DE10048587A1 - Verschließbares Kraftfahrzeugstaufach - Google Patents
Verschließbares KraftfahrzeugstaufachInfo
- Publication number
- DE10048587A1 DE10048587A1 DE2000148587 DE10048587A DE10048587A1 DE 10048587 A1 DE10048587 A1 DE 10048587A1 DE 2000148587 DE2000148587 DE 2000148587 DE 10048587 A DE10048587 A DE 10048587A DE 10048587 A1 DE10048587 A1 DE 10048587A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- flap
- storage compartment
- motor vehicle
- surrounding
- compartment according
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 2
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 2
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 2
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 2
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 2
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 2
- 235000009508 confectionery Nutrition 0.000 description 1
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 1
- 238000001746 injection moulding Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 230000002093 peripheral effect Effects 0.000 description 1
- 230000036316 preload Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60R—VEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60R7/00—Stowing or holding appliances inside vehicle primarily intended for personal property smaller than suit-cases, e.g. travelling articles, or maps
- B60R7/04—Stowing or holding appliances inside vehicle primarily intended for personal property smaller than suit-cases, e.g. travelling articles, or maps in driver or passenger space, e.g. using racks
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60R—VEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60R7/00—Stowing or holding appliances inside vehicle primarily intended for personal property smaller than suit-cases, e.g. travelling articles, or maps
- B60R7/04—Stowing or holding appliances inside vehicle primarily intended for personal property smaller than suit-cases, e.g. travelling articles, or maps in driver or passenger space, e.g. using racks
- B60R7/06—Stowing or holding appliances inside vehicle primarily intended for personal property smaller than suit-cases, e.g. travelling articles, or maps in driver or passenger space, e.g. using racks mounted on or below dashboards
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Vehicle Step Arrangements And Article Storage (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft ein verschließbares Staufach (2) in einem Kraftfahrzeug, mit einer Zugriffsöffnung (10) und mit einer schwenkbaren Klappe (8), die in einem Gelenk (22) gelagert ist und zum Öffnen und Schließen des Staufachs (2) auf bzw. zu geklappt werden kann. Um die Zugriffsöffnung (10) bei geöffneter Klappe (8) zu vergrößern, ohne dass die offene Klappe (8) weit über die umgebende Oberfläche übersteht, umfasst das Gelenk (22) erfindungsgemäß mindestens eine Schwinge (24), deren eines Ende schwenkbar mit der Klappe (8) verbunden ist und deren anderes Ende schwenkbar mit einem das Staufach (2) umgebenden Teil (6) des Kraftfahrzeugs verbunden ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein verschließbares Staufach in einem Kraftfahrzeug, mit einer
Zugriffsöffnung und mit einer schwenkbaren Klappe, die in einem Gelenk gelagert ist und
zum Öffnen und Schließen des Staufachs auf bzw. zu geklappt werden kann.
Verschließbare Stau- oder Ablagefächer in Kraftfahrzeugen, insbesondere in
Personenkraftwagen, die zur Unterbringung von Brillen, Schreibmaterial, Straßenkarten,
Süßigkeiten oder andere kleineren Gegenständen dienen und in der Instrumententafel, in
einem Teil der Innenraumverkleidung, an der Rückseite einer Sitzrückenlehne oder an
anderer Stelle des Fahrgastraums des Kraftfahrzeugs angeordnet sind, wo sie für einen
Fahrzeuginsassen bequem erreichbar sind, sind bei vielen Kraftfahrzeugen vorgesehen.
