DE10020058C1 - Müllbehälter mit Verschlußvorrichtung - Google Patents
Müllbehälter mit VerschlußvorrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Müllbehälter mit Verschlußvorrichtung, wobei das Entriegeln und Verriegeln der Verschlußvorrichtung auf rein mechanischem Wege geschieht. Die Verschlußvorrichtung kann unter anderem über einen mit Schlüssel zu betätigenden Schließzylinder geöffnet und verschlossen werden. Es ist aber auch möglich, die Verschlußvorrichtung durch am Müllfahrzeug vorgesehene Betätigungsvorrichtungsteile zu öffnen. Dies geschieht dadurch, daß zwei gegeneinander bewegliche Gehäuseteile zusammengedrückt werden, um die Entriegelung der Verschlußvorrichtung zu bewirken. Dadurch ergibt sich eine robuste und wenig störanfällige Konstruktion, wobei sich die Verschlußvorrichtung geschützt unter dem ohnehin vorhandenen Rand eines Müllbehälters anordnen läßt.
Description
Die Erfindung betrifft einen Müllbehälter mit Verschlußvorrichtung, mit einer
oberen Einfüllöffnung, die durch einen Deckel verschließbar ist, wobei der Deckel
gegen unbefugtes Öffnen durch die mit einem schlüsselbetätigten Schließzylinder
versehene Verschlußvorrichtung zu sichern ist, wobei im oberen Bereich der
oberen Einfüllöffnung des Müllbehälters ein Rand an der Außenseite des
Müllbehälters angeordnet ist, der einen Zwischenraum zwischen der äußeren
Wand des Müllbehälters und der Innenseite des Randes begrenzt, wobei die
Verschlußvorrichtung mit einem Gehäuse in den zwischen einem oberen,
waagerechten Randabschnitt und einem sich daran anschließenden, nach unten
weisenden Randabschnitt gebildeten, nach unten offenen Raum angeordnet ist,
wobei der schlüsselbetätigte Schließzylinder ein Verschlußglied antreibt, das mit
einem Verschlußwiderlager zusammenwirkt.
Die Beseitigung von Müll verursacht immer höhere Kosten, die die Gemeinden zu
immer höheren Gebührensätzen zwingen. Auch wurde schon vorgeschlagen, den
Müll zu wiegen und danach die an die Gemeinde zu richtenden Abgaben zu be
messen. Dies alles führt dazu, daß zahlreiche Bürger versuchen, sich ihres Mülles
in der freien Natur oder gar beim Nachbarn zu entledigen, der dann die Müllbesei
tigung mitbezahlen muß. Um letzteres auszuschließen, wurde schon vorgeschla
gen, die Deckel von Mülltonnen mittels einer Verschlußvorrichtung abzusperren.
Hierzu schlägt das deutsche Gebrauchsmuster DE 297 00 922 U1 ein Verriege
lungsmittel für einen Klappdeckel an einer Mülltonne vor, der die obere Einfüllöff
nung verschließt. Dabei soll ein Haken vorgesehen werden, der zum Hintergreifen
des Randes der Mülltonne dient und dem ein biegsames oder kettenartig bewegli
ches Verbindungselement zugeordnet wird, das zumindest eine Durchstecköff
nung zum Durchstecken des Bügels eines handelsüblichen Vorhängeschlosses
aufweist. Dadurch soll der Deckel der Mülltonne absperrbar sein, so daß die Müll
tonne nur von ihrem Besitzer mit Abfall gefüllt werden kann. Der Haken soll aus
Flachstahl bestehen und abgekantet sein und mit einer Bohrung zur Aufnahme
einer Feststellschraube ausgerüstet sein. Abgesehen davon, daß das Herumlie
gen von Ketten und flexiblen Zugelementen, die den oberen Deckel ganz oder
teilweise übergreifen, ein unschönes Äußeres abgibt, sind diese Verschlußvor
richtungen ständig dem Unbill der Witterung ausgesetzt, so daß sie nach einiger
Zeit korrodieren und unbrauchbar werden können. Darüber hinaus lassen sich
Verbindungselemente dieser Art relativ leicht zerstören, es sei denn, sie werden
so schwer und klobig ausgeführt, daß sie nicht mehr mit einem Seifenschneider
durchtrennbar sind. Auf alle Fälle muß jedesmal die Kette nach dem Lösen des
Vorhängeschlosses aus den dafür vorgesehenen Befestigungsmitteln herausgezo
gen, der Deckel geöffnet, der Müll in den Behälter gekippt und anschließend die
Kette wieder durch die Öffnung gezogen und das Vorhängeschloß durch zwei
oder mehr Kettenglieder hindurchgeführt und abgeschlossen werden, was eine
sehr umständliche Handhabung dieser Vorrichtung bedingt, die zum Beispiel bei
Regenwetter oder im Winter kaum zumutbar erscheint. Darüber hinaus bietet
dieser Verschluß auch die Gefahr von Verletzungen, zumal wenn die Kette her
unterschlägt oder nur eine Hand zum Öffnen und Abschließen zur Verfügung
steht, weil zum Beispiel mit der anderen Hand der Mülleimer getragen wird. Ob
allerdings diese Vorrichtung nur mit einer Hand zu betätigen ist, erscheint zweifel
haft.
Durch die DE 195 07 254 A1 ist ein Schloß mit einem Fallenriegel zur Verriege
lung eines an einem Flügel angebrachten Schließbügels vorbekannt, wobei der
Fallenriegel beim Schließen des Flügels von dem Schließbügel gegen die Kraft
eines Rückstellelementes in Richtung eines ersten Freiheitsgrades ausgelenkt
wird. Der Fallenriegel soll einen zweiten Freiheitsgrad aufweisen, der durch ein
unter dem Einfluß der Schwerkraft bewegliches Sperrelement blockierbar ist, wobei
ein Betätigungsmechanismus so angeordnet ist, daß das Sperrelement in eine
nicht sperrende Lage gebracht werden kann, aus der es bei Lageänderung des
gesamten Schlosses in die Sperrstellung fallen kann. Der Betätigungsmechanis
mus soll in Form eines Schiebers ausgeführt sein, der eine Nut zur Aufnahme des
Sperrelementes aufweist. Dabei wird vorgeschlagen, den Schieber als Dreh
schieber auszubilden. Der Fallenriegel ist um eine Achse drehbar (erster Frei
heitsgrad) und in Richtung seiner Längsachse geradlinig verschiebbar (zweiter
Freiheitsgrad). Das Sperrelement ist in Längsrichtung des Fallenriegels angeord
net, wobei der Fallenriegel an seinem dem Sperrelement abgewandten Ende eine
Anlaufschräge aufweist. Alternativ wird vorgeschlagen, das Sperrelement als Ku
gel oder Zylinderrolle auszubilden. Das Sperrelement liegt in einem sektorförmi
gen Ausschnitt eines Drehschiebers, dessen Bogenlänge größer ist als der
Durchmesser des Sperrelementes. Der Drehschieber ist mit einem Schließzylinder
verbunden, wobei in Einbaulage des Schlosses oberhalb des Drehschiebers ein
kammerartiger Raum und unterhalb des Drehschiebers in einem Zentriwinkelbe
reich von mindestens 90 Grad eine Umfangswandung angeordnet ist. Es sollen
außerdem Mittel vorgesehen sein, um das Sperrelement in der Sperrstellung bei
einer Lageänderung des Schlosses gegen die Gewichtskraft des Sperrelementes
am Platz zu halten. Als Mittel zur Lagersicherung wird eine abgespreizt angeord
nete Blattfeder vorgeschlagen. Dieses Schloß soll besonders für Mülltonnen ge
eignet sein, um den Deckel der Mülltonne nach Entleerung automatisch zu verrie
geln, so daß Unbefugten die Möglichkeit genommen wird, Fremdmüll einzuführen.
Nachteilig ist die aus vielen beweglichen Einzelteilen bestehende Konstruktion mit
Federn, Hebeln, Drehschiebern, relativ kompliziert gestalteten Kammern, Anlauf
schrägen und Bügeln, so daß es fraglich erscheint, ob sich dieses Schloß unter
den rauhen Betriebsbedingungen der Müllentsorgung wirklich durchsetzen kann,
ganz abgesehen von den anzustellenden Wirtschaftlichkeitsüberlegungen.
Aus der DE 197 08 193 A1 ist ein Müllbehälter mit einem Behälterteil, einem
Deckel, der verstellbar mit dem Behälterteil verbunden ist, und mittels dem eine
Behälteröffnung zu öffnen und zu verschließen ist, vorbekannt, mit einer
Schließeinrichtung, mittels der der Deckel am Behälterteil verriegelbar ist. Die
Schließeinrichtung ist ein deckelseitiges Schloßoberteil mit einem Öffnungshebel,
der zwischen einer Ver- und Entriegelungsstellung verstellbar ist, und das ein be
hälterseitiges Schloßunterteil mit einem Verriegelungselement aufweist, das zwi
schen einer Sperrstellung, in der es mit dem sich in seiner Verriegelungsstellung
befindlichen Öffnunghebel in Eingriff ist, und einer Freigabebestellung, in der es
mit dem sich in seiner Verriegelungsstellung befindlichen Öffnungshebel außer
Eingriff ist, bewegbar ist. Die Schließeinrichtung soll am oder nahe dem achsen
fernen Endabschnitt des Deckels und das Schloßunterteil der Schließeinrichtung
an einem dem achsenfernen Endabschnitt des Deckels zugeordneten Wan
dungsabschnitt des Behälters angeordnet sein.
