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DE10046049C1 - Vorrichtung zur Reinigung eines Behälters, insbesondere eines Reaktors einer chemotechnischen Anlage - Google Patents

Vorrichtung zur Reinigung eines Behälters, insbesondere eines Reaktors einer chemotechnischen Anlage

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DE10046049C1
DE10046049C1 DE2000146049 DE10046049A DE10046049C1 DE 10046049 C1 DE10046049 C1 DE 10046049C1 DE 2000146049 DE2000146049 DE 2000146049 DE 10046049 A DE10046049 A DE 10046049A DE 10046049 C1 DE10046049 C1 DE 10046049C1
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DE
Germany
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container
hose
reactor
swivel arm
spray
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DE2000146049
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English (en)
Inventor
Mirco Grahac
Folker Borchardt
Herbert Queiser
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Uraca Pumpenfabrik GmbH and Co KG
Original Assignee
Uraca Pumpenfabrik GmbH and Co KG
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Expired - Fee Related legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B08CLEANING
    • B08BCLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
    • B08B9/00Cleaning hollow articles by methods or apparatus specially adapted thereto
    • B08B9/08Cleaning containers, e.g. tanks
    • B08B9/093Cleaning containers, e.g. tanks by the force of jets or sprays
    • B08B9/0936Cleaning containers, e.g. tanks by the force of jets or sprays using rotating jets

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Cleaning In General (AREA)

Abstract

Zur Innenreinigung eines Behälters wird ein Spritzwaschkopf an einem Spritzmittelzuführschlauch in den Behälter abgesenkt. Mittels eines in den Behälter einschiebbaren Schlauchführungsorgans kann der Spritzwaschkopf in gegenüber einer die Behälteröffnung durchsetzenden Hochachse seitlich versetzte Lagen gebracht werden, um den Wirkungsbereich des Spritzwaschkopfes zu vergrößern.

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Reinigung eines Behälters, insbesondere eines Reaktors einer chemotechni­ schen Anlage, mit einem durch eine in der Regel verschließ­ bare Behälteröffnung in den Behälter einführbaren Spritz­ waschkopf, der an einen durch die Behälteröffnung absenkba­ ren Spritzmittelschlauch ankoppelbar ist.
Reaktionsbehälter chemotechnischer Anlagen müssen bei vielen Anwendungsfällen regelmäßig von festhaftenden Ablagerungen an der Behälterinnenwand befreit werden. Dazu dienen Hoch­ druckspritzgeräte, mit denen die Innenwände der Behälter mit Hochdruckstrahlen eines hydraulischen Reinigungsmittels, in der Regel Hochdruckwasser, gereinigt werden können.
In diesem Zusammenhang sind Spritzwaschköpfe, auch als Tank­ waschköpfe bezeichnet, mit rotierenden Spritzdüsenanordnun­ gen bekannt, die so ausgebildet sind, daß sich die durch den Rückstoß der Spritzstrahlen bewirkten Momente weitestgehend kompensieren. Damit wird die Möglichkeit geboten, einen der­ artigen Spritzwaschkopf an einem zur Zufuhr des Hochdruck­ spritzmittels dienenden Schlauch arbeiten zu lassen, ohne daß nennenwerte Pendelbewegungen des Spritzwaschkopfes am Schlauch auftreten können.
Des weiteren ist es bekannt, den Schlauch, der den Tank­ waschkopf trägt, an einem schwenkbaren Ausleger oder den Spritzwaschkopf an einer Lanze anzuordnen, um den Waschkopf in einer relativ zur Mittelachse der Behälteröffnung seit­ wärts versetzten Lage arbeiten lassen zu können.
Der vorgenannte Stand der Technik wird in den Druckschriften "Behälter-Innenreinigung" und "Hydrodynamische Reinigung", jeweils URACA GmbH + Co. KG, Bad Urach, 1987 dargestellt.
Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Vorrichtung zu schaf­ fen, mit der auch bei vielfältigen Störkonturen im Behälte­ rinnenraum ein gutes Reinigungsergebnis erzielt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine an der Behälteröffnung positionierbare, bei Nichtgebrauch außerhalb des Behälters verbleibende Schlauchführungsvorrichtung mit zumindest einem Schlauchführungsorgan an einem freien Ende eines Schwenkarmes, welcher durch Verstellantriebe in einer Vertikallage längs einer die Behälteröffnung durchsetzenden Hochachse durch die Behälteröffnung ein- und ausschiebbar und innerhalb des Behälters um eine Horizontalachse in eine Querlage klappbar sowie um die Hochachse drehbar ist.
Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, den den Spritzwaschkopf tragenden Schlauch über ein in den Behälter einschiebbares Schlauchführungsorgan zu leiten, welches in­ nerhalb des Behälters in verschiedene, in Draufsicht auf die Behälteröffnung seitwärts versetzte Lagen verstellbar ist, so daß der Spritzwaschkopf auch in größerem Abstand von der Mittelachse der Behälteröffnung im Behälter positioniert und wobei die vertikale Höhe des Spritzwaschkopfes durch die Länge des in den Behälter nachführbaren bzw. aus dem Behäl­ ter herausziehbaren Schlauches vorgegeben werden können. Da das Schlauchführungsorgan bei der Behälterreinigung nahe der Behälteröffnung verbleiben kann und der Abstand des Spritz­ waschkopfes von der Behälteröffnung im wesentlichen allein durch die veränderbare Länge des Schlauches bestimmt wird, läßt sich die erfindungsgemäße Vorrichtung mit vergleichs­ weise kompakten Abmessungen realisieren.
Bei Anordnung des vorgenannten Schlauchführungsorganes an einem Schwenkhebel entsprechend dem Anspruch 1 muß lediglich gewährleistet sein, daß der Schwenkhebel in den Behälter einfahrbar und innerhalb des Behälters einerseits in die Querlage klappbar und andererseits um die Hochachse drehbar ist.
Hierzu ist gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfin­ dung vorgesehen, außen an der Behälteröffnung einen Füh­ rungskäfig anzuordnen, der die Schlauchführungsvorrichtung vertikal verschiebbar zwischen einer oberen Endlage, in der sich der Schwenkarm außerhalb des Behälters befindet, und einer unteren Endlage haltert, in der sich der Schwenkarm innerhalb des Behälters befindet, wobei des weiteren zweck­ mäßig vorgesehen, dem Führungskäfig einen Drehantrieb für Drehbewegungen um die Hochachse und der Schlauchführungsvorrichtung einen zusammen mit ihr vertikal beweglichen Antrieb zur Klappverstellung des Schwenkarmes zuzuordnen.
Auf diese Weise werden einfache kinematische Verhältnisse gewährleistet. Insbesondere können der Drehhub des Schwenk­ armes um die Hochachse sowie der Klappwinkel zwischen Verti­ kal- und Querlage des Schwenkarmes leicht an die jeweiligen Gegebenheiten angepaßt werden.
Die Vertikalverschiebung der Schlauchführungsvorrichtung kann mittels des Schlauches ausgeführt werden, indem die Schlauchführungsvorrichtung aus ihrer Nichtgebrauchslage au­ ßerhalb des Behälters mittels des Schlauches in eine untere, als Endlage ausgebildete Gebrauchslage abgesenkt und der Schlauch nachfolgend gegebenenfalls noch weiter in den Be­ hälter herabgelassen wird. Umgekehrt kann die Schlauchfüh­ rungsvorrichtung aus dem Behälter herausgehoben werden, in­ dem der Schlauch entsprechend weit nach aufwärts gezogen und mit einem an ihm angeordneten Widerlager, welches mit der Kupplung für den Spritzwaschkopf kombiniert sein kann, die Schlauchführungsvorrichtung anhebt.
Oftmals muß gewährleistet sein, daß während der Spritzarbeit keine Dämpfe oder Nebel aus dem Behälter austreten können. Hierzu wird zweckmäßig vorgesehen, an der Behälteröffnung eine gegenüber dem Behälter abschließbare Kammer, z. B. in Form eines rohrförmigen Zylinders, anzuordnen, um die we­ sentlichen Teile der Reinigungsvorrichtung, insbesondere den Führungskäfig sowie die darin verschiebbare Schlauchfüh­ rungsvorrichtung aufnehmen zu können.
Der Schlauch kann auf einer gesondert vom Führungskäfig bzw. außerhalb der vorgenannten Kammer angeordneten Haspel auf­ wickelbar sein, wobei eine gegebenenfalls an der Kammer not­ wendige Schlauchdurchführung mittels einer Druckluftman­ schette od. dgl. absperrbar sein kann.
