DE10043825A1 - Flansch zur Festlegung eines Rohrs an einem Widerlager - Google Patents
Flansch zur Festlegung eines Rohrs an einem WiderlagerInfo
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Abstract
Der Flansch (16) zur Festlegung eines Rohrs (1) an einem Widerlager (2) bildet einen endseitigen radialen Bestandteil eines aus einem dünnwandigen Material, insbesondere mit einer Wanddicke unter 1 mm, bestehenden, mit dem anderen Ende (13) am Rohr (1) festlegbaren topfartigen Gehäuses (14). Auf der dem Widerlager (2) abgewandten Seite ist der Flansch (16) mit einer das Gehäuse (14) umgreifenden Verstärkungsplatte (17) versehen, deren Dicke (D1) die des Flansches (16) um ein Mehrfaches übersteigt. Der Flansch (16) ist schalenartig gestaltet und weist einen radial außen liegenden Begrenzungssteg (18) auf. Die Fixierung der Verstärkungsplatte (17) am Flansch (16) erfolgt durch von dem Begrenzungssteg (18) abgekantete Laschen (19), welche die Verstärkungsplatte (17) übergreifen.
Description
Zur Festlegung eines Rohrs, insbesondere eines Abgas führenden Rohrs an
einem Widerlager, wie beispielsweise ein Motorblock, ist es bekannt, um
fangsseitig des in der Regel dünnwandigen Rohrs (unterhalb 1 mm) einen
sich radial erstreckenden Flansch anzuschweißen, der um ein Mehrfaches
dicker ist als die Wanddicke des Rohrs. Eine derartige Verbindung ist auf
wendig und verlangt eine Dichtschweißung zwischen dem dicken Flansch
und dem materialmäßig dünnen Rohr.
Der Erfindung liegt ausgehend vom Stand der Technik die Aufgabe
zugrunde, einen Flansch zur Festlegung eines Rohrs an einem Widerlager
zu schaffen, der einfach gestaltet ist und dessen Fixierung am Widerlager
keine zusätzlichen abdichtenden Maßnahmen erfordert.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in den im Patentan
spruch 1 aufgeführten Merkmalen.
Danach wird jetzt ein Flansch als Bestandteil eines aus einem dünnwandigen
Material bestehenden Gehäuses eingesetzt. Dem sich radial erstreckenden
Flansch ist auf der dem Widerlager abgewandten Seite eine
Verstärkungsplatte zugeordnet, deren Dicke die Dicke des Flansches um ein
Mehrfaches übersteigt. Wird nunmehr über Bohrungen in der Verstärkungs
platte und im Flansch durchsetzende Schrauben das Rohr am Widerlager
befestigt, so übernimmt die Verstärkungsplatte den flächigen Anpressdruck
am Widerlager. Eine Dichtschweißung mit dem damit verbundenen Aufwand
entfällt. Der Fertigungs- und Montageaufwand wird deutlich verringert.
Das Gehäuse ist topfartig gestaltet, wobei eine zylindrische Konfiguration
bevorzugt wird. Der Flansch und auch die Verstärkungsplatte können in ihrer
Konfiguration den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten angepasst sein.
Um der Verstärkungsplatte eine sichere Zentrierung zu geben, ist nach Pa
tentanspruch 2 der Flansch schalenartig gestaltet und weist einen radial
außen liegenden Begrenzungssteg auf. Die Verstärkungsplatte erstreckt sich
dann innerhalb dieser Schale, das heißt zwischen dem radial außen liegen
den Begrenzungssteg und dem inneren Gehäuse.
Der sicheren und einfachen Festlegung der Verstärkungsplatte am Flansch
dienen die Merkmale des Patentanspruchs 3. Demgemäß sind an den Be
grenzungssteg eine Anzahl randseitiger Laschen angeformt, welche nach
dem Einbetten der Verstärkungsplatte in den schalenartigen Flansch lediglich
in Richtung zur Verstärkungsplatte umgebogen werden müssen, damit die
Verstärkungsplatte ihren ausreichenden Sitz am Flansch erhält.
Nach den Merkmalen des Patentanspruchs 4 ist es von Vorteil, wenn der
Flansch und damit auch die Verstärkungsplatte eine rautenförmige Konfigu
ration aufweisen. In der längeren Achse der Raute sind dann die Bohrungen
für die Befestigungsschrauben vorgesehen. In der Nähe der Bohrungen sind
vorzugsweise auch die Laschen zur Festlegung der Verstärkungsplatte am
Flansch angeordnet.
