DE10019637A1 - Schraubenvakuumpumpe - Google Patents
SchraubenvakuumpumpeInfo
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Abstract
Eine Schraubenvakuumpumpe (10) weist zwei kämmende Schraubenrotoren (12, 14) und mindestens zwei Kammern (20, 21, 22) verschiedener Kammervolumina auf. Zwei benachbarte Kammern sind durch ein Ventil (40, 41, 42) mit Durchlaßrichtung zur Druckseite und mit Sperrichtung zur Saugseite der Pumpe direkt miteinander verbunden. Bei Verschlechterung oder Versagen der Sperrwirkung des Ventils findet ein unerwünschter Druckausgleich nur in Höhe der Druckdifferenz zwischen zwei benachbarten Bereichen, jedoch nicht in Höhe der Differenz zum atmosphärischen Druck statt.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schraubenvakuumpumpe mit
zwei kämmenden Schraubenrotoren, die Kammern begrenzen.
Vakuumpumpen dienen der Erzeugung von Vakuum in einem Behälter,
das durch Abpumpen eines Gases aus dem Behälter in die
Atmosphäre erzeugt wird. Um Gas aus dem Behälter von einem
niedrigen Druck von beispielsweise 0,01 mbar in die Atmosphäre
pumpen zu können, muß das Gas in der Pumpe mindestens auf
Atmosphärendruck von 1013 mbar komprimiert werden. Bei Schrau
benvakuumpumpen erreicht eine Verdichterkammer ein Verdich
tungsverhältnis von typisch 10. Um ein Vakuum von 0,01 mbar mit
einer einzigen Schraubenvakuumpumpe zu erzeugen, muss die Pumpe
daher mehrere Kammern mit in Förderrichtung kleiner werdenden
Kammervolumina aufweisen. Bei stufenweiser Auslegung der Kam
mern der Pumpe sind zur Erzielung der erforderlichen Gesamtver
dichtung von 105 etwa 5 bis 6 Stufen. erforderlich. Hierbei bil
det das Kammer-Volumenverhältnis von Saugseite zu Druckseite,
also von der Einlaßseite zur Auslaßseite, das "eingebaute"
Volumenverhältnis. In diesem Fall spricht man auch von einer
Maschine mit innerer Verdichtung. Vorteilhaft ist es, wenn das
Kammervolumen der Kammern in Förderichtung kontinuierlich ab
nimmt. Wird bei Beginn der Evakuierung an der Saugseite der
Pumpe bei hohem Eingangsdruck, beispielsweise bei Atmosphären
druck von 1013 mbar, Gas angesaugt, wird dieser Druck bis zur
Druckseite der Pumpe gemäß dem "eingebauten" Verdichtungsver
hältnis erhöht, so dass hohe Materialbelastungen auftreten wür
den und vor allem eine sehr hohe Antriebsleistung zur Erzeugung
der hohen Gasdrücke erforderlich wäre. Zur Vermeidung der
artiger Überkompression in den Kammern werden Überdruckventile
eingesetzt, die die Kammer mit der atmosphärischen Umgebung
verbinden, sobald der Druck in der Kammer den Atmosphären-Druck
nennenswert überschreitet. Derartige Schraubenvakuumpumpen mit
Überdruckventilen sind offenbart in DE 197 45 615 und DE 197 36 017.
Diese Schraubenvakuumpumpen haben jedoch den prinzipiellen
Nachteil, dass bei fehlerhaften Undichtigkeiten der Überdruck
ventile die Kammer ständig mit Atmosphärendruck belüftet wird.
