DE10044151A1 - Matratze mit umlaufenden Wendegriffen - Google Patents
Matratze mit umlaufenden WendegriffenInfo
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Abstract
Zur Verbesserung der Handhabbarkeit hinsichtlich ihres Transports und in bezug auf ein Wenden bei zugleich einfacher Fertigung weist eine Matratze mit einem Matratzenbezug 1, der eine Oberseite, eine Unterseite und die Ober- und Unterseite verbindende Seitenfläche aufweist, eine Vielzahl von nebeneinander an den Seitenflächen angeordneten Griffen auf, die mit mindestens einem an den Seitenflächen umlaufenden, mit den Seitenflächen verbundenen Gurt ausgebildet sind.
Description
Die Erfindung betrifft eine Matratze mit einem Matratzenbezug, der eine Oberseite,
eine Unterseite und die Ober- und Unterseite verbindenden Seitenflächen aufweist,
wobei an mindestens zwei gegenüberliegenden Seitenflächen jeweils mindestens ein
Griff vorgesehen ist.
Grundsätzlich besteht bei Matratzen das Problem, das sie sperrig und aufgrund ihres
vergleichsweise hohen Eigengewichts insbesondere für eine Einzelperson schwierig zu
transportieren sind, ebenso wie ein Wenden von Matratzen auf einem Lattenrost für
eine Einzelperson kaum durchführbar ist.
Eine Vielzahl von Matratzen weisen zur Verbesserung der Handhabbarkeit Griffteile
auf. Sie sind in der Regel aus Kunststoff, einem elastischen Band oder aus einem Tex
tilband gebildet und an den Längsseiten der Matratze angeordnet. Ein besonderes Pro
blem besteht dabei in der Befestigung der Griffteile an der Matratze, da die Befesti
gung der Griffteile an der Matratze das gesamte Gewicht halten muß, ohne daß hier
durch der den Matratzenkern umfassende Matratzenbezug einreißt oder die Griffenden
ausreißen.
So ist es bei mit elastischen Bändern gebildeten Griffen bekannt, die Enden der elasti
schen Bänder von außen durch verstärkte Ösen in der Seitenfläche der Matratze und
durch Ösen einer im Bereich der Griffe an der Matratzeninnenwand angeordneten
Verstärkungsplatte, die meist in Kunststoff ausgeführt ist, hindurch zu führen und
durch einen Knoten oder einen Widerhaken gegen ein Herausrutschen zu sichern.
US 5,214,810 offenbart eine Federkernmatratze, bei der die Griffenden eines Griffteils
im wesentlichen rechtwinklig zur Seitenfläche durch diese hindurch geführt und mit
einem Ankerbügel verbunden sind, der in den Springfedern der Matratze gelagert ist.
In einer aus US 5,924,150 bekannten Ausführung sind die Griffenden rechtwinklig zur
Seitenfläche durch diese hindurch geführt und in einem Drahtbügelgestell gelagert, das
sich von innen gegen die Längsnähte zwischen Oberseite und Seitenfläche bzw. Sei
tenfläche und Unterseite der Matratze abstützt.
Üblicherweise sind die Längsseiten der vorgenannten Matratzen mit jeweils zwei sol
cher Griffteile versehen, die in der Regel in einem Abstand von ca. 50 cm von dem
Kopf- bzw. dem Fußende der Matratze angeordnet sind. Die Griffe werden insbeson
dere zum Transport der Matratze verwendet, oder zum Anheben der Matratze in einem
Bettrahmen, um ein Bettlaken unter der Matratze einschlagen zu können. Allerdings ist
diese Anordnung für den senkrechten Transport einer Matratze, beispielsweise durch
ein Treppenhaus, ungeeignet, da keiner der Griffe vom Träger gegriffen werden kann.
Auch ist eine Lagerung der Griffteile über einen in den Matratzenkern hinein ragendes
Bügelgestell oder einen im Matratzenkern gelagerten Ankerbügel fertigungstechnisch
aufwendig.
Speziell zum Drehen und Wenden vorgesehene, an den Außenecken der Seitenflächen
einer Matratze angeordnete Griffteile sind aus der US 5,632,054 bekannt. Zwar erlaubt
diese Anordnung ein erleichtertes Wenden der Matratze, jedoch können auch hier die
Griffteile für einen senkrechten Transport der Matratze nicht verwendet werden.
Darüber hinaus ist eine Matratze der Femira GmbH, D-Pleidelsheim, bekannt, bei der
sich über die Eckbereiche der Oberseite Gurte erstrecken, deren eines Ende an der
Quernaht zwischen Oberseite und Stirnseite der Matratze und deren anderes Ende an
der Längsnaht zwischen Oberseite und Längsseite der Matratze eingenäht ist. Hiermit
sollen die Ecken einer Matratze auf einfache Weise aus einem Bettrahmen heraus an
gehoben werden können. Diese Anordnung erscheint allerdings zumindest zum Ein
schlagen von Bettlaken wenig geeignet, da das über die Oberseite der Matratze er
streckende Laken den Zugriff auf diese Gurte versperrt.
