DE19522744B4 - Elektrohydraulische Steuervorrichtung - Google Patents
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Abstract
Elektrohydraulische Steuervorrichtung zur Steuerung des Volumenstroms zwischen einem Motoranschluß und einem Rücklaufanschluß, mit einem in einem Gehäuse angeordneten Hauptsteuerglied, in das ein von einem Proportionalmagnet betätigbares Vorsteuerglied ragt, das zum Zwecke der Vorsteuerung den Druck in einer stirnseitig am Hauptsteuerglied liegenden Druckkammer steuert und das nach Art einer Folgesteuerung mit dem Hauptsteuerglied zusammenarbeitet, wobei das Hauptsteuerglied einen den Motoranschluß absichernden Hauptventilkegel und davon im Abstand liegende Feinsteuernuten aufweist, die mit dem Hauptventilkegel in Serie zwischen Motoranschluß und Rücklaufanschluß geschaltet sind und mit einer sich gehäusefest abstützenden Feder die das Vorsteuerglied in Richtung Ausgangsstellung belastet, dadurch gekennzeichnet, daß das Hauptsteuerglied (28) gegenüber dem Druck im Motoranschluß (13) druckausgeglichen ausgebildet ist und von einer sich gehäusefest abstützenden Druckfeder (42) in Richtung seiner Ausgangsstellung belastet ist, in der sein Hauptventilkegel (39) auf einem Ventilsitz (41) im Gehäuse (12) anliegt, daß das Vorsteuerglied (48) in die Steuerverbindung von einem Steueranschluß (15) zu der Druckkammer (35) geschaltet ist und daß die Druckkammer (35) über eine Steuerleitung (65) zum Rücklaufanschluß (14) entlastet ist, die über im Vorsteuerglied (48) angeordnete Kanäle (58, 57) und stromabwärts davon über eine im Hauptsteuerglied (28) angeordnete Drosselstelle (61) geführt ist.
Description
- Die Erfindung geht aus von einer elektrohydraulischen Steuervorrichtung zur Steuerung des Volumenstroms zwischen einem Motoranschluß und einem Rücklaufanschluß nach der im Oberbegriff des Anspruchs 1 näher angegebenen Gattung.
- Es ist schon eine solche elektrohydraulische Steuervorrichtung zur Steuerung des Volumenstroms von einem hydraulischen Motor zum Tank aus der
DE 41 40 604 A1 bekannt, wobei das vom Proportionalmagnet betätigte Vorsteuerglied in das Hauptsteuerglied hineinragt und mit diesem nach Art einer Folgesteuerung zusammenarbeitet. Solche Steuervorrichtungen werden als stetig arbeitende, feinsteuerbare Sperrventile bzw. als Senkventile verwendet, bei denen mit Hilfe geringer Kräfte große hydraulische Leistungen gesteuert werden, wobei die Leckage gering sein soll. Zudem ermöglicht diese Steuervorrichtung bei schwingungsarmen Betrieb eine hohe Regelstabilität, so daß der von einem belasteten Motor abfließende Volumenstrom feinfühlig und ohne Voreilung der Last steuerbar ist. Diese Steuervorrichtung ist so ausgeführt, daß der Lastdruck im Motoranschluß zum Antrieb des Hauptsteuerglieds verwendet wird, an dem eine geeignete, vom Lastdruck beaufschlagte Differenzfläche ausgebildet ist. Ein Senken der Last kann daher bei nicht eingeschalteter Hydraulikanlage erfolgen. In manchen Anwendungsfällen ist es aber erwünscht, daß erst nach dem Einschalten einer Hydraulikanlage und dem Aufbau eines Steuerdrucks ein Senken der Last möglich sein soll, um somit auch eine größere Sicherheit gegen unbeabsichtigte Betätigung zu erreichen. - Ferner ist aus der
US 4 585 206 eine elektrohydraulische Steuervorrichtung bekannt, die als vorgesteuertes, proportional arbeitendes 2-Wege-Ventil ausgeführt ist, das neben einem feinfühligen Steuern schwerer Lasten hohe Anforderungen an die Dichtheit erfüllt. Bei dieser Steuervorrichtung sind das Hauptsteuerglied einerseits und andererseits das Vorsteuerglied mit Proportionalmagnet in parallelen Achsen angeordnet, so daß keine Folgesteuerung möglich ist. Für den Antrieb des Hauptsteuerglieds wird ebenfalls der Lastdruck verwendet, so daß eine Steuerölversorgung entfällt. - Die erfindungsgemäße elektrohydraulische Steuervorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß sie eine proportionale, feinfühlige Steuerung von Volumenströmen zum Senken einer Last ermöglicht, wobei durch geringe Leckage hohe Dichtheitsforderungen erfüllt werden und zum Antrieb des Hauptsteuerglieds eine gesondert zugeführte Steuerenergie verwendet wird. Eine Betätigung der Steuervorrichtung über die Folgesteuerung ist nur möglich, wenn ein gesonderter Zulaufanschluß für den Steuerölstrom mit Druck versorgt wird. Auf diese Weise kann die Steuervorrichtung höhere Sicherheitsanforderungen erfüllen, da ein Senken der Last nur bei eingeschalteter Steuerölversorgung möglich ist.
