DE10030312B4 - Anlage zum Zuführen von Filterhilfsmitteln zu Getränke-Filtrationsanlagen - Google Patents
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Abstract
Anlage
zum chargenweisen Zuführen von
partikelförmigen
Filterhilfsmitteln zu Getränke-Filtrationsanlagen
mit die trockenen Filterhilfsmittel enthaltenden Vorratsbehältern, wenigstens
einer Behälterwaage
zum Verwiegen der Filterhilfsmittel, wenigstens einem Mischer zum
Einmischen der Filterhilfsmittel in Wasser und einer Saugfördereinrichtung
mit einer Zuführleitung
für den Transport
der Filterhilfsmittel aus den Vorratsbehältern in die Behälterwaage,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Behälterwaage
(5) unter Bildung des Mischers mit wenigstens einem Rührwerk (11)
und mit einem Wasseranschluß (14) zur
Bildung einer Wasservorlage (15) in der Behälterwaage versehen ist, und
daß die
Zuführleitung
(3) der Saugfördereinrichtung
unterhalb des Spiegels der Wasservorlage in die Behälterwaage
(5) einmündet
und die Mischung in verwogener Charge aus der Behälterwaage
in die Filtrationsanlage pumpbar ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Anlage zum chargenweisen Zuführen von partikelförmigen Filterhilfsmitteln zu Getränke-Filtrationsanlagen mit die trockenen Filterhilfsmittel enthaltenden Vorratsbehältern, wenigstens einer Behälterwaage zum Verwiegen der Filterhilfsmittel, wenigstens einem Mischer zum Einmischen der Filterhilfsmittel in Wasser und einer Saugfördereinrichtung mit einer Zuführleitung für den Transport der Filterhilfsmittel aus den Vorratsbehältern in die Behälterwaage.
- Bei der Herstellung von Getränken müssen häufig Trüben gefiltert werden, um die Trübstoffe teilweise oder vollständig abzuscheiden. Hierzu dienen Anschwemmfilter, die aus Gewebefilter oder dergleichen bestehen und zusätzlich an der Anströmseite mit partikelförmigen, inerten Filterhilfsmitteln belegt werden, um einen hohen und definierten Filterwirkungsgrad zu erzielen. So werden beispielsweise in Brauereien Filterhilfsmittel in Form von Kieselgur, Perlite etc. verschiedener Körnung eingesetzt. Gelegentlich werden die Filterhilfsmittel auch noch mit Additiven, wie Stabilisierungsmittel und dergleichen, versetzt. Je nach Brauart und Braurezept werden die verschiedenen Körnungen von Kieselgur und die Stabilisierungsmittel gemischt und die Mischung dosiert der Filtrationsanlage zugeführt.
- Da die Filterhilfsmittel Feinkornanteile enthalten, die bei offener Handhabung als lungengängig gelten und im Verdacht der Gesundheitsgefährdung stehen, haben sich in der Praxis Anlagen der eingangs genannten Art mit ihrer weitgehend geschlossenen Bauweise eingeführt. Die Filterhilfsmittel werden in Big-Bags oder Silos auf Vorrat gehalten, wobei eine der Anzahl der verarbeiteten Körnungen entsprechende Anzahl von Vorratsbehältern vorgesehen ist. Aus dem Vorratsbehälter werden die Filterhilfsmittel pneumatisch in eine Behälterwaage gefördert und dort entsprechend der Rezeptur verwogen und anschließend an einen Rührbehälter übergeben, in welchem sie unter Zugabe von Wasser dispergiert werden. Die Mischung wird schließlich in einen Dosierbehälter gefördert. Dabei sind in der Regel mehrere Dosierbehälter vorgesehen, aus denen die Suspension in die Filtrationsanlage gefördert wird.
- Zur Förderung der trockenen Filterhilfsmittel in die Behälterwaage dient in der Regel eine Saugfördereinrichtung mit einem an den Behälter der Behälterwaage angeschlossenen Sauggebläse, das für den notwendigen Unterdruck im Behälter und in der Zuführleitung von den Vorratsbehältern zur Behälterwaage sorgt. Die unter Saugdruck geförderten Filterhilfsmittel werden im oberen Bereich der Behälterwaage aufgegeben. Die Behälterwaage selbst ist mit einem Abscheider versehen, um die Filterhilfsmittel von der Transportluft zu separieren und im Behälter absinken zu lassen. Die verwogene Charge wird dann in der Regel mit Luft- oder Kohlendioxid unter Druck aus der Behälterwaage in den Mischer bzw. Rührbehälter transportiert.