Bei einer Anbringung in der Instrumententafel befindet sich die Zugriffsöffnung
gewöhnlich auf der dem Fahrgastraum zugewandten Vorderseite der Instrumententafel
und ist durch eine schwenkbare Klappe verschlossen, die an ihrem unteren Rand um
eine starre horizontale Achse schwenkbar an der Instrumententafel angelenkt und an
ihrem oberen Rand mit einem Schloss zum Arretieren der geschlossenen Klappe
versehen ist. Bei Öffnen der Klappe kann diese ausreichend weit nach unten geschwenkt
werden, um einen ungehinderten Zugriff auf die Gegenstände im Staufach zu
ermöglichen. Wenn das Staufach jedoch auf der Oberseite der Instrumententafel
angeordnet und mit einer Klappe versehen ist, die zum Öffnen nach oben verschwenkt
wird, wie bei einem der Personenkraftwagen der Anmelderin, muss der Öffnungs- oder
Schwenkwinkel der Klappe begrenzt werden, um eine Beeinträchtigung des Blickfeldes
des Fahrers bei geöffneter Klappe zu verhindern. Ein kleiner Öffnungs- oder
Schwenkwinkel führt jedoch zu einer Zugriffsöffnung mit einer verhältnismäßig geringen
Öffnungsweite, wodurch der Zugriff auf die im Inneren des Staufachs befindlichen
Gegenstände beeinträchtigt wird.
Ähnliche Probleme können bei Staufächern an der Rückseite von Sitzrückenlehnen
auftreten, wo ein großer Öffnungs- oder Schwenkwinkel die Bewegungsfreiheit eines
hinter der Rückenlehne sitzenden Fahrzeuginsassen beeinträchtigen kann.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einem Staufach der
eingangs genannten Art die Zugriffsöffnung bei geöffneter Klappe zu vergrößern, ohne
dass die offene Klappe weit über die umgebende Oberfläche übersteht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Gelenk zwischen der
Klappe und einem das Staufach umgebenden Teil des Kraftfahrzeugs mindestens eine
Schwinge umfasst, deren eines Ende schwenkbar mit der Klappe verbunden ist und
deren anderes Ende schwenkbar mit dem umgebenden Teil des Kraftfahrzeugs, d. h. bei
den oben genannten Beispielen mit der Instrumententafel bzw. mit der Sitzrückenlehne,
verbunden ist.
Aufgrund der Schwinge, die beim Öffnen und Schließen der Klappe jeweils mit derselben
Drehrichtung wie die Klappe selbst verschwenkt wird, führt die Klappe beim Öffnen und
Schließen eine kombinierte Schwenk- und Verschiebebewegung durch, durch welche die
Zugriffsöffnung beim Öffnen ohne eine Vergrößerung des Schwenk- oder
Öffnungswinkels der Klappe vergrößert werden kann.
Die in geschlossenem Zustand üblicherweise versenkt in der umgebenden Oberfläche
angeordnete Klappe wird zudem durch die Schwinge beim Öffnen im Bereich ihres
gelenkseitigen Randes durch eine überwiegend aufwärts, d. h. von der umgebenden
Oberfläche weg gerichtete Schwenkbewegung der Schwinge aus der Versenkung heraus
über die umgebende Oberfläche angehoben, bevor sie sich anschließend in diesem
Bereich über die umgebende Oberfläche schiebt. Dadurch kann das erforderliche
Spaltmaß im Bereich des gelenkseitigen Randes verkleinert und das Fugenbild der um
die Klappe umlaufenden Fuge homogenisiert werden.
Um eine gute Führung und einen passgenauen Sitz der Klappe zu gewährleisten, sieht
eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung vor, dass diese in einem Abstand
vom Gelenk und vorzugsweise in der Nähe ihres an die Zugriffsöffnung angrenzenden
öffnungsseitigen Randes an mindestens einer weiteren Stelle beweglich mit einem das
Staufach umgebenden Teil des Kraftfahrzeugs verbunden ist. Diese Verbindung kann
ebenfalls eine Schwinge umfassen, besteht jedoch bevorzugt aus einer Führungskulisse,
die dazu dient, die Klappe bei ihrer Öffnungs- und Schließbewegung zu führen.
Vorzugsweise bildet die Klappe mit dem das Staufach umgebenden Teil des
Kraftfahrzeugs eine Viergelenkkette in Form einer Schubschwinge, wobei der das
Staufach umgebende Teil des Kraftfahrzeugs die Gestellkoppel bildet. Durch die Länge
der Schwinge und die Anordnung der beiden Schwenkgelenke der Schwinge an der
Klappe bzw. an dem das Staufach umgebenden Teil des Kraftfahrzeugs sowie durch die
Form der Führungskulisse kann der Bewegungsweg der Klappe verändert und an die
jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden. Weiter kann zu diesem Zweck die
Schwenkbewegung der Schwinge in Bezug zu dem das Staufach umgebenden Teil des
Kraftfahrzeugs begrenzt werden, so dass die Schwinge angehalten wird, bevor das
Staufach vollständig geöffnet ist, und die Klappe anschließend zum vollständigen Öffnen
des Staufachs nur noch in Bezug zur Schwinge verschwenkt wird.
