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DE2705950A1 - Verfahren und vorrichtung zum vorpressen eines rohres - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum vorpressen eines rohres

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Publication number
DE2705950A1
DE2705950A1 DE19772705950 DE2705950A DE2705950A1 DE 2705950 A1 DE2705950 A1 DE 2705950A1 DE 19772705950 DE19772705950 DE 19772705950 DE 2705950 A DE2705950 A DE 2705950A DE 2705950 A1 DE2705950 A1 DE 2705950A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pipe
space
cutting ring
compressed air
tube
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19772705950
Other languages
English (en)
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Polensky & Zoellner
Original Assignee
Polensky & Zoellner
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Polensky & Zoellner filed Critical Polensky & Zoellner
Priority to DE19772705950 priority Critical patent/DE2705950A1/de
Publication of DE2705950A1 publication Critical patent/DE2705950A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D9/00Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
    • E21D9/06Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining
    • E21D9/08Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining with additional boring or cutting means other than the conventional cutting edge of the shield
    • E21D9/0875Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining with additional boring or cutting means other than the conventional cutting edge of the shield with a movable support arm carrying cutting tools for attacking the front face, e.g. a bucket

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)

Description

  • Titel:
  • Verfahren und Vorrichtung zum Vorpressen eines Rohres Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Vorpressen eines Rohres, insbesondere in schwimmendem oder wasserführendem Gebirge, bei dem im Schutze eines am vorderen Ende des Rohres angeordneten, mit Steuereinrichtung versehenen Schneidenringes, der an der Ortsbrust anstehende Boden mit Maschinen gelöst und durch das vorzupressende Rohr abgefördert wird, wobei mindestens der von dem Schneidenring umgebene Raum mit Druckluft beaufschlagt und gegenüber dem unter Atmosphärendruck stehende Rohrraum abgeschlossen ist.
  • Der Rohrvorpreßbetrieb ist ein untertrdisches Durchörterungsverfahren, bei dem in der Regel von einem Schacht aus ein Rohr mit Pressen in das Erdreich eingepreßt wird, wobei gleichzeitig das ins Innere des Rohres eindringende Erdreich gelöst und durch das Rohr hindurch abgefördert wird.
  • Am vorderen Ende des einzupressenden Rohres ist ein meist lenkbarer Schneidenring angeordnet, der das Eindringen des vorderen Rohrrandes ins Erdreich erleichtert und in dessen Schutz der Ausbruch erfolgt. Hierbei wird das an der Ortsbrust anstehende Erdreich entweder von Hand oder mit arbeitsmaschinen gelöst und verladen, die im Schildraum des Schneidenringes untergebracht sind und von den Arbeitern gesteuert werden.
  • Insbesondere in schwimmendem oder stark wasserfUhrendem Gebirge, wie es beispielsweise beim Unterfahren von Wasserläufen ansteht, ist es notwendig, den von dem Schneidenring umgebenen Schildraum unter Überdruck zu halten, um das Hereinbrechen der Ortsbrust zu verhindern. Zu diesem Zwecke wird Druckluft in den Schildraum gepreßt. Die mit der Bedienung der Arbeitsmaschinen betrauten Personen müssen dann in diesem unter Überdruck stehenden Raum arbeiten, was zu einer erheblichen Gesundheitsbelastung dieser Personen führt. Um ernste Gesundheitsschäden zu vermeiden, können diese Personen deshalb immer nur verhältnismäßig kurze Zeit arbeiten, und das Ein- und Ausschleusen in den und aus dem Druckraum erfordert sehr lange Wartezeiten, die im Durchschnitt etwa anderthalb Stunden 3e Schleusung betragen. Trotz aller Vorsichtsmaßregeln sind Druckluft erkrankungen der im Druckraum beschäftigten Personen nicht auszuschließen, und das hohe gesundheitliche Risiko der im Druckraum arbeitenden Mannschaft muß durch hohe Löhne und Sozialleistungen ausgeglichen werden.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren und eine Vorrichtung für den Rohrvorpreßbetrieb unter Druckluft anzugeben9 wodurch der Aufenthalt von Arbeitskräften im Druckraum ganz vermieden werden kann.
