DE10010287A1 - Mischvorrichtung und Mischverfahren - Google Patents
Mischvorrichtung und MischverfahrenInfo
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Abstract
Die derzeit von Herstellern angebotenen Mischvorrichtungen sind apparativ sehr anspruchsvoll und daher entsprechend teuer. Zum guten Vermischen der verschiedenen, in den Mischbehälter eingebrachten Komponenten wird zumeist ein Rührwerk verwendet, welches die vorgelegten Flüssigkeit(en) in eine Bewegung versetzt und damit die Durchmischung der Komponenten erreicht. Allen Rüchreinrichtungen ist jedoch das Problem zu eigen, dass sie eine Abdichtung an der Wellendurchführung in den Mischbehälter erfordern. Diese Rührwellenabdichtung generiert Partikel, die zu unerwünschten Qualitätsminderungen führen. Die Erfindung ist daher gerichtet auf eine Mischvorrichtung zur Herstellung von flüssigen Gemischen mit einem Mischbehaälter (1) mit einer vorgelegten Flüssigkeit (2); einer Flüssigkeitsstrahlpumpe (3) mit zwei Eingängen (4, 5) und einem Ausgang (6), der mit dem Mischbehälter (1) verbunden ist; zumindest einem Zuführleitungssystem (7) zum Zuführen zumindest eines einzumischenden Stoffes (10), dessen eines Ende mit dem Eingang (4, 5) der Flüssigkeitsstrahlpumpe (3) verbunden ist; und einem Kreislaufleitungssystem (8), dessen eines Ende mit einem mit der vorgelegten Flüssigkeit gefüllten Teil des Mischbehälters (1) und dessen anderes Ende mit dem anderen Eingang (5, 4) der Flüssigkeitsstrahlpumpe (3) verbunden ist.
Description
Die vorliegende Erfindung ist auf eine Mischvorrichtung zur
Herstellung von flüssigen Gemischen und ein Verfahren zur
Herstellung von flüssigen Gemischen gerichtet.
Mischvorrichtungen sind beispielsweise aus US 5,957,759 und
US 5,664,990 bekannt. Diese sind mit einem Rührer oder einer
Umwälzeinrichtung, beispielsweise einer Pumpe, ausgestattet,
um Dispersionen, Suspensionen, Mischungen oder Lösungen her
zustellen. In der Regel wird eine Flüssigkeit im Mischbehäl
ter vorgelegt und ein Feststoff eingetragen oder eine Flüs
sigkeit zugegeben. Solche im Stand der Technik bekannten
Mischvorrichtungen werden beispielsweise auch zur Herstellung
von Mischungen für die Halbleitertechnik verwendet, z. B. bei
der Herstellung von Lösungen beziehungsweise Feststoffsuspen
sionen für das chemisch-mechanische Polieren. Mischvorrich
tungen finden allerdings in zahlreichen weiteren Bereichen
der Technik Anwendung.
Die derzeit von Herstellern angebotenen Mischvorrichtungen
sind apparativ sehr anspruchsvoll und daher entsprechend teu
er. Zum guten Vermischen der verschiedenen, in den Mischbe
hälter eingebrachten Komponenten wird zumeist ein Rührwerk
verwendet, welches durch Schaufeln, Flügel, Paddel oder Stäbe
die vorgelegten Flüssigkeit(en) in eine Bewegung versetzt und
damit die Durchmischung der weiteren zugegebenen Komponenten
erreicht.
Bei einem Typ vorbekannter Mischvorrichtungen ist der gesamte
Mischbehälter auf einer Waage plaziert und die einzudosierende
Menge an zuzugebenden Komponenten wird jeweils gravimet
risch ermittelt. Sowohl durch das Zugeben der Substanzen als
auch durch den eigentlichen Rührvorgang kommt es jedoch zu
Erschütterungen, welche die Genauigkeit des Einwägevorgangs
beeinträchtigen. Das Bestimmen der zuzugebenden Menge der
verschiedenen Komponenten direkt im Mischbehälter ist daher
als problematisch anzusehen.
Mischvorrichtungen, bei denen die Komponenten volumetrisch
dosiert werden, sind zwar weniger störanfällig als die zuvor
genannten, benötigen aber in der Regel ebenfalls eine Rühr
einrichtung, um das Durchmischen zu bewerkstelligen. Allen
Rühreinrichtungen ist jedoch das immanente Problem zu eigen,
dass sie eine Abdichtung an der Wellendurchführung in den
Mischbehälter erfordern. Diese Rührwellenabdichtung generiert
Partikel, die zu unerwünschten Qualitätsminderungen führen.