Die Fixierung des Gehäuses am Rohr kann in der verschiedensten Weise
durchgeführt werden. Eine bevorzugte Maßnahme besteht jedoch in der An
wendung der Merkmale des Patentanspruchs 5. Danach ist das am Rohr
festlegbare Ende des Gehäuses zylindrisch ausgebildet und mit einem radial
gerichteten Endflansch versehen. Das Rohr weist eine durch Wellung oder
Faltung gefertigte durchgehende Umfangsrippe auf. Neben der Umfangs
rippe besitzt das Rohr einen zylindrischen Rohrabschnitt, über den das im
Durchmesser eingezogene zylindrische Ende des Gehäuses geschoben
wird. Ferner besitzt das Gehäuseende einen insbesondere durch Abkanten
gebildeten, radial abstehenden Flansch, der an der Umfangsrippe zur Anlage
gelangt. Durch vom Außenumfang her aufgebrachte Wärme werden die
radial äußeren Umfangsbereiche des Flansches und der Umfangsrippe auf
geschmolzen und dadurch verschweißt.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestell
ten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 im Längsschnitt eine Anordnung zur Festlegung zweier
miteinander verbundener Rohre an einem Widerlager;
Fig. 2 eine Ansicht auf die Darstellung der Fig. 1 in Richtung des
Pfeils II gesehen und
Fig. 3 in vergrößerter Darstellung den Ausschnitt III der Fig. 1.
Mit 1 ist in der Fig. 1 ein Rohr aus V2A-Stahl als Bestandteil einer an
sonsten nicht näher veranschaulichten Abgasanlage eines Kraftfahrzeugs
bezeichnet, das an einem Widerlager 2 befestigt werden soll.
Zu diesem Zweck ist, wie insbesondere die Fig. 3 erkennen lässt, endseitig
des Rohrs 1 eine durch Wellung oder Faltung gebildete durchgehende Um
fangsrippe 3 vorgesehen. Beidseitig der Umfangsrippe 3 weist das Rohr 1
zylindrische Rohrabschnitte 4, 5 auf.
Auf der der Stirnseite 6 des Rohrs 1 benachbarten Seite der Umfangsrippe 3
ist ein radial abgekanteter Flansch 7 eines Abgas weiterleitenden Rohrs 8
aus V2A-Stahl durch Aufschmelzen der radialen Umfangsbereiche 9, 10 der
Umfangsrippe 3 und des Flansches 7 befestigt. Zur Zentrierung des das Ab
gas weiterleitenden Rohrs 8 an der Umfangsrippe 4 ist auch benachbart des
Flansches 7 ein zylindrischer Rohrabschnitt 11 vorgesehen, in den der zy
lindrische Rohrabschnitt 4 des Rohrs 1 zwischen dessen Stirnseite 6 und der
Umfangsrippe 3 zentrierend eingreift.
Auf der der Stirnseite 6 des Rohrs 1 abgewandten Seite der Umfangsrippe 3
ist ein Endflansch 12 von einem im Durchmesser eingezogenen zylindri
schen Abschnitt 13 eines aus den Fig. 1 bis 3 erkennbaren topfartigen
Gehäuses 14 aus V2A-Stahl abgekantet. Der zylindrische Abschnitt 13 um
greift den zylindrischen Rohrabschnitt 5 des Rohrs 1 benachbart der Um
fangsrippe 3. Der Flansch 12 liegt an der Umfangsrippe 3 an und ist durch
Aufbringung von Wärme hinsichtlich seines radialen Umfangsbereichs 15 mit
dem radialen Umfangsbereich 9 der Umfangsrippe 3 durch Aufschmelzen
verschweißt.
Rohr 1, Rohr 2 und Gehäuse 14 weisen Wanddicken D zwischen 0,1 mm
und 0,5 mm auf.
Das weitgehend zylindrisch ausgebildete Gehäuse 14 weist am anderen
Ende einen radial gerichteten Flansch 16 auf. Dieser ist schalenartig gestal
tet mit einem randseitigen, umlaufenden Begrenzungssteg 18 und besitzt
eine rautenförmige Konfiguration (Fig. 1 und 2). Der Flansch 16 dient der
Fixierung der Rohre 1 und 8 an dem nur schematisch angedeuteten Wider
lager 2.
Auf der dem Widerlager 2 abgewandten Seite ist das Gehäuse 14 von einer
Verstärkungsplatte 17 umgeben, deren Dicke D1 der Dicke D des Flansches
16 um ein Mehrfaches übersteigt. Die Verstärkungsplatte 17 besitzt ebenfalls
eine an den Flansch 16 angepasste rautenförmige Konfiguration. Sie erstreckt
sich zwischen dem Gehäuse 14 und dem Begrenzungssteg 18. Die
Fixierung der Verstärkungsplatte 17 an dem Flansch 16 erfolgt durch insge
samt vier vom Begrenzungssteg 18 abgebogene randseitige Laschen 19.
