DE10032666A1 - Audiosystem für ein Kraftfahrzeug - Google Patents
Audiosystem für ein KraftfahrzeugInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Audiosystem für ein Kraftfahrzeug, mit mehreren Lautsprechereinheiten, denen Schallsignale aus verschiedenen Schallsignalquellen zugeführt werden. Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, die Zuführung zwischen mindestens einer Schallsignalquelle und mindestens einer Lautsprechereinheit in Form einer primären und einer sekundären Zuführung ganz oder zum Teil redundant auszubilden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Audiosystem für ein Kraftfahrzeug
gemäß des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Es ist bekannt, in einem Fahrzeug mit verschiedenen Schallsi
gnalquellen, wie z. B. Radio, Cassetten-Spieler, CD-Spieler
etc. die im Fahrzeug verbauten Lautsprechereinheiten auch für
die Freisprecheinrichtung eines Mobiltelefons zu verwenden.
Hierfür wird die Schallsignalquelle bei Empfang eines Signals
des Mobiltelefons ausgeschaltet und über eine Umschalteinheit
das Mobiltelefon mit den Lautsprechereinheiten im Fahrzeug
verbunden. Nach Beendigung des Gesprächs wird wieder die
vorherige Schallsignalquelle mit den Lautsprechereinheiten
verbunden.
Aus der US 5 420 931 ist ein Audiosystem bekannt, das aus meh
reren Schallsignalquellen und mehreren Lautsprechereinheiten
besteht. Die verschiedenen Schallsignalquellen können wahlweise
auf allen Lautsprechereinheiten des Systems oder auf Teilen da
von ausgegeben werden. Durch einen Umschalter werden die ver
schiedenen Schallsignalquellen mit den Lautsprechereinheiten
verbunden.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Audiosystem für ein Kraft
fahrzeug zu schaffen, das mit sehr hoher Zuverlässig- und Verfügbarkeit
die Wiedergabe einer bestimmten oder mehrerer be
stimmter Schallsignalquellen im Fahrzeug ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte
Aus- und Weiterbildungen der Erfindung.
Durch die mehrfache Ausführung der Verbindung zwischen einer
bestimmten Schallsignalquelle und einer Lautsprechereinheit
wird es beispielsweise in einem Notfall oder im Fall eines
Unfalls ermöglicht, Schallsignale sicher auf zumindest einem
Lautsprecher auszugeben. Dies wird z. B. dazu verwendet, der
Sprachverbindung zwischen einer Notrufzentrale und den
Fahrzeuginsassen sicher mindestens einen Lautsprecher zur
Verfügung zu stellen. Schallsignale können aber auch Infor
mations- und/oder Warntöne für den Fahrer sein, die für ihn
hörbar sind, auch wenn der Hauptteil des Audiosystems ausgefal
len ist.
In einem nach Anspruch 2 weitergebildeten Audiosystem wird eine
Funktionsprüfung der primären Zuführung zwischen Schallsignal
quelle und Lautsprechereinheit durchgeführt, und die sekundäre
Zuführung nur dann genutzt, wenn die primäre Zuführung als
defekt erkannt wurde. Durch diese Funktionsprüfung kann die
sekundäre Zuführung bei Bedarf gezielt angesteuert werden. Dies
verhindert eine Verminderung der Klangqualität oder Vermischung
von Quellen im Normalfall, da dann die sekundäre Zuführung ganz
unbenutzt ist.
