DE10029631C1 - Klangspielmobile - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Klangspielmobile, bestehend aus einem Ring, der vorzugsweise in einen, an einer Raumdecke installierten Haken eingehangen wird und an dem mehrere Fäden abgestützt sind, wobei an einigen dieser Fäden jeweils unterhalb des Ringes Klangröhren befestigt sind und wobei an einem dieser Fäden ein Anschlagelement für die Klangröhren angeordnet ist, das mit einem Greifelement derart betätigbar ist, daß durch Anschlagen der Klangröhrenjeweils ein Ton erzeugt wird. Es wird die Aufgabe gelöst, ein solches Klangspielmobile zu schaffen, mit dem eine harmonisch abgestimmte Tonfolge erzeugt werden kann, die beliebig oft wiederholbar ist. Gleichzeitig soll diese Konstruktion gewährleisten, daß ein zufälliges und vom Nutzer nicht gewünschtes Auslösen der Tonfolgen vermieden wird. Dies wird erreicht, indem die Klangröhren (4) übereinander angeordnet sind und jeweils in einer, gegenüber der Vertikalen erheblich abweichenden räumlichen Ebene verlaufen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Klangspielmobile, bestehend aus einem
Ring, der vorzugsweise in einen, an einer Raumdecke installierten
Haken eingehangen wird und an dem mehrere Fäden abgestützt sind,
wobei an einigen dieser Fäden jeweils unterhalb des Ringes Klang
röhren befestigt sind und wobei an einem dieser Fäden ein Anschlag
element für die Klangröhren angeordnet ist, das mit einem Greifele
ment derart betätigbar ist, daß durch Anschlagen der Klangröhren
jeweils ein Ton erzeugt wird.
Vorrichtungen, bei denen ein Ton durch Schlagen eines klingenden
Körpers erzeugt wird, sind bereits in verschiedenartigen Konstruk
tionen bekannt. So bestehen beispielsweise Xylophone aus mehreren
länglichen, tonerzeugenden Elementen. Diese Elemente können eine
plattenförmige oder stabförmige Kontur aufweisen. Sofern stabförmi
ge Klangkörper verwendet werden, sind diese vorzugsweise als Röhren
ausgestaltet und werden aus Holz oder Metall hergestellt. Unabhän
gig von der konkreten geometrischen Kontur und dem konkreten Mate
rial werden die jeweiligen Töne durch Anschlagen der als Klangkör
per wirkenden Elemente mit einem Klöppel erzeugt.
Ein derartiges Xylophon wird z. B. in G 85 00 330 U1 beschrieben.
Das Xylophon besteht aus zwei Gehäuseschalen, zwischen denen mehre
re Klangstäbe horizontal angeordnet sind. Ein weiteres gattungsge
mäßes Instrument ist Gegenstand von EP 845 773 A2. Allerdings sind
bei dieser technischen Lösung die tonerzeugenden Elemente nicht
stabförmig wie bei G 85 00 330 U1 ausgebildet, sondern plattenför
mig. Den Klangplatten sind zusätzliche senkrechte Klangröhren zuge
ordnet. Senkrecht angeordnete Klangelemente werden ebenfalls beim
Musikinstrument gemäß DE 38 31 506 C1 verwendet. Diese sind als
Klangstäbe ausgestaltet und mit Fäden pendelnd an einer Tragleiste
aufgehangen. Mit den benannten Vorrichtungen kann grundsätzlich eine
Klangfülle erreicht werden, die den Kriterien "richtiger" Musik
instrumente entspricht. Während kleinere Xylophone insbesondere für
die musikpädagogische Erziehung von Kindern und für das hobbymäßige
Musizieren im privaten Bereich geeignet sind, entsprechen größere
Xylophone durchaus Konzertansprüchen von Musikliebhabern.