Der Umstand, dass dann in der entsprechenden Kammer kein Unter
druck mehr aufgebaut werden kann, führt ggf. zu einem völligen
Versagen der Pumpe, insbesondere dann, wenn eine Kammer nahe
der Saugseite betroffen ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schraubenvakuumpumpe mit
Überdruck-Abbau zu schaffen; bei der die Ausfallsicherheit er
höht ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des An
spruchs 1 bzw. 1-4 gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Schraubenvakuumpumpe sind zwei be
nachbarte Kammern verschiedener Kammervolumina durch ein Rück
schlagventil direkt miteinander verbunden, dessen Durchlaß
richtung zur Druckseite und dessen Sperrichtung zur Saugseite
gerichtet ist. Das Überdruck-Ventil verbindet also zwei benach
barte Pumpen-Kammern miteinander, so dass keine direkte Verbin
dung mehr von den Kammern nahe der Saugseite zur umgebenden
Atmosphäre existiert. Wenn die Pumpe ein in mehreren Stufen
"eingebautes" Verdichtungsverhältnis aufweist, können die Kam
mern mit den beiden jeweils benachbarten Kammern über ein Ven
til verbunden sein, d. h. die Kammern sind kaskadenartig durch
Ventile miteinander verbunden. Selbst wenn eines der Ventile
defekt ist und in Sperrichtung ununterbrochen vollständig
durchlässig sein sollte, ist der maximale Druckverlust nur auf
die Druckdifferenz zwischen zwei benachbarten Kammern der Pumpe
begrenzt. Dennoch ist durch die lückenlose kaskadenartige An
ordnung der Überdruckventile zwischen allen Bereichen verschie
dener Kammervolumina auch ein Abbau von überatmosphärischem
Druck aus einer Kammer durch die übrigen Kammern hindurch mög
lich. Da die Ventile nur für relativ geringe Druckverhältnisse
ausgelegt sein müssen, sind sie bei höherer Zuverlässigkeit
gleichzeitig technisch einfacher, langlebiger und preiswerter
realisierbar. Das Rückschlagventil kann mechanisch oder auch
ohna bewegliche Teile ausgebildet sein.
Vorzugsweise wird das Ventil von einem durchgehenden Ventil
kanal zwischen zwei Kammern gebildet. Unter Ventilkanal ist
jegliche Form eines offenen Durchlasses zu verstehen, der keine
beweglichen Ventilorgane aufweist. Das als Kanal ausgebildete
Ventil ist im Betrieb äußerst zuverlässig, auf einfache Weise
und preiswert herstellbar. Dabei ist der Ventilkanal im Längs
schnitt derart asymmetrisch ausgebildet, dass er in Durchlaß
richtung und in Sperrichtung ein unterschiedliches Durchlaßver
halten hat. Der Ventilkanal wird so eng gewählt, dass der
Rückfluss aus der druckseitigen Kammer in die saugseitigen Kam
mer in Sperrichtung relativ gering ist, während der Ventilkanal
dennoch weit genug ist, um bei großen Überdrücken Druckspitzen
ausreichend schnell in Richtung druckseitig benachbarte Kammer
abbauen zu können.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung wird der Ventilkanal von
einem Spalt zwischen der Pumpengehäusewand und dem Zahnkopf des
Schraubenrotors gebildet. Ein Ventil in dem Pumpengehäuse ent
fällt. Der für einen berührungsfreien Pumpenlauf erforderliche
Spalt zwischen dem Zahnkopf und der Gehäusewand erhält ein de
finiertes Maß, um als Ventil zwischen den beiden durch den
Schraubenzahn getrennten Bereichen verschiedener Kammervolumina
wirken zu können. Die Gestaltung der Wände des Ventilkanals,
d. h. der Pumpengehäusewand und des Zahnkopfes wird so gewählt,
dass der Strömungswiderstand in Sperrichtung höher ist als in
Durchlaßrichtung. Dies kann dadurch erreicht werden, dass die
Gehäusewand und/oder der Zahnkopf derart gestaltet werden, dass
das in Sperrichtung durch den Kanal strömende Gas zu Turbu
lenzen angeregt wird, die eine den Gasstrom behindernde Wirkung
haben, während das in Durchlaßrichtung strömende Gas ein unge
störtes Strömungsverhalten aufweist. Auf diese Weise kann durch
einen durchgehenden Kanal ein Ventil mit einer Vorzugsrichtung
in Durchlaßrichtung realisiert werden.
