DE10032952A1 - Drehmomentübertrgungselement - Google Patents
DrehmomentübertrgungselementInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Drehmomentübertragungselement, das einen Starter-Generator mit einer in Reihe angeorndeten Drehmomentübertragungseinheit verbindet, wobei zumindest Teile der Drehmomentübertragungseinheit relativ zu dem Starter-Generator eine axiale Betriebsbewegung ausführen können und das Drehmomentübertragungselement axial elastisch, bezogen auf die Reihenanordnung des Starter-Generators und der Drehmomentübertragungseinheit, ausgebildet ist. Das Drehmomentübertragungselement ist als tangentialer Federarm ausgebildet, wobei dessen eines Ende an dem Starter-Generator und dessen anderes Ende an der Drehmomentübertragungseinheit angeordnet ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Drehmomentübertragungselement entsprechend dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Derartige Drehmomentübertragungselemente werden z. B. benutzt, um eine
elektrische Maschine und einen hydrodynamischen Drehmomentwandler, die auf
einer Welle in einem Antriebsstrang eines Kraftfahrzeuges zur gemeinsamen
Drehung angeordnet sind, zum Zweck der Drehmomentübertragung miteinander zu
verbinden. Ein hydrodynamischer Drehmomentwandler ist beispielsweise in der DE-
OS 41 21 586 beschrieben. Es besteht das Problem, dass sich beim Betrieb des
Drehmomentwandlers in dessen Gehäuse ein erhöhter Innendruck p aufbaut,
wodurch sich das Gehäuse des Drehmomentwandlers verformt und im wesentlichen
eine Streckung in axialer Richtung, sowie eine Stauchung in radialer Richtung
erfährt. Bei einer unmittelbaren Verbindung des Gehäuses des
Drehmomentwandlers mit der elektrischen Maschine können deren
Funktionselemente ebenfalls verformt werden, wodurch diese in ihrer Funktion
beeinträchtigt oder sogar ausfallen kann. Das Drehmomentübertragungselement hat
somit neben der Drehmomentübertragung die weitere wesentliche Aufgabe, die
axiale Ausdehnung des Wandlergehäuses aufzunehmen und deren Weiterleitung an
die mit diesem Gehäuse in Wirkverbindung stehenden Funktionselemente der
elektrischen Maschine zu verhindern bzw. maßgeblich zu reduzieren.
Drehmomentübertragungselemente für diesen Einsatzzweck sind der Anmelderin in
der Ausgestaltung nach Fig. 1 bereits bekannt, die im folgenden in Verbindung mit
eingeführten Bezugszeichen erläutert werden soll.
Das Drehmomentübertragungselement 1 ist hierbei in Form einer sich hauptsächlich
in radialer Richtung erstreckenden Scheibe aus einem flexiblen Material, z. B. einem
Blech, ausgebildet. Diese Scheibe umfasst einen radial inneren Abschnitt 2, einen
gegenüber diesen axial versetzten radial äußeren Abschnitt 3, sowie einen die
beiden erstgenannten Abschnitte verbindenden Mittelabschnitt 4. Der Mittelabschnitt
4 ist gegenüber den angrenzenden Abschnitten 2 und 3 um einen Winkel α geneigt.
Der radial innere und der radial äußere Abschnitt 2 bzw. 3 weisen Öffnungen 5 für
Befestigungsmittel auf, die der Verbindung zu dem Starter-Generator und der
Drehmomentübertragungseinheit dienen. Bei Wirkung einer, beispielsweise an den
radial inneren Befestigungsmitteln angreifenden, axialen Kraft F, die von der dort
befestigten Funktionseinheit, beispielsweise dem Drehmomentwandler ausgeht,
erfolgt eine Deformation der Scheibe, wobei sich der Betrag des Winkels α ändert
und der einen Hebelarm darstellenden, sich von den radial äußeren
Befestigungsmitteln nach radial innen erstreckende Bereich, axial ausgelenkt wird.
Der Bereich der äußeren Befestigungsmittel bleibt dabei näherungsweise ortsfest.
Der Anmelderin ist auch eine vereinfachte, zeichnerisch nicht dargestellte,
Ausführungsform bekannt, bei der das Drehmomentübertragungselement nur als
sich in radialer Richtung erstreckende Scheibe mit entsprechenden Öffnungen für
Befestigungsmittel ausgebildet ist.
Fig. 2 zeigt anhand einer Schnittdarstellung die Einbausituation eines bekannten in
Fig. 1 beschriebenen Drehmomentübertragungselementes 1, welches ein in der
Fig. 2 rechts dargestelltes Gehäuse 6 eines hydrodynamischen
Drehmomentwandlers mit einem links dargestellten Rotor 7 einer elektrischen
Maschine, welche als Starter-Generator fungiert, verbindet. Ebenfalls ist die
Richtung eines am Gehäuse 6 des Drehmomentwandlers wirkenden hydrostatischen
Druckes p dargestellt.
Die zum Stand der Technik beschriebenen Drehmomentübertragungselemente
erfüllen zwar grundlegend die gestellten Anforderungen, weisen aber auch
entscheidende Nachteile auf.
