DE10025497A1 - Kraftstoffeinspritzventil - Google Patents
KraftstoffeinspritzventilInfo
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Abstract
Bei einem Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen mit einem Ventilgehäuse, mit einem axial beweglichen Ventilglied zum Öffnen und Schließen einer Einspritzöffnung des Einspritzventils und mit einem in Schließrichtung des Ventilgliedes wirkenden Teil, das mit seinem von der Einspritzöffnung abgewandten Ende in einer Bohrung eines in das Ventilgehäuse eingesetzten ersten Ventilstücks geführt wird und mit diesem Ende in dem ersten Ventilstück einen Steuerdruckraum einschließt, welcher Steuerdruckraum über einen mit wenigstens einer Zulaufdrossel versehenen Zulaufkanal mit einem Kraftstoffhochdruckanschluß und über einen von einem Steuerventilglied verschließbaren, eine Ablaufdrossel aufweisenden Ablaufkanal mit einem Kraftstoffniederdruckanschluß verbindbar ist, wobei über den Kraftstoffdruck im Steuerdruckraum der Einspritzvorgang steuerbar ist, wird vorgeschlagen, daß zumindest der mit der Zulaufdrossel versehene Abschnitt des Zulaufkanals an einem in das Ventilgehäuse eingesetzten zweiten Ventilstück angeordnet ist, welches zweite Ventilstück mit einer in dem ersten Ventilstück ausgebildeten Öffnung derartig verbunden ist, daß der mit der Zulaufdrossel versehene Abschnitt des Zulaufkanals des zweiten Ventilstücks in den Steuerdruckraum des ersten Ventilstücks einmündet.
Description
Die Erfindung betrifft ein Kraftstoffeinspritzventil mit den
Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Ein derartiges Kraftstoffeinspritzventil, welches auch als
Injektor bezeichnet wird, ist beispielsweise aus der DE 196 50 865 A1
bekannt und wird in Kraftstoffeinspritzanlagen ver
wandt, die mit einem Kraftstoffhochdruckspeicher ausgerüstet
sind. Bei dem bekannten Kraftstoffeinspritzventil wird eine
Ventilnadel über einen Ventilkolben von in einem Steuerdruck
raum herrschenden Kraftstoffdruck in Schließrichtung bela
stet. Der Steuerdruckraum ist in einem in das Ventilgehäuse
eingesetzten Ventilstück angeordnet und über einen mit einer
Zulaufdrossel versehenen Zulaufkanal und einen mit einer Ab
laufdrossel versehenen Ablaufkanal mit einem Kraftstoffhoch
druckanschluß beziehungsweise einem Kraftstoffniederdruckan
schluß verbunden. Ablaufdrossel und Zulaufdrossel sind beide
im selben in das Ventilgehäuse eingesetzten Ventilstück ange
ordnet. Mit einem Ventilglied eines Steuerventils, welches
als Antrieb beispielsweise einen Magnetsteller oder einen
Piezosteller hat, kann der Ablaufkanal geschlossen und geöff
net werden und der Kraftstoffdruck im Steuerdruckraum für die
einzelnen Betätigungsvorgänge der Ventilnadel gesteuert werden.
Die Öffnungsgeschwindigkeit der Ventilnadel wird bei ge
öffnetem Ablaufkanal durch den Durchflußunterschied zwischen
Zulaufdrossel und Ablaufdrossel und damit letztlich durch das
fest eingestellte Größenverhältnis von Zulauf- und Ablauf
drossel bestimmt. Nachteilig bei dem bekannten Kraftstoffein
spritzventil ist, daß sowohl die Zulaufdrossel als auch die
Ablaufdrossel mit sehr großer Präzision im gleichen Bauteil
hergestellt werden. Liegen die geometrischen Abmessungen ei
ner der Drosseln nicht innerhalb der geforderten Genauigkeit,
so muß das ganze Ventilstück neu gefertigt werden. Da der Zu
laufkanal und der Ablaufkanal etwa senkrecht zueinander in
den Steuerdruckraum einmünden, ist die präzise Herstellung
von Zulaufdrossel und Ablaufdrossel im gleichen Ventilstück
darüber hinaus aufwendig und der Fertigungsausschuß entspre
chend hoch. Bei dem bekannten Kraftstoffeinspritzventil mün
det ein im Ventilkörper angeordneter Abschnitt des Zulaufka
nals, von dem eine zur Einspritzöffnung führende Druckbohrung
abzweigt, in einen das Ventilstück umgebenden Ringraum, wel
cher Ringraum mit der Zulaufdrossel in Verbindung steht.
