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DE10030782C1 - Rohrvorpresseinrichtung - Google Patents

Rohrvorpresseinrichtung

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DE10030782C1
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Benedikt Weiss
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Rohrpresseinrichtung mit einer Einrichtung zum Ausheben und Abfördern von Haufwerk zum Herstellen eines kombiniert in offener Bauweise und von einer Pressgrube aus im Rohrvorpressverfahren hergestellten, aus Rohrschüssen bestehenden Rohrstranges für Stollen oder Tunnel, wobei sich unterhalb eines verbauten oder nicht verbauten Grabens der Rohrstrang anschließt und die Rohrvorpresseinrichtung einen Schneidkopf aufweist, der vom sich anschließenden Nachlaufrohr abgeschottet ist, und in dessen oberem Mantelteil eine Aushuböffnung vorgesehen ist, durch die das vom Schneidkopf angeschnittene Material mit einem Aushubgerät aushebbar und von diesem einem Transportsystem übergebbar ist. Die Rohrvorpresseinrichtung weist eine Einfüllöffnung für das mit dem Aushubgerät aus dem Schneidkopf ausgehobene Aushubmaterial zur Übergabe an ein innerhalb des Rohrstranges geführtes und bis in die Pressgrube reichendes Transportsystem auf, wobei die verschließbar ausgebildete Einfüllöffnung (14) im oberen Mantelteil des Schneidkopfes (2) im Anschluss an die Aushuböffnung (10) vorgesehen ist, und dass der Einfüllöffnung (14) ein durch eine Öffnung (18) in der Schottwand (11) hinduchgeführtes, gekapseltes Transportmittel (17, 19) nachgeschaltet ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Rohrvorpresseinrichtung mit einer Einrichtung zum Ausheben und Abfördern von Haufwerk zum Herstellen eines kombiniert in offener Bauweise und von einer Pressgrube aus im Rohrvorpressverfahren hergestellten, aus Rohrschüssen beste­ henden Rohrstranges für Stollen oder Tunnel, wobei sich unterhalb eines verbauten oder nicht verbauten Grabens der Rohrstrang anschließt und die Rohrvorpresseinrichtung einen Schneidkopf aufweist, der vom sich anschließenden Nachlaufrohr abgeschottet ist, und in dessen oberem Mantelteil eine Aushuböffnung vorgesehen ist, durch die das vom Schneid­ kopf angeschnittene Material mit einem Aushubgerät aushebbar und von diesem einem Transportsystem übergebbar ist, wobei die Rohrvorpresseinrichtung eine Einfüllöffnung für das mit dem Aushubgerät aus dem Schneidkopf ausgehobene Aushubmaterial zur Ü­ bergabe an ein innerhalb des Rohrstranges geführtes und bis in die Pressgrube reichendes Transportsystem aufweist.
In der EP 0 206 731 A1 ist ein Schneidkopf für den Vortrieb vorgefertigter Betonrohre zur Herstellung von Stollen oder Tunneln beschrieben, bei welchem zur Erleichterung bzw. Verbesserung des Aushubs des vom Schneidkopf angeschnittenen Materials der Schneid­ kopf an seinem oberen Mantelteil mit einer Aushuböffnung versehen ist. Auf diese Weise kann die bisherige Schaufel- oder Schiebearbeit und das hierfür erforderliche Gerät und Personal entfallen.
In der älteren, nachveröffentlichten Patentanmeldung 199 31 839.5 ist eine Rohrvorpress­ einrichtung beschrieben, bei der unter Berücksichtigung einer im oberen Mantelteil des Schneidkopfes vorgesehenen Aushuböffnung, im oberen Mantelteil des ersten, dem Schneidkopf nachfolgenden Nachlaufrohres, eine Einfüllöffnung angeordnet ist.
Eine derartige Vorgehensweise hinsichtlich Aushub und Abförderung von Aushubmaterial hat innerhalb der offenen Bauweise für die Herstellung von Stollen und Tunneln aus vorge­ fertigten Rohren den besonderen Vorteil, bei beengten Platzverhältnissen, engen Straßen oder Trassen und insbesondere dann, wenn größere Entfernungen zu berücksichtigen sind, angewendet zu werden können. Dies gilt vornehmlich dann, wenn aufwendige Baustraßen oder Ausweichflächen für pendelnde Lastwagen erstellt werden müssen. Diese Rohrvor­ presseinrichtung ist nicht nur dann vorteilhaft anzuwenden oder einzusetzen, wenn der Rohrstrang unterhalb eines mit Verbautafeln verbauten Grabens verläuft. Auch ohne den Einsatz von Verbautafeln und im Hinblick auf einen verbreiterten Graben bringt die Art des Aushubs und Abförderung des Aushubmaterials erhebliche Vorteile.
