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DE10049225A1 - Dermales System, enthaltend Diclofenac - Google Patents

Dermales System, enthaltend Diclofenac

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DE10049225A1
DE10049225A1 DE2000149225 DE10049225A DE10049225A1 DE 10049225 A1 DE10049225 A1 DE 10049225A1 DE 2000149225 DE2000149225 DE 2000149225 DE 10049225 A DE10049225 A DE 10049225A DE 10049225 A1 DE10049225 A1 DE 10049225A1
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Abstract

Dermales System, welches Diclofenac Natrium in einer Acrylat-Copolymer-Matrix auf einem längs- und querelastischen Polyestergewebe enthält.

Description

Diclofenac ist bereits 1965 als Substanz patentiert worden, 10 Jahre später wurde eine alternative Synthese angemeldet. Es hat sich seit her bestens in der Therapie von akuten Arthritiden incl. Gichtanfall, chronischen Arthritiden, insbesondere rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis), sowie Spondilitis ankylosans (Morbus Bechterew) und anderen entzündlich-rheumatischen Wirbelsäulenleiden, Reizzuständen bei degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen (Arthrosen und Spondylarthrosen), Weichteilrheumatismus, schmerzhaften Schwellungen oder Entzündungen nach Verletzungen oder Operationen sowie anderen nichtrheumatischen Schmerzzuständen und Dysmenorrhoe bewährt. Da als Nebenwirkungen häufig in dieser Substanzklasse und so auch bei Diclofenac Magen- und Darmgeschwüre, Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Magenschmerzen, Völlegefühl, Verstopfung oder Durchfall bei peroraler Applikation auftreten und ein großer Anteil der Indikationen auch topisch einer Behandlung zugänglich ist, insbesondere bei Reizzuständen bei degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen (Arthrosen und Spondylarthrosen), Weichteilrheumatismus, schmerzhaften Schwellungen oder Entzündungen nach Verletzungen und Operationen, wird die Substanz auch in topischen Formulierungen wie Cremes, Salben, Gelen, Sprays etc. angewendet. Dazu penetriert das aus der Formulierung freigesetzte Diclofenac die Hautbarriere, um sich im entzündeten Weichteilgewebe aufgrund des entzündungsbedingten sauren Milieus anzureichern und dort zu einem topischen Effekt in der schmerzenden und entzündeten Region des Körperteils zu wirken.
Die Penetration von Arzneistoffen durch die Haut ist weitgehend durch die physiko­ chemischen Eigenschaften der Substanz bestimmt. Hierbei spielen im wesentlichen der Octa­ nol/Wasser-Verteilungskoeffizient sowie die Molekülgröße eine Rolle (Potts RO, Guy RH in: Gurny R, Teubner A; Dermal and transdermal drug delivery, Wiss. Verlagsges. Stuttgart (1993)). Da diese Parameter ohne Molekülmodifikationen nicht beeinflussbar sind, gibt es im wesentlichen nur zwei Möglichkeiten, die Penetrationsrate zu steigern:
  • 1. Erleichterung der Diffusion durch Zusatz von Penetrationsbeschleunigern oder Anwendung von elektrischer Spannung (Iontophorese)
  • 2. Steigerung der Arzneistoffkonzentration in der Grundlage auch über die Löslichkeitsgrenze hinaus (Übersättigung).
Als Penetrationsbeschleuniger werden u. a. Fettsäuren, Fettalkohole, einfache und mehrwertige Alkohole, Laurocapram und Tenside eingesetzt. Viele dieser Substanzen wirken jedoch über eine Störung der Barrierefunktion der Haut und sind damit als mehr oder weniger hautreizend einzustufen. Dennoch sind zahlreiche solche Systeme in Patentschriften beschrieben (vgl. DE 198 30 649, WO 96229988 etc.).
Verträglicher ist die Verwendung von Systemen, bei denen der Wirkstoff in übersättigter Form vorliegt. Üblicherweise ist der maximale Flux einer Substanz durch die Haut durch seine Löslichkeit in der Hornhaut (Stratum corneum), welche die Hauptpenetrationsbarriere darstellt, begrenzt. Diese Sättigungskonzentration wird sich dann einstellen, wenn der Wirkstoff im Vehikel, z. B. in der Matrix des Transdermalsystems, ebenfalls in einer Konzentration vorliegt, die der Löslichkeit im Vehikel entspricht. Eine Möglichkeit, diese sog. maximale thermodynamische Aktivität weiter zu erhöhen, besteht darin, den Arzneistoff in einer die Löslichkeit im Vehikel überschreitenden Konzentration einzuarbeiten. Dies ist z. B. durch die Einarbeitung der Diclofenac Natrium in Acrylat-Copolymere möglich (DE 198 43 027). Die Einstellung der Übersättigung muß aber so sensibel erfolgen, dass die Übersättigungen so hoch wie möglich, aber auch so stabil wie nötig sind, da übersättigte Systeme bekanntlich metastabil sind und durch Rekristallisation in den gesättigten Zustand übergehen bei Lagerung. Das hat dann den Nachteil, dass diese Systeme aufgrund der Kristallisation zu Produktreklamationen infolge mangelnden Aspekts als auch mangelnder Klebkraft führen. Ebenfalls ist eine enger Kontakt zwischen dermalen System und der Haut notwendig, um einen wirksamen Anteil an Diclofenac in den Zielbereich des entzündeten Weichteilgewebes zu erhalten.