Nachteilig hierbei ist, daß die für den Zulaufkanal in den
Ventilkörper eingebrachte Bohrung im Bereich der Druckbohrung
zu einer kritischen Bohrverschneidung führt, die bei den ho
hen Drücken im Zulaufkanal zu Funktionsbeeinträchtigungen
führen kann.
Durch das erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzventil mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 werden die oben
beschriebenen Nachteile vermieden. Dies wird durch ein unab
hängig von dem ersten Ventilstück hergestelltes zweites
Ventilstück erreicht, an dem der mit der Zulaufdrossel ver
sehene Abschnitt des Zulaufkanals angeordnet ist und das mit
einer an dem ersten Ventilstück angeordneten Öffnung derart
verbunden ist, daß der mit der Zulaufdrossel versehene Abschnitt
des Zulaufkanals des zweiten Ventilstücks in den
Steuerdruckraum des ersten Ventilstücks einmündet. Da die
Zulaufdrossel und die Ablaufdrossel in zwei getrennte Bau
teile eingebracht werden, können diese wesentlich einfacher
und unabhängig voneinander mit der erforderlichen Genauig
keit hergestellt werden und der Fertigungsausschuß verrin
gert werden. Vorteilhaft kann bei einer Nachjustage des In
jektors bei festgestellten Abweichungen vom vorgegebenen
Mengendurchfluß zwischen Zulaufdrossel und Ablaufdrossel
einfach das zweite Ventilstück mit der Zulaufdrossel ausge
tauscht werden, ohne daß das erste den Steuerdruckraum bein
haltende Ventilstück ausgebaut werden muß. Das Kraftstoff
einspritzventil muß hierbei nicht völlig zerlegt werden, so
daß eine einfache Abstimmung des Kraftstoffdurchflusses zwi
schen Zulauf- und Ablaufdrossel durch Anpassen und Auswech
seln des zweiten Ventilstücks möglich ist. Die auswechselba
re Zulaufdrossel erlaubt somit eine einfache Nachjustage des
Einspritzventils bei Mengenabweichungen im Prüffeld.
Weiterentwicklungen und vorteilhafte Ausführungen der Erfin
dung werden durch die in den Unteransprüchen enthaltenen
Merkmale ermöglicht.
Besonders vorteilhaft ist, wenn die in dem ersten Ventil
stück ausgebildete Öffnung radial zum Ventilglied verlaufend
aus dem Steuerdruckraum abzweigt und das zweite Ventilstück
in eine sich koaxial zu der Öffnung des ersten Ventilstücks
nach außen erstreckende Aufnahmebohrung des Ventilgehäuses
eingesetzt ist und mit einem Endabschnitt, in welchen der
Zulaufkanal einmündet, in die Öffnung des ersten Ventil
stücks eingeführt ist. Hierdurch wird erreicht, daß das
zweite Ventilstück in sehr einfach zu montierender Weise in
der Aufnahmebohrung des Ventilgehäuses ausgetauscht werden
kann.
Es sind verschiedene Ausführungsformen des zweiten Ventil
stücks möglich, welche eine Dichtung umfassen, die die Ver
bindung zwischen dem ersten Ventilstück und dem zweiten Ven
tilstück abdichtet.
In einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel bildet die Innen
wandung der in dem ersten Ventilstück ausgebildeten Öffnung
eine vorzugsweise konusförmige Sitzfläche für eine an der
Außenwandung des zweiten Ventilstücks ausgebildete Dichtkan
te.
