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DE1002719B - Einrichtung zum Aufrechterhalten einer bestimmten Drehzahldifferenz zwischen einem Geruest und dem vorhergehenden Nachbargeruest in kontinuierlich arbeitenden, mehrgeruestigen Walzenstrassen, insbesondere in Rohrreduzierwalzwerken - Google Patents

Einrichtung zum Aufrechterhalten einer bestimmten Drehzahldifferenz zwischen einem Geruest und dem vorhergehenden Nachbargeruest in kontinuierlich arbeitenden, mehrgeruestigen Walzenstrassen, insbesondere in Rohrreduzierwalzwerken

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DE1002719B
DE1002719B DEK24404A DEK0024404A DE1002719B DE 1002719 B DE1002719 B DE 1002719B DE K24404 A DEK24404 A DE K24404A DE K0024404 A DEK0024404 A DE K0024404A DE 1002719 B DE1002719 B DE 1002719B
Authority
DE
Germany
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stand
speed
shaft
speeds
gear
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK24404A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Max Vater
Dipl-Ing Jose Severin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Friedrich Kocks GmbH and Co
Original Assignee
Friedrich Kocks GmbH and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Friedrich Kocks GmbH and Co filed Critical Friedrich Kocks GmbH and Co
Priority to DEK24404A priority Critical patent/DE1002719B/de
Publication of DE1002719B publication Critical patent/DE1002719B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B35/00Drives for metal-rolling mills, e.g. hydraulic drives
    • B21B35/02Drives for metal-rolling mills, e.g. hydraulic drives for continuously-operating mills
    • B21B35/025Drives for metal-rolling mills, e.g. hydraulic drives for continuously-operating mills for stretch-reducing of tubes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control Of Metal Rolling (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Aufrechterhalten einer bestimmten Drehzahldifferenz zwischen einem Gerüst und dem vorhergehenden Nachbargerüst in kontinuierlich arbeitenden, mehrgerüstigen Walzenstraßen, insbesondere in Rohrreduzierwalzwerken Bei kontinuierlich arbeitenden, mehrgerüstigen Walzenstraßen, insbesondere Rohrreduzierwalzwerken, müssen die WaIzen der einzelnen Geräste mit von Gerüst zu Gerüst stufenweise höher werdender Drehzahl angetrieben werden.. Man spricht daher von einer »Drehzahlreihe«. FÜr die Herstellung einwandfreier Rohre auf einem Reduzierwalzwerk ist es von größter Wichtigkeit, daß die einzelnen Stufen der Reihe, nämlich die Differenzen der Drehzahlen benachbarter Gerüste, während der Rohrherstellung genau genug aufrechterhalten werden. je nach den Abmessungen der Luppen und der daraus herzustellenden Rohre in bezug auf Durchmesser und/oder Wandstärke sowie je nach der Anzahl der für das Reduzieren jeweils benutzten Gerüste ergeben sich aber verschiedene optimale Drehzahlreihen, deren Stufen in Zahl und/oder Größe voneinander abweichen. Bei Rohrreduzierwalzwerken besteht daher das Problem, einerseits die Differenz-en zwischen den Drehzahlen aufeinanderfolgender Gerüste zwecks Einstellung verschiedener Drehzahlrei,hen verändern zu können und andererseits die eingestellten Drehzahlstufen einer Reihe während der Rohrherstellung unbedingt genau genug aufreatzuerha.Iten. Mit diesem Problem befaßt sich die Erfindung.
  • Es ist bekannt, die einzelnen Gerüste von Rohrreduzierwalzwerken in der Weise anzutreiben, daß ein einzig-er nicht regelharer Motor, z. B. ein Drehstromasynchronmotor, vorgesehen wird, der eine für alle Gerüste gemeinsame Antriebswelle in Drehung versetzt; die einzelnen Gerüste werden dann von der gemeinsamen Antrieb#swelle aus über Summengetriebe angetrieben, denen über stufenlos regelbare Nebenantriebe je eine zusätzliche Antriebsdrehung zugeführt wird.
