DE10047952A1 - Absperranordnung für einen Wasserkühler eines Kraftfahrzeugs - Google Patents
Absperranordnung für einen Wasserkühler eines KraftfahrzeugsInfo
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Abstract
Bei der Absperranordnung für einen Wasserkühler eines Kraftfahrzeugs ist die mit radialen Klappen versehene Absperrvorrichtung zwischen der Zarge und dem Elektrolüfter angeordnet. Der Verstellring für die Klappen befindet sich hinter der Ebene der Klappenlagerung, wodurch die Absperranordnung eine geringere Bautiefe erhält und die Anströmfläche des Kühlers vergrößert ist, da der Verstellring nicht den Zustrom der Kühlluft aus seitlichen Kühlerbereichen beeinträchtigt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Absperranordnung für einen Wasserkühler eines
Kraftfahrzeugs, mit einer Absperrvorrichtung und einem Elektrolüfter, die an einer
Zarge befestigt sind, die hinter dem Wasserkühler angebracht sind, wobei die
Absperrvorrichtung radial angeordnete Klappen enthält, die mit Zapfen außen in
einem Absperring und innen in einem Lagerring und außerdem mit Verstellzapfen in
einem Verstellring gelagert sind und wobei der Verstellring durch eine
Betätigungseinrichtung drehbar ist, um die Klappen zu öffnen oder zu schließen.
Eine derartige Absperranordnung ist ein Bestandteil des Küh
lungsmanagementsystems eines Kraftfahrzeugs und dient dazu, den Luftdurchsatz
durch den Kühler den jeweiligen Gegebenheiten entsprechend einzustellen. Bei
geschlossener Absperrvorrichtung wird der Luftdurchsatz drastisch verringert,
wodurch der Verbrennungsmotor rascher seine Betriebstemperatur erreicht und der
Innenraum des Kraftfahrzeugs in kürzerer Zeit erwärmt wird. Außerdem reduziert
eine geschlossene Absperrvorrichtung den cw-Wert eines Kraftfahrzeugs und trägt
zur Dämmung der Motorgeräusche bei.
Nach Erhalt eines Steuersignals dreht die Betätigungseinrichtung den Verstellring,
wobei der Drehwinkel proportional zur Höhe des Steuersignals ist. Im Verstellring
werden die Steuerzapfen der Klappen geführt, wodurch diese um einen definierten
Winkel geschwenkt und damit der Luftdurchsatz verändert wird.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Absperranordnung der
betrachteten Art so weiter zu entwickeln, daß die Bautiefe der Anordnung, d. h. ihre
in Fahrtrichtung liegenden Abmessungen verringert sind und/oder die Kühlleistung
der Anordnung erhöht ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1
gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
Bei der erfindungsgemäßen Absperranordnung ist der Elektrolüfter in Fahrtrichtung
gesehen hinter der Absperrvorrichtung angeordnet, und der Verstellring liegt hinter
der Ebene der Lagerung der Klappen. Durch die Anordnung der Absperrvorrichtung
vor dem Elektrolüfter ergibt sich ein geringerer Platzbedarf in der nachfolgend als X-
Richtung bezeichneten Fahrtrichtung hinter dem Kühler. Dadurch, daß der
Verstellring hinter der Klappenlagerung liegt, beeinträchtigt dieser bei geöffneten
Klappen nicht den Zustrom der Kühlluft aus den seitlichen Kühlerbereichen, so daß
die Anströmfläche des Kühlers vergrößert ist und die außerhalb der von der
Absperrvorrichtung überdeckten Fläche liegenden Bereiche des Kühlers besser
genutzt werden. Die Kühlluftzufuhr und damit die Kühlleistung des Systems werden
damit optimiert.
Wenn auf diese erhöhte Kühlleistung verzichtet werden kann, kann die Einbauhöhe
um den lichten Abstand, durch den anderenfalls die seitliche Kühlluftzufuhr erfolgt,
verringert werden, wodurch die Bautiefe der gesamten Anordnung beträchtlich
verringert werden kann.