Im übrigen wird hinsichtlich bevorzugter Merkmale der Erfin­ dung auf die Anspruche verwiesen.
Nachfolgend wird anhand der Zeichnung eine besonders bevor­ zugte Ausführungsform der Erfindung naher beschrieben.
Dabei zeigt
Fig. 1 eine schematisierte Seitenansicht eines Reaktors mit zwei Reinigungsvorrichtungen,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Reaktor und
Fig. 3 ein Schnittbild eines oberen Bereiches der Reini­ gungsvorrichtung entsprechend dem Ausschnitt III in Fig. 1.
Gemäß den Fig. 1 und 2 sind in einem in Draufsicht kreisför­ migen Reaktor 1 einer nicht naher dargestellten chemotechni­ schen Anlage ein Ruhrwerk 2 sowie sternförmig ausgerichtete Radialwände 3 angeordnet.
Auf der Oberseite des Reaktors 1 sind zwei vertikale, durch Schieber verschließbare Rohrstutzen 5 angeordnet, auf denen weiter unten näher dargestellte Aggregate 6 zur Innenreini­ gung des Reaktors 1 montiert sind.
Dabei erfolgt die Innenreinigung des Reaktors 1 durch grund­ sätzlich bekannte Spritzwaschköpfe 7, die jeweils an einem zur Zuführung von Hochdruckwasser für die Innenraumreinigung dienenden Schlauch 8 hängend angeordnet sind und an dem Schlauch 8 in den Reaktor 1 abgesenkt werden können, so daß sie mit vorgegebenen vertikalen Abständen von den Rohrstut­ zen 5 innerhalb des Reaktors 1 arbeiten. In Draufsicht auf den Reaktor 1, vgl. Fig. 2, lassen sich die Spritzwaschköpfe 7 in jeweils drei Positionen 7-1a bis 7-3a bzw. 7-1b bis 7-1c einstellen, so daß sämtliche Sektoren des Reaktors 1 zwischen den Radialwänden 3 bei der Spritzarbeit der Spritz­ waschköpfe 7 den Hochdruck-Spritzwasserstrahlen der Spritz­ waschköpfe 7 zugänglich sind.
Jedes Reinigungsaggregat 6 besitzt ein auf dem jeweiligen Rohrstutzen 5 montierten Rohrzylinder 9, der an seinem unte­ ren Ende durch eine Ringflanschplatte 10 mit einem Flansch des Rohrstutzens 5 verbunden und an seinem oberen Ende durch eine an einem Endflansch des Rohrzylinders 9 befestigte Bo­ denplatte 11 abgeschlossen wird. Auf der Unterseite der Bo­ denplatte 11 ist gemäß Fig. 3 ein Lagerring eines zur Auf­ nahme größerer Axiallasten geeigneten Rillenkugellagers 12 befestigt, dessen anderer Lagerring einen innerhalb des Rohrzylinders 9 angeordneten Führungskäfig 13 trägt. Der Führungskäfig 13 besteht im wesentlichen aus einem mit der drehbaren Lagerschale des Rillenkugellagers 12 verbundenen oberen Ringflansch 14, einem nahe des unteren Endes des Rohrzylinders 9 angeordneten unteren Ringflansch 15 sowie zwischen den Flanschen 14 und 15 angeordneten vertikalen Führungsschienen 16, vgl. insbesondere Fig. 1.
Zwischen dem oberen Ringflansch 14 und der damit verbundenen Lagerschale des Rillenkugellagers 12 ist gemäß Fig. 3 eine ringförmige Zahnradscheibe 17 eingespannt, deren Außenver­ zahnung mit einem Ritzel 18 kämmt, das seinerseits antriebs­ mäßig mit einem beispielsweise pneumatischen Stellmotor 19 zur Drehverstellung des Führungskäfigs 13 verbunden ist. Der mögliche Drehhub des Führungskäfigs 13 relativ zum Rohrzy­ linder 9 wird durch nicht dargestellte Anschläge begrenzt, die mit Endschaltern kombiniert sind, deren Funktion weiter unten erläutert wird.