Die vorteilhafte Ausbildung des Audiosystems nach Anspruch 3
ermöglicht die Wiedergabe der bestimmten Schallsignalquelle in
der besten verfügbaren Qualität, indem z. B. alle Lautsprecher
des vorhandene Audiosystems, sofern es noch funktionsfähig ist,
zur Ausgabe der Sprachverbindung mit der Notrufzentrale benutzt
werden. In vielen Fällen wird das Hauptsystem auch nach
Absenden eines Notrufes funktionsfähig sein, da ein Notruf
nicht immer heißt, daß ein Unfall vorgefallen ist, sondern es
könnte z. B. auch eine Panne der Anlaß für den Notruf sein. Im
Fall einer Panne ist das Hauptsystem in der Regel noch
funktionsfähig und seine gute Qualität kann auch für die
Sprachwiedergabe im Notfall genutzt werden. Hier bietet die
Erfindung den Vorteil, daß keine zusätzlichen Lautsprecher für
den Notruffall verbaut werden müssen. Dies hat eine
Verringerung der Kosten, Minderung des Fahrzeuggewichts und
Bauraumersparnis zur Folge. Aus diesen Gründen sind dedizierte
Notruflautsprecher meist klein und mit minderen
Klangeigenschaften ausgeführt. Die Erfindung nutzt das
hochwertige Hauptsystem auch im Notfall, falls es dann noch
funktionsfähig ist, und selbst wenn dies nicht der Fall ist,
wird ein regulärer hochwertiger Lautsprecher des Hauptsystems
im Notfall über die sekundäre Zuführung verwendet. Dies hat
insgesamt eine verbesserte Klangqualität im Notfall zur Folge.
In einer vorteilhaften Ausbildung nach Anspruch 4 besteht
ebenso die Möglichkeit, die Funktionsprüfung der primären Zu
führung in regelmäßigen Abständen durchzuführen und die sekun
däre Zuführung bei defekter primärer Zuführung zur Ausgabe von
wichtigen Informationen zu nutzen, diese können Verkehrsmeldun
gen, Fahranweisungen des Navigationsgeräts oder Warn- und In
formationstöne umfassen.
In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung nach Anspruch 5
erfolgt die Umschaltung zwischen primärer und sekundärer Zufüh
rung durch eine Umschalteinheit. Durch eine solche Ausführung,
wird die Wiedergabe der übrigen Schallsignalquellen nicht be
einträchtigt, da auf Doppelspulen-Lautsprecher verzichtet wer
den kann. Eine Umschalteinheit kann eine Steuereinheit und eine
oder mehrere elektromechanische oder elektronische Umschalter
umfassen.
In einem nach Anspruch 7 weitergebildeten Audiosystem befindet
sich zwischen den Schallsignalquellen und den Lautsprecherein
heiten mindestens eine Verstärkereinheit, wobei die primäre Zu
führung zwischen Schallsignalquellen und der Verstärkereinheit
als Datenbus ausgebildet ist. Die Ausbildung als Datenbus ver
ringert den Verkabelungsaufwand und damit reduzieren sich Kosten
und Gewicht eines Fahrzeugs. Üblicherweise kommen für Au
diosysteme für Unterhaltungszwecke ausgelegte Datenbusse zur
Anwendung, bei denen eine große Flexibilität und Übertragungs
kapazität im Vordergrund steht. Hier erweist sich die Erfin
dung, die Zuführung zur Verstärkereinheit redundant auszufüh
ren, als besonders vorteilhaft, da bei Nichtfunktionieren des
Datenbusses, das Schallsignal über die sekundäre Zuführung zum
Verstärker gelangt. Auf diese Weise werden für solche Daten
busse die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit erreicht, wie sie
für Notfälle oder Warninformationen nötig sind.
In vorteilhafter Weise wird die Zuverlässigkeit und Verfügbar
keit des Audiosystems durch die Ausbildung des Anspruchs 8 er
höht, indem die Verstärkereinheit der primären Zuführung in der
sekundären Zuführung redundant ausgebildet wird.
Durch den Einbau von Schallquelle, Verstärkereinheit und/oder
Lautsprechereinheit an besonders sicheren Orten gemäß der An
sprüche 9 bis 11 wird die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit des
Audiosystems weiter erhöht.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der
zugehörigen Zeichnungen nachfolgend beschrieben. Es zeigen je
weils in schematischer Darstellung,
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines Audiosystems und
Fig. 2 ein Blockschaltbild eines über einen Datenbus
vernetzten Audiosystems.
