DE19651576A1 - Vorrichtung zum Aufbringen eines Flüssigkeitsfilmes auf eine kontinuierlich vorbewegte Warenbahn, Verfahren zur Herstellung eines Farbmusters auf einer Warenbahn und Muster hergestellt nach diesem Verfahren - Google Patents
Vorrichtung zum Aufbringen eines Flüssigkeitsfilmes auf eine kontinuierlich vorbewegte Warenbahn, Verfahren zur Herstellung eines Farbmusters auf einer Warenbahn und Muster hergestellt nach diesem VerfahrenInfo
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Description
Durch die DE 35 33 320 A1 ist eine Vorrichtung zum Aufbringen eines über die
Arbeitsbreite gleichmäßig dünnen, laminar fließenden Flüssigkeitsfilmes großer Breite
auf eine kontinuierlich vorbewegte Warenbahn mit einem Flüssigkeitsvorratsraum
bekannt, der einerseits durch eine schräg zur Horizontalen aufwärts gerichtete und
über die Arbeitsbreite sich erstreckende Stauwand begrenzt ist, der in Fließrichtung
der Flüssigkeit ein Überlaufwehr sowie eine sich an das Überlaufwehr anschließende
Leitfläche folgt von deren unterm Rand der übergelaufene Flüssigkeitsfilm auf die
Warenbahn abläuft, und der andererseits mit Abstand zur Stauwand darüber durch
eine Gegenstauwand begrenzt ist. Diese Vorrichtung hat sich zum gleichmäßigen
Verteilen eines dünnen Flüssigkeitsfilmes über die Arbeitsbreite einer Warenbahn be
währt.
Ein Farbauftraggerät wird im allgemeinen für eine bestimmte Arbeitsbreite gebaut. In
der Praxis variieren aber die zulaufenden Textilbahnen in der Breite, ggf. sogar kurz
fristig. Gemäß der älteren DE 195 25 458.9 A1 ist eine Ergänzung zu der vorbekann
ten Vorrichtung entwickelt worden, wobei der genannte Flüssigkeitsvorratsraum an
dem dem Überlaufwehr gegenüberliegenden Ende einen Flüssigkeitszulaufbereich
aufweist, in den mehrere Flüssigkeitsausflußöffnungen münden, die mit von einer
Pumpe mit Flüssigkeit gespeisten Flüssigkeitszuflußschläuchen verbunden sind, wobei
der sich über die Arbeitsbreite erstreckende Flüssigkeitsvorratsraum durch eine
Vielzahl in dem Spalt des Flüssigkeitsvorratsraumes vom Überlaufwehr zum Flüssig
keitszulaufbereich sich erstreckende Begrenzungswandungen in seiner Breite aufge
teilt ist. Jetzt ist es in einfacher Weise möglich gemacht, kurzfristig die konstruktive
maximale Arbeitsbreite auf jedes beliebige Maß zu vermindern oder später auch wie
der zu vergrößern, ohne daß die Qualität der Gleichmäßigkeit des Flüssigkeitsauftrags
beeinträchtigt ist.
An einer solchen Vorrichtung ist es mit Vorteil möglich, einen schnellen Farbwechsel
mit linienförmiger Änderung der Farbe zu ermöglichen. Voraussetzung dafür ist ein
geringes Flüssigkeitsvolumen innerhalb der Gesamtauftragsvorrichtung, wobei die neu
hinzufließende die alte kontinuierlich und vollständig verdrängt. Dies ist möglich ge
macht mit der Erkenntnis aus der DE 40 26 198 A1, wobei die Verteilung der Flüssig
keit von jeder der Zuflußöffnungen bis zu einer Vielzahl der Ausflußöffnungen schritt
weise derart vorgesehen ist, daß die jeweilige Zuflußöffnung beidseitig in Arbeitsbrei
tenrichtung mit einer gleich langen ersten Verzweigleitung verbunden ist, an deren
jeweiligem Ende eine Zwischenausflußöffnung vorgesehen ist, an die sich in gleicher
Weise beidseitig in Arbeitsbreitenrichtung eine jedoch um die Hälfte der ersten Ver
zweigleitung kürzere und im Querschnitt verkleinerte zweite Verzweigleitung z. B. mit
den an den Enden vorgesehenen Ausflußöffnungen anschließt.
