DE10022353A1 - Saugpresswalze - Google Patents
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- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
- D21F3/00—Press section of machines for making continuous webs of paper
- D21F3/02—Wet presses
- D21F3/0209—Wet presses with extended press nip
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Saugpresswalze (1), bestehend aus einem zylindrischen, formstabilden Walzenmantel (2), der mit einem anderen Presselement (3) einen verlängerten Pressspalt bildet, wobei durch den Pressspalt neben einer zu entwässernden Materialbahn (4) zumindest ein endlos umlaufender und zwischen der Materialbahn (4) und der Saugpresswalze (1) angeordneter Pressfilz (5) geführt wird. DOLLAR A Ein einfacher Aufbau der Saugpresswalze (1) ergibt sich dabei dadurch, dass der Walzenmantel (2) mehrere Kanäle (6) aufweist, jeder Kanal (6) zumindest zwei, in Umfangsrichtung zueinander versetzt angeordnete, aus der Saugpresswalze (1) führende Öffnungen (7) besitzt und außerhalb des Pressspaltes wenigstens eine, auf die äußere Mantelfläche des Walzenmantels (2) wirkende Saugvorrichtung (8) vorhanden ist, wobei der Abstand der jeweiligen Öffnungen (7) der Kanäle (6) in Umfangsrichtung so gewählt ist, dass die Saugvorrichtung (8) bei Rotation des Walzenmantels (2) immer mit zumindest einem Teil der gerade im Pressspalt befindlichen Öffnungen (7) über deren Kanäle (6) in Verbindung steht.
Description
Die Erfindung betrifft eine Saugpresswalze bestehend aus einem zylindrischen,
formstabilen Walzenmantel, der mit einem anderen Presselement einen verlängerten
Preßspalt bildet, wobei durch den Preßspalt neben einer zu entwässernden
Materialbahn zumindest ein endlos umlaufender und zwischen der Materialbahn und
der Saugpresswalze angeordneter Preßfilz geführt wird.
Bei Pressanordnungen zur Entwässerung von Faserstoffbahnen mit einem oder
mehreren Preßfilzen bereitet die definierte Führung der Faserstoffbahn nach dem
Preßspalt erhebliche Probleme. Entweder besteht die Gefahr der Haftung am
gegenüberliegenden, anderen Presselement oder aber die Faserstoffbahn löst sich
nicht sicher und gänzlich vom anderen Preßfilz oder Pressband. Die Folgen können
Bahnrandabhebungen, Einrisse oder sogar Abrisse der Faserstoffbahn sein.
Verstärkt wird dies noch mit zunehmenden Bahngeschwindigkeiten. Zwar ist der
Einsatz von Saugpresswalzen in diesem Zusammenhang bekannt, jedoch ist deren
Konstruktion sehr kompliziert und aufwendig.
Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine einfach aufgebaute Saugpresswalze zu
entwickeln.
Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Walzenmantel mehrere
Kanäle aufweist, jeder Kanal zumindest zwei, in Umfangsrichtung zueinander versetzt
angeordnete, aus der Saugpresswalze führende Öffnungen besitzt und außerhalb
des Preßspaltes wenigstens eine, auf die äußere Mantelfläche des Walzenmantels
wirkende Saugvorrichtung vorhanden ist, wobei der Abstand der jeweiligen Öffnungen
der Kanäle in Umfangsrichtung so gewählt ist, daß die Saugvorrichtung bei Rotation
des Walzenmantels immer mit zumindest einem Teil der gerade im Preßspalt
befindlichen Öffnungen über deren Kanäle in Verbindung steht. Diese Lösung
gestattet die Unterdruckbildung im Bereich des Preßspaltes ohne die Stabilität des
Walzenmantels wesentlich zu beeinträchtigen. Dies wiederum erlaubt einen
einfachen Aufbau der Saugpresswalze und relativ hohe Pressdrücke im Preßspalt.
Im Interesse einer gleichmäßigen Wirkung auf die Materialbahn sollten die Kanäle
und ihrer Öffnungen möglichst gleichmäßig über den Walzenmantel verteilt sein.