Im übrigen soll der Öffnungshebel mittels eines vom Behälteräußeren betätigba
ren, durch ein Zahlenschloß blockierbaren Zahlenschloßhebel aus seiner Ver- in
seine Entriegelungsstellung verstellbar sein. Es wird auch vorgeschlagen, den
Öffnungshebel mittels eines durch Betätigung eines Zylinderschlosses vom Be
hälteräußeren her verstellbaren Zylinderschloßhebels aus seiner Ver- in seine Ent
riegelungsstellung verstellbar auszuführen. Die Sperreinrichtung soll einen Rollen
körper aufweisen, der in einer Kammer in Vertikalrichtung verstellbar aufgenom
men ist, so daß er in demjenigen Bereich der Kammer, den er einnimmt, wenn
sich das Behälterteil nicht in seiner zur Überkopfleerung gekippten Stellung befin
det, eine Verschwenkung des Gewichtsteils zur Verstellung des den Verriege
lungsbolzen aufweisenden Hebels in dessen Freigabestellung blockiert und in
demjenigen Bereich der Kammer, den er einnimmt, wenn sich das Behälterteil in
seiner zur Überkopfleerung gekippten Stellung befindet, eine Verschwenkung des
Gewichtsteils zur Verstellung des den Verriegelungsbolzen aufweisenden Hebels
in dessen Freigabestellung zuläßt. Der Rollkörper soll als Kugel ausgebildet sein.
Im übrigen besitzt diese Vorrichtung zahlreiche, relativ kompliziert gestaltete He
bel, Rollenkörper, Kammern und Verschlußvorrichtungen, die die ganze Kon
struktion recht aufwendig und demgemäß teuer machen. Ob sie sich unter den
rauhen Betriebsbedingungen der Müllentsorgung wirklich bewährt, muß gegebe
nenfalls abgewartet werden, ganz abgesehen von dem Preis, den dieses Schloß
vermutlich kosten wird.
Aus der DE 44 07 690 A1 ist ein Müllbehälter mit einer Tonne und einem daran
angelenkten Deckel vorbekannt, der an seiner Unterseite mit einem Verriege
lungshaken versehen ist, einem Sperrglied an der Tonne, mit dem der Verriege
lungshaken mittels eines Schlosses wahlweise in Eingriff bringbar ist, und mit
einer an der Tonne angeordneten Betätigungsleiste, die mittels eines Anschlag
bauteils eines Müllfahrzeuges, in dessen Müllsammelraum die Tonne zu entleeren
ist, bewegbar ist, so daß das Sperrglied den Verriegelungshaken für eine Öffnung
des Deckels freigibt, wobei die Betätigungsleiste durch gleichzeitige Beaufschla
gung von zumindest zwei federgespannten Führungsbolzen bewegbar ist. Diese
Konstruktion weist einen angelenkten Deckel auf, der an seiner Unterseite mit
einem Verriegelungshaken versehen ist, einem Sperrglied an der Tonne, mit dem
der Verriegelungshaken mittels eines Schlosses wahlweise in Eingriff bringbar ist,
und mit einer an der Tonne angeordneten Betätigungsleiste, die mittels eines
Anschlagbauteils eines Müllfahrzeuges, in dessen Müllsammelraum die Tonne zu
entleeren ist, bewegbar ist, so daß das Sperrglied den Verriegelungshaken für
eine Öffnung des Deckels freigibt, wobei die Betätigungsleiste durch zumindest
einen Führungsbolzen bewegbar ist, der durch Löcher in zwei in Achsialrichtung
des Führungsbolzens unter Abstand angeordneten Wandabschnitten der Tonne
geführt ist. Der Verriegelungshaken soll bei Betätigung des Schlosses eine
Schwenkbewegung ausführen. Die Betätigungsleiste soll sich innenseitig der
Tonne horizontal erstrecken. Es ist jedoch auch möglich, die Betätigungsleiste
außenseitig der Tonne horizontal anzuordnen. Das Sperrglied kann durch einen
federgespannten Sicherungsschieber in der Schließstellung gesichert sein, wobei
der Sicherungsschieber durch ein zweites Anschlagbauteil des Müllfahrzeuges in
eine Stellung bewegbar ist, in der er die Betätigungsleiste für eine Bewegung mit
tels des ersten Anschlagbauteiles des Müllfahrzeuges freigibt. Das Schloß kann
wahlweise sowohl mit einem Individualschlüssel, der nur auf einen bestimmten
Müllbehälter paßt, als auch mit einem Universalschlüssel, der auf viele Müllbehäl
ter paßt, zu betätigen sein. Der bzw. die Führungsbolzen können am Tonnenrand
in einer Vertiefung versenkt sein, wobei die Vertiefung insbesondere durch Rip
pen, Stege oder auch durch feststehende Vorsprünge, wie Bolzen, gebildet wird.
Durch die Federspannung der Führungsbolzen soll ein Öffnen des Deckels ohne
mechanische Hilfsmittel praktisch ausgeschlossen sein. Aber auch mit Werkzeu
gen soll ein Öffnen des Mülbehälters nur mit sehr hohem Aufwand möglich sein.
Falls zwei Bolzen vorgesehen sind, müssen beide federgespannten Führungs
bolzen gleichzeitig betätigt werden. Wird hingegen nur ein einziger Führungsbol
zen hineingedrückt, so verkantet die Betätigungsleiste und der Deckel der Müll
tonne läßt sich nicht öffnen.
Die DE 295 02 863 U1 veranschaulicht einen nachrüstbaren Müllbehälter, bei dem
sich das Mülltonnenverschlußsystem automatisch beim Entleeren öffnen soll.
Hierzu soll ein Schließkeil in abgeschlossener Stellung in einem Schnappver
schluß einhaken, der bei der Entleerung durch das Müllfahrzeug durch einen koni
schen Bolzen aufgespreizt wird, wodurch der Schließkeil freigegeben wird, so daß
in der nicht abgeschlossenen Stellung die abgeflachten Seiten des Schließkeils
nicht in einen Schnappverschluß einhaken können. Hierdurch soll die Mülltonne
vor fremden Müll geschützt werden. Außerdem soll der Mülltonnenverschluß um
rüstbar sein. Des weiteren soll die Mülltonne sich bei der Entleerung automatisch
öffnen, ohne daß der Mülltonnenbesitzer sie vorher entriegeln muß. Der Müllton
nendeckel soll sich auch ohne einen Schlüssel verschließen lassen, wobei die
Mülltonne sofort nach der Entleerung geschlossen wird.
Die nicht vorveröffentlichte deutsche Patentanmeldung 198 60 455.6 betrifft einen
Müllbehälter mit einer oberen Einfüllöffnung, die durch einen Deckel verschließbar
ist, wobei der Deckel gegen unbefugtes Öffnen durch eine Verschlußvorrichtung
zu sichern ist, wobei im Bereich der oberen Einfüllöffnung des Müllbehälters ein
Rand an der Außenseite des Müllbehälters angeordnet ist, der einen Zwi
schenraum zwischen der äußeren Wand des Müllbehälters und der Innenseite des
Rands begrenzt, wobei die Verschlußvorrichtung ein als Winkelhebel ausgebilde
tes Sperrglied aufweist, der im Schnittpunkt der beiden Längsachsen der Hebel
arme um ein begrenztes Maß schwenkbeweglich gelagert ist und der mit einem an
der Unterseite des Deckels angeordneten Verriegelungsbolzen, Widerlager oder
dergleichen zusammenwirkt, wobei einem der Hebelarme ein Elektromagnet
getrieblich zugeordnet ist, der bei Erregung seiner elektrischen Wicklung die Ver
schlußvorrichtung in Entriegelungsstellung steuert, und daß die Verschlußvorrich
tung unterhalb des Randes des Müllbehälters an dessen Außenseite mit ihrem
gemeinsamen Gehäuse unter Vermeidung störender Einbauten in dem Gehäuse
geschützt angeordnet ist. Dieses Schloß besitzt den Vorteil, daß die Verschlußvor
richtung zum einen elektromagnetisch, zum anderen aber auch mittels eines
Schlüssels, zum Beispiel eines Längsrippenprofilflachschlüssels eines Zylinder
schlosses, zu betätigen ist. Dadurch ergibt sich zunächst ein wirksamer Schutz
gegen fremden Abfall, da Fremde das Schloß nur mit einem passenden Schlüssel,
oder aber mit einer geeigneten Stromquelle öffnen können. Diese Stromquelle
kann an dem Müllfahrzeug vorgesehen sein, das zum Beispiel mit einer Bord
spannung von 12 oder 24 Volt arbeiten kann. An dem Gehäuse, das die Ver
schlußvorrichtung enthält, können geeignete, durch Gegenkontakte am Müllbe
hälter abzutastende Kontakte sein, durch die der Elektromagnet mit Strom ver
sorgt wird, woraufhin die Verschlußvorrichtung in Offenstellung gesteuert wird.