Die Erkenntnisse können in einer Vorrichtung gemeinsam verwirklicht werden. Die
Vorrichtung ermöglicht somit nicht nur einen gleichmäßig verteilten Flüssigkeitsfilm
über die Arbeitsbreite, sondern auch eine schnelle Änderung sowohl der Breite des
Filmes als auch der Auftragsfarbe, wobei der Farbwechsel scharf linienförmig erfolgt.
Eine Vorrichtung dieser Art ist grundsätzlich nur für das kontinuierliche Färben einer
Warenbahn mit einer bestimmten Breite eingesetzt. Es liegt nunmehr die Aufgabe vor,
diese so optimale Vorrichtung nun auch zum Bemustern wie z. B. zum streifigen Fär
ben zu verwenden. Grundsätzlich ist es natürlich möglich, eine jede Zuflußöffnung
oder eine über die andere mit einem Zuflußschlauch zu versehen, über den eine
andere Farbe dem Farbauftraggerät zufließt. Diese jeweilige Farbe wird dann über die
verschiedenen Verzweigleitungen über die Arbeitsbreite verteilt und strömt dann in
einer gleichbleibenden Breite auf die Warenbahn. Diese Breite ist aber für feinere
Streifenmuster zu grob, weswegen unverändert die Aufgabe besteht, auch solche mit
einem feinen Streifenmuster färben zu können.
Ausgehend von der Vorrichtung gemäß der Gattung des Anspruches 1 wird die Auf
gabe dadurch gelöst, daß die jeweilige erste Verzweigleitung in einer Ebene parallel zu
der der Ausflußöffnungen angeordnet und die Verteilung der Flüssigkeit zu den
Ausflußöffnungen über die zweite Verzweigleitung von der Ebene der ersten Ver
zweigleitung zu der Ebene der Ausflußöffnungen vorgesehen ist. Durch diese Maß
nahme ist es jetzt möglich, die von einer Zuflußöffnung aus zu verteilende Flüssigkeit
an verschiedenen Stellen über die Arbeitsbreite in ausgewählte Ausflußöffnungen ge
langen zu lassen, es müssen nur entsprechende Leitungen vorgesehen sein, denen
wechselweise jeweils eine andere Flüssigkeit zugeführt werden können.
In vorteilhafter Ausgestaltung der grundsätzlichen Art ist weiterhin vorgesehen, die
ersten Verzweigleitungen von der Ebene der Ausflußöffnungen senkrecht vorzugs
weise wechselweise mit Abstand in die eine und dann in die andere Richtung versetzt
zueinander anzuordnen und dort dann die Zwischenausflußöffnungen parallel zur
Ebene der Zuflußöffnungen verlaufen zu lassen. Dabei sollten die ersten Verzweig
leitungen geradlinig in Arbeitsbreitenrichtung, die zweiten Verzweigleitungen jedoch
aus der versetzen Ebene der ersten Verzweigleitungen kreis- oder linienförmig in die
Ebene der Ausflußöffnungen verlaufen. Auf diese Weise ist eine weiterhin feinere
Verteilung der den Zuflußöffnungen über Schläuche zufließenden Flüssigkeit möglich.
Weitere Ausgestaltungen ergänzen die Vorrichtung nach dieser Definition. Insofern
wird auf die Beschreibung und auf die Patentansprüche verwiesen.
Erstmals ist ein reines Färben in Streifen möglich, was bisher nur im Druckverfahren
durchführbar war. Durch interruptartiges Zuführen von verschiedenen Farben ist auch
ein Quermuster mit dieser Vorrichtung erzielbar. Da diese Farbmuster und auch das
dazugehörige Herstellungsverfahren neu sind, gehört sowohl das Verfahren und auch
die danach hergestellte Warenbahn zum Schutzgegenstand dieser Anmeldung.
