DE10015041A1 - Verfahren zur Signalisierung des Beginns eines logischen Kanals in einem gemeinsam genutzten physikalischen Übertragungskanal eines Funk-Kommunikationssystems - Google Patents
Verfahren zur Signalisierung des Beginns eines logischen Kanals in einem gemeinsam genutzten physikalischen Übertragungskanal eines Funk-KommunikationssystemsInfo
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Abstract
Bei dem Verfahren zur Signalisierung des Beginns eines logischen Kanals in einem gemeinsam genutzten physikalischen Übertragungskanal eines Funk-Kummunikationssystems wird der Beginn mittels einer Phasenbeziehung zwischen dem logischen Kanal und einem weiteren Übertragungskanal signalisiert.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Signalisierung des
Beginns eines logischen Kanals in einem gemeinsam genutzten
physikalischen Übertragungskanal eines Funk-Kommunikationssy
stems.
In Funk-Kommunikationssystemen, beispielsweise dem europäi
schen Mobilfunksystem der zweiten Generation GSM (Global Sy
stem for Mobile Communications), werden Informationen (bei
spielsweise Sprache, Bildinformation oder andere Daten) mit
Hilfe von elektromagnetischen Wellen über eine Funkschnitt
stelle übertragen. Die Funkschnittstelle bezieht sich auf
eine Verbindung zwischen einer Basisstation und Teilnehmer
stationen, wobei die Teilnehmerstationen beispielsweise Mo
bilstationen oder ortsfeste Funkstationen sein können. Das
Abstrahlen der elektromagnetischen Wellen erfolgt dabei mit
Trägerfrequenzen, die in einem für das jeweilige System vor
gesehenen Frequenzband liegen. Für zukünftige Funk-Kommunika
tionssysteme, beispielsweise das UMTS (Universal Mobile Tele
communication System) oder andere Systeme der 3. Generation
sind Frequenzen im Frequenzband von ca. 2000 MHz vorgesehen.
Für die dritte Mobilfunkgeneration sind zwei Modi vorgesehen,
wobei ein Modus einen FDD-Betrieb (frequency division duplex)
und der andere Modus einen TDD-Betrieb (time division duplex)
bezeichnet. Diese Modi finden in jeweils unterschiedlichen
Frequenzbändern ihre Anwendung. Beide Modi unterstützen ein
sogenanntes CDMA-Teilnehmerseparierungsverfahren (Code Divi
sion Multiple Access).
Ein Vorschlag für ein Mobilfunksystem der dritten Generation
nach "TD-SCDMA Radio Transmission Technology for IMT-2000",
Draft V.0.4, der CATT vom September 1998, basiert auf dem be
schriebenen TDD-Modus mit einer Unterstützung eines CDMA-
Teilnehmerseparierungsverfahrens. Durch die Verwendung des
CDMA-Teilnehmerseparierungsverfahrens können von mehreren
Teilnehmerstationen in einem Zeitschlitz gesendete Übertra
gungsblöcke, die im allgemeinen aus einem Datenteil und einer
bekannten Trainingssequenz bestehen, von einer Basisstation
parallel verarbeitet werden. Hierzu muß sichergestellt wer
den, daß die Übertragungsblöcke und insbesondere die jeweili
gen Trainingssequenzen innerhalb eines bestimmten Zeitfen
sters am Ort der Basisstation eintreffen, um eine gesicherte
Detektion und Trennung der unterschiedlichen Signale zu ge
währleisten. Dieses Problem der Synchronisation der Sig
nalübertragung in Aufwärtsrichtung tritt bei bekannten CDMA-
basierten Funk-Kommunikationssystemen in gleicher Weise auf.
Das beschriebene TD-SCDMA-System sowie der TDD-Modus des
UMTS-Mobilfunksystems weisen gemeinsam genutzte physikalische
Übertragungskanäle, sogenannte P-CCPCH (Primary Common Con
trol Physical Channel) auf, in denen beispielsweise sowohl
ein allgemeiner Signalisierungskanal BCCH (Broadcast Control
Channel) mit Organisationsinformationen als auch ein soge
nannter Pagingkanal PCH (Paging Channel) zeitlich getrennt
als logische Kanäle ausgesendet werden. Innerhalb der in
Zeitrahmen (frames) und übergeordneten sogenannten Superrah
men strukturierten Funkschnittstelle werden die logischen Ka
näle zusätzlich über eine bestimmte Anzahl von Zeitrahmen
verschachtelt (interleaved). Im folgenden wird für die Anzahl
verschachtelter Zeitrahmen für einen logischen Kanal auch der
Begriff Verschachtelungsrahmen verwendet. Für den BCCH und
den PCH entspricht die Verschachtelungstiefe beispielsweise
vier Zeitrahmen.
