DE10022297A1 - Düsenkörper zur Erzeugung von feinsten Flüssigkeitsstrahlen z.B. an Wasservernadelungseinrichtungen - Google Patents
Düsenkörper zur Erzeugung von feinsten Flüssigkeitsstrahlen z.B. an WasservernadelungseinrichtungenInfo
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Abstract
Die Wasserstrahlen an einem Düsenbalken für die hydrodynamische Wasservernadelung werden in einem Düsenkörper gebildet, der sich über die Länge des Düsenbalkens erstreckt. Das Material des Düsenblechs besteht z. B. aus Edelstahl, in das die Löcher für die Düsenstrahlen üblicherweise gestanzt oder gebohrt werden. Nach der Erfindung sollen jetzt die Löcher geschliffen, poliert werden. Dazu bestehen die Düsenstreifen aus zwei Hälften, die an der Trennkante plan zu schleifen und von dort dann in gleicher Teilung mit den Düseneinbuchtungen zu versehen sind. Die beiden zueinander passenden Hälften der Düsenstreifen sind in dem Düsenbalken gepresst aneinander zu halten.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Düsenkörper zur Erzeugung von feinsten Flüssig
keitsstrahlen zur Strahlverflechtung von endlosen oder endlichen Fasern in Waren
bahnen aus Chemie- oder Naturfasern in Nonwovens, Tissue, Geweben oder Gewir
ken, der vorzugsweise in einem quer zur vorlaufenden Warenbahn sich erstreckenden,
in seiner Länge der Breite der Warenbahn entsprechenden Düsenbalken flüssigkeits
dicht gelagert ist, wobei in dem Düsenbalken ein Flüssigkeitsdruck bis zu 1000 bar
erzeugt ist, der den Düsenkörper gegen eine mit einem Durchflussschlitz versehene
Wandung des Düsenbalkens presst, wobei in den Düsenkörper zur Erzeugung der
Flüssigkeitsstrahlen eine Vielzahl von dicht nebeneinander angeordneten, im Durch
messer kleinste Löcher eingebracht sind.
Ein Düsenkörper oder -blech dieser Art ist z. B. aus der EP-A-0 725 175 bekannt. Er
erstreckt sich über eine große Länge und ist im allgemeinen aus einem dünnen Blech
aus Edelstahl mit z. B. mechanisch hergestellten Löchern gebildet. Dieses Düsenblech
bzw. die in dieses eingebrachten Löcher haben eine in der Praxis ausprobierte und
immer wieder verbesserte Geometrie, die im Herstellungsverfahren sehr teuer ist. Die
Wandung der einzelnen bis zu 0,1 mm im Durchmesser großen Düsenlöcher muss
äußerst glatt sein, weswegen die Löcher gebohrt oder gestanzt werden. Die Länge der
Löcher ist von besonderer Bedeutung für die Ausbildung des Wasserstrahls, weswe
gen im allgemeinen hinter einem den Wasserstrahl bestimmenden Düsenquerschnitt
ein diffuser, konischer Teil über die Dicke des Düsenkörpers sich anschließt, auch um
den gebildeten Wasserstrahl auf dem Wege zum Ende des Loches nicht durch Rei
bung an den Wandungen des Loches aufzureißen. Außerdem werden die Löcher auf
grund des von der Praxis immer höher gewünschten Wasserdruckes und auch wegen
der ständigen Abrasion schnell in den Randbereichen unsauber. Dies erzeugt auch
unscharfe, unrunde Wasserstrahlen, die nur eine unbefriedigende Energie in die dy
namische Behandlung der Warenbahn bringen.
Ein besonderes Problem ist die Herstellung der Löcher mit einer überaus glatten Loch
rautiefe, die für einen scharfen Wasserstrahl nur weniger als 1 µ sein darf. Dies gilt für
jeden Werkstoff, also auch Keramik oder Hartmetall. Es wurde versucht mit der La
sertechnik eine ausreichend glatte Oberfläche der Düsenlöcher herzustellen. Die Ver
suche sind bisher nicht befriedigend ausgefallen. Dies hat zur Folge, dass sogar für
die Haltbarkeit eines Düsenblechs vorteilhafte Materialien nicht verwendbar sind, und
zwar nur, weil die nötige glatte Oberfläche in den Löchern nicht herstellbar ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Methode zu entwickeln, mit der auch
bei besonders harten Materialien eine glatte Oberfläche im Lochquerschnitt und über
die Länge des jeweiligen Loches herstellbar ist. Dabei ist darauf zu achten, dass jegli
che Lochfiguration hergestellt werden kann, also auch über ihre Länge konische Lö
cher oder angefaste.
