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DE10023583A1 - Elektrohydraulischer Senken-Modul - Google Patents

Elektrohydraulischer Senken-Modul

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DE10023583A1
DE10023583A1 DE2000123583 DE10023583A DE10023583A1 DE 10023583 A1 DE10023583 A1 DE 10023583A1 DE 2000123583 DE2000123583 DE 2000123583 DE 10023583 A DE10023583 A DE 10023583A DE 10023583 A1 DE10023583 A1 DE 10023583A1
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Abstract

Es wird ein elektrohydraulischer Senken-Modul (12) zum Steuern des Senkenstroms einer von einem hydraulischen Motor (11) bewegten Last vorgeschlagen, bei dem ein Schieber (33) einer Druckwaage (21) mehrere Funktionen übernimmt. Der die Lastdruckunterschiede ausregelnde Schieber (33) der Druckwaage (21) übernimmt mit seinem stirnseitigen Ventilkegel (42) zugleich die Funktion Abdichten durch Sitzventil (43) und die Funktion Notabschaltung mit Hilfe eines den Schieber (33) vorsteuernden Schaltventils (23). Das der Druckwaage (21) im Senkenstrom nachgeschaltete Proportionalventil (22) kann dabei als einfaches, direkt gesteuertes Ventil in Schieberbauweise ohne hohe Dichtheitseigenschaften ausgeführt werden.

Description

Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einem elektrohydraulischen Senken-Modul zum Steuern einer von einem hydraulischen Motor bewegten Last nach der im Oberbegriff des Anspruchs 1 näher angegebenen Gattung.
Aus der DE 196 32 201 A1 ist eine hydraulische Steuereinrichtung für einen einfach wirkenden hydraulischen Motor bekannt, die neben einem Heben-Modul auch einen elektrohydraulischen Senken-Modul aufweist. Bei diesem Senken-Modul sind eine Druckwaage und ein 2-Wege- Proportionalventil in eine Ablaufleitung geschaltet, so daß eine lastdruckunabhängige proportionale Volumenstromsteuerung beim Senken der Last möglich ist. Bei solchen Senken-Modulen werden viele Forderungen an die Ventiltechnik gestellt, die meist nur teilweise erfüllbar sind. So soll der Senken-Modul einen möglichst geringen Durchflußwiderstand bei kleinen Lastdrücken haben und im geschlossenen Zustand eine geringe Leckage aufweisen. Ferner soll mit dem Senken-Modul eine Begrenzung der maximalen Senkgeschwindigkeit sowie ein vom Lastdruck unabhängiger Zusammenhang zwischen Ventilansteuerung und Senkgeschwindigkeit erzielbar sein. Auch soll der Senken- Modul möglichst unempfindlich gegenüber Verschmutzung sein. Vielfach ist es auch erwünscht, daß eine Möglichkeit zur Notabschaltung über ein gesondertes Schaltventil möglich ist, wobei alle diese Funktionen bei einem möglichst hohen Integrationsgrad und damit bei niedrigen Kosten erzielbar sein sollen. Obwohl nun viele dieser Ziele beim vorbekannten Senken-Modul erreicht werden, erfordert hier die Integration der Sitzventilfunktion für ein sicheres Absperren der Last in dem Proportionalventil eine relativ aufwendige und damit teuere Bauart des Proportionalventils. Auch ist bei dem bekannten Senken-Modul keine gesonderte Notabschaltung möglich, zumal die Druckwaage dort in Grundstellung offen ist. Auch ist die Druckwaage rein schematisch dargestellt und somit deren konstruktive Ausführung nicht näher angegeben.
Ferner ist aus der DE 42 39 321 A1 ein elektrohydraulischer Hubmodul im Zusammenhang mit der Steuerung eines einfach wirkenden Motors von Staplern bekannt, der ebenfalls einen zugeordneten elektrohydraulischen Senken-Modul aufweist. Der Senken-Modul weist für eine lastdruckunabhängige proportionale Volumenstromsteuerung neben einer Druckwaage eine verstellbare Meßblende auf, die sowohl direkt gesteuert als auch vorgesteuert ausgeführt werden kann. Die Ventilelemente des Senken-Moduls sind hier nur schematisch dargestellt und zeigen keine Sitzventilfunktion, so daß die Forderung nach einer geringen Leckage in geschlossenem Zustand kaum erfüllbar ist. Auch ist die Möglichkeit einer Notabschaltung über ein gesondertes Schaltventil hier nicht vorgesehen.