  • Um bei der Einstellung ein-er Drehzahlreihe größtmögliche Genauigkeit erzielen zu können, ist bereits vorgeschlagen worden, die Drehzahl jedes Gerüstes in Abhängigkeit von der Drehzahldifferenz gegenüber dem Na-chbargerüst einzustellen, also nicht beide Drehzahlen einzeln zu messen und die Differenz zu errechnen, sondern eine Differenz der Drehzahlen zu bilden und die Differenzdrehzahl zu messen. Nach diesem bekannten Vorschlag sollen aber die einzelnen Regelgetriebe je für sich von Hand einreguliert werden. Trotz der in bezug auf Genauigkeit erzielten Verbesserung bleibt in diesem Falle noch der Nachteil der langwierigen und mühevollen Einregelung einer neuen Drehzahlreihe. Außerdem fehlt bei einem von Hand einregelbaren Antrieb natürlich die selbsttätige Regelung, durch welche Abweichungen von dem durch die Einstellung vorgeschriebenen Sollwert der Drühzahldifferenz jeweils unverzüglich ausgeglichen -werden. Eine genügend genaue Aufrechterhaltung bestimmter Drehzahldifferenzen ist daher nicht gegeben und die- Herstellung genau maßhaltiger Rohre somit nicht möglich.
  • Schließlich ist eine Gleichlaufvorrichtung für Mehrmotorenantriebe von kontinuierlichen Walzenstraßen bekannt, bei der die Drehzahl des Antriebsmotors eines Gerüstes mit den Antriebsdrehzahlen der üb- rigen Gerüste durch je ein Differentialgetriebe verglichen wird, wobei die Ausgangswelle jedes Differentialgetriebes das Stellglied im Antrieb des be- treffenden Gerüstes beeinflußt. Wollte man diese Art der Regelung und die Al:>zweigung der für den Vergleich mit den Antriebsdrehzahlen der einzelnen Gerüst-e dienenden Solldrehzahlen von einer gemeinsamen Hauptwelle bei Reduzierwalzwerksantrieb-en der obenerwähnten Art anwenden, so wäre nur ein Betrieb der Straße mit einer einzigen Drehzahlreihe möglich. Durch Änderung der Drehzahl der Solldrehzahlhauptwelle könnten eventuell sämtliche Antriebsdrehzahlen verhältnisgleich verändert werden, es wäre aber nicht möglich, die Differenzen der Drehzahlen aufeinanderfolgender Gerüste willkürlich so zu verändern, daß sich eine Drehzahlreihe mit geänderter Charakteristik ergibt, wie dies bei der Änderung eines Rohrreduzierwalzprogramms erforderlich ist.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Aufrechterhalten einer bestimmt-en Drehzahldifferenz zwischen einem Gerüst und dem vorhergehenden Nachhargerüst in -kontinuierlich arl>eitenden, mehrgerüstigen Walzenstraßen, insbesondere in Rohrreduzierwalzwerken, bei der mit einem Differentiailgetriebe, das von den Drehzahlen der beiden Ge- rüste b-,einflußt w-ird und den, Istwert der Drehzahldifferenz mißt, ein zweites Differentialgetriebe in Reihe geschaltet ist, das i.ur Bildung der Regelabweichung den Istwert der Drehzahldifferenz mit 'einer dem betreffenden Gerüst =geordneten Solldre#hzahl vergleicht und mit seiner Ausgangs- bzw. Summenwelle das Stellglied im Antrieb des Gerüstes beein,flußt, wobei die Solldrehzahlen der einzelnen G-lerüste. über entsprechende Übersetzungen von einer durch einen regelbaren Motor angetriebenen Welle abgezweigt sind. Gemäß der Erfindung wird eine den Erfordernissen bei Rohrreduzierwalzenstraßen entsprechende Einstellmöglichkeit für die Sollwerte der Drehzahldifferenzen benachbarter Gerüste dadurch geschaffen, daß in die Abzweigungen von der Welle für jedes Gerüst ein Differentialgetriebe eingeschaltet ist, dem eine der betreffenden abgezweigten Drehzahl zur Bildung einer von der abgezweigten Drehzahl abweichenden Solldrehzahl zu überlagernde regelbare Zusatzdrehzahl, z. B. mittels eines regelbaren Motors, zugeführt wird.