Speziell in der Halbleiterindustrie, bei der hohe Reinheit
der verwendeten Chemikalien notwendig ist, kann dies zu Prob
lemen bei der anschließenden Verwendung der zubereiteten
flüssigen Gemische führen. Zudem ergeben sich häufig Probleme
bei der Werkstoffauswahl des Dichtungsmaterials, da chemische
Beständigkeit, Abriebfestigkeit, Temperaturbeständigkeit usw.
nicht von allen Werkstoffen gleichermaßen und zufriedenstel
lend erfüllt werden können.
Die von einigen Herstellern angebotenen Mischsysteme, die auf
Druckförderung ausgelegt sind, haben die Nachteile, dass teu
re und technisch anspruchsvolle Druckbehälter benötigt werden
und dass ein Zirkulieren nur mit einem erhöhten Aufwand, näm
lich der doppelten Behälteranzahl, realisiert werden kann.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
eine Mischvorrichtung bereitzustellen, die in einfacher Weise
ein Zugeben von einzumischenden Stoffen und deren Durchmi
schung mit bereits vorgelegten Flüssigkeiten ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Bereit
stellung einer Mischvorrichtung zur Herstellung von flüssigen
Gemischen gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 1 und ein
Verfahren zur Herstellung von flüssigen Gemischen gemäß dem
unabhängigen Patentanspruch 15. Weitere vorteilhafte Ausges
taltungen, Aspekte und Details der Erfindung ergeben sich aus
den abhängigen Patentansprüchen, der Beschreibung und den
beigefügten Zeichnungen.
Der Erfindung liegt das Prinzip zugrunde, zum Einbringen von
zuzumischenden Stoffen und zur Durchmischung eine Flüssig
keitsstrahlpumpe einzusetzen. Eine solche Flüssigkeitsstrahl
pumpe (im allgemeinen auch als Wasserstrahlpumpe bezeichnet,
sofern zur Sogerzeugung Wasser verwendet wird) beruht auf dem
Prinzip, durch ein Düsenrohr eine Flüssigkeit mit einer be
stimmten relativ hohen Geschwindigkeit durchtreten zu lassen
und seitlich des Düsenrohrs einen Ansaugeingang vorzusehen,
aus dem ein einzumischender Stoff, beispielsweise ein Gas o
der eine Flüssigkeit, durch den im Düsenrohr herrschenden Un
terdruck mitgerissen wird. Durch die Verwirbelung der beiden
Flüssigkeiten oder der Flüssigkeit und des Gases im Düsenrohr
der Flüssigkeitsstrahlpumpe findet bereits dort eine erste
Durchmischung der Stoffe statt. Das Prinzip der Flüssigkeits
strahlpumpe läßt sich hervorragend für die erfindungsgemäße
Mischvorrichtung verwenden.
Demzufolge ist die Erfindung gerichtet auf eine Mischvorrich
tung zur Herstellung von flüssigen Gemischen mit einem Misch
behälter mit einer vorgelegten Flüssigkeit; einer Flüssig
keitsstrahlpumpe mit zwei Eingängen und einem Ausgang, der
mit dem Mischbehälter verbunden ist; zumindest einem Zuführ
leitungssystem zum Zuführen zumindest eines einzumischenden
Stoffes, dessen eines Ende mit einem Eingang der Flüssig
keitsstrahlpumpe verbunden ist und einem Kreislaufleitungs
system, dessen eines Ende mit einem mit der vorgelegten Flüs
sigkeit gefüllten Teil des Mischbehälters und dessen anderes
Ende mit dem anderen Eingang der Flüssigkeitsstrahlpumpe ver
bunden ist.
Unter einem flüssigen Gemisch, welches hergestellt werden
soll, soll erfindungsgemäß jegliche Mischung aus zwei Kompo
nenten verstanden werden, welche im wesentlichen flüssig ist,
beispielsweise echte Lösungen von Feststoffen, Lösungen einer
Flüssigkeit in einer anderen Flüssigkeit, Lösungen von Gasen
oder Gasgemischen in Flüssigkeiten, Emulsionen von Flüssig
keiten in Flüssigkeiten oder Suspensionen von Feststoffen in
Flüssigkeiten, wobei auch mehrere dieser genannten Gemischty
pen gleichzeitig im flüssigen Gemisch vorliegen können.