  • Diese Aufgabe wird mit der Erfindung dadurch gelöst, daß die in dem abgeschlossenen, unter Luftuberdruck stehenden Raum untergebrachten Arbeitsmaschinen zum Lösen, Laden und Abfördern des Ausbruches sowie die zum Steuern des Schneidenringes vorgesehenen Einrichtungen vom Inneren des unter Atmosphärendruck stehenden Rohrraumes aus gesteuert werden.
  • Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß die zum Bedienen der Arbeitsmaschinen und zum Steuern des lenkbaren Schneidenringes erforderlichen Personen sich alle in einem vom Überdruck freien Raum befinden. Es ist deshalb nicht notwendig, die Arbeitszeit dieser Personen einzuschränken oder besondere Gefahrenzulagen zum Lohn dieser Personen aufzuwenden. Außerdem ist die gesamte Arbeitsmannschaft stets wirksam geschützt, wenn durch einen sogenannten Ausbläser" die Druckluft im Schildraum plötzlich entweicht und die Ortsbrust hereinbricht und den Schildraum in Sekundenschnelle ausfüllt. Da sich im Schildraum nach der Erfindung keine Menschen befinden, ist es in einem solchen Fall sogar möglich, schon während des Hereinbrechens der Ortsbrust mehr Druckluft in den Schildraum zu leiten und den Druck in diesem Raum kräftig zu erhöhen, um den Einbruch zum Stillstand zu bringen.
  • Um den Abtransport des gelösten Haufwerkes zu erleichtern, ist es zweckmäßig> mindestens zum Abfördern des Ausbruches Vorrichtungen zum Naßaufbereiten und zur Spulförderung zu verwenden. Das gelöste und in eine Aufgabevorrichtung geladene Ausbruchmaterial wird hierbei durch Zugabe von Wasser in einen Schlammbrei verwandelt, der ohne Schleusendurchgang unmittelbar durch ein Förderrohr mit einer Fördu pumpe abtransportiert werden kann.
  • Eine Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß der von dem Schneidenring umgebene, von Druckluft beauischlagte Schildraum gegenüber dem vorderen Ende des vorzutreibenden Rohres durch eine Wand abgeschlossen ist, in der mindestens ein bruchsicheres Fenster zum Beobachten der Ortsbrust und der Arbeitsmaschinen angeordnet ist, in dessen Nähe sich im Rohrraum die Steuerstände zum Steuern der Arbeitsmaschinen und der Steuereinrichtungen für den Schneidenring befinden.
  • Der Rohrraum, in dem sich die Mannschaft befindet, ist hierdurch gegenüber dem Schildraum, in welchem die Maschinen zum Lösen und Laden des Ausbruches arbeiten, sicher abgeschlossen. Gleichwohl ist es möglich, den ganzen Raum zu beobachten, in dem sich die Arbeitsmaschinen befinden.
  • An die Abschlußwand des Rohrraume s ist zweckmäßig eine Druckluftschleuse angeschlossen, damit der Schildraum zugänglich bleibt, wenn Reparaturen an den Maschinen notwendig werden oder wenn ein plötzlicher Einbruch der Ortsbrust bei Ausbläsern das Ausräumen des Sohildraumes von Hand erforderlich macht.
  • Besonders zweckmäßig ist es, wenn im vorderen Ende des Rohres eine Druckluftkammer angeordnet ist, die durch eine Zwischenwand von dem unter Atmosphärendruck stehenden Rohrraum abgetrennt ist und mit dem Schildraum in Verbindung steht und in dem die Vorrichtungen zum Naßaufbereiten des abgeförderten Ausbruchmaterials und die Arbeitsmaschinen zum Lösen und Laden des Ausbruches angeordnet sind.
  • Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß sich alle ArbeLtsmaschinen im Schutz des vorzutreibenden Rohres selbst befinden und nur mit ihren Auslegern, Förderbändern od.dgl.