Eine besonders stabile Befestigung und Führung der Klappe wird erreicht, wenn diese
jeweils an oder in der Nähe ihrer beiden entgegengesetzten Seitenränder beweglich mit
dem das Staufach umgebenden Teil des Kraftfahrzeugs verbunden wird, d. h. in der
Nähe ihres gelenkseitigen Randes beidseitig durch jeweils eine Schwinge und in der
Nähe ihres Öffnungsseitigen Randes beidseitig durch jeweils eine Führung. Dazu weist
die Klappe zweckmäßig zwei Seitenwangen auf, die das Staufach beidseitig begrenzen,
wobei sie in der Nähe ihres scharnierseitigen Endes mit einem Drehgelenk für das eine
Ende der Schwinge und in der Nähe ihres Öffnungsseitigen Endes mit einer
Führungskulisse für einen Führungsbolzen versehen sind, der über den das Staufach
umgebende Teil des Kraftfahrzeugs übersteht.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Klappe im
Querschnitt ein Kastenprofil auf, wobei sie zweckmäßig aus einem Deckelteil, zwei in
Richtung des Staufachs über den Deckelteil überstehenden Seitenwangen und einem die
Seitenwangen verbindenden Bodenteil besteht, so dass das Staufach außer im Bereich
der Zugriffsöffnung auf allen Seiten von der Klappe umgeben ist und die Zugriffsöffnung
von den freien Rändern des Deckelteils, der beiden Seitenwangen und des Bodenteils
begrenzt wird.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Klappe durch
eine Feder in Öffnungsrichtung vorgespannt und weist zweckmäßig einen an oder in der
Nähe ihres Öffnungsseitigen Randes angeordneten Arretiermechanismus auf, mit dem
sie sich in geschlossenem Zustand arretieren lässt, beispielsweise einen
Rastmechanismus, der beim Schließen der Klappe mit dem das Staufach umgebenden
Teil des Kraftfahrzeugs in Rasteingriff tritt, der zum Öffnen der Klappe durch einen
Drucktaster oder dergleichen wieder gelöst werden kann. An die Stelle einer
Vorspannfeder und eines Rastmechanismus kann auch ein sogenannter Tip- oder Push-
push-Mechanismus treten, mit dem sich die geschlossene Klappe durch eine darauf
ausgeübte Druckkraft in eine Freigabestellung bringen lässt, aus der sie durch die Kraft
einer Feder des Mechanismus aufgeklappt wird.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 bis 3 teilweise geschnittene schematische Seitenansichten eines
erfindungsgemäßen Staufachs in der Oberseite einer Instrumententafel eines
Personenkraftwagens;
Fig. 4 eine Querschnittsansicht entlang der Linie IV-IV aus Fig. 1;
Fig. 5 eine Querschnittsansicht entlang der Linie V-V aus Fig. 1.
Das in der Zeichnung dargestellte verschließbare Staufach 2 besteht im Wesentlichen
aus einer flachen schachtartigen Ausnehmung 4 in der Oberseite einer Instrumententafel
6 eines Personenkraftwagens sowie einer beweglich in die Ausnehmung 4 eingesetzten
Klappe 8 mit einem kastenförmigen Querschnitt, die das zur Aufnahme von
Straßenkarten, Brillen, Notizbüchern und dergleichen dienende Staufach 2 außer an
einer bei geöffneter Klappe 8 (Fig. 3) entgegen der Fahrtrichtung nach hinten in Richtung
des Fahrgastraums weisenden Zugriffsöffnung 10 allseitig umgibt.