  • - Für die Lieferung der Zusatzdrehzahl kann ein nicht regelbarer Motor mit Regelgetriebe oder ein regelbarer Motor vorgesehen sein; auch kann die Zu,satzdrehung von der gemeinsamen Hauptwelle oder von einer durch diese angetriebenen Welle abgezweigt und über ein Regelgetriebe geführt sein. Ferner ist es möglich, auch die Zusatzdrehzahlen von einer durch einen regelbaren Motor od. dgl. angetriebenen gemeinsamen zweiten Welle über Mersetzungen abzuzweigen.
  • Die Erfindung sei an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der ein Ausführungsbeispiel dargestellt ist.
  • Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch ein Reduzierwzlzwcrl< mit Getriebe und Antrieb, Fig. 2 eine Draufsicht auf das Walzwerk und Fig. 3 eine Regelvorrichtung für das Walz-,verk nach Fig. 1 und 2; in Fig. 4 ist veranschaulicht, wie gemäß der Erfindung bei einer Regelvorrichtung nach Fig. 3 die Solldrehzahl durch eine Zusatzdrehzahl verändert werden 'kann.
  • Von dem in Fig. 2 dargestellten Motor 1 aus wird, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Übersetzungsgetriebes, eine Welle 2 angetrieben, von der über Kegelradgetriebe 3 die Antriebe für die einzelnen Gerüste des Walzwerkes abgezweigt sind. Wie Fig. 1 zeigt, ist für jedes Walzgerüst eine Antriebswelle 4 vorhanden, die ihre Drehung über ein Differentialgetriebe 5 auf die Antriebswelle 6 des Walzgerüstes 7 überträgt. Oberhalb der Antriebswelle 2 ist ein aus einem Primärteil 8 und einem Sekundärteil 9 bestehendes Regelgetriebe vorgesehen, dessen Übersetzungsverhältnis mittels eines Einstellgliedes 10 geregelt werden kann. Die Antriebswelle 11 des Primärteiles steht über Zahnräder 12 und' 13 mit der Antriebswelle 4 in Triehverbindung. Die Welle 14 des Sekundärteiles 9 steht über Zahnräder 15 und 16 mit dem Gehäuse 17 des Differentialgetriebes 5 in Triebverbindung. Auf diese Weise kann eine von der Welle 4 abgezweigte und über die Zahnräder 13, 12 auf den Primärteil 8 übertragene Drehung mit veränderlicher übers-etzung über den Sekundärteil 9 und die Zahnräder 15, 16 als zusätzliche Antriebsdrehung in das als Summengetriebe wirkende Differentialgetriebe 5 eingeführt und so die Antriebsdrehzahl der Welle 6 des Walzgerüstes 7 verändert werden. In entsprechender Weise erfolgt auch bei den weiteren Gerüsten die Einstellung der Antriebsdrehzahl.
  • Auf der Welle 6 jedes Gerüstes ist cin Kegelrad 18 angeordriet, das über ein Kegelrad 19 eine Welle 20 aiitreibt. JedeWelle20 läuft also mit einer von der Antriebswelle 6 des betreffenden Gerüstes 7 abgeleiteten Drehzahl um. Die Wellen 20 dienen dazu, in der nGch zu beschreibend-en Regelvorrichtung die Drehzahlen der einzelnen Walzgerüste überwachen zu k#,nnen, um bei Abweichung der Drehzahlen einzelner Gerüste von den Solldrelizahlen eine selbsttätig-, korrigierende Regelung herbeizuführen.
