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DE1001680B - Verfahren zur Reduktion von in 4 (5)-Stellung ungesaettigten 6-Oxy-bzw. 6-Acyloxysterid-3-ketonen - Google Patents

Verfahren zur Reduktion von in 4 (5)-Stellung ungesaettigten 6-Oxy-bzw. 6-Acyloxysterid-3-ketonen

Info

Publication number
DE1001680B
DE1001680B DEM21206A DEM0021206A DE1001680B DE 1001680 B DE1001680 B DE 1001680B DE M21206 A DEM21206 A DE M21206A DE M0021206 A DEM0021206 A DE M0021206A DE 1001680 B DE1001680 B DE 1001680B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reduction
oxy
acid
cholesten
unsaturated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM21206A
Other languages
English (en)
Inventor
Louis F Fieser
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Merck and Co Inc
Original Assignee
Merck and Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Merck and Co Inc filed Critical Merck and Co Inc
Publication of DE1001680B publication Critical patent/DE1001680B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J7/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J9/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of more than two carbon atoms, e.g. cholane, cholestane, coprostane

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

  • Zierfahren zur Reduktion von in 4(5)-Stellung ungesättigten 6-Oxy-bzw. 6 -Acyloxysteroid-3-ketonen Es wurde kürzlich gefunden, daß man in die 11-Stellung eines 11-Desoxysteroids Sauerstoff einführen kann, indem man derartige Steroide der Wirkung bestimmter oxydierend wirkender Pilze oder oxydierend wirkender Enzyme derartiger Pilze unterwirft. Die so gewonnene sauerstoffhaltige Verbindung, die ein Sauerstoffatom in der 11-Stellung enthält, ist als Zwischenprodukt für die Herstellung von Nebennierenrindenhormonen, wie Cortison oder Hydrocortison, wertvoll. Leider unterliegen andere Stellungen des Steroidgerüstes, wie die 6-Stellung, der gleichen Oxygenierung wie die 11-Stellung, so daß dioxygenierte Produkte entstehen, aus welchen zunächst der unerwünschte sauerstoffhaltige Rest entfernt werden muß, bevor sie als Zwischenprodukte für die Herstellung von Cortison und ähnlichen Verbindungen verwendet werden können. Wenn man beispielsweise Progesteron der Wirkung geeigneter Pilze oder Enzyme derartiger Pilze unterwirft, erhält man außer dem gewünschten 11-Oxyprogesteron noch das dioxygenierte Produkt, nämlich 6, 11-Dioxyprogesteron.
  • Bisher war keine brauchbare Methode bekannt, um ein in 4(5)-Stellung ungesättigtes 6-Oxy- bzw. 6-Acyloxysteroid-3-keton, z. B. 6, 11-Dioxyprogesteron, so zu reduzieren, daß die Hydroxylgruppe entfernt wurde, ohne gleichzeitig entweder die ungesättigte Bindung oder die Ketogruppe zu reduzieren. Es war keine Methode bekannt, nach der man 6, 11-Dioxyprogesteron direkt in das gewünschte 11-Oxyprogesteron umwandeln konnte.
  • Die Erfindung zielt auf ein Verfahren zur Reduktion von in 4(5)-Stellung ungesättigten 6-Oxy- bzw. 6-Acyloxysteroid-3-ketonen in die entsprechenden ungesättigten Ketone ab.
  • Gemäß der Erfindung können die in 4(5)-Stellung ungesättigten 6-Oxy- bzw. 6 Acyloxysteroid-3-ketone selektiv zu den entsprechenden ungesättigten Ketonen reduziert werden, indem man sie mit Zink in Gegenwart einer Säure behandelt. Hierbei bleiben die anderen reduzierbaren Funktionen des Steroidmoleküls, wie die ungesättigte Bindung und die Ketogruppe, im wesentlichen unbeeinflußt, und das gewünschte ungesättigte Keton kann leicht und in ausgezeichneter Ausbeute gewonnen werden.
  • Bei Durchführung dieser Reduktion wird das Ausgangsgut in innige Berührung mit Zink in Gegenwart einer geeigneten Säure gebracht. Im allgemeinen empfiehlt es sich, das Reaktionsgemisch zu erwärmen, um die Reaktionszeit abzukürzen.
  • Die Reaktion wird sehr einfach in Gegenwart einer niederen aliphatischen Säure, wie Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure od. dgl. oder Gemischen derselben bewirkt; man kann auch eine nicht oxydierende Mineralsäure, wie Salzsäure, verwenden. Wenn man bei dieser Reaktion eine Mineralsäure, wie Salzsäure, verwendet, empfiehlt es sich, etwa 1 Äquivalent Säure zu verwenden, um jede Reduktion der ungesättigten Bindung und/oder anderer reduzierbarer Gruppen des Steroidmoleküls zu verhindern.
