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DE1004807B - Verfahren zur Mischpolymerisation von Methylisopropenylketon mit Vinylverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Mischpolymerisation von Methylisopropenylketon mit Vinylverbindungen

Info

Publication number
DE1004807B
DE1004807B DER17584A DER0017584A DE1004807B DE 1004807 B DE1004807 B DE 1004807B DE R17584 A DER17584 A DE R17584A DE R0017584 A DER0017584 A DE R0017584A DE 1004807 B DE1004807 B DE 1004807B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
isopropenyl ketone
methyl isopropenyl
copolymerization
vinyl compounds
polymerization
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER17584A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Walter Grimme
Dipl-Chem Dr Friedr Engelhardt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinpreussen AG fuer Bergbau und Chemie
Original Assignee
Rheinpreussen AG fuer Bergbau und Chemie
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rheinpreussen AG fuer Bergbau und Chemie filed Critical Rheinpreussen AG fuer Bergbau und Chemie
Priority to DER17584A priority Critical patent/DE1004807B/de
Publication of DE1004807B publication Critical patent/DE1004807B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F16/00Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by an alcohol, ether, aldehydo, ketonic, acetal or ketal radical
    • C08F16/36Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by an alcohol, ether, aldehydo, ketonic, acetal or ketal radical by a ketonic radical