Vorteile der Erfindung
Der erfindungsgemäße elektrohydraulische Senken-Modul zum Steuern einer von einem hydraulischen Motor bewegten Last mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß mit ihm alle erwähnten Forderungen mit relativ geringem Aufwand erfüllt werden können. Dabei kommt der elektrohydraulische Senken-Modul mit zwei Schiebern im Arbeitsstrom aus, wobei in die Druckwaage die Sitzventilfunktion so integriert ist, daß nur ein einziges Ventilglied für beide Funktionen erforderlich ist. Im geschlossenem Zustand wird die Last am hydraulischen Motor durch die vorgeschaltete Druckwaage mit Sitzventilfunktion abgesperrt, so daß der Senken-Modul neben einer hohen Sicherheit auch nur eine geringe Leckage aufweist. Weiterhin läßt sich durch die Integration zweier Funktionen in der Druckwaage mit dieser eine Notabschaltung realisieren, wobei dies mit geringem zusätzlichen Aufwand erreichbar ist. Die Druckwaage weist dadurch einen besonders hohen Integrationsgrad auf, indem sie die Funktionen des Dichtens durch Sitzventil, der lastdruckunabhängigen Volumenstromsteuerung und zugleich der Notabschaltung übernimmt. Damit können der Aufwand und damit die Kosten des Senken-Moduls äußerst niedrig gehalten werden. Ferner kann durch die Ausgestaltung des Senken-Moduls als Proportionalventil ein relativ einfach aufgebautes Ventil verwendet werden, das keine hohen Anforderungen bezüglich Dichtheit erfüllen muß und das zudem auch direkt gesteuert verwendet werden kann. Fernerhin läßt sich der Senken-Modul auch so aufbauen, daß er einen möglichst geringen Durchflußwiderstand bei kleinen Lastdrücken aufweist. In vorteilhafter Weise kann dabei die Druckwaage auch so ausgeführt werden, daß eine Verstellbarkeit der Maximalmenge von außen an der Druckwaage möglich ist.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen Senken-Moduls möglich. Mit den Ausführungen nach den Unteransprüchen lassen sich in vorteilhafter Weise besonders einfache, platzsparende und kostengünstige Bauweisen des Senken-Moduls erreichen.
Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen die einzige Figur ein Blockschaltbild des elektrohydraulischen Senken-Moduls in vereinfachter Darstellung im Zusammenhang mit einer Steuerung für einen einfach wirkenden hydraulischen Motor.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
Die Figur zeigt in vereinfachter Darstellung eine hydraulische Steuereinrichtung 10 zur lastdruckkompensierten Volumenstromsteuerung für einen hydraulischen Motor 11, der hier als einfach wirkender Arbeitszylinder ausgebildet ist, wie er in Hubwerken zum Heben, Halten und Senken von Lasten, insbesondere in Staplern oder Traktoren verwendet wird.
Die Steuereinrichtung 10 weist einen elektrohydraulischen Senken-Modul 12 auf, der in eine vom Motor 11 zum Tank 13 geführte Ablaufleitung 14 geschaltet ist. Zur Druckmittelversorgung des Motors 11 steht dieser ferner über eine Zulaufleitung 15 mit einer Pumpe 16 in Verbindung, wobei in an sich bekannter Weise in diese Zulaufleitung 15 stromabwärts von der Pumpe 16 eine Drucksteuereinrichtung 17, ein Heben-Modul 18 sowie ein Rückschlagventil 19 geschaltet sind.
Der in der Figur vereinfacht dargestellte elektrohydraulische Senken-Modul 12 besteht im wesentlichen aus einer Druckwaage 21 und einem 2-Wege-Proportionalventil 22, die hintereinander in die Ablaufleitung 14 geschaltet sind, sowie aus einem die Druckwaage 21 vorsteuernden Schaltventil 23, das in eine von der Druckwaage 21 zum Tank 13 geführte Steuerleitung 24 geschaltet ist.