Das elektromagnetische Öffnen der Verschlußvorrichtung geschieht somit vor
oder während des Schüttvorganges am Müllfahrzeug, so daß auch ein Umkippen
eines Müllbehälters auf der Straße nicht zu einem Entleeren führt.
Berechtigte Personen können aber mit einem passenden Schlüssel die Ver
schlußvorrichtung öffnen, was auch mit einem Universalschlüssel möglich ist, zum
Beispiel durch Müllwerker, die befugterweise den Müllinhalt kontrollieren wollen.
In allen anderen Situationen ist jedoch die Verschlußvorrichtung sicher verschlos
sen, so daß ein Müllbehälter gemäß der Erfindung auch "sabotageunempfindlich"
ist. Auch Vandalismus, zum Beispiel ein Verstreuen des Mülles, ist damit weitge
hend ausgeschlossen.
Im Bedarfsfall läßt sich aber durch einen passenden Schlüssel auch ohne eine
geeignete Stromquelle, zum Beispiel von dem betreffenden Hausbewohner, dem
der Müllbehälter gehört, die Verschlußvorrichtung öffnen, so daß der Deckel of
fengehalten werden oder bei einem überladenen Müllbehälter etwas nach oben
geschwenkt werden kann. Zu diesem Zweck kann es zum Beispiel angebracht
sein, bei der elektromagnetischen Betätigung den Verschluß nur um einen gerin
geren Winkelbetrag, zum Beispiel um 30°, offenzusteuern, was völlig ausreichend
ist, den Deckel freizugeben, um den Müllbehälter entleeren zu können. Bei einer
Schlüsselbewegung kann es zum Beispiel aber angebracht sein, demgegenüber
einen größeren Schwenkwinkel, zum Beispiel von 60°, durchzuführen. Dabei kann
das Zylinderschloß so ausgebildet und eingerichtet sein, daß der Schlüssel zum
Beispiel nur in der 60° - und in der Schließstellung abgezogen werden kann.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß Müllbehälter gemäß der Erfindung stapelbar
sind, da sich keinerlei Verschluß- oder Schloßteile innerhalb des Müllbehälters
befinden. Dies ist deshalb von besonderem Vorteil, weil die Müllbehälter im
Herstellerwerk gestapelt und auf diese Art und Weise auch transportiert werden.
Da der Innenraum frei von Verschluß- und Schloßteilen gehalten ist, ergeben sich
glatte Wandungen, so daß sich keinerlei Schmutz- und Müllteile hier festsetzen
und die Funktionen des Verschlusses und/oder des Schlosses beeinträchtigen
können.
Vielmehr sind Verschluß- und Schloßteile unterhalb des ohnehin vorhandenen
sozusagen genormten Randes des Müllbehälters gegen Stoß- und Schlag, aber
auch gegen Verschmutzung, Schnee und Regen, geschützt angeordnet, wodurch
sich eine hohe Lebensdauer ergibt. Die äußeren Abmessungen des die Ver
schlußteile und des Zylinderschlosses aufnehmenden gemeinsamen Gehäuses
können so gehalten sein, daß sich dieses Gehäuse unproblematisch unterhalb
des z. B. umlaufenden Randes eines üblichen Müllbehälters anordnen läßt. In
diesem Falle braucht lediglich innerhalb des Randbereiches des Deckels im Be
reich des Verschlusses ein Widerlager befestigt zu werden, das aber auch ober
halb des umlaufenden Randes, allerdings außerhalb der Einfüllöffnung des Müll
behälters zu liegen kommt, so daß es hier die Stapelung nicht stört, sich anderer
seits aber auch keine Müll- und Schmutzteile hier festsetzen können. Außerdem
liegt auch dieses Widerlager unterhalb des Deckels, also gegen Schmutz, Regen,
Schnee und Stoßbeanspruchungen geschützt angeordnet.
Die ebenfalls nicht vorveröffentlichte deutsche Patentanmeldung 198 33 890.2-22
betrifft ebenfalls einen Müllbehälter mit einer oberen Einfüllöffnung, die durch
einen gegen unbefugtes Öffnen durch eine Verschlußvorrichtung zu sichernden
Deckel verschließbar ist, wobei die Verschlußvorrichtung ein als Winkelhebel
ausgebildetes Sperrglied aufweist, der im Schnittpunkt der beiden Längsachsen
der Hebelarme um ein begrenztes Maß schwenkbeweglich gelagert ist und der mit
einem an der Unterseite des Deckels angeordneten Arretierungswiderlager
zusammenwirkt, wobei einer der Hebelarme über eine Kupplung mit einem als
Beschleunigungsbolzen ausgebildeten, lineargeführten Betätigungsglied über
einen Kulissenschlitz in dem Betätigungsglied getrieblich gekuppelt ist, das das
Sperrglied gravimetrisch in Öffnungs- und Verriegelungsstellung steuert, wobei der
andere Hebelarm des Sperrgliedes mit einer fanghakenartigen Verriege
lungsöffnung versehen ist, die mit dem Arretierungswiderlager zusammenwirkt.
Das Gehäuse besteht im wesentlichen aus zwei Abschnitten unterschiedlicher
Dimensionen und unterschiedlicher Formgebung, wobei der eine Gehäuse
abschnitt in einem orthogonal zur Längsachse des Betätigungsgliedes geführten
Querschnitt einen Raum von rechteckförmiger Gestalt aufweist, während in dieser
Schnittebene der zweite Raum zylindrisch gestaltet ist, wobei der erste, recht
eckförmige Raum auf seinen dem als Beschleunigerbolzen ausgebildeten Betäti
gungsglied abgewandten Endabschnitt nach einem Kreisbogen geformt ist und
hier eine Mitnehmerscheibe lagert, die mit einem Fortsatz eines Zylinderkerns
eines Zylinderschlosses gekuppelt ist, wobei mit der Mitnehmerscheibe ein
Mitnehmerbolzen für das Sperrglied und diametral gegenüberliegend eine Kreis
bogennut verbunden ist, in die ein mit dem die Verriegelungsöffnung aufweisen
den Hebelarm gekuppelter Stift eingreift und dadurch die Drehbewegung des
Sperrgliedes in Öffnungsrichtung bzw. in Verriegelungsrichtung begrenzt. Eine
solche Verschlußvorrichtung läßt sich zum Beispiel mittels eines handelsüblichen
Zylinderschlosses abschließen und wieder öffnen, wobei das Entriegeln, das heißt
Aufheben der Blockierung der Verschlußvorrichtung beim Entleeren der Mülltonne,
gravimetrisch geschieht. Auch das Verriegeln der Verschlußvorrichtung geschieht
gravimetrisch mit dem Verschließen des Deckels, so daß keine umständlichen
Manipulationen zu bewerkstelligen sind. Auch die Hausfrau kann mit einer Hand
die Verschlußvorrichtung entriegeln und wieder verriegeln. Kettenglieder oder
sonstige flexible Absperrelemente und Vorhängeschlösser brauchen nicht
umständlicherweise durch irgendwelche Ösen, Handgriffe oder dergleichen
gezogen und befestigt zu werden. Vielmehr läßt sich die Verschlußvorrichtung
äußerlich unsichtbar und raumsparend in dem Müllbehälter selbst unterbringen, so
daß sie von außen nach ihrem Verschließen auch von Dritten nicht manipuliert
werden kann. Besonders vorteilhaft ist es, daß der Winkelhebel über einen linear
geführten und damit zwangsgeführten Beschleunigungsbolzen als Betätigungs
glied gesteuert wird. Da dieser Beschleunigungsbolzen über eine Kulissenführung
mit einem der Arme getrieblich gekuppelt ist, ergibt sich praktisch kein Leerlauf
und keine Verzögerung beim Öffnen und Schließen des Deckels und dessen
Verriegelung bzw. Öffnung. Die benötigten Teile der Verschlußvorrichtung lassen
sich robust und einfach ausführen und auf eine Mindestanzahl begrenzen. Selbst
unter den beengten Bedingungen in einem Müllbehälter läßt sich ein Beschleuni
gungsbolzen anordnen, der ein solches Gewicht besitzt, daß auch noch nach
Jahren die Verschlußvorrichtung sicher arbeitet. Staub, Feuchtigkeit, Schmutz
können somit die Funktionsweise dieser wenigen, robusten Einzelteile, die ge
trieblich miteinander verbunden sind, nicht beeinträchtigen, so daß sich auch noch
nach Jahren der Deckel gravimetrisch ver- und entriegeln läßt.