Unter der vorgelegten Flüssigkeit versteht man eine Flüssig
keit oder ein bereits existierendes Gemisch wie oben defi
niert, welches sich bereits im Mischbehälter befindet und
welches über das Kreislaufleitungssystem der Flüssigkeits
strahlpumpe zugeführt wird. Während des Durchmischungsvor
gangs kommt es zu einer Verschiebung im Verhältnis von vorge
legter Flüssigkeit und einzumischendem Stoff, der naturgemäß
in seinem Anteil zunimmt. Im Sinne der vorliegenden Erfindung
ist auch diese während des Einmischvorgangs im Mischbehälter
befindliche Flüssigkeit eine vorgelegte Flüssigkeit, auch
wenn diese sich bereits dem gewünschten Endprodukt annähert.
Ein Ende des Kreislaufleitungssystems muß in ständigem Kon
takt mit der vorgelegten Flüssigkeit stehen, um diese fördern
und zur Flüssigkeitsstrahlpumpe bringen zu können. Sinnvoll
erweise nutzt man hierbei die Gravitation aus und ordnet die
ses Ende des Zuführleitungssystems an einem Boden des Misch
behälters an. Für die Anordnung des Zuführleitungssystems und
des Kreislaufleitungssystems an der Flüssigkeitsstrahlpumpe
stehen zwei grundsätzliche Möglichkeiten offen. Zum einen ist
es möglich, eine Mischvorrichtung so auszulegen, dass die
Flüssigkeitsstrahlpumpe einen Düseneingang zum Zuführen einer
Saugflüssigkeit und einen Ansaugeingang zum Ansaugen eines
Fluids aufweist, wobei das Zuführleitungssystem mit dem Dü
seneingang und das Kreislaufleitungssystem mit dem Ansaugein
gang verbunden ist.
In diesem Fall dient also der einzumischende Stoff dazu, den
Flüssigkeitsstrahl zu erzeugen, welcher dann die vorgelegte
Flüssigkeit mitreißt. Diese Anordnung der vorliegenden Erfin
dung bietet sich insbesondere dann an, wenn eine große Menge
eines einzumischenden Stoffes in eine relativ kleine Menge an
vorgelegter Flüssigkeit eingebracht werden soll. Das Prinzip
der Flüssigkeitsstrahlpumpe bedingt, dass die durch den Un
terdruck mitgerissene Flüssigkeit weniger Volumen hat als die
zum Mitreißen und dem Unterdruckaufbau verwendete Flüssig
keit. Würde also nur wenig einzumischender Stoff zur Verfü
gung stehen, würde die Flüssigkeitsstrahlpumpe ihre ansaugen
de Wirkung bereits nach kurzer Zeit einstellen und somit in
aller Regel, bevor eine gute Durchmischung von vorgelegter
Flüssigkeit und einzumischendem Stoff bewerkstelligt worden
ist.
Der notwendige Durchfluss des einzumischenden Stoffes durch
die Flüssigkeitsstrahlpumpe bei dieser Ausführungsform der
Erfindung kann beispielsweise durch ein Gravitationsgefälle
zwischen einem Vorratsbehälter des einzumischenden Stoffes
und dem Mischbehälter erfolgen. Alternativ kann der einzumi
schende Stoff auch mit Hilfe einer Pumpe durch die Flüssig
keitsstrahlpumpe hindurchgedrückt werden.
In der Regel wird die inverse Anordnung zur oben geschilder
ten verwendet werden. Diese ist dadurch gekennzeichnet, dass
die Flüssigkeitsstrahlpumpe einen Düseneingang zum Zuführen
einer Saugflüssigkeit und einen Ansaugeingang zum Ansaugen
eines Fluids aufweist, wobei das Zuführleitungssystem mit dem
Ansaugeingang und das Kreislaufleitungssystem mit dem Düsen
eingang verbunden ist, und das Kreislaufleitungssystem eine
Pumpe zur Erzeugung eines Durchflusses der vorgelegten Flüs
sigkeit aufweist, der ausreicht, um den einzumischenden Stoff
am Ansaugeingang anzusaugen.
Bei dieser Anordnung wird also die vorgelegte Flüssigkeit
verwendet, um den einzumischenden Stoff anzusaugen. Demzufol
ge wird eine Pumpe benötigt, welche die vorgelegte Flüssig
keit aus dem Mischbehälter der im allgemeinen höher gelegenen
Flüssigkeitsstrahlpumpe zuführt.
