DE10029865A1 - Reflexionslichtschranke - Google Patents
ReflexionslichtschrankeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Reflexionslichtschranke (1) zur Erfassung von Objekten in einem Überwachungsbereich DOLLAR A mit einem Sendelichtstrahlen (2) emittierenden Sender (3) und einem Empfangslichtstrahlen (4) empfangenden Empfänger (5) auf einer Seite des Überwachungsbereichs sowie einem Reflektor (8) auf der anderen Seite des Überwachungsbereichs. DOLLAR A Zudem sind vor dem Sender (3) und dem Empfänger (5) Polarisationsfilter (14, 15) angeordnet. DOLLAR A In einer Auswerteeinheit (6) wird aus dem Empfangssignal des Empfängers (5) durch Vergleich mit einem Schwellwert S ein binäres Schaltsignal mit einem ersten und zweiten Schaltzustand generiert. DOLLAR A Der Empfänger weist zur Vermeidung von Fehldetektionen im Nahbereich ein Nahelement (9) und ein Fernelement (10) auf.
Description
Die Erfindung betrifft eine Reflexionslichtschranke gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Derartige Reflexionslichtschranken weisen an einem Ende eines Überwa
chungsbereichs einen Sendelichtstrahlen emittierenden Sender und einen
Empfangslichtstrahlen empfangenden Empfänger auf. Am anderen Ende des
Überwachungsbereichs befindet sich ein Reflektor.
Vor dem Sender und dem Empfänger ist typischerweise jeweils ein lineares
Polarisationsfilter angeordnet, wobei die Polarisationsrichtung der Polarisati
onsfilter um 90° zueinander gedreht sind.
Bei freiem Strahlengang der Reflexionslichtschranke treffen die durch das
erste, dem Sender zugeordnete Polarisationsfilter geführten Sendelichtstrahlen
auf den Reflektor und werden dort in Richtung des Empfängers reflektiert. Bei
der Reflexion am Reflektor wird ein relativ großer Anteil der Empfangslicht
strahlen depolarisiert, so dass ein relativ großer Anteil das zweite Polarisati
onsfilter vor dem Empfänger durchsetzt und so ein oberhalb eines Schwell
werts liegendes Empfangssignal generiert. Dementsprechend nimmt die Refle
xionslichtschranke einen ersten binären Schaltzustand "ein" ein, der über ei
nen Schaltausgang ausgegeben wird.
Befindet sich ein Objekt, insbesondere ein Spiegel oder ein diffus reflektieren
der Gegenstand im Überwachungsbereich, so liegt die Amplitude des Emp
fangssignals am Empfänger im allgemeinen unterhalb des Schwellwerts, so
dass die Reflexionslichtschranke den Schaltzustand "aus" einnimmt, was einer
Objektdetektion entspricht.
Der Wechsel des Schaltzustandes beruht darauf, dass bei Eintritt eines Objek
tes in den Überwachungsbereich die Sendelichtstrahlen bei einer Reflexion an
der Objektoberfläche nur geringfügig depolarisiert werden. Damit treffen im
wesentlichen linear polarisierte Empfangslichtstrahlen auf das Polarisations
filter vor dem Empfänger und werden aufgrund ihrer Polarisationsrichtung dort
ausgefiltert, so dass sie nicht mehr auf den Empfänger treffen.
Probleme treten jedoch dann auf, wenn im Nahbereich unmittelbar vor dem
Sender und Empfänger insbesondere spiegelnde Objekte angeordnet sind, wel
che die Sendelichtstrahlen gerichtet auf den Empfänger zurückreflektieren.
Obwohl bei der Reflexion an der Oberfläche des spiegelnden Objektes nur ein
geringer Anteil der Empfangslichtstrahlen depolarisiert wird, reicht dieser
Anteil aufgrund der großen Amplitude der Empfangssignalen aus, damit am
Ausgang des Empfängers ein Empfangssignal erhalten wird, welches oberhalb
des Schwellwerts liegt. Dadurch wird fälschlicherweise ein freier Strahlengang
der Reflexionslichtschranke vorgetäuscht.