Die Verstellzapfen können an der äußeren Randkante der Klappen angeordnet sein,
so daß die Klappen in einen äußeren Verstellring eingreifen. Es liegt aber auch im
Rahmen der Erfindung, daß die Verstellzapfen an den inneren Randkanten der
Klappen angeordnet sein können, womit der Verstellring radial innen an dem
Lagerring angeordnet ist. Die Verstellzapfen sind zweckmäßigerweise an der
Randkante der hinteren Klappenhälfte angespritzt.
Weiter wird mit großem Vorteil vorgeschlagen, daß der Verstellring radial innen eine
schräg nach hinten weisende Kante aufweist. Hierdurch wird verhindert, daß
Kühlluft zwischen dem umlaufenden Bund am Lüfterrad und dem Absperring
zurückströmt, wodurch die Kühlleistung beeinträchtigt würde.
Wenn der Verstellring - wie oben erwähnt - die Klappen an inneren Verstellzapfen
hält, hat dies ebenfalls den Vorteil, daß der Zustrom der Kühlluft aus den seitlichen
Kühlerbereichen nicht beeinträchtigt wird.
Mit großem Vorteil wird weiter vorgeschlagen, daß die Verstellzapfen nicht - wie
dies bisher bekannt ist - in Bohrungen des Verstellrings eingreifen, sondern sie sind
nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung in Steuerschlitzen geführt, die bei der
Klappenverstellung eine Bewegung des Verstellrings in x-Richtung vermeiden. Diese
Steuerschlitze haben die Form geradliniger Langlöcher. Durch diese Ausbildung
kann der Abstand zwischen dem Verstellring und dem Lüfterrad auf einen für die
Rückstromsperre optimalen Abstand eingestellt werden, der über den gesamten
Stellweg konstant ist.
Nach einem weiteren wesentlichen Gesichtspunkt der Erfindung besteht die
Betätigungseinrichtung für den Verstellring aus einer Stellmotor-Thermostat-
Kombination. Hierzu wird vorgeschlagen, daß der Thermostat fest mit dem
Absperring oder der Zarge verbunden ist, während der Stellmotor gegen Federkraft
verschiebbar auf dem Absperring oder der Zarge gelagert ist und über einen Hebel
den Verstellring betätigt.
Die Anordnung eines Verstellmotors ermöglicht eine stufenlose Drehung des
Verstellrings, die nicht nur von der Motortemperatur gesteuert wird, wie dies bei
einem Thermostaten der Fall ist, sondern es können auch weitere Steuergrößen
einbezogen werden. Außerdem wird erfindungsgemäß eine Positionserkennung mit
Lagerückmeldung, beispielsweise über Potentiometer ermöglicht.
Bei einem Ausfall des Betätigungselementes muß das Absperrsystem geöffnet sein
oder werden, bevor der Verbrennungsmotor überhitzt wird. Dies wird
erfindungsgemäß durch den Thermostaten bewerkstelligt.
Wenn der Stellmotor bei geschlossenem Absperrsystem ausfällt, erwärmt sich
aufgrund der verminderten Luftzufuhr das Kühlmittel. Bei Erreichen einer
vorgegebenen Temperatur dehnt sich das Wachselement des Thermostats aus und
verschiebt den Motor über eine Hubstange derart, daß der Verstellring gedreht wird
und die Klappen öffnet.
Fällt der Stellmotor bei geöffnetem Absperrsystem aus - wobei der Verstellring an
dem zugehörigen Anschlag anliegt - und wird die Ansprechtemperatur des
Thermostats erreicht, dann nimmt eine erfindungsgemäß im Thermostat integrierte
Überhubfeder die Ausdehnung des Wachselementes auf.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung kann der Stellhebel des Stellmotors
beim Drehen des Verstellrings eine Rotationsbewegung ausführen, die sich
bevorzugt über einen Winkel von etwa 90° erstreckt, wenn der Verstellring
zwischen der Stellung "geschlossen" und der vollständigen Öffnungsstellung
gedreht wird. Hierzu hat der Stellhebel die Form einer Kurbel, deren parallel zur
Motordrehachse verlaufender Abschnitt in eine Bohrung des Verstellrings eingreift.