Es wurde nun herausgefunden, dass die Einarbeitung des Diclofenac Natrium in einen ganz speziellen Acrylat-Copolymer sowohl eine so stabile Übersättigung erreicht, dass man zu einem wirksamen Produkt kommt, ohne Penetrationsbeschleuniger zusetzen zu müssen als auch eine optimale Haftung auf der Haut erhält, die der Gestalt ist, dass bei engen Kontakt zwischen dem dermalen System und der äußeren Hautbarriere über mehrere Tage bis maximal eine Woche trotzdem eine Wiederentfernbarkeit jederzeit gegeben ist, ohne dass es zu Schmerzempfinden noch Hautreizungen kommt. Damit erreicht die Klebkraft des dermalen erfindungsgemäßen Systems eine deutlich längere Tragezeit als beispielsweise Produkte, die sich im Markt befinden und wasserhaltige Zubereitungen der Art eines Kataplasma oder Breiumschlags enthalten und wesentlich längerer Kontakt als herkömmliche topische Formulierungen wie Cremes, Gele, Emulgel oder Spray, die durch Kontakt mit Wasser oder Kleidung entfernt werden.
Es wurden mehrere Acrylat-Copolymere auf Lösungsmittelbasis, wie sie von der Firma National Starch & Chemical, BV, Zutphen, Netherlands unter dem Handelsnamen Durotak zur Verfügung gestellt werden, getestet hinsichtlich ihrer Klebeeigenschaften und der Wirkstofffreisetzung in vitro. Die nachfolgende Tabelle gibt die Copolymer-Zusammensetzung wieder:
Wie man ersehen kann, werden die Trageeigenschaften nur durch den Einsatz des Durotak 4098 erreicht. Allerdings zeigte sich überraschend, dass Diclofenac äußerst schlecht aus diesem Polymer wieder freigesetzt wird. Dies ist deshalb überraschend, weil dieser Kleber frei von funktionellen Gruppen ist und damit eigentlich nicht zu Wechselwirkungen mit dem Diclofenac führen sollte. Hinsichtlich der Wirkstofffreisetzung ist Durotak 4350 am besten geeignet, allerdings klebt er alleine nicht ausreichend. Enthält dieser Kleber zusätzlich Vernetzer, so ist die resultierende wirkstoffhaltige Klebemasse nicht mehr ausstreichbar, sondern geliert bereits im lösemittelhaltigen Zustand. Modifiziert man nun den gut freisetzenden Kleber durch Verblendung mit kleinen Anteilen des Durotak 4098, so erhält man die gute Freisetzung und Sättigungslöslichkeit, erhöht aber gleichzeitig die Klebkraft in vitro und in vivo. Es ist vollkommen unbekannt, warum also die Anteile von Vinylacetat in Höhe von 5-10% die Klebkraft bereits deutlich verbessern, Anteile von mehr als 10-50% hingegen die Freisetzung des Wirkstoffs behindern. Oder anders ausgedrückt, muss sich ein Anteil von Vinylacetat im Acrylat-Copolymer befinden, der im Verhältnis Vinylacetat zu 2- Ethylhexylacrylat nicht 1 : 1, sondern 1 : 5-1 : 12 stehen muss, um optimale Bedingungen für ein dermales System mit Diclofenac Natrium zu erhalten.
Nur die oben erwähnte Klebermischung führt zum besten Ergebnis, was überraschend war. Es handelt sich hierbei um spezielle, unbekannte Wechselwirkungen zwischen Wirkstoff und Acrylat-Copolymer, der durch radikalische Polymerisation erhalten wurde.
Darüber hinaus spielt bei den Trageeigenschaften der Träger der Matrix eine wichtige Rolle. Da das dermale System auf Gelenke aufgebracht werden muss, ist eine große Flexibilität erforderlich. Es wurden verschiedene Materialien getestet, die über Vliese ("Nonwovens"), Schäume ("Foams"), Folien und Gewebe ("Wovens") sich erstreckte. Wichtig war ebenfalls für die Verträglichkeit, das der eingesetzte Träger eine gute Wasserdampfdurchlässigkeit aufweist. Optimal erwies sich ein längs- und querelastisches Gewebe aus Polyester, welches in weiß oder Hautfarben erhältlich ist von der Firma Karl Otto Braun, Germany. Als Schutzfolie wird ein dem Fachmann bekannte silikonisierte Polyesterfolie, z. B. Hostaphan RN 100 von Diafoil, Hoechst, Germany, easy/easy, eingesetzt, die nicht zu dünn sein darf (mind. 36 µm Schichtdicke, vorzugsweise 100 µm Schichtdicke), damit ein so großes System von 70 bis 200 cm2, vorzugsweise von 90 bis 140 cm2 noch gut vom Patienten anwendbar ist.
Die erfindungsgemäßen dermalen therapeutischen Systeme sind vorzugsweise so beschaffen, dass sie aus einer für den Wirkstoff undurchlässigen Deckschicht, einer auf der Deckschicht haftenden wirkstoffhaltigen Kleberschicht und einer abziehbaren Schutzschicht bestehen.