Dieser Effekt begrenzt insbesondere die mit der Reflexionslichtschranke er
zielbaren Reichweiten. Zur Erzielung hoher Reichweiten muss zum einen die
Sendeleistung des Senders ausreichend hoch gewählt werden. Zudem kann der
Schwellwert nicht gleichzeitig beliebig hoch gewählt werden, da dadurch die
Nachweisempfindlichkeit der Reflexionslichtschranke in unerwünschter Weise
verringert würde. Demzufolge lässt sich die Forderung großer Reichweiten bei
gleichzeitiger Vermeidung von Fehldetektionen im Nahbereich mit derartigen
Reflexionslichtschranken nicht in Einklang bringen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Reflexionslichtschranke der
eingangs genannten Art derart auszubilden, dass bei einer möglichst großen
Reichweite Objekte im gesamten Überwachungsbereich sicher erfassbar sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des Anspruchs 1 vorgesehen.
Vorteilhafte Ausführungsformen und zweckmäßige Weiterbildungen der Er
findung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Der Empfänger der erfindungsgemäßen Reflexionslichtschranke weist ein
Nahelement und ein Fernelement auf. In der dem Empfänger nachgeordneten
Auswerteeinheit wird die Differenz der die Empfangssignale bildenden Aus
gangssignale des Nah- und Fernelements bewertet.
Befindet sich ein Objekt in einem sich von dem vorzugsweise an den Sender
und Empfänger angrenzenden Rand des Überwachungsbereichs bis zu einer
vorgegebenen Distanz zu dem Reflektor erstreckenden Nahbereich, so wird
zumindest ein Teil der Empfangslichtstrahlen auf das Nahelement reflektiert,
wodurch das Schaltsignal einen zweiten Schaltzustand einnimmt. Demgegen
über liegt der Reflektor außerhalb dieses Nahbereichs, so dass bei freiem
Strahlengang das Schaltsignal einen ersten Schaltzustand einnimmt.
Der Grundgedanke der Erfindung liegt somit darin, dass bei einem im Nahbe
reich befindlichen Objekt ein so großer Teil der Empfangslichtstrahlen auf das
Nahelement trifft, dass unabhängig von der Oberflächenbeschaffenheit der
zweite Schaltzustand erhalten wird. Dagegen liegt der Reflektor außerhalb des
Nahbereichs. Der Schwellwert ist dabei so gewählt, dass in jedem Fall der
erste Schaltzustand erhalten wird.
In einer ersten Ausführungsform schließt der Reflektor unmittelbar an den
Nahbereich an, so dass sich der Nahbereich nahezu über den gesamten Über
wachungsbereich erstreckt. In diesem Fall können durch die Differenzbildung
der Ausgangssignale am Nah- und Fernelement sehr sicher Objekte mit belie
biger Oberflächenbeschaffenheit vom Reflektor unterschieden werden. Insbe
sondere können auch transparente Objekte sicher erfasst werden.
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung schließt der Re
flektor nicht unmittelbar an den Nahbereich an, sondern befindet sich in er
heblich größerer Entfernung, so dass zwischen dem Nahbereich und dem Re
flektor ein Zwischenbereich entsteht.
In dem vorzugsweise einstellbaren Nahbereich wird eine Fehlfunktion durch
insbesondere spiegelnde Objekte sicher vermieden, da der Anteil der auf das
Nahelement treffenden Empfangslichtstrahlen so groß ist, dass mit Sicherheit
der zweite Schaltzustand erhalten wird.
In dem Zwischenbereich wird der Umstand ausgenutzt, dass die Distanz von
dort befindlichen Objekten zum Empfänger so groß ist, dass die Amplituden
der Ausgangssignale am Nah- und Fernelement unabhängig von deren Vertei
lung nicht ausreichen, um einen dem freien Strahlengang entsprechenden ers
ten Schaltzustand zu generieren.