  • in den von dem Schneidenring umgebenen Schildraum hineinragen. Die Maschinen werden hierdurch bei einem Shbruch des Gebirges nicht so leicht verschüttet, und es steht im Bereich des Schneidenringes mehr Arbeitsraum für die Werkzeuge zur Verfügung. Außerdem ist die Ortsbrust vom geschützten Steuerstand aus besser einzusehen.
  • In der Zwischenwand kann vorteilhaft noch ein Sichtfenster zum Beobachten der in der Druckluftkammer untergebrachten Maschinen angeordnet sein. Ferner ist es zweckmäßig, die Schleuse an die Druckluftkammer anzuschließen, um von dort her den Überdruckraum im Bedarfsfall betreten zu können.
  • In dem Schildraum des Schneidenringes ist zweckmäßig eine Tauchwand angeordnet, die an dem Schneidenring befestigt ist. Eine solche Tauchwand verhindert, daß sich der Schildraum beim plötzlichen Ausblasen der Druckluft durch das Erdreich vollständig mit dem hereingebrochenen Material füllt, da sich hinter der Tauchwand eine Luftblase bildet.
  • Im oberen Bereich des Schneidenringes ist in der Nähe seiner Schneidkante vorteilhaft eine flexible Schürze zum Abdecken des oberen Teiles der Ortsbrust angeordnet, Diese Schürze wird von der Druckluft gegen die Ortsbrust gepreßt und dichtet den oberen Teil des Schildraumes gegen die Erde ab, so daß bei einer Gefügelockerung im Bereich des oberen Schneidenrandes dort keine Luft entweichen kann.
  • Außerdem hält die zweckmäßig aus einer Kunststoffolie bestehende Schürze den anstehenden Boden im oberen Teil des Ausbruchquerschnittes zurück, so daß dieser nicht wahllos hereinfällt, sondern hinter der Schürze in den unteren Bereich rutscht, wo er von den Löse- und Lademaschinen erfaßt und abtransportiert wird.
  • Die Erfindung wird durch die Zeichnung an AusfUhrungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 das vordere Ende eines ins Erdreich vorgepreßten Tunnelrohres im Grundriß, Fig. 2 den Gegenstand der Fig. 1 in einem Längsschnitt nach Linie II - II, Fig. 3 den Gegenstand der Fig. 1 in einem Teilschnitt nach Linie III - III, Fig. 4 ein anderes Ausführungsbeispiel eines nach der Erfindung vorgetriebenen Rohres im Grundriß, und Figuren 5, 6 und 7 verschiedene Querschnittsformen von für den Rohrvortrieb nach der Erfindung geeigneten Rohren.
  • In den Zeichnungen ist mit 10 ein Tunnelrohr bezeichnet, das aus mehreren Rohrabschnitten 10a, 70b, 70c usw. besteht, die in einem hier nicht näher dargestellten Schacht auf die gewünschte Einbautiefe abgelassen worden sind und von dort aus einer an den anderen anscßend mit Pressen, die sich gegen ein im Schacht angeordnetes Widerlager abstützen, im Erdreich vorgepreßt werden. Die Rohrabschnitte 10a, 10b und 10c sind an ihren Stoßstellen 11 mit Stahlmaaschetten 12 überdeckt und in bekannter Weise abgedichtet.
  • Am vorderen Ende 13 des ersten Rohrabschnittes 10a ist ein Schneidenring 14 angeordnet, der aus einem mit einer Aussteifung 15 versehenen Stahlblechmantel besteht, dessen vordere Schneide 16 in das Erdreich 17 eindringt und dessen hinterer Ringschwanz 18 den Außenumfang des Rohres 10 übergreift. Zwischen der Aussteifung 15 und dem vorderen Stirnrand 19 des ersten Rohrabschnittes 10a sind mehrere, hydraulisch betätigte Einrichtungen 20, wie Steuerpressen od.dgl. angeordnet, mit denen der Schneidenring 14 gegenüber dem ersten Rohrabschnitt lOa des Rohres 10 in seiner Richtung verstellt und hierdurch "gelenkt" werden kann.