Der ohnehin vorgesehene Anschlußstutzen für den Kraftstoff
hochdruckanschluß des Enspritzventils kann vorteilhaft zu
gleich als Spannteil verwandt werden, welches zumindest mit
telbar das zweite Ventilstück gegen das erste Ventilstück
vorspannt. In einem Ausführungsbeispiel ist zwischen dem An
schlußstutzen und dem zweiten Ventilstück ein Federelement
eingespannt, welches die Dichtkante des zweiten Ventilstücks
gegen eine konusförmige Sitzfläche des Ventilstücks preßt.
Vorteilhaft kann ein Bohrverschnitt vermieden werden, falls
eine in dem Ventilgehäuse angeordnete, die Einspritzöffnung
mit dem einzuspritzenden Kraftstoff versorgende Druckboh
rung, vorzugsweise im Bereich des Federelementes, in die das
zweite Ventilstück aufnehmende Aufnahmebohrung einmündet.
In einem zweiten Ausführungsbeispiel ist das zweite Ventil
stück einstückig mit dem Anschlußstutzen für den Kraftstoff
hochdruckanschluß ausgebildet und mit einer Sitzdichtung
versehen. Eine den Zulaufkanal umgebende Abstufung ist an
der Außenwandung des zweiten Ventilstücks vorgesehen, durch
welche eine ringförmige Auflagefläche für einen Dichtring
ausgebildet wird, der mit seiner von der Auflagefläche abge
wandten Seite gegen das erste Ventilstück gepreßt wird. Der
Hochdruckanschluß erfolgt in diesem Fall über eine Bohrung,
welche zwischen der Zulaufdrossel und dem vom Steuerdruck
raum abgewandten Einlaß des Zulaufkanals in den Zulaufkanal
einmündet und den Zulaufkanal mit einer in dem Ventilgehäuse
angeordneten Druckbohrung verbindet, welche die Ein
spritzöffnung mit dem einzuspritzenden Kraftstoff versorgt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung er
läutert. Es zeigt
Fig. 1a einen Schnitt durch den oberen Teil eines aus dem
Stand der Technik bekannten Kraftstoffeinspritzventils mit
Magnetsteller,
Fig. 1b einen Schnitt durch den unteren Teil des bekannten
Kraftstoffeinspritzventils aus Fig. 1a,
Fig. 2 einen Teilschnitt aus einem ersten Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventils und
Fig. 3 einen Teilschnitt aus einem zweiten Ausführungsbei
spiel eines erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventils.
In Fig. 1a und Fig. 1b ist ein Schnitt durch ein elektrisch
gesteuertes Kraftstoffeinspritzventil nach dem Stand der
Technik dargestellt, wie es beispielsweise aus der DE 196 50 865 A1
bekannt ist. Ein solches Kraftstoffeinspritzventil
ist zur Verwendung in einer Kraftstoffeinspritzanlage be
stimmt, die mit einem Kraftstoffhochdruckspeicher ausgerü
stet ist, der durch eine Hochdruckförderpumpe kontinuierlich
mit Hochdruckkraftstoff versorgt wird und von dem aus dieser
Kraftstoff unter Einspritzdruck über einzelne elektrisch ge
steuerte Einspritzventile der Brennkraftmaschine zugeführt
werden kann. Das in den Fig. 1a und 1b gezeigte Kraft
stoffeinspritzventil 1 weist dabei ein Ventilgehäuse 4 mit
einer Längsbohrung 5 auf, in der ein zum Beispiel als Druck
stange ausgebildetes, kolbenartiges Teil 6 angeordnet ist,
das an seinem einen Ende über ein Druckstück 67 auf eine in
einem Düsenkörper 65 angeordnete Ventilnadel 60 einwirkt,
welche durch die Schließkraft einer Düsenfeder 63 und die
Druckkraft des Teils 6 wenigstens eine Einspritzöffnung 7 im
Düsenkörper 65 verschließt. Der Düsenkörper ist mittels ei
nes Spiralspannstiftes 66 und einer Düsenspannmutter 64 mit
dem Ventilkörper verbunden. An der Ventilnadel 60 ist in be
kannter Weise eine Druckschulter 68 ausgebildet, die in ei
nem Druckraum 61 des Düsenkörpers 65 angeordnet ist. Der
Druckraum 61 wird über eine Druckbohrung 8 mit unter Hoch
druck stehendem Kraftstoff versorgt. Bei einer Öffnungshub
bewegung des Teiles 6 wird die Ventilnadel 60 durch den
ständig an der Druckschulter 68 angreifenden Kraftstoffhoch
druck im Druckraum 61 entgegen der Schließkraft der Feder 63
angehoben. Durch die dann mit dem Druckraum 61 verbundene
Einspritzöffnung 7 erfolgt die Einspritzung des Kraftstoffs
in den Brennraum der Brennkraftmaschine. Durch Absenken des
Teiles 6 wird die Ventilnadel 60 in Schließrichtung der Fe
derkraft der Feder 63 in den Ventilsitz 62 des Einspritzven
tils gedrückt und der Einspritzvorgang beendet.