Ausgehend von einem Düsenkörper anfangs genannter Art, wird die Lösung des Pro
blems darin gesehen, dass zur Herstellung der Düsenstrahlöffnungen der Düsenkörper
(Düsenblech) längs der vorgesehenen Lochreihe (Trennkante) getrennt ist, die Düsen
strahlöffnungen im gewünschten Abstand voneinander in die Trennkante von der Seite
her eingebracht und dann zwei einander zuzuordnende Trennstreifen in einer Ebene
nebeneinanderliegend zusammengeführt in den Düsenbalken eingebracht sind.
An der Trennkante sind damit die Düsenlöcher offen, sie können seitlich der Trenn
kante eingebracht, z. B. eingeschliffen werden. Ein Schleif- und Poliervorgang kann
jeweils und bei allen Materialien mit der gewünschten Feinheit, mit einer geringen
Rautiefe erzeugt werden. Nach dem Einbringen sind die beiden möglichst zusammen
bearbeiteten Hälften eines Düsenblechs nebeneinander zu legen und so in den Dü
senbalken einzuschieben. Um die Dichtigkeit im Bereich der Löcher zu gewährleisten
sind die beiden Streifen an den plan geschliffenen Trennkanten aneinander zu pres
sen. In Längsrichtung sind die Streifen so gegeneinander zu positionieren, dass die
Löcher wie gewünscht, z. B. exakt rund aufgebildet sind. Eine feine Justiervorrichtung
zum Gegeneinanderverschieben sollte vorgesehen sein.
Eine Vorrichtung der erfindungsgemäßen Art ist in der Zeichnung beispielhaft darge
stellt. Es zeigen:
Fig. 1 Einen Schnitt quer durch einen Düsenbalken, wie er in der EP-A-0 725 175
offenbart ist,
Fig. 2 in vergrößerter Darstellung im Querschnitt und Draufsicht ein Düsenblech mit
zylindrischen Löchern,
Fig. 3 in vergrößerter Darstellung im Querschnitt und Draufsicht ein Düsenblech mit
auf der einen Seite angefasten Löchern und
Fig. 4 in vergrößerter Darstellung in der Draufsicht ein Düsenblech mit nur einseitig
der Trennkante eingebrachten Düsenöffnungen.
Das Gehäuse des Düsenbalkens besteht aus einem Oberteil 1, das mit dem Unterteil 2
vielfach über die Länge durch die Schrauben 3 von unten verschraubt ist. Das Oberteil
1 weist längs zwei Bohrungen 4 und 5 auf, von denen die obere die Druckkammer 4
und die untere die Druckverteilkammer 5 ist. Beide Kammern sind an der einen Stirn
seite offen und wieder durch Deckel flüssigkeitsdicht verschraubt. Die beiden Kam
mern 4 und 5 sind durch eine Zwischenwandung voneinander getrennt. Über die Länge
des Düsenbalkens verbinden eine große Anzahl von Durchflußbohrungen 9 in der
Zwischenwandung die beiden Kammern, so daß die in die Druckkammer 4 einströ
mende Flüssigkeit gleichmäßig verteilt über die Länge in die Druckverteilkammer 5
ausströmt, in der zusätzlich an Halterungen 21 ein Prallkörper 20 gehalten ist. Die
Druckverteilkammer ist nach unten offen, und zwar durch den gegenüber dem Durch
messer der Bohrung der Druckverteilkammer 5 schmalen Schlitz 10, der sich ebenfalls
über die Länge des Balkens erstreckt.