Ist eine die logischen Kanäle empfangende Teilnehmerstation
nicht in Kenntnis, welcher Zeitrahmen des verschachtelten lo
gischen Kanals sie gerade empfängt, so ergeben sich daraus
folgende Nachteile. Zum einen muß die Teilnehmerstation eine
sogenannte Try and Error-Technik zur Bestimmung des Beginns
eines Verschachtelungsrahmens anwenden. Schlägt dabei bei der
Demodulation der sogenannte CRC-Check fehl, so muß die Teil
nehmerstation von einem weiteren Beginn eines Verschachte
lungsrahmens oder von einem schlecht empfangenen Beginn eines
Verschachtelungsrahmens ausgehen. Dieses reduziert nachteilig
die Verläßlichkeit und die Geschwindigkeit der Detektion des
logischen Kanals. Weiterhin muß die Teilnehmerstation oftmals
Zeitrahmen detektieren, die zu einem nicht vollständigen Ver
schachtelungsrahmen gehören, und diese anschließend wieder
verwerfen. Dieses erhöht nachteilig den Energiekonsum sowie
die Zeit bis zum Empfang eines vollständigen Verschachte
lungsrahmens.
Um die beschriebenen Nachteile zu umgehen, sind die folgenden
Punkte aus der Sicht der Teilnehmerstation wünschenswert:
- - die Teilnehmerstation kann den Beginn eines Verschachte lungsrahmens detektieren,
- - die Teilnehmerstation kann die Position des aktuell emp fangenen Zeitrahmens innerhalb eines Verschachtelungsrah mens ermitteln, und
- - die Teilnehmerstation kann die Position des Verschachte lungsrahmens innerhalb eines Superrahmens detektieren.
Bei dem zweiten Punkt könnte die Teilnehmerstation bei einer
beispielhaften Detektion eines zweiten Zeitrahmens von einer
weiteren Detektion der noch fehlenden Zeitrahmen absehen.
Bei dem dritten Punkt könnte die Teilnehmerstation beispiels
weise gezielt einen bestimmten logischen Kanal detektieren.
In dem beschriebenen TD-SCDMA-System besteht ein Superrahmen
aus 48 Zeitrahmen. Innerhalb dieses Superrahmens sind bei
spielsweise zwei Verschachtelungsrahmen mit jeweils vier
Zeitrahmen des BCCHs angeordnet. Für den Fall, daß die Teil
nehmerstation nur den BCCH detektieren möchte, kann sie ge
zielt die Detektion der in den weiteren Zeitrahmen gesendeten
PCHs unterdrücken.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren anzugeben, das
eine gesicherte Signalisierung des Beginns eins logischen Ka
nals ermöglicht. Diese Aufgabe wird durch das Verfahren mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch das Basisstationssy
stem des Anspruchs 17 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind den abhängigen Ansprüchen zu entnehmen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der beilie
genden Zeichnungen näher erläutert.
Dabei zeigen
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines Funk-Kommunikationssy
stems.
Fig. 2 eine schematische Darstellung der Rahmenstruktur
einer Funkschnittstelle mit einem TD-SCDMA-Teilneh
merseparierungsverfahren,
Fig. 3 einen Ausschnitt der Rahmenstruktur aus Fig. 3, und
Fig. 4 eine schematische Darstellung der Kodierung eines
Funkblocks.