  • Bei der in- Fig. 3 dargestellten Reg-,Ivorrichtung sind die verschiedenen Walzgerüsten zugeordneten Teile zwar mit gleichen Bezugszahlen versehen, je- doch durch Hinzufügung von kleinen Buchstaben voneinander unterschieden. Das am weitesten rechts hefindliche Gerüst, dessen Teile mit c unterschiedlich gekennzeichnet sind, kann beispielsweise das Endgerüst des Reduzierwerkes sein. Da die Regelvorrichtung in ihren den einzelnen Gerüsten zugeordneten Teilen genau gleich aufgebaut ist, genügt es, eine Gruppe der Regelvorrichtung zu erläutern.
  • Die Welle 20a treibt über l#-,egelräder 2111, eine Welle 22a und ein Differentialgetriebe 2311 eine Welle 24a an. Diese Welle steht über ein zweites Differentialgetriebe- 2511 mit ein-er Welle 26e, in Triebverbindung, diie über ein Stirnrad 27a mit dem Einstellglied 1011 des Primärteiles 8a des Regelgetriebes 8a, 9a zusammenwirkt. Auf der Welle 2211 sitzt ein Zahnrad 28,1. Ein weiteres Zahnrad 29a ist mit dem Gehäuse 30a des Differentialgetriebes 23a verbunden. Das Gehäuse 31a des z-weiten Differentialgetriebes 2511 ist mit einem Zahnrad 32a verbunden, in das ein Ritzel 33a eingreift, das von, einer durch einen Motor 35 angetriebenen Welle 36 aus über Kegelräder 37a angetrieben ist.
  • Der Motor35 treibt, gegebenenfalls unter Zwischenfügung eines Übersetzungsgetriebes, die Welle 36 an, von der über Kegelradgetriebe 37a, 37b, 37c die Solldrehza,lilen für die einzelnen Gerüste des Walzwerkes abgezweigt sind. Dabei sind entweder die Übersetzting jedes Kegelrad-,etriebes 37 oder die Über-Setzung jedes Stirnradantriebes 33, 32 oder aber beide übersetzungen so ausgeführt, daß durch sie eine Ab- stufung der abgezweigten Solldrehzahlen entsprechend einer optimalen Drehzahlreihe erreicht wird.
  • Es stehen nun immer die Zahnräder 28 und 29 benachbarter Stuf-en miteinander im Eingriff. Das Zahnrad 28a greift also in das Zahnrad 29b und das Zahnrad 28b in das Zahnrad 29c ein. Bei der letzten Stufe kann das Zahnrad 28c fehlen. Entsprechend ist dann bei der ersten Stufe der Regelvorrichtung nur ein Zahnrad 28 vorgesehen. Das Zahnrad 29 sowie die beiden Differentiale 23 und 25 und die weiteren Teile fehlen also dann bei dem ersten Gerüst. Auch braucht bei dem ersten Gerüst nicht unbedingt ein Regelgetriebe 8, 9 vorgesehen zu sein. Falls ein solches Getriebe eingebaut wird, kann ein von Hand verstellbares Einstellglied 10 vorgesehen werden, um eine gewollte Drehzahl des ersten Gerüstes einstellen zu können. Die erste Stufe. des ReduzierwaIzwerl,#e-#s kann aber auch in genau gleicher Weise ausgeführt und geregelt werden wie die übrigen Stufen, wobei als Bezugsdre.hzahl für die erste Stufe, des Reglers dann zweckmäßig die Drehzahl einer das Rohr dem Walzwerk zuführenden Vorrichtung benutzt wird. Die Drehzahl des ersten Gerüstes dient als Bezugspunkt für alle weiteren Gerüste des Reduzierwalzwerkes. Um die Wirkungsweise der Regelvorrichtung zu erlä.titern, sei das Arbeiten &--r Stufe b beschrieben. Von der Welle 22a des Nachbargerüstes wird, über die Zahnräder 28a, 29b eine entsprechende Drehzahl auf das Gehäuse 30b des Differentialgetriebes 23b gegeben. Zugleich wird dem Differentialgetriebe 23b über die Welle 22b eine der Drehzahl des zu regelnden Ge- rüstes entsprechende Drehzahl zugeleitet. Das Differentialgetriebe 23b leitet daher eine aus beiden zugeleiteten Drehzahlen gebildete Differenzdrehzahl auf dieWelle24b weiter. Außer dieserDrehzahl wird dem zweiten Differentialgetriebe25b von dem Motor 35 über die Zahnräder37b, 33b, 32b noch eine Solldrehzahl zugeleitet.