- Zudem baut die Steuervorrichtung relativ einfach und platzsparend.
- Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen,Steuervorrichtung möglich, wobei insbesondere eine einfache, kompakte und kostengünstige Bauweise unterstützt wird. Besonders zweckmäßig für das Regelverhalten der Steuervorrichtung ist, wenn gemäß Anspruch 5 eine Dämpfung vorgesehen wird. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den übrigen Ansprüchen.
- Zeichnung
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei die einzige Figur einen Längsschnitt durch eine elektrohydraulische Steuervorrichtung in vereinfachter Darstellung zeigt.
- Beschreibung des Ausführungsbeispiels
- Die einzige Figur zeigt einen Längsschnitt durch eine elektrohydraulische Steuervorrichtung
10 in vereinfachter Darstellung, wie sie zur Steuerung des Volumenstroms beim Senken eines einfachwirkenden hydraulischen Motors1 ,1 verwendbar ist; solche Steuervorrichtungen werden deshalb auch als Sperrventil oder Senkventil bezeichnet. Die Steuervorrichtung10 hat in einem Gehäuse12 einen Motoranschluß13 , einen Rücklaufanschluß14 sowie einen Steueranschluß15 , der von einer Steuerdruckmittelquelle16 mit Druckmittel versorgt wird. - Der Motoranschluß
13 steht über eine Arbeitsleitung17 mit einem Kolbenraum18 des Motors11 in Verbindung, der mit seinem Kolben19 und der Kolbenstangen21 eine nicht näher gezeichnete Last heben kann. Ferner steht der Kolbenraum18 über eine Zuführleitung22 mit dem Ausgang einer Pumpe23 in Verbindung, welche Druckmittel aus einem Tank24 saugt und über ein 3/2-Wegeventil 25 und ein Rückschlagventil26 in den Kolbenraum18 fördern kann. - Die Steuervorrichtung
10 weist in dem Gehäuse12 eine durchgehende Schieberbohrung27 auf, in der ein Hauptsteuerglied28 gleitend geführt ist. In der Schieberbohrung27 sind durch ringförmige Erweiterungen Kammern ausgebildet, von denen eine mittig liegende Motorkammer29 mit dem Motoranschluß13 Verbindung hat. Auf der einen Seite der Motorkammer29 schließt sich in der Schieberbohrung27 eine Zwischenkammer31 und daran eine Rücklaufkammer32 an, die nach außen hin durch einen Stopfen33 verschlossen ist und die mit dem Rücklaufanschluß14 Verbindung hat. Auf der anderen Seite der Motorkammer29 ist in der Schieberbohrung27 eine Zulaufkammer34 ausgebildet, welche mit dem Steueranschluß15 Verbindung hat und daran anschließend eine Druckkammer35 , in deren aufgeweitetem Endabschnitt eine Einstellschraube36 eingebaut ist, während die Druckkammer35 nach außen hin durch einen Proportionalmagneten37 verschlossen ist. - Das Hauptsteuerglied
28 weist an seiner der Rücklaufkammer32 zugewandten Stirnseite38 ein verdicktes Ende auf, das als Hauptventilkegel39 ausgebildet ist, der mit einem gehäusefesten Ventilsitz41 zusammenarbeitet. Der Hauptventilkegel39 wird von einer in der Rücklaufkammer32 angeordneten Druckfeder42 auf diesen Ventilsitz41 gedrückt, wobei das Hauptsteuerglied28 eine Ausgangsstellung einnimmt, in welcher durch die Sitzventilfunktion die Motorkammer29 dicht abgesperrt wird. Angrenzend an diesen Hauptventilkegel39 weist das Hauptsteuerglied28 einen ersten Kolbenabschnitt43 auf, an dem geeignete Feinsteuernuten44 angeordnet sind, welche die Verbindung von der Motorkammer29 zur Zwischenkammer31 steuern. Im Bereich zwischen Motorkammer29 und Druckkammer35 weist das Hauptsteuerglied28 einen zweiten Kolbenabschnitt45 auf, der mit seiner Stirnseite46 an den Druckraum35 grenzt und dort der Einstellschraube36 gegenüberliegt. Im Hauptsteuerglied28 ist ausgehend von der zweiten Stirnseite46 eine sacklochartige Bohrung47 