Durch die DE 295 02 424.0 U1 ist eine Verriegelungsvorrichtung für Behälter
deckel, insbesondere Deckel von Müllbehältern, vorbekannt, mit einem an der
Frontseite der Behälterwand in einem Aufnahmeraum angeordneten Schloß, des
sen Riegelelement mit einem am Behälterdeckel befestigten Sperrelement zu
sammenwirkt. Das Schloß soll als Zylinderschloß ausgebildet sein, wobei der Zy
linderkern des Zylinderschlosses mit einer Verlängerung versehen ist, die an
ihrem vorderen Ende mit Anschlägen für die Begrenzung der schlüsselbetätigten
Drehung und an ihrem hinteren Ende mit einer Lagerachse für die Lagerung des
Zylinderschlosses in der Behälterwand und mit Anschlägen für das Riegelelement
versehen ist, dessen Eingriff mit dem Sperrelement entgegen der Kraft einer
Rückholfeder aufhebbar ist. Das Sperrelement ist federbelastet verschwenkbar am
Behälterdeckel angeordnet, wobei das Riegelelement federbelastet verschwenk
bar auf der Lagerachse der Verlängerung angeordnet ist. Die Rückholfeder ist als
Wendelfeder ausgebildet, die auf der Lagerachse der Verlängerung angeordnet ist
und sich mit ihren Federenden einerseits an der Verlängerung und andererseits
am Riegelelement abstützt. Das Riegelelement ist mit einem Sprengring auf der
Lagerachse der Verlängerung festgelegt. Die Anschläge am vorderen Ende der
Verlängerung wirken mit Anschlägen an einem Gehäuse des Zylinderschlosses
zusammen. Die Anschläge am hinteren Ende der Verlängerung sind im Bereich
des Überganges zur Lagerachse als um 90° versetzt angeordnete Nocken aus
gebildet. Die hier beschriebene Verriegelungsvorrichtung ist nur über einen
Schlüssel betätigbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Müllbehälter mit Verschlußvor
richtung der vorausgesetzten Gattung so zu gestalten, daß zur Schaffung einer
robusten Konstruktion nur mechanisch bewegliche Teile vorgesehen sind.
Die Aufgabe wird durch die in Patentanspruch 1 wiedergegebenen Merkmale
gelöst.
Der erfindungsgemäße Müllbehälter mit Verschlußvorrichtung zeichnet sich da
durch aus, daß sich das Verschlußglied durch einen passenden, in den Schließ
kanal eines Stift- oder Plättchenzylinders einzuführenden Schlüssel einerseits in
Öffnungs- aber auch in Verriegelungsstellung bringen läßt, andererseits aber auch
durch am Müllfahrzeug vorgesehene zangenartige Vorrichtungsteile durch
Zusammendrücken zweier Gehäuseteile der Verschlußvorrichtung in Entriege
lungsstellung bringen läßt. Dadurch werden alle elektrischen und elektronischen
Bauteile zum Betätigen des Verschlußgliedes vermieden, so daß erwartet werden
kann, daß die rein mechanisch zu betätigende Verschlußvorrichtung auch nach
längerer Einsatzdauer unter den rauhen Alltagsbedingungen störungsfrei arbeitet.
Dabei darf nicht außer Betracht gelassen werden, daß Müllbehälter dieser Art in
der Regel das ganze Jahr über im Freien stehen, mithin allen Witterungsbedin
gungen ausgesetzt sind, was bei elektrisch bzw. elektronisch zu betätigenden Vor
richtungsteilen der Verschlußvorrichtung zu Störungen Anlaß geben könnte. Auch
die zangenartig auf die zusammendrückbaren Gehäuseteile einwirkenden
Vorrichtungsteile am Müllfahrzeug können einfach, zum Beispiel als Schienen
ausgebildet werden, die pneumatisch oder hydraulisch gegeneinander und von
einander wegzubewegen sind, also auf die Vorrichtungsteile einen relativ hohen
Druck auszuüben vermögen. Dabei genügt es allerdings, daß zum Beispiel nur
eines der leistenartigen Teile beweglich ist, während das andere leistenartige Teil
lediglich als Anschlagteil dient, das die Reaktionskräfte aufnimmt, so daß die be
treffenden Gehäuseteile zwischen diesen beiden zangenartig relativ zueinander
beweglichen Bauteilen eingespannt werden können. Dabei hat man es in der
Hand, die Entriegelungskräfte so vorzubestimmen, daß es unter normalen Bedin
gungen für unbefugte Personen ohne passenden Schlüssel praktisch unmöglich
ist, die Gehäuseteile von Hand oder mit einfachen Werkzeugen zusammenzu
drücken. Da im einfachsten Falle zwei leistenförmige, zum Beispiel aus Stahl be
stehende Teile am Müllfahrzeug erforderlich sind, von denen wenigstens eines
pneumatisch oder hydraulisch gegen eines der Gehäuseteile angepreßt oder
herangezogen werden kann, während das andere Teil stillsteht, läßt sich auch die
Vorrichtung am Müllfahrzeug sehr einfach und demgemäß robust und langlebig
ausbilden. Antriebsenergie in Form von Druckluft oder auch Druck durch
Hydrauliköl steht am Müllfahrzeug sowieso zur Verfügung, so daß an den Müll
fahrzeugen kaum Umkonstruktionen vorzunehmen sind. Werden die gegeneinan
der beweglichen Gehäuseteile - wie erfindungsgemäß vorgeschlagen - unter dem
oberen Rand im Bereich der Einfüllöffnung des Müllbehälters angeordnet, kann
dieser obere Rand des Müllbehälters zur Aufnahme der Reaktionskräfte für das
unbeweglich am Müllfahrzeug vorgesehene Bauteil dienen, während das bewegli
che, pneumatisch oder hydraulisch anzutreibende Bauteil von unten unter den
Rand hineinbewegt werden kann, um das hier vorgesehene Gehäuseteil gegen
das unter der Innenseite des oberen Randes anliegende Gehäuseteil anzudrücken
und dadurch die Entriegelung des Verriegelungsgliedes zu bewirken, woraufhin
sich durch Kippen des Müllbehälters dieser in üblicher Weise entleeren läßt. Bei
all' diesen Manipulationen sind die relativ zueinander beweglichen Gehäuseteile,
gegebenenfalls Druckfedern, ein Widerlager für das Verriegelungsglied sowohl
gegen Witterungseinflüsse als auch gegen mechanische Beschädigung geschützt
angeordnet. Diese Gehäuseteile können relativ robust ausgebildet werden, insbe
sondere aus Stahl bestehen, während das Verriegelungsglied mit dem Schließ
zylinder am Deckel des Müllbehälters angeordnet wird.
Weitere erfinderische Ausführungsformen sind in den Patentansprüchen 2 bis 12
beschrieben.
Bei Ausgestaltung gemäß Patentanspruch 2 ergibt sich eine besonders kom
pakte Raumform für die beiden Gehäuseteile, da diese praktisch ineinander um
ein begrenztes Maß verschieblich gegen Federrückstellkraft angeordnet sind.
Patentanspruch 3 beschreibt eine weitere sehr vorteilhafte Ausführungsform der
Erfindung.
Wird eine Ausführungsform nach Patentanspruch 4 gewählt, so läßt sich mit
einfachen Mitteln der Hub- oder Verschiebeweg der beiden Gehäuseteile dadurch
begrenzen, daß in den U-Schenkeln des einen Gehäuseteils Anschlagstifte ange
ordnet sind, die gleichzeitig zur Arretierung der vorgespannten Druckfedern her
angezogen werden.
Gemäß Patentanspruch 5 sind die Anschlagstifte in Langlöchern des im Quer
schnitt U-förmigen Gehäuseteils um ein begrenztes Maß verschieblich angeord
net.
Patentanspruch 6 beschreibt eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Er
findung, was auch für Patentanspruch 7 gilt.
Bei der Ausführungsform nach Patentanspruch 8 ist das bolzenförmige Ver
schlußglied in einem mit dem Deckel fest verbundenen Gehäuse angeordnet und
verläuft in Verriegelungsstellung koaxial zu dem federnden Verriegelungswiderla
ger und auch koaxial zu einem Spreizdorn, so daß sich eine sehr kompakte
Bauform ergibt.
In Patentanspruch 9 ist eine Ausführungsform beschrieben, bei welcher das Ver
riegelungswiderlager in sinnvoller Weise materialmäßig einstückig ausgebildet
werden kann und an einem Ende die Führungs- und Eintrittsöffnung für das
bolzenförmige Verschlußglied, aber auch das Rast- und Verriegelungswiderlager
für dasselbe bildet, während andererseits an dem anderen, entgegengesetzten
Ende, sozusagen als Steuerungsmittel für das Öffnen und Schließen des
federnden Verriegelungswiderlagers federnde Schenkel vorgesehen sind, die
durch den Spreizdorn geöffnet werden können.
Patentanspruch 10 beschreibt eine einfache Ausführungsform zur Bildung des
bolzenförmigen Verschlußgliedes, während Patentanspruch 11 eine sinnvolle, im
wesentlichen unzerstörbare und von außen ohne Spezialwerkzeuge nicht lösbare
Befestigung sowohl des Verschlußgehäuseteils als auch des den Schließzylinder
aufnehmenden Gehäuses beschreibt.