Die Klappe 8 besteht im Wesentlichen aus einen oberen Deckelteil 12, zwei nach unten
über den Deckelteil 12 überstehenden Seitenwangen 14 und einem die unteren Ränder
der Seitenwangen 14 verbindenden Bodenteil 16, welche das Staufach 2 nach oben, an
den Seiten bzw. nach unten sowie an seinem von der Zugriffsöffnung 10 abgewandten
vorderen Ende begrenzen, so dass es mit Ausnahme der Zugriffsöffnung 10 allseitig von
der Klappe 8 umgeben ist. Der Bodenteil 16 ist in Bezug zum Deckelteil 12 etwas
entgegen der Fahrtrichtung verlängert, d. h. in Richtung der Zugriffsöffnung 10, wodurch
die von den freien Rändern des Deckelteils 12, der Seitenwangen 14 und des Bodenteils
16 begrenzte Zugriffsöffnung 10 etwas größer wird. Die Klappe 8 kann einstückig durch
Spritzgießen hergestellt sein oder aus mehreren zusammengesetzten Teilen bestehen.
Die Ausnehmung 4 in der Oberseite der Instrumententafel 6 weist einen rechteckigen
Umriss auf und besitzt eine in Richtung der Zugriffsöffnung 10 leicht zunehmende Tiefe.
Sie ist am oberen Rand mit einer umlaufenden Schulter 18 versehen, die einen
überstehenden Rand 20 des Deckelteils 12 aufnimmt, so dass die Oberseite des
Deckelteils 12 der geschlossenen Klappe 8 mit der Oberseite der Instrumententafel 6
fluchtet (Fig. 1).
Die Klappe 8 ist an ihrem vom Fahrgastraum abgewandten vorderen Ende (in Bezug zur
Fahrtrichtung des Pkw) gelenkig mit der Instrumententafel 6 verbunden, so dass sich ihr
hinteres Ende beim Öffnen unter Freigabe der Zugriffsöffnung 10 nach oben bewegen
kann.
Die Gelenkverbindung 22 umfasst zwei zueinander parallele Schwingen 24, deren eines
Ende jeweils schwenkbar mit einer der Seitenwangen 14 der Klappe 8 verbunden ist,
während ihr anderes Ende drehbar auf einer quer durch die Ausnehmung 4 verlaufenden
Welle 26 gelagert ist, wie am besten in Fig. 4 anhand eines möglichen
Ausführungsbeispiels dargestellt. Bei dem Beispiel in Fig. 4 weisen die beiden
Schwingen 24 an ihrem oberen Ende nach innen überstehende zylindrische Fortsätze 28
auf, welche jeweils eine Bohrung 30 in der benachbarten Seitenwange 14 der Klappe 8
durchsetzen und ebenso wie die Welle 26 durch Sicherungsscheiben 32 in ihrer Lage
festgehalten werden. Das untere Ende der beiden Schwingen 24 ist jeweils einstückig mit
einer Rohrhülse 34 verbunden, die innerhalb der Ausnehmung 4 über die Welle 26
geschoben und um deren Mittelachse drehbar ist.
Wie am besten in Fig. 1 dargestellt, sind die Schwingen 24 bei geschlossener Klappe 8
im wesentlichen horizontal ausgerichtet, wobei ihr oberes, mit der Klappe 8 verbundenes
Ende von der Welle 26 aus etwa in Richtung der Zugriffsöffnung 10 weist. Beim Öffnen
und Schließen der Klappe 8 werden die Schwingen 24 stets in derselben Richtung wie
die Klappe 8 selbst verschwenkt, wobei der Schwenk- oder Öffnungswinkel etwa 20 bis
30 Grad beträgt.
Beim Öffnen der Klappe (in den Fig. 1 bis 3 entgegen dem Uhrzeigersinn) wird
aufgrund der Schwingen 24 zuerst der gelenkseitige Rand der Klappe 8 etwas
angehoben, bis sich der gesamte Deckelteil 12 über der umgebenden Oberseite der
Instrumententafel 6 befindet, und dann die Klappe 8 verschwenkt und gleichzeitig in
Fahrtrichtung verschoben, wobei sich ihr gelenkseitiger Rand über den Rand der
Ausnehmung 4 schiebt, wie am besten in Fig. 2 und 3 dargestellt. Durch diese
kombinierte Schwenk- und Verschiebebewegung der Klappe 8 befindet sich der freie
Rand des verlängerten Bodenteils 16 bei geöffneter Klappe 8 in einem geringen Abstand
von der Schulter 18, so dass dort nur ein schmaler Spalt 38 zwischen der Klappe 8 und
der Instrumententafel 6 vorhanden ist.