Zur Befestigung des Flansches 16 am Widerlager 2 sind im Flansch 16 und
in der Verstärkungsplatte 17 zwei in der Längsachse des Flansches 16 vor
gesehene Bohrungen 20 angeordnet.
1
Rohr
2
Widerlager
3
Umfangsrippe v.
1
4
Rohrabschnitt v.
1
5
Rohrabschnitt v.
1
6
Stirnseite v.
1
7
Flansch v.
8
8
Rohr
9
Umfangsbereich v.
3
10
Umfangsbereich v.
7
11
zylindrischer Rohrabschnitt v.
8
12
Endflansch v.
13
13
zylindrischer Abschnitt v.
14
14
Gehäuse
15
Umfangsbereich v.
12
16
Flansch v.
14
17
Verstärkungsplatte an
16
18
Begrenzungssteg an
16
19
Laschen an
18
20
Bohrungen in
16
u.
17
D Wanddicke v.
1
,
8
u.
14
D1 Wanddicke v.
17
Claims (5)
1. Flansch zur Festlegung eines Rohrs (1) an einem Widerlager (2), welcher
einen endseitigen radialen Bestandteil eines aus einem dünnwandigen
Material, insbesondere mit einer Wanddicke (D) unter 1 mm, bestehen
den, mit dem anderen Ende (13) am Rohr (1) festlegbaren topfartigen
Gehäuses (14) bildet und auf der dem Widerlager (2) abgewandten Seite
mit einer das Gehäuse (14) umgreifenden Verstärkungsplatte (17) ver
sehen ist, deren Dicke (D1) die Dicke (D) des Flansches (16) um ein
Mehrfaches übersteigt.
2. Flansch nach Patentanspruch 1, welcher schalenartig gestaltet ist und
einen radial außen liegenden Begrenzungssteg (18) aufweist.
3. Flansch nach Patentanspruch 2, bei welchem der Begrenzungssteg (18)
mit die Verstärkungsplatte (17) in ihrer Lage fixierenden randseitigen La
schen (19) versehen ist.
4. Flansch nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, welcher eine
rautenförmige Konfiguration aufweist.
5. Flansch nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, bei welchem das am
Rohr (1) festlegbare Ende (13) des Gehäuses (14) zylindrisch ausgebil
det und mit einem radial gerichteten Endflansch (12) versehen ist, der mit
einer am Rohr (1) durch Wellung gebildeten Umfangsrippe (3)
verschweißbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10043825A DE10043825B4 (de) | 2000-09-06 | 2000-09-06 | Flansch zur Festlegung eines Rohrs an einem Widerlager |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE10043825A DE10043825B4 (de) | 2000-09-06 | 2000-09-06 | Flansch zur Festlegung eines Rohrs an einem Widerlager |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10043825A1 true DE10043825A1 (de) | 2002-04-04 |
| DE10043825B4 DE10043825B4 (de) | 2005-04-21 |
Family
ID=7655131
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10043825A Expired - Fee Related DE10043825B4 (de) | 2000-09-06 | 2000-09-06 | Flansch zur Festlegung eines Rohrs an einem Widerlager |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10043825B4 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007006920A1 (de) * | 2007-02-06 | 2008-08-14 | Mayr + Hönes GmbH | Seilverbinderhülse |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1704939A (en) * | 1924-11-03 | 1929-03-12 | Graulock Company | Eccentric bushing |
| DE7930652U1 (de) * | 1979-10-30 | 1980-04-24 | Jeschke, Immanuel, 3203 Sarstedt | Wandhalter fuer hausanschluesse o.dgl. |
| DE3440103A1 (de) * | 1984-11-02 | 1986-05-22 | Johannes Schäfer vorm. Stettiner Schraubenwerke GmbH & Co KG, 6303 Hungen | Wanddurchfuehrung fuer leitungen, naemlich rohrleitungen, schlaeuche oder elektrische kabel, insbesondere fuer druckluftleitungen von kraftfahrzeugen |
| FR2715611B1 (fr) * | 1994-02-02 | 1996-04-12 | Segur Financiere | Accouplement d'échappement flexible ayant des organes élastiques protégés. |
| DE4444011C1 (de) * | 1994-12-10 | 1996-04-04 | Aeg Schienenfahrzeuge | Anordnung zur Durchführung eines Kabels oder dergleichen durch eine Öffnung einer Wand |
-
2000
- 2000-09-06 DE DE10043825A patent/DE10043825B4/de not_active Expired - Fee Related
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|---|---|
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