Dennoch bringt auch eine solche Rohrvorpresseinrichtung, bei der das Eindringen von Wasser in den Rohrstrang durch eine Schottwand verhindert wird, insofern ein technisches Problem mit sich, als die erforderliche Einfüllöffnung in dem ersten, dem Schneidkopf nachfolgenden Nachlaufrohr angeordnet ist. Zum einen ergibt sich für die Schaufel des Aushubgerätes vom Aufnehmen des Aushubmaterials bis zur Übergabe in die Einfüllöff­ nung ein längerer Weg und zum anderen ergibt sich ein erheblicher technischer Aufwand, in die Stahlbetonwandung des Nachlaufrohres eine entsprechende Öffnung einzubringen, wobei auch die Wiederverwendung eines derartigen Rohrabschnitts für andere Verfahren ausgeschlossen ist.
Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, eine Rohrvorpresseinrichtung gemäß der im Oberbegriff des Anspruchs 1 vorgesehenen Gattung anzugeben, mit der auch bei beengten Oberflächenplatzverhältnissen das Abfördern des vom Schneidkopf hereinge­ wonnenen Aushubmaterials auf wirtschaftliche Weise möglich ist, und die bei geringerem technischen Aufwand eine beschleunigte Übergabe des Aushubmaterials an das Transport­ system ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die verschließbar ausgebildete Einfüllöffnung im oberen Mantelteil des Schneidkopfes im Anschluss an die Aushuböff­ nung vorgesehen ist, und dass der Einfüllöffnung ein durch eine Öffnung in der Schott­ wand hindurchgeführtes, gekapseltes Transportmittel nachgeschaltet ist.
Der besondere Vorteil der erfindungsgemäßen Rohrvorpresseinrichtung ist darin zu sehen, dass die erforderliche Bearbeitung des aus Stahlblech bestehenden Schneidkopfes für eine Einfüllöffnung einfacher ist, wobei ein besonderes Merkmal darin besteht, den Schneid­ kopf ohne große Probleme durch Verschließen der Einfüllöffnung umrüsten zu können. Um die Übergabe des Aushubmaterials in die Einfüllöffnung durch eine Baggerschaufel voll zu gewährleisten, ist es zweckmäßig, die Einfüllöffnung mit einer allseits umschlie­ ßenden Einlaufschurre zu versehen. Je nach Ausführung der Rohrvorpresseinrichtung, ins­ besondere im Hinblick auf den Rohrquerschnitt, erweist es sich als Vorteil, der Einfüllöff­ nung ein Transportmittel nachzuschalten, um eine zweckmäßige Übergabe auf das im Rohrstrang vorgesehene Transportsystem zu gestalten. Unabhängig von der Wahl des Transportmittels ist die im oberen Bereich der Schottwand befindliche Öffnung so abzu­ kapseln, dass vornehmlich das Eindringen von Wasser in den Rohrstrang vermieden wird.
Die einfachste und technisch am wenigsten aufwendige Lösung für ein solches Transport­ mittel scheint ein schräg verlaufendes Schurrenblech zu sein, das bei Bedarf aktivierbar sein sollte. Der Einsatz einer kontinuierlichen Fördereinrichtung könnte u. a. mit dem Vor­ teil verbunden sein, bei einer Wagenförderung größere Einheiten verwenden zu können, da eine größere Förderhöhe vorhanden wäre.
Insgesamt liegt ein besonderer Vorteil der Erfindung in der Möglichkeit, den Schneidkopf durch Verschließen der Einfüllöffnung im Bedarfsfall als auch, wenn erforderlich, die Aushuböffnung verschließbar zu gestalten und ohne Bearbeitung des Nachlaufrohres diese Einheiten für unterschiedliche Rohrvorpressverfahren verwenden zu können.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im nachfolgenden näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine schematisiert dargestellte Seitenansicht, teilweise im Schnitt, eines Schneidkopfes mit Einfüllöffnung und nachgeschaltetem Schurrenblech,
Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Schneidkopfes mit Einfüllöffnung und nachgeschaltetem kontinuierlichem Fördermittel und
Fig. 3 eine teilweise Draufsicht auf das in Fig. 2 dargestellte Ausführungsbei­ spiel.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel werden mehrere Betonrohre 1 von einer Pressgrube 5 aus mittels einer hydraulischen Vortriebseinrichtung 6 auf der Sohle eines Grabens 3 vorgedrückt, wobei der am vorderen Ende befindliche steuerbare Schneidkopf 2 den nicht freigelegten Teil des Grabens 3 anschneidet. Die Pressgrube 5 kann in üblicher Weise mit einer Vorpressschiene 7 und einem Widerlager 8 für die hydraulische Vor­ triebseinrichtung 6 ausgerüstet sein. Der Schneidkopf 2 ist üblicherweise doppelwandig ausgebildet. Er ist mit einem Steuerzylinder ausgerüstet und liegt unter Zwischenlage eines Druckringes 9 gegen das Stirnende des vorderen, als Nachlaufrohr 1 ausgebildeten Stahl­ betonrohres an. Die Seitenwände des Grabens 3 können durch Verbautafeln gehalten wer­ den.
Das Eindringen von Grundwasser in den Rohrstrang wird durch eine im Schneidkopf 2 lösbare Schottwand 11 verhindert. Der Schottwand 11 ist eine Leitplanke 12 zugeordnet, die von der unteren Mantellinie am vorderen Ende des Schneidkopfes 2 ausgehend keil­ förmig zur Schottwand 11 hin bis ca. zum halben Durchmesser ansteigt.