Somit kann der Sender problemlos bei hoher Sendeleistung betrieben werden,
ohne dass die Gefahr von Fehldetektionen besteht.
Damit sind mit der erfindungsgemäßen Reflektionslichtschranke große Reich
weiten von bis zu 20 m erreichbar, ohne dass eine Gefahr von Fehldetektionen
insbesondere im Nahbereich besteht.
Die Erfindung wird im nachstehenden anhand der Zeichnungen erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 Schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels der erfin
dungsgemäßen Reflexionslichtschranke.
Fig. 2 Distanzabhängigkeit der Empfangssignale und der Schaltsignale
für eine erste Ausführungsform der Reflexionslichtschranke gemäß
Fig. 1.
Fig. 3 Distanzabhängigkeit der Empfangssignale und der Schaltsignale
für eine zweite Ausführungsform der Reflexionslichtschranke ge
mäß Fig. 1.
Fig. 4 Distanzabhängigkeit der Empfangssignale und der Schaltsignale
für eine dritte Ausführungsform der Reflexionslichtschranke ge
mäß Fig. 1.
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Reflexionslicht
schranke 1 zur Erfassung von Objekten in einem Überwachungsbereich. Auf
einer Seite des Überwachungsbereichs befindet sich ein Sendelichtstrahlen 2
emittierender Sender 3 und ein Empfangslichtstrahlen 4 empfangender Emp
fänger 5. Der Sender 3 und der Empfänger 5 sind an eine gemeinsame Aus
werteeinheit 6 angeschlossen und in einem Gehäuse 7 integriert.
An der gegenüber liegenden Seite des Überwachungsbereichs befindet sich ein
Reflektor 8. Der Reflektor 8 ist vorzugsweise von einem Tripel-Reflektor ge
bildet. Alternativ kann der Reflektor 8 aus einer Reflexfolie bestehen. Bei frei
em Strahlengang sind die vom Sender 3 emittierten Sendelichtstrahlen 2 zum
Reflektor 8 geführt und werden als Empfangslichtstrahlen 4 zurück zum
Empfänger 5 reflektiert.
Der Sender 3 besteht aus einer Sendediode und emittiert vorzugsweise Sende
lichtstrahlen 2 im roten, sichtbaren Bereich. Der Empfänger 5 weist ein Nah
element 9 und ein Fernelement 10 auf, welche von einer Differentialdiode ge
bildet sind. Bei geringen Distanzen des Reflektors 8 oder eines Objektes im
Überwachungsbereich werden die am Reflektor 8 oder Objekt reflektierten
Empfangslichtstrahlen 4 vorwiegend auf das Nahelement 9 geführt, während
bei größeren Distanzen die Empfangslichtstrahlen 4 vorwiegend auf das Fern
element 10 treffen.
Die Ausgangssignale des Nah- 9 und Fernelements 10 werden in die Auswer
teeinheit 6 eingelesen, die von einem Microcontroller oder dergleichen gebil
det ist.
Von der Auswerteeinheit 6 wird ein Schaltausgang 11 zur Ausgabe eines binä
ren Schaltsignals angesteuert. Je nachdem ob ein Objekt im Überwachungsbe
reich detektiert wird oder nicht, nimmt das Schaltsignal einen ersten oder
zweiten Schaltzustand ein.
Dem Sender 3 ist eine Sendeoptik 12 zur Strahlformung der Sendelichtstrahlen
2 nachgeordnet. Dem Empfänger 5 ist eine Empfangsoptik 13 zur Fokussie
rung der Empfangslichtstrahlen 4 auf den Empfänger 5 vorgeordnet. Die Sen
deoptik 12 und die Empfangsoptik 13 befinden sich in der Frontwand des Ge
häuses 7.