Eine Vorrichtung der erfindungsgemäßen Art ist in der Zeichnung beispielhaft darge
stellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt quer durch den Balken des Flüssigkeitsauftraggerätes mit den
am Balken befestigen Flüssigkeitsverteilwandungen,
Fig. 2 einen Schnitt parallel zur Ebene der Flüssigkeitsverteilleitungen entsprechend
der Linie II-II in der Fig. 1,
Fig. 3 die Draufsicht auf die erste von drei Verteilwandungen (Deckel) in Richtung
des Schnittes III-III mit in unterbrochenen Linien angedeuteten Begrenzungs
wandungen im Flüssigkeitsvorratsraum,
Fig. 4 die Ansicht der zweiten Verteilwandung parallel zur Wandung nach Fig. 3,
jedoch mit einer anderen Leitungsführung für die ersten Verzweigleitungen zur
Verteilung der Flüssigkeit in die Ausflußöffnungen,
Fig. 5 die Unteransicht der zweiten Verteilwandung nach Fig. 4 mit den zweiten Ver
zweigleitungen,
Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 4 und
Fig. 7 einen Schnitt entlang der Linie VII-VII in Fig. 4 mit jedoch nur der Unterkante
der Verteilwandung.
Die zum Stand der Technik gehörende Flüssigkeitsauftragsvorrichtung gemäß der Fig.
1 besteht aus einem winkelförmigen Balken 1, dessen 90° umfassendes Überlaufwehr
2 nach oben ausgerichtet ist. Der eine schräg nach oben zum Überlaufwehr 2 hin
verlaufende Schenkel ist die Stauwand 3, an die sich nach dem hier abgerundeten
Überlaufwehr 2 die Leitfläche 4 anschließt. Über diese Leitfläche fließt gleichmäßig
verteilt der aufzutragende Flüssigkeitsfilm, der nach Ablauf von der unteren Kante 5
der Leitfläche 4 auf die über eine Walze 6 geführte polförmige Warenbahn 7 fließt.
Auf der der Stauwand 3 des Balkens 1 gegenüberliegenden Seite ist ein massiver Kör
per 8 flüssigkeitsdicht befestigt, der in dem dem Überlaufwehr 2 zugeordneten Bereich
einen Flüssigkeitsvorratsraum 9 aufweist. Dieser Flüssigkeitsvorratsraum 9 ist in seiner
Höhe gemäß Fig. 1 gebildet durch eine über die Breite der Vorrichtung eingeschobene
Wandung 19', die im Flüssigkeitszuflußbereich Öffnungen 13 für den Zufluß der
Flüssigkeit durch den Vorratsraum 9 hat. Dazu weiter unten im Zusammenhang mit der
Fig. 3. Der Zulauf der Flüssigkeit erfolgt durch eine Vielzahl von quer durch den Körper
8 sich erstreckende Bohrungen 12, die über die Breite der Vorrichtung aus Fig. 2
hervorgehen.
An dem gegenüberliegenden, oberen Ende der Bohrungen 12 ist eine im einzelnen aus
Fig. 2 hervorgehende Flüssigkeitsverteileinrichtung angeordnet, wie sie in der DE 40 26 198 A1
beschrieben ist. Sie besteht darin, daß die von einer Zuflußleitung 15 her
zufließende Flüssigkeit schrittweise in die einzelnen Bohrungen 12 aufgeteilt wird. Es
sind hier zwei Verzweigleitungen 20, 21 vorgesehen, wobei die jeweilige Zuflußöffnung
der Zuflußleitung 15 beidseitig in Arbeitsbreitenrichtung mit einer gleich langen ersten
Verzweigleitung 20 verbunden ist, an deren jeweiligem Ende eine Zwischenausflußöff
nung 22 vorgesehen ist, an die sich in gleicher Weise beidseitig in Arbeitsbreitenrich
tung eine jedoch um die Hälfte der ersten Verzweigleitung 20 kürzere und im Quer
schnitt verkleinerte zweite Verzweigleitung 21 mit den an den Enden vorgesehenen
Ausflußöffnungen 23 in eine dritte Verteilwandung 23' zu den Bohrungen 12 im Körper
8 anschließt. Die Flüssigkeitsverteilplatte 14 ist durch einen Deckel 16, der mit dem
Körper 8 durch die Schrauben 17 fest verbunden ist, flüssigkeitsdicht verschlossen.