zentrisch angeordnet, in welche ein Vorsteuerglied48 ragt. Das Vorsteuerglied48 ist mit einem schieberförmigen Abschnitt49 in der Bohrung47 dicht und gleitend geführt, während es mit seinem Schaft51 die Einstellschraube36 durchdringt und eine Feder52 trägt, die sich ihrerseits an der Einstellschraube36 abstützt. In der gezeichneten Ausgangsstellung hält die Feder52 den Schaft51 anliegend an einen Anker53 des Proportionalmagneten37 . Der schieberförmige Abschnitt49 bildet am Übergang zum Schaft51 eine Steuerkante54 , die mit einer zugeordneten Steuerkante55 im Hauptsteuerglied28 Teile der Folgesteuerung56 bilden. Mit diesen Steuerkanten54 ,55 wird die Verbindung von der Zulaufkammer34 zur Druckkammer35 gesteuert. Im Bereich des schieberförmigen Abschnitts49 weist das Vorsteuerglied eine Axialbohrung57 sowie Radialbohrungen58 auf, über welche die Druckkammer35 Verbindung zum inneren Ende der sacklochartigen Bohrung47 hat. - Das Hauptsteuerglied
28 weist ausgehend von seiner Stirnseite38 eine zweite sacklochartige Bohrung59 auf, die an ihrem Ende über eine Drosselstelle61 mit der ersten sacklochartigen Bohrung47 Verbindung hat. Die im Hauptsteuerglied28 liegende Drosselstelle61 befindet sich somit in Längsrichtung gesehen im Bereich zwischen dem ersten und zweiten Kolbenabschnitt43 bzw.45 . In dieser sacklochartigen Bohrung59 ist ein Dämpfungskolben62 dicht und gleitend geführt, der sich mit seinem aus dem Hauptsteuerglied28 herausragenden Ende an dem Stopfen33 abstützt. Im Dämpfungskolben62 ist eine Dämpfungsdrossel63 angeordnet, welche den Innenraum der sacklochartigen Bohrung59 mit der Rücklaufkammer32 verbindet. - Das Hauptsteuerglied
28 arbeitet am Ventilsitz41 mit einem wirksamen Dichtungsdurchmesser, der dem Außendurchmesser des zweiten Kolbenabschnitts45 entspricht, der durch eine gehäusefeste Dichtung64 noch zusätzlich abgedichtet ist. Auf diese Weise ist das Hauptsteuerglied28 gegenüber dem in der Motorkammer29 herrschenden Lastdruck druckausgeglichen ausgeführt. Auch das Vorsteuerglied48 ist gegenüber den Drücken in der Zulaufkammer34 und in der Druckkammer35 druckausgeglichen ausgebildet. Die Druckkammer35 ist ständig über eine Steuerleitung65 zum Rücklaufanschluß14 entlastet, wobei diese Steuerleitung65 im einzelnen über die Radialbohrungen58 , die Axialbohrung57 , die sacklochartige Bohrung47 , die Drosselstelle61 , die Bohrung59 , den Dämpfungskolben62 mit Dämpfungsdrossel63 hindurch in die Rücklaufkammer32 führt. - Die Wirkungsweise der Steuereinrichtung
10 wird wie folgt erläutert, wobei die grundsätzliche Funktion derartiger Sperrventile und einer Folgesteuerung als an sich bekannt vorausgesetzt werden. - Wird in einer Neutralstellung eine Last am einfach wirkenden Motor
11 lediglich gehalten, so ist an der Steuervorrichtung10 der Proportionalmagnet37 nicht erregt und das 3/2-Wegeventil25 nimmt seine gezeichnete Schaltstellung I ein. Der Kolbenraum18 ist damit durch das Rückschlagventil26 in der Zuführleitung22 einerseits sowie durch das in der gezeichneten Ausgangsstellung befindliche Hauptsteuerglied28 dicht abgesperrt. Das gegenüber dem Lastdruck druckausgeglichene Hauptsteuerglied28 wird dabei von der Druckfeder42 mit seinem Hauptventilkegel39 gegen den Ventilsitz41 gedrückt, während andererseits die Motorkammer29 durch die Dichtung64 am zweiten Kolbenabschnitt45 abgesperrt ist. Der Motor11 kann daher schwere Lasten bei geringer Leckage über lange Zeit halten. - Zum Heben einer Last am Motor