Die Druckwaage 21 weist ein Gehäuse 25 auf, das von einer mehrfach abgesetzten, durchgehenden Schieberbohrung 26 durchdrungen ist. Diese Schieberbohrung 26 durchdringt eine erste (27) sowie eine zweite ringförmige Kammer 28. Die erste Kammer 27 ist in radialer Richtung als erster Anschluß 29 ausgebildet, der über einen Abschnitt der Ablaufleitung 14 mit dem Motor 11 verbunden ist. Die zweite Kammer 28 bildet mit der auslaufenden Schieberbohrung 26 einen axial verlaufenden zweiten Anschluß 31, dem das Proportionalventil 22 nachgeschaltet ist. Der Durchmesser der Schieberbohrung 26 im zweiten Anschluß 31 ist kleiner ausgebildet als der Durchmesser der Schieberbohrung 26 im Bereich der ersten Kammer 27, so daß am Übergang zur zweiten Kammer 28 ein Ventilsitz 32 ausgebildet ist.
In der Schieberbohrung 26 ist ein längsbeweglicher Schieber 33 der Druckwaage 21 beweglich geführt. Der Schieber 33 ragt mit einem ersten Kolbenabschnitt 34 in die zweite Kammer 28 hinein, während ein am entgegengesetzten Ende liegender zweiter Kolbenabschnitt 35 einen Federraum 36 begrenzt, der eine den Schieber 33 stirnseitig belastende Feder 37 aufnimmt. Die Feder 37 stützt sich ferner an einer hutförmigen Verschlußschraube 38 ab, welche die Schieberbohrung 26 nach außen verschließt. Ausgehend vom ersten Kolbenabschnitt 34 weist der Schieber 33 angrenzende und längs verlaufende Steuernuten 39 sowie eine Ringnut 41 auf. Am stirnseitigen Ende des ersten Kolbenabschnitts 34 ist ein Ventilkegel 42 ausgebildet, der zusammen mit dem gehäusefesten Ventilsitz 32 ein Sitzventil 43 bildet. Dieses Sitzventil 43 ist geschlossen, wenn die Feder 37 den Schieber 33 auf den Ventilsitz 32 drückt und dabei den ersten Anschluß 29 dicht absperrt. In diesem Fall steht die zweite Kammer 28 über eine im ersten Kolbenabschnitt 34 angeordnete Abgriffstelle 44 für einen Steuerstrom, eine Blende 45 sowie eine im Schieber 33 axial verlaufende Sacklochbohrung 46 mit dem Federraum 36 hydraulisch in Verbindung. Wie die Figur ferner zeigt, ist durch die Ausbildung des Schiebers 33 als Sitzventil 43 am ersten Kolbenabschnitt 34 eine ringförmige Differenz-Druckfläche 47 ausgebildet, an welcher der Schieber 33 vom Druck in der zweiten Kammer 28 gegen die Kraft der Feder 37 beaufschlagt wird. Ferner weist der Schieber 33 am Übergang von dem ersten Kolbenabschnitt 34 in die Steuernut 39 eine Steuerkante 48 auf, welche der Funktion Lastkompensation zugeordnet ist und welche mit der zur ersten Kammer 27 hin gewandten Wand 49 der zweiten Kammer 28 zusammenwirkt.
Die axiale Ausdehnung des ersten Kolbenabschnitts 34 ist somit wesentlich kleiner als die axiale Erstreckung der zweiten Kammer 28, so daß die Funktionen des als Rückschlagventil wirkenden Sitzventils 43 einerseits und andererseits des zur Lastkompensation dienenden Schiebers 33 nur abwechselnd wirksam werden können. Ferner ist im Gehäuse 25 ein Steueranschluß 51 vorgesehen, der innerhalb des Gehäuses 25 in den Federraum 36 führt und an den außen die Steuerleitung 24 angeschlossen ist. Das in die Steuerleitung 24 geschaltete Schaltventil 23 kann als einfaches 2/2- Magnetventil ausgeführt werden, da es lediglich zur Vorsteuerung des Schiebers 33 dient. Das Schaltventil 23 hat eine federbelastete Sperrstellung und läßt sich elektromagnetisch in eine Durchgangsstellung auslenken.