Wie am besten in Fig. 1a zu erkennen ist, wird das Teil 6 an
seinem der Ventilnadel 60 gegenüber liegenden Ende in einer
Zylinderbohrung 11 geführt, die in einem Ventilstück 12 ein
gebracht ist, welches in das Ventilgehäuse 4 eingesetzt ist.
In der Zylinderbohrung 11 schließt die Stirnseite 13 des
Teiles 6 einen Steuerdruckraum 14 ein, der über einen Zu
laufkanal 16 mit einem Kraftstoffhochdruckanschluß 3 verbun
den ist. Der Zulaufkanal 16 ist im wesentlichen dreiteilig
ausgebildet. Eine radial durch die Wand des Ventilstücks 12
führende Bohrung, deren Innenwände auf einem Teil ihrer Län
ge eine Zulaufdrossel 15 ausbilden, ist mit einem das Ven
tilstück umfangsseitig umgebenden Ringraum 20 ständig verbunden,
welcher Ringraum wiederum über einen in den Zulauf
kanal eingeschobenen Kraftstoffilter 42 in ständiger Verbin
dung mit dem Kraftstoffhochdruckanschluß 3 eines in das Ven
tilgehäuse 4 einschraubbaren Anschlußstutzens 9 steht. Der
Ringraum 20 ist über einen Dichtring 39 zur Längsbohrung 5
abgedichtet. Über den Zulaufkanal 16 ist der Steuerdruckraum
14 dem im Kraftstoffhochdruckspeicher herrschenden hohen
Kraftstoffdruck ausgesetzt. Koaxial zum Teil 6 zweigt aus
dem Steuerdruckraum 14 eine im Ventilstück 12 verlaufende
Bohrung ab, die einen mit einer Ablaufdrossel 18 versehenen
Ablaufkanal 17 bildet, der in einen Entlastungsraum 19 ein
mündet, der mit einem Kraftstoffniederdruckanschluß 10 ver
bunden ist, welcher wiederum in nicht weiter dargestellter
Weise mit einem Kraftstoffrücklauf des Einspritzventils 1
verbunden ist. Der Austritt des Ablaufkanals 17 aus dem Ven
tilstück 12 erfolgt im Bereich eines kegelförmig angesenkten
Teiles 21 der außenliegenden Stirnseite des Ventilstückes
12. Das Ventilstück 12 ist dabei in einem Flanschbereich 22
fest über ein Schraubglied 23 mit dem Ventilgehäuse 4 ver
spannt.