Im Ergebnis erlaubt keine der aus dem Stand der Technik bekannten Anordnungen
von Griffteilen, die Matratze in allen Lagen zu transportieren, zu wenden und sie in
befriedigender Weise zum Unterschlagen von Bettlaken anzuheben.
Somit besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Matratze zu schaf
fen, die eine einfachere Handhabung ermöglicht und gleichzeitig ohne erheblichen
Aufwand herstellbar ist.
Gelöst wird diese Aufgabe bei einer Matratze der eingangs genannten Art durch eine
Vielzahl von nebeneinander an den Seitenflächen angeordneten Griffen, die mit min
destens einem an den Seitenflächen umlaufenden, mit den Seitenflächen verbundenen
Gurt ausgebildet sind.
Kern der Erfindung ist es, an den Seitenflächen der Matratzen nicht nur an vereinzelten
Positionen Griffe anzuordnen, sondern an allen Seitenflächen nebeneinander angeord
nete Griffe vorzusehen. So ist es möglich, die Matratze nicht waagerecht zu transpor
tieren, indem sie an den an den Längsseiten angeordneten Griffen gehalten wird, son
dern auch hochkant mit senkrecht stehenden Stirnseiten, indem sie an den an den
stirnseitig angeordneten Griffen gehalten wird. Auch kann die in einem Bettrahmen
liegenden Matratze an weitestgehend jeder Stelle seitlich über einen der Griffe ange
hoben werden, um in einem Bereich neben der Griffe ein Bettlaken unterschlagen zu
können. Schließlich kann die Matratze auch leicht gewendet werden, da man an jeder
Stelle der Seitenfläche eine Griffmöglichkeit hat.
Indem die Griffe mit einem Gurt gebildet werden, der mit dem Matratzenbezug ver
bunden ist, ergibt sich darüber hinaus der Vorteil, daß die Gewichtskräfte nicht aus
schließlich im Bereich der jeweiligen Griffenden von der Seitenfläche aufgenommen
werden, sondern daß der umlaufende Gurt selbst einen Großteil der Gewichtskräfte
aufnimmt und die Verbindungspunkte zwischen Griff und Seitenfläche hierdurch ent
lastet sind.
Letzteres gilt insbesondere bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung, bei der
an den Seitenflächen zueinander beabstandete Ösen vorgesehen sind, durch die der
Gurt hindurch geführt werden kann, wobei der Abstand jeweils zweier Ösen zueinan
der mindestens so bemessen ist, daß ein dazwischen an der Außenseite der Matratze
geführter Teil des Gurtes als Griff verwendbar ist. In diesem Fall übernimmt der um
laufende Gurt eine Doppelfunktion, nämlich die der Aufnahme eines ganz wesentli
chen Teils der Gewichtskräfte beim Transport sowie die der Bildung der Griffe.
Je nach Reißfestigkeit des für die Seitenflächen des Matratzenbezuges verwendeten
Materials kann es dabei von Vorteil sein, wenn die Ösen eine reißfeste Einfassung ha
ben. Die Einfassungen können beispielsweise aus Metall oder durch textile Verstär
kungsbänder gefertigt sein.
In einer anderen bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird die Vielzahl von Grif
fen dadurch ausgebildet, daß der umlaufende Gurt an mehreren Nahtstellen an der
Außenseite jeder Seitenflächen aufgenäht ist, wobei der Abstand der Nahtstellen zuein
ander mindestens so bemessen ist, daß der dazwischen befindliche Teil des Gurtes als
Griff verwendbar ist. In dieser Ausführungsform werden die Gewichtskräfte der Ma
tratze sowohl von der Seitenfläche als auch von dem Gurt aufgenommen.
Sofern das Gewebe der Seitenfläche keine ausreichende Reißfestigkeit im Hinblick auf
die Aufnahme der Gewichtskräfte an den Nahtstellen aufweisen sollte, kann ein um
laufender Gurt an der Innenseite der Seitenflächen als Verstärkungsgurt vorgesehen
sein, wobei ein weiterer umlaufender Gurt an der Außenseite der Seitenflächen an den
Nahtstellen mit dem Verstärkungsgurt vernäht sein. In dieser Ausführungsform liegt die
Seitenfläche des Matratzenüberzugs zwischen zwei miteinander an den Nahtstellen
verbundenen Gurten, wobei der innen liegende Gurt über seine gesamte Länge fort
laufend mit der Seitenfläche vernäht sein kann.
Insbesondere bei Verwendung eines innen liegenden, die Reißfestigkeit der Seitenflä
chen erhöhenden Verstärkungsgurtes kann die Vielzahl der Griffe mit einem in mehre
re voneinander getrennte Teilstücke unterteilten Gurt gebildet werden, deren Enden
jeweils mit dem innen liegenden Gurt vernäht sind. Aufgrund des geringeren Auf
wands für den Zuschnitt wird jedoch ein einstückig ausgebildeter Gurt bevorzugt. Des
sen Enden können fest miteinander verbunden und/oder mit einer der Seitenflächen
verbunden sein.