Um für eine bessere Befestigung der Klappe 8 und gleichzeitig für einen definierten
Bewegungsweg der Klappe 8 zu sorgen, wird die Bewegung der Klappe 8 durch eine
zwischen dem Gelenk 22 und der Zugriffsöffnung 10 und vorzugsweise in der Nähe der
letzteren angeordnete Kulissenführung 40 geführt. Diese Kulissenführung 40 umfasst
zwei langgestreckte deckungsgleiche Aussparungen 42 in den beiden Seitenwangen 14
der Klappe 8, die jeweils als Führungskulisse für zwei fluchtende Führungsbolzen 44
dienen, welche nach innen über entgegengesetzte Seitenwände 46 der Ausnehmung 4
überstehen und jeweils eine der Aussparungen 42 durchsetzen.
Die unteren Enden der Aussparungen 42 bilden Anschläge für die Führungsbolzen 44,
welche die Öffnungsbewegung der Klappe 8 anhalten, wenn der freie Rand des
Bodenteils 16 angrenzend an die Zugriffsöffnung 10 mit der Oberfläche der
Instrumententafel 6 bzw. mit der Schulter 18 fluchtet, wie in Fig. 3 dargestellt. Alternativ
können jedoch auch an einer anderen Stelle Anschläge vorgesehen sein.
Die Klappe 8 als Gestellkoppel bildet zusammen mit den beiden Schwingen 24 als
Kurbel, den beiden Kulissenführungen 40 als Schwinge und der Instrumententafel 6 als
Gestell eine Viergelenkkette, die für eine definierte oder statisch bestimmte Bewegung
der Klappe 8 sorgt.
Die Klappe 8 ist mit einem sogenannten Tip-Mechanismus 50 als bevorzugtem Antrieb
versehen, wie am besten in Fig. 1 und 3 dargestellt. Dieser Tip-Mechanismus spannt die
Klappe 8 durch Federkraft in Öffnungsrichtung vor und gestattet es in der Schließstellung
der Klappe 8, diese durch eine von außen her auf den Deckelteil 12 ausgeübte
Druckkraft zu öffnen. Alternativ kann als Antrieb jedoch auch eine Schenkelfeder oder
Schraubendrehfeder vorgesehen sein, die zwischen einer der Schwingen 24 und dem
Deckelteil 12 oder der Instrumententafel 6 angeordnet ist.
Der unter dem Boden der Klappe 8 in der Ausnehmung 4 angeordnete Tip-Mechanismus
50 besteht im wesentlichen aus einer in einem Boden 52 der Ausnehmung 4 versenkten
zylindrischen Hülse 54 mit einem offenen oberen Ende, einem in das obere Ende der
Hülse 54 eingesetzten zylindrischen Betätigungselement 56, das axial in der Hülse 54
verschiebbar ist und durch eine Schraubendruckfeder 58 nach oben gedrückt wird, sowie
einer in der Umfangsfläche des Betätigungselements 56 ausgesparten geschlossenen
herzförmigen Kulissenkurve 60, in der ein bewegliches Gleitelement 62 verschiebbar ist.
Das Gleitelement 62 wird von der umgebogenen Spitze eines am Boden der Hülse 54
befestigten, nach oben überstehenden Drahts 64 gebildet, der durch ein nach oben
umgebogenes Ende einer unter der Hülse 54 befestigten Blattfeder 66 in Richtung des
Umfangs des Betätigungselements 56 vorgespannt wird, so dass seine Spitze stets
gegen den Grund der Kulissenkurve 60 gedrückt wird.
Die Kulissenkurve 60 weist aufeinanderfolgende Abschnitte I bis IV auf, zwischen denen
Stufen A, B, C, D angeordnet sind. Die Kulissenkurve 60 besitzt eine in der gewünschten
Bewegungsrichtung (Pfeil E) des Gleitelements 62 zu den Stufen A, B, C, D hin
allmählich abnehmende und an den Stufen schlagartig zunehmende Tiefe, so dass das
in die Kulissenkurve gedrückte vorgespannte Gleitelement 62 die Stufen A, B, C, D nur in
der gewünschten Bewegungsrichtung überwinden kann.