- Anlagen dieser Art sind bau- und platzaufwendig und dadurch relativ teuer. Sie rechnen sich deshalb nur für Großbrauereien. Auch lassen sich solche Anlagen bei stark wechselnder Chargengröße nicht wirtschaftlich betreiben.
- Bei einer anderen bekannten Anlage zur Dosierung von körnigen Filterhilfsmitteln (
US 3,677,406 ) wird das Gemisch aus Filterhilfsmitteln, gegebenenfalls auch wiederaufbereiteten Filterhilfsmitteln, und Wasser in einen Tank gegeben und über eine außenliegende Umwälzleitung zirkuliert. In der Umwälzleitung sind hintereinander ein Durchflussmesser und ein Dichtemesser angeordnet, mit deren Hilfe der Massenfluss und der Feststoffanteil im Gemisch ermittelt werden. Liefert der Dichtemesser einen konstanten Wert, wird die Umwälzleitung abgesperrt und das Gemisch über eine Abzweigleitung in Mischertanks und schließlich zur weiteren Verwendung in die Filtrationsanlage gefördert. Auch diese Anlage ist bauaufwendig und führt zu langen verfahrenszyklen. - Ausgehend von einer aus der Praxis bekannten Anlage mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine raumsparende und kostengünstige Auslegung der Anlage zu schaffen, die insbesondere auch eine Anpassung an stark unterschiedliche Chargen gestattet.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Behälterwaage unter Bildung des Mischers mit wenigstens einem Rührwerk und mit einem Wasseranschluß zur Bildung einer Wasservorlage in der Behälterwaage versehen ist, und daß die Zuführleitung der Saugfördereinrichtung unterhalb des Spiegels der Wasservorlage in die Behälterwaage einmündet und die Mischung in verwogener Charge aus der Behälterwaage in die Filtrationsanlage pumpbar ist.
- Durch die Erfindung werden die Behälterwaage und der Mischer zu einer anlagentechnischen Einheit zusammengeführt, so daß der Raumbedarf reduziert und Förderwege eingespart werden. Die Zusammenführung der Funktionen "Verwiegen" und "Mischen" macht es notwendig, das Wasser in die Behälterwaage einzubringen. Dies geschieht durch eine Art Wasservorlage in der Behälterwaage. Es wird also vor dem Zuführen der Filterhilfsmittel der Behälter der Behälterwaage in dem erforderlichen Maß mit Wasser gefüllt und werden anschließend die Filterhilfsmittel aus den Vorratsbehältern mittels des in der Behälterwaage herrschenden Unterdrucks in diese hineingefördert. Die Filterhilfsmittel treten dabei unmittelbar in die Wasservorlage ein und die Transportluft wird durch die Wasservorlage und das darüber befindliche Luftpolster aus der Behälterwaage abgesaugt. Die Wasservorlage ersetzt also zugleich den bei den bekannten Anlagen notwendigen Abscheider. Sie sorgt zudem dafür, daß im Filterhilfsmittel vorhandene Staub- oder Feinkornanteile zurückgehalten werden, also in der Abluft nicht mehr vorhanden sind.
- Es wird zunächst die eingefüllte Wassermenge verwogen und anschließend die in die Behälterwaage geförderte Menge an Filterhilfsmitteln. Die in der Behälterwaage hergestellte Mischung kann dann unmittelbar auf die Getränke-Filtrationsanlage abgepumpt werden. Sofern gewünscht, kann die Mischung natürlich auch zunächst auf Dosierbehälter aufgegeben und aus diesen in die Filtrationsanlage gefördert werden.
- Mit Vorzug weist die Saugfördereinrichtung eine oberhalb der Wasservorlage des Luftpolsters der Behälterwaage angeschlossene Wasserringpumpe als Unterdruckerzeuger auf. Die Wasserringpumpe ist mit einem Frischwassersystem ausgestattet, um eventuell in der Abluft noch enthaltene Staubfracht zu separieren. Zugleich wird der feuchten Luft die Feuchtigkeit entzogen.