Patentanspruch 12 beschreibt eine einfache, aber robuste Sicherung gegen
Witterungseinflüsse und Verschmutzungen für den Schließzylinder.
In der Zeichnung ist die Erfindung - teils schematisch - beispielsweise veran
schaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 einen Teilschnitt nach der Linie A-A der Fig. 15;
Fig. 2 einen Teilschnitt nach der Linie B-B der Fig. 15;
Fig. 3 einen Teilschnitt nach der Linie C-C der Fig. 15, wobei die Verschluß
vorrichtung sich in Offenstellung befindet;
Fig. 4 einen Teilschnitt nach der Linie C-C der Fig. 15, wobei die Verschluß
vorrichtung sich in abgeschlossenem Zustand befindet;
Fig. 5 einen Teilschnitt nach der Linie D-D der Fig. 16;
Fig. 6 einen Teilschnitt nach der Linie E-E der Fig. 16, in Offenstellung;
Fig. 7 einen Teilschnitt nach der Linie E-E der Fig. 16, in Verriegelungsstel
lung;
Fig. 8 einen Teilschnitt nach der Linie F-F der Fig. 15;
Fig. 9 einen Teil eines mit einem erfindungsgemäßen Verschlußglied und
Schließzylinder ausgerüsteten Deckels, teils im Schnitt, teils in der
Seitenansicht;
Fig. 10 einen Teilschnitt nach der Linie C-C der Fig. 15;
Fig. 11 einen Teilschnitt nach der Linie C-C mit abgenommener Abdeckung
für den Schlüsselkanal des Schließzylinders;
Fig. 12 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles "D" der Fig. 11;
Fig. 13 eine Einzelheit aus dem Verschlußgehäuse gemäß der Erfindung bei
geöffnetem Verschluß (Verschlußglied befindet sich in Entriegelungs
stellung), teils in der Ansicht, teils abgebrochen dargestellt;
Fig. 14 eine Darstellung entsprechend Fig. 13, wobei allerdings die Verschluß
gehäuseteile gegeneinander gedrückt worden sind, um den Verschluß
zu entriegeln (Verschluß befindet sich ebenfalls in Entriegelungsstel
lung bzw. Offenstellung);
Fig. 15 eine Einzelheit in der Vorderansicht auf die Verschlußvorrichtung, den
Müllbehälter und den Deckel, teils abgebrochen dargestellt, teils im
Schnitt;
Fig. 16 eine Draufsicht zu Fig. 15, teils abgebrochen dargestellt, teils im
Schnitt;
Fig. 17 eine Seitenansicht zu Fig. 15, teils abgebrochen dargestellt, teils im
Schnitt;
Fig. 18 eine Unteransicht auf das Verschlußgehäuseteil 11;
Fig. 19 eine Draufsicht auf die dem Randteil 4 zugekehrte Seitenwand des
Verschlußgehäuseteils 11 und
Fig. 20 eine Draufsicht auf eine Schmalseite des Verschlußgehäuseteils 11.
Mit dem Bezugszeichen 1 (Fig. 13, 14) ist ein Müllbehälter bezeichnet, von dem
aus der Zeichnung allerdings nur ein Teil einer senkrechten oder annähernd senk
rechten Wand ersichtlich ist. Der Müllbehälter 1 kann die übliche Ausgestaltung
von Müllbehältern besitzen.
Der Müllbehälter besitzt oben eine Öffnung, die durch einen um eine horizontal
verlaufende Achse (nicht dargestellt) und somit in Richtung A bzw. B schwenk
beweglichen Deckel 2 zu verschließen ist. Hierzu weist der Deckel 2 einen Hand
griff 72 auf, der mit dem Decke(2 einstückig verbunden ist, um den Deckel 2 bes
ser ergreifen und auf und zu schwenken zu können.
Der Müllbehälter 1 besitzt im Bereich seiner oberen Einfüllöffnung einen material
mäßig einstückig verbundenen, außen vorstehenden Rand 3, der ununterbrochen
umlaufend ausgebildet sein kann (nicht dargestellt) und der im wesentlichen aus
einem etwa waagerechten Randteil 4 und einem sich daran materialmäßig ein
stückig anschließenden, nach unten weisenden Randteil 5 besteht, der somit im
Abstand von der äußeren Wand 6 des Müllbehälters 1 angeordnet ist und mit die
ser äußeren Wand 6 und dem Randteil 4 einen umlaufenden, nach unten offenen
Raum 7 bildet.
Wie aus Fig. 17 zu erkennen ist, kann sich im Bedarfsfalle an das Randteil 5 noch
materialmäßig einstückig ein weiteres horizontales Randteil 8 und an diesen wie
derum ein vorzugsweise vertikal nach unten materialmäßig einstückig ein Randteil
9 anschließen, so daß sich unterhalb des im Querschnitt etwa rechteckigen oder
quadratischen Raumes 7 in einem zur durch die Längsachse des Müllbehälters 1
geführten Längsschnitt ein vergrößerter Raum 10 (Fig. 17) anschließt, der eben
falls entsprechend dem Verlauf des Randes 3 und wie der Raum 7 um den Müll
behälter 1 umlaufend angeordnet ist. In Fig. 17 ist auch zu erkennen, daß der
Müllbehälter 1 - wie üblich - sich in einem gewissen Abstand von der Einfüllöff
nung nach unten konisch verjüngt, um das Entleeren zu erleichtern. Für die Ver
wirklichung der Erfindung hat dies jedoch keine Bedeutung.
Innerhalb des Raumes 7 sind zwei Verschlußgehäuseteile 11 und 12 angeordnet.
Das Gehäuseteil 11 besitzt im wesentlichen eine etwa prismatische Grundgestalt,
ist also als ein relativ massiver Block, insbesondere aus Stahl bestehend, ausge
bildet, der einige Aussparungen und Bohrungen aufweist, deren Funktion und An
ordnung nachfolgend noch beschrieben wird.
Der andere Verschlußgehäuseteil 12 ist dagegen in der Seitenansicht U-förmig
ausgebildet und weist zwei U-Schenkel auf, von denen nur einer (13) aus der
Zeichnung ersichtlich ist. Der gegenüberliegende Schenkel 14 ist entsprechend
ausgebildet. Da der U-Schenkel 14 aus der Zeichnung nicht ersichtlich ist, wurde
er bei dem Bezugszeichen 13 in Klammern hinzugefügt.
Die U-Schenkel 13 und 14 verlaufen parallel zueinander und sind an ihrer Basis
durch einen Steg 15, vorzugsweise ebenfalls aus Stahl bestehend, materialmäßig
einstückig miteinander verbunden. Wie man erkennt, sind die Dimensionen relativ
groß, so daß dieses Verschlußgehäuseteil 12 ebenso wie das Verschlußgehäu
seteil 11 sehr kräftig ausgebildet sind. Soweit Stahlteile verwendet werden, kön
nen diese auch in geeigneter Weise oberflächengeschützt sein, zum Beispiel
durch Bondern, Eloxieren, durch Vernickeln, Verchromen geschützt sein oder aus
einem nicht oder nur schwer rostenden Material, zum Beispiel auch einem hochle
gierten Stahl, bestehen.
Wie aus der Zeichnung zu erkennen ist, ist das Verschlußgehäuseteil 11 an der
Unterseite 16 des Randteils 4 anliegend mit diesem durch mehrere Befestigungs
elemente verbunden. Von diesen Befestigungselementen ist aus der Zeichnung
lediglich ein Befestigungselement 19 ersichtlich. Ein anderes Befestigungselement
20 ist symmetrisch zu dem Befestigungselement 19 auf der anderen Seite einer
Quermittenachse 17 des Verschlußgehäuseteils 11 angeordnet. Bei der aus den
Fig. 6 und 7 ersichtlichen Ausführungsform sind die Befestigungselemente 19
und 20 als Stopfen mit an der Außenseite des Randteils 4 anliegenden vergrö
ßertem Kopf ausgebildet, an den sich ein zylindrischer Längenabschnitt an
schließt, der unten wiederum einen im Durchmesser vergrößerten Abschnitt auf
weist, der - bei 18 - längsgeschlitzt ist, um hier dem Längenabschnitt eine Fe
derelastizität zu geben, so daß dieser Abschnitt durch die dazugehörige Bohrung
des Randteils 4 hindurchgesteckt werden kann und anschließend durch eine ent
sprechende Bohrung 23 im Verschlußgehäuseteil 11 hindurchzugreifen vermag
und sich dann wieder unter Durchmesservergrößerung nach außen schnappend
mit seinem vergrößerten Längenabschnitt unter eine Ringschulter 24 mit einem
pilzartigen Kopf 21 anlegt, so daß das Befestigungselement 19 und 20 nicht mehr
von außen herausgezogen werden kann, sondern das Verschlußgehäuseteil 11
funktionell einstückig mit dem Randteil 4 verbindet. Die Stopfen 19, 20 bestehen
aus Kunststoff.