  • Im oberen Bereich 21 des Schneidenringes 14 ist in der Nähe der Schneidkante 16 eine flexible Schürze 22 befestigt, die aus einer kräftigen Kunststoffolie besteht und den oberen Teil 23 der Ortsbrust 24 abdeckt. Ferner ist in dem von dem Schneidenring 14 umgebenen Schildraum 25 eine Tauchwand 26 angeordnet, die am oberen Bereich 21 des Schneidenringes 14 befestigt ist.
  • Der Innenraum 27 des vorzupressenden Rohres 10, im folgenden auch kurz "Rohrraumw bezeichnet, ist gegenüber dem Schildraum 25 durch eine Wand 28 abgeschlossen, in der sich ein bruchsicheres Fenster 29 befindet. Bei dem in den Figuren 1 - 3 dargestellten JI'isfuhx'mgsbeispiel ist außerdem im vorderen Ende 30 des Rohres 10 eine Druckluftkammer 31 angeordnet, die durch eine Zwischenwand 32 vom Rohrraum 27 abgetrennt ist und mit dem Schildraum 25 in Verbindung steht. An die Druckluftkamnser 31 schließt sich nach rückwärts eine Druckluftschleuse 33 an, deren Schleusenwände 34 und 35 mit Durchstiegbffnungen 36 und 37 versehen sind und die auch als kombinierte Personen- und Materialachleuse ausgebildet sein kann.
  • Bei dem in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist in der Druckluftkammer 31 ein Aufgabebehälter 38 mit Rührwerk angeordnet, in welchen eine Löse- und Lademaschine fördert, die in ihrer Gesamtheit mit 39 bezeichnet ist. Diese Maschine 39 besitzt ein Fahrwerk 40, mit dem sie auf einer teils im Druckluftraum 31 und teils im Schildraum 25 angeordneten Gleisfahrbahn 41 ein stück vor-und zurückfahren kann. Sie hat an ihrer der Ortsbrust 24 zugewandten Seite einen Ausleger 42 mit am Znde angeordneten Lösewerkzeugen 43, beispielsweise einem Stachelrad od.
  • dgl., welche das anstehende Erdreich an der Ortsbrust 24 lockern und auf einen Stetigförderer, beispielsweise einen Kratzförderer oder ein Förderband laden, der im Inneren des Auslegers 42 angeordnet ist und den Ausbruch auf ein weiteres Förderband 44 abwirft, welches seinerseits das Fördergut in den Aufgabebehälter 38 weiterleitet. In diesem Aufbereitungsgefäß 38 wird dem Ausbruchmaterial durch eine hier nur angedeutete Leitung 45 wasser zugegeben, so daß unter ständigem Rühren ein Schlammbrei entsteht, der von einer im Rohrraum 27 angeordneten Schlammpumpe 46 durch eine Schlammleitung 47 abgezogen und stetig abgefördert wird. Anstelle der Abförderung im Spülverfahren ist natürlich auch eine chargenweise Abförderung mit Kipploren durch die Schleuse 33 möglich, die dann natürlich auch als Materialschleuse ausgebildet werden muß0 Die Arbeit der Löse- und Lademaschine 39 und des Aufbereitungsgerätes 38 mit dem Rührwerk kann durch das bruchsichere Fenster 29 und ein weiteres Sichtfenster 48 in der Zwischenwand 32 beobachtet werden. In der Nähe dieser Fenster 29 und 48 befinden sich auch die Steuerstände 49 und 50 zum Steuern der Arbeitsmaschinen 38 und 39 und der Steuereinrichtungen 20 für den Schneidenring 14. Diese Steuerstände sind Rurch hier nicht näher dargestellte Steuerkabel mit den Arbeitsmaschinen 38 und 39 bzw. mit den Steuereinrichtungen 20 des Schneidenringe s 14 verbunden, wobei diese Steuerleitungen durch die Abschlußwand 28 bzw. die Zwischenwand 32 hindurchgeführt sind.
