnahme eines in der Zeichnung nur strichpunk
tiert angedeuteten Gurtaufrollers 14 dient. Das Gehäuse 12 ist so in eine Wand
16 eingemauert, daß seine Öffnung von der Innenseite der Wand 16 her zugäng
lich ist. Der Gurtaufroller 14 läßt sich dann so in das Gehäuse 12 einführen,
daß sein Gurtwickel 18 frei drehbar im Gehäuse 12 untergebracht ist, während
eine Blende 20, die Bestandteil des Gurtaufrollers ist, die vordere Öffnung des
Gehäuses 12 verkleidet. Ein nicht gezeigter Rolladengurt, der von dem Gurtwic
kel 18 abgezogen wird, tritt dann durch einen Schlitz 22 aus der Blende 20 aus.
Die Öffnung des Gehäuses 12 ist von einem Befestigungsrahmen 24 umgeben,
der eine Öffnung 26 für den Gurtwickel 18 bildet und der mit in das Gehäuse 12
eingreifenden Befestigungskörpern 28 im Gehäuse 12 gehalten ist. Die Befestigungskörper
28 greifen jeweils in eine Hinterschneidung in der oberen und un
teren Wand des Gehäuses 12 ein, so daß der Befestigungsrahmen 24 zugfest mit
dem Gehäuse 12 verbunden ist.
Wenn die Wand 16 verputzt ist, so ist die Vorderseite des Befestigungsrahmens
24 mit der Oberfläche des Putzes bündig oder sie liegt gegenüber dieser Oberflä
che geringfügig zurück. Die Blende 20 des Gurtaufrollers wird geeignet vor der
Öffnung des Gehäuses 12 ausgerichtet und mit Schrauben 30 fixiert, die durch
Schraubenlöcher 32 der Blende 20 gesteckt und dann selbstschneidend in die
Befestigungskörper 28 eingeschraubt werden. Da die Befestigungskörper 28
durch die Hinterschneidungen am Gehäuse 12 gehalten sind, wird die Blende
mit den Schrauben 30 fest gegen die Innenfläche der Wand 16 bzw. gegen die
dort angebrachte Tapete gespannt.
Der Befestigungsrahmen 24, der auch die Befestigungskörper 28 bildet, ist ein
einstückiges Formteil aus faserverstärktem Kunststoff, das dem Gewinde der
Schrauben 30 einen festen Halt gibt. Die Befestigungskörper 28 sind durch in
Einschraubrichtung verlaufende, matrixförmig angeordnete Kanäle 34 vorge
schwächt, so daß der Eindringwiderstand der Schrauben geeignet eingestellt
wird. Bei der Erstmontage können die Spanholzschrauben 30 an jeder ge
wünschten Stelle in die gleichmäßig von den Kanälen 34 durchsetzten Befesti
gungskörper 28 eingeschraubt werden. In die Befestigungskörper 28 wird dabei
ein Gewinde eingeschnitten, das auch dann seine Form behält, wenn die Schr
auben 30 später wieder gelöst werden, um den Gurtaufroller 14 vorübergehend
zu entfernen. Wenn die Blende 20 des Gurtaufrollers später wieder ange
schraubt wird, lassen sich die Schrauben 30 präzise wieder in die dann schon
vorhandenen Gewindelöcher der Befestigungskörper 28 einschrauben. Aufgrund
der einstückigen Ausbildung des Befestigungsrahmens 24 ist auch sicherge
stellt, daß der Lochabstand der Schraubenlöcher in den Befestigungskörpern 28
mit dem Abstand der Schraubenlöcher 32 in der Blende 20 übereinstimmt.
Die Öffnungen der Kanäle 34 und ggf. die Öffnung 26 können vor dem Verput
zen mit einer lösbaren Klebefolie abgedeckt sein, damit sie beim Verputzen frei
von Mörtel gehalten werden. Anstelle der Folie kann auch eine einstückig ange
spritzte dünne Haut vorgesehen sein, die beim Einschrauben der Schrauben 30
durchstochen bzw. beim Einsetzen des Gurtaufrollers durchbrochen wird.
