DE10025691A1 - Isolierstück für eine Rohrleitung - Google Patents
Isolierstück für eine RohrleitungInfo
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Abstract
Es wird ein Isolierstück (10) für eine Rohrleitung für die Förderung von elektrisch leitfähigen Flüssigkeiten, insbesondere von Wasserlack, von einer auf Erdpotential befindlichen Stelle zu einer an Hochspannung anliegenden Stelle vorgeschlagen, wobei die Förderung diskontinuierlich durch portionsweisen Transport infolge zeitweiser Unterbrechung der Förderung der Flüssigkeit vorgesehen ist. Das Isolierstück (10) ist entsprechend den Unterbrechungen des Förderstroms periodisch frei oder im wesentlichen frei von Flüssigkeit. Das Isolierstück (10) ist als Hohlkörper ausgebildet und dessen lichte Weite gleich oder größer als die der anzuschließenden Rohrleitung. An den Stirnseiten des Isolierstückes (10), die mittels Abschlußelementen zumindest bereichsweise verschlossen sind, sind Anschlußstücke zum Anschluß der Rohrleitung vorgesehen, welche den gleichen Durchmesser wie die anschließende Rohrleitung aufweisen. Die Anschlußstücke greifen dicht anliegend durch die Abschlußelemente und an ihrem inneren Ende weisen sie jeweils eine torusartige Anformung auf. Die außenseitigen Enden der Anschlußstücke sind zum Anschluß an die Rohrleitung vorbereitet.
Description
Die Erfindung betrifft ein Isolierstück für eine Rohrleitung für die Förderung von elek
trisch leitfähigen Flüssigkeiten, insbesondere von Wasserlack, von einer auf Erdpo
tential befindlichen Stelle zu einer an Hochspannung anliegenden Stelle, wobei die
Förderung diskontinuierlich durch portionsweisen Transport infolge zeitweiser Unter
brechung der Förderung der Flüssigkeit vorgesehen ist, so daß das Isolierstück ent
sprechend den Unterbrechungen des Förderstroms periodisch frei oder im wesentli
chen frei von Flüssigkeit ist, wobei das Isolierstück als Hohlkörper ausgebildet ist,
dessen lichte Weite gleich oder größer als der der anzuschließenden Rohrleitung ist,
und wobei an den Stirnseiten des Isolierstückes, die von Abschlußelemente zumin
dest bereichsweise verschlossen sind, Anschlußstücke zum Anschluß der Rohrlei
tung vorgesehen sind, welche den gleichen Durchmesser wie die anschließende
Rohrleitung aufweisen.
Bei bestimmten Anwendungen werden Flüssigkeiten unter Hochspannung gesetzt,
um einen bestimmten technischen Effekt zu erzielen. Beispielsweise ist das häufig
bei Lackierverfahren der Fall, um den Wirkungsgrad des Farbauftragverfahrens zu
erhöhen. Wenn nämlich der Lack unter Hochspannung steht, beispielsweise 80 kV,
und das zu lackierende Werkstück sich auf Erdpotential befindet, dann werden die
elektrisch geladenen Lackpartikel nicht nur aufgesprüht, sondern zusätzlich noch in
folge der elektrostatisch wirkenden Kraft an das Werkstück angezogen.
Ein Problem hierbei ist, daß sich der Lack üblicherweise vor Beginn des Lackiervor
gangs auf Hochspannungsniveau befinden muß. Damit befindet sich auch die ge
samte Lackauftragseinrichtung, beispielsweise der Lackierroboter, unter Hochspan
nung. Ist der Lack nun elektrisch leitfähig, was insbesondere bei modernen Wasser
lacken der Fall ist, tritt das Problem auf, daß durch den Lack die elektrische Ladung
weitergeleitet wird. Somit ständen auch die Lackvorratsbehälter unter Hochspan
nung, die sich häufig im Abstand zu der Lackierstelle, z. B. in separaten Gebäuden
oder Gebäudeteilen, befinden. Ein solches Konzept ist daher nur mit hohem techni
schen Aufwand und spezieller Isoliertechnik beherrschbar.
Eine Alternative hierzu bilden sogenannte Isolationsstrecken. Diese werden als Teil
strecken in die Förderleitung eingesetzt. Wesentliche Bauteile der Isolationsstrecke
sind zwei Rohrstücke, mit einen bestimmten Abstand zueinander haben sowie mit
einem Isolierrohrstück verbunden sind. Dabei wird die elektrische Leitung der För
derleitung streckenweise unterbrochen. Zusätzlich ist die Isolationsstrecke zeitweise
nahezu frei von der elektrisch leitfähigen Flüssigkeit ist. Während dieser Zeit kann
also auch über das elektrisch leitfähige Fördermedium keine Entladung des Hoch
spannungsbereiches stattfinden. Die Isolationsstrecke isoliert die beiden an die För
derleitung angeschlossenen Rohrenden zeitweise vollständig voneinander. In diesen
Zeitabschnitten kann unter Hochspannung lackiert werden, wobei der Lack für den
Lackiervorgang dann oft aus einem Zwischenspeicher entnommen wird, der hoch
spannungsseitig in der Förderleitung vorhanden ist. Dieser wird dann während der
Förderphasen, in denen auch die Isolationsstrecke mit Fördermedium gefüllt ist und
bei denen keine Hochspannung vorhanden sein darf, nachgefüllt werden.