Diese einfachste Form eines TDS kann in der dem Fachmann wohl bekannten Weise hergestellt werden, dass eine Lösung des Klebers in einem niedrigsiedendem Lösungsmittel mit dem Wirkstoff gemischt wird, die Mischung gleichmäßig auf einer abziehbaren Schutzschicht aufgetragen wird, das Lösungsmittel durch Erwärmen entfernt und das erhaltene Produkt mit einem Träger abgedeckt wird. Die aufgebrachte wirkstoffhaltige Kleberschicht hat eine Dicke von 20 bis 500 µm.
Das nachfolgende Ausführungsbeispiele dient zur näheren Erläuterung der Erfindung:
Beispiel 1
Zu 129,7 g einer 37,5%igen (m/m) Lösung eines Acrylat-Klebstoffes (Durotak 3874350, National Starch & Chemical B. V., NL-Zutphen) und 13,8 g einer 38,8%igen (m/m) Lösung eines Acrylat-Klebstoffes (Durotak 874098, National Starch & Chemical B. V., NL-Zutphen) wird eine Lösung von 9,43 g Diclofenac Natrium in 115,7 g Ethanol abs. gegeben. Durch einstündiges Rühren wird die Lösung homogenisiert und anschließend mit einem Rakel auf einer silikonusierten, 100 µm starken Polyesterfolie (FL 2000 100 µ 1-S. Rexam Release B. V., NL- Apeldoorn) in einer Naßschichtdicke von 300 µm ausgestrichen. Nach der Trocknung (15 min bei 70°C) wird das minimal trübe und homogene Laminat mit einem Polyestergewebe (M02/97, weiß, K. O. Braun, D-Wolfstein) ohne Dehnung kaschiert. Ein Pflaster der Größe 136 cm2 enthält bei einem Matrixgewicht von 52,5 g/m2110 mg Diclofenac Natrium.
Beispiel 2
Zu 124,5 g einer 37,5%igen (m/m) Lösung eines Acrylat-Klebstoffes (Durotak 3874350, National Starch & Chemical B. V., NL-Zutphen) und 30,0 g einer 38,8%igen (m/m) Lösung eines Acrylat-Klebstoffes (Durotak 874098, National Starch & Chemical B. V., NL-Zutphen) wird eine Lösung von 10,29 g Diclofenac Natrium in 120,0 g Ethanol abs. gegeben. Durch einstündiges Rühren wird die Lösung homogenisiert und anschließend mit einem Rakel auf einer silikonisierten, 100 µm starken Polyesterfolie (FL 2000 100 µ 1-S. Rexam Release B. V., NL- Apeldoorn) in einer Naßschichtdicke von 300 µm ausgestrichen. Nach der Trocknung (15 min bei 70°C) wird das minimal trübe und homogene Laminat mit einem Polyestergewebe (M02/97, weiß, K. O. Braun, D-Wolfstein) ohne Dehnung kaschiert. Ein Pflaster der Größe 136 cm2 enthält bei einem Matrixgewicht von 57,1 g/m2 120 mg Diclofenac Natrium.
Vergleichsbeispiel 3
Zu 25,8 g einer 38,8%igen (m/m) Lösung eines Acrylat-Klebstoffes (Durotak 874098, National Starch & Chemical B. V., NL-Zutphen) wird eine Lösung von 1,1 g Diclofenac Natrium in 3,6 g Ethanol abs. gegeben. Durch einstündiges Rühren wird die Lösung homogenisiert und anschließend mit einem Rakel auf einer silikonisierten, 100 µm starken Polyesterfolie (FL 2000 100 µ 1-S. Rexam Release B. V., NL-Apeldoorn) in einer Naßschichtdicke von 300 µm ausgestrichen. Nach der Trocknung (15 min bei 70°C) wird das trübe und homogene Laminat mit einem Polyestergewebe (M02/97, weiß, K. O. Braun, D-Wolfstein) ohne Dehnung kaschiert. Ein Pflaster der Größe 136 cm2 enthält bei einem Matrixgewicht von 55,6 g/m2 78 mg Diclofenac Natrium.
Vergleichsbeispiel 4
Zu 17,8 g einer 37,5%igen (m/m) Lösung eines Acrylat-Klebstoffes (Durotak 87-4350, National Starch & Chemical B. V., NL-Zutphen) wird eine Lösung von 1,7 g Diclofenac Natrium in 18,5 ml Ethanol abs. gegeben. Durch einstündiges Rühren wird die Lösung homogenisiert und anschließend mit einem Rakel auf einer silikonisierten, 100 µm starken Polyesterfolie (FL 2000 100 µ 1-S. Rexam Release B. V., NL-Apeldoorn) in einer Naßschichtdicke von 300 µm ausgestrichen. Nach der Trocknung (15 min bei 70°C) wird das klare trübe und homogene Laminat mit einem Polyestergewebe (M02/97, weiß, K. O. Braun, D-Wolfstein) ohne Dehnung kaschiert. Ein Pflaster der Größe 136 cm2 enthält bei einem Matrixgewicht von 55,6 g/m2 155,6 mg Diclofenac Natrium.
Die Formulierung des Beispiels 1 wurde in einer in vitro-Permeationsstudie in Franzzellen mit der Permeation aus Flector EP Tissugel® (IBSA Suisse) getestet, da die Anforderungen der erfindungsgemäßen Formulierung sich an dem Handelsprodukt orientieren. Es wurde Haut von haarlosen Mäusen mit Pflastern der beiden oben genannten Produkte beklebt, in Franzzellen okklusiv bei 32°C eingespannt und nach 7, 24, 30 und 48 Stunden der Gehalt an permeiertem Diclofenac, berechnet als Diclofenac Natrium im Akzeptormedium (PEG400­ /Wasser 40/60) per HPLC gegen externen Standard an einer C18 Säule mittels UV-Detektion bei 275 nm bestimmt. Das Ergebnis ist in der Graphik dargelegt, wobei "test-product" der Formulierung von Beispiel 1 entspricht, "reference-product" stellt Flector EP Tissugel dar. Die Permeation des erfindungsgemäßen Beispiels in vitro durch die Haut von Nacktmäusen ist also. ca. 10% höher als das Handelsprodukt.