Die Fig. 1 zeigt einen Teil eines Mobilfunksystems als Bei
spiel für die Struktur eines Funk-Kommunikationssystems. Ein
Mobilfunksystem besteht jeweils aus einer Vielzahl von Mobil
vermittlungsstellen MSC, die zu einem Vermittlungsnetz (SSS -
Switching Subsystem) gehören und untereinander vernetzt sind
bzw. den Zugang zu einem Festnetz herstellen, und aus jeweils
einem oder mehreren mit diesen Mobilvermittlungsstellen MSC
verbundenen Basisstationssystemen BSS (BSS - Base Station
Subsystem). Ein Basisstationssystem BSS weist wiederum zumin
dest eine Einrichtung RNC (RNC - Radio Network Controller)
zum Zuweisen von funktechnischen Ressourcen sowie zumindest
eine jeweils damit verbundene Basisstation NB (NB - Node B)
auf.
Eine Basisstation NB kann über eine Funkschnittstelle Verbin
dungen zu Teilnehmerstationen UE (UE - User Equipment) auf
bauen und unterhalten. Durch jede Basisstation NB wird zumin
dest eine Funkzelle Z gebildet. Die Größe der Funkzelle Z
wird in der Regel durch die Reichweite eines allgemeinen Sig
nalisierungskanals (BCCH - Broadcast Control Channel), der
von den Basisstationen NB mit einer jeweils maximalen und
konstanten Sendeleistung gesendet wird, bestimmt. Weitere lo
gische Signalisierungskanäle, wie beispielsweise ein Paging-
Kanal (PCH - Paging Channel), ein Notifikations-Kanal (NCH -
Notification Channel) oder ein Zugriffsbestätigungs-Kanal
(AGCH - Access Grant Channel) werden gemeinsam mit dem Signa
lisierungskanal BCCH zeitlich getrennt in einem physikali
schen Übertragungskanal P-CCPCH gesendet. Weiterhin werden
von der Basisstation NB in einem Pilotkanal Pilot Synchroni
sationssequenzen gesendet, die einer Synchronisation der
Teilnehmerstation UE auf die Zeitbasis der Basisstation NB
dienen.
Bei einer Sektorisierung oder bei hierarchischen Zellstruktu
ren können pro Basisstation NB auch mehrere Funkzellen Z ver
sorgt werden. Die Funktionalität dieser Struktur ist auf an
dere Funk-Kommunikationssysteme übertragbar, in denen die Er
findung zum Einsatz kommen kann.
Das Beispiel der Fig. 1 zeigt eine Teilnehmerstation UE, die
sich in der Funkzelle Z einer Basisstation NB befinden. Die
Teilnehmerstation UE hat eine Kommunikationsverbindung zu der
Basisstation NB aufgebaut, auf der in Aufwärts- UL und Ab
wärtsrichtung DL eine Signalübertragung eines gewählten Dien
stes erfolgt. Die Kommunikationsverbindung wird durch einen
oder mehrere der Teilnehmerstation UE zugeteilte Spreizkodes
von parallel in der Funkzelle Z aufgebauten Kommunikations
verbindungen separiert, wobei die Teilnehmerstation UE je
weils einen Teil oder alle aktuell in der Funkzelle Z zuge
teilten Spreizkodes für den Empfang der Signale der eigenen
Kommunikationsverbindung gemäß dem bekannten Joint-Detection-
Verfahren nutzt.
Die Rahmenstruktur der Funkübertragung des TD-SCDMA-Mobil
funksystems ist aus der Fig. 2 ersichtlich. Die Funkschnitt
stelle ist als eine breitbandige Funkschnittstelle mit einem
Frequenzband B = 1,6 MHz (somit drei Frequenzbänder pro 5 MHz),
mit einer Zeitrahmendauer von 5 ms (somit zwei Zeitrah
men fr pro UTRA-Zeitrahmen), mit 7 Zeitschlitzen ts einer je
weiligen Länge von 675 µs für Verkehrskanäle, sowie mit CDMA-
Teilnehmerseparierung unter Nutzung von 16 unterschiedlichen
Spreizkodes c0 bis c15 ausgebildet.