Außerdem sollte zur Maximierung der Saugwirkung die Saugvorrichtung mit allen
gerade im Preßspalt befindlichen Öffnungen über deren Kanäle in Verbindung
stehen.
Zur Vereinfachung des Aufbaus der Saugpresswalze ist es von Vorteil, wenn die
Kanäle in Umfangsrichtung orientiert sind, vorzugsweise genau in Umfangsrichtung
verlaufen. Eine besonders einfache Realisierungsform ergibt sich dann, wenn die
Kanäle und ihrer Öffnungen von Bohrungen in Form von Sehnen im Walzenmantel
gebildet werden. Es sind jedoch auch andere Lösungen möglich. Beispielsweise
können die Kanäle von ringförmigen Kanälen eines zweischichtigen Walzenmantels
gebildet werden. Die Öffnungen müßten dann von radialen Bohrungen von außen
geschaffen werden. Zur Vergleichmäßigung der Saugwirkung ist es auch möglich,
daß die Kanäle in axialer Richtung miteinander in Verbindung stehen.
Eine besonders effiziente Gestaltung ergibt sich, falls ein vom weglaufenden Preßfilz
begrenzter Teil der Saugpresswalze von einer, zumindest über die gesamte Breite
der Materialbahn verlaufenden und sich vorzugsweise über den gesamten freien
Umfangsbereich erstreckenden Unterdruckhaube besaugt wird. Vorteilhaft ist dabei,
daß die Kanäle vor dem Eintritt einer Öffnung in den Bereich eines Preßspaltes nicht
erst entlüftet werden müssen. Außerdem ergibt sich damit die Möglichkeit, daß die
Unterdruckhaube den Preßfilz der Saugpresswalze nach dem Preßspalt einem
Unterdruck aussetzt, was die sichere Führung der Materialbahn am Preßfilz
unterstützt.
Der für eine intensive und dennoch schonende Entwässerung notwendige,
verlängerte Preßspalt wird vorzugsweise von der Saugpresswalze und einem
anderen Presselement in Form einer Schuhpresswalze gebildet, welche einen, über
ein Anpreßelement mit konkaver Anpressfläche geführten Walzenmantel besitzt. Es
sind jedoch auch weitere Lösungen mit Pressbändern, gummibeschichteten Walzen
usw. als anderes Presselement möglich. Wegen des hohen Wasseranfalls im
Preßspalt ist es von Vorteil, wenn beidseitig der Materialbahn wenigstens je ein
Preßfilz durch den Preßspalt läuft. Ein Teil des Wassers wird dabei auch von der
Saugpresswalze aufgenommen und abgeführt.
Eine besonders vorteilhafte Anwendung ergibt sich, wenn die Materialbahn von einer
Papier-, Karton-, Tissue- oder anderen Faserstoffbahn gebildet wird und der
Preßspalt Teil einer Pressenpartie zur Entwässerung der Faserstoffbahn in einer
Maschine zur Herstellung und/oder Veredelung derselben ist.
Nachfolgend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In der beigefügten Zeichnung zeigt die Figur einen schematischen Querschnitt durch
einen Teil der Saugpresswalze 1. Dabei bildet die Saugpresswalze 1 mit einem
anderen Presselement 3 in Form einer Schuhpresswalze einen verlängerten
Preßspalt zur Entwässerung einer Materialbahn 4.
Die Schuhpresswalze besteht im wesentlichen aus einem flexiblen Walzenmantel 11,
der über einen Anpreßschuh 10 mit konkaver Anpressfläche geführt wird. Die
Schmierung erfolgt auf hydrodynamische und/oder hydrostatische Weise.
Durch den Preßspalt läuft beidseitig der Materialbahn 4 je ein endlos umlaufender
Preßfilz 5, 12 zur Aufnahme des ausgepressten Wassers. Der Preßspalt ist dabei Teil
einer Pressenpartie zur Entwässerung einer Faserstoffbahn, insbesondere einer
Papierbahn in einer Maschine zu deren Herstellung.