  • Anstelle der Drahtsteuerung kann auch eine drahtlose Steuerung der Arbeitsmaschinen und Steuereinrichtungen für den Schneidenring durch Funk vorgesehen werden.
  • Während im Rohrraum 27 Atmosphärendruck herrscht, wird der Schildraum 25 und die Druckluftkammer 31 mit Druckluft beaufschlagt, deren Druck dem Gebirgsdruck oder Wasserdruck entspricht, der in der Tiefe des vorzupressenden Rohres wirksam ist. Die Druckluft wird dem Schildraum durch eine Druckluftleitung 51 zugeführt, welche im Rohrraum 27 verlegt ist und im Schildraum 25 mündet.
  • Um den Vorschub des Tunnelrohres 10 zu erleichtern und die Mantelreibung des Tunnelrohres herabzusetzen, wird an mehreren Stellen des Umfanges durch eine Leitung 52 eine thixotrope Flüssigkeit, beispielsweise eine Bentonitsuspension an den Außenumfang des Rohres 10 geleitet.
  • Bei dem in Figur 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist keine Druckluftkammer vorgesehen, sondern der Innenraum 27 des Tunnelrohres 10 ist in seinem vollen Querschnitt durch die Wand 28 gegenüber dem Schildraum 25 abgeschlossen. Das Löse- und Ladegerät 39 und der Aufgabebehälter 38 sind hier in dom Schildraum 25 selbst untergebracht.
  • Die Druckluftschleuse 33 schließt hierbei unmittelbar an die Abschlußwand 28 an. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel befinden sich in dem unter Überdruck stehenden Schildraum 25 keine Personen, und die Arbeitsmaschinen 38 und 39 werden auch hier vom Steuerstand 49 aus betätigt, der in dem unter Atmosphärendruck stehenden Rohrraum 27 in der Nähe eines Fensters 29 angeordnet ist, von dem aus die Ortsbrust 24 beobachtet werden kann.
  • Das vorzutreibende Rohr 10 kann beliebige Querschnitte haben, von denen in den Figuren 5 bis 7 einige dargestellt sind. In erster Linie werden Kreisquerschnitte verwendet, bei denen das Rohr im vorderen Teil durch eine Zwischenwand unterteilt werden kann, so daß sich eine zusätzliche Druckluftkammer ergibt, wie sie in den Figuren 1 bis 3 dargestellt ist. Daneben sind Rechteckquerschnitte oder Ovalquerschnitte möglich, welche zwei voneinander getrennte, durchgehende Kanalöffnungen haben, wie dies in Figur 7 angedeutet ist.
  • Während das Rohr 10 kontinuierlich vom Schacht aus mit den Hauptpressen oder von einer Zwischenstation aus vorgepreßt wird und die Schneide 16 des Schneidenringes 14 in das Erdreich 17 eindringt, löst die Löse- und Lademaschine das an der Ortsbrust 24 anstehende Erdreich kontinuierlich ab und fördert es in den Aufgabebehälter 38, wo es mit Wasser vermischt wird und als Schlamm durch die Schlammleitung 47 von der Pumpe 46 laufend abgezogen und ins Freie befördert wird. Während dieser Zeit steht der Schildraum 25 und bei dem Ausführungsbeispiel in den Figuren 1 bis 3 auch der Druckluftraum 31 unter ueberdruck, welcher durch Druckluft erzeugt wird. Weder im Schildraum 25 noch im Druckluftraum 31 befinden sich hierbei Menschen. Die gesamte Mannschaft zur Bedienung der Maschinen und zum Steuern der Steuerpressen 20, welche den Schneidenring 14 veratellen und ausrichten, um die Vorschubrichtung des Rohres 10 zu beeinflussen, befindet sich im Inneren des unter Atmosphärendruck stehenden Rohrraumes 27. Sie steuert von den Steuerständen 49 und 50 aus alle Maschinen in den unter Überdruck stehenden Räumen 25 und 31.