Gemäß der Fig. 1 ist das Oberteil 1 mit dem Unterteil 2 fest und flüssigkeitsdicht ver
schraubt. Die Dichtigkeit wird durch den O-Ring 11 bewirkt, der in einer Ringnut des
Oberteils 1 einliegt. In der Mitte zwischen dem O-Ring 11 umschließt den Schlitz 10
einen Federvorsprung 23, der in einer entsprechenden Nut 24 des Unterteils 2 einge
paßt ist und für den O-Ring 12 eine Reparaturnut 26 aufweist, dessen Außenränder 25
gegen den Rand des Düsenblechs 14 gerichtet sind. In dem Boden der Nut 24 des
Unterteils 2 ist wiederum eine Ringnut eingebracht, in der der O-Ring 12 zur Abdich
tung des Düsenblechs 14 einliegt. In einer Linie unterhalb der Flüssigkeitsdurchfluss
bohrungen 9 und des Schlitzes 10 ist im Unterteil 2 ebenfalls ein Schlitz 13 eingebracht,
der in seinem oberen Bereich nur sehr schmal ist und nur wenig mehr als die
Breite der wirksamen Düsenöffnungen des Düsenbleches 14 offen läßt.
Die Zeichnung ist hier nur im Zusammenhang mit der Lagerung des Düsenblechs, oder
Düsenkörpers von Bedeutung. Der Düsenbalken kann auch ganz anders aussehen,
z. B. wie er in der DE-A-199 21 694 offenbart ist.
Zur Herstellung der Düsenlöcher in dem Düsenblech 14 ist das in den Fig. 2, 3 und 4
unter b) in der Draufsicht dargestellte Düsenblech zu halbieren. Es ergibt sich an je
dem Halbstreifen 14' und 14" eine Trennkante 27, von der aus mittels bekannter und
nicht dargestellter Einrichtungen die gewünschte Form eines Halbloches gemäß Fig. 2,
und Fig. 3, a) eingeschliffen und -poliert werden kann. Jede Figuration von Löchern ist
möglich. Hier zeigt die Fig. 2 zylindrische Löcher 28, die Fig. 3 an der einen Seite an
gefaste Löcher 29 und die Fig. 3 Löcher 30, die nur in den einen Streifen 14" U-förmig
eingebracht sind, während der zugehörige Streifen 14' nur stirnseitig der Trennkante
27 plan geschliffen ist. Bei diesem Beispiel entfällt die Längsjustierung des Halbstrei
fens 14', da Einbuchtungen an beiden Streifenhälften 14', 14" nicht zuzuordnen sind.
Die beiden zusammengehörenden Halbstreifen 14' und 14" sind an der Trennkante 27
plan zu schleifen und zu polieren. Hier muss die Rautiefe sehr gering sein, damit die
Flächen der Trennkante 27 ohne zusätzliche Dichtung metallisch dicht aneinander
pressbar sind.
Auf jeden Fall sind die beiden in einem Vorgang gemeinsam bearbeiteten Streifen
hälften 14' und 14" mit Düsenlöchern exakt gleicher Teilung im Düsenbalken positio
niert und aneinandergepresst zu halten. Dies ist in der Zeichnung Fig. 2-3 pauschal
durch die Pfeile 31 angedeutet. Denkbare Vorrichtungen sind vielfältig. Nur so können
die Kanten der eingebrachten Lochhälften genau zugeordnet und an der Trennkante
27 dicht gehalten werden.
Claims (9)
1. Düsenkörper zur Erzeugung von feinsten Flüssigkeitsstrahlen zur Strahlverflech
tung von endlosen oder endlichen Fasern in Warenbahnen aus Chemie- oder
Naturfasern in Nonwovens, Tissue, Geweben oder Gewirken, der vorzugsweise in
einem quer zur vorlaufenden Warenbahn sich erstreckenden, in seiner Länge der
Breite der Warenbahn entsprechenden Düsenbalken flüssigkeitsdicht gelagert ist,
wobei in dem Düsenbalken ein Flüssigkeitsdruck bis zu 1000 bar erzeugt ist, der
den Düsenkörper gegen eine mit einem Durchflussschlitz versehene Wandung
des Düsenbalkens presst, wobei in den Düsenkörper zur Erzeugung der Flüssig
keitsstrahlen eine Vielzahl von dicht nebeneinander angeordneten, im Durchmes
ser kleinste Löcher eingebracht sind, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstel
lung der Düsenstrahlöffnungen der Düsenkörper (14) (Düsenblech) längs der vor
gesehenen Lochreihe (27) (Trennkante) getrennt ist, die Düsenstrahlöffnungen
(28, 29, 30) im gewünschten Abstand voneinander in die Trennkante (27) von der
Seite her eingebracht und dann zwei einander zuzuordnende Trennstreifen (14',
14") in einer Ebene nebeneinanderliegend zusammengeführt in den Düsenbalken
eingebracht sind.
2. Düsenkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenstrahlöff
nungen (28, 29, 30) in die Höhe (a) des Düsenkörpers mechanisch eingearbeitet,
wie eingeschliffen sind.
3. Düsenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Trennkante (27) beider Düsenblechhälften (14', 14") übereinanderliegend
gemeinsam plan geschliffen und gemeinsam mit den Düsenstrahlöffnungen (28,
29, 30) versehen sind.
4. Düsenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass die beiden Trennkanten (27) eines Düsenkörpers (14) im Düsenbalken
gegeneinander gepresst (31) sind.
5. Düsenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass die eingeschliffenen Hälften der Düsenstrahlöffnungen (28, 29, 30)
kreisrund, eckig, oval oder sonst wie geformt sind.
6. Düsenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass Düsenstrahlöffnungen (30) durch die eingebrachten Öffnungen nur an
einer Trennkante (27) erzeugt sind, also die andere Trennkante der zugehörigen
Düsenblechhälfte (14') lediglich plan geschliffen ist.
7. Düsenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass die Düsenstrahlöffnungen (28) über den Querschnitt des Düsenkörpers
(14) zylindrisch eingebracht sind.
8. Düsenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass die Düsenstrahlöffnungen (29) an der Flüssigkeitseintritts- oder -aus
trittsseite eine Fase aufweisen.
9. Düsenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, dass die Düsenstrahlöffnungen (29) sich über ihre Länge konisch erweitern.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10022297A DE10022297A1 (de) | 2000-05-09 | 2000-05-09 | Düsenkörper zur Erzeugung von feinsten Flüssigkeitsstrahlen z.B. an Wasservernadelungseinrichtungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10022297A DE10022297A1 (de) | 2000-05-09 | 2000-05-09 | Düsenkörper zur Erzeugung von feinsten Flüssigkeitsstrahlen z.B. an Wasservernadelungseinrichtungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10022297A1 true DE10022297A1 (de) | 2001-11-15 |
Family
ID=7641139
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10022297A Withdrawn DE10022297A1 (de) | 2000-05-09 | 2000-05-09 | Düsenkörper zur Erzeugung von feinsten Flüssigkeitsstrahlen z.B. an Wasservernadelungseinrichtungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10022297A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2302119A1 (de) * | 2009-09-18 | 2011-03-30 | Groz-Beckert KG | Düsenfolie für einen Düsenbalken mit verbindbaren Foliensegmenten |
| US8882005B2 (en) | 2009-09-18 | 2014-11-11 | Groz-Beckert Kg | Nozzle bar for a textile processing machine |
-
2000
- 2000-05-09 DE DE10022297A patent/DE10022297A1/de not_active Withdrawn
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2302119A1 (de) * | 2009-09-18 | 2011-03-30 | Groz-Beckert KG | Düsenfolie für einen Düsenbalken mit verbindbaren Foliensegmenten |
| JP2011063924A (ja) * | 2009-09-18 | 2011-03-31 | Groz Beckert Kg | ノズル・バーのための連結可能なフォイル・セグメントを有するノズル・フォイル |
| CN102021747A (zh) * | 2009-09-18 | 2011-04-20 | 格罗兹-贝克特公司 | 用于喷杆的具有可连接箔节段的喷嘴箔 |
| CN102021747B (zh) * | 2009-09-18 | 2012-11-28 | 格罗兹-贝克特公司 | 用于喷杆的具有可连接箔节段的喷嘴箔 |
| US8882005B2 (en) | 2009-09-18 | 2014-11-11 | Groz-Beckert Kg | Nozzle bar for a textile processing machine |
| US9816216B2 (en) | 2009-09-18 | 2017-11-14 | Groz-Beckert Kg | Nozzle foil for a nozzle bar with connectable foil segments |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: FLEISSNER GMBH & CO. MASCHINENFABRIK, 63329 EGELSB |
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: FLEISSNER GMBH, 63329 EGELSBACH, DE |
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| 8130 | Withdrawal |