Durch diese Ausgestaltung ist ein kleineres Drehmoment zur Betätigung des
Verstellrings erforderlich.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Absperranordnung sowie
anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen weitgehend schematischen Vertikalschnitt durch die
Absperranordnung, teilweise in Ansicht dargestellt;
Fig. 2 eine Rückansicht der Absperranordnung gemäß Fig. 1, wobei das
Lüfterrad weggelassen ist;
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung eines Bereichs der Fig. 1;
Fig. 4 den Eingriff des Verstellzapfens einer Klappe in den Verstellring in
schematischer Darstellung und
Fig. 5A bis 5C eine Ausführungsform des Eingriffs des Stellhebels des Stellmotor in
den Verstellring.
Fig. 1 zeigt eine Zarge 1, die hinter einem nicht dargestellten Wasserkühler eines
Kraftfahrzeugs angebracht wird und einen äußeren Absperring 2 sowie einen
zweiteiligen inneren Lagerring 3a und 3b trägt. Auf dem hinteren Lagerring 3b ist
der insgesamt mit dem Bezugszeichen 4 bezeichnete Elektrolüfter gelagert, dessen
nähere Ausbildung im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung nicht von
Interesse ist. Zwischen dem Elektrolüfter 4 und der Zarge 1 befindet sich die
Absperrvorrichtung, die radiale Klappen 5 enthält, die mittels äußerer Lagerzapfen 6
in dem Absperring 2 und innerer Lagerzapfen 7 in dem zusammengesetzten inneren
Lagerring 3a, 3b gelagert sind (siehe insbesondere Fig. 3).
Die Klappen 5 sind im hinteren Bereich ihrer äußeren Randkante 8 mit jeweils einem
Verstellzapfen 9 versehen, der in einen Verstellring 10 eingreift, der von einer
insgesamt mit dem Bezugszeichen 11 (Fig. 2) bezeichneten Betätigungs
einrichtung drehbar ist, um die Klappen 5 zu öffnen oder zu schließen.
Der Verstellring 10 befindet sich damit hinter der durch die Lagerzapfen 6 und 7
definierten Ebene der Lagerung der Klappen, wodurch sich ein geringerer
Platzbedarf in Richtung des Pfeils X in Fig. 3 hinter dem Kühler ergibt. Außerdem
beeinträchtigt der Verstellring 10 bei geöffneten Klappen 5 nicht den Zustrom von
Kühlluft aus seitlichen Kühlerbereichen, wobei dieser Kühlluftstrom in Fig. 3 durch
den Pfeil KL angedeutet ist.
In Kombination mit der Anordnung der Absperrvorrichtung vor dem Elektrolüfter 4
kann somit entweder bei gleicher Bauhöhe die Anströmfläche vergrößert werden,
womit die Kühlluftzufuhr und somit die Kühlleistung des Gesamtsystems optimiert
sind, oder es kann bei gleicher Kühlleistung des Systems die erforderliche
Einbauhöhe um den Abstand h in Fig. 3 verringert werden.
Der Absperring 10 hat radial innen eine schräg nach hinten weisende Kante 11, die
verhindert, daß Kühlluft zwischen dem umlaufenden Bund 12 am Lüfterrad 13 und
dem Absperring 2 zurückströmt.
Die Betätigungseinrichtung 11 für den Verstellring enthält einen gegen die Kraft
einer Feder 14 verschieblich auf einem seitlichen Flansch 16 des Absperrings 2
angebrachten Stellmotor 15, der mit dem abgewinkelten Ende eines Hebels 17 in
den Verstellring 10 eingreift, sowie einen unverschieblich auf dem Flansch 16
befestigten Thermostaten 18, der über eine Hubstange 19 unter
Zwischenschaltung einer nicht dargestellten Überhubfeder mit dem Stellmotor 15
verbunden ist. Die Feder 14 kann aber auch entfallen.