Bevorzugt sind an jeder Seitenfläche mindestens zwei, vorzugsweise drei Griffe je Me
ter Länge der Seitenfläche vorgesehen.
Auch kann eine erfindungsgemäße Matratze in einer weiteren besonderen Ausgestal
tung an jeder ihrer Ecken mindestens ein Griff aufweisen.
Schließlich ist es von Vorteil, wenn der Matratzenbezug als Wechselbezug mit der Ma
tratze lösbar verbunden ist. Kann der Matratzenbezug beispielsweise an einer Seite
über einen Reißverschluß geöffnet und wieder verschlossen werden, kann der Matrat
zenbezug vollständig vorgefertigt werden und auf einfache Weise über den Matratzen
kern übergezogen werden, ohne daß weitere Näharbeiten notwendig sind.
Anliegend wird die Erfindung anhand einer ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel dar
stellenden Figur näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Prinzipskizze einer erfindungsgemäßen Matratze in isometrischer
Darstellung. Die Matratze ist mit einem Matratzenüberzug 1 bezogen, der eine Ober
seite 2, eine Unterseite und diese verbindende Seitenflächen 3, 4 aufweist. Auf die
Außenseite der Seitenflächen 3, 4 ist ein im vorliegenden Beispiel einstückiger Gurt 5
aufgenäht, wobei benachbarte Griffe 6 dadurch gebildet werden, daß der Gurt ledig
lich an im wesentlichen in gleichem Abstand zueinander angeordneten Nahtstellen 7
auf die Seitenflächen aufgenäht ist, so daß man mit einer Hand zwischen zwei Naht
stellen 7 zwischen den Gurt und die Seitenflächen greifen und somit den Gurt als Griff
verwenden kann. Damit die Seitenflächen an den Nahtstellen nicht aufreißen, werden
Gurt und Seitenflächen beispielsweise mit Kreuznähten vernäht in der Art, wie sie bei
spielsweise zum Bilden von Schlaufen an Sicherheitsgurten für Kraftfahrzeuge verwen
det werden.
Claims (9)
1. Matratze mit einem Matratzenbezug (1), der eine Oberseite (2), eine Unterseite
und die Ober- und Unterseite verbindenden Seitenflächen (3, 4) aufweist, wobei
an mindestens zwei gegenüberliegenden Seitenflächen jeweils mindestens ein
Griff (6) vorgesehen ist, gekennzeichnet durch eine Vielzahl von nebeneinander
an den Seitenflächen (3, 4) angeordneten Griffen (6), die mit mindestens einem
an den Seitenflächen (3, 4) umlaufenden, mit den Seitenflächen (3, 4) verbunde
nen Gurt (5) ausgebildet sind.
2. Matratze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Seitenflächen
zueinander beabstandete Ösen vorgesehen sind, durch die der Gurt hindurch
geführt werden kann, wobei der Abstand jeweils zweier Ösen zueinander minde
stens so bemessen ist, daß ein dazwischen an der Außenseite der Matratze ge
führter Teil des Gurtes als Griff verwendbar ist.
3. Matratze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ösen eine reißfeste
Einfassung haben.
4. Matratze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gurt (5) an mehre
ren zueinander beabstandeten Nahtstellen (7) an der Außenseite jeder Seitenflä
che (3, 4) aufgenäht ist, wobei der Abstand der Nahtstellen (7) zueinander min
destens so bemessen ist, daß der dazwischen befindliche Teil des Gurtes (5) als
Griff (6) verwendbar ist.
5. Matratze nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein an der In
nenseite der Seitenflächen (3, 4) umlaufender Gurt vorgesehen ist, und der Gurt
mit dem an der Außenseite der Seitenflächen (3, 4) umlaufenden Gurt (5)
und/oder mit einzelnen auf den Seitenflächen (3, 4) aufgesetzten Gurtstücken an
zueinander beabstandeten Nahtstellen vernäht ist, wobei der Abstand der Naht
stellen (7) zueinander mindestens so bemessen ist, daß der dazwischen befindli
che Teil des Gurtes (5) oder des Gurtstücks als Griff (6) verwendbar ist.
6. Matratze nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gurt einstückig ist und seine Enden fest miteinander verbunden sind.
7. Matratze nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
an jeder Ecke der Matratze mindestens ein Griff vorgesehen ist.
8. Matratze nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
an jeder Seitenfläche mindestens zwei, vorzugsweise drei Griffe je Meter Länge
der Seitenfläche vorgesehen sind.
9. Matratze nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Matratzenbezug (1) als Wechselbezug mit der Matratze lösbar verbunden ist.
Priority Applications (2)
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| DE10044151A DE10044151A1 (de) | 2000-09-06 | 2000-09-06 | Matratze mit umlaufenden Wendegriffen |
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Publications (1)
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Family Applications (2)
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| DE10044151A Ceased DE10044151A1 (de) | 2000-09-06 | 2000-09-06 | Matratze mit umlaufenden Wendegriffen |
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|---|---|---|---|
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| DE20015450U1 (de) | 2000-11-23 |
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Legal Events
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