DE10046049C1 - Vorrichtung zur Reinigung eines Behälters, insbesondere eines Reaktors einer chemotechnischen Anlage - Google Patents
Vorrichtung zur Reinigung eines Behälters, insbesondere eines Reaktors einer chemotechnischen AnlageInfo
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Abstract
Zur Innenreinigung eines Behälters wird ein Spritzwaschkopf an einem Spritzmittelzuführschlauch in den Behälter abgesenkt. Mittels eines in den Behälter einschiebbaren Schlauchführungsorgans kann der Spritzwaschkopf in gegenüber einer die Behälteröffnung durchsetzenden Hochachse seitlich versetzte Lagen gebracht werden, um den Wirkungsbereich des Spritzwaschkopfes zu vergrößern.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Reinigung eines
Behälters, insbesondere eines Reaktors einer chemotechni
schen Anlage, mit einem durch eine in der Regel verschließ
bare Behälteröffnung in den Behälter einführbaren Spritz
waschkopf, der an einen durch die Behälteröffnung absenkba
ren Spritzmittelschlauch ankoppelbar ist.
Reaktionsbehälter chemotechnischer Anlagen müssen bei vielen
Anwendungsfällen regelmäßig von festhaftenden Ablagerungen
an der Behälterinnenwand befreit werden. Dazu dienen Hoch
druckspritzgeräte, mit denen die Innenwände der Behälter mit
Hochdruckstrahlen eines hydraulischen Reinigungsmittels, in
der Regel Hochdruckwasser, gereinigt werden können.
In diesem Zusammenhang sind Spritzwaschköpfe, auch als Tank
waschköpfe bezeichnet, mit rotierenden Spritzdüsenanordnun
gen bekannt, die so ausgebildet sind, daß sich die durch den
Rückstoß der Spritzstrahlen bewirkten Momente weitestgehend
kompensieren. Damit wird die Möglichkeit geboten, einen der
artigen Spritzwaschkopf an einem zur Zufuhr des Hochdruck
spritzmittels dienenden Schlauch arbeiten zu lassen, ohne
daß nennenwerte Pendelbewegungen des Spritzwaschkopfes am
Schlauch auftreten können.
Des weiteren ist es bekannt, den Schlauch, der den Tank
waschkopf trägt, an einem schwenkbaren Ausleger oder den
Spritzwaschkopf an einer Lanze anzuordnen, um den Waschkopf
in einer relativ zur Mittelachse der Behälteröffnung seit
wärts versetzten Lage arbeiten lassen zu können.
Der vorgenannte Stand der Technik wird in den Druckschriften
"Behälter-Innenreinigung" und "Hydrodynamische Reinigung",
jeweils URACA GmbH + Co. KG, Bad Urach, 1987 dargestellt.
Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Vorrichtung zu schaf
fen, mit der auch bei vielfältigen Störkonturen im Behälte
rinnenraum ein gutes Reinigungsergebnis erzielt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine an der
Behälteröffnung positionierbare, bei Nichtgebrauch außerhalb
des Behälters verbleibende Schlauchführungsvorrichtung mit
zumindest einem Schlauchführungsorgan an einem freien Ende
eines Schwenkarmes, welcher durch Verstellantriebe in einer
Vertikallage längs einer die Behälteröffnung durchsetzenden
Hochachse durch die Behälteröffnung ein- und ausschiebbar
und innerhalb des Behälters um eine Horizontalachse in eine
Querlage klappbar sowie um die Hochachse drehbar ist.
Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, den den
Spritzwaschkopf tragenden Schlauch über ein in den Behälter
einschiebbares Schlauchführungsorgan zu leiten, welches in
nerhalb des Behälters in verschiedene, in Draufsicht auf die
Behälteröffnung seitwärts versetzte Lagen verstellbar ist,
so daß der Spritzwaschkopf auch in größerem Abstand von der
Mittelachse der Behälteröffnung im Behälter positioniert und
wobei die vertikale Höhe des Spritzwaschkopfes durch die
Länge des in den Behälter nachführbaren bzw. aus dem Behäl
ter herausziehbaren Schlauches vorgegeben werden können. Da
das Schlauchführungsorgan bei der Behälterreinigung nahe der
Behälteröffnung verbleiben kann und der Abstand des Spritz
waschkopfes von der Behälteröffnung im wesentlichen allein
durch die veränderbare Länge des Schlauches bestimmt wird,
läßt sich die erfindungsgemäße Vorrichtung mit vergleichs
weise kompakten Abmessungen realisieren.