Die Saugpresswalze 1 besitzt ein formstabilen, relativ starken Walzenmantel 2 aus
Metall, der gegen den Anpreßschuh 10 der Schuhpresswalze gedrückt wird. Der
Walzenmantel 2 ist ca. 5 cm dicker als ein normaler Walzenmantel.
Der Walzenmantel 2 ist dabei von in Umfangsrichtung verlaufenden Kanälen 6 mit je
zwei in Umfangsrichtung versetzt zueinander angeordneten und nach außen
gerichteten Öffnungen 7 durchzogen. Diese Kanäle 6 werden hier von Bohrungen in
Form von Sehnen im Walzenmantel 2 gebildet, was die Herstellung vereinfacht. Es
sind jedoch auch andere Ausführungen bezüglich der Gestaltung der Kanäle 6
möglich, vor allem wenn der Walzenmantel 2 aus einem faserverstärkten Kunststoff
bestehen sollte.
Des weiteren wird ein, vom zu- und weglaufenden Preßfilz 5 begrenzter Teil der
Saugpresswalze 1 von einer, über die gesamte Breite der Materialbahn 4
verlaufenden und sich über den gesamten freien Umfangsbereich erstreckenden
Unterdruckhaube 9 besaugt. Damit diese Unterdruckhaube 9 als Saugvorrichtung 8
auf den Bereich um den Preßspalt einwirken kann, ist der Abstand der jeweiligen
Öffnungen 7 der Kanäle 6 in Umfangsrichtung so gewählt, daß die Saugvorrichtung 8
bei Rotation des Walzenmantels 2 immer mit allen gerade im Preßspalt befindlichen
Öffnungen 7 über deren Kanäle 6 in Verbindung steht.
Dabei ist die mit einer Unterdruckquelle verbundene Unterdruckhaube 9 gegenüber
dem Walzenmantel 2 über Dichtungen 14 in Form von Graphit- oder Filzdichtungen,
Luftmessern oder ähnlichem abgedichtet. Der damit erzeugte Unterdruck kann somit
weitestgehend vollständig auf den Preßspalt wirken, wodurch Wasser abgesaugt und
die Materialbahn 4 zum Preßfilz 5 der Saugpresswalze 1 gezogen wird. Dies
ermöglicht das problemlose Wegführen des anderen Preßfilzes 12 der
Schuhpresswalze von der Materialbahn 4.
Um die Haftung der Materialbahn 4 am Preßfilz 5 der Saugpresswalze 1 nach dem
Preßspalt noch weiter zu erhöhen, besitzt die Unterdruckhaube 9 in diesem Bereich
Saugöffnungen 13.
Im Ergebnis kommt es zu einer definierten Führung der Materialbahn 4 am Preßfilz 5
der Saugpresswalze 1 auch bei sehr hohen Geschwindigkeiten. Da die Stabilität des
Walzenmantels 2 dabei nicht wesentlich geschwächt wird, ergebe sich keine
verkomplizierenden Konstruktionen. Die Saugpresswalze 1 kann natürlich auch als
Vollwalze ausgebildet sein.
Claims (10)
1. Saugpresswalze (1) bestehend aus einem zylindrischen, formstabilen
Walzenmantel (2), der mit einem anderen Presselement (3) einen verlängerten
Preßspalt bildet, wobei durch den Preßspalt neben einer zu entwässernden
Materialbahn (4) zumindest ein endlos umlaufender und zwischen der
Materialbahn (4) und der Saugpresswalze (1) angeordneter Preßfilz (5) geführt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzenmantel (2) mehrere Kanäle (6)
aufweist, jeder Kanal (6) zumindest zwei, in Umfangsrichtung zueinander
versetzt angeordnete, aus der Saugpresswalze (1) führende Öffnungen (7)
besitzt und außerhalb des Preßspaltes wenigstens eine, auf die äußere
Mantelfläche des Walzenmantels (2) wirkende Saugvorrichtung (8) vorhanden
ist, wobei der Abstand der jeweiligen Öffnungen (7) der Kanäle (6) in
Umfangsrichtung so gewählt ist, daß die Saugvorrichtung (8) bei Rotation des
Walzenmantels (2) immer mit zumindest einen Teil der gerade im Preßspalt
befindlichen Öffnungen (7) über deren Kanäle (6) in Verbindung steht.
2. Saugpresswalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kanäle (6) und ihre Öffnungen (7) möglichst gleichmäßig über den
Walzenmantel (2) verteilt sind.
3. Saugpresswalze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Saugvorrichtung (8) mit allen gerade im Preßspalt befindlichen Öffnungen
(7) über deren Kanäle (6) in Verbindung steht.
4. Saugpresswalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
die Kanäle (6) in Umfangsrichtung orientiert sind, vorzugsweise genau in
Umfangsrichtung verlaufen.
5. Saugpresswalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
die Kanäle (6) und ihrer Öffnungen (7) von Bohrungen in Form von Sehnen im
Walzenmantel (2) gebildet werden.
6. Saugpresswalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
ein vom weglaufenden Preßfilz (5) begrenzter Teil der Saugpresswalze (1) von
einer, zumindest über die gesamte Breite der Materialbahn (4) verlaufenden und
sich vorzugsweise über den gesamten freien Umfangsbereich erstreckenden
Unterdruckhaube (9) besaugt wird.
7. Saugpresswalze nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Unterdruckhaube (9) den Preßfilz (5) der Saugpresswalze (1) nach dem
Preßspalt einem Unterdruck aussetzt.
8. Saugpresswalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
das andere Presselement (3) von einer Schuhpresswalze gebildet wird, die
einen, über ein Anpreßelement (10) mit konkaver Anpressfläche geführten
Walzenmantel (11) besitzt.
9. Saugpresswalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
beidseitig der Materialbahn (4) wenigstens je ein Preßfilz (5, 12) durch den
Preßspalt läuft.
10. Saugpresswalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
die Materialbahn (4) von einer Papier-, Karton-, Tissue- oder anderen
Faserstoffbahn gebildet wird und der Preßspalt Teil einer Pressenpartie zur
Entwässerung der Faserstoffbahn in einer Maschine zur Herstellung und/oder
Veredelung derselben ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000122353 DE10022353A1 (de) | 2000-05-08 | 2000-05-08 | Saugpresswalze |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE2000122353 DE10022353A1 (de) | 2000-05-08 | 2000-05-08 | Saugpresswalze |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10022353A1 true DE10022353A1 (de) | 2001-11-15 |
Family
ID=7641178
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000122353 Withdrawn DE10022353A1 (de) | 2000-05-08 | 2000-05-08 | Saugpresswalze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10022353A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1995378A2 (de) | 2007-05-25 | 2008-11-26 | Voith Patent GmbH | Schuhsaugpresswalze |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0241389A1 (de) * | 1986-04-01 | 1987-10-14 | GERLAND STOWE WOODWARD INDUSTRIES BV Société en nom collectif dite : | Presswalze, insbesondere zum Eliminieren einer Flüssigkeit aus einem Blattmaterial wie einer fortlaufenden Papierbahn und Presse mit einer solchen Walze |
-
2000
- 2000-05-08 DE DE2000122353 patent/DE10022353A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0241389A1 (de) * | 1986-04-01 | 1987-10-14 | GERLAND STOWE WOODWARD INDUSTRIES BV Société en nom collectif dite : | Presswalze, insbesondere zum Eliminieren einer Flüssigkeit aus einem Blattmaterial wie einer fortlaufenden Papierbahn und Presse mit einer solchen Walze |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1995378A2 (de) | 2007-05-25 | 2008-11-26 | Voith Patent GmbH | Schuhsaugpresswalze |
| DE102007024508A1 (de) | 2007-05-25 | 2008-11-27 | Voith Patent Gmbh | Schuhsaugpresswalze |
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