Der Befestigungsrahmen 24 kann schon bei der Herstellung des Gehäuses 12 in
den Formstein eingeformt werden. Er kann jedoch wahlweise auch erst nach
träglich in das Gehäuse 12 eingeclipst werden. Dabei werden die vertikalen
Schenkel des Befestigungsrahmens, die die oberen und unteren Befestigungs
körper 28 verbinden, vorübergehend etwas durchgebogen, bis die Befestigungs
körper in den Hinterschneidungen des Gehäuses einrasten. Vorzugsweise ist der
Befestigungsrahmen 24 so an die Form bestehender Gurtkästen angepaßt, daß
er nach Entfernen der herkömmlichen Befestigungsklötze aus Holz auch nach
träglich in die bereits installierten Gurtkästen eingesetzt werden kann.
Die im Handel erhältlichen Gurtkästen haben generell eine einheitliche Breite,
können sich jedoch in der Höhe unterscheiden. Vor diesem Hintergrund kann es
zweckmäßig sien, den Befestigungsrahmen 24 mehrteilig und in der Höhe ver
stellbar auszubilden, damit nicht für jede Gehäusegröße ein anderes Formwerk
zeug benötigt wird. Beispielsweise können die Rahmenschenkel, die die beiden
Befestigungskörper 28 verbinden und die Öffnung 26 begrenzen, teleskopartig
verstellbar sein. Andererseits ist es denkbar, diese Rahmenschenkel als Endlos
material oder in verschiedenen Standardlängen herzustellen und nachträglich in
entsprechende Aufnahmen der beiden Befestigungskörper 28 einzuclipsen, so
daß für die Befestigungskörper selbst stets dieselben Formwerkzeuge benutzt
werden können.
Claims (10)
1. Gurtkasten in der Form eines in eine Wand (16) einzulassenden Gehäuses
(12) zur Aufnahme eines Gurtaufrollers (14) für einen Rolladen, mit Befesti
gungskörpern (28), an denen eine Blende (20) des Gurtaufrollers mit selbst
schneidenden Schrauben (30) anschraubbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die Befestigungskörper (28) aus Kunststoff bestehen.
2. Gurtkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befesti
gungskörper (28) durch in Einschraubrichtung der Schrauben (30) verlaufende
Kanäle (34) vorgeschwächt sind.
3. Gurtkasten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Befestigungskörper (28) spreizdübelartig in dem Gehäuse (12) verankert sind.
4. Gurtkasten nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Befestigungskörper (28) eine Vielzahl matrixförmig angeordneter Kanäle (34)
aufweist.
5. Gurtkasten nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Befestigungskörper (28) Teile eines die Öffnung des Gehäuses
(12) umrahmenden Befestigungsrahmens (24) sind.
6. Gurtkasten nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Befesti
gungsrahmen (24) mehrteilig und in der Höhe verstellbar ausgebildet ist.
7. Gurtkasten nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kanäle (34) und/oder die Öffnung (26) des Befestigungsrahmens (24)
durch eine löbare Folie oder eine durchbrechbare Haut abgedeckt sind.
8. Gurtkasten nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Befestigungskörper (28) formschlüssig in Hinterschneidun
gen des Gehäuses (12) gehalten sind.
9. Gurtkasten nach den Ansprüchen 5 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Befestigungskörper (28) unter vorübergehender elastischer Durchbiegung
des Befestigungsrahmens (24) in den Hinterschneidungen des Gehäuses (12)
verrastbar sind.
10. Gurtkasten nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Befestigungskörper (28) in das Gehäuse (12) einklebbar sind
und Öffnungen zum Einspritzen des Klebemittels aufweisen.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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|---|---|
| DE (1) | DE10050585B4 (de) |
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| 8381 | Inventor (new situation) |
Inventor name: LICHY, MARKUS, 33330 GUETERSLOH, DE Inventor name: FORTKORT, MARIO, 33415 VERL, DE |
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| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |