DE4004891A1 - Vorrichtung zum loesbaren befestigen von zweck- oder zierleisten an moebelstuecken - Google Patents
Vorrichtung zum loesbaren befestigen von zweck- oder zierleisten an moebelstueckenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum lösbaren
Befestigen von Lichtblenden, Kranzprofilen, Gesimsleisten
oder anderen Zweck- bzw. Zierleisten an Möbelstücken,
insbesondere Küchen-Oberschränken.
Bisher wurden beispielsweise Lichtblenden im
bestellten Maß geliefert, zum Anschrauben an die
Unterseite eines Küchen-Oberschrankes vorgebohrt, ggf.
mit Kunststoffhülsen in den Bohrungen und mit einer
Ausfräsung zur Aufnahme eines Schaumstoffklebebandes
versehen, das ein Durchschimmern des Lichtes zwischen
Schrankunterseite und Blende verhindern soll, hinter
der sich eine Leuchtröhre befindet. Danach wird die
Lichtblende an die Schrankunterseite herangeführt, in
Position gebracht, auf Maß ausgerichtet und mit
Schraubzwingen am Korpus des Schrankes festgehalten,
worauf Schrauben durch die Bohrungen der Lichtblende
in den Schrankkorpus eingedreht werden.
Diese Ausführung der Lichtblenden und deren Montage
haben zunächst den Nachteil, daß sie einen relativ
hohen Zeit- sowie Arbeitsaufwand erfordern und das
Arbeitsergebnis nicht immer zufriedenstellend ist, denn
es kommt dabei oft vor, daß die Schrauben zum Befestigen
der Lichtblende oder einer ähnlichen Zweckleiste
durch den Schrankboden ins Schrankinnere eindringen und
dort störend hervorragen, wenn sie nicht sogar eine
Korpusbeschichtung beschädigen.
Dieser Nachteil besteht auch bei der in gleicher
Weise durchgeführten Montage gebohrter Kranzprofile,
Gesimsleisten oder anderer Zierleisten, bei denen
hinzukommt, daß fast deckenhohe Wandschränke kaum die
Möglichkeit bieten, von oben her Schrauben anzubringen,
die erforderlichenfalls vom Schrankinneren her
eingedreht weden müssen, worauf die Schraubenköpfe
entweder zu sehen sind oder aber mit Käppchen verdeckt
oder zugewachst werden müssen.
Eine Demontage der üblichen Zweck- oder Zierleisten
ist ebenfalls verhältnismäßig aufwendig, da die meisten
Montageschritte umgekehrt wieder durchzuführen sind.
Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
die genannten Nachteile vermeidende Vorrichtung zum
lösbaren Befestigen von Zweck- oder Zierleisten an
Möbelstücken zu schaffen, welche einfacher als bisher
üblich montiert und dementsprechend auch demontiert
werden können, ohne daß das Arbeitsergebnis schlechter
wäre.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch eine
formschlüssige Verbindung mindestens zweier Beschlagteile
gelöst, die im wesentlichen als elastische Nut, die
entlang der am Möbelstück zu befestigenden Zweck- oder
Zierleiste an dieser angebracht ist, bzw. als starre
Feder, die an dem mit der Zweck- oder Zierleiste zu
versehenden Möbelstück anbringbar ist, ausgebildet sind.
Dadurch wird vorteilhafterweise nicht nur erreicht,
daß die am Möbelstück anzubringende Zweck- oder Zierleiste
lediglich mit dem damit zu versehenden Möbelstück in
eine sogenannte Schnappverbindung zu bringen ist, die
ebenso leicht wieder zu lösen ist, sondern auch, daß
beim Herstellen der Schnappverbindung ohne weiteres
eine Festlegung der Leiste senkrecht zu ihrer
Längsrichtung in waagrechter Richtung erfolgt; eine
Festlegung, die bisher die Benutzung von Maßband und
Bleistift erfordert hat.
Das die Feder aufnehmende oder aufweisende
Beschlagteil am Möbelstück kann schon vom Möbelhersteller
daran angebracht werden, so daß der keinerlei
handwerkliches Geschick besitzende Monteur der Zweck
oder ZierLeiste diese nur noch mit ihrer elastischen
Nut auf die starre Feder zu stülpen braucht, worauf eine
Längsverschiebung der Leiste eine nicht sofort erlangte
Position ohne weiteres zu erreichen ermöglicht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungs
gemäßen Vorrichtung ist deren Nutteil eine U-förmig
profilierte Leiste, die in einer rechteckigen Aussparung
der Zweck- oder Zierleiste angeordnet und daran mittels
eines angeformten Schwertes oder einer Reihe von
Stiften befestigt ist. Statt einer durchgehenden
Leiste als Nutteil könnten mindestens zwei getrennte
Leistenabschnitte als Nutteile vorgesehen werden, denen
dann je eine Feder zuzuordnen wäre, die auch zur
sicheren Lagerung eines einzigen Nutteiles zweckmäßig
sind.
Bei der bevorzugten Ausführungsform ist der Nutteil
der Vorrichtung eine sich über die Länge der Zweck
oder Zierleiste erstreckende Leiste, die eine an das
Möbelstück lichtdicht anlegbare Lippe gleicher Länge
aufweist. Infolgedessen entfällt das Ausfräsen der
Zweck- oder Zierleiste und das Ankleben eines
Schaumstoffbandes. Selbstverständlich müssen das Profil
der Lippe und deren Material so gewählt sein, daß sie
die erforderliche Biegsamkeit aufweist.
Bei der bevorzugten Ausführungsform weist der
elastisch aufweitbare Nutteil der Vorrichtung zwei
parallele Schenkel zur Anlage an der Feder auf, von
denen wenigstens einer an seinem freien Ende einen gegen
den anderen Schenkel vorstehenden Wulst aufweist, der
in eine entsprechend profilierte Hohlkehle der Feder
eingreift. Damit ist eine ebenso leicht herstellbare wie
lösbare Verrastung von Nut und Feder gegeben.
Bei der bevorzugten Ausführungsform ist die
waagrechte Feder zumindest doppelt vorhanden sowie
plattenförmig ausgebildet und an ihrem vom Nutteil
wegweisenden Rand mit einem senkrechten Riegel versehen,
der an einem die Feder zu deren gerader Führung in deren
Ebene aufnehmenden Block anschlägt, der am Möbelstück
mittels Zapfen und Löchern befestigbar ist. Die Zapfen
oder besser noch die Löcher werden vom Möbelhersteller
angebracht. - Diese Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ermöglicht eine besonders einfache Montage
und Demontage der am Möbelstück anzubringenden bzw.
angebrachten Zweck- oder Zierleiste, denn es muß nur
jede Feder anhand des greifbaren Riegels, der bei einer
Schrankunterseite nach unten und bei einer Schrankoberseite
nach oben zeigen muß, durch den Führungsschlitz des
Blockes gesteckt und zum Anschlag daran gebracht sowie
der Nutteil auf die Federn gestülpt werden, bzw. der
Nutteil einfach von den Federn abgezogen werden.
Bei der bevorzugten Ausführungsform weist der Block
eine Bohrung für den Eingriff einer an der Feder
angreifenden Stellschraube und an seiner dem
anschlagenden Riegel benachbarten Kante eine diese
brechende Schräge auf, die mit dem Riegel einen Spalt
für den Eingriff der Spitze eines Schraubendrehers
oder dergleichen bildet. Während eine Stellschraube
dazu dienen kann, die Feder sicherheitshalber im Block
zu arretieren erlaubt es die Schräge, ggf. nach
Zurückdrehen der Stellschraube, Riegel und Block
einfach zu trennen, so daß während dessen die angebrachte
Zweck- oder Zierleiste am Möbelstück in Anlage bleiben
kann.
Die bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist ein Beispiel für deren Ausgestaltung,
die alternativ dahingehend erfolgen könnte, daß die
Richtung des Zusammenfügens und Trennens von Nut und
Feder nicht die Waagrechte sondern die Vertikale ist, die
eine entsprechende Öffnung der Nut erfordert, und daß
statt drei verschiedenartigen Beschlagteilen (Nut, Feder,
Block) außer dem Nutteil nur noch daß Federteil (zweifach)
vorhanden und dieses mit zwei Zapfen zur Befestigung
in Korpuslöchern des Möbelstückes versehen ist.
Im folgenden ist die Erfindung anhand der durch die
Zeichnung beispielhaft dargestellten bevorzugten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum
lösbaren Befestigen einer Lichtblende an der Unterseite
eines Küchen-Oberschrankes und anhand einer Variante
dieser Aufsührungsform zum Befestigen einer Deckenblende
auf der Oberseite eines Küchen-Oberschrankes im einzelnen
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 Eine perspektivische Ansicht zweier
Vorrichtungsteile und eines abgebrochen
dargestellten dritten Vorrichtungsteiles
der bevorzugten Ausführungsform vor oder nach
der Zusammenfügung
und
Fig. 2 Eine entsprechende perspektivische
Ansicht, abgebrochen dargestellt, der
Variante der bevorzugten Ausführungsform nach
dem Zusammenfügen der Vorrichtungsteile.
Gemäß Fig. 1 besteht die bevorzugte Ausführungsform
hauptsächlich aus einem an der zu befestigenden Licht
blende angebrachten Nutteil 10, aus einem dazu passenden
Federteil 12 mit Riegel 14, welches je einmal an jedem
der beiden Enden des leistenförmigen Nutteiles 10
vorhanden ist, und aus einem an der Unterseite des mit
der Lichtblende 3 zu versehenden,nicht dargestellten
Küchen-Oberschrankes angebracht zu denkenden Block 16,
der dazu an seiner Oberkante zwei hochstehende Zapfen 18
aufweist, die in entsprechende Bohrungen des Schrankkorpus′
eingepreßt zu denken sind.
Das Nutteil 10 aus elastischem Kunststoff sitzt in
einer rechteckigen,oberen hinteren Kantenaussparung 5
der Lichtblende 3 derart, daß seine ebene Oberseite an
der Schrankunterseite anliegt und bündig mit der
Lichtblende abschließt, wovon eine weiche, also biegsame,
Lippe 20 ausgenommen ist, welche sich an der vorderen
oberen Kante der Aussparung 5 der Lichtblende 3 entlang
erstreckt und an die Schrankunterseite anschmiegt. Das
Nutteil 10 weist ein ungefähr U-förmiges Profil auf und
besitzt demnach zwei durch ein an der Wandung der
Kantenaussparung 5 der Lichtblende 3 anliegendes, vertikales
Joch 22 verbundene waagrechte Schenkel 24, die an ihren
freien, hinteren Enden mit je einem gegeneinander
vorspringenden Wulst 26 versehen sind. Der auf der Wandung
der Kantenaussparung 5 der Lichtblende 3 liegende untere
Schenkel 24 des Nutteiles 10 ist mit einem leistenförmigen
Schwert 28 versehen, das in der Nähe des Joches 22
einstückig angeformt ist und vertikal in die Lichtblende 3
nach unten eindringt, so daß das ganze Nutteil 10 mittels
des Schwertes 28 in der Kantenaussparung 5 festgelegt ist
und insbesondere nicht in waagrechter Richtung von der
Lichtblende getrennt werden kann.
Das Federteil 12 ist eine rechteckige Platte mit
abgerundetem vorderem Rand 30 und einem hinteren Rand, an
dem der ebenfalls plattenförmige Riegel 14 rechtwinklig
angeformt ist, welcher im Ausführungsbeispiel vertikal
nach unten angeordnet ist. Der waagrecht angeordnete
Federteil 12 wird in seiner Ebene in gerader Richtung vom
Block 16 geführt und weist an zwei einander vertikal
gegenüberliegenden Stellen je eine durchgehende Hohlkehle
32 auf, deren Profil dem jeden Wulstes 26 angepaßt ist.
Dabei sind die Abmessungen der Vorrichtungsteile so gewählt,
daß beim Anschlag der Vorderseite des Riegels 14 an der
Rückseite des Blockes 16 die beiden Hohlkehlen 32 außerhalb
des Blockes liegen und die dort zur Verrastung eingreifenden
Wulste 26 für eine gegenseitige Berührung des Nutteiles 10
und des Blockes 16 sorgen.
Der Block 16 weist zur Aufnahme des Federteiles 12
einen durchgehenden waagrechten Schlitz 34 auf, den eine
zentrale, vertikal durchgehende Bohrung 36 durchquert, die
der Aufnahme einer Stellschraube dient, die im
Ausführungsbeispiel von unten her einzudrehen wäre. An
seinen zwei unteren Kanten weist der Block 16 je eine
kantenbrechende Schräge 38 auf, die mit dem am Block 16
anschlagenden Riegel 14 einen sich nach oben verjüngenden
Spalt 40 für den Eingriff der Spitze eines Schraubendrehers
bildet.
Zur Montage der Lichtblende 3 an der Unterseite des
gedachten Küchen-Oberschrankes, in welche die Zapfen 18
am Block 16 eingelassen sein sollen, wird zunächst der
Federteil 12 bis zum Anschlag des Riegels 14 am Block 16
durch dessen Schlitz 34 nach vorn geschoben und erforder
lichenfalls mittels einer in die Bohrung 36 gedrehten
Stellschraube arretiert, worauf die Lichtblende 3 mit dem
Nutteil 10 in waagrechter Richtung auf beide Federteile 12
gesteckt wird, bis die beiden Paare von Wulsten 26 in die
beiden Paare von Hohlkehlen 32 einschnappen, wobei die
Schenkel 24 zunächst von dem sich zwischen die Wulste 26
hineindrängenden vorderen Rand 30 jedes Federteiles 12
aufgeweitet werden. Nach dem Einschnappen füllt das Profil
jedes Federteiles 12 aber das komplementäre Profil des
Nutteiles 10 vollständig aus.
Zur Demontage der Lichtblende 3 wird diese einfach von
den beiden Federteilen 12 waagrecht weggezogen. Die beiden
Federteile 12 können bis zur Wiedermontage der Lichtblende 3
in den Blöcken 16 verbleiben oder von diesen, ggf. nach
Lösen der Stellschrauben,durch Zurückziehen nach hinten
getrennt werden.
Gemäß Fig. 2 besteht die Variante der bevorzugten
Ausführungsform im wesentlichen aus den gleichen Teilen,
die deshalb mit gleichen Bezugszahlen versehen sind. Da hier
aber als Zweckleiste nicht eine hängende Lichtblende, sondern
eine stehende Deckenblende 7 auf der Oberseite des Küchen
0berschrankes befestigt werden soll, müssen in der
vorstehenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
die Begriffe "oben" und "unten" vertauscht werden,
d. h. zum Beispiel, daß die Zapfen 18 des Blockes
16 nun vertikal nach unten in den Schrankkorpus 9
versenkt sind.
Die Variante der bevorzugten Ausführungsform unterscheidet
sich von dieser lediglich dadurch, daß die Lippe 20
fehlt, da sie hier nicht zweckmäßig wäre.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum lösbaren Befestigen von Lichtblenden
(3), Kranzprofilen, Gesimsleisten oder anderen Zweck
bzw. Zierleisten (7) an Möbelstücken (9), insbesondere
Küchen-Oberschränken, gekennzeichnet
durch eine formschlüssige Verbindung mindestens zweier
Beschlagteile (10 und 12), die im wesentlichen als
elastische Nut (10), die entlang der Zweck- oder
Zierleiste (3; 7) an dieser angebracht ist, bzw. als
starre Feder (12), die am Möbelstück (9) anbringbar
ist, ausgebildet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ihr Nutteil (10) eine U-förmig profilierte Leiste
ist, die in einer rechteckigen Aussparung (5) der
Zweck- oder Zierleiste (3; 7) angeordnet und daran
mittels eines angeformten Schwerts (28) oder einer
Reihe von Stiften befestigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß ihr Nutteil (10) eine sich über die Länge der
Zweck- oder Zierleiste (3; 7) erstreckende Leiste
ist, die eine an das Möbelstück (9) lichtdicht anlegbare
Lippe (20) gleicher Länge aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet,daß ihr elastisch aufweitbares Nutteil
(10) zwei parallele Schenkel (24) zur Anlage an der
Feder (12) aufweist, von denen wenigstens einer an
seinem freien Ende einen gegen den anderen Schenkel
(24) vorstehenden Wulst (26) aufweist, der in eine
entsprechend profilierte Hohlkehle (32) der Feder
(12) eingreift.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die waagrechte Feder (12) zumindest
doppelt vorhanden sowie plattenförmig ausgebildet
und an ihrem vom Nutteil (10) wegweisenden Rand mit
einem senkrechten Riegel (14) versehen ist, der an
einem die Feder (12) zu deren gerader Führung in
deren Ebene aufnehmenden Block (16) anschlägt, der
am Möbelstück (9) mittels Zapfen (18) und Löchern
befestigbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Block (16) eine Bohrung (36) für den Eingriff
einer an der Feder (12) angreifenden Stellschraube
und/oder an seiner dem anschlagenden Riegel (14)
benachbarten Kante eine diese brechende Schräge (38)
aufweist, die mit dem Riegel (14) einen Spalt (40)
für den Eingriff der Spitze eines Schraubendrehers
oder dergleichen bildet.
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Publications (1)
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|---|---|
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