Zwischen dem Sender 3 und dem Empfänger 5 ist ein erstes Polarisationsfilter
14 angeordnet. Vor dem Empfänger 5 ist ein zweites Polarisationsfilter 15 an
geordnet. Die Sende- 2 und Empfangslichtstrahlen 4 werden beim Durchgang
durch das jeweilige Polarisationsfilter 14, 15 linear polarisiert, wobei die Pola
risationsrichtungen der Polarisationsfilter 14, 15 um 90° gegeneinander ge
dreht sind. Alternativ kann hinter der Sende- 12 und Empfangsoptik 13 ein
Polarisationsfilter angeordnet sein, mittels dessen die Sende- 2 und Empfangs
lichtstrahlen 4 zirkular polarisiert werden.
Dem Empfänger 5 ist ein Umlenkspiegel 16 vorgeordnet, der in einer Einstell
richtung verschiebbar angeordnet ist. Der Umlenkspiegel 16 bildet somit eine
Umlenkeinheit mittels derer das Verhältnis der auf das Nah- 9 und Fernele
ment 10 auftreffenden Empfangslichtstrahlen 4 einstellbar ist. Vorzugsweise
wird der Umlenkspiegel 16 zur Einstellung über eine nicht dargestellte Stell
schraube oder dergleichen manuell betätigt.
Bei freiem Strahlengang der Reflexionslichtschranke 1 treffen die linear pola
risierten Sendelichtstrahlen 2 auf den Reflektor 8 und werden von dort als
Empfangslichtstrahlen 4 reflektiert. Durch die Reflexion am Reflektor 8 sind
die Empfangslichtstrahlen 4 stark depolarisiert, typischerweise zu einem Pro
zentsatz von mehr als 50%. Dadurch durchsetzt ein relativ hoher Anteil der
Empfangslichtstrahlen 4 das dem Empfänger 5 vorgeordnete Polarisationsfilter
15, so dass die Ausgangssignale am Nah- 9 und Fernelement 10 entsprechend
hoch sind.
Bei einem im Überwachungsbereich befindlichen nicht transparenten Objekt
werden die Sendelichtstrahlen 2 bei der Reflexion an der Objektoberfläche
nicht oder nur geringfügig depolarisiert, so dass die Ausgangssignale am Nah- 9
und Fernelement 10 eine entsprechend geringe Amplitude aufweisen.
Erfindungsgemäß wird in der Auswerteeinheit 6 als Empfangssignal die Diffe
renz der Ausgangssignale des Nah- 9 und Fernelements 10 gebildet und dann
mit einem Schwellwert S verglichen.
Bei der Ausführungsform ist das Empfangssignal von der Differenz D
D = F - N
gebildet, wobei F das Ausgangssignal des Fernelements 10 und N das Aus
gangssignal des Nahelements 9 bildet.
Fig. 2 zeigt schematisch den distanzabhängigen Verlauf des so erhaltenen
Empfangssignals. Die mit A bezeichnete Kurve stellt den Verlauf des Emp
fangssignals bei freiem Strahlengang dar, der für einen in verschiedenen Dis
tanzen s angeordneten Reflektor 8 erhalten wird. Die mit B bezeichnete Kurve
stellt den Verlauf des Empfangssignals für ein in verschiedenen Distanzen s
angeordnetes Objekt dar. Dabei kann das Objekt von einem Spiegel gebildet
sein, an welchem die Sendelichtstrahlen 2 gerichtet reflektiert werden. Alter
nativ kann das Objekt eine diffus reflektierende Oberfläche aufweisen.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind die Empfangssignale A und B in einem von
s = 0 bis s = s1 reichenden Distanzbereich negativ. Dieser Entfernungsbereich
bildet einen Nahbereich, innerhalb dessen die Empfangslichtstrahlen 4 vor
wiegend auf das Nahelement 9 auftreffen. Die Größe des Nahbereichs ist mit
tels der Umlenkeinheit einstellbar.
Mit größer werdender Distanz treffen die Empfangslichtstrahlen 4 vorwiegend
auf das Fernelement 10, so dass die Empfangssignale A und B positiv werden.
Der Schwellwert S ist positiv, wobei dessen Betrag im vorliegenden Ausfüh
rungsbeispiel so gewählt ist, dass das Empfangssignal A bei freiem Strahlen
gang bei einer Distanz s0 dem Schwellwert S entspricht, die dicht oberhalb der
Grenze s1 des Nahbereichs liegt.