Wenn bei geschlossener Klappe 8 (Fig. 1) eine Druckkraft auf die Oberseite der Klappe
8 ausgeübt wird, bewegt sich diese in der Ausnehmung 4 etwas nach unten, wobei das
Betätigungselement 56 aus der in Fig. 1 dargestellten Stellung entgegen der Kraft der
Feder 58 etwas nach unten in die Hülse 54 gedrückt wird. Dabei verschiebt sich das
Gleitelement 62 in Richtung des Pfeils E durch den Abschnitt III der Kulissenkurve 60
und gelangt über die zwischen den Abschnitten III und IV angeordnete Stufe C in den
Abschnitt IV. Wenn anschließend der Druck auf die Oberseite der Klappe 8 entlastet
wird, verschiebt sich das Betätigungselement 56 infolge der von der Feder 58
aufgebrachten Federkraft nach oben, wobei sich das Gleitelement 62 nach dem
Passieren des Abschnitts IV über die zwischen den Abschnitten IV und I angeordneten
Stufe D in die in Fig. 3 dargestellte Position und die Klappe 8 in die Offenstellung
bewegt.
Wenn die Klappe 8 zum Schließen in die Ausnehmung 4 gedrückt wird, drückt ihr
Bodenteil 16 auf das Betätigungselement 56, das dann durch die auf die Klappe 8
ausgeübte Druckkraft entgegen der Kraft der Schraubendruckfeder 58 wieder aus der in
Fig. 3 dargestellten ausgefahrenen Position nach unten in die Hülse 54 gedrückt wird.
Dabei verschiebt sich das Gleitelement 62 am Betätigungselement 56 entlang nach oben
(Pfeil E) durch den Abschnitt I der Kulissenkurve 60, bis es zuerst über die zwischen den
Abschnitten I und II angeordnete Stufe A rutscht und dann nach Entlastung der
Druckkraft über die Stufe B in den Abschnitt III gelangt (Fig. 5). In dieser Stellung wird
das Betätigungselement 56 vom Gleitelement 62 festgehalten und kann nur durch
erneuten Druck auf die Oberseite der Klappe 8 wieder gelöst werden, wie oben bereits
beschrieben.
Claims (16)
1. Verschließbares Kraftfahrzeugstaufach mit einer Zugriffsöffnung und mit einer
Klappe zum Verschließen der Zugriffsöffnung, die in einem Gelenk gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (22) mindestens eine Schwinge (24)
umfasst, deren eines Ende schwenkbar mit der Klappe (8) verbunden ist und
deren anderes Ende schwenkbar mit einem das Staufach (2) umgebenden Teil
(6) des Kraftfahrzeugs verbunden ist.
2. Kraftfahrzeugstaufach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der das
Staufach (2) umgebende Teil des Kraftfahrzeugs die Instrumententafel (6) des
Kraftfahrzeugs ist.
3. Kraftfahrzeugstaufach nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das
Staufach (2) auf der Oberseite der Instrumententafel (6) angeordnet ist, und dass
sich die Klappe (8) beim Öffnen nach oben bewegt.
4. Kraftfahrzeugstaufach nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die Klappe (8) in geschlossenem Zustand in dem das
Staufach (2) umgebenden Teil (6) des Kraftfahrzeugs versenkt ist, so dass ihre
Ober- oder Außenseite mit einer umgebenden Oberfläche des Teils (6) des
Kraftfahrzeugs bündig ist.
5. Kraftfahrzeugstaufach nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein zum
Gelenk (22) benachbarter Rand der Klappe (8) beim Öffnen des Staufachs (2)
durch eine Schwenkbewegung der Schwinge (24) aus der Versenkung heraus
über die umgebende Oberfläche angehoben wird.
6. Kraftfahrzeugstaufach nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich der
zum Gelenk (22) benachbarte Rand der Klappe (8) durch die Schwenkbewegung
der Schwinge (24) anschließend über die umgebende Oberfläche schiebt.