- In einer weiterhin bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, daß die Zuführleitung zwischen den Vorratsbehältern und der Behälterwaage eine Leitungsschleife aufweist, deren Scheitel über dem höchsten Niveau der Wasservorlage liegt.
- Hierdurch wird verhindert, daß Wasser aus der Behälterwaage zu den Vorratsbehältern bzw. in den an die Vorratsbehälter unmittelbar anschließenden Teil der Zuführleitung gelangt, wodurch die Saugförderung gestört würde.
- Eine weiterhin bevorzugte Ausführung zeichnet sich dadurch aus, daß die Behälterwaage einen Behälter aufweist, der in seinem unteren Bereich zu einem kleineren Volumen für Kleinchargen reduziert ist.
- Mit dieser Ausführung ist es möglich, in der Behälterwaage kleine und große Chargen anzusetzen. Zu diesem Zweck sind in dem Behälter wenigstens zwei Rührwerke vorgesehen, von denen wenigstens eines in dem großvolumigen, das andere in dem kleinvolumigen Bereich angeordnet ist, so daß kleine und große Chargen gleichermaßen effektiv angemacht werden können.
- Vorzugsweise sitzen beide Rührwerke auf einer Welle, die einen einzigen, vorteilhafterweise drehzahlregelbaren Antrieb aufweist.
- Ferner ist der Behälter mit Vorteil oberhalb der Wasservorlage mit einem Überlauf versehen, um ein Überfüllen des Behälters der Behälterwaage zu vermeiden. Der Überlauf kann gleichzeitig zur Belüftung der Behälterwaage nach dem Einsaugen der Filterhilfsmittel dienen, indem der Überlauf mit einem Lüftungsventil versehen ist. Ferner liegt der Scheitel der Schleife der Zuführleitung vorzugsweise höher als der Überlauf, so daß die Schleife auch bei Überfüllen des Behälters ihre Sicherheitsfunktion erfüllt.
- Nachstehend ist die Erfindung anhand einer in der Zeichnung schematisch wiedergegebenen Anlage beschrieben.
- Die Anlage weist mehrere Vorratsbehälter
1 auf, in denen die partikelförmigen Filterhilfsmittel, beispielsweise getrennt nach ihrer Körnung enthalten sind. Die Vorratsbehälter1 können gegebenenfalls mit einem Fluidisierungsboden oder sonstigen Lockerungseinrichtungen ausgestattet sein. Sie sind an ihrem Boden mit Abzugseinrichtungen2 , z.B. Förderschnecken ausgestattet, die die Filterhilfsmittel auf eine Zuführleitung3 einer Saugfördereinrichtung aufgeben. Die Saugfördereinrichtung weist einen Eingangsfilter4 und einen Unterdruckerzeuger18 auf und kann mit Luft oder Kohlendioxid betrieben werden. Den Behältern nachgeschaltet ist eine Behälterwaage5 , deren Behälter6 über Stützen7 auf Kraftmeßdosen8 sitzt. Der Behälter6 weist einen oberen, großvolumigen Bereich9 und einen nach innen eingezogenen kleinvolumigen Bereich10 auf. Im Behälter6 ist ein Rührwerk angeordnet, das beim gezeigten Ausführungsbeispiel drei Rührflügel11 in unterschiedlicher Höhe aufweist, die sämtlich auf einer Welle12 sitzen und von einem gemeinsamen Motor13 angetrieben sind. Der Motor13 ist vorzugsweise drehzahlregelbar. - Der Behälter
6 weist ferner einen Wasseranschluß14 auf, über den Wasser in den Behälter6 eingespeist werden kann, um eine Wasservorlage zu bilden, deren Spiegel mit15 angedeutet ist. Schließlich weist der Behälter an seinem Deckel ein Ventil16 für eine Saugleitung17 mit einer Wasserringpumpe18 auf, die über den Behälter6 den notwendigen Unterdruck in der Zuführleitung3 erzeugt. Die Wasserringpumpe18 kann ständig mit Frischwasser gespült sein. Schließlich weist der Behälter6 einen Überlauf19 mit einem Ventil20 auf, das vor Beginn des Saugbetriebs geschlossen wird und danach als Belüftungsventil dient. - An den unteren kleinvolumigen Bereich
10 des Behälters6 ist die Saugleitung21 einer Pumpe22 angeschlossen, an deren Druckseite wiederum Dosierbehälter23 oder aber direkt die Getränke-Filtrationsanlage angeschlossen sind. - Die Funktionsweise ist folgende:
Es wird zunächst der Behälter6 der Behälterwaage5 bis zu dem gewünschten Niveau15 über den Anschluß14 mit Wasser gefüllt und die Wassermenge verwogen. Anschließend wird die Wasserringpumpe in Betrieb gesetzt oder aber – bei ständig laufender Wasserringpumpe – das Ventil16 in der Saugleitung17 geöffnet. Das im Behälter6 befindliche Wasser15 steht ferner mit entsprechendem Niveau in der Schleife24 der Zuleitung3 und wird aufgrund des Unterdrucks zunächst in den Behälter6 eingesaugt. Anschließend werden die Filterhilfsmittel entsprechend der gewünschten Chargierung aus den Vorratsbehältern1 mittels der Schneckenförderer2 auf die Zuleitung3 aufgegeben und in den Behälter6 gefördert. - Aufgrund der zuvor verwogenen Menge der Wasservorlage einschließlich der damit unmittelbar korrespondierenden zusätzlichen Wassermenge in der Schleife
24 können anschließend die Komponenten der eingesaugten Feststoffe exakt verwogen werden, nachdem zuvor das Ventil16 in der Saugleitung17 geschlossen worden ist. Nach Abschluß des Mischvorgangs wird die gewünschte Charge mittels der Pumpe22 über die Leitung21 den Dosierbehältern23 zugeführt. Das Rührwerk11 kann während der Feststofförderung ständig in Betrieb sein.
Claims (9)
- Anlage zum chargenweisen Zuführen von partikelförmigen Filterhilfsmitteln zu Getränke-Filtrationsanlagen mit die trockenen Filterhilfsmittel enthaltenden Vorratsbehältern, wenigstens einer Behälterwaage zum Verwiegen der Filterhilfsmittel, wenigstens einem Mischer zum Einmischen der Filterhilfsmittel in Wasser und einer Saugfördereinrichtung mit einer Zuführleitung für den Transport der Filterhilfsmittel aus den Vorratsbehältern in die Behälterwaage, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälterwaage (
5 ) unter Bildung des Mischers mit wenigstens einem Rührwerk (11 ) und mit einem Wasseranschluß (14 ) zur Bildung einer Wasservorlage (15 ) in der Behälterwaage versehen ist, und daß die Zuführleitung (3 ) der Saugfördereinrichtung unterhalb des Spiegels der Wasservorlage in die Behälterwaage (5 ) einmündet und die Mischung in verwogener Charge aus der Behälterwaage in die Filtrationsanlage pumpbar ist. - Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugfördereinrichtung eine oberhalb der Wasservorlage (
15 ) an das Luftpolster der Behälterwaage (5 ) angeschlossene Wasserringpumpe (15 ) aufweist. - Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführleitung (
3 ) zwischen den Vorratsbehältern (1 ) und der Behälterwaage (5 ) eine Leitungsschleife (24 ) aufweist, deren Scheitel (25 ) über dem höchsten Niveau der Wasservorlage (15 ) in der Behälterwaage liegt. - Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälterwaage (
5 ) einen Behälter (5 ) aufweist, der in seinem unteren Bereich (10 ) zu einem kleineren Volumen für Kleinchargen reduziert ist. - Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Behälter (
6 ) in dessen großvolumigen und kleinvolumigen Bereich wenigstens je ein Rührwerk (11 ) angeordnet ist. - Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß beide Rührwerke (
11 ) auf einer Welle (12 ) sitzen und gemeinsam angetrieben sind. - Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (
6 ) oberhalb der Wasservorlage (15 ) mit einem Überlauf (19 ) versehen ist. - Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Überlauf (
19 ) mit einem als Belüftungsventil (20 ) für den Behälter (6 ) dienenden Ventil versehen ist. - Anlage nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Scheitel (
25 ) der Leitungsschleife (24 ) oberhalb des Überlaufs (19 ) des Behälters (6 ) liegt.
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