Ein erster Nachteil ergibt sich aus der Tatsache, dass eine Funktionseinheit am
radial inneren Abschnitt nahe der Welle angebracht werden muss. Zur Übertragung
eines gegebenen Drehmomentes muss wegen der kurzen Distanz zu dieser Welle
die Anzahl der Befestigungsmittel und/oder deren Festigkeit entsprechend groß
gewählt werden. Zur Erzielung einer hinreichenden Flexibilität der Anordnung ist es
außerdem notwendig, die Befestigungsmittel für die Funktionseinheiten in einem
radial möglichst großem Abstand anzubringen. Dadurch baut ein derartiges
Drehmomentübertragungselement radial sehr groß. Andererseits ist bei begrenztem
radialen Bauraum und des daraus resultierenden kurzen radialen Abstandes der
Befestigungsmittel, wie beispielsweise in Fig. 2 dargestellt, eine nur geringe
Flexibilität zu erreichen, was die Funktion und die Betriebssicherheit der durch
dieses Drehmomentübertragungselement verbundenen Funktionseinheiten
beeinträchtigen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Drehmomentübertragungselement zu
schaffen, welches kompakt gebaut ist und die im Stand der Technik genannten
Nachteile überwindet.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass das
Drehmomentübertragungselement als tangentialer Federarm ausgebildet ist, wobei
dessen eines Ende an dem Starter-Generator und dessen anderes Ende an der
Drehmomentübertragungseinheit angeordnet ist.
Die Grundüberlegung der Erfindung liegt demzufolge darin, zur Durchführung einer
axialen Ausgleichsbewegung des Drehmomentübertragungselementes von einem
sich in radialer Richtung scheibenförmig erstreckenden Hebelarm abzugehen und
stattdessen ein oder mehrere einzelne tangentiale Federarme anzuordnen. Damit
ergibt sich eine Vielzahl von Vorteilen.
Durch die erfindungsgemäße Gestaltung können nunmehr beide mit dem
Drehmomentübertragungselement verbundenen Funktionseinheiten auf im
wesentlichen gleichen oder nur gering abweichenden Teilkreisen angebracht
werden. In vorteilhafter Weise werden die zur Drehmomentübertragung gekoppelten
Funktionseinheiten beide an deren radial äußeren Bereichen mit dem
Drehmomentübertragungselement verbunden. Zur Drehmomentübertragung kann
wegen der relativ großen Distanz der Befestigungselemente zur Welle, im Vergleich
zu dem im Stand der Technik beschriebenen Drehmomentübertragungselement, die
Anzahl der Befestigungsmittel und/oder deren Festigkeit entsprechend niedriger
gewählt werden. Wird die Anzahl der Befestigungsmittel reduziert, so ergibt sich
damit ein deutlich geringerer Montageaufwand bei einer gleichzeitigen Gewichts-
und Kostenersparnis.
Die axiale Flexibilität des Drehmomentübertragungselementes lässt sich in einfacher
Weise durch die Länge der tangentialen Federarme festlegen und ist damit innerhalb
eines gewissen Bereiches von den Materialeigenschaften unabhängig. Bei einem
bestimmten angestrebten Betrag des zu erreichenden axialen Versatzes lässt sich
durch relativ lange Federarme eine hohe und durch relativ kurze Federarme eine
geringe Flexibilität realisieren. Durch diese einfache konstruktive Maßnahme kann
das Drehmomentübertragungselement auf dessen jeweilige spezielle Anwendung
ausgelegt werden.
Aus dem soeben erläuterten Merkmal ergibt sich der weitere wesentliche Vorteil,
dass die zur Herstellung eines solchen Drehmomentübertragungselementes in Frage
kommende Auswahl an Materialien erheblich ausgedehnt werden kann. Es ist
nunmehr auch möglich, Materialien zu benutzen, die bisher aufgrund ihres geringen
Elastizitätsmoduls und der sich daraus ergebenden nur geringen Flexibilität als
ungeeignet befunden worden sind.
Mit besonderem Vorteil ist der Querschnitt des tangentialen Federarmes in
Einbaulage in radialer Richtung wesentlich größer als in axialer Richtung. Diese
Massnahme ist allein oder in Ergänzung zu den bereits erläuterten geeignet, die
Flexibilität des Drehmomentübertragungselementes an die jeweiligen Erfordernisse
anzupassen.
In einer weiteren bevorzugten Ausführung eines
Drehmomentübertragungselementes sind ein oder mehrere tangentiale Federarme
an mindestens einem gemeinsamen Träger angeordnet und der mindestens eine
Träger stellt die Verbindung zu dem Starter-Generator und/oder zu der
Drehmomentübertragungseinheit her. Damit ist der Vorteil verbunden, dass die
Anzahl von Befestigungsmitteln zur Befestigung des Starter-Generators und/oder der
Drehmomentübertagungseinheit gegenüber der Anzahl der Enden der tangentialen
Federarme wesentlich reduziert werden kann, was eine markante Kosten- und
Zeiteinsparung gegenüber der der Montage einzelner
Drehmomentübertragungselemente in Form tangentialer Federarme bewirkt.
Die nachfolgende Beschreibung der Erfindung dient im Zusammenhang mit den
Zeichnungen der näheren Erläuterung.
Es zeigen:
Fig. 1 Darstellung eines Drehmomentübertragungselementes nach dem Stand
der Technik,
Fig. 2 Einbausituation eines mit einem Starter-Generator und einem
hydrodynamischen Drehmomentwandler als
Drehmomentübertragungseinheit in Wirkverbindung stehendem
Drehmomentübertragungselement,
Fig. 3 Darstellung eines erfindungsgemäßen, als tangentialer Federarm
ausgebildeten Drehmomentübertragungselementes,
Fig. 4 Darstellung eines erfindungsgemäßen
Drehmomentübertragungselementes,
bei dem mehrere tangentiale Federarme an einem gemeinsamen Träger
angeordnet sind.
In Fig. 3 ist in einer Prinzipskizze ein Drehmomentübertragungselement 10
entsprechend der Einbausituation nach Fig. 2 in Form eines Federarmes
dargestellt, welches aus einem bandförmigen elastischen Blechteil gebildet ist.
Gleiche Merkmale der Fig. 3 mit der Fig. 2 sind durch eine Nullstelle bei den
Bezugsziffern berücksichtigt. An den Enden weist der Federarm Öffnungen 50 für
Befestigungsmittel auf, womit der Federarm zur Drehmomentübertragung einerseits
mit einem Starter-Generator und andererseits mit einer
Drehmomentübertragungseinheit, welche auf einer gemeinsamen Welle W
angeordnet sind, verbunden wird. In Einbaulage wird der Federarm tangential zur
Welle W angeordnet, so dass dessen Querschnitt in radialer Richtung wesentlich
größer als in axialer Richtung ist. Somit kann der Federarm bei Einwirkung einer
axial gerichteten Kraft eine axiale Ausgleichsbewegung durchführen. Der Federarm
kann anstelle der in Fig. 1 gezeigten geraden Ausführung bspw. auch in Form eines
Kreisscheibensegmentes oder in einer anderen sich an den Gegebenheiten des
Einbauraumes orientierend, ausgebildet sein. Ebenso können in Fig. 3 die die
Öffnungen 50 aufweisenden Endbereiche des Hebelarmes axial versetzt oder in
ihrer Lage verdreht sein.
In Fig. 4 ist ein Drehmomentübertragungselement 10 dargestellt, bei dem mehrere
Federarme endseitig mit einem gemeinsamen Träger 8 verbunden sind. In
Umfangsrichtung sind Öffnungen 50 für Befestigungsmittel verteilt, die zur
Verbindung mit einer ersten Funktionseinheit vorgesehen sind. Die Öffnungen 50 in
den Federarmen sind für Befestigungsmittel zur Verbindung mit einer zweiten
Funktionseinheit vorgesehen. In einer weiterführenden Ausgestaltung ist es auch
möglich, die radial außen angeordneten Enden mittels eines weiteren Trägers zu
verbinden.
Alternativ zu der in Fig. 4 gezeigten Ausgestaltung können die Federarme auch
nach radial innen verlaufen. Anstelle der beispielhaft gezeigten Öffnungen für
Befestigungsmittel 50, z. B. für eine Schraubverbindung, kann das
Drehmomentübertragungselement ebenso durch jegliche andere bekannte lösbare
oder unlösbare Art mit den benachbarten Funktionseinheiten verbunden werden, so
z. B. durch Klemmen, Nieten, Löten oder Schweißen.
1
,
10
Drehmomentübertragungselement
2
radial innerer Abschnitt
3
radial äußerer Abschnitt
4
Mittelabschnitt
5
,
50
Öffnungen für Befestigungsmittel
6
Gehäuse eines hydrodynamischen Drehmomentwandlers
7
Rotor einer elektrischen Maschine
8
Träger
Claims (3)
1. Drehmomentübertragungselement, das einen Starter-Generator mit einer in
Reihe angeordneten Drehmomentübertragungseinheit verbindet, wobei
zumindest Teile der Drehmomentübertragungseinheit relativ zu dem Starter-
Generator eine axiale Betriebsbewegung ausführen können und das
Drehmomentübertragungselement axial elastisch bezogen auf die
Reihenanordnung des Starter-Generators und der
Drehmomentübertragungseinheit ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Drehmomentübertragungselement als tangentialer Federarm
ausgebildet ist, wobei dessen eines Ende an dem Starter-Generator und
dessen anderes Ende an der Drehmomentübertragungseinheit angeordnet ist.
2. Drehmomentübertragungselement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Querschnitt des tangentialen Federarmes in Einbaulage in radialer
Richtung wesentlich größer als in axialer Richtung ist.
3. Drehmomentübertragungselement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein oder mehrere tangentiale Federarme an mindestens einem
gemeinsamen Träger angeordnet sind und der mindestens eine Träger die
Verbindung zu dem Starter-Generator und/oder zu der
Drehmomentübertragungseinheit herstellt.
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Legal Events
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Owner name: ZF SACHS AG, 97424 SCHWEINFURT, DE |
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| 8130 | Withdrawal | ||
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