Der Reflektor 8 wird in diesem Fall vorzugsweise dicht oberhalb der Position
s0 positioniert, so dass bei freiem Strahlengang gerade der Schwellwert S über
schritten wird.
Dementsprechend nimmt dann das Schaltsignal am Schaltausgang 11 wie in
Fig. 2 dargestellt den Schaltzustand "ein" ein.
Dringt ein Objekt in den Strahlengang der Reflexionslichtschranke 1 ein, so
wechselt das Schaltsignal in den Schaltzustand "aus", da das Empfangssignal
B unterhalb des Schwellwert S liegt.
Besonders vorteilhaft hierbei ist, dass Objekte auch dicht vor dem Reflektor 8
erfassbar sind. Zudem können auch transparente Objekte sicher erfasst werden,
da auch bereits kleine Dämpfungen beim Durchgang der Sendelichtstrahlen 2
durch das transparente Objekt erfasst werden können.
In Fig. 2 ist der typische Signalverlauf des Empfangssignals A im wesentli
chen nur in dem dem Nahbereich entsprechenden Entfernungsbereich darge
stellt. Fig. 3 zeigt den Verlauf des Empfangssignals bei freiem Strahlengang
auch für größere Distanzen.
Entsprechend Fig. 2 ist auch in Fig. 3 das Empfangssignal A innerhalb des
dem Nahbereich entsprechenden Entfernungsbereichs zwischen s = 0 und
s = s1 negativ. Das Empfangssignal A erreicht den Schwellwert S wiederum
bei s = s0.
Mit größer werdender Distanz steigt das Empfangssignal zunächst weiter an,
erreicht dann sein Maximum und fällt dann wieder ab, wobei auch bei großen
Distanzen das Empfangssignal A oberhalb des Schwellwerts S liegt.
Erfindungsgemäß kann der Reflektor 8 in großen Distanzen zum Sender 3 und
Empfänger 5 positioniert werden, wobei dennoch im gesamten Überwa
chungsbereich eine sichere Objektdetektion gewährleistet ist. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel wird der Reflektor 8 vorzugsweise in einer Distanz s2
positioniert, die typischerweise in der Größenordnung von 20 m liegt.
Im Nahbereich zwischen s = 0 und s = s1 werden die Empfangslichtstrahlen 4
vorwiegend auf das Nahelement 9 geführt, so dass das Empfangssignal B bei
einem Objekteingriff negativ ist und mit Sicherheit unterhalb dem Schwellwert
S liegt, so dass Fehldetektionen insbesondere auch bei stark reflektierenden
Objekten ausgeschlossen sind.
Der Entfernungsbereich zwischen s = s1 und s = s2 bildet einen Zwischenbe
reich, in welchem die Amplituden der Ausgangssignale am Nah- 9 und Fern
element 10 durch die große Objektdistanz auch bei stark reflektierenden Ob
jekten so niedrig sind, dass durch die Filterwirkung der Polarisationsfilter 14,
15 das Empfangssignal sicher unterhalb des Schwellwerts S liegt. Damit sind
auch im Zwischenbereich Fehldetektionen ausgeschlossen sind.
Fig. 4 zeigt eine zweite Ausführungsform der Erfindung. Im Gegensatz zu der
Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist in diesem Fall das Empfangssignal aus der
Differenz D
D = N - F
gebildet, wobei N wiederum das Ausgangssignal des Nahelements 9 und F das
Ausgangssignal des Fernelements 10 darstellt.
Analog zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 wird diese Differenz mit
einem Schwellwert S (S < 0) bewertet.
In Fig. 4 ist wiederum das bei freiem Strahlengang erhaltene distanzabhängi
ge Empfangssignal mit A bezeichnet, während mit B das Empfangssignal bei
einem Objekteingriff bezeichnet ist.