Claims (7)

1. Dermales therapeutisches System, dadurch gekennzeichnet, dass sich Diclofenac Natrium in einer Acrylat-Copolymer-Klebermatrix auf einem längs- und querelastischen Polyestergewebe befindet und lokal auf unverletzter Haut angewendet wird.
2. Dermales therapeutisches System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Diclofenac Natrium in einer Konzentration von 0,1 bis 30%, bezogen auf die Matrix, vorzugsweise 10 bis 20% enthalten ist.
3. Dermales therapeutisches System nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich Diclofenac Natrium in einer Acrylat-Copolymer-Klebermatrix befindet, die ausschließlich aus den Monomeren Methylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Acrylsäure und Vinylacetat besteht, gewonnen durch radikalische Copolymerisation.
4. Dermales therapeutisches System nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich Diclofenac Natrium in einer Acrylat-Copolymer-Klebermatrix befindet, deren Monomere Vinylacetat zu 2-Ethylhexylacrylat mindestens im Verhältnis 1 : 5 oder höher, aber keinesfalls geringer oder gar 1 : 1 stehen.
5. Dermales therapeutisches System nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt an Vinylacetat in der Acrylat-Copolymer-Klebermatrix mindestens 5%, aber keinesfalls mehr als 15% beträgt.
6. Dermales therapeutisches System nach Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass statt Diclofenac Natrium auch andere Derivate oder die freie Säure eingesetzt wird.
7. Dermales therapeutisches System nach Anspruch 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass der längs- und querelastische Gewebeträger des Systems aus Kett- und Schussfäden von Polyethylentherephthalat (Trevira-Typ) gebildet wird, die von gleicher oder unterschiedlicher Farbe sein können und deren Gesamtmigration in Wasser unter 3 mg/dm2 liegt.
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