Neben den klassischen Xylophonen sind verschiedene Vorrichtungen
mit ähnlichen Grundelementen bekannt, die jedoch nicht primär für
das Musizieren entwickelt worden sind, sondern als Dekorationsarti
kel. Die grundlegende Gestaltungsidee entsprechender Erzeugnisse
besteht in einer Kombination eines Xylophons mit einem Mobile. Die
se sog. "Klangspielmobiles" werden überwiegend in Wohnräumen ver
wendet und sollen hier eine heitere und entspannende oder auch an
regende Atmosphäre vermitteln.
Ein typisches Klangspielmobile wird in DE 90 05 883 U1 beschrie
ben. Dieses Mobile ist insbesondere zum Aufhängen an Raumdecken ge
eignet. Hierfür weist das Klangspielmobile einen Ring auf, der in
einen, an der Decke installierten Haken eingehangen wird. Durch den
Ring laufen mehrere Fäden, die ein unterhalb vom Ring horizontal
angeordnetes Trägersegment halten. An diesem Trägersegment sind
über Fäden mehrere Klangröhren abgestützt, die vertikal unterhalb
des Trägersegmentes hängen. Die Klangröhren haben abgestufte Län
gen, so daß jede Klangröhre beim Anschlagen einen anderen Ton er
gibt. Von dem an der Decke abgestützten Ring verläuft ein weiterer
Faden zu einem Anschlagelement. Dieses besteht aus einer Scheibe,
die unterhalb des Trägersegmentes und innerhalb des freien Bauraums
zwischen den Klangröhren horizontal angeordnet ist. Sofern einzelne
Klangröhren infolge einer Luftströmung in Bewegung geraten, schla
gen sie an die mittig angeordnete horizontale Scheibe. Durch dieses
Anschlagen wird ein erster Ton erzeugt. Gleichzeitig wird die horizontale
Scheibe aus ihrer Ruhelage ausgelenkt und schlägt nachfol
gend an eine weitere Klangröhre, so daß mittels dieser Klangröhre
ein zweiter Ton erzeugt Xwird. In Abhängigkeit der auf die horizon
tale Scheibe wirkenden Impulsstärke ergeben sich unterschiedlich
starke Auslenkungen derselben, die wiederum ein unterschiedlich
langes Klangspiel bewirken. Neben einer solchen, lediglich durch
Luftströmung entstehenden Tonfolge, kann das Klangspiel auch ausge
löst werden, indem die horizontale Scheibe zwischen den Klangröhren
manuell aus ihrer Ruhelage ausgelenkt wird. Dafür ist am Anschlag
element vorzugsweise ein weiterer Faden befestigt, der mit einem
Greifelement verbunden ist, das sich unterhalb der unteren stirn
seitigen Enden der Klangröhren befindet. Die hiermit erreichbare
Wirkung entspricht dem oben beschriebenen Ablauf bei Beaufschlagung
des Klangspielmobiles mit einer Luftströmung, wobei allerdings die
erreichbare Tonvielfalt und Klangdauer von der Intensität des manu
ellen Auslenkens des Greifelementes abhängig ist.
Derartige Klangspielmobiles haben sich grundsätzlich bewährt und
erfreuen sich großer Beliebtheit. Das bisher übliche Konstruktions
prinzip bedingt jedoch immer die Funktionsweise eines hängenden Xy
lophons. Somit ist der optische Gesamteindruck derartiger Erzeug
nisse selbst bei Verwendung hochwertiger Klangröhren oder ungewöhn
licher Formen von Anschlag- oder Greifelementen zumindest ähnlich.