Bei Anordnung des vorgenannten Schlauchführungsorganes an
einem Schwenkhebel entsprechend dem Anspruch 1 muß lediglich
gewährleistet sein, daß der Schwenkhebel in den Behälter
einfahrbar und innerhalb des Behälters einerseits in die
Querlage klappbar und andererseits um die Hochachse drehbar
ist.
Hierzu ist gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfin
dung vorgesehen, außen an der Behälteröffnung einen Füh
rungskäfig anzuordnen, der die Schlauchführungsvorrichtung
vertikal verschiebbar zwischen einer oberen Endlage, in der
sich der Schwenkarm außerhalb des Behälters befindet, und
einer unteren Endlage haltert, in der sich der Schwenkarm
innerhalb des Behälters befindet, wobei des weiteren zweck
mäßig vorgesehen, dem Führungskäfig einen Drehantrieb für
Drehbewegungen um die Hochachse und der Schlauchführungsvorrichtung
einen zusammen mit ihr vertikal beweglichen Antrieb
zur Klappverstellung des Schwenkarmes zuzuordnen.
Auf diese Weise werden einfache kinematische Verhältnisse
gewährleistet. Insbesondere können der Drehhub des Schwenk
armes um die Hochachse sowie der Klappwinkel zwischen Verti
kal- und Querlage des Schwenkarmes leicht an die jeweiligen
Gegebenheiten angepaßt werden.
Die Vertikalverschiebung der Schlauchführungsvorrichtung
kann mittels des Schlauches ausgeführt werden, indem die
Schlauchführungsvorrichtung aus ihrer Nichtgebrauchslage au
ßerhalb des Behälters mittels des Schlauches in eine untere,
als Endlage ausgebildete Gebrauchslage abgesenkt und der
Schlauch nachfolgend gegebenenfalls noch weiter in den Be
hälter herabgelassen wird. Umgekehrt kann die Schlauchfüh
rungsvorrichtung aus dem Behälter herausgehoben werden, in
dem der Schlauch entsprechend weit nach aufwärts gezogen und
mit einem an ihm angeordneten Widerlager, welches mit der
Kupplung für den Spritzwaschkopf kombiniert sein kann, die
Schlauchführungsvorrichtung anhebt.
Oftmals muß gewährleistet sein, daß während der Spritzarbeit
keine Dämpfe oder Nebel aus dem Behälter austreten können.
Hierzu wird zweckmäßig vorgesehen, an der Behälteröffnung
eine gegenüber dem Behälter abschließbare Kammer, z. B. in
Form eines rohrförmigen Zylinders, anzuordnen, um die we
sentlichen Teile der Reinigungsvorrichtung, insbesondere den
Führungskäfig sowie die darin verschiebbare Schlauchfüh
rungsvorrichtung aufnehmen zu können.
Der Schlauch kann auf einer gesondert vom Führungskäfig bzw.
außerhalb der vorgenannten Kammer angeordneten Haspel auf
wickelbar sein, wobei eine gegebenenfalls an der Kammer not
wendige Schlauchdurchführung mittels einer Druckluftman
schette od. dgl. absperrbar sein kann.
Im übrigen wird hinsichtlich bevorzugter Merkmale der Erfin
dung auf die Anspruche verwiesen.
Nachfolgend wird anhand der Zeichnung eine besonders bevor
zugte Ausführungsform der Erfindung naher beschrieben.
Dabei zeigt
Fig. 1 eine schematisierte Seitenansicht eines Reaktors mit
zwei Reinigungsvorrichtungen,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Reaktor und
Fig. 3 ein Schnittbild eines oberen Bereiches der Reini
gungsvorrichtung entsprechend dem Ausschnitt III in
Fig. 1.
Gemäß den Fig. 1 und 2 sind in einem in Draufsicht kreisför
migen Reaktor 1 einer nicht naher dargestellten chemotechni
schen Anlage ein Ruhrwerk 2 sowie sternförmig ausgerichtete
Radialwände 3 angeordnet.
Auf der Oberseite des Reaktors 1 sind zwei vertikale, durch
Schieber verschließbare Rohrstutzen 5 angeordnet, auf denen
weiter unten näher dargestellte Aggregate 6 zur Innenreini
gung des Reaktors 1 montiert sind.