Bei dem dargestellten TDD-Übertragungsverfahren entspricht
das Frequenzband B für die Aufwärtsrichtung UL dem Frequenz
band B für die Abwärtsrichtung DL. Gleiches wiederholt sich
für weitere Trägerfrequenzen. Durch die variable Zuordnung
der Zeitschlitze ts für die Auf- oder Abwärtsrichtung UL, DL
können vielfältige asymmetrische Ressourcenzuteilungen vorge
nommen werden. Ein Teil der Zeitschlitze td0 . . . tdn wird ent
sprechend für die Signalübertragung in Abwärtsrichtung DL
(Downlink) und die übrigen Zeitschlitze tu0 . . . tum für die Si
gnalübertragung in Aufwärtsrichtung UL (Uplink) genutzt. Die
Parameter n, m und somit der Umschaltpunkt SP (Switching
Point) sind individuell an einen aktuellen Bedarf adaptier
bar, wobei jeweils die Beziehung n + m + 2 = 7 gilt. Im zeitlichen
Anschluß an den ersten Zeitschlitz td0 für die Abwärtsrich
tung DL folgt eine Schutzzeit zur Separierung der Übertra
gungsrichtungen DL und UL, die den Umschaltpunkt SP dar
stellt.
Die Schutzzeit besteht aus einem Abwärts-Pilotzeitschlitz
DPTS (Downlink Pilot Time Slot) mit einer Länge von 75 µs zum
Senden von durch einen Satz sogenannter Gold-Codes unter
schiedener Synchronisationssequenzen, aus einer Schutzzeit GP
(Guard Period) mit einer Länge von 75 µs für den Umschaltvor
gang zwischen Senden und Empfangen in der Basisstation NB,
sowie aus einem Aufwärts-Pilotzeitschlitz UPTS (Uplink Pilot
Time Slot) mit einer Länge von 125 µs zum Senden einer Syn
chronisationssequenz bei einem Verbindungsaufbauversuch durch
eine Teilnehmerstation UE mit einer anschließenden Signali
sierung auf dem Kanal zum wahlfreien Zugriff BACH. Zur Unter
scheidung mehrerer Teilnehmerstationen UE bei dieser Zu
griffsprozedur wird wiederum ein Satz Gold-Codes verwendet.
Innerhalb der Zeitschlitze ts werden Informationen mehrerer
Verbindungen in Funkblöcken übertragen. Die Daten d sind ver
bindungsindividuell mit einer Feinstruktur, einem Spreizkode
c0, c1 . . . cn gespreizt, so daß empfangsseitig beispielsweise n
Verbindungen durch diese CDMA-Komponente separierbar sind.
Die Spreizung von einzelnen Symbolen der Daten d bewirkt, daß
innerhalb der Symboldauer Tsym Q Chips der Dauer Tc übertra
gen werden. Die Q Chips bilden dabei den verbindungsindividu
ellen Spreizkode c. In den Funkblöcken ist weiterhin eine Ka
nalmeßsequenz tseq für eine empfangsseitige Kanalschätzung
eingebettet. Ein Funkblock wird jeweils mit einer Schutzzeit
gp abgeschlossen.
Die verwendeten Parameter der Funkschnittstelle für das be
schriebene TD-SCDMA-System sind vorteilhafterweise:
Chiprate: 1,28 Mchip/s
Rahmendauer: 5 ms
Anzahl Zeitschlitze: 7
Dauer eines Zeitschlitzes: 675 µs
Spreizfaktor: 1 bis 16
Bandbreite: 1,6 MHz.
Chiprate: 1,28 Mchip/s
Rahmendauer: 5 ms
Anzahl Zeitschlitze: 7
Dauer eines Zeitschlitzes: 675 µs
Spreizfaktor: 1 bis 16
Bandbreite: 1,6 MHz.
Diese Parameter ermöglichen eine bestmögliche Harmonisierung
mit dem UTRA TDD- und FDD-Modus (FDD frequency division du
plex) sowie dem bekannten GSM-Mobilfunksystem.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Signalisierung des Beginns
eines Zeitrahmens innerhalb eines Verschachtelungsrahmens,
zur Signalisierung der Position eines Zeitrahmens innerhalb
eines Verschachtelungsrahmens oder zur Signalisierung der Po
sition des Verschachtelungsrahmens innerhalb eines Superrah
mens basiert auf einer Modulation der Phase des Pilotkanals
Pilot in dem Abwärts-Pilotzeitschlitz DPTS. Hierzu wird als
Referenzwert zur Bestimmung der Phasendifferenz erfindungsge
mäß beispielsweise die Mittambel, auch als Trainingssequenz
tseq bezeichnet, des gemeinsam genutzten physikalischen Über
tragungskanals P-CCPCH genutzt. Diesen Kanal als Referenzwert
zu nutzen besitzt den Vorteil, daß er in jedem Zeitrahmen fr
gesendet wird und die Mittambel immer der ersten Ableitung
des in der Funkzelle genutzten Mittambelgrundkodes ent
spricht. Dieses ist der Teilnehmerstation UE per se bekannt.
Weiterhin wird, wie in den Fig. 2 und 3 dargestellt, der
P-CCPCH immer in dem letzten Zeitschlitz td0 für die Ab
wärtsrichtung DL gesendet, so daß eine minimale Distanz a
zwischen der Mitte der Mittambel tseq0 und der Mitte der Syn
chronisationssequenz sync des Pilotkanals Pilot gegeben ist.
Die Distanz a zwischen der Mittambel tseq0 und der Synchroni
sationssequenz sync beträgt bei dem TD-SCDMA-System bei
spielsweise 393,75 µs bzw. 31,5 Symbole, und bestimmt die Ef
fekte der Zeitvariation und Frequenzoffset auf den verwende
ten Detektions-Algorithmus.
Zur Detektion der Modulation des Pilotkanals Pilot sind ver
schiedene Algorithmen verwendbar, wobei die im folgenden vor
gestellten Algorithmen sich in der Komplexität und Verläß
lichkeit unterscheiden.
Bei einem ersten Algorithmus wird die Mittambel des P-CCPCH
und die Region um den DPTS detektiert. Anschließend wird eine
Kanalschätzung in dem Kanalschätzfenster für den P-CCPCH
durchgeführt. Die stärksten Kanalimpulstaps werden mit einem
Kanalimpulsantwort-Post Processing Algorithmus, der für einen
bekannten Joint-Detection-Prozess verwendet wird, bewertet.
Nachfolgend wird der Inhalt des DPTS mittels eines sogenann
ten Matched Filters detektiert (faltungskodiert mit der Ka
nalimpulsantwort) und das Ausgangssignal des Matched Filters
demoduliert.
Bei weiteren Algorithmen wird beispielsweise:
- - der Frequenz-Offset mittels der Mittambel tseq0 und/oder der Synchronisationssequenz sync bestimmt,
- - die Information des Frequenz-Nachführ-Algorithmus für die Entfernung des Frequenz-Offset genutzt, dieses kann für eine doppelte Überprüfung während der Detektion des P- CCPCH durchgeführt werden,
- - eine adaptive Entzerrung zur Aktualisierung der Kanalim pulsantwort genutzt, wobei die Kanalimpulsantwort am Ende des P-CCPCH-Funkblocks als Referenz für den Bestimmung der Modulation des Pilotkanals Pilot berücksichtigt wird, und
- - eine Kanalschätzung unter Verwendung des letzten detek tierten Symbols des P-CCPCH durchgeführt.
Nachfolgend werden unterschiedliche erfindungsgemäße Signali
sierungsstrategien beschrieben.
Für den Fall einer 4PSK-Modulation für den DPTS können zwei
bit pro Zeitrahmen signalisiert werden. Diese zwei bit sind
ausreichend für eine Signalsierung beispielsweise der Posi
tion des aktuellen Zeitrahmens innerhalb eines Verschachte
lungsrahmens. Mehr als ein Zeitrahmen sind notwendig zur Si
gnalisierung von weiteren Informationen.
Entsprechend einer ersten Ausführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird die Position des aktuellen Zeitrahmens inner
halb eines Verschachtelungsrahmens in jedem Zeitrahmen signa
lisiert. Dabei wird entsprechend der beispielshaften Tabelle
1 die jeweilige Zeitrahmennummer einer bestimmten Phasendif
ferenz im Vergleich zu einer vorausgehend bestimmte Phase zu
geordnet. Die Phasendifferenz wird beispielsweise in jedem
Zeitrahmen ermittelt.
Die miminale Anzahl zu detektierender Zeitrahmen, um die Po
sition innerhalb des Verschachtelungsrahmens zu ermitteln be
trägt bei dieser Ausgestaltung beträgt eins. Um beispiels
weise einen BCCH-Zeitrahmen innerhalb eines Superrahmens von
48 Zeitrahmen zu ermitteln, müssen mindestens 4 Zeitrahmen
detektiert werden.
Vorteilhaft wird bei diesem Verfahren die Position des
Zeitrahmens innerhalb eines Verschachtelungsrahmens direkt
kodiert, nach nur einer Detektion eines DPTS ist die Position
bestimmbar. Für eine doppelte Überprüfung während des Emp
fangs eines Verschachtelungsrahmens können weitere Schritte
durchgeführt werden. Für den Fall eines starken Frequenz-
Offsets sind der erste und der dritte Zeitrahmen eines Ver
schachtelungsrahmens ohne mögliche Mehrdeutigkeit differenz
kodiert, und der zweite und vierte Zeitrahmen sind mit einer
doppelten Mehrdeutigkeit kodiert.
Gemäß einer zweiten Ausführung des erfindungsgemäßen Verfah
rens wird der Beginn eines Verschachtelungsrahmens differen
tiell und die Position innerhalb eines Superrahmens direkt in
dem ersten und dritten Zeitrahmen eines Verschachtelungsrah
mens signalisiert.
Für den beispielhaften Fall, daß der Start des Verschachte
lungsrahmens nur differentiell signalisiert wird, kann die
direkte Signalisierung für die Angabe beispielsweise des Be
ginns des nächsten BCCH-Verschachtelungsrahmens genutzt wer
den. Der P-CCPCH weist beispielsweise zwei equidistante BCCH-
Verschachtelungsrahmen innerhalb von 12 Verschachtelungsrah
men eines Superrahmens auf. Für die Signalisierung des Be
ginns des nächsten BCCH-Verschachtelungsrahmens wird folgen
des in der Tabelle 2 angegebenes Schema verwendet. Dabei wird
die Phase für den ersten Zeitrahmen innerhalb des Verschach
telungsrahmenss nach der folgenden Regel definiert.
Bei diesem Beispiel ist die Phase für den dritten Zeitrahmen
innerhalb des Verschachtelungsrahmens um 90° größer. Der er
ste Zeitrahmen innerhalb des Verschachtelungsrahmens ist
durch eine Phasendifferenz von 0 oder +90° gegenüber der
Phase des vorhergehenden Zeitrahmens gekennzeichnet. Der
dritte Zeitrahmen innerhalb des Verschachtelungsrahmens ist
entsprechend durch eine Phasendifferenz von -90° gekennzeich
net. Für den Fall, daß ein Phasen-Offset von 225° oder 315°
detektiert wird, kann die Teilnehmerstation den ersten
Zeitrahmen des Verschachtelungsrahmens innerhalb von zwei
oder vier Zeitrahmen bestimmen und anschließend ermitteln, ob
es sich bei diesem Verschachtelungsrahmen um einen BCCH han
delt, oder erst einer der nachfolgenden Verschachtelungsrah
men dem BCCH entspricht.
Die minimale Anzahl zu detektierender Zeitrahmen zur Bestim
mung der Position des Verschachtelungsrahmens beträgt bei
diesem Verfahren 2 bis 3. Die minimale Anzahl zu detektieren
der Zeitrahmen zur Bestimmung des BCCH-Verschachtelungsrah
mens beträgt entsprechend 2 bis 4.
Zusätzlich zu den genannten Vorteilen der ersten beschriebe
nen Ausführung kann bei diesem Verfahren die Position eines
Verschachtelungsrahmens vorteilhaft mit Mehrdeutigkeiten si
gnalisiert werden.
Entsprechend einer dritten Ausführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird sowohl der Beginn eines Verschachtelungsrah
mens als auch dessen Position innerhalb eines Superrahmens
direkt signalisiert. Bei dieser Ausführung ist beispielsweise
die Phase 45° zur Kennzeichnung des Beginns eines Verschach
telungsrahmens reserviert. Für die weiteren Zeitrahmen des
Verschachtelungsrahmens wird die jeweilige Phase 135°, 225°
und 315° nur zur Bestimmung der Position innerhalb des Super
rahmens verwendet. Zur Vermeidung von Detektionsfehlern zwischen
45°-Symbolen und den weiteren Symbolen weisen die wei
teren Phasenquadrupeln soviele 225°-Symbole wie möglich auf.
Durch die 180° Phasendifferenz ergibt sich hieraus eine ein
deutige Zuordnung. Je näher ein BCCH-Verschachtelungsrahmen
gelegen ist, umso mehr 225°-Symbole werden genutzt. Dieses
Beziehungen sind in der nachfolgenden Tabelle 3 dargestellt.
Zur Bestimmung der Position innerhalb des Superrahmens werden
die vier Phasen (Phasen-Quadrupel) eines Verschachtelungsrah
mens ausgewertet. Bei einer Länge eines Superrahmens von 48
Zeitrahmen können hierdurch 12 Verschachtelungsrahmen mit je
weils 4 Zeitrahmen unterschieden werden.
Die minimale Anzahl zu detektierender Zeitrahmen zur Ermitt
lung der Position innerhalb eines Verschachtelungsrahmens be
trägt bei dieser Ausführung 1 bis 3. Die minimale Anzahl zu
detektierender Zeitrahmens zur Ermittlung des BCCH und des
Superrahmens beträgt 3 bis 4.
Vorteilhaft wird durch dieses erfindungsgemäße Verfahren ne
ben den bereits geannten Vorteilen der vorhergehenden Verfah
ren der Beginn eines Verschachtelungsrahmens vorteilhaft di
rekt kodiert. Weiterhin wird die zeitliche Struktur des Su
perrahmens in nur vier Zeitrahmen signalisiert. Die Ordnung
sowie das verwendete Phasenquadrupel kann in der Weise opti
miert werden, daß eine Differenzdekodierung von vier oder
fünf sukzessiven DPTS auch eine Detektion der Position inner
halb des Superrahmens bei großen Frequenz-Offsets ermöglicht.
Bei einer Detektion unter schlechten Übertragungsbedingungen
ermöglicht diese Ausführung eine sichere Detektion des Super
rahmens.
Bei schlechten Übertragungsbedingungen kann der Fall auftre
ten, daß eine Teilnehmerstation nicht in der Lage ist, den
BCCH bzw. einen weiteren logischen Kanal eindeutig zu identi
fizieren, da mehrere logische Kanäle auf einen gemeinsam ge
nutzten physikalischen Übertragungskanal P-CCPCH abgebildet
werden. In dem bekannten GSM-Mobilfunksystem wurde daher der
BCCH mittels eines Synchronisationskanals SCH (Synchronisation
Channel) signalisiert. Ein derartiger Kanal ist in dem
beschriebenen TD-SCDMA-System nicht vorgesehen. Diese Infor
mation liegt implizit in der Phasendifferenz vor.
Um bei schlechten Übertragungsverhältnissen eine sichere De
tektion beispielsweise des BCCH zu ermöglichen, wird einem
unkodierten Funkblock des logischen Kanals ein Statusanzeiger
f (flag) hinzugefügt, der aus einem oder mehreren Bits bzw.
Symbolen zur Unterscheidung der verschiedenen logischen Ka
näle bestehen kann. Der binäre Zustand dieses Statusanzeigers
f definiert dabei, um welchen logischen Kanal es sich han
delt.
Durch die nachfolgend zu der Fig. 4 beschriebene Inbandsigna
lisierung des Statusanzeigers f wird eine korrekte Detektion
des logischen Kanals ermöglicht. Das oben beschriebene Ver
fahren unter Nutzung der Phasendifferenz kann somit ohne Be
denken angewendet werden, da bei der Detektion immer der
richtige Kanal zur Ermittlung der Phasendifferenz referen
ziert wird.
Die Fig. 4 stellt die erfindungsgemäße Erweiterung eines Funk
blocks um einen Statusanzeiger f dar. Ein Kodierer bildet in
einem ersten Schritt 1 einen Funkblock mit beispielsweise 184
bits bzw. Datensymbolen d. Diesem Funkblock wird in einem
zweiten Schritt 2 ein weiteres bit für den Statusanzeiger f
hinzugefügt. Gemäß einem beispielhaften dritten Schritt 3
wird eine CRC-Checksumme (Cyclic Redundancy Check) dem erwei
terten Funkblock durch eine Blockkodierung hinzugefügt, und
es erfolgt in einem vierten Schritt 4 schließlich eine Fal
tungskodierung des Funkblocks.
Der Statusanzeiger f ist somit zweifach für die Übertragung
über die Funkschnittstelle geschützt und kann sicher detek
tiert werden. Ein binärer Zustand des Statusanzeigers f von 1
kann beispielsweise den BCCH kennzeichnen, währenddessen die
weiteren logischen Kanäle durch den binären Zustand 0 gekenn
zeichnet sind. Bei Verwendung mehrerer Bits für den Statusan
zeiger ist auch eine Unterscheidung der weiteren logischen
Kanäle möglich.
Claims (17)
1. Verfahren zur Signalisierung des Beginns eines logischen
Kanals (BCCH) in einem gemeinsam genutzten physikalischen
Übertragungskanal (P-CCPCH) eines Funk-Kommunikationssystems,
bei dem
der Beginn mittels einer Phasenbeziehung zwischen dem logi
schen Kanal (BCCH) und einem weiteren Übertragungskanal (Pi
lot) signalisiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem
eine Phasendifferenz zwischen Symbolen des logischen Kanals
(BCCH) und Symbolen des weiteren Übertragungskanals (Pilot)
den Beginn signalisiert.
3. Verfahren nach einem vorhergehenden Anspruch, bei dem
durch eine Phasenmodulation der Symbole des weiteren Übertra
gungskanals (Pilot) der Beginn signalisiert wird.
4. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei dem
die Phase des logischen Kanals (BCCH) als Referenz zur Be
stimmung der Phasendifferenz dient.
5. Verfahren nach einem vorhergehenden Anspruch, bei dem
der logische Kanal (BCCH) verschachtelt über mehrere Zeitrah
men (fr) innerhalb des gemeinsam genutzten physikalischen
Übertragungskanals (BCCH) übertragen wird.
6. Verfahren nach einem vorhergehenden Anspruch, bei dem
in dem gemeinsam genutzten physikalischen Übertragungskanal
(BCCH) zumindest ein weiterer logischer Kanal (PCH) übertra
gen wird.
7. Verfahren nach einem vorhergehenden Anspruch, bei dem
der logische Kanal (BCCH) in einer Anzahl von Zeitrahmen (fr)
innerhalb eines aus mehreren Zeitrahmen (fr) bestehenden Su
perrahmens ausgesendet wird.
8. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem
durch die Phasenbeziehung eine Position des jeweiligen
Zeitrahmens (fr) innerhalb der verschachtelten Zeitrahmen
(fr) für den logischen Kanal (BCCH) definiert wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem
durch die Phasenbeziehung eine Position des Beginns der ver
schachtelten Zeitrahmen (fr) innerhalb eines Superrahmens si
gnalisiert wird.
10. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem
die Position des jeweiligen Zeitrahmens (fr) innerhalb der
verschachtelten Zeitrahmen (fr) für den logischen Kanal
(BCCH) durch eine differenzielle Phasenbeziehung definiert
wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem
die Position des jeweiligen Zeitrahmens (fr) innerhalb der
verschachtelten Zeitrahmen (fr) für den logischen Kanal
(BCCH) und die Position des Beginns der verschachtelten
Zeitrahmen (fr) innerhalb eines Superrahmens durch eine je
weilige Konstellation mehrerer Phasenbeziehungen definiert
wird.
12. Verfahren nach einem vorhergehenden Anspruch, bei dem
der logische Kanal (BCCH) durch einen Statusanzeiger (f) von
zumindest eine weiteren logischen Kanal (PCH) unterscheidbar
ist.
13. Verfahren nach einem vorhergehenden Anspruch, bei dem
ein physikalischer Übertragungskanal (P-CCPCH, Pilot) durch
zumindest ein Frequenzband (B) und einen verbindungsindividu
ellen Spreizkode (c) definiert wird.
14. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem
eine physikalischer Übertragungskanal (P-CCPCH, Pilot) zu
sätzlich durch einen Zeitschlitz (ts) definiert wird.
15. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, wobei
die Funkschnittstelle des Funk-Kommunikationssystems gemäß
einem Zeitduplexverfahren organisiert ist.
16. Verfahren nach einem vorhergehenden Anspruch, bei dem
die Signalübertragung in einer Abwärtsrichtung (DL) von einer
Basisstation (NB) des Funk-Kommunikationssystems zu zumindest
einer Teilnehmerstation (UE) durchgeführt wird.
17. Basisstationssystem (BSS) eines Funk-Kommunikationssy
stems zur Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1.
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