Das durch den Schneidkopf 2 angeschnittene und auszuhebende Material ist als Aushub­ material 13 bezeichnet. Der als Aushubgerät vorgesehene, nicht dargestellte Bagger greift mit seiner Schaufel durch die Aushuböffnung 10 in der oberen Mantelfläche des Schneid­ kopfes 2 und transportiert das Material in die innerhalb der oberen Mantelfläche des der Aushuböffnung 10 im Schneidkopf 2 nachfolgenden Einfüllöffnung 14. Die Einfüllöffnung 14 ist allseits mit einer lösbaren Einlaufschurre 16 umgeben. Unterhalb der Einfüllöffnung 14 ist ein zusätzliches Fördermittel vorgesehen, welches durch eine in der Schottwand 11 abgekapselte Öffnung 18 greift, um das gelöste Aushubmaterial in das im Rohrstrang be­ findliche Transportsystem 15 in Form eines Wagens oder beispielsweise Bandförderung zu übergeben. Nach dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es sich um ein Schurrenblech 17, während es sich in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 und Fig. 3 um ein kontinuierlich arbeitendes Fördermittel, beispielsweise um ein Fördeband 19 han­ delt.
Wie aus der Draufsicht nach Fig. 3 zu entnehmen ist, ist das Förderband 19 in der Breite so gestaltet, dass das Aushubmaterial mittig auf das Förderband 19 geführt wird. Das För­ derband 19, das u. a. auch als Kettenkratzerband ausgebildet sein kann, weist eine Antriebs­ rolle 21 mit einem Antrieb 20 und einer Umkehrrolle 22 auf. Durch die Positionierung des Förderbandes 19 unterhalb des oberen Mantelbereichs des Rohrstranges ist es möglich, große, dem Querschnitt des Rohrstranges angepasste Fördermittel 15 einzusetzen.
Bezugszeichenliste
1
Nachlaufrohr
2
Schneidkopf
3
Graben
5
Pressgrube
6
Vortriebseinrichtung
7
Verpressschiene
8
Widerlager
9
Druckring
10
Aushuböffnung
11
Schottwand
12
Leitplanke
13
Aushubmaterial
14
Einfüllöffnung
15
Transportsystem
16
Einlaufschurre
17
Schurrenblech
18
Öffnung in der Schottwand
19
Förderband
20
Antriebsmotor
21
Antriebswelle
22
Umkehrrolle

Claims (7)

1. Rohrvorpresseinrichtung mit einer Einrichtung zum Ausheben und Abfördern von Haufwerk zum Herstellen eines kombiniert in offener Bauweise und von einer Pressgrube aus im Rohrvorpressverfahren hergestellten, aus Rohrschüssen beste­ henden Rohrstranges für Stollen oder Tunnel, wobei sich unterhalb eines verbauten oder nicht verbauten Grabens der Rohrstrang anschließt und die Rohrvorpressein­ richtung einen Schneidkopf aufweist, der vom sich anschließenden Nachlaufrohr abgeschottet ist, und in dessen oberem Mantelteil eine Aushuböffnung vorgesehen ist, durch die das vom Schneidkopf angeschnittene Material mit einem Aushubgerät aushebbar und von diesem einem Transportsystem übergebbar ist, wobei die Rohr­ vorpresseinrichtung eine Einfüllöffnung für das mit dem Aushubgerät aus dem Schneidkopf ausgehobene Aushubmaterial zur Übergabe an ein innerhalb des Rohr­ stranges geführtes und bis in die Pressgrube reichendes Transportsystem aufweist, dadurch gekennzeichnet dass die verschließbar ausgebildete Einfüllöffnung (14) im oberen Mantelteil des Schneidkopfes (2) im Anschluss an die Aushuböffnung (10) vorgesehen ist, und dass der Einfüllöffnung (14) ein durch eine Öffnung (18) in der Schottwand (11) hindurchgeführtes, gekapseltes Transportmittel (17, 19) nachgeschaltet ist.
2. Rohrvorpresseinrichtung Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einfüll­ öffnung (14) allseits nach oben von einer Einlaufschurre (16) umgeben ist.
3. Rohrvorpresseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das der Einfüllöffnung (14) nachgeschaltete und durch die Öffnung (18) im oberen Bereich der Schottwand (11) führende Transportmittel als Schurrenblech (17) ausgebildet ist.
4. Rohrvorpresseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schurrenblech (17) beispielsweise durch Vibration zusätzlich aktivierbar ausgebil­ det ist.
5. Rohrvorpresseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das der Einfüllöffnung (14) nachgeschaltete Transportmittel als kontinuierlich arbeitendes Fördermittel, beispielsweise als Band- oder Kettenkratzer-Förderer (19) ausgebildet ist.
6. Rohrvorpresseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die um die Einfüllöffnung (14) angeordnete Einlaufschurre (16) lösbar mit dem oberen Mantelteil des Schneidkopfes (2) verbindbar angeordnet ist.
7. Rohrvorpresseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein­ füllöffnung (14) mit einem deckelartigen Blech verschließbar ausgebildet ist.
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