  • Es empfiehlt sich, diese selektive Reduktion in Gegenwart einer niedrigen aliphatischen Monocarbonsäure durchzuführen, da hierbei nicht besonders enge Mengengrenzen eingehalten werden müssen und selbst bei kräftigen Reaktionsbedingungen im wesentlichen keine unerwünschte Reduktion erfolgt. So wird die selektive Reduktion zweckmäßig und einfach bewirkt, indem man Essigsäure verwendet. Bei Essigsäure hängt die zur Durchführung der Reduktion notwendige Zeit von der betreffenden zu reduzierenden Verbindung und der Temperatur ab, bei welcher die Reaktion bewirkt wird. Im allgemeinen empfiehlt es sich, das Reaktionsgemisch auf eine Temperatur zwischen etwa 50 und 125° zu erwärmen. Bei diesen Temperaturen erfordert die Reduktion je nach der betreffenden zu reduzierenden Verbindung etwa 2 bis 15 Stunden.
  • Nach vollständiger Reduktion wird das ungesättigte Keton in üblicher Weise leicht aus dem Reaktionsgemisch gewonnen. So kann das Reaktionsgemisch mit Wasser verdünnt und das Produkt mit einem geeigneten mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel für die Produkte, wie Äther und dergleichen, extrahiert werden.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann man z. B. 6, 11-Dioxyprogesteron und 6, 11-Diacetoxyprogesteron in 11-Oxyprogesteron bzw. 11-Acetoxyprogesteron umwandeln. Das Verfahren ist wirksam, wenn die Oxygruppe sich entweder in 6-a- oder 6-ß-Stellung befindet.
  • Als Ausgangsverbindungen seien beispielsweise genannt 4-Pregnen-6ß, 21-diol-3, 20-dion, 4-Pregnen-3, 20-dion- 6ß, 21-diol-6, 21-diacetat, 4-Pregnen-6ß, 17a, 21-triol-3, 20-dion, 4-Pregnen-6ß, 17a, 21-triol-3, 20-dionj6, 21~-diproprionat, 6, 11-Dioxyprogesteron, 6, 11-Diacetgkyprcigesteron, 4-Cholesten-6ß-ol-3-on, 4-Cholesten-6p'=ol-3-on-6-acetat, 4-Cholesten-6a-ol-3-on, 4-Cholesten-6a-ol-3-on-6-acetat, 4-Pregnen-6a, 11, 21-triol-3, 20-dion-6, 21-diacetat, 6a-Oxycorticosteron, 6ß-Oxycorticosteron, 4-Pregnen-6ß, 17a, 21-triol-3, 20-dion-21-acetat, 4-Ätiocholensäure-6-ol-3-on und 4-Ätiocholensäure-6-ol-3-on-6-acetat.
  • Wie oben erwähnt, ist das Verfahren gemäß der Erfindung insbesondere bei der Umwandlung von 6, 11a-Dioxyprogesteron wertvoll, welches man gewinnt, indem man Progesteron der Wirkung von Enzymen oder Pilzen der Gattung Rhizopus unterwirft. So kann gemäß der Erfindung diese Dioxyverbindung leicht in 11a-Oxyprogesteron umgewandelt und dieses bei der Herstellung von Nebennierenrindenhormonen als Zwischenprodukt verwendet werden. Durch Oxydation der 11-ständigen Oxygruppe in eine l lständige Ketogruppe und Einführung von Hydroxylgruppen an den Kohlenstoffatomen 17 und 21 in an sich bekannter Weise kann man 11a-Oxyprogesteron in Cortison umwandeln.
  • Die nachstehenden Beispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren.
  • Beispiel 1 Reduktion von 4-Cholesten-6ßw:o1-3-on-6-acetat zu 4-Cholesten-3-on 500 mg 4-Cholesten-6ß-ol-3-on-6-acetat vom Schmelzpunkt 99° wurden 15 Stunden mit 500 mg Zinkstaub in 10 cm3 Essigsäure auf Rückflußbedingungen erhitzt. Dann wurde das Reaktionsgemisch mit Wasser verdünnt, mit Äther ausgezogen und der Ätherauszug zur Trockne verdampft. Durch Umkristallisation des Rückstandes aus Methanol erhielt man 4-Cholesten-3-on in Form großer Nadeln vom Schmelzpunkt 80 bis 81°. Analyse:
    _ C ( H
    berechnet für C37H440 . . . . . 84,31 11,53
    gefunden .................
    84,08
    11,48
    Der Schmelzpunkt wurde durch Beimischung von authentischen 4-Cholesten-3-on nicht herabgesetzt.
  • Beispiel 2 Reduktion von 4-Cholesten-6ß-ol-3-on zu 4-Cholesten-3-on Ein Gemisch von 1 g 4-Cholesten-6ß-ol-3-on mit 2 g Zinkstaub in 25 cm3 Essigsäure wurde etwa 15 Stunden auf Rückflußbedingungen erhitzt. Das Gemisch wurde dann filtriert, mit Wasser verdünnt und mit Äther ausgezogen. Der beim Abdampfen des Ätherauszuges erhaltene kristalline Rückstand wurde aus Methanol umkristallisiert. Aus der Methanollösung kristallisierte Cholesten-3, 6-dion vom Schmelzpunkt 170 bis 172°.