11 wird bei nicht aktivierter Steuervorrichtung10 das 3/2-Wegeventil25 in seine Schaltstellung II geschaltet, so daß nun die Pumpe23 über das Rückschlagventil26 und die Zuführleitung22 Druckmittel in den Kolbenraum18 fördern kann. Es sei davon ausgegangen, daß dabei die Steuervorrichtung10 den Motoranschluß13 hydraulisch blockiert, so daß die Hebenfunktion durchgeführt wird. - Zum Senken einer Last am Motor
11 wird bei abgeschaltetem 3/2-Wegeventil25 der Proportionalmagnet37 aktiviert und zugleich auch die Steuerdruckmittelquelle16 eingeschaltet, so daß sich in der Zulaufkammer34 ein geeigneter Steuerdruck aufbauen kann. Beim Senken wird nun vom Proportionalmagneten37 im Ausgleich gegen die Kraft der Feder52 das Vorsteuerglied48 betätigt. Bei dieser Linksbewegung des Vorsteuerglieds48 öffnet die Steuerkante54 ,55 eine Verbindung von der Zulaufkammer34 zur Druckkammer35 , in der sich nun ein gegenüber dem Steueröldruck niedrigerer Zwischendruck einstellt und das Hauptsteuerglied28 gegen die Kraft der Druckfeder42 nach links verschiebt. Gleichzeitig fließt von der Druckkammer35 über die stets geöffnete Steuerleitung65 ein Steuerölstrom zum Tank54 ab, wobei dieser Steuerölstrom an der Drosselstelle61 ein Druckgefälle erzeugt, das am Hauptsteuerglied28 wirksam wird und dessen Linksbewegung gegen die Kraft der Druckfeder42 unterstützt. Vorsteuerglied48 und Hauptsteuerglied28 arbeiten auf diese Weise nach Art einer Folgesteuerung zusammen. Bei dieser Linksbewegung des Hauptsteuerglieds28 hebt der Hauptventilkegel39 vom Ventilsitz41 ab, wobei anschließend die Feinsteuernuten44 die Verbindung von der Motorkammer29 über die Zwischenkammer31 zur Rücklaufkammer32 aufsteuern. Vom Motor11 kann daher über die Arbeitsleitung17 , den Motoranschluß13 ein stetig gesteuerter Volumenstrom zum Tank24 abströmen. Durch die bei der Steuervorrichtung10 in Reihe geschalteten Funktionen von Sitzventil und Feinsteuerung in Verbindung mit der stetigen Betätigung durch einen Proportionalmagneten37 ergibt sich ein Sperrventil, das besonders vorteilhaft zum feinfühlig gesteuerten oder geregelten Senken schwerer Lasten einsetzbar ist, bei denen zugleich eine geringe Leckage bzw. hohe Dichtheit des Senkventils gefordert wird. Die Energie zum Betätigen des Hauptsteuerglieds28 wird nun dem von der Steuerdruckmittelquelle16 kommenden Steuerölstrom entzogen. Ein Senkenvorgang kann daher nur bei eingeschalteter Steuerdruckmittelquelle16 erfolgen, so daß höhere Sicherheitsanforderungen erfüllt werden. Mit Hilfe des Dämpfungskolbens läßt sich ein besonders schwingungsarmer Betrieb und damit eine hohe Regelgüte der Steuervorrichtung10 erreichen. - Auch kann die Dichtung
64 in anderer Weise ausgeführt werden, zum Beispiel als Kolbenring oder einfach als langer Dichtspalt; auch kann die Dichtung64 bei Bedarf im Hauptsteuerglied selbst angeordnet werden. Die Steuerdruckmittelquelle16 ist hier rein schematisch angegeben und läßt sich ohne weiteres auch so ausführen, daß sie von der Pumpe23 versorgt wird. Obwohl der Dämpfungskolben62 besonders vorteilhaft ist, kann das Hauptsteuerglied28 bei geeigneten Anwendungsfällen auch ohne Dämpfungskolben auskommen, wobei dann eine steifere Druckfeder42 zweckmäßig ist. Auch lassen sich die Vorteile der Steuervorrichtung10 dann erreichen, wenn anstelle der hier dargestellten 2/2-Wegefunktion das Ventil für eine 4/2-Funktion ausgebildet wird, wobei dann die Zulaufkammer34 zugleich für den Zufluß des Arbeitsdruckmittels benutzt wird und im Gehäuse im Bereich der Dichtung64 eine zusätzliche Motorkammer angeordnet wird, während beim Hauptsteuerglied28 im Bereich des zweiten Kolbenabschnitts45 eine zusätzliche geeignete Steuerkante angeordnet wird.