Demzufolge hat der potentielle Käufer - unabhängig von Anzahl und
Qualität entsprechender Erzeugnisse - lediglich geringe Auswahlmög
lichkeiten, um ein besonders originelles Klangspielmobile zu erwer
ben. Während dieser ästhetisch bedingte Nachteil noch zu vernach
lässigen ist, haben die bekannten Klangspielmobiles jedoch weitere,
technisch bedingte Nachteile: Durch die Anordnung des Anschlagele
mentes zwischen den Klangröhren entstehen ausschließlich zufällige
Tonfolgen. Eine harmonisch abgestimmte und wiederkehrende Tonfolge,
wie z. B. bei einem Türgong üblich und beliebt, kann nicht reali
siert werden. Außerdem kann mit den bisherigen Konstruktionen das
zufällige Auslösen einer Tonfolge nicht vermieden werden. Folglich
ist eine Verwendung von Klangspielmobiles beispielsweise in Schlaf-
oder Kinderzimmern problematisch. Hier kann durch ein geöffnetes
Fenster oder das Öffnen einer Zimmertür eine Luftströmung auftre
ten, die zunächst das Anschlagen der Klangröhren bewirkt und in de
ren Folge eine akustische Belästigung schlafender Personen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Klangspielmobile zu schaffen, mit
dem eine harmonisch abgestimmte Tonfolge erzeugt werden kann, die
beliebig oft wiederholbar ist. Gleichzeitig soll die zu schaffende
Konstruktion gewährleisten, daß ein zufälliges und vom Nutzer nicht
gewünschtes Auslösen dieser Tonfolgen vermieden wird.
Diese Aufgabe wird gelöst, indem die Klangröhren übereinander ange
ordnet sind und jeweils in einer, gegenüber der Vertikalen erheb
lich abweichenden räumlichen Ebene verlaufen. Weitere Ausgestaltun
gen sind in den Ansprüchen 2 bis 14 beschrieben.
Durch die Erfindung wird ein Klangspielmobile mit einem neuartigen
Funktionsprinzip geschaffen. Somit ist eine technische Lösung ver
fügbar, mit der eine harmonisch abgestimmte Tonfolge erzeugt und
beliebig oft wiederholt werden kann, wobei sich zahlreiche Variati
onsmöglichkeiten bezüglich Gestaltung und Anordnung entsprechender
Erzeugnisse ergeben. Vorteilhaft ist ferner, daß ein zufälliges
bzw. vom Nutzer nicht gewünschtes Auslösen der Tonfolgen ausge
schlossen ist. Das vorgeschlagene Klangspielmobile realisiert eine
Kombination technischer und ästhetischer Komponenten und stellt ein
technisches Objekt mit dekorativem Wert dar.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung darge
stellt und wird nachfolgend beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 ein Klangspielmobile in perspektivischer Darstellung
in einer ersten Stellung
Fig. 2 das Klangspielmobile gemäß Fig. 1 in einer weiteren
Stellung
Fig. 3 eine Einzelheit der Gestaltung am Ring
Fig. 4 eine Einzelheit der Gestaltung an den Klangröhren
Das in der Zeichnung dargestellte Klangspielmobile wird vorzugswei
se mit einem Ring 1 an einem, in einer Raumdecke installierten Ha
ken eingehangen. Ein solcher Haken ist an sich bekannt, auf die nä
here Darstellung in der Zeichnung wird deshalb verzichtet. Am Ring
1 sind mehrere Fäden abgestützt. Das Material dieser Fäden ist an
sich unerheblich, sie bestehen z. B. aus Kunststoff. Aus Fig. 3 wird
ersichtlich, daß zumindest zwei Fäden 2 und 3 vorgesehen sind. Am
Faden 2 sind mehrere Klangröhren 4 befestigt, die sich jeweils un
terhalb vom Ring 1 befinden. Auch die Klangröhren 4 können aus un
terschiedlichen Materialien hergestellt werden (z. B. aus Aluminium)
und verschiedene Konturen aufweisen, z. B. abgestufte Längen zum Er
zielen unterschiedlicher Töne. Sie sind in jedem Fall übereinander
angeordnet und verlaufen jeweils in einer Ebene, die gegenüber der
Vertikalen erheblich abweicht. Die Klangröhren 4 verlaufen also im
Gegensatz zu den aus dem Stand der Technik bekannten Klangspielmo
biles nicht in vertikaler Richtung, sondern beispielsweise schräg.
Ebenso ist es möglich, daß diese Klangröhren 4 von einer zunächst
annähernd horizontalen in eine zunehmend schräge Anordnung verlau
fen. In der Zeichnung ist als Vorzugsvariante eine weitere, jedoch
keinesfalls ausschließliche Anordnung gezeigt. Die Klangröhren 4
sind hierbei horizontal verlaufend angeordnet.