  • Durch chromatographische Reinigung der methylalkoholischen Mutterlauge auf Aluminiumoxyd und Elution mit Petroläther erhielt man 4-Cholesten-3-on, dessen Schmelzpunkt rein und gemischt 80 bis 82° betrug. Beispiel 3 Reduktion von 4-Cholesten-6a-ol-3-on-6-acetat zu 4-Cholesten-3-on 430 mg 4-Chölesten-6a-ol-3-on-6-acetat wurden etwa 15-.stunden mit 1 g Zinkstaub und 25 cm3 Essigsäure auf Rückfiußbedingungen erhitzt. Das Gemisch wurde dann mit Wasser verdünnt, filtriert und mit Äther ausgezogen. Bei chromatographischer Behandlung des Ätherauszuges auf Aluminiumoxyd und Elution mit Petroläther erhielt man aus dem Petroläthereluat 4-Cholesten-3-on vom Schmelzpunkt 80,5 bis 81,5°. Das gleiche Produkt wurde isoliert, wenn man 4-Cholesten-6a-ol-3-on als Ausgangsgut verwendete.
  • Das bei diesem Beispiel verwendete 4-Cholesten-6a-ol-3-on-6-acetat wurde hergestellt, indem man eine Chloroformlösung von 4-Cholesten-6ß-ol-3-on-acetat mit trocknem Chlorwasserstoff bei 0° behandelte. Die aus dem Reaktionsgemisch isolierte 6a-Acetoxyverbindung hatte einen Schmelzpunkt von 103,4°; [a], = + 75° (CHC13). Durch Verseifung dieses letztgenannten Derivates erhielt man 4-Cholesten-6a-ol-3-on vom Schmelzpunkt 155 bis 156,6°; [a], = -i-81° (CHC13).
  • Beispiel 4 Reduktion von 6, 1la-Dioxyprogesteron zu lla-Oxyprogesteron 10 mg 6, 11a-Dioxyprogesteron, die durch Oxydation von Progesteron mit einem Pilz der Gattung Rhizopus gewonnen waren, wurden mit 50 mg Zinkstaub in 3 cm3 Eisessig 3 Stunden unter Rühren auf 70° erhitzt. Man kühlte das Reaktionsgemisch dann ab und filtrierte. Man setzte Wasser zu und zog die Lösung mit Chloroform aus. Der Chloroformauszug wurde zur Trockne eingeengt. Ein Teil des Rückstandes wurde, in frischem Chloroform gelöst und auf Papier chromatographiert, wobei man Formamidmethanol als stationäre Phase und Benzol als bewegliche Phase verwendete. Auf diese Weise konnte gezeigt werden, daß mit einer bekannten Probe identisches 11a-Oxyprogesteron im Reaktionsgemisch enthalten war. Beispiel 5 Reduktion von 6, 11a-Dioxyprogesteron zu 11a-Oxyprogesteron 52 mg reines 6, 11a-Dioxyprogesteron, welches durch Oxydation von Progesteron durch einen Rhizopus-Stamm erhalten wurde, 100 mg Zinkstaub und 3 cm3 Eisessig wurden 21/4 Stunden unter Rückflußbedingungen gehalten. Man kühlte das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur und setzte 5 cm3 Wasser zu. Das Steroid wurde mit 2 Anteilen Chloroform von je 5 cm3 ausgezogen. Die vereinigten Auszüge wurden mit 3 Cm3 Wasser gewaschen und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel wurde abgedampft und Spuren von Essigsäure im Vakuum entfernt. Dieser Rückstand wurde in 0,3 cm 3 warmem Äthylacetat gelöst. Beim Abkühlen fielen weiße Kristalle aus, die bei 162 bis 166° schmolzen (Mikroblock) ; spezifische Drehung [a] D = -f- 172,5° (C = 0,374 °/o, Chloroform). Diese Werte entsprechen dem gewünschten Produkt. Ein Vergleich der Ultrarotabsorption zeigt, daß es mit einer authentischen Probe von lla-Oxyprogesteron identisch ist.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Reduktion von in 4(5)-Stellung ungesättigten 6-Oxy- bzw. 6-Acyloxysteroid-3-ketonen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reduktion mit Zink in Gegenwart einer Säure durchführt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Säure eine nicht oxydierende Mineralsäure, insbesondere Salzsäure oder eine niedermolekulare aliphatische Säure, insbesondere Essigsäure verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 4-Cholesten-6-ol-3-on oder dessen 6-Acetat oder 6, 11-Dioxyprogesteron als Ausgangsverbindungen verwendet. In Betracht gezogene Druckschriften: Journ. Amer. Chem. Soc., Bd.73, 1951, S.2397.
DEM21206A 1952-12-18 1953-12-14 Verfahren zur Reduktion von in 4 (5)-Stellung ungesaettigten 6-Oxy-bzw. 6-Acyloxysterid-3-ketonen Pending DE1001680B (de)

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