Stromabwärts vom zweiten Anschluß 31 der Druckwaage 21 ist das Proportionalventil 22 in die Ablaufleitung 14 geschaltet, wobei dieses Ventil recht einfach als direkt gesteuertes Schieberventil ausgeführt werden kann, da bei ihm keine besonderen Anforderungen an die Dichtheit bestehen und die auftretenden Strömungskräfte wegen des niedrigen Druckabfalls gering bleiben.
Die Wirkungsweise der hydraulischen Steuereinrichtung 10 im Zusammenhang mit der Arbeitsweise des Senken-Moduls 12 wird wie folgt beschrieben:
Soll eine Last am einfach wirkenden Motor 11 mit Hilfe des Heben-Moduls 18 gehoben beziehungsweise gehalten werden, so befindet sich der Senken-Modul 12 im geschlossenen Zustand. Dabei ist das Schaltventil 23 geschlossen und der im ersten Anschluß 29 herrschende Lastdruck kann sich über die Abgriffsstelle 44 im Schieber 33, die Blende 45 und die Sacklochbohrung 46 im Federraum 36 aufbauen. Der Druck im Federraum 36 zusammen mit der Kraft der Feder 37 drücken den Schieber 33 mit seinem Ventilkegel 42 auf den Ventilsitz 32, so daß das Sitzventil 43 wie ein Rückschlagventil arbeitet und den Motor 11 sicher absperrt.
Zum Senken einer Last am Motor 11 wird der elektrohydraulische Senken-Modul 12 angesteuert. Dazu wird nun das Schaltventil 23 geöffnet, so daß der Federraum 36 über die Steuerleitung 24 zum Tank 13 entlastet ist. Da der Durchmesser des Ventilsitzes 32 kleiner ist als der Durchmesser des Schiebers 33, wirkt nun der auch in der zweiten Kammer 28 herrschende Lastdruck auf die kreisringförmige Differenz-Druckfläche 47 des Schiebers 33 in öffnender Richtung. Infolge des geöffneten Schaltventils 23 und der Blende 45 herrscht im Federraum 36 ein relativ niedriger Zwischendruck. Der Schieber 33 bewegt sich nun gegen die Kraft der Feder 37 nach rechts und öffnet dabei das Sitzventil 43. Die Kraft der andrückenden Feder 37 ist so bemessen, daß auch beim kleinsten auftretenden Lastdruck die hydraulische Kraft den Schieber 33 in die vollständig geöffnete Position bewegen kann. Diese Position mit voll geöffnetem Sitzventil 43 ist näherungsweise in der Figur dargestellt. In dieser dargestellten Position hat sich die Steuerkante 48 des Schiebers 33 der als Steuerkante dienenden Wand 49 am Gehäuse 25 genähert, so daß der Schieber 33 die Druckmittelverbindung vom ersten Anschluß 29 zum zweiten Anschluß 31 mehr oder weniger stark auf- und zusteuern kann. Das dem zweiten Anschluß 31 nachgeschaltete Proportionalventil 22 ist nun angesteuert, wobei es proportional zur Größe des elektrischen Eingangssignals einen dementsprechenden Öffnungsquerschnitt in der Ablaufleitung 14 aufsteuert. In der in Fig. 1 dargestellten Position wirkt auf die dem Federraum 36 gegenüberliegende Stirnseite des Schiebers 33 der Druck stromabwärts von der Steuerkante 48, also der Druck im zweiten Anschluß 31. Wenn die hierdurch hervorgerufene Kraft die Vorspannung der Regelfeder 37 überschreitet, so wird der in der Druckwaage arbeitende Schieber 33 weiter in Richtung des Federraums 36 geschoben. Dabei wird der von der Steuerkante 48 aufgesteuerte Durchflußquerschnitt verringert und somit eine Reduktion beziehungsweise Begrenzung des Drucks im zweiten Anschluß 31 erreicht. Somit wirkt der Schieber 33 in dieser Position als Regelelement, das den Druckabfall am nachgeschalteten Proportionalventil 22 begrenzt. Dabei kann mit Hilfe der Verschlußschraube 38 von außen her die Vorspannung der Regelfeder 37 eingestellt werden, so daß auch das über das Proportionalventil 22 auftretende Regeldruckgefälle und somit der maximal auftretende Volumenstrom einstellbar ist. Mit dem Schieber 33 in der Druckwaage 21 wird somit erreicht, daß mit dem Proportionalventil 22 eine lastdruckkompensierte Volumenstromsteuerung beim Senken möglich ist.