Im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 sind nun die Emp
fangssignale A und B im Nahbereich zwischen s = 0 und s = s1 positiv, wäh
rend die Empfangssignale A, B bei größeren Distanzen negativ werden.
Der Schwellwert S und der Nahbereich sind so gewählt, dass das Empfangs
signal A bei freiem Strahlengang bei einer Distanz s0, die dicht unterhalb s1
liegt, dem Schwellwert S entspricht.
Damit liegt das Empfangssignal A bei Distanzen im Nahbereich unterhalb von
s0 oberhalb des Schwellwerts. Erst bei einer sehr geringen Distanz s3 unmittel
bar vor der Reflexionslichtschranke 1 sinkt das Empfangssignal A wieder un
ter den Schwellwert S ab. Demgegenüber liegt das Empfangssignal B für be
liebige Distanzwerte unterhalb des Schwellwerts S.
Mit der so ausgebildeten Reflexionslichtschranke 1 kann insbesondere die
Annäherung eines Objekts auf eine Solldistanz zuverlässig überwacht werden.
Derartige Objekte können beispielsweise von Kisten oder dergleichen gebildet
sein, die auf einem Förderband gefördert werden. Auf den Kisten ist jeweils
ein Reflektor 8 aufgebracht, auf welchen die Sendelichtstrahlen 4 der Reflexi
onslichtschranke 1 gerichtet sind. Durch die Förderbewegung des Förderban
des wird eine Kiste mit dem Reflektor 8 auf die Reflexionslichtschranke 1 zu
bewegt. Die Solldistanz ist dann erreicht, wenn von der Reflexionslichtschran
ke 1 der Reflektor 8 in einer Distanz kleiner als s0 registriert wird, so dass
dann das Schaltsignal den Schaltzustand "ein" einnimmt. Dann kann bei
spielsweise das Förderband angehalten werden, damit die Kiste beispielsweise
mittels eines Greifers in der jeweiligen Sollposition liegend aufgenommen
werden kann.
Da über den gesamten Distanzbereich das Empfangssignal B unterhalb des
Schwellwerts S liegt, führt bei dem Überwachungsvorgang jeweils nur der
Reflektor 8 zu einem Ansprechen der Reflexionslichtschranke 1, nicht dagegen
andere in den Strahlengang eindringende Objekte. Die Bestimmung der Annä
herung des Reflektors 8 an die Solldistanz ist somit völlig unempfindlich ge
gen Objekteingriffe, es sei denn, ein Objekt würde den Reflektor 8 dauerhaft
abschirmen.
1
Reflexionslichtschranke
2
Sendelichtstrahlen
3
Sender
4
Empfangslichtstrahlen
5
Empfänger
6
Auswerteeinheit
7
Gehäuse
8
Reflektor
9
Nahelement
10
Fernelement
11
Schaltausgang
12
Sendeoptik
13
Empfangsoptik
14
erstes Polarisationsfilter
15
zweites Polarisationsfilter
16
Umlenkspiegel
A Empfangssignal
B Empfangssignal
D Differenz
F Ausgangssignal des Fernelements
N Ausgangssignal des Nahelements
S Schwellwert
s verschiedene Distanzen
A Empfangssignal
B Empfangssignal
D Differenz
F Ausgangssignal des Fernelements
N Ausgangssignal des Nahelements
S Schwellwert
s verschiedene Distanzen
Claims (9)
1. Reflexionslichtschranke zur Erfassung von Objekten in einem Überwa
chungsbereich
mit einem Sendelichtstrahlen emittierenden Sender und einem Emp fangslichtstrahlen empfangenden Empfänger auf einer Seite des Überwa chungsbereichs sowie einem Reflektor auf der anderen Seite des Über wachungsbereichs,
mit vor dem Sender und dem Empfänger angeordneten Polarisationsfil tern,
mit einer Auswerteeinheit, in welcher aus dem Empfangssignal des Empfängers durch Vergleich mit einem Schwellwert S ein binäres Schaltsignal mit einem ersten und zweiten Schaltzustand generiert wird, wobei bei freiem Strahlengang bei auf den Reflektor geführten Sende lichtstrahlen ein erster Schaltzustand erhalten wird,
dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger (5) ein Nahelement (9) und ein Fernelement (10) aufweist, dass in der Auswerteeinheit (6) die das Empfangssignal bildende Differenz der Ausgangssignale des Nah- (9) und Fernelements (10) mit dem Schwellwert S bewertet wird, wobei bei einem in einem Nahbereich befindlichen Objekt zumindest ein Teil der Empfangslichtstrahlen (4) auf das Nahelement (9) trifft, wodurch das Schaltsignal den zweiten Schaltzustand einnimmt.