Statt der Stopfen 19, 20 wie sie in den Fig. 6 und 7 dargestellt sind, können
auch andere Befestigungsteile in Form von zweiteiligen Befestigungselementen 19
und 20, wie sie bei der Ausführungsform nach Fig. 5 zur Anwendung kommen,
eingesetzt werden. Diese Befestigungselemente 19 und 20 bestehen aus einem
muffenförmigen Teil 22 mit vergrößertem, außen an dem Randteil 4 anliegenden
Kopf mit einem durch eine Bohrung des Randteils eingreifenden Zylinderteil, das
mit Innenbohrung versehen ist, durch das von innen eine Schraube 25 einge
schraubt werden kann, die in einer Senkbohrung des Verschlußgehäuseteils 11
eingreift. Diese Senkbohrung mündet in eine vergrößerte Bohrung 26, die koaxial
zu einer Bohrung 27 in dem Steg 15 des Gehäuseteils 12 angeordnet ist. Die
Ausbildung und Anordnung für das Befestigungselement 20 ist entsprechend ge
troffen. Auch hier sind entsprechende Bohrungen vorgesehen, die genauso aus
sehen wie die Bohrungen 26 und 27, wie sie im Zusammenhang mit dem Befesti
gungselement 19 beschrieben wurden. Dadurch kann von unten ein Schrauben
dreher durch die Bohrung 27 und 26 hindurchgeführt werden, um die Schraube 25
zu betätigen. Das Gleiche gilt für als Stopfen ausgebildete Befestigungselemente
19 und 20, die ebenfalls durch die Bohrung 27 und 26 mit einem entsprechenden
Werkzeug erreicht werden können, beispielsweise um das längsgeschlitzte Teil
des Stopfens zusammenzudrücken, um es entfernen zu können und dadurch das
Gehäuseteil 11 von dem Randteil 4 zu lösen. Wie man erkennt, sind die Quer
schnittsabmessungen der Verschlußgehäuseteile 11 und 12 so getroffen worden,
daß zum Beispiel das Verschlußgehäuseteil 11, das unmittelbar unter dem oberen
Randteil 4 befestigt ist, den Raum 7 vollständig oder annähernd vollständig in der
Breite ausfüllt und damit zumindest auf drei Seiten abgestützt und geschützt wird.
Wie man aus Fig. 18 erkennen kann, sind symmetrisch zur Quermittenachse des
Verschlußgehäuseteils 11 je eine Sackbohrung 28 bzw. 29 angeordnet. Zwischen
diesen Bohrungen 28 und 29, etwas von der Längsmittenachse des Verschluß
gehäuseteils 11 versetzt angeordnet, ist eine dritte Sackbohrung 30 vorgesehen.
Die Sackbohrungen 28, 29 und 30 dienen zur Lagerung und Führung je eines
starken Druckfederelementes 31, 32, 33, zum Beispiel einer starken Spiral
schraubfeder aus Stahl. Diese Druckfederelemente 31, 32, 33 sind im Tiefsten der
Sackbohrung 29 und 30 durch je eine mit den Verschlußgehäuseteil 11 material
mäßig einstückig verbundene, in Form einer Wulst oder eines konvexen Teils
ausgebildeten Federführung 34 geführt und zentriert, wobei aus Gründen der Ver
einfachung für die verschiedenen Federführungen 34 nur ein Bezugszeichen ver
wendet wird.
Mit dem Verschlußgehäuseteil 12 sind durch Nieten ebenfalls Federführungsele
mente einstückig verbunden, wobei jedem Druckfederelement 31, 32 und 33 je ein
Federführungselement 35, 36 bzw. 37 zugeordnet ist.
Das Verschlußgehäuseteil 11 besitzt auf diametral gegenüberliegenden Seiten
symmetrisch zur Längsachse des Gehäuses verteilt jeweils zwei parallel zueinan
der angeordnete Anschlagstifte, von denen jeweils nur die Anschlagstifte 38 und
39 aus Fig. 1 zu erkennen sind. Auf der diametral gegenüberliegenden Seite des
Verschlußgehäuseteils 11 sind ebensolche Anschlagstifte angeordnet wie die
Anschlagstifte 38 und 39. Die Anschlagstifte 38 und 39 und die beiden anderen
nicht zu ersehenden Anschlagstifte sind in dem Verschlußgehäuseteil 11 fest, zum
Beispiel durch Preßpassung angeordnet und ragen aus dem Verschlußgehäuse
teil 11 heraus und greifen jeweils in ein Langloch 40 bzw. 41 (Fig. 1) ein. Die ge
genüberliegenden Anschlagstifte sind ebenso angeordnet. Die Langlöcher 40 und
41 und die beiden anderen nicht ersichtlichen Langlöcher sind in den U-Schenkeln
13 bzw. 14 des Verschlußgehäuseteils 11 angeordnet und begrenzen den Entfer
nungshub der beiden Verschlußgehäuseteile 11 und 12 voneinander, da die
Druckfederelemente 31, 32, 33 unter erheblicher Vorspannung zwischen diesen
Verschlußgehäuseteilen 11 und 12 angeordnet sind und versuchen, die Gehäu
seteile 11 und 12 auseinanderzudrücken.
Diese Lage nehmen die Verschlußgehäuseteile 11 und 12 ein, wenn entweder ein
bolzenförmiges Verschlußglied 42 sich in der Verriegelungsstellung befindet (Fig.
4, 5, 7) oder aber, wenn das Verschlußglied 42 bereits entriegelt worden ist und
die hierzu erforderliche Kraft auf die Verschlußgehäuseteile 11 und 12 aufgehoben
wurde (z. B. Fig. 13).
Koaxial zu dem Verschlußglied 42 ist ein Spreizdorn 43 angeordnet, der fest, zum
Beispiel durch Schrauben oder durch Vernieten, mit dem Steg 15 des Verschluß
gehäuseteils 11 verbunden ist.
Der Spreizdorn 43 ist bei der dargestellten Ausführungsform an seinem freien
Ende ballig ausgebildet und liegt in seiner Ausgangsstellung (Fig. 2, 4, 5, 7 und
13) zwischen zwei voneinander divergierenden Schenkeln 44, 45 eines insgesamt
mit dem Bezugszeichen 46 bezeichneten Verriegelungswiderlagers, das material
mäßig einstückig aus Federstahl besteht. An den divergierenden Schenkeln 45
schließen sich unter einem stumpfen Winkel α Federverbindungsschenkel 47 bzw.
48 an, die wie die Schenkel 44 und 45 geradlinig verlaufen und dann unter einem
spitzen Winkel in Richtung auf eine Mittellinie 17 abgekröpft sind. In Bezug auf
diese Mittellinie 17 verlaufen das Verschlußglied 42 und der Spreizdorn 43 sowie
das Verriegelungswiderlager 46 koaxial zueinander. Das Verriegelungswiderlager
46 ist auch symmetrisch zu dieser Mittellinie 17 angeordnet. Durch die spitzwink
lige Abwinklung um den Winkel β der Federverbindungsschenkel 47 und 48 in
Richtung auf die Mittellinie 17 entstehen hakenförmige Widerlagerteile 50 bzw. 51,
die sich an die divergierende Schenkel 52 bzw. 53 anschließen. Das Verriege
lungswiderlager 46 liegt mit nach innen abgekröpften Schenkeln an der Innen
wand des Randteils 4 an und ist im übrigen mit seinem Endbereich in einer fla
chen Ausnehmung 54 des Verriegelungsgehäuseteils 11 angeordnet und
zwischen diesem und der Innenseite des Randteils 4 gehalten. Diese flache Aus
nehmung 54 ist insbesondere aus Fig. 16 zu entnehmen. Symmetrisch zu dieser
flachen Ausnehmung 54 sind zwei einstückig mit dem Verschlußgehäuseteil 11
verbundene Zentrierstifte 55 und 56 angeordnet, die durch hier vorgesehene Boh
rungen eines flanschartigen Teils des Verriegelungswiderlagers 46 hindurchgrei
fen und dieses somit zentrieren und auch gegen Verdrehen arretieren.
Koaxial zu dem Verriegelungswiderlager 46 ist in dem Randteil 4 eine Durch
gangsöffnung 57 angeordnet, durch die das Verschlußglied 42 mit einem Verrie
gelungskopf 58 hindurchzugreifen vermag. Der Verriegelungskopf 58 besitzt eine
zum freien Ende hin konisch verlaufende Formgebung und im Abstand von
seinem freien Ende auf diametral gegenüberliegenden Seiten zueinander unter
einem spitzen Winkel konvergierende Seitenflächen 59 und 60, so daß der Verrie
gelungskopf 58 in einer bestimmten Seitenansicht (Fig. 8, 9, 10, 11, 14) eine etwa
doppelhakenförmige Gestalt aufweist. Es ergeben sich dadurch gegenüberlie
gende Verriegelungshaken 61 und 62, mit denen das Verschlußglied 42 hinter die
hakenförmigen Widerlagerteile 50 und 51 des Verriegelungswiderlagers 46 in
Verschluß- bzw. Verriegelungsstellung (Fig. 4, 5, 6) greift.