Nachteilig hierbei ist aber, daß die sich in der Isolationsstrecke gegenüberliegende
Rohrenden hohe Randfeldstärken aufweisen, wenn die Hochspannung anliegt. Hier
durch ist die Gefahr eines elektrischen Überschlages erhöht. Zudem muß der Ab
stand zwischen den Rohrenden entsprechend groß ausgelegt und gebaut werden, so
daß hier ein entsprechend großer Platzbedarf resultiert.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung eine Isolier
stück der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welchem einerseits das Risiko
von ungewollten elektrischen Überschlägen vermieden oder zumindest verringert ist,
und andererseits deren Platzbedarf des Isolierstücks zu verringern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Isolierstück mit den im Anspruch 1
genannten kennzeichnenden Merkmalen gelöst.
Danach durchgreifen die Anschlußstücke die Abschlußelemente dicht anliegend und
weisen an ihrem inneren Ende jeweils eine torusartige Anformung auf. Außerdem
sind die außenseitigen Enden zum Anschluß an die Rohrleitung vorbereitet.
Durch die näherungsweise torusförmigen inneren Rohrabschnittsenden ist erreicht,
daß sich die elektrischen Feldlinien auf einer im Vergleich zu einem Rohrende gro
ßen Fläche verteilen und es so zu keiner örtlichen Konzentration der Feldstärke
kommt. Auf diese Weise ist das Risiko von ungewollten Spannungs- und Stromüber
schlägen vorteilhaft verringert.
Zudem kann der Abstand zwischen den inneren Rohrabschnittsenden vorteilhafter
weise verringert werden, solange bis die kritische Feldstärke erreicht ist und ein
Spannungs- oder Stromüberschlag zu befürchten ist.
Wenn die torusartige Anformung an dem zugeordneten Abschlußelement anliegt, wie
erfindungsgemäß vorgeschlagen, sind die soeben genannten Vorteile auf besonders
einfache Weise erreicht. Der Einbau des Anschlußstückes an das zugeordnete Ab
schlußelement ist erleichtert, da die torusartige Anformung zusätzlich als Anschlag
dient.
Ein vorteilhaft einfacher Aufbau des Isolierstückes insgesamt ist gegeben, wenn der
geschlossene Hohlkörper ein Rohrstück ist.
Der Hohlkörper eines erfindungsgemäßen Isolierstücks, kann besonders einfach an
seinen offenen Seiten mit Flanschen, Deckeln oder ähnlichen Abschlußelementen
geschlossen werden, wobei die Flansche, Deckel oder ähnliche Abschlußelemente
zur Aufnahme der Anschlußelemente vorbereitet sind. Beispielsweise sind dann
Ausnehmungen in den Flanschen, Delckeln oder ähnlichen Abschlußelementen vorgesehen,
durch die die Anschlußelemente durchgeführt sind und im Bereich der Be
rührfläche zwischen einem Abschlußelement und einem Anschlußelement sind beide
Elemente fest verbunden.
Als Material für den Hohlkörper erweist sich Polyethylen, Plexiglas oder andere elek
trisch isolierende Kunststoffe als besonders günstig. Plexiglas isoliert elektrisch sehr
gut und bietet wegen seiner Transparenz zudem die Möglichkeit, die Vorgänge im
Innern des Hohlkörpers zu beobachten.
Vorteilhaft ist es auch, die Rohrabschnitte beispielsweise so mit den Flanschen,
Deckel oder ähnlichen Abschlußelementen zu verbinden, daß der Abstand zwischen
den inneren Rohrabschnittsenden einstellbar ist. So ist erreicht, daß ein Isolierstück
flexibel auf unterschiedliche Isolieraufgaben anpaßbar ist sowie Montagetoleranzen
der Rohrleitung einfachst ausgeglichen werden können.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprü
chen angegeben.
Anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen sollen die Er
findung, vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung, sowie be
sondere Vorteile der Erfindung näher erläutert und beschrieben werden.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Plexiglas-Isolierstück.
Fig. 1 stellt einen Längsschnitt durch ein Isolierstück 10 dar. Dieses weist ein Rohr
stück 12 auf, das nicht in seiner vollständigen Länge gezeigt ist, und einen be
stimmten Innendurchmesser 14 besitzt. An den Enden des Rohrstücks 12 ist jeweils
ein ringförmiges Abschlußelement 16, 17 angebracht, das um circa ein Drittel des
Maßes des Innendurchmessers 14 in das Innere des Rohrstücks 12 verbracht ist.