  • Wenn die dem Differentialgetriebe 25b über die Welle24b zugeleitete Drehzahl der durch den Motor 35 gegebenen Solldrehzahl entspricht, so bewegen sich die einzelnen Teile des Differentialgetriebes 25b so, daß die Ausgangswelle,26b des Getriebes keine Drehung ausführt. Entspricht aber das Verhältnis der Drehzahlen nicht dem gewollten Wert, so führt die Welle 26b eine Drehung im einen oder anderen Sinne aus und bewirkt so über die Zahnräder 27b, Job eine andere Einstellung des Rtgelgetriebes 8b, gb in dem Sinne, daß die vorhandene Abweichung ausgeglichen und das dem Sollwert entsprechende Drehzahlverhältnis herbeigeführt wird.
  • Bei der Regelvorrichtung nach Fig. 3 arbeiten die Differentialgetriebe 23 und 25 beide als eine Differenzdrehzahl bildende Getriebe, und zwar wird zunächst die Differenz zwischen den beiden von den benachbarten Walzgerüst-en abgeleiteten Drehzahlen und sodann die Differenz zwischen der ersten Differenzdrehzahl und der Solldrehzahl gebildet. Die Reihenfolge der Differenzbildung kann natürlich auch geändert werden. Auch ist es möglich, die beiden zu subtrahierenden Drehzahlen zunächst in einem als Summengetriebe wirkenden Differentialgetriebe zu addieren und dann erst die Differenzdrehzahl gegenüber der dritten Drehzahl zu bilden. Als Summen-bzw. Differenzgetriebe können auch Stirnraddifferentialgetriebe Verwendung finden. Ebenso können an Stelle einzelner Stirnradübersetzungen auch Schnekkengetriebe vorgesehen werden. Dies empfiehlt sich beispielsweise für die Übersetzungen 33, 32 'bei der Regelvorrichtung nach Fig. 3, um den Solldrehzahlmoto#r 35 mit günstigem Drehzahlbereich betreiben zu können.
  • Während bei der Regelvorrichtung nach Fig. 3 nur die Möglichkeit gegeben ist, alle Drehzahlen der Walzgerüste gemeinsam, nicht aber einzeln, zu verändern, bietet die Regelvorrichtung gemäß der Erfindung nach Fig. 4 beide Möglichkeiten zugleich. Dies ist unter Abwandlung der Regelvorrichtung nach Fig. 3 dadurch erreicht, daß die von der Welle. 36 über die Kegelräder 37b abgezweigte Drehung dem Ritzel 33b nicht unmittelbar, sondern über ein Differentialgetriebe 38 zugeleitet wird, dessen Gehäuse 39 eine zusätzliche Drehung erteilt werden kann. Bei dem Beispiel nach Fig. 4 ist zu diesem Zwecke ein regelbarer Motor 40 vorgesehen, der mit dem Gehäuse 39 übe-r Zahnräder 41, 42 in Triebverbindung steht.