Vorzugsweise ist die zum Umpumpen der vorgelegten Flüssigkeit
verwendete Pumpe eine Membranpumpe. Diese erfüllt auch je
nach Auslegung einer solchen Membranpumpe die hohen Anforde
rungen der Halbleiterindustrie an Reinheit der verwendeten
Substanzen, da sie praktisch keine Substanzen in die gepumpte
Flüssigkeit abgibt.
Nachdem der oder die einzumischenden Stoffe vollständig zuge
geben worden sind, kann es notwendig oder wünschenswert sein,
ein Mischen des flüssigen Gemischs weiter fortzuführen, sei
es, um den Mischungsgrad zu verbessern, sei es, um beispiels
weise bei Feststoffsuspensionen den Feststoffanteil in Suspension
zu halten. Hierfür ist es in einer einfachen Ausfüh
rungsform möglich, die Flüssigkeitsstrahlpumpe weiter, jedoch
leer zu betreiben, so dass lediglich Luft angesaugt wird oder
das Vakuum durch ein Ventil gesichert wird.
In einer alternativen bevorzugten Ausführungsform weist die
Mischvorrichtung weiterhin eine Bypassleitung auf, welche mit
dem Kreislaufleitungssystem verbunden ist und mit der die
vorgelegte Flüssigkeit, respektive das fertige flüssige Ge
misch, zur Durchmischung zirkuliert werden kann oder zirku
liert wird. Die vorzugsweise verwendete Bypassleitung führt
in den Mischbehälter zurück und bewirkt, dass die von der
Pumpe angesaugte vorgelegte Flüssigkeit, respektive das flüs
sige Gemisch, unter einem gewissen Druck an einer anderen
Stelle dem Mischbehälter zugeführt wird, von dem sie entnom
men wird. Dies führt zu einer permanenten Bewegung der Flüs
sigkeit und damit einer aufrechterhaltenden Durchmischung.
Zur Unterstützung des Durchmischungsvorgangs kann die Bypass
leitung weiterhin einen statischen Vermischer aufweisen. Ein
solcher statischer Vermischer ist typischerweise eine Drall
vorrichtung innerhalb der Rohrleitung, welche als Bypasslei
tung fungiert. Durch den Vermischer hindurchtretende Flüssig
keit wird durch die Drallvorrichtung in eine zusätzliche Be
wegung versetzt, was die Durchmischung verbessert.
Zur Steuerung des Durchmischungs- und Beimengungsvorgangs
kann das Kreislaufleitungssystem weiterhin Ventile aufweisen,
welche es wahlweise oder kumulativ mit der Flüssigkeits
strahlpumpe und der Bypassleitung verbindbar machen. Auf die
se Weise kann ausgewählt werden, ob die vorgelegte Flüssig
keit durch die Flüssigkeitsstrahlpumpe geführt werden soll
oder durch den Bypass.
Die oder der einzumischende Stoff(e) können fertig bereitge
stellt werden und über das Zuführleitungssystem unmittelbar
der Mischvorrichtung zugeführt werden. Es ist jedoch auch
möglich, dass die Mischvorrichtung zusätzlich eine Zuberei
tungsvorrichtung aufweist, welcher der Herstellung oder sons
tigen Vorbereitung des oder der einzumischenden Stoffe die
nen. Daher kann das andere Ende des Zuführleitungssystems mit
zumindest einer Zubereitungsvorrichtung zur Zubereitung des
einzumischenden Stoffes verbunden sein. Eine solche Zuberei
tungsvorrichtung kann beispielsweise ein Rührwerk zur Her
stellung von Lösungen, Suspensionen und/oder Emulsionen sein
oder aufweisen.
Die Zubereitungsvorrichtung kann auch einen Verwirbler zur
Herstellung von fest-gasförmigen Gemengen aufweisen.