Die Konstruktion der Flüssigkeitsvorratsräume 9 geht aus der Fig. 3 hervor. Der wei
tere Strom der durch die Bohrungen 12 zufließenden Flüssigkeit bis hin zum Überlauf
wehr 2 erfolgt durch eine Vielzahl von Flüssigkeitsvorratsräumen 9, weil jede Flüssig
keitszuflußöffnung 13 von der benachbarten durch eine Begrenzungswandung 19 ge
trennt ist. Wie oben beschrieben ist unter den Körper 8 die Begrenzungswandung 19'
eingebracht, die im Bereich des Flüssigkeitsvorratsraumes 9 kammähnlich ausgebildet
ist. In den Grund, in den Zwickel des von den Begrenzungswandungen 19 freigelasse
nen Flüssigkeitsvorratsräumen 9 münden die Bohrungen 12, von wo dann die zuflie
ßende Flüssigkeit durch den jeweiligen Flüssigkeitsvorratsraum 9 zum Überlaufwehr 2
hin strömt. Um einen konisch zum Überlaufwehr 2 hin sich erweiternden Vorratsraum 9
zu erhalten, sind die Flanken 18 der Begrenzungswandungen 19 von der
Flüssigkeitszuflußöffnung 13 aus schräg nach außen gerichtet. Damit ergibt sich ein
sich konisch erweiternder Flüssigkeitsvorratsraum 9, obwohl die Stau- 3 und
Gegenstauwand 10 parallel zueinander verlaufen.
Bei dem vorbekannten Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1-3 verteilt sich die
Flüssigkeit von dem Zulauf 15 bis zu den Bohrungen 12 in einer Ebene, nämlich in der
Ebene der Bohrungen 12. Die Ebene ist die Schnittebene der Fig. 2. Dabei ist die
wesentliche Verteileinrichtung in der Platte 14 vorgesehen. Mit dieser Konstruktion der
Verteilplatte 14 ist es nur möglich, pro Flüssigkeitszulauf 15 eine andere Farbe od. dgl.
in die Auftragsvorrichtung einzugeben, die sich dann auf die vier zugehörigen
Bohrungen 12 bzw. die vier nebeneinander angeordneten Vorratsräume 9 verteilt.
In den Fig. 4-7 ist nun eine Vorrichtung, eine Platte 14' dargestellt, mit der eine
Verteilung der unterschiedlichen Farben auf jede Bohrung 12 getrennt möglich
gemacht ist, obwohl die Zuflußleitungen 15 mit unverändertem Abstand zueinander
angeordnet sind, also pro Arbeitsbreitenlänge der Auftragsvorrichtung eine
unveränderte Anzahl von Zuflußleitungen 15 vorgesehen ist.
Oberhalb der Bohrungen 15' in Fig. 4 sind die Zuflußleitungen 15 unverändert einge
bracht. Diese sind in der Ebene der Fig. 2. Die jeweilige erste Verzweigleitung 20' ist
jetzt aber in einer Ebene parallel zu der der Ausflußöffnungen 13 oder der
Zuflußleitungen 15 angeordnet und die Verteilung der Flüssigkeit zu den
Ausflußöffnungen 13, also zurück in die Ebene der Zuflußleitungen 15 erfolgt über die
zweite Verzweigleitung 21' von der Ebene der ersten Verzweigleitung zu der Ebene
der Ausflußöffnungen 13. Dazu sind die ersten Verzweigleitungen 21' von der Ebene
der Ausflußöffnungen 13 senkrecht und wechselweise mit Abstand in die eine und
dann in die andere Richtung versetzt angeordnet. Dort verlaufen dann die
Zwischenausflußöffnungen 22' parallel zur Ebene der Zuflußöffnungen 15.
Da die Bohrungen 15' und damit die Zuflußöffnungen 15 in der Ebene der Ausflußöff
nungen 13 angeordnet sind, muß eine Verbindung von den Zuflußöffnungen 15 zu den
ersten Verzweigleitungen 20' geschaffen werden. Dies ist durch Verbindungsleitungen
20'' bewirkt, die jeweils gleich lang ausgebildet sind. Die Verbindungsleitungen 20''
verlaufen zunächst in der Ebene der Zuflußöffnungen 15' und sind dann wechselweise
nach außen in die eine und andere Richtung umgelenkt zur mittigen Verbindung mit
der zugeordneten ersten Verzweigleitung 20' in der Parallelebene. Dabei verlaufen
gemäß der Darstellung in Fig. 4 die zwei Verbindungsleitungen 20'' benachbarter Zu
flußöffnungen 15' zuerst aufeinander zu und dann jeweils in die eine oder entgegen
gesetzte Richtung nach außen zu den dort angeordneten ersten Verzweigleitungen
20'.