Wird in Richtung P, also von unten auf das Verschlußgehäuseteil 12 ein Druck
ausgeübt, der so groß ist, daß die Rückstellkraft der vorgespannten Druck
federelemente 31, 32 und 33 überwunden wird, so erfolgt hierdurch eine
Verschiebung des Verschlußgehäuseteils 12 ebenfalls in Richtung P bis zum An
schlag an die untere Stirnseite des Verschlußgehäuseteils 11 (z. B. Fig. 3). Dabei
dringt der Spreizdorn 43 zwischen die Schenkel 44 und 45 unter federelastischer
Aufweitung derselben ein, was auch zu einem entsprechend weiten Entfernen der
hakenförmigen Widerlagerteile 50 und 51 voneinander führt, derart, daß die Ver
riegelungshaken 61 und 62 des Verschlußgliedes 42 freigegeben werden, so daß
dieser in Richtung seine Längsachse 17 nach oben bewegt und damit der Deckel
2 geöffnet werden kann.
Das Verschlußglied 42 ist in einem Gehäuse 63 gelagert, das über zwei Befesti
gungselemente 64 und 65 mit dem Deckel 2 des Müllbehälters 1 verbunden ist.
Diese Befestigungselemente 64, 65 können wie die Befestigungselemente 19 und
20 ausgebildet und angeordnet sein. Die Befestigungselemente 64 und 65 durch
greifen entsprechende Bohrungen in Flanschen 66 bzw. 67, die mit dem Gehäuse
63 einstückig, zum Beispiel materialmäßig einstückig, verbunden sind, wobei das
Gehäuse 63 mit seinen Flanschen 66 und 67 flach auf der Außenseite des Dec
kels 2 aufliegt. Jeder Flansch 66 und 67 weist eine Durchgangsbohrung auf, durch
die eines der Befestigungselemente 64 bzw. 65 und durch eine koaxial fluchtende
Bohrung im Deckel 2 hindurchgreift und von der Innenseite, beispielsweise in
Form eines als Spreizdom (Fig. 9) ausgebildeten Stopfens oder durch Verschrau
ben (Fig. 8) ähnlich wie bei dem Befestigungselement 19, 20 nach den Fig. 5, 6, 7
verbunden ist und demgemäß von außen nicht geöffnet werden kann.
Koaxial zu dem Verschlußglied 42 ist ein Schließzylinder 68 in einer Bohrung des
Gehäuses 63 koaxial angeordnet, derart, daß seine Außenfläche vorzugsweise
bündig mit der Außenfläche des Gehäuses 63 abschließt und möglichst nicht
übersteht oder hier ggf. mit einem Aufbohrschutz versehen ist. Der Schließzylinder
kann entweder als Stiftzylinder oder als Plättchenzylinder ausgebildet sein und
läßt sich nur mit einem passenden Schlüssel öffnen. Der Schließzylinder 68 ist mit
dem Verschlußglied 42 durch einen Mitnehmer 69 gekuppelt, so daß beim Schlie
ßen des Schließzylinders 68 mittels eines passenden Schlüssels auch das Ver
schlußglied 42 um z. B. 90° gedreht werden kann. Auf diese Weise lassen sich die
Verriegelungshaken 61, 62 durch Drehung um 90 Grad um die Längsachse 17 mit
den hakenförmigen Widerlagerteilen 50 bzw. 51 in und außer Eingriff bringen. Das
Bezugszeichen 49 bezeichnet eine Arretierung des Schließzylinders 68.
Mit dem Bezugszeichen 70 (Fig. 17) ist ein aus Stahl bestehender Kamm be
zeichnet, der am Müllfahrzeug für die Tonnenaufhängung befestigt ist. Dieser
Kamm 79 ist durch mindestens einen, vorzugsweise durch zwei pneumatisch oder
hydraulisch abwechselnd beidseitig zu beaufschlagende Kolben-Zylinder-
Einheiten in Richtung P bzw. T beweglich, während von oben gegen den Rand zur
Aufnahme der Reaktionskräfte eine bewegliche Winkelleiste 71 aus Stahl, die
ebenfalls am Müllfahrzeug befestigt ist, angeordnet ist. Durch entsprechende Be
aufschlagung der Kolben-Zylinder-Einheit wird die kammförmige Leiste 71 gegen
das Verschlußgehäuseteil 12 von unten in Richtung P bewegt und überwindet da
bei die Rückstellkraft der Druckfederelemente 31, 32 und 33 bis diese zur Anlage
an das Gehäuseteil 11 kommt. Gleichzeitig wird der Spreizdorn 43 in die Schenkel
52 und 53 des hakenförmigen Widerlagerteils 50 hineinbewegt, so daß das Ver
schlußglied 42 freigegeben wird. Durch Kippen des Müllbehälters 1 öffnet sich
dann der Deckel und der Müllbehälter kann dann vom Müll entleert werden.
Es ist aber auch möglich, daß der Hausbewohner oder eine Kontrollperson mit
einem passenden Schlüssel - wie oben beschrieben - das Verschlußglied 42
durch Drehbewegungen öffnet, woraufhin sich der Deckel 2 ebenfalls öffnen läßt.
Wird die Kraft auf die Gehäuseteile 11 und 12 aufgehoben, drücken die Druck
federelemente 31, 32 und 33 die Teile wieder auseinander, bis die Hubbewegung
durch die Anschlagstifte 38 und 39 begrenzt wird (z. B. Fig. 7). Daraufhin kann der
Deckel 2 nach unten geschwenkt werden, wobei das bolzenförmige Verschluß
glied 42 mit seinem Verriegelungskopf 58 durch die Öffnung 57 eintritt, bis es wie
der hinter die hakenförmigen sowie federelastisch beweglichen Widerlagerteile 50
und 51 einschnappt, woraufhin der Deckel 2 verriegelt ist.
Durch rein mechanisch bewegliche Teile kann somit der Verschluß entweder mit
tels eines Schlüssels oder aber durch Zusammendrücken der Verschlußgehäu
seteile 11 und 12 geöffnet werden.
Mit dem Bezugszeichen 73 ist eine Abdeckung bezeichnet, die zum Beispiel aus
Kunststoff bestehen und wegbewegbar sein kann. Dadurch wird insbesondere der
Schlüsselkanal gegen das Eindringen von Staub und Feuchtigkeit nach außen hin
geschützt. Die Staubabdeckung ist durch einen Stopfen 74 mit dem Deckel von
außen unlösbar verbunden. Dieser Stopfen 74 kann in ähnlicher Weise ausgebil
det und angeordnet sein wie die Befestigungselemente 19 und 20 (Fig. 6).
Mit dem Bezugszeichen 75 ist eine Aussparung für den Durchtritt des Spreizdor
nes an dem unbeweglichen Verschlußgehäuseteil 11 bezeichnet.
Die in der Zusammenfassung, in den Patentansprüchen und in der Beschreibung
beschriebenen sowie aus der Zeichnung ersichtlichen Merkmale können sowohl
einzeln als auch in beliebigen Kombinationen für die Verwirklichung der Erfindung
wesentlich sein.