In dem kegelförmigen Teil 21 ist ein Ventilsitz 24 ausgebil
det, mit dem ein Steuerventilglied 25 eines das Einspritz
ventil steuernden Magnetventils 30 zusammen wirkt. Das Steu
erventilglied 25 ist mit einem zweiteiligen Anker in Form
eines Ankerbolzens 27 und einer Ankerscheibe 28 gekoppelt,
welcher Anker mit einem Elektromagneten 29 des Magnetventils
30 zusammen wirkt. Die Ankerplatte ist unter Einwirkung ih
rer trägen Masse gegen die Vorspannkraft einer Rückholfeder
35 dynamisch verschiebbar auf dem Ankerbolzen gelagert und
wird durch diese Rückholfeder im Ruhezustand gegen einen An
schlagring 26 am Ankerbolzen gedrückt. Die Rückholfeder 35
stützt sich gehäusefest über einen Flansch 32 eines den An
kerbolzen führenden Gleitstücks 34 ab, das mit diesem
Flansch zwischen Ventilstück 12 und Schraubteil 23 im Ventilgäuse
fest eingespannt ist. Der Ankerbolzen und mit ihm
die Ankerscheibe und das mit dem Ankerbolzen verbundene
Steuerventilglied 25 sind ständig durch eine sich gehäuse
fest abstützende Schließfeder 31 in Schließrichtung beauf
schlagt, so daß das Steuerventilglied 25 normalerweise in
Schließstellung am Ventilsitz 24 anliegt. Bei Erregung des
Elektromagneten wird die Ankerplatte 28 vom Elektromagneten
angezogen und dabei der Ablaufkanal 17 zum Entlastungsraum
19 hin geöffnet. Zwischen dem Steuerventilglied 25 und der
Ankerplatte 28 befindet sich eine Ringschulter 33 am Anker
bolzen 27, die bei erregtem Elektromagneten am Flansch 32
anschlägt und so den Öffnungshub des Steuerventilglieds 25
begrenzt. Zur Einstellung des Öffnungshubes ist zwischen
Flansch 32 und Ventilstück 12 eine Einstellscheibe 38 einge
legt. Das Öffnen und Schließen der Ventilnadel wird in fol
gender Weise durch das Magnetventil gesteuert. In Schließ
stellung des Steuerventilgliedes 25 ist der Steuerdruckraum
14 zur Entlastungsseite 19 hin verschlossen, so daß sich
dort über den mit der Zulaufdrossel 15 versehenen Zulaufka
nal 16 sehr schnell der hohe Druck aufbaut, der auch in dem
Kraftstoffhochdruckspeicher ansteht. Über die Fläche der
Stirnseite 13 erzeugt der Druck im Steuerdruckraum 14 eine
Schließkraft auf das Teil 6 und die damit in Verbindung ste
hende Ventilnadel 60, die größer ist als die andererseits in
Öffnungsrichtung in Folge des anstehenden Hochdrucks wirken
den Kräfte. Wird der Steuerdruckraum 14 durch Öffnen des Ma
gnetventils zur Entlastungsseite 19 hin geöffnet, baut sich
der Druck in dem geringen Volumen des Steuerdruckraumes 14
sehr schnell ab, da dieser über die Zulaufdrossel 15 von der
Hochdruckseite abgekoppelt ist. Infolgedessen überwiegt die
auf die Ventilnadel in Öffnungsrichtung wirkende Kraft aus
dem an der Ventilnadel anstehenden Kraftstoffhochdruck, so
daß diese nach oben bewegt und dabei die wenigstens eine
Einspritzöffnung 7 zur Einspritzung geöffnet wird. Schließt
jedoch das Magnetventil 30 den Ablaufkanal 17, kann der
Druck im Steuerdruckraum 14 durch den über den Zulaufkanal
16 nachfließenden Kraftstoff dennoch sehr schnell wieder
aufgebaut werden, so daß die ursprüngliche Schließkraft an
steht und die Ventilnadel des Kraftstoffeinspritzventils
schließt. Natürlich kann an Stelle des mit dem Steuerventil
glied 25 zusammenwirkenden Magnetstellers auch ein Pie
zosteller oder eine Kombination aus Piezosteller und Magnet
steller oder ein anderes Stellglied verwandt werden.
In den Fig. 2 und 3 sind zwei Ausführungsbeispiele für
ein erfindungsgemäßes Kraftstoffeinspritzventil dargestellt.
Die Teildarstellung in Fig. 2 und Fig. 3 beschränkt sich da
bei auf die von Fig. 1a und 1b abweichenden Teile. Gleiche
Teile wurden mit gleichen Bezugsziffern versehen.