Dabei erfolgt die Innenreinigung des Reaktors 1 durch grund
sätzlich bekannte Spritzwaschköpfe 7, die jeweils an einem
zur Zuführung von Hochdruckwasser für die Innenraumreinigung
dienenden Schlauch 8 hängend angeordnet sind und an dem
Schlauch 8 in den Reaktor 1 abgesenkt werden können, so daß
sie mit vorgegebenen vertikalen Abständen von den Rohrstut
zen 5 innerhalb des Reaktors 1 arbeiten. In Draufsicht auf
den Reaktor 1, vgl. Fig. 2, lassen sich die Spritzwaschköpfe
7 in jeweils drei Positionen 7-1a bis 7-3a bzw. 7-1b bis
7-1c einstellen, so daß sämtliche Sektoren des Reaktors 1
zwischen den Radialwänden 3 bei der Spritzarbeit der Spritz
waschköpfe 7 den Hochdruck-Spritzwasserstrahlen der Spritz
waschköpfe 7 zugänglich sind.
Jedes Reinigungsaggregat 6 besitzt ein auf dem jeweiligen
Rohrstutzen 5 montierten Rohrzylinder 9, der an seinem unte
ren Ende durch eine Ringflanschplatte 10 mit einem Flansch
des Rohrstutzens 5 verbunden und an seinem oberen Ende durch
eine an einem Endflansch des Rohrzylinders 9 befestigte Bo
denplatte 11 abgeschlossen wird. Auf der Unterseite der Bo
denplatte 11 ist gemäß Fig. 3 ein Lagerring eines zur Auf
nahme größerer Axiallasten geeigneten Rillenkugellagers 12
befestigt, dessen anderer Lagerring einen innerhalb des
Rohrzylinders 9 angeordneten Führungskäfig 13 trägt. Der
Führungskäfig 13 besteht im wesentlichen aus einem mit der
drehbaren Lagerschale des Rillenkugellagers 12 verbundenen
oberen Ringflansch 14, einem nahe des unteren Endes des
Rohrzylinders 9 angeordneten unteren Ringflansch 15 sowie
zwischen den Flanschen 14 und 15 angeordneten vertikalen
Führungsschienen 16, vgl. insbesondere Fig. 1.
Zwischen dem oberen Ringflansch 14 und der damit verbundenen
Lagerschale des Rillenkugellagers 12 ist gemäß Fig. 3 eine
ringförmige Zahnradscheibe 17 eingespannt, deren Außenver
zahnung mit einem Ritzel 18 kämmt, das seinerseits antriebs
mäßig mit einem beispielsweise pneumatischen Stellmotor 19
zur Drehverstellung des Führungskäfigs 13 verbunden ist. Der
mögliche Drehhub des Führungskäfigs 13 relativ zum Rohrzy
linder 9 wird durch nicht dargestellte Anschläge begrenzt,
die mit Endschaltern kombiniert sind, deren Funktion weiter
unten erläutert wird.
Zwischen den Flanschen 14 und 15 des Führungskäfigs 13 ist
an den Führungsschienen 16 ein Rollschlitten 20 vertikal
verschiebbar gelagert, welcher eine mit ihm fest verbundene,
nach abwärts gerichtete Lanze 21 trägt, an deren unteren En
de ein Schwenkarm 22 um eine Horizontalachse 23 schwenkbar
angeordnet ist. Dieser Schwenkarm 22 läßt sich aus einer die
Lanze 21 nach abwärts fortsetzenden Vertikallage in eine im
rechten Teil der Fig. 1 sichtbare Querlage hochklappen.
Zur Bewegung des Schwenkarmes 22 dient ein über Pneumatik
schläuche 40 versorgtes pneumatisches Kolben-Zylinder-
Aggregat 24, dessen Zylinder um eine zur Horizontalachse 23
des Schwenkarmes 22 parallele Achse 25 schwenkbar im Roll
schlitten 20 aufgehängt ist und dessen Kolbenstange über ei
ne Verlängerungsstange 26 scharnierartig an einem Gelenkla
ger 27 angelenkt ist, welches zur Horizontalachse 23 seit
wärts versetzt am Schwenkarm 22 fest angeordnet ist.