Jede Klangröhre 4 wird an zwei Punkten ihrer axialen Erstreckung
mit einem Faden 2 abgestützt. Damit eine weitgehend stabile räumli
che Lage erreicht wird, sollten sich diese Abstützungen beidseits
und mit ausreichendem Abstand vom Mittelpunkt der axialen Erstrec
kung der Klangröhre 4 befinden. Für die Abstützung der Klangröhren
4 können mehrere Fäden 2 vorgesehen werden. Zweckmäßig ist jedoch,
daß sämtliche Klangröhren 4 mit lediglich einem gemeinsamen Faden 2
abgestützt werden. Unabhängig davon, ob mehrere oder lediglich ein
Faden 2 die Klangröhren 4 tragen, ist zwischen zwei benachbarten
Klangröhren 4 jeweils mindestens eine Verstärkung 9 vorgesehen. Mit
dieser Verstärkung 9 wird ein Abstand zwischen den jeweils benach
barten Klangröhren 4 gewährleistet. Somit wird beim Anschlagen jede
Klangröhre 4 einzeln beaufschlagt, so daß ein sauberes Klangbild
erzielt wird. Die Verstärkung 9 kann realisiert werden, indem im
Abschnitt des Fadens 2 zwischen zwei benachbarten Klangröhren 4 ein
oder auch zwei Knoten ausgestaltet werden. Dies bewirkt allerdings
mehrere zusätzliche Arbeitsschritte bei der Herstellung, weil nach
Aufschieben jeder Klangröhre 4 auf den Faden 2 zunächst geknotet
werden muß, bevor die nächste Klangröhre 4 aufgesteckt werden kann.
Dieser Aufwand kann beispielsweise durch Verwendung von Schlauch
hülsen gemäß Fig. 4 erheblich vermindert werden. Als weiterer Vor
teil kann mit dieser Variante auch ein exakter Abstand zwischen den
Klangröhren 4 gewährleistet werden, während dies mit Knoten fast
unmöglich ist.
Für die Verbindung von Klangröhre 4 und Faden 2 sind verschiedene
Varianten möglich. So kann der Faden 2 gemäß Fig. 4 an jeder Klang
röhre 4 durch zwei, jeweils radial gegenüberliegende Bohrungen ge
führt werden. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn der Faden 2 von den
beiden axial auseinanderliegenden Abstützungspunkten der Klangröhre
4 in jeweils entgegengesetzter Richtung zur benachbarten Klangröhre
4 geführt wird. Eine derartige Ausgestaltung ist in den Fig. 1 und
2 ersichtlich und soll zum besseren Verständnis für zumindest eine
Klangröhre 4 nochmals erläutert werden: In Fig. 1 ist die zweite
Klangröhre 4 von oben an ihrer jeweils axial linken und rechten
Seite mit dem Faden 2 abgestützt. An der linken Seite kommt der Fa
den 2 an der dem Betrachter zugewandten Seite von oben, tritt in
die Klangröhre 4 ein und verläßt diese auf der dem Betrachter abge
wandten Seite nach unten. Hingegen kommt der Faden 2 an der rechten
Seite an der dem Betrachter abgewandten Seite von oben. Er tritt
von hinten in die Klangröhre 4 ein und verläßt diese auf der dem
Betrachter zugewandten Seite nach unten. Durch dieses Fädelprinzip
verbleiben die Klangröhren 4 nicht in einer relativ einfachen Kon
tur direkt übereinander, sondern sie verlaufen in der interessanten
Erscheinungsform einer Spirale.
Die Verbindung von Klangröhre 4 und Faden 2 muß jedoch nicht fest
und dauerhaft ausgestaltet werden. Alternativ kann der Faden 2 Hal
terungen für eine lösbare Aufnahme der Klangröhren 4 aufweisen.
Diese könnten beispielsweise - ohne daß eine solche Konstruktion in
der Zeichnung näher dargestellt ist - als Ringe ausgestaltet wer
den, deren Innenkontur der Außenkontur der Klangröhre 2 entspricht.