Während Flüssigkeitsstrahlpumpen zur Erzeugung eines hinrei
chenden Unterdrucks am Düseneingang mit einer Flüssigkeit be
trieben werden müssen, besteht jedoch hinsichtlich des ange
saugten Fluids, also im vorliegenden Fall des einzumischenden
Stoffes, eine größere Flexibilität. So kann der einzumi
schende Stoff flüssig sein, also beispielsweise eine Lösung,
eine Feststoffsuspension oder eine Flüssigemulsion sein. Der
einzumischende Stoff kann jedoch auch ein Aerosol sein, das
heißt ein Gemisch aus flüssigen Tröpfchen in einem Gas. Die
Verwendung eines Aerosols bietet sich beispielsweise bei
nicht wasserlöslichen Flüssigkeiten an, die lediglich in
kleineren Mengen dem flüssigen Gemisch zugegeben werden sol
len. Hier ist es möglich, durch eine geeignete Zubereitungs
vorrichtung die Flüssigkeit in eine Tröpfchenform in Luft zu
überführen, welches dann von der Flüssigkeitsstrahlpumpe an
gesaugt werden kann. Es ist sogar möglich, dass der einzumischende
Stoff ein fest-gasförmiges Gemenge ist. Hierzu kann
ein Verwirbler verwendet werden, welcher in der Lage ist,
beispielsweise einen pulverförmigen Stoff so in Luft oder ei
nem anderen geeigneten Gas zu verwirbeln, dass eine Art Rauch
oder eine Staubwolke entsteht, welche wiederum von der Flüs
sigkeitsstrahlpumpe angesaugt werden kann. Schließlich kann
der einzumischende Stoff ein Gas oder/und Gasgemisch sein.
Die erfindungsgemäße Mischvorrichtung ist grundsätzlich für
beliebige Anwendungsgebiete geeignet. Bevorzugt wird jedoch
insbesondere, dass sie eine Mischvorrichtung zur Herstellung
von Flüssigkeitsmischungen für das chemisch-mechanische Po
lieren von Wafern ist.
Die Erfindung ist weiterhin gerichtet auf ein Verfahren zur
Herstellung von flüssigen Gemischen mit folgenden Schritten:
- - Ansaugen einer vorgelegten Flüssigkeit aus einem Misch behälter;
- - Zuführen der vorgelegten Flüssigkeit zu einer Flüssig keitsstrahlpumpe;
- - Ansaugen eines einzumischenden Stoffes durch den Durch fluss der vorgelegten Flüssigkeit durch die Flüssigkeits strahlpumpe; und
- - Zuführen des in der Flüssigkeitsstrahlpumpe entstandenen Gemischs der beiden Flüssigkeiten zum Mischbehälter.
Dieses Verfahren reflektiert im wesentlichen die Verwendung
der oben geschilderten erfindungsgemäßen Mischvorrichtung.
Deswegen gelten alle genannten Vorteile und Aspekte der
Mischvorrichtung für das Verfahren gleichermaßen, so dass auf
die oben geschilderte Mischvorrichtung vollinhaltlich Bezug
genommen wird.
Wie bereits dargelegt, kann es notwendig sein, vor oder nach
dem Zufügen des einzumischenden Stoffes eine Umwälzung des
flüssigen Gemischs oder der vorgelegten Flüssigkeit durchzu
führen, um entweder den Durchmischungsgrad weiter zu verbes
sern oder eine gleichmäßige Durchmischung zu erhalten. Demzu
folge weist das erfindungsgemäße Verfahren vor und/oder nach
dem Ansaugen des gesamten einzumischenden Stoffes vorzugswei
se die weiteren Schritte zur Umwälzung des flüssigen Gemi
sches auf:
- - Ansaugen des flüssigen Gemischs und/oder der vorgelegten Flüssigkeit aus dem Mischbehälter;
- - Zuführen des flüssigen Gemischs und/oder der vorgelegten Flüssigkeit zu einer Bypassleitung und
- - Rückführen des flüssigen Gemischs und/oder der vorgeleg ten Flüssigkeit von der Bypassleitung zum Mischbehälter.
Dieses Durchmischungsverfahren verwendet mithin eine bereits
oben angesprochene Bypassleitung. Vorzugsweise wird zwischen
dem Zuführen der vorgelegten Flüssigkeit oder des flüssigen
Gemischs zur Flüssigkeitsstrahlpumpe oder dem Zuführen zur
Bypassleitung mittels Ventilen hin- und hergeschaltet.
Genauso ist es möglich, dass vor und/oder nach dem Ansaugen
des gesamten einzumischenden Stoffes das Verfahren die weite
ren Schritte zur Umwälzung des flüssigen Gemischs aufweist:
- - Ansaugen des flüssigen Gemischs und/oder der vorgelegten Flüssigkeit aus dem Mischbehälter;
- - Zuführen des flüssigen Gemischs und/oder der vorgelegten Flüssigkeit zu der Flüssigkeitsstrahlpumpe;
- - Durchleiten des flüssigen Gemischs und/oder der vorge legten Flüssigkeit durch die Flüssigkeitsstrahlpumpe; und
- - Rückführen des flüssigen Gemischs und/oder der vorgeleg ten Flüssigkeit zum Mischbehälter.