Vorzugsweise verengt sich der Kanaleinlaß des Ventilkanals
steiler als sich der Kanalauslaß erweitert, d. h. die einlaß
seitige Kante ist relativ scharf; hat also einen kleinen
Kantenradius, während die Auslaßseite einen großen Radius auf
weist. Der Kanaleinlaß kann als Stufe und der Kanalauslaß als
sich konisch erweiternder Abschnitt ausgebildet sein, der sich
in Durchlaßrichtung trichterartig erweitert. Das in Durchlaß
richtung strömende Gas behält auch im Bereich des sich konisch
bzw. trichterartig erweiternden Kanalauslasses seine nicht ab
lösende Strömung bei, so dass der Strömungswiderstand gering
ist. Bei umgekehrter Strömungsrichtung, also in Sperrichtung
des Ventilkanales, bilden sich beim Ausströmen des Gases an dem
stufenartigen Kanaleinlaß Turbulenzen, die den wirksamen
Strömungsquerschnitt verringern und damit den Strömungswider
stand erhöhen. Durch die beschriebene Ausgestaltung des Ventil
kanals werden nur in Sperrichtung Turbulenzen bewirkt, die zwar
keine vollständige, jedoch eine ausreichende Sperrwirkung be
wirken.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung wird der konische Ab
schnitt des Kanalauslasses durch eine Abschrägung der Außen
seite des Zahnkopfes gebildet. Da die Pumpengehäusewand im
Querschnitt kreisrund ausgebildet sein muss, kann im wesent
lichen nur durch eine entsprechende Gestaltung der Zahnkopfau
ßenseite das Profil des Ventilkanales gestaltet werden.
Vorzugsweise ist der maximale Öffnungswinkel des konischen Ka
nalauslasses kleiner als 20°, insbesondere kleiner als 10°. Nur
bei einem kleinen Öffnungswinkel des Kanalauslasses ist gewähr
leistet, dass die Strömung in Durchlaßrichtung in dem konischen
Abschnitt nicht abreißt, so dass keine den effektiven Kanal
querschnitt verkleinernden Turbulenzen in Flussrichtung ent
stehen können.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung sind mindestens zwei
Stufen verschiedener Kammervolumina vorgesehen, wobei ab der
ersten signifikanten Verkleinerung jeweils ein Ventil in Föder
richturig angeordnet ist. Die Verkleinerung des Arbeitsraumes
kann generell in zwei oder mehr Stufen oder aber kontinuierlich
erfolgen. Dabei können sowohl der Rotordurchmesser als auch die
Gewindesteigung verändert werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung bildet jeder Schrauben
zahn des Schraubenrotors über mehrere Windungen mit der Ge
häusewand einen Ventilkanal. Alternativ kann der Ventilkanal
auch nur an bestimmten Windungsstellen des jeweiligen Zahn
kopfes angeordnet sein.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Profile der
druckseitigen Stirnseiten der Zähne des Schraubenrotors derart
ausgebildet, dass sie mit der Pumpengehäusestirnwand ebenfalls
ein Spaltkanalventil bilden. Auf diese Weise ist auch die mit
dem höchsten Druck verdichtete Kammer durch ein Ventil gegen
über der Atmosphäre gegen zu hohe innere Drücke gesichert.
Vorzugsweise beträgt das Verhältnis des Querschnittes der Ka
naleinlaßöffnung zu dem der Kanalauslaßöffnung zwischen 1,0 und
0,2, insbesondere ungefähr 0,3. Die Spaltbreite ist an der
engsten Stelle vorzugsweise kleiner als 400 µm und insbesondere
im betriebsarmen Zustand zwischen 50 und 200 µm liegend. Die
Gesamtspaltlänge beträgt vorzugsweise zwischen 5 und 50 mm.
Gemäß dem unabhängigen Anspruch 14 wird bei einer Schraubenva
kuumpumpe ein Rückschlagventil von der Pumpkammer zum Pumpen
auspuff von einem durchgehenden Ventilkanal zwischen einem Ro
torzahn des Schraubenrotors und einer Wand des Pumpengehäuses
gebildet. Der Ventilkanal bildet also ein Rückschlagventil
zwischen der Pumpenkammer und dem Auspuff. Unter einem Ventil
kanal ist jegliche Form eines offenen Durchlasses zu verstehen,
der keine beweglichen Ventilorgane aufweist. Das als Kanal aus
gebildete Überdruckventil ist einfach realisierbar, zuverlässig
und preiswert herstellbar. Der Ventilkanal ist im Querschnitt
asymmetrisch ausgebildet, so dass er in Durchlaßrichtung und in
Sperrrichtung ein unterschiedliches Durchlaßverhalten hat.
Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen drei
Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Schraubenvakuumpumpe mit zwei Schraubenrotoren,
wobei der Spalt zwischen einem Rotor und der Gehäuse
wand als Ventilkanal ausgebildet ist,
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung des Rotorzahnkopfes und
der Gehäusewand der Fig. 1,
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung des Rotorzahnkopfes des
einen Rotors und des Zahnfußes des anderen Rotors der
Fig. 1,
Fig. 4 eine zweite Ausführungsform eines Rotorkopfes,
Fig. 5 eine dritte Ausführungsform eines Rotorkopfes,
Fig. 6 eine Stirnansicht eines Rotors der Fig. 1, wobei das
Stirnprofil des Schraubenrotors mit der Gehäusestirn
wand einen Ventilkanal bildet,
Fig. 7 einen Schnitt entlang der Linie VII-VII der Stirnseite
des Rotors in der Fig. 6, und
Fig. 8 eine schematische Darstellung der kaskadenartigen Ven
tilanordnung der Schraubenvakuumpumpe der Fig. 1.
In Fig. 1 ist im Längsschnitt eine Schraubenvakuumpumpe 10 mit
zwei symmetrischen Schraubenrotoren 12, 14 dargestellt, die käm
mend miteinander im Eingriff sind. Die beiden Rotoren 12, 14
sind drehbar in einem Metallgehäuse 16 gelagert und drehen sich
gegensinnig zueinander. Der untenliegende erste Rotor 12 wird
durch einen Motor angetrieben (nicht dargestellt). Über ein
einfaches Getriebe wird der zweite Rotor 14, synchron und ge
gensinnig zu dem ersten Rotor 12 angetrieben. Die Rotoren 12, 14
bestehen aus Metall, können jedoch auch aus Kunststoff oder Ke
ramik gefertigt sein.
Beide Rotoren 12 und 14 weisen jeweils drei Stufen 20, 21, 22
verschiedener Durchmesser und Steigungen der schraubenartig um
laufenden Zähne 24, 25, 26 auf. Von den Schraubenzähnen 24, 25, 26
des ersten Rotors 12, der Gehäusewand 16 und dem zweiten Rotor
14 werden jeweils Kammern 30, 31, 32 verschiedenen Volumens ein
geschlossen. Durch die mehrstufige Ausbildung mit drei Stufen
20, 21, 22 verschiedener Kammervolumina kann an der Saugseite,
d. h. im Bereich des Saugstutzens 34 ein Unterdruck von z. B. 10
mbar erzeugt werden. Das am Saugstutzen 34 angesaugte Gas von
10 mbar Druck wird in den drei Stufen 20, 21, 22 auf mindestens
atmosphärischen Druck komprimiert, um durch den Auspuff 36 an
der Druckseite ausgestoßen zu werden. Auch der zweite Rotor 14
bildet mit der Gehäusewand eine zweite parallele Pumpe.
Schraubenvakuumpumpen mit innerer Verdichtung können auch mit
Schraubenrotoren realisiert werden, die sich über die Länge be
züglich des Durchmessers und/oder der Steigung kontinuierlich
verändern, so dass das Arbeitsraumvolumen von der Saug- zur
Druckseite kontinuierlich kleiner wird. Je mehr Kammern in
Reihe zwischen Eintritt und Austritt angeordnet sind und je
besser abgedichtet diese Kammern sind, desto niedriger ist der
erreichbare Druck auf der Saugseite. Die kontinuierliche oder
stufenweise Verkleinerung bewirkt eine deutliche Reduzierung
der Antriebsleistung und der Antriebsmotorgröße sowie besonders
kurze Rotoren.