Im Normalbetrieb des in Fig. 1 dargestellten Audiosystems ver
läuft die Zuführung zwischen Schallsignalquellen 1, 2 und 3
über eine Verstärkereinheit 4 zu Lautsprechereinheiten 5, 6 und
7. Die Verstärkereinheit 4 umfaßt Endstufen, Vorverstärker und
Leistungsverstärker. Auf den Lautsprechereinheiten 5, 6 und 7
oder auf Teilen davon wird eine der Schallsignalquellen 1, 2
oder 3 ausgegeben. Es ist ebenfalls möglich, zwei Schallsignal
quellen auszugeben, z. B. die Schallsignalquelle 2 auf den
Lautsprechereinheiten 5 und 6 und die Schallsignalquelle 3 auf
der Lautsprechereinheit 7, die als Kopfhörer ausgebildet sein
kann.
Die primäre Zuführung zwischen der Schallsignalquelle 1 und der
Lautsprechereinheit 5 erfolgt also über die Verstärkereinheit
4. Die sekundäre Zuführung zwischen der Schallsignalquelle 1
und der Lautsprechereinheit 5 erfolgt über eine Verstärkerein
heit 8.
Die Umschalteinheit 9 besteht aus einer Steuereinheit 10 und
aus zwei Umschaltern 11. Die Steuereinheit kann beispielsweise
als elektronische Schaltung und die Umschalter 11 können als
Relais ausgebildet sein. Die Steuereinheit 10 führt die Funkti
onsprüfung der primären Zuführung zwischen der Schallsignal
quelle 1 und der Lautsprechereinheit 5 durch. Bei erkanntem
Defekt der primären Zuführung schaltet die Steuereinheit 10 die
Umschalter 11, so daß die sekundäre Zuführung zwischen der
Schallsignalquelle 1 und der Lautsprechereinheit 5 über die
Verstärkereinheit 8 geschlossen wird.
In Fig. 2 ist in schematischer Darstellung ein über einen Da
tenbus 12 vernetztes Audiosystem für den Innenraum eines Kraft
fahrzeugs dargestellt.
Ein Notrufsteuergerät 13 umfaßt eine Kommunikationseinheit 14,
zum Aufbau einer Sprachverbindung mit einer Notrufzentrale,
eine Schallsignalquelle 1, die die Sprachsignale der Sprachver
bindung ausgibt, einen Buscontroller 13.1, die Verstärkerein
heit 8, die Umschalteinheit 9 mit der Steuereinheit 10 und den
Umschaltern 11. Zum Aufbau von Sprachverbindungen ist es ist
mit einem Mikrofon 18 und einer Antenne 19 ausgestattet.
Weitere Geräte am Datenbus, z. B. CD-Spieler 15 und
Videoabspielgerät 16, umfassen die Schallsignalquellen 2 und 3
und Buscontroller 15.1 und 16.1. Ein Audiosteuergerät 17 umfaßt
einen Buscontroller 17.1 und die Verstärkereinheit 4. Die
Verstärkereinheit 4 ist als Soundsystem ausgebildet. Sie
verstärkt, filtert und bearbeitet die über den Datenbus
zugeführten Schallsignale und führt sie den Lautsprechern 5, 6
und 7 direkt zu. Das Ergebnis ist ein individuell
einstellbares, qualitativ sehr hochwertiges Klangerlebnis. Für
den Fall, daß der Datenbus auch im Notfall noch funktionsfähig
ist, wird für die Sprachverbindung zur Verstärkung und Ausgabe
der Sprache die qualitativ hochwertige Verstärkereinheit 4
verwendet, indem das Sprachsignal zwischen der Schallquelle 1
und den Lautsprechern 5, 6 und 7 über die primäre Zuführung,
die den Datenbus 12 und die Verstärkereinheit 4 umfaßt, geführt
wird.