Bei dem ersten Ausführungsbeispiel in Fig. 2 ist ein zweites
Ventilstück 40 als im wesentlichen zylinderförmiges Einlege
teil ausgebildet, welches in eine Aufnahmebohrung 46 des
Ventilgehäuses 4 eingesetzt ist. Der Außendurchmesser des
zylinderförmigen zweiten Ventilstücks 40 ist etwas kleiner
ausgebildet, als der Innendurchmesser der Aufnahmebohrung
46. Das dem Steuerdruckraum 14 zugewandte stirnseitige Ende
48 des zweiten Ventilstücks 40 weist eine umlaufende Dicht
kante 53 auf, welche mit einer an dem ersten Ventilstück 12
ausgebildeten Sitzfläche 55 zusammenwirkt, wie weiter unten
noch beschrieben wird. Weiterhin weist das zweite Ventil
stück 40 eine axiale Bohrung auf, welche einen Abschnitt 16a
des Zulaufkanals 16 bildet. Ein im Querschnitt verengter Ab
schnitt der Innenwandung des in dem zweiten Ventilstück 40
ausgebildeten Abschnitts 16a des Zulaufkanals bildet die Zu
laufdrossel 15 aus. Die Zulaufdrossel wird in bekannter Wei
se in das zweite Ventilstück 40 eingebracht, welches wie das
erste Ventilstück 12 beispielsweise aus Metall gefertigt
sein kann. Prinzipiell können das erste und zweite Ventil
stück aber auch aus unterschiedlichen Materialien gefertigt
werden. Das erste Ventilstück 12 unterscheidet sich von dem
in Fig. 1a gezeigten Ventilstück 12 dadurch, daß an Stelle
des die Zulaufdrossel 15 aufweisenden Abschnitts des Zulauf
kanals 16 eine Öffnung 45 in dem ersten Ventilstück vorgese
hen ist, welche sich radial zur Zylinderbohrung 11 seitlich
aus dem Steuerdruckraum 14 erstreckt. Die Innenwandung 55
der Öffnung 45 bildet eine sich ausgehend vom Steuerdruck
raum 14 nach außen im Durchmesser erweiternde, konusförmige
Sitzfläche für das zweite Ventilstück 40 aus. Das zweite
Ventilstück 40 ist mit dem Endabschnitt 48 in die Aufnahme
bohrung 46 derart eingesetzt, daß die Dichtkante 53 an der
konusförmigen Sitzfläche 55 anliegt und der Endabschnitt 48
des zweiten Ventilstücks 40 mit der Austrittsöffnung des Zu
laufkanals 16 dem Steuerdruckraum 14 zugewandt ist. Der An
schlußstutzen 9 weist an seiner dem zweiten Ventilstück 12
zugewandten Seite eine abgestufte Ringfläche 51 auf, von der
aus ein zylindrischer Vorsprung 52 des Anschlußstutzens 9
zum zweiten Ventilstück 40 hin absteht. Zwischen dem zweiten
Ventilstück 40 und dem zylindrischen Vorsprung 52 ist ein
Federelement 56 angeordnet, beispielsweise eine Tellerfeder
oder Schraubenfeder. Der Anschlußstutzen 9 wird in eine Ge
windebohrung des Ventilgehäuses 4 eingeschraubt und preßt
mit dem in die Aufnahmebohrung 46 eingreifenden Vorsprung 52
das Federelement 56 gegen das zweite Ventilstück 40 an, wel
ches hierdurch mit der Dichtkante 53 in die konische Sitz
fläche 55 gepreßt wird. Ein über den Vorsprung 52 geschobe
ner, an der Ringfläche 51 anliegender Dichtring 41 wird
gleichzeitig gegen das Ventilgehäuse 4 angedrückt und dich
tet das Ventilgehäuse gegen den Anschlußstutzen ab. Eine in
dem Ventilgehäuse 4 angeordnete, den Druckraum 61 mit Kraft
stoff versorgende Druckbohrung 8 mündet im Bereich des Fe
derelementes 56 in die Aufnahmebohrung 46 ein. Der unter
Hochdruck stehende Kraftstoff gelangt vom Kraftstoffhoch
druckspeicher aus über den Kraftstoffilter zunächst in den
Teil des Zulaufkanals 16, welcher im Anschlußstutzen 9 angeordnet
ist, und von dort einerseits durch die Zwischenräume
des Federelementes 56 in die Aufnahmebohrung 46 und die
Druckbohrung 8 und andererseits durch den Abschnitt 16a des
zweiten Ventilstücks 40 und die Zulaufdrossel 15 in den
Steuerdruckraum 14. In Abweichung von dem hier dargestellten