7. Kraftfahrzeugstaufach nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass das Gelenk (22) zwei zueinander parallele Schwingen (24)
umfasst, die jeweils auf entgegengesetzten Seiten des Staufachs (2) angeordnet
sind.
8. Kraftfahrzeugstaufach nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Klappe (8) zwischen dem Gelenk (22) und der
Zugriffsöffnung (10) und vorzugsweise in der Nähe der letzteren in Bezug zu dem
das Staufach (2) umgebenden Teil (6) des Kraftfahrzeugs geführt ist.
9. Kraftfahrzeugstaufach nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Klappe (8) mit dem das Staufach (2) umgebenden Teil
(6) des Kraftfahrzeugs eine Viergelenkkette bildet.
10. Kraftfahrzeugstaufach nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Klappe (8) beim Öffnen und Schließen eine definierte
Bewegungsbahn durchläuft.
11. Kraftfahrzeugstaufach nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Klappe (8) zwei das Staufach (2) seitlich begrenzende
Seitenwangen (14) aufweist, von denen mindestens eine durch eine
Kulissenführung (40) beweglich mit dem das Staufach (2) umgebenden Teil (6)
des Kraftfahrzeugs verbunden ist.
12. Kraftfahrzeugstaufach nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Klappe (8) im Querschnitt ein Kastenprofil aufweist
und mindestens aus einem dem Fahrgastraum zugewandten Deckelteil (12), zwei
vom Fahrgastraum weg über den Deckelteil (12) überstehenden Seitenwangen
(14) und einem die Seitenwangen (14) verbindenden Bodenteil (16) besteht, die
das Staufach (2) außer im Bereich der Zugriffsöffnung (10) allseitig umgeben.
13. Kraftfahrzeugstaufach nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Klappe (8) durch eine Feder in Öffnungsrichtung
vorgespannt ist.
14. Kraftfahrzeugstaufach nach einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch einen in der Nähe der Zugriffsöffnung an der Klappe
angebrachten Arretiermechanismus zum Arretieren der geschlossenen Klappe.
15. Kraftfahrzeugstaufach nach einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch einen Tip-Mechanismus (34) zum Öffnen und Schließen
der Klappe (8).
16. Kraftfahrzeug mit einem Staufach (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000148587 DE10048587A1 (de) | 2000-09-30 | 2000-09-30 | Verschließbares Kraftfahrzeugstaufach |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000148587 DE10048587A1 (de) | 2000-09-30 | 2000-09-30 | Verschließbares Kraftfahrzeugstaufach |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10048587A1 true DE10048587A1 (de) | 2002-04-11 |
Family
ID=7658289
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000148587 Withdrawn DE10048587A1 (de) | 2000-09-30 | 2000-09-30 | Verschließbares Kraftfahrzeugstaufach |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10048587A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006008663A1 (de) * | 2006-02-24 | 2007-01-25 | Audi Ag | Vorrichtung zum Abdecken eines Ablagefachs |
| DE102008019867A1 (de) * | 2008-04-16 | 2009-11-12 | Faurecia Innenraum Systeme Gmbh | Staufach |
| DE102009036326B3 (de) * | 2009-08-05 | 2010-07-08 | Faurecia Innenraum Systeme Gmbh | Staufach |
| DE102016106651A1 (de) * | 2016-04-12 | 2017-10-12 | Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Mechanismus und Verfahren zum Betätigen einer Ladeklappe |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20002290U1 (de) * | 2000-02-09 | 2000-04-13 | Jos. Weber GmbH & Co. KG Kunststofftechnik und Formenbau, 35683 Dillenburg | Ascher für Fahrzeuge o.dgl. |