Das Rohrstück 12 und die ringförmigen Abschlußelemente 16, 17 bilden zusammen
einen Hohlkörper. Die ringförmigen Abschlußelemente 16, 17 weisen zudem jeweils
eine Ausnehmung auf, in die jeweils ein Rohrabschnitt 20, 21 eingesetzt ist, wobei
die Rohrabschnitte 20, 21 an den sich gegenüberliegenden Enden jeweils zu einem
torusförmigen innerhalb des Rohrstücks 12 liegenden Rohrabschnittsende 22, 23
geformt sind. Die ringförmigen Abschlußelemente 16, 17 sowie das Rohrstück 12
sind aus einem elektrisch isolierenden Material gefertigt, hier z. B. Plexiglas. Die
Rohrabschnitte 20, 21 hingegen aus einem elektrischen Leiter, hier Stahl.
Die voneinander abgewandten Enden der Rohrabschnitte 20, 21 sind entgratete au
ßerhalb des Rohstücks 10 liegende Rohrabschnittsenden 24, 25, die zur Verbindung
mit einer nicht dargestellten Rohrleitung vorgesehen sind.
Das Rohrstück 12, die Abschlußelemente 16, 17 sowie die Rohrabschnitte 20, 21
sind fest miteinander verbunden und bilden einen dichten Einschluß für das darin
strömende Fluid.
Die torusförmigen Rohrenden 22, 23 müssen nicht zwangsläufig aus Vollmaterial
bestehen. Torusförmig meint in diesem Zusammenhang im wesentlichen die Form
der Flächen der Rohrabschnittsenden, die sich gegenüberliegen. Damit ist jedenfalls
vermieden, daß sich die Feldliniendichte des elektrischen Feldes zwischen den to
rusförmigen Rohrenden 22, 23 zu stark erhöht, sondern vielmehr ein Überschlag
vermieden ist.
Claims (9)
1. Isolierstück (10) für eine Rohrleitung für die Förderung von elektrisch leit
fähigen Flüssigkeiten, insbesondere von Wasserlack, von einer auf Erdpotential be
findlichen Stelle zu einer an Hochspannung anliegenden Stelle, wobei die Förderung
diskontinuierlich durch portionsweisen Transport infolge zeitweiser Unterbrechung
der Förderung der Flüssigkeit vorgesehen ist, so daß das Isolierstück (10) entspre
chend den Unterbrechungen des Förderstroms periodisch frei oder im wesentlichen
frei von Flüssigkeit ist, wobei das Isolierstück (10) als Hohlkörper ausgebildet ist,
dessen lichte Weite gleich oder größer als die der anzuschließenden Rohrleitung ist,
und wobei an den Stirnseiten des Isolierstückes, die mittels Abschlußelementen zu
mindest bereichsweise verschlossen sind, Anschlußstücke zum Anschluß der Rohr
leitung vorgesehen sind, welche den gleichen Durchmesser wie die anschließende
Rohrleitung aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußstücke die Ab
schlußelemente dicht anliegend durchgreifen und an ihrem in das Rohrstück greifen
den Ende außen jeweils eine torusartige Anformung aufweisen, und daß die außen
liegenden Enden zum Anschluß an die Rohrleitung vorbereitet sind.
2. Isolierstück (10) für Rohre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die torusartige Anformung an dem zugeordneten Abschlußelement anliegt.
3. Isolierstück (10) für Rohre nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß das Isolierstück (10) im wesentlichen eine hohlzylindrische Gestalt hat.
4. Isolierstück (10) für Rohre nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Hohlkörper ein Rohrstück (12) oder eine Rohrleitung ist.
5. Isolierstück (10) für Rohre nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Hohlkörper der an seinen offenen Seiten mit Flanschen, Dec
keln oder ähnlichen Abschlußelementen geschlossen ist, wobei die Flansche, Deckel
oder ähnliche Abschlußelemente zur Aufnahme der Anschlußelemente vorbereitet
sind.
6. Isolierstück (10) für Rohre nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Abschlußelemente von den jeweiligen Enden des Hohlkörpers
nach innen versetzt angeordnet sind.
7. Isolierstück (10) für Rohre nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Material des Hohlkörpers Polyethylen, Plexiglas oder andere
elektrisch isolierende Kunststoffe sindist.
8. Isolierstück (10) für Rohre nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Abstand zwischen den inneren Rohrabschnittsenden (22, 23)
an die Spannung gegen die zu isolieren ist, anpaßbar ist.
9. Isolierstück (10) für Rohre nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Flüssigkeit Lack, Lackzusatzstoffe, Härter oder andere Flüs
sigkeiten sind, die eine Viskositäten bis zu denen von pastösen Stoffen aufwiesen.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE10025691A DE10025691A1 (de) | 2000-05-24 | 2000-05-24 | Isolierstück für eine Rohrleitung |
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