Am Beginn der Evakuierung eines Gefäßes kann der Ansaugdruck an
dem Saugstutzen 34 dem atmosphärischen Druck von 1013 mbar ent
sprechen. Bei einer Verdichtung des angesaugten Gases in der
mittleren Stufe 21 würde der Gasdruck in dem entsprechenden Ar
beitsraum 31 ohne Druckausgleich deutlich über den
atmosphärischen Druck ansteigen, was eine erhebliche mecha
nische Belastung bewirken und eine hohe Antriebsleistung erfor
dern würde. Zum Druckausgleich sind zwischen zwei der drei
Stufen 21, 22 als Ventile Ventilkanäle 41a, 41b, 42a, 42b vorge
sehen, die jeweils von einem Spalt zwischen der kreiszylinder
artigen Pumpenraumgehäuseinnenwand 17 und dem jeweiligen Zahn
kopf 45a, 45b, 46a, 46b der Zähne 25, 26 gebildet werden. Der erste
Ventilkanal 40 befindet sich an einer Stelle, an der die erste
signifikante Änderung des Kammervolumens auftritt. Die davon
saugseitigen Zähne 24 bilden keinen Ventilkanal.
Der von den Zahnköpfen 45a, 45b, 46a und 46b und der Gehäusein
nenwand 17 gebildete Ventilkanal ist im Längsschnitt jeweils
asymmetrisch ausgebildet, wie in den Fig. 2a, 2b, 4 und 5 dar
gestellt. Der Zahnkopf 45b weist in der Querschnittsdarstellung
der Fig. 2a und 2b einen Kanaleinlaß 50 an der Saugseite,
daran anschließend einen Kanalabschnitt 52 und an der Druck
seite einen Kanalauslaß 54 auf. Die Vorderkante 56 des
Kanaleinlasses 50 ist stark gekrümmt, d. h. hat einen Radius
oder Kantenbruch von wenigen Millimetern. An die stark ge
krümmte Vorderkante 56 schließt sich in dem Kanalabschnitt 52
ein Spalt mit einer konstanten Spalthöhe von ungefähr 150 µm
an. Die Spaltlänge, also die Kanalabschnittslänge beträgt z. B.
20 mm. An den Kanalabschnitt 52 mit der Zahn-Kanalwand 58
schließt sich die Auslaßwand 60 des Kanalauslasses 54 an, die
ungefähr 10° geneigt ist zu der Kanalwand 58. Diese Abschrägung
des Zahnkopfes 45b bildet zusammen mit der Gehäuseinnenwand 17
einen konischen, d. h. im Längsschnitt einen keilartigen Kanal
auslaß 54. Der Übergang von der Kanalwand 58 zu der Auslaßwand
60 hat einen relativ großen Radius von z. B. 10 mm. Die Kanal
höhe kann grundsätzlich im Bereich von ungefähr 50 bis 300 µm
liegen, der Öffnungswinkel des Kanalauslasses, d. h. der
Neigungswinkel der Auslaßwand 60 kann 5° bis 20° betragen. Die
exakten Abmessungen des Ventilkanales 41b hängen stark von der
Pumpen- bzw. Zahngröße, von den auftretenden Drücken, Gasge
schwindigkeiten, Drehzahlen und gewünschten Ventileigenschaften
ab.
Das Verhältnis des engsten Kanalabschnittes und des Endquer
schnittes des Kanalauslasses 54 beträgt ungefähr 1 : 3, kann
aber generell im Bereich von 1 : 1,5 und 1 : 5 liegen. Die
Länge des Kanalauslasses beträgt hier etwa ungefähr 20 mm.
Zwar wird das Ventil von einem in beiden Richtungen durchgän
gigen Ventilkanal 41b gebildet, doch hat der Ventilkanal durch
seine asymmetrische Ausgestaltung eine Vorzugsrichtung, d. h.
eine Durchlaßrichtung und eine entgegengesetzte Sperrichtung.