In dieser bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird
mithin keine Bypassleitung verwendet, sondern zur Umwälzung
des flüssigen Gemischs oder der vorgelegten Flüssigkeit wird
einfach der Kreislauf, der über die Flüssigkeitsstrahlpumpe
läuft, verwendet. Vorzugsweise geschieht das Ansaugen der
vorgelegten Flüssigkeit mit einer Pumpe. Diese Pumpe kann
beispielsweise, wie bereits oben ausgeführt, eine Membranpum
pe sein.
Der einzumischende Stoff kann wiederum flüssig sein, ein Ae
rosol, ein fest-gasförmiges Gemenge oder ein Gas resp. Gasge
misch, wie bereits oben erläutert.
Das Umwälzen der vorgelegten Flüssigkeit über eine Wasser
strahlpumpe bewirkt den Eintrag der zuzumischenden Komponen
ten und zugleich das Durchmischen. Die benötigten Einzelag
gregate sind handelsüblich und erprobt und müssen lediglich
funktional richtig angeordnet werden. Die Herstellungskosten
sind vergleichsweise günstig; ebenso wie die Konstruktions
kosten, da kein spezielles Know-how benötigt wird. Ein weite
rer Vorteil liegt in der geringeren Störanfälligkeit, den ge
ringeren Betriebskosten und der hohen Verfügbarkeit. Die Ver
wendung geeigneter Membranpumpen hat zudem noch den Vorteil,
dass keine Partikel generiert werden können.
Im folgenden sollen bevorzugte Ausführungsbeispiele der vor
liegenden Erfindung schematisch dargestellt werden, wobei auf
die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen wird, in denen
folgendes dargestellt ist:
Fig. 1 zeigt eine Mischvorrichtung in einer ersten Ausfüh
rungsform der vorliegenden Erfindung; und
Fig. 2 zeigt eine weitere, komplexere Mischvorrichtung gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Die in Fig. 1 dargestellte Mischvorrichtung weist einen
Mischbehälter 1 auf, in dem sich eine vorgelegte Flüssigkeit
2 befindet. Die hier dicht oberhalb der Flüssigkeitsoberflä
che dargestellte Wasserstrahlpumpe 3 kann auch außerhalb des
eigentlichen Mischbehälters 1 angeordnet werden. Die Flüssig
keitsstrahlpumpe 3 weist einen Düseneingang 4 und einen An
saugeingang 5 auf, sowie einen Ausgang 6, durch den beide,
durch die Eingänge eingegangene Flüssigkeiten, beziehungswei
se Flüssigkeit und Gas o. ä., gemeinsam die Flüssigkeits
strahlpumpe 3 wieder verlassen. In der gezeigten Ausführungs
form wird zum Betrieb der Flüssigkeitsstrahlpumpe 3 eine ein
zumischende Flüssigkeit 10 verwendet, die über ein Zuführlei
tungssystem 7, hier ein einfaches Fallrohr, aus einem Vor
ratsbehälter 9 dem Düseneingang 4 zugeführt wird. Zur Regu
lierung des Durchflusses kann weiterhin ein Ventil oder ähn
liches (nicht dargestellt) vorgesehen sein. Die durch den Dü
seneingang 4 durchströmende einzumischende Flüssigkeit er
zeugt am Ansaugeingang 5 einen Unterdruck, welcher dazu
führt, dass die vorgelegte Flüssigkeit 2 aus dem Mischbehäl
ter 1 über das Kreislaufleitungssystem 8 angesaugt und in der
Flüssigkeitsstrahlpumpe 3 mit der einzumischenden Flüssigkeit
10 vermischt wird. Diese sehr einfache Ausführungsanordnung
der vorliegenden Erfindung funktioniert ohne Pumpen und le
diglich solange, wie noch einzumischende Flüssigkeit 10 von
hinreichendem Druck vorhanden ist, um einen Durchfluß am Dü
seneingang 4 zu erzeugen, welcher am Ansaugeingang 5 Flüssig
keit anzusaugen vermag.