Mit einer solchen lösbaren Halterung wird ein einfacher Austausch
von Klangröhren 4 möglich, der wiederum die Anwendungsvielfalt des
Klangspielmobiles erhöht.
Am Faden 3 ist ein Anschlagelement 5 für die Klangröhren 4 angeord
net. Dieses Anschlagelement 5 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel
als Kugel ausgestaltet. Eine solche Kugel 5 wird vorzugsweise aus
Holz bestehen. Alternativ sind jedoch auch andere Werkstoffe geeig
net, z. B. Metall, Gummi, Filz oder Kork, wobei mit den letztgenann
ten Materialien eine besondere Dämpfung der Töne erreicht wird.
Das Anschlagelement 5 kann austauschbar gestaltet werden, um eine
individuelle Anpassung auf den jeweiligen Käufer bzw. die jeweilige
Stimmung zu ermöglichen. Unabhängig vom gewählten Material und von
der konkreten geometrischen Kontur ist das Anschlagelement 5 mit
einem Greifelement 6 betätigbar, das ebenfalls am Faden 3 befestigt
ist. Das Greifelement 6 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel als
Holzstab ausgestaltet. Ebenso wie das Anschlagelement 5 kann auch
dieses Greifelement 6 andere Konturen aufweisen, aus anderen Mate
rialien bestehen oder auch austauschbar gestaltet werden. Anschlag
element 5 und Greifelement 6 sind an den jeweils entgegengesetzten
Enden des gemeinsamen Fadens 3 angeordnet. Das Anschlagelement 5
weist hierbei ein größeres Gewicht auf als das Greifelement 6.
Auf dem Faden 3 sind ferner zwei Anschläge 7 und 8 vorgesehen, die
im gezeigten Ausführungsbeispiel als Kugeln ausgestaltet sind. Die
Kugel 7 ist auf dem Abschnitt des Fadens 3 zwischen dem Ring 1 und
dem Anschlagelement 5 angeordnet. Hingegen ist die Kugel 8 auf dem
Abschnitt des Fadens 3 zwischen dem Ring 1 und dem Greifelement 6
angeordnet. Die konkrete Ausgestaltung der Anschläge 7 und 8 ist
relativ unerheblich. Wesentlich für die Funktionsfähigkeit des ge
samten Klangspielmobiles ist jedoch, daß der Anschlag 7 auf dem Fa
denabschnitt zwischen dem Ring 1 und dem Anschlagelement 5 am Ring
1 anliegt, sobald sich das Anschlagelement 5 oberhalb der obersten
Klangröhre 4 befindet. Weiterhin ist vorgesehen, daß der Anschlag 8
auf dem Fadenabschnitt zwischen dem Ring 1 und dem Greifelement 6
am Ring 1 anliegt, sobald sich das Anschlagelement 5 unterhalb der
untersten Klangröhre 4 befindet. Diese Stellung ist in Fig. 1 dar
gestellt und ist - wie nachfolgend noch beschrieben wird - die Aus
gangsstellung.
Fig. 3 zeigt eine Möglichkeit zur Befestigung der hier als Kugeln
ausgestalteten Anschläge 7 bzw. 8 auf dem Faden 3. Dieser Faden 3,
an dem neben den Kugeln 7 und 8 auch das Anschlagelement 5 und das
Greifelement 6 befestigt sind, wird direkt über die Innenkontur des
Ringes 1 geführt. Der Faden 2, an dem die Klangröhren 4 befestigt
sind, wird hingegen durch Bohrungen im Ring 1 geführt. Somit ent
steht ein Abstand "X" zwischen diesen Fäden 2 und 3 im Bereich der
Abstützung am Ring 1, der für den Faden 3 eine uneingeschränkte
vertikale Bewegung gewährleistet. Diese Bewegung wird allerdings,
wie bereits erläutert, durch die Anschläge 7 und 8 begrenzt. Des
halb ist es notwendig, daß der Abstand "X" kleiner ist als diese
Anschläge 7 und 8.