In dieser Parallelebene in der Ebene der Anordnung der ersten Verzweigleitungen 20'
durchdringen nunmehr die an den beiden äußeren Enden der ersten Verzweigleitung
20' eingebrachten Zwischenausflußöffnungen 22' die Verteilplatte 14'. In der Fig. 5
sind die Enden dieser Zwischenausflußöffnungen 22' von unten der Verteilerplatte 14'
dargestellt. Von dort verlaufen die zweiten Verzweigleitungen 21' beidseitig kreisförmig
wieder zurück in die Ebene der Ausflußöffnungen 13, wo die Ausflußöffnungen 23 die
Verbindung zu den Bohrungen 12 schaffen. Da nun zusätzlich die ersten und auch die
zweiten Verzweigleitungen in den beiden Ebenen außerhalb der Ebene der
Ausflußöffnungen sich in ihrer Länge parallel zur Ebene der Arbeitsbreite überschnei
den, wie es aus Fig. 4 und 5 klar ersichtlich ist, ist mit dieser Verteilerplatte 14' eine
Verteilung der Flüssigkeit in die einzelnen Vorratsräume 9 derart möglich, daß dann
wenn die benachbarten Zuflußleitungen 15 unterschiedliche Farben haben, jede der
benachbarten Vorratsräume 9 mit jeweils wechselnder Farbe versorgt wird.
Damit kann man einen streifenförmigen Teppich mit einem feinen Streifenmuster fär
ben. Wenn man die Farbe der Zuflußleitung 15 zusätzlich schnell wechselnd in der
Farbe zuführt, ist auch jedes beliebige andere Muster färbbar.
Claims (14)
1. Vorrichtung zum Aufbringen eines über die Arbeitsbreite gleichmäßig dünnen
laminar fließenden Flüssigkeitsfilmes großer Breite auf eine kontinuierlich vor
bewegte Warenbahn (7) mit einem Flüssigkeitsvorratsraum (9), der einerseits
durch eine schräg zur Horizontalen aufwärts gerichtete und über die Arbeitsbreite
sich erstreckende Stauwand (3) begrenzt ist, der in Fließrichtung der Flüssigkeit
ein Überlaufwehr (2) sowie eine sich an das Überlaufwehr anschließende Leitflä
che (4) folgt von deren unterm Rand (5) der übergelaufene Flüssigkeitsfilm auf
die Warenbahn (7) abläuft, und der andererseits mit Abstand zur Stauwand (3)
darüber durch eine Gegenstauwand (10) begrenzt ist, wobei der Flüssigkeitsvor
ratsraum (9) an dem dem Überlaufwehr gegenüberliegenden Ende einen Flüssig
keitszulaufbereich aufweist, in den mehrere Flüssigkeitsausflußöffnungen (13)
münden, die mit von einer Pumpe mit Flüssigkeit gespeisten Flüssigkeitszufluß
schläuchen (15) verbunden sind, wobei der sich über die Arbeitsbreite er
streckende Flüssigkeitsvorratsraum (9) durch eine Vielzahl in dem Spalt des
Flüssigkeitsvorratsraumes vom Überlaufwehr (2) zum Flüssigkeitszulaufbereich
sich erstreckende Begrenzungswandungen (19) in seiner Breite aufgeteilt ist, und
wobei die Verteilung der Flüssigkeit von jeder der Zuflußöffnungen (15) bis zu
einer Vielzahl der Ausflußöffnungen (13) schrittweise derart vorgesehen ist, daß
die jeweilige Zuflußöffnung (15) beidseitig in Arbeitsbreitenrichtung mit einer
gleich langen ersten Verzweigleitung (20, 20') verbunden ist, an deren jeweiligem
Ende eine Zwischenausflußöffnung (22, 22') vorgesehen ist, an die sich in glei
cher Weise beidseitig in Arbeitsbreitenrichtung eine jedoch um die Hälfte der
ersten Verzweigleitung (20, 20') kürzere und im Querschnitt verkleinerte zweite
Verzweigleitung (21, 21') z. B. mit den an den Enden vorgesehenen Ausflußöff
nungen (23) anschließt, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige erste Ver
zweigleitung (20') in einer Ebene parallel zu der der Ausflußöffnungen (23) ange
ordnet ist und die Verteilung der Flüssigkeit zu den Ausflußöffnungen (23) über
die zweite Verzweigleitung (21') von der Ebene der ersten Verzweigleitung (20')
zu der Ebene der Ausflußöffnungen (23) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Ver
zweigleitungen (20') von der Ebene der Ausflußöffnungen (23) senkrecht vor
zugsweise wechselweise mit Abstand in die eine und dann in die andere Richtung