Claims (9)
- Elektrohydraulische Steuervorrichtung zur Steuerung des Volumenstroms zwischen einem Motoranschluß und einem Rücklaufanschluß, mit einem in einem Gehäuse angeordneten Hauptsteuerglied, in das ein von einem Proportionalmagnet betätigbares Vorsteuerglied ragt, das zum Zwecke der Vorsteuerung den Druck in einer stirnseitig am Hauptsteuerglied liegenden Druckkammer steuert und das nach Art einer Folgesteuerung mit dem Hauptsteuerglied zusammenarbeitet, wobei das Hauptsteuerglied einen den Motoranschluß absichernden Hauptventilkegel und davon im Abstand liegende Feinsteuernuten aufweist, die mit dem Hauptventilkegel in Serie zwischen Motoranschluß und Rücklaufanschluß geschaltet sind und mit einer sich gehäusefest abstützenden Feder die das Vorsteuerglied in Richtung Ausgangsstellung belastet, dadurch gekennzeichnet, daß das Hauptsteuerglied (
28 ) gegenüber dem Druck im Motoranschluß (13 ) druckausgeglichen ausgebildet ist und von einer sich gehäusefest abstützenden Druckfeder (42 ) in Richtung seiner Ausgangsstellung belastet ist, in der sein Hauptventilkegel (39 ) auf einem Ventilsitz (41 ) im Gehäuse (12 ) anliegt, daß das Vorsteuerglied (48 ) in die Steuerverbindung von einem Steueranschluß (15 ) zu der Druckkammer (35 ) geschaltet ist und daß die Druckkammer (35 ) über eine Steuerleitung (65 ) zum Rücklaufanschluß (14 ) entlastet ist, die über im Vorsteuerglied (48 ) angeordnete Kanäle (58 ,57 ) und stromabwärts davon über eine im Hauptsteuerglied (28 ) angeordnete Drosselstelle (61 ) geführt ist. - Elektrohydraulische Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfeder (
42 ) und die Druckkammer (35 ) an entgegengesetzten Stirnseiten (38 ,46 ) des Hauptsteuerglieds (28 ) angeordnet sind. - Elektrohydraulische Steuervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Hauptsteuerglied (
28 ) an einem verdickten Ende, das der Druckfeder (42 ) zugewandt ist, den Hauptventilkegel (39 ) aufweist. - Elektrohydraulische Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Hauptsteuerglied (
28 ) zwei, jeweils von seinen Stirnseiten (38 ,46 ) ausgehende, sacklochartige Bohrungen (59 ,47 ) aufweist, zwischen deren inneren Enden die der Steuerleitung (65 ) zugeordnete Drosselstelle (61 ) liegt. - Elektrohydraulische Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Hauptsteuerglied (
28 ) ein sich gehäusefest abstützender Dämpfungskolben (62 ) mit Dämpfungsdrossel (63 ) gleitend geführt ist. - Elektrohydraulische Steuervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in den beiden sacklochartigen Bohrungen (
59 ,47 ) der Dämpfungskolben (62 ) bzw. das Vorsteuerglied (48 ) gleitend geführt sind. - Elektrohydraulische Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorsteuerglied (
48 ) als Schieberventil ausgeführt und gegenüber den Drücken in der Zulaufkammer (34 ) und in der Druckkammer. (35 ) druckausgeglichen ausgebildet ist. - Elektrohydraulische Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Hauptsteuerglied (
28 ) in einer Schieberbohrung (27 ) des Gehäuses (12 ) gleitend geführt ist, in der eine dem Motoranschluß (13 ) zugeordnete Motorkammer (29 ) ausgebildet ist, an die sich auf der vom Magneten (37 ) abgewandten Seite eine den Feinsteuernuten (44 ) zugeordnete Zwischenkammer (31 ) und danach eine dem Rücklaufanschluß (14 ) zugeordnete Rücklaufkammer (32 ) anschließen, während auf der dem Magneten (37 ) zugeordneten Seite eine Zulaufkammer (34 ) liegt und zwischen letzterer (34 ) und der Motorkammer (29 ) ein Dichtring (64 ), insbesondere gehäusefest, angeordnet ist. - Elektrohydraulische Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in der Druckkammer (
35 ) eine die Feder (52 ) aufnehmende Einstellschraube (36 ) angeordnet ist, durch deren Bodenteil das Vorsteuerglied (48 ) hindurchgeführt ist und mit dem Anker (53 ) des Proportionalmagneten (37 ) in Wirkverbindung steht.
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