mit einem Sendelichtstrahlen emittierenden Sender und einem Emp fangslichtstrahlen empfangenden Empfänger auf einer Seite des Überwa chungsbereichs sowie einem Reflektor auf der anderen Seite des Über wachungsbereichs,
mit vor dem Sender und dem Empfänger angeordneten Polarisationsfil tern,
mit einer Auswerteeinheit, in welcher aus dem Empfangssignal des Empfängers durch Vergleich mit einem Schwellwert S ein binäres Schaltsignal mit einem ersten und zweiten Schaltzustand generiert wird, wobei bei freiem Strahlengang bei auf den Reflektor geführten Sende lichtstrahlen ein erster Schaltzustand erhalten wird,
dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger (5) ein Nahelement (9) und ein Fernelement (10) aufweist, dass in der Auswerteeinheit (6) die das Empfangssignal bildende Differenz der Ausgangssignale des Nah- (9) und Fernelements (10) mit dem Schwellwert S bewertet wird, wobei bei einem in einem Nahbereich befindlichen Objekt zumindest ein Teil der Empfangslichtstrahlen (4) auf das Nahelement (9) trifft, wodurch das Schaltsignal den zweiten Schaltzustand einnimmt.
2. Reflexionslichtschranke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Position des Reflektors (8) unmittelbar an den Nahbereich anschließt.
3. Reflexionslichtschranke nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass zur Einstellung der Größe des Nahbereichs eine
Umlenkeinheit vorgesehen ist, mittels derer die Verteilung der auf das
Nah- (9) und Fernelement (10) auftreffenden Empfangslichtstrahlen (4)
einstellbar ist.
4. Reflexionslichtschranke nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Umlenkeinheit von einem dem Empfänger (5) vorgeordneten, ver
schiebbaren Umlenkspiegel (16) gebildet ist.
5. Reflexionslichtschranke nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch ge
kennzeichnet, dass vor dem Sender (3) und dem Empfänger (5) jeweils
ein lineares Polarisationsfilter (14, 15) angeordnet ist, wobei die Polari
sationsrichtungen der Polarisationsfilter (14, 15) um 90° gegeneinander
gedreht sind.
6. Reflexionslichtschranke nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch ge
kennzeichnet, dass vor dem Sender (3) und dem Empfänger (5) ein die
Sende- (2) und Empfangslichtstrahlen (4) zirkular polarisierendes Polari
sationsfilter angeordnet ist.
7. Reflexionslichtschranke nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, dass der Sender (3) Sendelichtstrahlen (2) im sichtbaren
roten Wellenlängenbereich emittiert.
8. Reflexionslichtschranke nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch ge
kennzeichnet, dass bei freiem Strahlengang die Differenz der Ausgangs
signale des Nah- (9) und Fernelements (10) oberhalb des Schwellwerts S
liegt.
9. Reflexionslichtschranke nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch ge
kennzeichnet, dass bei freiem Strahlengang die Differenz der Ausgangs
signale des Nah- (9) und Fernelements (10) unterhalb des Schwellwerts
S liegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE10029865A DE10029865B4 (de) | 2000-06-16 | 2000-06-16 | Reflexionslichtschranke |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10029865A Expired - Fee Related DE10029865B4 (de) | 2000-06-16 | 2000-06-16 | Reflexionslichtschranke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10029865B4 (de) |
Cited By (5)
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