versetzt zueinander angeordnet sind und dort die Zwischenausflußöffnungen
(22') parallel zur Ebene der Zuflußöffnungen (15') verlaufen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß - wie bekannt -
die ersten Verzweigleitungen (20') geradlinig in Arbeitsbreitenrichtung, die
zweiten Verzweigleitungen (21') jedoch aus der versetzen Ebene der ersten Ver
zweigleitungen (20') kreis- oder linienförmig in die Ebene der Ausflußöffnungen
(23) verlaufen.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die nebeneinander in einer Ebene angeordneten Ausfluß
öffnungen (23) über die zweiten Verzweigleitungen (21') wechselweise mit den
ersten Verzweigleitung (2 0') in der einen und dann in der anderen parallel dazu
verlaufenden Ebene verbunden sind.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zuflußöffnungen (15') in einer Reihe nebeneinander an
geordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuflußöffnungen
(15') in der Ebene der Ausflußöffnungen (23) angeordnet sind und sich zu den
zugeordneten ersten Verzweigleitungen (20') in der jeweils versetzt dazu ange
ordneten Ebene eine Verbindungsleitung (20'') erstreckt, die jeweils gleich lang
ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungslei
tungen (20'') zunächst in der Ebene der Zuflußöffnungen (15') verlaufen und
dann wechselweise nach außen in die eine und andere Richtung umgelenkt sind
zur mittigen Verbindung mit der zugeordneten ersten Verzweigleitung (20') in der
Parallelebene.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Verbindungslei
tungen (20'') benachbarter Zuflußöffnungen (15') zuerst aufeinander zu gerichtet
sind und dann jeweils in die eine oder entgegengesetzte Richtung nach außen zu
den dort angeordneten ersten Verzweigleitungen (20') umgelenkt sind.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die ersten und auch die zweiten Verzweigleitungen (20',
21') in den beiden Ebenen außerhalb der Ebene der Ausflußöffnungen (23) sich
in ihrer Länge parallel zur Ebene der Arbeitsbreite überschneiden.
10. Verfahren zur Herstellung eines Farbmusters, wobei die Farbe kontinuierlich über
ein Überlaufwehr einer Leitfläche zugeführt wird, von der die Flüssigkeit auf die
Warenbahn abfließt, dadurch gekennzeichnet, daß Ströme unterschiedlicher
Farbe parallel nebeneinander dem Überlaufwehr und damit der Leitfläche zuflie
ßen.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Ströme jeweils
gleich breit sind.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein schnell
aufeinanderfolgender Farbwechsel, erzeugt durch ein nur kurzzeitiges Zuführen
einer Farbflüssigkeit, die dann mit einer anderen wechselt, vorgenommen wird.
13. Stoff- oder Teppichbahn, dadurch gekennzeichnet, daß auf diesem ein in Längs
richtung der Warenbahn kontinuierlich gefärbtes Streifenmuster aufgebracht ist.
14. Stoff- oder Teppichbahn, dadurch gekennzeichnet, daß auf diesem ein in Längs-
und Querrichtung der Warenbahn kontinuierlich gefärbtes, gleichmäßiges Muster
aufgebracht ist.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19651576A DE19651576A1 (de) | 1996-12-12 | 1996-12-12 | Vorrichtung zum Aufbringen eines Flüssigkeitsfilmes auf eine kontinuierlich vorbewegte Warenbahn, Verfahren zur Herstellung eines Farbmusters auf einer Warenbahn und Muster hergestellt nach diesem Verfahren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19651576A1 true DE19651576A1 (de) | 1998-06-18 |
Family
ID=7814410
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19651576A Withdrawn DE19651576A1 (de) | 1996-12-12 | 1996-12-12 | Vorrichtung zum Aufbringen eines Flüssigkeitsfilmes auf eine kontinuierlich vorbewegte Warenbahn, Verfahren zur Herstellung eines Farbmusters auf einer Warenbahn und Muster hergestellt nach diesem Verfahren |
Country Status (2)
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