Am Schwenkarm 22 sind einerseits nahe der Horizontalachse 23
nicht dargestellte und andererseits am freien Ende des
Schwenkarmes 22 in Fig. 1 sichtbare Schlauchführungsrollen
28 angeordnet, zwischen denen der Schlauch 8 unabhängig von
der Stellung des Schwenkarmes 22 hindurchlaufen kann. Dabei
ist an der Verbindung zwischen dem Schlauch 8 und dem zuge
ordneten Spritzwaschkopf 7 ein Widerlager 29 angeordnet,
welches mit dem freien Ende des Schwenkarmes 22 anschlagar
tig zusammenwirkt. Damit besteht die Möglichkeit, mittels
des Schlauches 8 nicht nur den jeweiligen Spritzwaschkopf 7
mehr oder weniger weit in den Reaktor 1 herabzulassen. Viel
mehr läßt sich der Schlauch 8 bei in Vertikalstellung be
findlichem Schwenkarm 22 auch dazu nutzen, den Rollschlitten
20 mit der Lanze 21 und dem Schwenkarm 22 nach oben in eine
Nichtgebrauchslage innerhalb des Rohrzylinders 9 zu schie
ben, wenn der Schlauch 8 entsprechend weit nach oben gezogen
wird.
Der Schlauch 8 kann oberhalb des Rohrzylinders 9 mittels ei
ner gesondert vom Rohrzylinder 9, z. B. unter einem Hallen
dach, angeordneten Schlauchhaspel 30 aufgewickelt werden,
wobei die Schlauchhhaspel 30 mit einem Hochdruckwasseranschluß
31 zur Einleitung von Hochdruckwasser in den Schlauch
8 für die Spritzreinigung versehen ist.
In der den Rohrzylinder 9 oben abschließenden Bodenplatte 11
ist eine vom Schlauch 8 durchsetzte pneumatische Druckman
schette 32 angeordnet, die sich bei Druckbeaufschlagung
dichtend an den Schlauch 8 anschmiegt und auch als Schlauch
bremse einsetzbar ist, mit der der Schlauch 8 bei Aufwärts-
oder Abwärtsbewegung abgebremst und arretiert werden kann.
Zusätzlich oder alternativ kann die Bewegung des Schlauches
8 auch durch den Antrieb 33 der Schlauchhaspel 30 gebremst
bzw. arretiert werden.
Unterhalb der Druckmanschette 32 ist innerhalb eines vom
Schlauch 8 durchsetzten, nach abwärts offenen Trichters 34
eine ringförmige Spritzdüsenanordnung 35 zur Schlauchreini
gung angeordnet. Eine weitere Spritzdüsenanordnung 36 ist
oberhalt der Ringflanschplatte 10 des Rohrzylinders 9 ange
ordnet, um die Lanze 21, den Schwenkarm 22 sowie den Spritz
waschkopf 7 reinigen zu können, wenn der Rollschlitten 20 in
seine obere Endlage hochgezogen wird.
In der oberen Endlage kann der Rollschlitten 20 mittels
pneumatisch od. dgl. betätigbarer Riegelorgane 37 arretiert
werden.
Die dargestellte Vorrichtung funktioniert wie folgt:
Zur Spritzreinigungsarbeit wird zunächst der Schieber 4 ge öffnet. Sodann werden die Riegelorgane 37 des bisher in sei ner oberen Endlage arretierten Rollschlittens 20 in die Freigabelage gebracht, so daß der Rollschlitten 20 bei ent sprechender Drehverstellung der Haspel 30 und hinreichender Druckentlastung der Druckmanschette 32 in seine untere End lage innerhalb des Führungskäfigs 13 gefahren werden kann. Damit ragt die Lanze 21 mit dem zunächst noch in Vertikalla ge befindlichen Schwenkarm 22 in den Reaktor 1 hinein.
Zur Spritzreinigungsarbeit wird zunächst der Schieber 4 ge öffnet. Sodann werden die Riegelorgane 37 des bisher in sei ner oberen Endlage arretierten Rollschlittens 20 in die Freigabelage gebracht, so daß der Rollschlitten 20 bei ent sprechender Drehverstellung der Haspel 30 und hinreichender Druckentlastung der Druckmanschette 32 in seine untere End lage innerhalb des Führungskäfigs 13 gefahren werden kann. Damit ragt die Lanze 21 mit dem zunächst noch in Vertikalla ge befindlichen Schwenkarm 22 in den Reaktor 1 hinein.