Das Klangspielmobile wird vorzugsweise an einem in der Raumdecke
installierten Haken befestigt. Fig. 1 zeigt die Ruhestellung. In
dieser Stellung liegt der Anschlag 8 auf dem Fadenabschnitt zwi
schen dem Ring 1 und dem Greifelement 6 zunächst am Ring 1 an. Das
Greifelement 6 wird danach vertikal nach unten gezogen, bis der
Anschlag 7 auf dem Fadenabschnitt zwischen dem Ring 1 und dem An
schlagelement 5 am Ring 1 anliegt. Während dieser Bewegung wurde
gleichzeitig das ebenfalls am Faden 3 befestigte Anschlagelement 5
an den Klangröhren 4 vorbei nach oben gezogen. Wird jetzt das
Greifelement 6 losgelassen, wird das unterschiedliche Gewicht zwi
schen Anschlagelement 5 und Greifelement 6 wirksam. Durch das Un
gleichgewicht (das als Kugel ausgestaltete Anschlagelement 5 ist
etwas schwerer) bewegt sich das Anschlagelement 5 selbsttätig an
den Klangröhren 4 vorbei nach unten, wobei durch das Anschlagen
jeder Klangröhre 4 ein Ton erzeugt wird, der zu einer Tonfolge mit
gezielt ausgewähltem Klangbild führt. Ein Moment aus diesem Bewe
gungsablauf ist in Fig. 2 dargestellt. Sobald das Anschlagelement 5
die unterste der Klangröhren 4 passiert hat, kommt der Anschlag 8
am Ring 1 zur Anlage, so daß eine weitere Abwärtsbewegung des Anschlagelementes
5 gestoppt wird.
Durch Ziehen des Greifelementes 6 mit unterschiedlicher Intensität
bzw. durch rhytmische Bewegungen desselben kann das Klangspielmobi
le nahezu wie ein Musikinstrument gespielt werden. Im übrigen kön
nen die Klangröhren 4 auch direkt mit dem Greifelement 6 angeschla
gen werden, das in diesem Fall gegebenenfalls mit einem zusätzli
chen Überzug versehen werden sollte. Schließlich kann dieses Klang
spielmobile auch als Begrüßungsgeläut an einer Tür genutzt werden.
Hierbei kann z. B. zunächst das Greifelement 6 entfernt und der ent
sprechende Abschnitt des Fadens 3 mit einer Verlängerung versehen
werden. Dieser nunmehr längere Faden 3 wird mit einem beweglichen
Element der Tür verbunden und bleibt über Umlenkrollen oder ähnli
che Bauteile mit dem Anschlagelement 5 in Verbindung. Demzufolge
wird beim Öffnen der Tür eine Tonfolge erzeugt. Die bevorzugte An
wendung des beschriebenen Klangspielmobiles sind jedoch Wohnräume,
in denen mit einem dekorativen Erzeugnis eine harmonisch abgestimm
te Tonfolge beliebig oft wiederholt werden soll.
1
Ring
2
Faden für Klangröhren
3
Faden für Anschlagelement und Greifelement
4
Klangröhren
5
Anschlagelement
6
Greifelement
7
Anschlag auf Faden zwischen Ring und Anschlagelement
8
Anschlag auf Faden zwischen Ring und Greifelement
9
Verstärkung am Faden für die Klangröhren
"X" Abstand zwischen den Fäden am Ring
"X" Abstand zwischen den Fäden am Ring
Claims (14)
1. Klangspielmobile, bestehend aus einem Ring, der vorzugsweise in
einen, an einer Raumdecke installierten Haken eingehangen wird und
an dem mehrere Fäden abgestützt sind, wobei an einigen dieser Fäden
jeweils unterhalb des Ringes Klangröhren befestigt sind und wobei
an einem dieser Fäden ein Anschlagelement für die Klangröhren ange
ordnet ist, das mit einem Greifelement derart betätigbar ist, daß
durch Anschlagen der Klangröhren jeweils ein Ton erzeugt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klangröhren (4) durch die Fäden (2) übereinander dergestalt
angeordnet sind, daß sie jeweils in einer, gegenüber der Vertikalen
erheblich abweichenden räumlichen Ebene verlaufen.