Wird bei einem Senkenvorgang das durch die Feder 37 vorgegebene Regeldruckgefälle nicht erreicht, weil der Lastdruck niedriger ist, so stellt der Schieber 33 in der Sperrdruckwaage 21 nur einen kleinen Widerstand für den durchfließenden Volumenstrom dar. Zur Begrenzung des maximalen Volumenstroms reicht es aus, den Öffnungsquerschnitt im Proportionalventil zu begrenzen, was zum Beispiel durch einen mechanischen Anschlag möglich ist.
Bei geöffnetem Senken-Modul kann bei Bedarf die Druckwaage 21 jederzeit geschlossen werden, so daß sie ihre Sperrfunktion erfüllt. Zu diesem Zweck wird das Schaltventil 23 abgeschaltet, so daß die Verbindung von dem Federraum 36 über die Steuerleitung 24 zum Tank 13 gesperrt ist. Über die Abgriffstelle 44 und die Blende 45 sowie die Sacklochbohrung 46 im Schieber 33 kann sich nun der stromabwärts der Steuerkante 48 herrschende Druck wieder in dem Federraum 36 aufbauen, so daß die schließenden Kräfte am Schieber 33 überwiegen und das Sitzventil 43 schließt. Der Schieber 33 in der Druckwaage 21 übernimmt somit mehrere Funktionen, indem er einmal durch das Sitzventil 43 die Funktion Dichten übernimmt, ferner mit Hilfe seiner Steuerkante 48 die Lastkompensation in der Druckwaage übernimmt und zusätzlich mit Hilfe des Schaltventils 23 noch eine Notabschaltung ausführen kann. Mit dem hydraulischen Senken-Modul 12 lassen sich somit alle Forderungen bei einer derartigen Ventiltechnik erfüllen. So läßt sich ein möglichst geringer Durchflußwiderstand bei kleinen Lastdrücken erreichen; im geschlossenen Zustand sorgt das Sitzventil 43 für eine geringe Leckage; die maximale Senkgeschwindigkeit läßt sich mit dem Proportionalventil 22 einfach begrenzen, wobei ein vom Lastdruck unabhängiger Zusammenhang zwischen Ventilansteuerung und Senkgeschwindigkeit möglich ist. Der Senken-Modul 12 ist relativ unempfindlich gegenüber Verschmutzung und erlaubt zudem die Möglichkeit einer Notabschaltung durch das gesonderte Schaltventil 23. Dabei lassen sich diese Forderungen bei einem hohen Integrationsgrad erreichen, was zu niedrigen Kosten führt. Dabei ist es vorteilhaft, daß alle diese Anforderungen mittels zweier Schieber im Arbeitsstrom darstellbar sind. Die Maximalmenge läßt sich von außen leicht einstellen und das Proportionalventil 22 ermöglicht einen einfachen Aufbau, da es direkt gesteuert und ohne hohe Dichtheitsforderungen ausgeführt werden kann. Zudem ermöglicht die Bauweise der Druckwaage 21 einen niedrigen Durchflußwiderstand auch bei geringer Last.
Selbstverständlich sind an der gezeigten Ausführungsform Änderungen möglich, ohne vom Gedanken der Erfindung abzuweichen. So kann die Steuereinrichtung 10 ohne wesentliche Änderung des Senken-Moduls 12 auch so ausgebildet werden, daß das Rückschlagventil 19 in der Zulaufleitung 15 entfallen kann und dessen Funktion ebenfalls vom Schieber 33 der Druckwaage 21 übernommen wird. In diesem Fall wird die Zulaufleitung 15 stromab vom Heben- Modul 18 nicht in den Motor 11, sondern in den zweiten Anschluß 31 der Druckwaage 21 geführt; auf diese Weise kann der Schieber 33 zusätzlich die Funktion eines Rückschlagventils beim Heben übernehmen.