Durch weiteres Nachführen des Schlauches 8 kann dann der
Spritzwaschkopf 7 in eine gewünschte Tiefe innerhalb des Re
aktors 1 herabgelassen werden. Solange der Schwenkarm 22
seine Vertikallage einnimmt, befindet sich der Spritz
waschkopf 7 in der Position 7-1a bzw. 7-1b, vgl. Fig. 2, und
zwar in jeweils durch die abwärts geführte Länge des Schlau
ches 8 vorgegebener Tiefe. Damit kann der Spritzwaschkopf 7
bei Zuführung von Hochdruckwasser den direkt unterhalb des
jeweiligen Rohrstutzens 5 befindlichen Sektor des Reaktors 1
reinigen.
Wenn das Kolben-Zylinder-Aggregat 24 betätigt und damit der
Schwenkarm 22 in seine Querlage geklappt wird, läßt sich der
jeweilige Spritzwaschkopf 7 in die Positionen 7-2a und 7-3a
bzw. 7-2b und 7-3b bringen, indem der Führungskäfig 13 durch
Betätigung des Stellmotors 9 in seine eine oder andere durch
Anschläge vorgegebene Drehendlage gebracht wird.
Gegebenenfalls kann eine Zwangssteuerung derart vorgesehen
sein, daß eine Drehung des Führungskäfigs 13 mittels des
Stellmotors 19 nur dann möglich ist, wenn sich der Schwenk
arm 22 in seiner Vertikallage befindet. Darüber hinaus kann
zwangsweise vorgegeben sein, daß sich der Schwenkarm 22 nur
dann aus seiner Vertikallage in seine Querlage hochklappen
bzw. aus der Querlage zurück in die Vertikallage klappen
läßt, wenn der Führungskäfig eine seiner beiden durch End
schalter überwachten Drehendlagen einnimmt.
Nach Beendigung der Spritzreinigungsarbeit wird der Schwenk
arm 22 in seine Vertikallage zurückgestellt. Sodann wird der
Schlauch 8 nach aufwärts gezogen, wobei sich das Widerlager
29 an das freie Ende des Schwenkarmes 22 anlegt, so daß der
Rollschlitten 20 mit der Lanze 21 und dem Schwenkarm 22 nach
oben geschoben werden, wenn der Schlauch 8 weiter nach auf
wärts gezogen wird. Sobald der Rollschlitten 20 seine obere
Endlage innerhalb des Führungskäfigs 13 erreicht hat, wird
er durch Betätigung der Riegelorgane 37 am Rohrzylinder 9
arretiert. Außerdem wird nunmehr der Schieber 4 wiederum ge
schlossen.
In der oberen Endlage des Rollschlittens 20 sind einerseits
der Rollschlitten 20 und andererseits das darin angeordnete
Kolben-Zylinder-Aggregat 24 durch eine seitliche, ver
schließbare Inspektionsöffnung 38 am oberen Ende des Rohrzy
linders 9 für Wartungsarbeiten zugänglich. Des weiteren sind
in dieser Lage des Rollschlittens 20 der Schwenkarm 22 sowie
der Spritzwaschkopf 7 durch eine verschließbare weitere Inspektionsöffnung
39 am unteren Ende des Rohrzylinders 9 zu
gänglich, wobei der Spritzwaschkopf 7 durch Verschwenkung
des Schwenkarmes 22 bei Betätigung des Kolben-Zylinder-
Aggregates 24 zur Inspektionsöffnung 39 geführt werden kann,
so daß der Spritzwaschkopf 7 besonders gut zugänglich wird.
Damit kann der Spritzwaschkopf 7 bei entsprechender Nachfüh
rung des Schlauches 8 durch die Inspektionsöffnung 39 nach
außen gezogen und gegebenenfalls durch einen anderen Spritz
waschkopf 7 ausgetauscht werden. Um diesen erleichterten Zu
gang zum Spritzwaschkopf 7 sicher gewährleisten zu können,
kann vorgesehen sein, daß sich der Rollschlitten 20 mittels
der Riegelorgane 37 nur in einer solchen Drehendlage des
Führungskäfigs 13 vertikal arretieren läßt, in der eine
Schwenkbewegung des Schwenkarmes 22 den Spritzwaschkopf 7
zwangsläufig in Richtung der Inspektionsöffnung 39 führt.
Am Rohrzylinder 9 kann ein Sicherheits- bzw. Entlastungsven
til angeordnet sein, so daß bei geschlossener Druckmanschet
te 32 die Dichtigkeit des Schiebers 4 während der Reaktions
prozesse im Reaktor 1 und/oder nach Öffnung des Schiebers 4
eine hinreichende Druckfreiheit des Reaktors 1 für die
Spritzarbeit überprüft werden können.
Claims (15)
1. Vorrichtung zur Reinigung eines Behälters, insbesondere
eines Reaktors (1) einer chemotechnischen Anlage, mit einem
durch eine in der Regel verschließbare Behälteröffnung (5)
in den Behälter einführbaren Spritzwaschkopf (7), der an ei
nen durch die Behälteröffnung absenkbaren Spritzmittel
schlauch (8) ankoppelbar ist,
gekennzeichnet
durch eine an der Behälteröffnung (5) positionierbare, bei
Nichtgebrauch außerhalb des Behälters (1) verbleibende
Schlauchführungsvorrichtung (20 bis 22) mit zumindest einem
Schlauchführungsorgan (28) an einem freien Ende eines
Schwenkarmes (22), welcher durch Verstellantriebe (19, 24) in
einer Vertikallage längs einer die Behälteröffnung (5)
durchsetzenden Hochachse durch die Behälteröffnung ein- und
ausschiebbar und innerhalb des Behälters (1) um eine Hori
zontalachse (23) in eine Querlage klappbar sowie um die
Hochachse drehbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet
durch einen außen an der Behälteröffnung (5) angeordneten
Führungskäfig (13), der die Schlauchführungsvorrichtung (20
bis 22) vertikal verschiebbar zwischen einer oberen Endlage,
in der sich der Schwenkarm (22) außerhalb des Behälters (1)
befindet, und einer unteren Endlage haltert, in der sich der
Schwenkarm (22) im Behälter befindet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
gekennzeichnet
durch einen Drehantrieb (19) für den Führungskäfig (13) und
einen zusammen mit der Schlauchführungsvorrichtung (20 bis
22) vertikal beweglichen Antrieb (24) zur Klappverstellung
des Schwenkarmes (22).
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlauchführungsvorrichtung (20 bis 22) mittels des
Schlauches (8) in eine obere Endlage anhebbar bzw. in eine
untere Endlage absenkbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlauch (8) in unterer Endlage der Schlauchfüh
rungsvorrichtung (20 bis 22) in den Behälter (1) absenkbar
ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungskäfig (13) in einer an der Behälteröffnung
(5) angeordneten, vom Behälterinnenraum durch einen Ver
schluß (4) absperrbaren Kammer (9) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kammer als Rohrzylinder (9) ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlauch (8) durch eine als Schlauchdurchführung an
geordnete Dichtmanschette (32) aus der Kammer (9) nach außen
geführt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtmanschette als pneumatische Druckmanschette
(32) ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß außerhalb des Behälters (1) bzw. innerhalb der Kammer
(9) Spritzdüsenanordnungen (35, 36) zur Reinigung des Schlau
ches (8) und/oder Teilen der Schlauchführungsvorrichtung (20
bis 22) angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Spritzdüsenanordnung (36) im unteren, an die Behäl
teröffnung (5) anschließenden Bereich der Kammer (9) ange
ordnet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Spritzdüsenanordnung (35) am oberen Ende der Kammer
(9) angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungskäfig (13) zwischen zwei Drehendlagen dreh
verstellbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlauchführungsvorrichtung (20 bis 22) in ihrer
oberen Lage durch eine Arretierung (37) verriegelbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schwenkarm (22) in der oberen verriegelten Lage der
Schlauchführungsvorrichtung (20 bis 22) mit dem Spritz
waschkopf (7) in Richtung einer Inspektionszone bzw. einer
Inspektionsöffnung (39) der Kammer (9) schwenkbar ist.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000146049 DE10046049C1 (de) | 2000-09-18 | 2000-09-18 | Vorrichtung zur Reinigung eines Behälters, insbesondere eines Reaktors einer chemotechnischen Anlage |
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| DE2000146049 DE10046049C1 (de) | 2000-09-18 | 2000-09-18 | Vorrichtung zur Reinigung eines Behälters, insbesondere eines Reaktors einer chemotechnischen Anlage |
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|---|---|
| DE10046049C1 true DE10046049C1 (de) | 2001-12-20 |
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|---|---|---|---|
| DE2000146049 Expired - Fee Related DE10046049C1 (de) | 2000-09-18 | 2000-09-18 | Vorrichtung zur Reinigung eines Behälters, insbesondere eines Reaktors einer chemotechnischen Anlage |
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|---|---|
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- 2000-09-18 DE DE2000146049 patent/DE10046049C1/de not_active Expired - Fee Related
Non-Patent Citations (2)
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