  • Durch Regelung der Drehzahl des die Welle 36 antreibenden Motors 35 können die über die Differentialgetrfebe38 den Differentialgetrieben25 zugeführten Drehzahlen verändert werden. Auf diese Weise werden dann die Solldrehzahlen särntlieher Gerüste ver hältnisgleich verändert. Die, Charakteristik der Drehzahlreih-e bleibt also die gleiche. Mittels der zusätzlichen Motoren40 kann nun die Solldrehzahl jedes Gerüstes zusätzlich verändert werden. Die Zusatzdrehzahl wird bei jedem Gerüst über das Differentialgetriebe 38 eingeführt. Auf diese Weise ist es möglich, die Solldrehzahl der einzelnen Gerüste willkürlich zu verändern und so eine Drehzahlreihe mit geänderter Charakteristik einzustellen.
  • Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel sind die Getriebe, Wellen und Motoren nur schematisch dargestellt. Es sei jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, daß innerhalb der Regelvorrichtungen nur äußerst kleine Kräfte bzw. Drehmomente zu übertragen sind, da ja nur die Einstellglieder 10 der Regelgetriebe 8, 9 zu verstell-en sind. Alle Teile der Reg--Ivorrichtungen können daher entsprechend schwach beniessen und klein und billig ausgeführt werden.
  • Die Erfindung ist keineswegs auf die Anwendung bei solchen Walzwerken beschränkt, bei den-en die einzelnen Walzgerüste von einer gemeinsamen Antriebswelle aus angetrieben werden. Die neue Regelvorrichtung kann vielmehr bei allen bekannten Rohrreduzierwalzwerksantrieben und beispielsweise auch dann eingesetzt werden, wenn jedes Gerüst durch .einen besonderen regelbaren Motor angetrieben ist. Statt auf die Einstellglieder von Regelgetrieben wirkt dann die Regelvorrichtung auf die Regler der einzelne-n Motoren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Aufrechterhalten einer bestimmten Drehzahldifferenz zwischen einem Gerüst und dem vorhergehenden Nachbargerüst in kontinuierlich arbeitenden, mehrgerüstigen Walzenstraßen, insbesondere in Rohrreduzierwalzwerken, bei der mit -einem Differentialgetriebe, das von den Drehzahlen der beiden Gerüste beeinflußt wird und den Istwert der Drehzahldifferenz mißt, ein zweites Differentialgetriebe in Reihe geschaltet ist, das zur Bildung der Regelabweichung den Istwert der Drehzahldifferenz mit einer dem betreffenden Gerüst zugeordneten Solldrchzahl vergleicht und mit seiner Ausgangs-bzw. Summenwelle das Stellglied im Antrieb des Gerüstes beeinflußt, wobei die Solldrehzahlen der einzelnen Gerüste über entsprechende Übersetzungen von einer durch einen regelharen Motor angetriebenen Welle abgezweigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß in die Abzweigungen von der Welle (36) für jedes Gerüst (7) ein Differentialge#triebe (38) eingeschaltet ist, dem eine der betreffenden abgezweigten Drehzahl zur Bildung einer von der abgezweigten Drehzahl abweichenden Solldrehzahl zu überlagernde re-gelbare Zusatzdrehzahl, z. B. mittels eines regelbaren Motors (40), zugeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften.: Deutsche Patentschriften Nr. 468 929, 550 266, 583 270, 905 507, 925 535, 520 266; Auslegeschriften der Anm. M 2019 1 b / 7 a, K 2303 I b/7 a.
DEK24404A 1954-12-20 1954-12-20 Einrichtung zum Aufrechterhalten einer bestimmten Drehzahldifferenz zwischen einem Geruest und dem vorhergehenden Nachbargeruest in kontinuierlich arbeitenden, mehrgeruestigen Walzenstrassen, insbesondere in Rohrreduzierwalzwerken Pending DE1002719B (de)

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