  • Die Erfindung ist nicht auf die usführungsbeispiele beschränkt. Beispielsweise ist es auch möglich, die Ortsbrust 24 bereits im Spülverfahren zu lösen und den gelösten Schlamm sogleich weiterzuleiten. Hierbei müssen natürlich andere Maschinen eingesetzt werden, die jedoch ebenfalls vom Rohrraum 27 aus ferngesteuert werden können0 Außerdem ist es möglich, die Druckluftkammer 31 nicht seitlich neben dem mit den Steuerständen ausgerüsteten Teil des Rohrraumes 27, sondern unter diesem Raum anzuordnen. In diesem Fall würden sich dann die Steuerstände wie auf der Brücke eines Schiffes oberhalb der Maschinenaggregate befinden. Ferner kann das vorzutreibende Rohr auch noch andere Querschnitte haben, ohne daß hierdurch der Rahmen der erfindung überschritten wird0 L e e r s e i t e

Claims (1)

  1. Titel: Verfahren und Vorrichtung zum Vorpressen eines Rohres Patentan sp rUche 1.) Verfahren zum Vorpressen eines Rohres, insbesondere in schwimmendem oder wasserführendem Gebirge, bei dem im Schutze eines am vorderen Ende des Rohres angeordneten, mit Steuereinrichtungen versehenen Schneidenringes der an der Ortsbrust anste>ande Boden mit Maschinen gelöst und durch das vorzupressende Rohr abgefördert wird, wobei mindestens der von dem Schneidenring umgebene Raum mit Druckluft beaufschlagt und gegenuber dem unter Atmosphärendruck stehenden Rohrraum abgeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem abgeschlossenen, unter LuftUberdruck stehenden Raum untergebrachten Arbeitsmaschinen zum Lösen, Laden und Abfördern des Ausbruches sowie die zum Steuern des Schneidenringes vorgesehenen Einrichtungen vom Inneren des unter Atmosphärendruck stehenden Rohrraumes aus gesteuert werden.
    2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zum Abfördern des Ausbruches Vorrichtungen zum Naßaufbereiten und zur SpUlSörderung verwendet werden.
    3.) Vorrichtung, insbesondere zum AusUben des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der von dem Schneidenring (14) umgebene, von Druckluft beaufschlagte Schildraum (25) gegenüber dem vorderen Ende (30) desmorzutreibenden Rohres (10) durch eine Wand (28) abgeschlossen ist, in der mindestens ein bruchsicheres Fenster (29) zum Beobachten der Ortsbrust (24) und der Arbeitsmaschinen (38,39) angeordnet ist, in dessen Nähe sich im Rohrraum (27) die Steuerstände (49,50) zum Steuern der hrbeitsmaschinen (38,39) und der Steuereinrichtungen (20) fur den Schneidenring (14) befinden.
    4.) Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an die Abschlußwand (28) des Rohrraumes (27) eine Druckluftschleuse (33) angeschlossen ist.
    5.) Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß im vorderen Ende (30) des Rohres (10) eine Druckluftkammer (31) angeordnet ist, die durch eine Zwischenwand (32) von dem unter Atmosphärendruck stehenden Rohrraum (27) abgetrennt ist und mit dem Schildraum (25) in Verbindung steht und in dem die Vorrichtungen (38) zum Naßaufbereiten des abzufördernden Ausbruchmaterials und die Arbeitsmaschinen (39) zum Lösen und Laden des Ausbruchmaterials angeordnet sind.
    6.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zwischenwand (32) ein Sichtfenster (48) zum Beobachten der in der Druckluftkammer (31) untergebrachten Maschinen (38,39) angeordnet ist.
    7.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleuse (33) an die Druckluftkammer (31) angeschlossen ist0 8.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Schildraum (25) eine Tauchwand (26) angeordnet ist, die an dem Schneidenring (14) befestigt ist.
    9.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß im oberen Bereich (21) des Schneidenringes (14) in der Nähe seiner Schneidkante (16) eine flexible Schürze (22) zum Abdecken des oberen Teiles (23) der Ortsbrust (24) angeordnet ist.
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