DE1004807B - Verfahren zur Mischpolymerisation von Methylisopropenylketon mit Vinylverbindungen - Google Patents
Verfahren zur Mischpolymerisation von Methylisopropenylketon mit VinylverbindungenInfo
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F16/00—Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by an alcohol, ether, aldehydo, ketonic, acetal or ketal radical
- C08F16/36—Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by an alcohol, ether, aldehydo, ketonic, acetal or ketal radical by a ketonic radical
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Description
- Verfahren zur Mischpolymerisation von Methylisopropenylketon mit Vinylverbindungen Es ist bereits bekannt, Methylisopropenylketon sowohl für sich allein als auch zusammen mit anderen polymerisierbaren Verbindungen zu polymerisieren, wobei feste Kunststoffe erhalten werden. Bei einem dieser bekannten Verfahren wird 1-Chlorbutadien-1, 3 in Abwesenheit oder in Gegenwart beschränkter Mengen von Sauerstoff für sich allein oder mit polymerisierbaren Stoffen, wie z. B. Methylisopropenylketon, polymerisiert. Die Polymerisation kann in einer inerten Gasphase bei vermindertem, gewöhnlichem oder erhöhtem Druck und in Gegenwart polymerisationsbeschleunigender Mittel, wie z. B. Alkalimetalle oder deren Legierungen oder Peroxyde, erfolgen. Durch Zusatz von Verzögerern, wie aromatischen Hydroxylverbindungen oder Aminen, kann die Polymerisation verlangsamt oder bei einem gewünschten Punkt unterbrochen werden. Die Polymerisation der Gemische läßt sich in Lösung oder in Emulsion durchführen. Nach einem anderen Verfahren wird die Halogen-2-butadien-(1, 3) in wäßriger Emulsion zusammen mit anderen polymerisierbaren Stoffen in Mengen von 1 bis 50% polymerisiert. Als polymerisierbare Stoffe werden Acryl-, Methacrylsäureester, Vinylchlorid, ungesättigte Ketone, wie Vinylmethylketon und Methylisopropenylketon, Styrol sowie Vinylester angewandt.
- Nach diesen bekannten Verfahren werden plastische, gut vulkanisierbare Massen erhalten, die aber nur eine relativ geringe thermische Beständigkeit, geringe Lichtechtheit, geringes Filmbildungsvermögen und eine schlechte Wasserbeständigkeit aufweisen.
- Es erde nun gefunden, daß Polymerisationsprodukte von wesentlich besseren Eigenschaften erhalten werden können, wenn monomeres Methylisopropenylketon zunächst einer Vorbehandlung unterworfen wird, wobei vorzugsweise Dimeren des Methylisopropenylketons entstehen, und daß dann erst dieses Reaktionsprodukt zusammen mit Vinylverbindungen einer Mischpolymerisation unter Anwendung an sich bekannter Polymerisationsmethoden unterworfen wird. Die bei diesem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Polymerisate sind glasklar und weisen wesentlich bessere Eigenschaften auf, wie eine erhöhte thermische Beständigkeit, bessere Lichtechtheit sowie größere Wasserbeständigkeit.
- Die Vorbehandlung des Methylisopropenylketons kann beispielsweise in der Weise durchgeführt werden, daß man das Methylisopropenylketon unter Zusatz von Polymerisationsstabilisatoren einer thermischen Behandlung bei 100° unter normalem Druck unterwirft.
- Dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Mischpolymerisation von Methylisopropenylketon können beliebige Vinylverbindungen unterworfen werden, wie die Acryl- und Methacrylsäure sowie deren Derivate, ferner Styrol, Vinylchlorid, Vinylketon usw.
- Bei dieser Polymerisation wendet man zweckmäßig gleiche Gewichtsteile Methylisopropenylketon und der Vinylverbindungen an, jedoch kann auch eine der Komponenten, insbesondere die Vinylverbindungen, im Überschuß angewandt werden. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können die üblichen Polymerisationsbeschleuniger und die bekannten Polymerisati,onsarten, wie Blockpolymerisation, Emulsionspolymerisation, gegebenenfalls unter Zusatz von Emulsionsstabilisatoren angewandt werden.
- Das erfindungsgemäße Verfahren sei an Hand der nachfolgenden Beispiele näher erläutert. Beispiel 1 100 Gewichtsteile Methylisopropenylketon werden mit 1% Hydrochinon versetzt und 12 Stunden am Rückflußkühler gekocht. Das Reaktionsgemisch wird anschließend einer Destillation unterworfen, wobei 951/o im Temperaturbereich von 74 bis 80° bei 14 mm Hg übergehen. Setzt man dieser Fraktion in gleicher Menge Methacrylsäuremethylester zu ,und polymerisiert dieses Gemisch in Gegenwart von 0,10/0 Benzoylperoxyd bei einer Temperatur von 60° im Block, so erhält man nach 12 Stunden ein glasklares Polymerisat, welches gute filmbildende Eigenschaften, gute thermische Beständigkeit und gute Lichtechtheit aufweist. Beispiel 2 100 Gewichtsteile Methylisopropenylketon werden 12 Stunden am Rückflußkühler auf Siedetemperatur genalten und das Reaktionsgemisch anschließend unter vermindertem Druck destilliert, wobei 85 % im Temperaturbereich von 74 bis 80° übergehen. Setzt man diesem Reaktionsprodukt die doppelte Menge Styrol zu und polymerisiert dieses Gemisch in Gegenwart von 25 %- Butylhydroperoxyd bei einer Temperatur von 70° im Block, so erhält man nach 15 Stunden ein festes Polymerisat von guter thermischer Beständigkeit. Die Lösung dieser Polymerisate in den üblichen organischen Lösungsmitteln weist gute filmbildende Eigenschaften auf und ,gibt Filme von hoher Flexibilität.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Mischpolymerisation von Methylisopropenylketon mit Vinylverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man das monomere Methylisopropenylketon zunächst einer Wärmevorbe'handlung unterwirft, wobei vorzugsweise Dimeren des Methylisopropenylketons entstehen, und daß dann erst die Mischpolymerisation dieses Reaktionsproduktes gemeinsam mit den Vinylverbindungen nach an sich bekannten Polymerisationsmethoden durchgeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 608 681; französische Patentschrift Nr. 803 563.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER17584A DE1004807B (de) | 1955-10-13 | 1955-10-13 | Verfahren zur Mischpolymerisation von Methylisopropenylketon mit Vinylverbindungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER17584A DE1004807B (de) | 1955-10-13 | 1955-10-13 | Verfahren zur Mischpolymerisation von Methylisopropenylketon mit Vinylverbindungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1004807B true DE1004807B (de) | 1957-03-21 |
Family
ID=7400006
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER17584A Pending DE1004807B (de) | 1955-10-13 | 1955-10-13 | Verfahren zur Mischpolymerisation von Methylisopropenylketon mit Vinylverbindungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1004807B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE608681C (de) * | 1933-03-02 | 1935-01-29 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen |
| FR803563A (fr) * | 1935-03-23 | 1936-10-03 | Ig Farbenindustrie Ag | Produits de polymérisation et leur procédé de production |
-
1955
- 1955-10-13 DE DER17584A patent/DE1004807B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE608681C (de) * | 1933-03-02 | 1935-01-29 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen |
| FR803563A (fr) * | 1935-03-23 | 1936-10-03 | Ig Farbenindustrie Ag | Produits de polymérisation et leur procédé de production |
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