Wenn der Hebel 17 geradlinig ausgefahren oder eingezogen wird, um den
verstellring 10 zu drehen, hält die Feder 14 den Stellmotor in Folge ihrer Federkraft
feststehend auf dem Flansch 16.
Wenn der Stellmotor 15 bei geschlossenem Absperrsystem ausfällt und sich bei
Erreichen einer vorgegebenen Temperatur das Wachselement des Thermostats 18
ausdehnt, verschiebt die Hubstange 19 den Stellmotor 15 gegen die Kraft der
Feder 14 so, daß der Hebel 17 den Verstellring 10 dreht und die Klappen 5 öffnet.
Wenn der Stellmotor 15 bei geöffnetem Absperrsystem ausfällt, nimmt die in den
Thermostaten integrierte Überhubfeder die Ausdehnung des Wachselementes auf.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform greift der Verstellzapfen 9 der
Klappe 5 des Stellmotors in ein geradliniges Langloch 22 in dem Verstellring 10 ein,
wodurch bei der Klappenverstellung eine Bewegung des Verstellrings 10 in X-
Richtung vermieden ist.
In den Fig. 5A bis 5C greift ein Hebel 23 des Stellmotors 20 mit seinem
abgewinkelten Endabschnitt 24 in eine bevorzugt kreisförmige Bohrung des
Verstellrings 10 ein. Der kurbelförmige Hebel 23 ist - wie Fig. 5B andeutet - mit
der Motorwelle 25 verbunden und führt - wie Fig. 5C zeigt - eine Drehung von
etwa 90° aus, um den Verstellring von der geschlossenen Klappenstellung in die
offene Klappenstellung zu drehen. Durch diese Art der Koppelung benötigt der
Stellmotor ein geringeres Drehmoment zum Drehen des Verstellrings.
Claims (8)
1. Absperranordnung für einen Wasserkühler eines Kraftfahrzeugs, mit einer
Absperrvorrichtung und einem Elektrolüfter, die an einer Zarge befestigt sind,
die hinter dem Wasserkühler angebracht wird, wobei die Absperrvorrichtung
radial angeordnete Klappen enthält, die mit Lagerzapfen außen in einem
Absperring und innen in einem Lagerring gelagert sind und außerdem mit
Verstellzapfen in einen Verstellring eingreifen, wobei der Verstellring durch
eine Betätigungseinrichtung drehbar ist, um die Klappen in eine
Öffnungsstellung oder Schließstellung zu verschwenken,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Absperrvorrichtung zwischen der Zarge (1) und dem Elektrolüfter (4)
angeordnet ist und daß die Verstellzapfen (9) hinter den Lagerzapfen (6)
angebracht sind, wodurch der Verstellring (10) hinter der Ebene der
Lagerung der Klappen (5) angeordnet ist.
2. Absperranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstellzapfen (9) an der Randkante (8) der hinteren Klappenhälfte
angespritzt sind.
3. Absperranordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstellzapfen (9) an der äußeren Randkante (8) angesetzt sind.
4. Absperranordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstellzapfen an der inneren Randkante der Klappen angesetzt sind.
5. Absperranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Verstellring (10) radial innen eine schräg nach hinten weisende
Kante (11) aufweist.
6. Absperranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstellzapfen (9) in Langlöcher (22) des Verstellrings (10)
eingreifen.
7. Absperranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungseinrichtung (11) für den Verstellring (10) einen gegen
Federkraft verschiebbar angeordneten Stellmotor (15), der über einen Hebel
(17) mit dem Stellring (10) verbunden ist, und ein unverschieblich
angeordnetes Thermostat-Stellglied (18) enthält, das über eine Hubstange
(19) unter Zwischenschaltung einer Überhubfeder mit dem Stellmotor (15) in
Verbindung steht.
8. Absperranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hebel (23) des Stellmotors beim Verstellen des Stellrings (10) eine
Drehbewegung ausführt.
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