2. Klangspielmobile nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klangröhren (4) horizontal verlaufend angeordnet sind.
3. Klangspielmobile nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Anschlagelement (5) und das Greifelement (6) an den entge
gengesetzten Enden eines gemeinsamen, durch den Ring (1) geführten
Fadens (3) angeordnet sind, wobei das Anschlagelement (5) ein grös
seres Gewicht aufweist als das Greifelement (6).
4. Klangspielmobile nach den Ansprüchen 1 und 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem gemeinsamen Faden (3) zwei Anschläge (7; 8) ausgestal
tet sind, von denen der eine (7) auf dem Fadenabschnitt zwischen
dem Ring (1) und dem Anschlagelement (5) und von denen der andere
(8) auf dem Fadenabschnitt zwischen dem Ring (1) und dem Greifele
ment (6) angeordnet ist.
5. Klangspielmobile nach den Ansprüchen 1, 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (7) auf dem Fadenabschnitt zwischen dem Ring (1)
und dem Anschlagelement (5) am Ring (1) anliegt, sobald sich das
Anschlagelement (5) oberhalb der obersten Klangröhre (4) befindet.
6. Klangspielmobile nach den Ansprüchen 1, 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (8) auf dem Fadenabschnitt zwischen dem Ring (1)
und dem Greifelement (6) am Ring (1) anliegt, sobald sich das An
schlagelement (5) unterhalb der untersten Klangröhre (4) befindet.
7. Klangspielmobile nach den Ansprüchen 1 und 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der das Anschlagelement (5) und das Greifelement (6) tragende
Faden (3) direkt über die Innenkontur des Ringes (1) geführt wird,
während die mit den Klangröhren (4) in Wirkverbindung stehenden Fä
den (2) durch Bohrungen im Ring (1) geführt werden, wobei zwischen
den Fäden (2; 3) im Bereich des Ringes (1) ein Abstand ("X") ver
bleibt.
8. Klangspielmobile nach den Ansprüchen 1, 4 und 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand ("X") kleiner ist als die auf dem gemeinsamen Faden
(3) von Anschlagelement (5) und Greifelement (6) ausgestalteten An
schläge (7; 8).
9. Klangspielmobile nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Klangröhre (4) an zwei Punkten ihrer axialen Erstreckung
mit einem Faden (2) abgestützt ist.
10. Klangspielmobile nach den Ansprüchen 1 und 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Faden (2) zwischen zwei benachbarten Klangröhren (4) je
weils mit mindestens einer Verstärkung (9) versehen ist.
11. Klangspielmobile nach den Ansprüchen 1 und 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der die Klangröhre (4) tragende Faden (2) durch zwei, radial
gegenüberliegende Bohrungen geführt wird.
12. Klangspielmobile nach den Ansprüchen 1, 9 und 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der die Klangröhren (4) tragende Faden (2) von den beiden axial
auseinanderliegenden Abstützungspunkten einer Klangröhre (4) in je
weils entgegengesetzter Richtung zur jeweils benachbarten Klangröh
re (4) geführt wird.
13. Klangspielmobile nach den Ansprüchen 1 und 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der die Klangröhre (4) tragende Faden (2) Halterungen für eine
lösbare Aufnahme der Klangröhren (4) aufweist.
14. Klangspielmobile nach den Ansprüchen 1 und 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß alle Klangröhren (4) mit einem gemeinsamen Faden (2) abgestützt
werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000129631 DE10029631C1 (de) | 2000-06-15 | 2000-06-15 | Klangspielmobile |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE2000129631 DE10029631C1 (de) | 2000-06-15 | 2000-06-15 | Klangspielmobile |
Publications (1)
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Patent Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE9005883U1 (de) * | 1990-05-23 | 1990-07-26 | Zwillsperger, Hans, 8000 München | Mobile |
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