Der sperrende Ventilkanal 41b ist in Fig. 2a dargestellt, in
der in der saugseitigen Kammer 31 ein geringerer Druck herrscht
als in der Kammer 32 auf der Druckseite. In diesem Fall strömt
komprimiertes Gas aus der druckseitigen Kammer 32 durch den
konischen Kanalauslaß 54 in den Kanal 52 ein. Das eingeströmte
Gas ist aufgrund der trichterartigen Verengung des Kanalauslas
ses 54 in Flußrichtung in dem Kanalabschnitt 52 erheblich be
schleunigt. Das beschleunigte Gas in dem Kanalabschnitt 52
strömt mit hoher Geschwindigkeit zum Kanaleinlaß 50, wo die
Strömung an der stark gekrümmten Vorderkante 56 abreißt, die
den Einlassbereich bildet. Dadurch werden in diesem Bereich
Turbulenzen erzeugt. Dieser Effekt wird noch dadurch verstärkt,
dass sich der Zahnkopf 46 und damit auch die stark gekrümmte
Vorderkante 56 entgegen der Strömungsrichtung des Gases in dem
Kanalabschnitt 58 bewegt. Die Turbulenzen verkleinern
strömungsphysikalisch den effektiven Strömungsquerschnitt des
Kanaleinlasses 50, so dass der Strömungswiderstand des
Kanaleinlasses 50 ansteigt. Die beschriebenen Effekte bewirken
in dem Ventilkanal 41b eine Sperrwirkung für Gasströmungen von
der Druckseite 32 zur Saugseite 31.
Der umgekehrte Fall ist in Fig. 2b dargestellt. Wegen eines
hohen Ansaugdruckes und der Verkleinerung der Kammern in Förde
rung herrscht in der saugseitigen Kammer 31 ein erheblich
höherer Gasdruck als in der druckseitigen Kammer 32. In diesem
Fall strömt das überkomprimierte Gas an der Vorderkante 56 des
Kanaleinlasses 50 vorbei und wird dabei erheblich beschleunigt.
Das beschleunigte Gas läuft durch den Kanalabschnitt 52, in dem
es je nach Länge und Oberflächenbeschaffenheit der Gehäusein
nenwand 17 und der Kanalwand 58 in gewissem Maße gedrosselt
wird. Das Gas strömt aus dem Kanalabschnitt 52 in den leicht
konischen Kanalauslaß 54 ein. Der Kanalauslaß 54 ist in jedem
Fall derart gestaltet, dass beim Ausströmen des Gases aus dem
Kanalabschnitt 52 in Durchlaßrichtung keine Ablösungen auf
treten, sondern stets eine an der Wand anliegende Strömung er
halten bleibt. Auf diese Weise wird der Strömungswiderstand des
gesamten Ventilkanals in Durchlaßrichtung klein gehalten. Die
Erweiterung des Kanalquerschnittes im Auslaßbereich 54 wirkt
als Diffusor, in dem die Strömung verzögert und der Druck zum
Austritt hin angehoben wird.
Es ist zweckmäßig, nur dort Ventile vorzusehen, wo im Betrieb
tatsächlich eine Überkompression verhindert werden muss. Dies
ist z. B. bei den Zahnköpfen 45a, 45b, 46a, 46b der Fall, nicht
aber an den Zähnen 24 der ersten Stufe 20.
Ein Ventil zwischen Bereichen verschiedener Arbeitsraum
volumina kann auch durch Vorsehen eines Ventilkanales in Form
einer Längsbohrung durch einen Schraubenzahn oder in Form einer
Nut im Zahnkopf erfolgen. Der Ventilkanal kann grundsätzlich
auch als Bohrung oder Nut in dem Gehäuse 16 ausgebildet sein.
Unabhängig von der konkreten Ausgestaltung und Anordnung ver
bindet der Ventilkanal 11 in jedem Fall stets zwei Kammern
31, 32 miteinander, wie in Fig. 8 dargestellt und nicht eine
Kammer direkt mit dem Auspuff 36 oder der Atmosphäre. Auf diese
Weise wird eine kaskadenartige Ventilanordnung in der Pumpe 10
realisiert, so dass auch bei Fehlfunktionen eines Ventiles etwa
durch Verschleiß der Druckverlust auf die Druckdifferenz
zwischen zwei benachbarten Kammern 31, 32 begrenzt ist.