Im Notfall prüft die Steuereinheit 10 die Funktionsfähigkeit
der primären Zuführung oder Teilen davon, z. B. des Datenbusses
12, der Verstärkereinheit 4 und/oder der Lautsprecher 5, 6 und
7. Falls die primäre Zuführung nicht nutzbar ist, bewirkt sie
über die Umschalter 11 eine Umschaltung der Sprachsignale der
Schallsignalquelle 1 auf die sekundäre Zuführung, die über die
Verstärkereinheit 8 auf die Lautsprechereineinheit 5 führt. Die
Verstärkereinheit 8 ist nur für den Notfall vorgesehen, d. h.
bietet nicht den ganzen Komfort und alle Einstellmöglichkeiten
der Verstärkereinheit 4, ist aber dediziert nur für diesen
Anwendungsfall, Sprache, vorgesehen und hierfür ausgelegt, d. h.
bietet einen für den Notfall angemessenen Klang. Außerdem
ist die Verstärkereinheit 8 mit im Gehäuse des
Notrufsteuergerätes 13 verbaut, so daß mit dem Verbauen dieses
Gerätes an einem besonders geschützten Ort eine gute
Crashsicherheit für das Kommunikationsmodul 14, die
Umschalteinheit 11 und die Verstärkereinheit 8 gewährleistet
ist. Da ein regulärer und angemessen großer Lautsprecher 5 zur
Ausgabe von Sprache im Notfall verwendet wird, ist die
Sprachqualität in jedem Fall besser als bei Verwendung von
dedizierten, kleinen Notruflautsprechern.
Claims (11)
1. Audiosystem für ein Kraftfahrzeug, mit mehreren Lautspre
chereinheiten (5, 6, 7), denen Schallsignale aus
verschiedenen Schallsignalquellen (1, 2, 3) zugeführt
werden, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zuführung zwischen mindestens einer Schallsignalquelle
(1, 2, 3) und mindestens einer Lautsprechereinheit (5, 6,
7) in Form einer primären und einer sekundären Zuführung
ganz oder zum Teil redundant ausgebildet ist.
2. Audiosystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Funktionsprüfung der primären Zuführung durchgeführt
wird und die sekundäre Zuführung nur dann genutzt wird,
wenn die primäre Zuführung als defekt erkannt wurde.
3. Audiosystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Überprüfung bei einem erkannten Notfall durchgeführt
wird.
4. Audiosystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Überprüfung regelmäßig durchgeführt wird.
5. Audiosystem nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Umschaltung zwischen primärer und sekundärer
Zuführung durch eine Umschalteinheit (9) erfolgt.
6. Audiosystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß zwischen der Schallsignalquelle
und der Lautsprechereinheit mindestens eine Verstärkerein
heit (4, 8)vorhanden ist.
7. Audiosystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die primäre Zuführung der Schallsignale zwischen der
Schallsignalquelle (1, 2, 3) und der Verstärkereinheit (4)
als Datenbus (12) ausgeführt ist.
8. Audiosystem nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß in der primären Zuführung der Schallsignale zwischen
der mindestens einen Schallsignalquelle (1) und der
mindestens einen Lautsprechereinheit (5) eine erste
Verstärkereinheit (4) vorhanden ist und in der sekundären
Zuführung zwischen der mindestens einen Schallsignalquelle
(1) und der mindestens einen Lautsprechereinheit (5) eine
zweite Verstärkereinheit (8) redundant vorhanden ist.
9. Audiosystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Schallsignal
quelle (1) an einem besonders geschützten Ort im Fahrzeug
verbaut ist.
10. Audiosystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die zweite Verstärkereinheit (8)
an einem besonders geschützten Ort im Fahrzeug verbaut ist.
11. Audiosystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Lautsprecher
einheit (5) an einem besonders geschützten Ort im Fahrzeug
verbaut ist.
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