DE20019305U1 - Vorrichtung zur Außenreinigung von Behälterbehandlungsmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zur Außenreinigung von BehälterbehandlungsmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Außenreinigung von Behälterbehandlungsmaschinen, insbesondere Füll- und Verschließmaschinen, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es ist bereits eine derartige Vorrichtung bekannt, bei der mehrere Spritzdüsen auf dem rotierenden Ringkessel einer Füllmaschine angeordnet sind, die über Rohre mit einer gleichfalls auf dem Ringkessel befestigten Ringleitung für eine Sterilisationsflüssigkeit in Verbindung stehen (EP 0408 851 Bl). Die Spritzdüsen sind im Wesentlichen radial nach außen gerichtet, so dass sie die Innenseite von den Ringkessel umgebenden stationären Schutzwänden beaufschlagen. Zusätzlich sind stationäre Spritzdüsen vorgesehen, die auf den Umfang des Ringkessels gerichtet sind und diesen während eines Umlaufs mit Flüssigkeit besprühen.
Diese bekannte Vorrichtung weist eine Vielzahl von Komponenten auf; insbesondere die Zuführung des Reinigungsmediums über Rohre, Ringleitungen, Drehverbindungen usw. ist sehr komplex. Trotzdem sind nicht alle Bereiche der Füllmaschine mit ausreichender Intensität zu reinigen, insbesondere nicht weiter entfernt stehende Schutzverkleidungen sowie die Vortische mit ihren An- und Aufbauteilen.
Auch ist bereits eine Vorrichtung zur Außenreinigung einer Flaschenfüll- und Verschließmaschine einschließlich des Vortisches und der darauf angeordneten Transportelemente usw. bekannt, die eine Vielzahl von durch Rohrleitungen mit einem Heißwassertank verbundene feststehende Spritzdüsen aufweist (DE-GM 94 04 610). Zwar ist mit dieser bekannten Vorrichtung eine gute Reinigung- der bestrichenen Bereiche der Flaschenfüll- und Verschließmaschine möglich; dies wird jedoch mit einem hohen Kostenaufwand und einer stark eingeschränkten Zugänglichkeit zur Maschine erkauft.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Außenreinigen von Behälterbehandlungsmaschinen zu schaffen, die bei geringem baulichen Aufwand und hohem Reinigungseffekt für alle relevanten Bereiche einer Behälterbehandlungsmaschine einsetzbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung kann mit nur wenigen Spritzdüsen auf Grund der oszillierenden Bewegung ein großer Bereich der Behälterbehandlungsmaschine intensiv gereinigt werden. Die Zugänglichkeit zur Behälterbehandlungsmaschine wird kaum eingeschränkt und der Anschluß an eine stationäre
Versorgung für Dampf, Heißwasser, Sterilisationsflüssigkeit oder dgl. mittels einer flexiblen Leitung ist kostengünstig und raumsparend realisierbar. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist für Behälterbehandlungsmaschinen der verschiedensten Art einsetzbar und insbesondere für flächenmäßig große, stationäre Bereiche wie Vortische, Schutzverkleidungen usw. geeignet.
Vorteilhafte Weiterbildungen, die alle zu einem einfachen Aufbau und einer intensiven Reinigung beitragen, sind in den Unteranspüchen angegeben. Besonders hervorzuheben ist die Ausgestaltung gemäß Anspruch 9 mit einer Programmsteuerung für den Antriebsmotor. Hierdurch kann die Oszillationsbewegung der Spritzdüse optimal an den Reinigungszweck angepaßt werden und es können z. B. neben Bewegungsphasen auch längere oder kürzere Stillstandsphasen, z. B. im Bereich eines rotierenden Verschließkopfs eingeschaltet werden.
Im Nachstehenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 die Draufsicht auf eine Füll- und Verschließmaschine im Bereich des Vortisches
Fig. 2 die Ansicht A nach Fig. 1
Fig. 3 die schematische Draufsicht einer flexiblen Leitung zur Versorgung der Vorrichtung zur Außenreinigung nach Fig. 1 und 2
Fig. 4 die Seitenansicht einer Schutzwand der Füll- und Verschließmaschine nach Fig. 1 bis 3.
Die Füll- und Verschließmaschine 2 nach Fig. 1 bis 4 ist zum Befüllen von nicht gezeigten Flaschen mit einem Getränk ausgerüstet. Sie weist einen um eine senkrechte Achse rotierend antreibbaren Ringkessel 13 auf, der am Umfang mit Füllventilen 14 und Huborganen 15 für die Flaschen bestückt ist. Dem Ringkessel 13 ist ein Vortisch 9 mit rechteckigem Umriß und walmdachartiger Oberfläche beigestellt.