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

  • Verfahren zur Mischpolymerisation von Methylisopropenylketon mit Vinylverbindungen Es ist bereits bekannt, Methylisopropenylketon sowohl für sich allein als auch zusammen mit anderen polymerisierbaren Verbindungen zu polymerisieren, wobei feste Kunststoffe erhalten werden. Bei einem dieser bekannten Verfahren wird 1-Chlorbutadien-1, 3 in Abwesenheit oder in Gegenwart beschränkter Mengen von Sauerstoff für sich allein oder mit polymerisierbaren Stoffen, wie z. B. Methylisopropenylketon, polymerisiert. Die Polymerisation kann in einer inerten Gasphase bei vermindertem, gewöhnlichem oder erhöhtem Druck und in Gegenwart polymerisationsbeschleunigender Mittel, wie z. B. Alkalimetalle oder deren Legierungen oder Peroxyde, erfolgen. Durch Zusatz von Verzögerern, wie aromatischen Hydroxylverbindungen oder Aminen, kann die Polymerisation verlangsamt oder bei einem gewünschten Punkt unterbrochen werden. Die Polymerisation der Gemische läßt sich in Lösung oder in Emulsion durchführen. Nach einem anderen Verfahren wird die Halogen-2-butadien-(1, 3) in wäßriger Emulsion zusammen mit anderen polymerisierbaren Stoffen in Mengen von 1 bis 50% polymerisiert. Als polymerisierbare Stoffe werden Acryl-, Methacrylsäureester, Vinylchlorid, ungesättigte Ketone, wie Vinylmethylketon und Methylisopropenylketon, Styrol sowie Vinylester angewandt.
  • Nach diesen bekannten Verfahren werden plastische, gut vulkanisierbare Massen erhalten, die aber nur eine relativ geringe thermische Beständigkeit, geringe Lichtechtheit, geringes Filmbildungsvermögen und eine schlechte Wasserbeständigkeit aufweisen.
  • Es erde nun gefunden, daß Polymerisationsprodukte von wesentlich besseren Eigenschaften erhalten werden können, wenn monomeres Methylisopropenylketon zunächst einer Vorbehandlung unterworfen wird, wobei vorzugsweise Dimeren des Methylisopropenylketons entstehen, und daß dann erst dieses Reaktionsprodukt zusammen mit Vinylverbindungen einer Mischpolymerisation unter Anwendung an sich bekannter Polymerisationsmethoden unterworfen wird. Die bei diesem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Polymerisate sind glasklar und weisen wesentlich bessere Eigenschaften auf, wie eine erhöhte thermische Beständigkeit, bessere Lichtechtheit sowie größere Wasserbeständigkeit.
  • Die Vorbehandlung des Methylisopropenylketons kann beispielsweise in der Weise durchgeführt werden, daß man das Methylisopropenylketon unter Zusatz von Polymerisationsstabilisatoren einer thermischen Behandlung bei 100° unter normalem Druck unterwirft.
  • Dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Mischpolymerisation von Methylisopropenylketon können beliebige Vinylverbindungen unterworfen werden, wie die Acryl- und Methacrylsäure sowie deren Derivate, ferner Styrol, Vinylchlorid, Vinylketon usw.
  • Bei dieser Polymerisation wendet man zweckmäßig gleiche Gewichtsteile Methylisopropenylketon und der Vinylverbindungen an, jedoch kann auch eine der Komponenten, insbesondere die Vinylverbindungen, im Überschuß angewandt werden. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können die üblichen Polymerisationsbeschleuniger und die bekannten Polymerisati,onsarten, wie Blockpolymerisation, Emulsionspolymerisation, gegebenenfalls unter Zusatz von Emulsionsstabilisatoren angewandt werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren sei an Hand der nachfolgenden Beispiele näher erläutert. Beispiel 1 100 Gewichtsteile Methylisopropenylketon werden mit 1% Hydrochinon versetzt und 12 Stunden am Rückflußkühler gekocht. Das Reaktionsgemisch wird anschließend einer Destillation unterworfen, wobei 951/o im Temperaturbereich von 74 bis 80° bei 14 mm Hg übergehen. Setzt man dieser Fraktion in gleicher Menge Methacrylsäuremethylester zu ,und polymerisiert dieses Gemisch in Gegenwart von 0,10/0 Benzoylperoxyd bei einer Temperatur von 60° im Block, so erhält man nach 12 Stunden ein glasklares Polymerisat, welches gute filmbildende Eigenschaften, gute thermische Beständigkeit und gute Lichtechtheit aufweist. Beispiel 2 100 Gewichtsteile Methylisopropenylketon werden 12 Stunden am Rückflußkühler auf Siedetemperatur genalten und das Reaktionsgemisch anschließend unter vermindertem Druck destilliert, wobei 85 % im Temperaturbereich von 74 bis 80° übergehen. Setzt man diesem Reaktionsprodukt die doppelte Menge Styrol zu und polymerisiert dieses Gemisch in Gegenwart von 25 %- Butylhydroperoxyd bei einer Temperatur von 70° im Block, so erhält man nach 15 Stunden ein festes Polymerisat von guter thermischer Beständigkeit. Die Lösung dieser Polymerisate in den üblichen organischen Lösungsmitteln weist gute filmbildende Eigenschaften auf und ,gibt Filme von hoher Flexibilität.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Mischpolymerisation von Methylisopropenylketon mit Vinylverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man das monomere Methylisopropenylketon zunächst einer Wärmevorbe'handlung unterwirft, wobei vorzugsweise Dimeren des Methylisopropenylketons entstehen, und daß dann erst die Mischpolymerisation dieses Reaktionsproduktes gemeinsam mit den Vinylverbindungen nach an sich bekannten Polymerisationsmethoden durchgeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 608 681; französische Patentschrift Nr. 803 563.
DER17584A 1955-10-13 1955-10-13 Verfahren zur Mischpolymerisation von Methylisopropenylketon mit Vinylverbindungen Pending DE1004807B (de)

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Family

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE608681C (de) * 1933-03-02 1935-01-29 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen
FR803563A (fr) * 1935-03-23 1936-10-03 Ig Farbenindustrie Ag Produits de polymérisation et leur procédé de production

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE608681C (de) * 1933-03-02 1935-01-29 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen
FR803563A (fr) * 1935-03-23 1936-10-03 Ig Farbenindustrie Ag Produits de polymérisation et leur procédé de production

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