Claims (11)

1. Elektrohydraulischer Senken-Modul zum Steuern einer von einem hydraulischen Motor bewegten Last, wobei der Motor über eine Ablaufleitung zum Tank entlastbar ist, in die für eine den Lastdruck kompensierende Volumenstromsteuerung eine Druckwaage mit Schieber sowie ein dieser nachgeschaltetes Proportionalventil geschaltet sind, sowie mit einem die Last absichernden Sitzventil, dadurch gekennzeichnet, daß die Funktion des Sitzventils (43) in die Druckwaage (21) integriert ist und daß in eine von der Druckwaage (21) abzweigende Steuerleitung (24) ein vorsteuerndes Schaltventil (23) geschaltet ist, mit dem der Schieber (33) der Druckwaage (21) zwischen den Funktionen Sitzventil (43) und Lastdruckkompensation der Druckwaage (21) umschaltbar ist.
2. Elektrohydraulischer Senken-Modul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckwaage (21) einen in einem Gehäuse (25) dicht und gleitend angeordneten, von einer Feder (37) belasteten Schieber (33) aufweist, an dem zur Bildung eines Sitzventils (43) ein Ventilkegel (42) angeordnet ist, dem ein gehäusefester Ventilsitz (32) zugeordnet ist.
3. Elektrohydraulischer Senken-Modul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schieber (33) der Druckwaage (21) eine Differenz-Druckfläche (47) ausgebildet ist, welche bei geschlossenem Sitzventil (43) vom hydraulischen Druck im motorseitigen, ersten Anschluß (29) gegen die Kraft der Feder (37) beaufschlagbar ist.
4. Elektrohydraulischer Senken-Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (33) der Druckwaage (21) eine Steuerkante (48) aufweist, welche in die Verbindung zwischen dem motorseitigen, ersten Anschluß (29) und dem ventilseitigen, zweiten Anschluß (31) geschaltet ist.
5. Elektrohydraulischer Senken-Modul nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkegel (42) und die Steuerkante (48) am Schieber (33) so angeordnet sind, daß bei einer Öffnungsbewegung des Sitzventils (43) gleichzeitig die Steuerkante (48) den zugeordneten Öffnungsquerschnitt (48, 49) verringert.
6. Elektrohydraulischer Senken-Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abgriffstelle (44) für die abzweigende Steuerleitung (24) stromabwärts von der Steuerkante (48) des Schiebers (33) liegt und insbesondere im Schieber (33) angeordnet ist.
7. Elektrohydraulischer Senken-Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (25) zwei ringförmige Kammern (27, 28) aufweist, die von einer Schieberbohrung (26) durchdrungen sind und daß der erste Anschluß (29) radial an die erste Kammer (27) führt, während die angrenzende zweite Kammer (28) einen Kolbenabschnitt (34) des Schiebers (33) mit dem Ventilsitz (42), der Differenz-Druckfläche (47) und insbesondere der Steuerkante (48) aufnimmt und daß an diese zweite Kammer (28) axial der zweite Anschluß (31) herangeführt ist, wobei die zweite Kammer (28) am Übergang zum zweiten Anschluß (31) den Ventilsitz (32) bildet.
8. Elektrohydraulischer Senken-Modul nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (25) auf seiner dem zweiten Anschluß (31) gegenüberliegenden Seite die den Schieber (33) belastende Feder (37), insbesondere in der Schieberbohrung (26), aufnimmt und daß die Vorspannung dieser Feder (37) durch eine Verschlußschraube (38) von außen verstellbar ausgebildet ist.
9. Elektrohydraulischer Senken Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Proportionalventil (22) ein einfaches 2-Wege-Ventil ist, das insbesondere als direkt gesteuertes Ventil ausgeführt ist.
10. Elektrohydraulischer Senken-Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Abzweigen des Steuerstroms dienende Blende (45) im Schieber (33) angeordnet ist und die Steuerleitung (24) im Schieber (33) zum Federraum (36) hin geöffnet geführt ist.
11. Elektrohydraulischer Senken-Modul nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkegel (42) an einer Stirnseite des Schiebers (33) an einem Kolbenabschnitt (34) angeordnet ist, an dem auch die Abgriffstelle (44) der Steuerleitung (24) und die Steuerkante (48) angeordnet sind.
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