Auf dem Vortisch 9 sind ein Einlaufstern 16, ein erster Transferstern 17, ein Schraubverschließer 18, ein zweiter Transferstern 19, ein Kronenkorker 20, ein Auslaufstern 21 sowie weitere nicht gezeigte Transportelemente wie Führungsbögen usw. angeordnet. Die vorstehend aufgeführten Elemente sowie die Oberfläche des Vortisches 9 müssen im Abfüllbetrieb in regelmäßigen Zeitabständen mit Heißwasser abgeschwallt sowie ggf. mit Desinfektionsmittel besprüht werden, um die Behälterbehandlungsmaschine 2 in einem hygienisch einwandfreien Zustand zu halten. Dies erledigt die Vorrichtung 1 zur Außenreinigung.
Die Vorrichtung 1 weist ein senkrechtes Rohrstück 8 auf, das an der vom Ringkessel 13 abgewandten Längsseite des Vortisches 9 linear in horizontaler Richtung verschiebbar gelagert ist. Hierzu ist der untere Endbereich des Rohrstücks 8 an einem Schlitten 4 befestigt, der seinerseits mittels mehrerer Rollen 22 an einer schienenförmigen Geradführung verfahrbar ist. Die Geradführung 10 ist unterhalb des Vortisches 9 etwas nach innen versetzt an dessen Füßen 23 befestigt. Das obere Ende des Rohrstücks 8 ist verschlossen, während das untere Ende über eine schlauchförmige, flexible Leitung 5 und ein Magnetventil 24 an einen Anschluss 7 für Heißwasser und/oder Sterilisationsflüssigkeit angeschlossen ist.
Der Schlitten 4 mit dem daran befestigten Rohrstück 8 ist durch einen an der Unterseite des Vortisches 9 befestigten Motor 6 und einen endlosen Zahnriemen 25 mit Antriebsrolle und Umlenkrolle 34 in Richtung des Doppelpfeils 26 in horizontaler Richtung längs des Vortisches 9 oszillierend antreibbar.
An der zum Vortisch 9 gerichteten Seite des Rohrstücks 8 sind mehrere Spritzdüsen 3 angeordnet, die auf die zu reinigenden Elemente gerichtet sind. Das obere Endstück des Rohres 8 ist durch ein Gelenk 27 mit dem Hauptbereich des Rohrstücks 8 verbunden und mittels eines Pneumatikzylinders 28 in Richtung des Doppelpfeiles 29 verschwenkbar. Hierdurch können bestimmte Bereiche besser bestrichen werden.
Im normalen Füllbetrieb der Füll- und Verschließmaschine 2 steht der Schlitten 4 in der in Figur 1 mit I bezeichneten Ruheposition bei geschlossenem Magnetventil 24 im linken Eckbereich des Vortisches 9. Der Zugang zum Vortisch 9, den Elementen 16 bis 21 sowie weiteren Anbauteilen wird so nicht behindert.
Ist ein Abschwallen erforderlich, so wird durch eine mit dem Motor 6 und dem Magnetventil 24 verbundene Programmsteuerung 30 das Magnetventil 24 geöffnet, so dass vom Anschluß 7 her heißes Wasser über die flexible Leitung 5 und das Rohrstück zu den Spritzdüsen 3 strömt und aus diesen in Richtung Vortisch 9 in breit gefächertem Sprühstrahl austritt. Gleichzeitig wird durch die Programmsteuerung 30 der Motor 6 eingeschaltet, derart, dass sich der Schlitten 4 mit den Düsen 3 langsam nach rechts in Bewegung setzt, bis er die Position II erreicht. In der Position II bleibt der Schlitten 4 kurzzeitig stehen, so dass der Bereich des Einlaufsterns
• · • ·
besonders intensiv gereinigt wird. Danach fährt der Schlitten 4 langsam weiter zur Position III, wo er wiederum kurzzeitig verharrt. In entsprechender Weise werden jeweils mit kurzen Stillstandsphasen auch die Positionen IV bis VIII angefahren, wobei die Füll- und Verschließmaschine 2 kurzzeitig oder durchgehend mit langsamer Geschwindigkeit angetrieben werden kann. Wenn so alle Elemente im Bereich des Vortisches 9 und dessen Oberfläche selbst durchgehend intensiv geschwallt und gereinigt worden sind, fährt der Schlitten 4 in einem Zug nach links zurück in seine Ruheposition I.