DE 44 07 690 A1
DE 195 01 420 C1
DE 195 07 254 A1
DE 196 03 200 A1
DE 197 08 193 A1
DE 198 33 890.2-22
DE 198 60 455.6
DE 295 02 424 U1
DE 295 02 863 U1
DE 296 04 859.3
DE 297 00 922 U1
EP 0 698 567 A1
Prospekt der Firma SUDHAUS GmbH & Co., Postfach
DE 195 01 420 C1
DE 195 07 254 A1
DE 196 03 200 A1
DE 197 08 193 A1
DE 198 33 890.2-22
DE 198 60 455.6
DE 295 02 424 U1
DE 295 02 863 U1
DE 296 04 859.3
DE 297 00 922 U1
EP 0 698 567 A1
Prospekt der Firma SUDHAUS GmbH & Co., Postfach
2455
, D-58634 Iserlohn,
"Keine Sorge für Entsorger-Schloß-System
2300
"
Prospekt der Firma SUDHAUS Schloß- und Beschlagtechnik GmbH & Co., Teichstraße
Prospekt der Firma SUDHAUS Schloß- und Beschlagtechnik GmbH & Co., Teichstraße
5
, D-58644 Iserlohn, "Automatik-Schließsystem für Müllbehälter"
1
Müllbehälter
2
Deckel
3
Rand
4
Randteil
5
Randteil
6
Wand, äußere
7
Raum
8
Randteil
9
Randteil
10
Raum
11
Verschlußgehäuseteil
12
Verschlußgehäuseteil, bewegliches
13
U-Schenkel
14
U-Schenkel
15
Steg
16
Unterseite
17
Quermittenachse
18
Längsschlitz im Stopfen
19
,
20
19
Befestigungselement, Stopfen
20
Befestigungselement, Stopfen
21
Kopf, pilzartiger
22
Teil, muffenförmiges
23
Bohrung
24
Ringschulter
25
Schraube
26
Bohrung (Verschlußgehäuseteil
11
)
27
Bohrung (Verschlußgehäuseteil
12
)
28
Sackbohrung
29
Sackbohrung
30
Sackbohrung
31
Druckfederelement
32
Druckfederelement
33
Druckfederelement
34
Federführung
35
Federführungselement
36
Federführungselement
37
Federführungselement
38
Anschlagstift
39
Anschlagstift
40
Langloch
41
Langloch
42
Verschlußglied, bolzenförmiges
43
Spreizdorn
44
Schenkel, federnder
45
Schenkel, federnder
46
Verriegelungswiderlager, federndes
47
Federverbindungsschenkel
48
Federverbindungsschenkel
49
Arretierung des Schließzylinders
68
50
Widerlagerteil, hakenförmiges
51
Widerlagerteil, hakenförmiges
52
Schenkel
53
Schenkel
54
Ausnehmung, flache
55
Zentrierstift
56
Zentrierstift
57
Durchgangsöffnung
58
Verriegelungskopf
59
Seitenfläche
60
Seitenfläche
61
Verriegelungshaken
62
Verriegelungshaken
63
Gehäuse
64
Befestigungselement
65
Befestigungselement
66
Flansch
67
Flansch
68
Schließzylinder
69
Mitnehmer
70
Kamm, leistenartiger, Betätigungsglied
71
Winkelleiste
72
Handgriff
73
Abdeckung
74
Stopfen
75
Aussparung
A Schwenkrichtung
B Schwenkrichtung
α Winkel
β Winkel
P Druckrichtung, Hubrichtung
T Hubrichtung
A Schwenkrichtung
B Schwenkrichtung
α Winkel
β Winkel
P Druckrichtung, Hubrichtung
T Hubrichtung
Claims (12)
1. Müllbehälter (1) mit Verschlußvorrichtung, mit einer oberen Einfüllöffnung,
die durch einen Deckel (2) verschließbar ist, wobei der Deckel (2) gegen un
befugtes Öffnen durch die mit einem schlüsselbetätigten Schließzylinder (68)
versehene Verschlußvorrichtung zu sichern ist, wobei im oberen Bereich der
oberen Einfüllöffnung des Müllbehälters (1) ein Rand (3) an der Außenseite
des Müllbehälters (1) angeordnet ist, der einen Zwischenraum (7) zwischen
der äußeren Wand (6) des Müllbehälters (1) und der Innenseite des Randes
(3) begrenzt, wobei die Verschlußvorrichtung mit einem Gehäuse (11, 12) in
den zwischen einem oberen, waagerechten Randabschnitt (4) gebildeten,
nach unten offenen Raum (7) angeordnet ist, wobei der schlüsselbetätigte
Schließzylinder (68) ein bolzenförmiges Verschlußglied (42) antreibt, das mit
einem Verschlußwiderlager (46) zusammenwirkt, derart, daß dieses Ver
schlußglied (42) einerseits durch den Schlüssel durch Drehbewegung in und
außer Verriegelungseingriff am Verriegelungswiderlager (46), aber auch
durch Gegeneinanderschieben von zwei durch mindestens ein Druckfe
derelement (31) belasteten Verschlußgehäuseteilen (11, 12) entriegelbar ist.
2. Müllbehälter (1) mit Verschlußvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die beiden Verschlußgehäuseteile (11, 12) teleskopför
mig ineinander gegen die Rückstellkraft mehrerer Druckfederelemente (31,
32, 33) angeordnet sind.
3. Müllbehälter (1) mit Verschlußvorrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß der eine Verschlußgehäuseteil (11) als prisma
tische Säule unter der oberen Innenseite des Randes (3) angeordnet ist.
4. Müllbehälter (1) mit Verschlußvorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der
darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche
Verschlußgehäuseteil (12) in der Seitenansicht (U-förmig) gestaltet ist und
daß der eine U-förmige Schenkel zwischen der Außenseite des Müllbehälters
(1) und der andere U-Schenkel (14) vorzugsweise ganz oder teilweise noch
innerhalb eines nach unten weisenden Randteils (5) angeordnet ist und daß
der Hub des beweglichen Verschlußgehäuseteils (2) durch Anschlag an die
untere Stirnseite des oberen, unbeweglichen Verschlußgehäuseteils (11) und
in entgegengesetzter, nach unten weisender Hubrichtung durch Anschlag
stifte (38, 39) begrenzt ist.
5. Müllbehälter (1) mit Verschlußvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Anschlagstifte (38, 39) fest an den einander abge
wandten Stirnseiten des unbeweglichen Verschlußgehäuseteils (11) gelagert
sind und durch in den U-Schenkeln (13, 14) angeordnete sich in Hubrichtung
der Verschlußgehäuseteile (11, 12) erstreckende Langlöcher (40, 41) hin
durchgreifen.
6. Müllbehälter (1) mit Verschlußvorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der
darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfe
derelemente (31, 32, 33) unter Vorspannung zwischen den beiden relativ zu
einander beweglichen Verschlußgehäuseteilen (11, 12) angeordnet sind.
7. Müllbehälter (1) mit Verschlußvorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der
darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfe
derelemente (31, 32, 33) in Sackbohrungen (28, 29, 30) des unbeweglichen
Verschlußgehäuseteils (1) angeordnet und an beiden Enden durch in die
Druckfederelemente (31, 32, 33) axial um ein begrenztes Maß eingreifende
Federführungen (34 bzw. 35, 36, 37) zentriert sind.
8. Müllbehälter (1) mit Verschlußvorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der
darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das bolzenför
mige Verschlußglied (42) in einem mit dem Decke) (2) fest verbundenen
Gehäuse (63) angeordnet ist und in Verriegelungsstellung koaxial zu dem fe
dernden Verriegelungswiderlager (42) und zu einem mit dem beweglichen
Verschlußgehäuseteil (12) fest verbundenen Spreizdorn (43) angeordnet ist,
der zwischen federnde Schenkel (44, 45) des federnden Verriegelungswi
derlagers (46) bei seinem Hub in Richtung auf das unbewegliche Verschluß
gehäuseteil (1) eindringt.
9. Müllbehälter (1) mit Verschlußvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Verriegelungswiderlager (46) in einem Axiallängs
schnitt aus zwei mit ihren konisch verjüngten Basisflächen gegeneinander
weisenden und einem wiederum daran anschließenden, zum Rand (3) sich
konisch erweiternden Abschnitt einschließt und alle Abschnitte des federn
den Verriegelungswiderlagers (46) einstückig miteinander verbunden sind,
derart, daß das dem Rand (3) zugekehrte konische Endteil mit unter einem
spitzen Winkel nach innen abgekröpften Federverbindungsschenkel (47, 48)
aufweist, die Verriegelungshaken (61, 62) bilden, mit denen der in einer Sei
tenansicht doppelhakenförmig ausgebildete Verriegelungskopf (58) mit Ver
riegelungshaken (61, 62) durch Drehen um seine Längsachse (17) durch
einen in den Schlüsselkanal des Schließzylinders (68) eingeführten Schlüs
sel in und außer Eingriff bringbar ist.
10. Müllbehälter (1) mit Verschlußvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß das bolzenförmige Verschlußglied (42) im Abstand von
seinem Verriegelungskopf (58) bildenden freien Ende auf diametral gegen
überliegenden Seiten eines zylindrischen Bolzens geradlinige Anfasungen
aufweist, die in Richtung auf das freie Ende des Verschlußgliedes (42) zur
Längsachse (17) desselben unter einem spitzen Winkel verlaufen und im Ab
stand von der Längsachse (17) zwecks Bildung der Verriegelungshaken (61,
62) enden.
11. Müllbehälter (1) mit Verschlußvorrichtung nach Anspruch 8 oder einem der
darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl das un
bewegliche, unter dem oberen Randteil (4) liegende Verschlußgehäuseteil
(11) als auch das den Schließzylinder (68) aufnehmende Gehäuse (63)
durch von außen nicht lösbare Stopfen oder Befestigungselemente (19, 20)
mit dem Müllbehälter (1) bzw. dem Deckel (2) einstückig befestigt sind.
12. Müllbehälter (1) mit Verschlußvorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der
darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schließzy
linder (68) nach außen hin durch eine wegbewegliche Abdeckung (73) staub-
und weitgehend feuchtigkeitsdicht nach außen hin abgedeckt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000120058 DE10020058C1 (de) | 2000-04-22 | 2000-04-22 | Müllbehälter mit Verschlußvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000120058 DE10020058C1 (de) | 2000-04-22 | 2000-04-22 | Müllbehälter mit Verschlußvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10020058C1 true DE10020058C1 (de) | 2001-10-18 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000120058 Expired - Fee Related DE10020058C1 (de) | 2000-04-22 | 2000-04-22 | Müllbehälter mit Verschlußvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10020058C1 (de) |
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|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |