DE10015141A1 - Verfahren zum Reduzieren des Fassungsvermögens von Getränkecontainern - Google Patents
Verfahren zum Reduzieren des Fassungsvermögens von GetränkecontainernInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reduzieren des Fassungsvermögens von Getränkecontainern (Kegs) unter Wahrung eines den Erfordernissen der Getränkebehälter nach der Euro- bzw. DIN-Norm entsprechenden Qualitätsanspruches. Die Volumenreduzierung umfaßt folgende Arbeitsschritte: DOLLAR A Die Kegs werden in vorgesehenen Trennebenen durch mechanische bzw. thermische Trennschnitte in Teile mit Oberteil, Zwischenteil und Bodenteil getrennt. Das Zwischenteil wird ausgeschieden und/oder verschrottet. Oberteil und Bodenteil werden auf je ein volumenbestimmendes Endmaß beschnitten. Oberteil und Bodenteil werden in eine Kalibriervorrichtung eingespannt und darin kalibriert und werden auf exakt übereinstimmbare Umfänge der Teile gebracht. Die Teile - Oberteil und Bodenteil - werden unter Verwendung einer Schweißvorrichtung stumpf verschweißt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reduzieren des Fassungsvermögens von
Getränkecontainern (Kegs) unter Wahrung eines den Erfordernissen der Getränke
behälter nach der Euro- bzw. DIN-Norm entsprechenden Qualitätsanspruchs.
Unter die als Kegs bezeichneten Getränkecontainer fallen im wesentlichen Gebinde
der Bauarten
- - Euro 50 l, 532 mm hoch, 408 mm Durchmesser
- - DIN-Container nach DIN 6647, 600 mm hoch, 381 mm Durchmesser
- - Sonderanfertigungen.
Es handelt sich hier um Behälter zum Transport bzw. zur Aufbewahrung soge
nannter flüssiger Lebensmittel, an deren technische Beschaffenheit sowie Werk
stoffe und konstruktive Merkmale besondere, in entsprechenden DIN-Normen fest
gelegte Anforderungen gestellt werden.
Insbesondere müssen die Füllgut berührenden Bauteile aus nichtrostendem, für
Lebensmittel geeignetem Stahl gefertigt sein, bspw. aus kaltgewalzten Blechen
nach DIN EN 10088/2 mit walzglatten Oberflächen.
Diese Behälter sind innen und außen so zu gestalten, daß sie leicht zu reinigen
sind, Verschmutzungen leicht entfernbar sind und Flüssigkeiten vollständig ablau
fen. Insbesondere an Schweißnähten, Radien und Übergängen muß durch die
Konstruktionsweise sichergestellt sein, daß nach Reinigung und Desinfizierung kei
ne Rückstände der Flüssigkeiten bzw. der Reinigungs- und Desinfektionsmittel zu
rückbleiben.
In jüngster Zeit hat sich herausgestellt, daß die Kegs mit 50 l Fassungsvermögen
von den Verbrauchern und Abnehmern als zu groß und zu schwer empfunden wer
den, und daß ein Bedürfnis zu kleineren Kegs besteht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Reduzieren des Fas
sungsvermögens von Getränkecontainern (Kegs) unter Wahrung eines den Erfor
dernissen der Getränkebehälter nach der Euro- bzw. DIN-Norm entsprechenden
Qualitätsanspruches anzugeben, durch welches nach Verringerung der Behälterhö
he beim nachfolgenden Zusammensetzen und Verschweißen der übrigen Behäl
terteile ein Keg hergestellt werden kann, das ohne Kantenversatz, reinigungs
freundlich und frei von Fremdeinschlüssen im Material ist.
Zur Lösung der Aufgabe wird ein Verfahren der im Oberbegriff von Anspruch 1 ge
nannten Art vorgeschlagen, welches die im Kennzeichnungsteil aufgeführten
Merkmale aufweist.
Mit großem Vorteil ermöglicht die kennzeichnende Folge von Arbeitsschritten eine
den Getränkebehältererfordernissen entsprechende Herstellung von Getränkecon
tainern mit bspw. 30 l Inhalt durch Umänderung von Getränkecontainern mit ur
sprünglich bspw. 50 l Inhalt. Das Keg-Material ist frei von Fremdeinschlüssen, Po
ren, Kantenversatz und der daraus hergestellte kleinere Getränkecontainer ist reini
gungsfreundlich und entspricht den an Getränkecontainer nach der Euro- und DIN-
Norm einzuhaltenden Qualitätsmerkmalen. Darüber hinaus ist die erfindungsgemäße
Fertigung zweckmäßig und kostensparend und ermöglicht eine zügige Produkti
on von bspw. 30 l-Getränkecontainern durch Umbau von bspw. 50 l-Containern.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Erläuterung eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten
Produktionsverfahrens. Es zeigen:
Fig. 1 in perspektivischer Ansicht einen 50 l-Getränke-Container (Keg);
Fig. 2 ebenfalls in perspektivischer Ansicht den in Einzelteile zerlegten Con
tainer mit Oberteil, Zwischenteil und Bodenteil;
Fig. 3 eine Kalibrierpresse zum Kalibrieren der zum Schweißen vorgesehe
nen Trennkanten von Oberteil und Bodenteil;
Fig. 4 den fertiggestellten auf 30 l Inhalt reduzierten Getränkecontainer nach
Verschweißen der einzelnen Teile;
Fig. 5 in rein schematischer Darstellung eine rotierbare Spannvorrichtung zur
Aufnahme der zu zerschneidenden 50 l-Getränke-Container gemäß
Fig. 1;
Fig. 6 eine ebenfalls rein schematische Darstellung einer Schweißvorrich
tung zur Herstellung der Schweißnaht 6 zwischen Oberteil 1 und Bo
denteil 3.
Der in der Fig. 1 in perspektivischer Ansicht dargestellte 50 l-Getränkecontainer 20
dient im vorliegenden Fall aus Ausgangsprodukt zur Umänderung in einen Geträn
kecontainer mit auf 30 l verringertem Fassungsvermögen.
Der Getränkecontainer 20 soll bei unverändertem Durchmesser von bspw. 381 mm
von seinem ursprünglichen Fassungsvermögen von 50 l bei einer Gesamthöhe von
600 mm auf ein reduziertes Fassungsvermögen von 30 l entsprechend einer Höhe
von 408 mm verkürzt werden. Der Container 20 wird in drei Teile bspw. durch Lase
reinsatz getrennt: Oberteil 1, Zwischenteil 2 und Bodenteil 3. Infolge der vorgese
henen Verkürzung wird das ausgeschnittene Zwischenteil 2 verworfen. Die Trennli
nien 4 zeigen die hierfür erforderlichen Schnitte.
Fig. 2 zeigt nach Art eines exploded view nach Durchführung der Trennschnitte in
den Ebenen x-x; y-y die Einzelteile 5. Anschließend an die in Fig. 2 gezeigte Pro
duktionsphase werden die Schnittränder von Oberteil und Bodenteil unter
Feinschlichten auf je ein volumenbestimmendes Endmaß genau geschnitten. So
dann werden Oberteil 1 und Bodenteil 3 in eine Kalibrierpresse 10 (Fig. 3) einge
spannt, die ein festes Unterteil 10a und ein entsprechend dem Bewegungspfeil P
kraftbewegliches Oberteil 10b besitzt.
In das Oberteil werden die beiden Behälterteile 1 und 3 eingespannt und sodann
mittels eines Preßhubes P mit Kraft auf die Kalibrierwerkzeuge 11 aufgepreßt. Da
bei werden die Ränder von Oberteil 1 und Bodenteil 3 auf exakt übereinstimmbare
Umfänge dieser Teile zwangsweise kalibriert, wie dies ebenfalls rein schematisch
die Fig. 3 zeigt.
Die kalibrierten Teile werden in die rotierbare Schweißvorrichtung 23 auf deren
Spannvorrichtung 24 aufgesetzt, miteinander verspannt und anschließend an meh
reren auf dem Umfang verteilten Stellen mit dem WIG-Schweißverfahren geheftet
und schließlich vollständig nach dem WIG-Schweißverfahren verschweißt.
Den fertig produzierten im Volumen von 50 l auf 30 l reduzierten Getränkecontainer
21 mit der fertigen Schweißnaht 6 zwischen Bodenteil 3 und Oberteil 1 zeigt die Fig.
4.
Entsprechend besteht der fertige Getränkecontainer 21 aus zwei zylindrischen, tief
gezogenen Schalen, die mit der Schweißnaht 6 verbunden sind. Nach der Norm ist
auch der reduzierte Getränkecontainer bei einem Nennvolumen von 30 l für einen
zulässigen Betriebsdruck bis 3 bar zugelassen und als Mehrwegverpackung ein
setzbar. Als Inhalt werden Flüssigkeiten wie Bier oder Coca Cola oder Limonaden
aufbewahrt bzw. transportiert.
Das unter der Bezeichnung WIG-Schweißen, Wolfram-Inert-Gas-Schweißung, zur
Keg-Reduzierung eingesetzte Verfahren fällt unter den Begriff des elektrischen
Schutzgasschweißens. Beim Schweißen brennt ein elektrischer Lichtbogen zwi
schen einer nichtabschmelzenden Wolfram-Elektrode und den Trennstellen des
Kegs. Dabei umhüllt Schutzgas die Schweißstelle, hält die Umgebungsluft ab und
verhindert auf diese Weise eine chemische Reaktion, insbesondere Oxidation im
Schmelzbad. Als Schutzgas wird ein inertes Gas, insbesondere Argon, Helium oder
ein Gemisch aus beiden, eingesetzt. Diese Gase gehen bei den hohen Temperatu
ren des Lichtbogens keine chemische Verbindung mit dem Schweißgut ein. Bei der
WIG-Schweißung von Edelstählen wird das Gleichstromschweißen mit einer nega
tiv gepolten Wolfram-Elektrode bevorzugt eingesetzt. Das WIG-Schweißen eignet
sich daher besonders für die Automatisierung des Schweißvorganges zum Verbin
den von Oberteil 1 und Bodenteil 3 zum 30 l Keg, wobei es mit oder ohne Zusatz
werkstoff durchgeführt werden kann.
Die Erfindung ist unkompliziert und löst in optimaler Weise die eingangs gestellte
Aufgabe.
Claims (8)
1. Verfahren zum Reduzieren des Fassungsvermögens von Getränkecontai
nern (Kegs) unter Wahrung eines den Erfordernissen der Getränkebehälter
nach der Euro- bzw. DIN-Norm entsprechenden Qualitätsanspruches,
gekennzeichnet durch
die Arbeitsschritte:
- - daß die Kegs (20) in vorgesehenen Trennebenen (x-x; y-y) durch me chanische bzw. thermische Trennschnitte (4) in Teile (5) mit Oberteil (1), Zwischenteil (2) und Bodenteil (3) getrennt werden,
- - daß das Zwischenteil (2) ausgeschieden und/oder verschrottet wird,
- - daß Oberteil (1) und Bodenteil (3) auf je ein volumenbestimmendes Endmaß beschnitten werden,
- - daß Oberteil (1) und Bodenteil (3) in eine Kalibriervorrichtung (10) einge spannt und darin kalibriert und auf exakt übereinstimmbare Umfänge der Teile (1, 3) gebracht werden, und
- - daß die Teile - Oberteil und Bodenteil (1, 3) - unter Verwendung einer Schweißvorrichtung (23) stumpf verschweißt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Teile (1, 3) - Oberteil und Bodenteil - nach dem Zusammenführen
und vor Herstellung einer durchgehenden Schweißnaht zunächst an mehre
ren auf den Umfang der Teile (1, 3) in Abständen verteilten Stellen geheftet
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
die Kegs (20) zur Trennung in die Teile (1, 2, 3) in eine Spannvorrichtung
(22) um ihre Mittelachse drehbar eingespannt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2, oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schnittstellen (4) zwischen Oberteil (1) und Bodenteil (3) fein
geschlichtet werden.
5. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß Oberteil (1) und Bodenteil (3) in der Kalibervorrichtung (10) durch Auf
pressen auf Kaliberwerkzeuge (11) kalibriert werden.
6. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß Oberteil (1) und Bodenteil (3) an den Schnittstellen (4) nach dem WIG-
Schweißverfahren unter Schutzgas ohne Materialzusatz verschweißt werden.
7. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Heftung von Oberteil (1) mit Bodenteil (3) nach dem WIG-
Schweißverfahren durchgeführt wird.
8. Anwendung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 7,
zur Reduzierung von Kegs mit einem Fassungsvermögen von etwa 50 l auf
ein solches von etwa 30 l.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000115141 DE10015141A1 (de) | 2000-03-29 | 2000-03-29 | Verfahren zum Reduzieren des Fassungsvermögens von Getränkecontainern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000115141 DE10015141A1 (de) | 2000-03-29 | 2000-03-29 | Verfahren zum Reduzieren des Fassungsvermögens von Getränkecontainern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10015141A1 true DE10015141A1 (de) | 2001-10-18 |
Family
ID=7636540
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000115141 Withdrawn DE10015141A1 (de) | 2000-03-29 | 2000-03-29 | Verfahren zum Reduzieren des Fassungsvermögens von Getränkecontainern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10015141A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AU2013201038B2 (en) * | 2012-02-24 | 2015-09-17 | Intellectual Property Development Corporation Pty Ltd | Excise Compliance and Supply Chain Efficiency for Alcoholic Beverages |
-
2000
- 2000-03-29 DE DE2000115141 patent/DE10015141A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AU2013201038B2 (en) * | 2012-02-24 | 2015-09-17 | Intellectual Property Development Corporation Pty Ltd | Excise Compliance and Supply Chain Efficiency for Alcoholic Beverages |
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