Es ist jedoch auch möglich, den Schlitten 4 in der Position VIII stehen zu lassen und erst beim nächsten Abschwallvorgang in umgekehrter Weise stufenweise nach links bis zu Position I zu verfahren. Auch kann der Schlitten 4 sofort stufenweise zurück in die Position I verfahren werden, so dass während eines einzigen Abschwallvorgangs eine zweifache Abspritzung erfolgt.
Mit einem einzigen Rohrstück 8 und wenigen Spritzdüsen 3 wird so der gesamte Bereich des Vortisches 9 mit seinen An- und Aufbauten über die gesamte Länge mit gleich hoher Intensität abgespritzt.
Wie die Figur 3 zeigt, kann an Stelle einer flexiblen Leitung in Form eines flexiblen Schlauches auch eine flexible Leitung 5, bestehend aus zwei starren Rohrstücken 31, 32 verwendet werden, die gelenkig mit dem Rohrstück 8, dem Anschluß 7 sowie miteinander verbunden sind. Befindet sich der Schlitten 4 in der Position I so sind die beiden Rohre 31, 32 in etwa gestreckt, während sie in den übrigen Positionen II bis VIII mehr oder weniger abgeknickt sind.
Die gesamte Füll- und Verschließmaschine 2 ist von einem aus mehreren Schutzwänden 11 nach Figur 4 bestehenden, im Wesentlichen freistehenden Maschinenschutz umgeben, der sich dem Umriß der Maschine mit geringem Abstand anschmiegt. Im Bereich des Vortisches 9 verläuft der Maschinenschutz parallel zu den Außenkanten des Vortisches 9 mit ausreichendem Abstand um eine ungestörte Oszillation des Schlittens 4 und des Rohrstücks 8 zu ermöglichen. Die entsprechenden Schutzwände 11 sind in Figur 1 strichpunktiert angedeutet. Die im Bewegungsbereich des Rohrstücks 8 befindlichen Schutzwände 11 werden während der vorbeschriebenen Abschwallung des Vortisches 9 durch weitere, an der Außenseite des Rohrstücks 8 befestigte Spritzdüse 3 direkt beaufschlagt und somit gereinigt.
Die außerhalb des Bewegungsbereichs des Rohrstücks 8 stehenden Schutzwände 11 weisen an ihrer oberen Quertraverse 12 eigene Geradführungen 10 mit oszillierend angetriebenen Schlitten 4, Rohrstücken 8 und Spritzdüsen 3 auf. Sie können so gleichzeitig oder unabhängig mit der Abschwallung des Vortisches 9 eigenständig gereinigt werden. Dabei erfolgt der Antrieb der Schlitten 4 in gleicher Weise durch Motoren 6 und Zahnriemen 2 5 und die Zufuhr des Reinigungsmittels durch flexible Leitungen 5, die in Fig. 4 nicht dargestellt sind.
Claims (9)
1. Vorrichtung (1) zur Außenreinigung von Behälterbehandlungsmaschinen (2), insbesondere Füll- und Verschließmaschinen, mit mindestens einer beweglichen Spritzdüse (3), dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzdüse (3) auf einem Schlitten (4) angeordnet ist, der längs des zu reinigenden Maschinenbereichs verfahrbar ist, dass die Spritzdüse (3) durch eine flexible Leitung (5) mit einem stationären Anschluß (7) für ein Reinigungsmedium verbunden ist, und dass der Schlitten (4) durch einen eigenen Motor (6) oszillierend antreibbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Schlitten (4) mehrere Spritzdüsen (3) angeordnet sind, die durch eine gemeinsame flexible Leitung (5) mit dem stationären Anschluß (7) verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzdüsen (3) an einem im Wesentlichen senkrechten Rohrstück (8) angeordnet sind, das am Schlitten (4) befestigt und mit der flexiblen Leitung (5) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten, (4) entlang eines Vortisches (9) der Behälterbehandlungsmaschine (2) verfahrbar ist, und die auf ihm angeordneten Spritzdüsen (3) den Vortisch (9) und dessen Auf- und Anbauteile bestreichen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Randbereich des Vortisches (9) eine horizontale Geradführung (10) befestigt ist, in der der Schlitten (4) verschiebbar gelagert ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten (4) entlang einer Schutzwand (11) der Behälterbehandlungsmaschine (2) verfahrbar ist und die auf ihm angeordneten Spritzdüsen (3) die Schutzwand (11) bestreichen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an einer oberen Querstrebe (12) der Schutzwand (11) eine horizontale Geradführung (10) befestigt ist, in der der Schlitten (4) verschiebbar gelagert ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Spritzdüse (3) beweglich auf dem Schlitten (4) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass dem Motor (6) eine Programmsteuerung (30) für die Linearbewegung des Schlittens (4) zugeordnet ist.
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