| DE20005552U1 (de) * | 2000-03-24 | 2000-06-08 | OLHO-Technik Oleff & Holtmann oHG, 32584 Löhne | In ein Kraftfahrzeug einbaubares, mit einem Deckel versehenes Ablagefach |
-
2000
- 2000-09-30 DE DE2000148587 patent/DE10048587A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20002290U1 (de) * | 2000-02-09 | 2000-04-13 | Jos. Weber GmbH & Co. KG Kunststofftechnik und Formenbau, 35683 Dillenburg | Ascher für Fahrzeuge o.dgl. |
| DE20005552U1 (de) * | 2000-03-24 | 2000-06-08 | OLHO-Technik Oleff & Holtmann oHG, 32584 Löhne | In ein Kraftfahrzeug einbaubares, mit einem Deckel versehenes Ablagefach |
Cited By (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006008663A1 (de) * | 2006-02-24 | 2007-01-25 | Audi Ag | Vorrichtung zum Abdecken eines Ablagefachs |
| DE102008019867A1 (de) * | 2008-04-16 | 2009-11-12 | Faurecia Innenraum Systeme Gmbh | Staufach |
| WO2009127439A3 (de) * | 2008-04-16 | 2010-06-17 | Faurecia Innenraum Systeme Gmbh | Staufach |
| DE102008019867B4 (de) * | 2008-04-16 | 2012-12-20 | Faurecia Innenraum Systeme Gmbh | Staufach |
| US8727413B2 (en) | 2008-04-16 | 2014-05-20 | Faurecia Innenraum Systeme Gmbh | Storage compartment |
| DE102009036326B3 (de) * | 2009-08-05 | 2010-07-08 | Faurecia Innenraum Systeme Gmbh | Staufach |
| WO2011015382A1 (de) | 2009-08-05 | 2011-02-10 | Faurecia Innenraum Systeme Gmbh | Staufach |
| DE102016106651A1 (de) * | 2016-04-12 | 2017-10-12 | Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Mechanismus und Verfahren zum Betätigen einer Ladeklappe |
| US10352078B2 (en) | 2016-04-12 | 2019-07-16 | Dr. Ing. h.c.F Porsch Aktiengesellschaft | Mechanism and method for actuating a charging flap |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69801325T2 (de) | Verbesserte gelenkvorrichtung eines an einer kraftfahrzeugkarosserie schwenkbar angeordneten flügels | |
| DE19811783C1 (de) | Abdeckbarer Behälter | |
| DE19517705C2 (de) | Tankmulde | |
| DE102007045394B4 (de) | Überkopfablagefach für ein Fahrzeug | |
| DE112017004511B4 (de) | Schließvorrichtung | |
| DE19513520C1 (de) | Kraftfahrzeug mit einer Heckklappe, insbesondere für Mehrzweck- oder Kombiwagen | |
| DE10041361A1 (de) | Heckklappe für ein Kraftfahrzeug | |
| DE10392430T5 (de) | Heck-Ablage-Systgem für ein Cabrio-Fahrzeug mit einem Hart-Falt-Dach | |
| DE102014117143B4 (de) | Armlehnen-Sperrvorrichtung | |
| DE1630497A1 (de) | Tuer-Feststellvorrichtung | |
| DE10326883B4 (de) | Stauraum für eine Fahrgastzelle | |
| DE19833168B4 (de) | Griffbeschlag für eine Kfz-Schiebetür | |
| DE10048587A1 (de) | Verschließbares Kraftfahrzeugstaufach | |
| DE10117769B4 (de) | Vorrichtung zur Unterstützung einer Öffnungsbewegung einer Fahrzeugklappe | |
| DE602005000403T2 (de) | Abdeckklappe für eine Kraftfahrzeugkarrosserie und Kraftfahrzeug mit einer derartigen Abdeckklappe | |
| DE19714106C2 (de) | Umwandelbares Fahrzeugdach | |
| DE102004005969B4 (de) | Sitz | |
| EP1862623B1 (de) | Schwenksicherung | |
| DE69609016T2 (de) | Ein schwenkbarer Stossfänger für Kraftfahrzeuge, insbesondere für Personenkraftwagen | |
| DE29920826U1 (de) | Klappe zum Verschließen einer Karosserieöffnung | |
| DE3814628C2 (de) | ||
| DE10049428A1 (de) | Verschließbares Kraftfahrzeugstaufach | |
| EP1848603B1 (de) | Hardtop-verdeck | |
| DE29804385U1 (de) | Abdeckung für Verdeckkasten von Cabriofahrzeugen | |
| EP1431106B1 (de) | Klappbarer Sitz |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8141 | Disposal/no request for examination |