Ausführungsbeispiel ist es auch möglich, auf das Federele
ment 56 zu verzichten, und das zweite Ventilstück 40 unmit
telbar mit dem eingeschraubten Anschlußstutzen 9 gegen das
erste Ventilstück 12 vorzuspannen. Der Vorsprung 52 des An
schlußstutzens 9 kann dann zur Verbindung der Druckbohrung 8
mit dem Zulaufkanal eine in den Zulaufkanal 16 radial ein
mündende seitliche Bohrung aufweisen. Auch ist es möglich,
den die Öffnung 45 umgebenden Bereich des ersten Ventil
stücks 12 und die Stirnseite 48 des zweiten Ventilstücks 40
eben auszugestalten und das zweite Ventilstück 40 mit einem
Dichtungsring gegen den ebenen Teil der Außenwandung des er
sten Ventilstücks 12 anzudrücken. In diesem Fall greift das
zweite Ventilstück 40 nicht in die Öffnung 45 des ersten
Ventilstücks ein.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in Fig. 3 gezeigt. Bei
diesem Ausführungsbeispiel ist das zweite Ventilstück 40
einstückig mit dem Anschlußstutzen 9 aus Metall gefertigt.
Im Prinzip ergibt sich dieses Ausführungsbeispiel dadurch,
daß der zylindrische Vorsprung 52 des Anschlußstutzens 9 aus
Fig. 2 etwas verlängert wird und eine weiter Abstufung auf
weist, welche eine ringförmige Auflagefläche 57 für einen
weiteren Dichtring 54 bildet, beispielsweise eine Viton-
Dichtung. Von der Auflagefläche 57 steht ein weiterer zylin
drischer Vorsprung ab, der mit seiner Stirnseite 48 in die
Öffnung 45 des ersten Ventilstücks 12 eingreift. Der Dich
tring 54 wird beim Einschrauben des Anschlußstutzens 9 in
die Gewindebohrung des Ventilgehäuses 4 gegen die Außenwan
dung des ersten Ventilstücks 12 gepreßt, wodurch der Steuer
druckraum 14 abgedichtet wird. Zwischen der Zulaufdrossel 15
und dem vom Steuerdruckraum 14 abgewandten Einlaß 3 des Zu
laufkanals 16 mündet eine Querbohrung 58 in den Zulaufkanal
16 ein, welche den Zulaufkanal mit der in dem Ventilgehäuse
4 angeordneten Druckbohrung 8 verbindet. Vorzugsweise ist
diese Querbohrung 58 in etwa koaxial zu der Druckbohrung 8
in den Anschlußstutzen 3 eingebracht.
Claims (12)
1. Kraftstoffeinspritzventil (1) für Brennkraftmaschinen mit
einem Ventilgehäuse (4) und einem axial beweglichen Ventil
glied (60) zum Öffnen und Schließen einer Einspritzöffnung
(7) des Einspritzventils und mit einem in Schließrichtung
des Ventilgliedes (60) wirkenden Teil (6), das mit seinem
von der Einspritzöffnung (7) abgewandten Ende (13) in einer
Bohrung (11) eines in das Ventilgehäuse (4) eingesetzten er
sten Ventilstücks (12) geführt wird und mit diesem Ende (13)
in dem ersten Ventilstück (12) einen Steuerdruckraum (14)
einschließt, welcher Steuerdruckraum (14) über einen mit we
nigstens einer Zulaufdrossel (15) versehenen Zulaufkanal
(16) mit einem Kraftstoffhochdruckanschluß (3) und über ei
nen von einem beweglichen Steuerventilglied (25) verschließ
baren, eine Ablaufdrossel aufweisenden Ablaufkanal (17) mit
einem Kraftstoffniederdruckanschluß (10) verbindbar ist, wo
bei über den vom Steuerventilglied (25) gesteuerten Kraft
stoffdruck im Steuerdruckraum (14) der Einspritzvorgang
steuerbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest der mit
der Zulaufdrossel (15) versehene Abschnitt (16a) des Zulauf
kanals (16) an einem in das Ventilgehäuse (4) eingesetzten
zweiten Ventilstück (40) angeordnet ist, welches zweite Ven
tilstück (40) mit einer in dem ersten Ventilstück (12) aus
gebildeten Öffnung (45) derartig verbunden ist, daß der mit
der Zulaufdrossel (15) versehene Abschnitt (16a) des Zulaufkanals
(16) des zweiten Ventilstücks (40) in den Steuer
druckraum (14) des ersten Ventilstücks (12) einmündet.
2. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die in dem ersten Ventilstück (12) ausge
bildete Öffnung (45) radial zur Achse der Bohrung (11) ver
laufend aus dem Steuerdruckraum (14) abzweigt und daß das
zweite Ventilstück (40) in eine sich koaxial zu der Öffnung
(45) des ersten Ventilstücks (12) nach außen erstreckende
Aufnahmebohrung (46) des Ventilgehäuses (4) eingesetzt ist
und mit einem Endabschnitt (48), in welchen der Zulaufkanal
(16) einmündet, in die Öffnung (45) des ersten Ventilstücks
(12) eingeführt ist.
3. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Dichtung (53, 54) vorgesehen ist,
welche die Verbindung zwischen dem ersten Ventilstück (12)
und dem zweiten Ventilstück (40) abdichtet.
4. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein den Kraftstoffhochdruckanschluß (3)
aufweisender, an dem Ventilgehäuse (4) befestigbarer An
schlußstutzen (9) des Enspritzventils (1) ein Spannteil bil
det, welches zumindest mittelbar das zweite Ventilstück (40)
gegen das erste Ventilstück (12) vorspannt.
5. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Innenwandung (55) der in dem ersten
Ventilstück (12) ausgebildeten Öffnung (45) eine Sitzfläche
für eine an der Außenwandung des zweiten Ventilstücks (40)
ausgebildete Dichtkante (53) bildet.
6. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Sitzfläche (55) konusförmig ausgebil
det ist.
7. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß zwischen dem Anschlußstutzen (9) und dem
zweiten Ventilstück (40) ein Federelement (56) eingespannt
ist, welches die Dichtkante (53) des zweiten Ventilstücks
(40) gegen die Sitzfläche (55) preßt.
8. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine in dem Ventilgehäuse (4) angeordnete,
die Einspritzöffnung (7) mit dem einzuspritzenden Kraftstoff
versorgende Druckbohrung (8), vorzugsweise im Bereich des
Federelementes (56), in die das zweite Ventilstück (40) auf
nehmende Aufnahmebohrung (46) einmündet.
9. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß das zweite Ventilstück (40) einstückig mit
dem den Kraftstoffhochdruckanschluß (3) aufweisenden, an dem
Ventilgehäuse (4) befestigbaren Anschlußstutzen (9) ausge
bildet ist.
10. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine den Zulaufkanal (16) umgebende Abstu
fung an der Außenwandung des zweiten Ventilstücks (40) vor
gesehen ist, durch welche eine ringförmige Auflagefläche
(57) für einen der Dichtung dienenden Dichtring (54) ausge
bildet wird, der mit seiner von der Auflagefläche (57) abge
wandten Seite gegen das erste Ventilstück (12) gepreßt wird
und die Öffnung (45) des Steuerdruckraums (14) abdichtet.
11. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 9 oder 10, da
durch gekennzeichnet, daß zwischen der Zulaufdrossel (15)
und dem vom Steuerdruckraum (14) abgewandten Einlaß (3) des
Zulaufkanals (16) eine Bohrung (58) in den Zulaufkanal (16)
einmündet, welche den Zulaufkanal mit einer in dem Ventilge
häuse (4) angeordneten Druckbohrung (8) verbindet, welche
Druckbohrung (8) die Einspritzöffnung (7) mit dem einzu
spritzenden Kraftstoff versorgt.
12. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß die in den Zulaufkanal (16) einmündende
Bohrung (48) in etwa koaxial zu der Druckbohrung (8) in den
Anschlußstutzen (3) eingebracht ist.
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