In Fig. 3 ist die Situation beim Ineinandergreifen eines Ro
torzahnes 25 mit einem Zahnfuß 64 des Gegenrotors 14 darge
stellt. Der Zahnfuß 64 ist in seiner Kontur der Kontur des Ro
torzahnkopfes 45a derart angepaßt, dass der Dichtungsspalt
zwischen Rotorzahnfuß 64 und Rotorzahnkopf 45 möglichst klein
ist, um unerwünschte Leckströmungen an dieser Stelle zu ver
meiden.
In den Fig. 4 und 5 sind zwei weitere Ausführungsbeispiele
für die Gestaltung der Zahnkopfkontur gezeigt.
Der in Fig. 4 dargestellte Zahnkopf 70 hat einen Kanaleinlaß
mit kleinem Radius 71, einen relativ langen Kanalabschnitt 72
konstanten Kanalquerschnittes und einen sich bogenförmig öff
nenden Kanalauslaß 73. Während der Kanaleinlaß 71 nur wenige
Millimeter lang ist, kann der Kanalabschnitt 72 eine Länge von
ungefähr 20 mm und der Kanalauslaß 73 eine Länge von deutlich
mehr als 20 mm aufweisen. Die Öffnungsweite des Kanalauslasses
73 ist um ein Vielfaches, vorzugsweise um ein ungefähr Drei
faches größer als die des Kanaleinlasses 71.
In Fig. 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Zahn
kopfes 80 dargestellt, der einen Kanaleinlaß 81 mit einem
Vorderkantenradius von ungefähr 5 mm aufweist. Der an
schließende Kanalabschnitt konstanten Querschnittes hat eine
sehr kleine Länge von ungefähr 10 mm. Der sich an den Kanalab
schnitt 82 anschließende Kanalauslaß 83 hat eine Länge von un
gefähr 30 mm und ist über seine gesamte Länge bogenartig ge
krümmt ausgebildet. Im Extremfall, z. B. bei schmalen Zahnköpfen
kann der konstante Kanalabschnitt 52 oder 82 wegfallen, so dass
der Eintrittsradius 81 direkt in den Austrittsdiffusor 54 oder
83 übergeht.
In der Fig. 6 ist eine Draufsicht auf die druckseitige Stirn
wand 18 des Gehäuses 16 dargestellt. In der Stirnwand 18 ist
eine kreissegmentartige Auslaßöffnung 28 vorgesehen, durch die
das verdichtete Gas aus der Kammer 32 in den Auspuff 36 strömen
kann. In dem in Fig. 7 gezeigten Schnitt der Linie VII-VII der
Fig. 6 ist zu erkennen, dass auch das auslaßseitige Stirn
profil 90 in der zuvor beschriebenen Weise als diffusorartiger
und asymmetrischer Ventilkanal 92 ausgebildet ist. Auf diese
Weise wird auch zwischen der letzten druckseitigen Kammer 32
und dem Auspuff 36 bzw. der Atmosphäre ein Ventil realisiert,
das bei einem Arbeitsraumdruck über Auspuffdruck einen Druck
ausgleich der Kammer 32 ermöglicht, bevor der Arbeitsraum die
Auslaßöffnung 28 erreicht.
Die Kammern haben ein Überdruckventil, das nicht zur
Atmosphäre, sondern zu einer benachbarten Kammer führt. Auch
bei defektem, also in Sperrichtung durchlässigem Ventil, wird
die betroffene Kammer mit dem Gasdruck der benachbarten Kammer,
jedoch nicht mit Atmosphärendruck belüftet.
Claims (15)
1. Schraubenvakuumpumpe mit zwei kämmenden Schraubenrotoren
(12, 14), die Kammern (20,21, 22) mit in Förderrichtung
kleiner werdenden Kammervolumina begrenzen,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens zwei benachbarte Kammern (20,21, 22) durch
ein Rückschlagventil (41a, 41b, 42a, 42b) mit Durchlaßrichtung
zur Druckseite direkt miteinander verbunden sind.
2. . Schraubenvakuumpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass das Rückschlagventil (41a, 41b, 42a, 42b) von einem
durchgehenden Ventilkanal gebildet wird, wobei das Rück
schlagventil (41a, 41b, 42a, 42b) im Längsschnitt derart asym
metrisch ausgebildet ist, dass es in beiden Flussrichtungen
unterschiedliche Durchlaßverhalten hat.
3. Schraubenvakuumpumpe nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Ventilkanal (41a, 41, 42a,42) von min
destens einem Spalt gebildet wird, der von einer Pumpenge
häusewand (17) und einem Zahnkopf (45a, 45b, 36a, 46b) eines
der Schraubenrotoren (12) begrenzt ist.
4. Schraubenvakuumpumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, dass in Durchlaßrichtung des Rückschlagventils
(41a, 41b, 42a, 42b) der Kanaleinlaß (50) sich steiler verengt
als der Kanalauslaß (54) sich erweitert.
5. Schraubenvakuumpumpe nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, dass zwischen Kanaleinlass (50) und Kanalauslass
(54) ein Kanalabschnitt (52) mit konstanter Spalthöhe vor
gesehen ist.
6. Schraubenvakuumpumpe nach Anspruch 4 oder 5, dadurch ge
kennzeichnet, dass der Kanaleinlaß (50) als gerundete Kante
und der Kanalauslaß (54) als konischer Diffusorabschnitt
ausgebildet ist, der sich in Durchlaßrichtung erweitert.
7. Schraubenvakuumpumpe nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, dass der konische Abschnitt (54) durch eine Ab
schrägung der Außenseite des Zahnkopfes (45a, 45b, 46a, 46b)
gebildet wird.
8. Schraubenvakuumpumpe nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Öffnungswinkel des konischen Abschnitts
(54) kleiner 20°, insbesondere ungefähr gleich 10° ist.
9. Schraubenvakuumpumpe nach einem der Ansprüche 3-8, dadurch
gekennzeichnet, dass jeder Zahn (24, 25, 26) des Schrauben
rotors (12) derart ausgebildet ist, dass er mit der Ge
häusewand über mehrere Windungen einen Ventilkanal
(40,41, 42) bildet.
10. Schraubenvakuumpumpe nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch »
gekennzeichnet, dass das auslaßseitige Stirnprofil (90) der
Zähne (26) des Schraubenrotors (12) jeweils derart ausge
bildet ist, dass das Stirnprofil (90) mit der Pumpenge
häusewand (18) ein Spaltkanal-Ventil (92) bildet.
11. Schraubenvakuumpumpe nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch
gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Querschnittsfläche
des Kanaleinlasses (52) zu der Querschnittsfläche der Öff
nung des Kanalauslasses (54) zwischen 1,0 und 0,2 liegt und
insbesondere ungefähr 0,3 beträgt.
12. Schraubenvakuumpumpe nach einem der Ansprüche 3-11, dadurch
gekennzeichnet, dass die Spalthöhe des Kanalabschnittes
(52) an der engsten Stelle kleiner 400 µm ist, insbesondere
im Betrieb 50 bis 200 µm beträgt.
13. Schraubenvakuumpumpe nach einem der Ansprüche 3-12, dadurch
gekennzeichnet, dass die Spaltlänge 5 bis 50 mm beträgt.
14. Schraubenvakuumpumpe mit zwei kämmenden Schraubenrotoren
(12, 14) in einem Pumpengehäuse, die mit ihren Rotorzähnen
(26) Pumpkammern (32) begrenzen, von denen mindestens eine
durch ein Rückschlagventil mit Durchlaßrichtung zur Druck
seite direkt mit dem Auspuff (28) oder der umgebenden
Atmosphäre verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Rückschlagventil von einem durchgehenden Ventil
kanal (92) zwischen einer Wand (18) des Pumpengehäuses und
einem Rotorzahn (26) gebildet wird, wobei der Ventilkanal
im Längsschnitt derart asymmetrisch ausgebildet ist, dass
es in beiden Flußrichtungen unterschiedliche Durchlaßver
halten hat.
15. Schraubenvakuumpumpe nach Anspruch 14, mit den Merkmalen
einer der Ansprüche 4-8 und 11-13.
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