Zwischen den Flanschen 14 und 15 des Führungskäfigs 13 ist an den Führungsschienen 16 ein Rollschlitten 20 vertikal verschiebbar gelagert, welcher eine mit ihm fest verbundene, nach abwärts gerichtete Lanze 21 trägt, an deren unteren En­ de ein Schwenkarm 22 um eine Horizontalachse 23 schwenkbar angeordnet ist. Dieser Schwenkarm 22 läßt sich aus einer die Lanze 21 nach abwärts fortsetzenden Vertikallage in eine im rechten Teil der Fig. 1 sichtbare Querlage hochklappen.
Zur Bewegung des Schwenkarmes 22 dient ein über Pneumatik­ schläuche 40 versorgtes pneumatisches Kolben-Zylinder- Aggregat 24, dessen Zylinder um eine zur Horizontalachse 23 des Schwenkarmes 22 parallele Achse 25 schwenkbar im Roll­ schlitten 20 aufgehängt ist und dessen Kolbenstange über ei­ ne Verlängerungsstange 26 scharnierartig an einem Gelenkla­ ger 27 angelenkt ist, welches zur Horizontalachse 23 seit­ wärts versetzt am Schwenkarm 22 fest angeordnet ist.
Am Schwenkarm 22 sind einerseits nahe der Horizontalachse 23 nicht dargestellte und andererseits am freien Ende des Schwenkarmes 22 in Fig. 1 sichtbare Schlauchführungsrollen 28 angeordnet, zwischen denen der Schlauch 8 unabhängig von der Stellung des Schwenkarmes 22 hindurchlaufen kann. Dabei ist an der Verbindung zwischen dem Schlauch 8 und dem zuge­ ordneten Spritzwaschkopf 7 ein Widerlager 29 angeordnet, welches mit dem freien Ende des Schwenkarmes 22 anschlagar­ tig zusammenwirkt. Damit besteht die Möglichkeit, mittels des Schlauches 8 nicht nur den jeweiligen Spritzwaschkopf 7 mehr oder weniger weit in den Reaktor 1 herabzulassen. Viel­ mehr läßt sich der Schlauch 8 bei in Vertikalstellung be­ findlichem Schwenkarm 22 auch dazu nutzen, den Rollschlitten 20 mit der Lanze 21 und dem Schwenkarm 22 nach oben in eine Nichtgebrauchslage innerhalb des Rohrzylinders 9 zu schie­ ben, wenn der Schlauch 8 entsprechend weit nach oben gezogen wird.
Der Schlauch 8 kann oberhalb des Rohrzylinders 9 mittels ei­ ner gesondert vom Rohrzylinder 9, z. B. unter einem Hallen­ dach, angeordneten Schlauchhaspel 30 aufgewickelt werden, wobei die Schlauchhhaspel 30 mit einem Hochdruckwasseranschluß 31 zur Einleitung von Hochdruckwasser in den Schlauch 8 für die Spritzreinigung versehen ist.
In der den Rohrzylinder 9 oben abschließenden Bodenplatte 11 ist eine vom Schlauch 8 durchsetzte pneumatische Druckman­ schette 32 angeordnet, die sich bei Druckbeaufschlagung dichtend an den Schlauch 8 anschmiegt und auch als Schlauch­ bremse einsetzbar ist, mit der der Schlauch 8 bei Aufwärts- oder Abwärtsbewegung abgebremst und arretiert werden kann. Zusätzlich oder alternativ kann die Bewegung des Schlauches 8 auch durch den Antrieb 33 der Schlauchhaspel 30 gebremst bzw. arretiert werden.
Unterhalb der Druckmanschette 32 ist innerhalb eines vom Schlauch 8 durchsetzten, nach abwärts offenen Trichters 34 eine ringförmige Spritzdüsenanordnung 35 zur Schlauchreini­ gung angeordnet. Eine weitere Spritzdüsenanordnung 36 ist oberhalt der Ringflanschplatte 10 des Rohrzylinders 9 ange­ ordnet, um die Lanze 21, den Schwenkarm 22 sowie den Spritz­ waschkopf 7 reinigen zu können, wenn der Rollschlitten 20 in seine obere Endlage hochgezogen wird.
In der oberen Endlage kann der Rollschlitten 20 mittels pneumatisch od. dgl. betätigbarer Riegelorgane 37 arretiert werden.
Die dargestellte Vorrichtung funktioniert wie folgt:
Zur Spritzreinigungsarbeit wird zunächst der Schieber 4 ge­ öffnet. Sodann werden die Riegelorgane 37 des bisher in sei­ ner oberen Endlage arretierten Rollschlittens 20 in die Freigabelage gebracht, so daß der Rollschlitten 20 bei ent­ sprechender Drehverstellung der Haspel 30 und hinreichender Druckentlastung der Druckmanschette 32 in seine untere End­ lage innerhalb des Führungskäfigs 13 gefahren werden kann. Damit ragt die Lanze 21 mit dem zunächst noch in Vertikalla­ ge befindlichen Schwenkarm 22 in den Reaktor 1 hinein.
Durch weiteres Nachführen des Schlauches 8 kann dann der Spritzwaschkopf 7 in eine gewünschte Tiefe innerhalb des Re­ aktors 1 herabgelassen werden. Solange der Schwenkarm 22 seine Vertikallage einnimmt, befindet sich der Spritz­ waschkopf 7 in der Position 7-1a bzw. 7-1b, vgl. Fig. 2, und zwar in jeweils durch die abwärts geführte Länge des Schlau­ ches 8 vorgegebener Tiefe. Damit kann der Spritzwaschkopf 7 bei Zuführung von Hochdruckwasser den direkt unterhalb des jeweiligen Rohrstutzens 5 befindlichen Sektor des Reaktors 1 reinigen.
Wenn das Kolben-Zylinder-Aggregat 24 betätigt und damit der Schwenkarm 22 in seine Querlage geklappt wird, läßt sich der jeweilige Spritzwaschkopf 7 in die Positionen 7-2a und 7-3a bzw. 7-2b und 7-3b bringen, indem der Führungskäfig 13 durch Betätigung des Stellmotors 9 in seine eine oder andere durch Anschläge vorgegebene Drehendlage gebracht wird.
Gegebenenfalls kann eine Zwangssteuerung derart vorgesehen sein, daß eine Drehung des Führungskäfigs 13 mittels des Stellmotors 19 nur dann möglich ist, wenn sich der Schwenk­ arm 22 in seiner Vertikallage befindet. Darüber hinaus kann zwangsweise vorgegeben sein, daß sich der Schwenkarm 22 nur dann aus seiner Vertikallage in seine Querlage hochklappen bzw. aus der Querlage zurück in die Vertikallage klappen läßt, wenn der Führungskäfig eine seiner beiden durch End­ schalter überwachten Drehendlagen einnimmt.
Nach Beendigung der Spritzreinigungsarbeit wird der Schwenk­ arm 22 in seine Vertikallage zurückgestellt. Sodann wird der Schlauch 8 nach aufwärts gezogen, wobei sich das Widerlager 29 an das freie Ende des Schwenkarmes 22 anlegt, so daß der Rollschlitten 20 mit der Lanze 21 und dem Schwenkarm 22 nach oben geschoben werden, wenn der Schlauch 8 weiter nach auf­ wärts gezogen wird. Sobald der Rollschlitten 20 seine obere Endlage innerhalb des Führungskäfigs 13 erreicht hat, wird er durch Betätigung der Riegelorgane 37 am Rohrzylinder 9 arretiert. Außerdem wird nunmehr der Schieber 4 wiederum ge­ schlossen.
In der oberen Endlage des Rollschlittens 20 sind einerseits der Rollschlitten 20 und andererseits das darin angeordnete Kolben-Zylinder-Aggregat 24 durch eine seitliche, ver­ schließbare Inspektionsöffnung 38 am oberen Ende des Rohrzy­ linders 9 für Wartungsarbeiten zugänglich. Des weiteren sind in dieser Lage des Rollschlittens 20 der Schwenkarm 22 sowie der Spritzwaschkopf 7 durch eine verschließbare weitere Inspektionsöffnung 39 am unteren Ende des Rohrzylinders 9 zu­ gänglich, wobei der Spritzwaschkopf 7 durch Verschwenkung des Schwenkarmes 22 bei Betätigung des Kolben-Zylinder- Aggregates 24 zur Inspektionsöffnung 39 geführt werden kann, so daß der Spritzwaschkopf 7 besonders gut zugänglich wird. Damit kann der Spritzwaschkopf 7 bei entsprechender Nachfüh­ rung des Schlauches 8 durch die Inspektionsöffnung 39 nach außen gezogen und gegebenenfalls durch einen anderen Spritz­ waschkopf 7 ausgetauscht werden. Um diesen erleichterten Zu­ gang zum Spritzwaschkopf 7 sicher gewährleisten zu können, kann vorgesehen sein, daß sich der Rollschlitten 20 mittels der Riegelorgane 37 nur in einer solchen Drehendlage des Führungskäfigs 13 vertikal arretieren läßt, in der eine Schwenkbewegung des Schwenkarmes 22 den Spritzwaschkopf 7 zwangsläufig in Richtung der Inspektionsöffnung 39 führt.
Am Rohrzylinder 9 kann ein Sicherheits- bzw. Entlastungsven­ til angeordnet sein, so daß bei geschlossener Druckmanschet­ te 32 die Dichtigkeit des Schiebers 4 während der Reaktions­ prozesse im Reaktor 1 und/oder nach Öffnung des Schiebers 4 eine hinreichende Druckfreiheit des Reaktors 1 für die Spritzarbeit überprüft werden können.

Claims (15)

1. Vorrichtung zur Reinigung eines Behälters, insbesondere eines Reaktors (1) einer chemotechnischen Anlage, mit einem durch eine in der Regel verschließbare Behälteröffnung (5) in den Behälter einführbaren Spritzwaschkopf (7), der an ei­ nen durch die Behälteröffnung absenkbaren Spritzmittel­ schlauch (8) ankoppelbar ist, gekennzeichnet durch eine an der Behälteröffnung (5) positionierbare, bei Nichtgebrauch außerhalb des Behälters (1) verbleibende Schlauchführungsvorrichtung (20 bis 22) mit zumindest einem Schlauchführungsorgan (28) an einem freien Ende eines Schwenkarmes (22), welcher durch Verstellantriebe (19, 24) in einer Vertikallage längs einer die Behälteröffnung (5) durchsetzenden Hochachse durch die Behälteröffnung ein- und ausschiebbar und innerhalb des Behälters (1) um eine Hori­ zontalachse (23) in eine Querlage klappbar sowie um die Hochachse drehbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen außen an der Behälteröffnung (5) angeordneten Führungskäfig (13), der die Schlauchführungsvorrichtung (20 bis 22) vertikal verschiebbar zwischen einer oberen Endlage, in der sich der Schwenkarm (22) außerhalb des Behälters (1) befindet, und einer unteren Endlage haltert, in der sich der Schwenkarm (22) im Behälter befindet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen Drehantrieb (19) für den Führungskäfig (13) und einen zusammen mit der Schlauchführungsvorrichtung (20 bis 22) vertikal beweglichen Antrieb (24) zur Klappverstellung des Schwenkarmes (22).
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlauchführungsvorrichtung (20 bis 22) mittels des Schlauches (8) in eine obere Endlage anhebbar bzw. in eine untere Endlage absenkbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauch (8) in unterer Endlage der Schlauchfüh­ rungsvorrichtung (20 bis 22) in den Behälter (1) absenkbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskäfig (13) in einer an der Behälteröffnung (5) angeordneten, vom Behälterinnenraum durch einen Ver­ schluß (4) absperrbaren Kammer (9) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer als Rohrzylinder (9) ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauch (8) durch eine als Schlauchdurchführung an­ geordnete Dichtmanschette (32) aus der Kammer (9) nach außen geführt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtmanschette als pneumatische Druckmanschette (32) ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb des Behälters (1) bzw. innerhalb der Kammer (9) Spritzdüsenanordnungen (35, 36) zur Reinigung des Schlau­ ches (8) und/oder Teilen der Schlauchführungsvorrichtung (20 bis 22) angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine Spritzdüsenanordnung (36) im unteren, an die Behäl­ teröffnung (5) anschließenden Bereich der Kammer (9) ange­ ordnet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine Spritzdüsenanordnung (35) am oberen Ende der Kammer (9) angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskäfig (13) zwischen zwei Drehendlagen dreh­ verstellbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlauchführungsvorrichtung (20 bis 22) in ihrer oberen Lage durch eine Arretierung (37) verriegelbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (22) in der oberen verriegelten Lage der Schlauchführungsvorrichtung (20 bis 22) mit dem Spritz­ waschkopf (7) in Richtung einer Inspektionszone bzw. einer Inspektionsöffnung (39) der Kammer (9) schwenkbar ist.
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