Fig. 2 zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform einer
Mischvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung. Gleiche
Merkmale der Erfindung sind mit gleichen Bezugszeichen verse
hen. In diesem Beispiel einer erfindungsgemäßen Mischvorrich
tung ist das Kreislaufleitungssystem 8 an den Düseneingang 4
der Flüssigkeitsstrahlpumpe 3 angeschlossen. Dies hat den
Vorteil, dass unter Verwendung einer Pumpe 11 im Kreislauf
leitungssystem 8 eine praktisch unbegrenzte Zirkulation der
vorgelegten Flüssigkeit 2 durch die Flüssigkeitsstrahlpumpe
möglich ist. Das Zuführleitungssystem 7 ist mithin an den An
saugeingang 5 der Flüssigkeitsstrahlpumpe 3 angeschlossen, so
dass der einzumischende Stoff wiederum durch den Unterdruck
in der Flüssigkeitsstrahlpumpe 3 mitgerissen wird. In dieser
Ausführungsform ist weiterhin eine Bypassleitung 12 vorgese
hen, welche die Kreislaufleitung 8 wieder unmittelbar mit dem
Mischbehälter 1 verbindet, so dass eine Zirkulation an der
Flüssigkeitsstrahlpumpe 3 vorbei möglich ist. Zwischen den
beiden Alternativstrecken kann mittels der Ventile 13 und 14
hin- und hergeschaltet werden. Auch eine gleichzeitige oder
gleichzeitig partielle Öffnung der beiden Ventile ist natür
lich erfindungsgemäß möglich.
Die Zeichnung zeigt weiterhin eine bevorzugte Ausführungs
form, bei der über ein Ableitungssystem 15 und ein zugehöri
ges Ventil 17 beispielsweise das fertig gemischte flüssige
Gemisch dem Mischbehälter 1 entnommen und einem Ausgang 16
zugeführt werden kann, um dort weiter verwendet zu werden.
Eine entsprechende Mischvorrichtung ließe sich beispielsweise
in einfacher Weise in den Gesamtherstellungsprozess der Halb
leiterfertigung integrieren. So wäre es möglich, die Abfuhr
leitung 15 an Ausgang 16 mit einem Versorgungstank zu kop
peln, aus dem über weitere Leitungssysteme ein fertiges flüs
siges Gemisch, beispielsweise ein sogenannter Slurry, zum
chemisch-mechanischen Polieren von Wafern einer Poliereinheit
zugeführt werden kann.
Claims (25)
1. Mischvorrichtung zur Herstellung von flüssigen Gemischen
mit
- - einem Mischbehälter (1), der mit einer vorgelegten Flüs sigkeit zumindest teilweise gefüllt ist;
- - einer Pumpe (3) mit einem ersten Eingang (5) und einem Ausgang (6), der mit dem Mischbehälter (1) verbunden ist;
- - zumindest einem Zuführleitungssystem (7) zum Zuführen zu mindest eines einzumischenden Stoffes (10), dessen eines Ende mit dem ersten Eingang (5) der Pumpe (3) verbunden ist; und
- - einem Kreislaufleitungssystem (8), dessen eines Ende mit dem mit der vorgelegten Flüssigkeit gefüllten Teil des Mischbehälters (1) verbunden ist und dass ein anderes Ende aufweist;
2. Mischvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite Eingang (4) der Flüssigkeitsstrahlpumpe (3)
einen Düseneingang (4) zum Zuführen der vorgelegten Flüssig
keit und der erste Eingang (5) der Flüssigkeitsstrahlpumpe
(3) einen Ansaugeingang (5) zum Ansaugen des einzumischenden
Stoffes bildet.
3. Mischvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Flüssigkeitsstrahlpumpe (3) einen Düseneingang (4)
zum Zuführen einer Saugflüssigkeit und einen Ansaugeingang
(5) zum Ansaugen eines Fluids aufweist, wobei das Zuführlei
tungssystem (7) mit dem Ansaugeingang (5) und das Kreislauf
leitungssystem (8) mit dem Düseneingang (4) verbunden ist und
das Kreislaufleitungssystem (8) eine Pumpe (11) zur Erzeugung
eines Durchflusses der vorgelegten Flüssigkeit aufweist, der
ausreicht, um den einzumischenden Stoff (10) am Ansaugeingang
(5) anzusaugen.
4. Mischvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pumpe (11) eine Membranpumpe ist.
5. Mischvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie weiterhin eine By-Pass-Leitung (12) aufweist, welche
mit dem Kreislaufleitungssystem (8) verbunden ist und mit der
die vorgelegte Flüssigkeit (2) zur Durchmischung zirkuliert
werden kann oder zirkuliert wird.
6. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die By-Pass-Leitung (12) einen statischen Vermischer
aufweist.
7. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kreislaufleitungssystem (8) weiterhin Ventile (13,
14) aufweist, welche es mit der Flüssigkeitsstrahlpumpe (3)
und der By-Pass Leitung (12) alternativ verbindbar machen.
8. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das andere Ende des Zuführleitungssystems mit zumindest
einer Zubereitungsvorrichtung (9) zur Zubereitung des einzu
mischenden Stoffes (10) verbunden ist.
9. Mischvorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zubereitungsvorrichtung (9) ein Rührwerk zur Her
stellung von Lösungen, Suspensionen und/oder Emulsionen auf
weist.
10. Mischvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zubereitungsvorrichtung (9) einen Verwirbler zur
Herstellung von fest-gasförmigen Gemengen aufweist.
11. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der einzumischende Stoff flüssig (10) ist.
12. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der einzumischende Stoff (10) ein Aerosol ist.
13. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der einzumischende Stoff (10) ein fest-gasförmiges Ge
menge ist.
14. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der einzumischende Stoff (10) ein Gas und/oder ein Gas
gemisch ist.
15. Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie eine Mischvorrichtung zur Herstellung von Flüssig
keitsmischungen für das chemisch-mechanische Polieren von Wa
fern ist.
16. Verfahren zur Herstellung von flüssigen Gemischen mit
folgenden Schritten:
- - Ansaugen einer vorgelegten Flüssigkeit (2)aus einem Misch behälter (1);
- - Zuführen der vorgelegten Flüssigkeit (2) zu einer Flüssig keitsstrahlpumpe (3);
- - Ansaugen eines einzumischenden Stoffes (10) durch den Durch fluss der vorgelegten Flüssigkeit (2) durch die Flüssigkeits strahlpumpe (3); und
- - Zuführen des in der Flüssigkeitsstrahlpumpe (3) entstandenen Gemischs der beiden Flüssigkeiten zum Mischbehälter (1).
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass es vor und/oder nach Ansaugen des gesamten einzumischen
den Stoffes (10) die weiteren Schritte zur Umwälzung des
flüssigen Gemischs aufweist:
- - Ansaugen des flüssigen Gemischs und/oder der vorgelegten Flüssigkeit (2) aus dem Mischbehälter (1);
- - Zuführen des flüssigen Gemischs und/oder der vorgelegten Flüssigkeit (2) zu einer By-Pass Leitung (12); und
- - Rückführen des flüssigen Gemischs und/oder der vorgelegten Flüssigkeit (2) von der By-Pass Leitung (12) zum Mischbehäl ter (1).
18. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Zuführen der vorgelegten Flüssigkeit oder
des flüssigen Gemischs zur Flüssigkeitsstrahlpumpe und dem
Zuführen zur By-Pass Leitung mittels Ventilen hin- und herge
schaltet werden kann.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass es vor und/oder nach Ansaugen des gesamten einzumischen
den Stoffes (10) die weiteren Schritte zur Umwälzung des
flüssigen Gemischs aufweist:
- - Ansaugen des flüssigen Gemischs und/oder der vorgelegten Flüssigkeit (2) aus dem Mischbehälter (1);
- - Zuführen des flüssigen Gemischs und/oder der vorgelegten Flüssigkeit (2) zu der Flüssigkeitsstrahlpumpe (3);
- - Durchleiten des flüssigen Gemischs und/oder der vorgelegten Flüssigkeit (2) durch die Flüssigkeitsstrahlpumpe (3); und
- - Rückführen des flüssigen Gemischs und/oder der vorgelegten Flüssigkeit (2) zum Mischbehälter (1).
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Ansaugen der vorgelegten Flüssigkeit (2) mit einer
Pumpe (11) geschieht.
21. Verfahren nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pumpe (11) eine Membranpumpe ist.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass der einzumischende Stoff (10) flüssig ist.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
dass der einzumischende Stoff (10) ein Aerosol ist.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass der einzumischende Stoff (10) ein fest-gasförmiges Ge
menge ist.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 24,
dadurch gekennzeichnet,
dass der einzumischende Stoff (10) ein Gas und/oder ein Gas
gemisch ist.
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|---|---|---|---|
| DE10010287A DE10010287B4 (de) | 2000-02-25 | 2000-02-25 | Verfahren zur Herstellung von flüssigen Gemischen für das chemisch-mechanische Polieren von Wafern |
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